Hier ist euer weihnachtsgeschenk für euch ;) Hoffe ihr habt alle Geschenke;)
Frohe Weihnachten und ein Frohes Neues! LG eure Freyja Thu
Draco
Mittwochabend. Draco schaute sich die Flaschen, Ampullen und Gefäße mit den verschiedensten Tränken im Vorratsschrank an.
Da hörte er, wie die Tür geöffnet wurde und sagte ohne den Kopf zu wenden: „Hallo, Ginny."
„Hallo", entgegnete Ginny. Er beobachtete aus den Augenwinkeln, wie sie näher kam.
„Was machst du da?", ihre Stimme wirkte leicht aufgeregt.
„Ich gucke mich nur ein wenig um", meinte Draco gelassen.
„Lass das! Wenn Snape jetzt reinkommt...!", Ginny schaute automatisch zur Tür.
„Wenn Snape jetzt reinkommen sollte, ist es besser, er erwischt uns am Vorratsschrank, als woanders."
„Was meinst du damit?", sie runzelte fragend ihre Stirn. Niedlich. Vielleicht hat Blaise recht mit dem was er meinte...
Der Blonde lächelte sie fast zärtlich an, als er erläuterte: „Naja, wenn er uns hier erwischt, kann ich ihm erzählen, dass ich dich dabei erwischt habe, wie du etwas von seinen Vorräten entwenden wolltest."
„Hey, du mieser...!", schnappte sie empört und schubste ihn, dass er mit seinem Ellenbogen eine Flasche aus dem Regal riss, die mit lauten Klirren auf dem Steinboden in tausend Einzelteile zerbarst. Die blau-violette Flüssigkeit verteilte sich auf dem Boden und grüner Dampf stieg in die Luft.
Draco zog die Luft ein: „Merkwürdiger Geruch..." Da wurde ihm auch schon schwarz vor Augen und er sackte zusammen. Es war jetzt schon das zweite Mal, dass er vor Ginny sein Bewusstsein verlor.
Doch dieses Mal war es anders.
Draco schaute sich um. Nebelschwaden. Plötzlich teilte der Nebel sich und eine verschleierte Person- kein Zweifel weiblich- erschien.
„Wer bist du?", wollte er wissen.
Die Frau antwortete nicht, aber sie hob ihre Hände und lege den Schleier ab. Das Gesicht war maskiert, aber Dracos Blick fiel auf die kupferroten Haare. Ein warmes Gefühl machte sich in ihm breit.
„Ginny, bist du es?"
Die Rothaarige drehte sich um und verschwand im Nebel.
„Warte! Ginny!", Draco wollte ihr hinterherlaufen, was gar nicht seine Art war, doch er konnte sich nicht rühren.
„Ich liebe dich", hörte er sich flüstern.
O, scheiße! Unter was für Drogen stehe ich denn? Ja klar, ich habe doch diese Dämpfe von dem Trank eingeatmet. Das muss es sein!
Der Slytherin öffnete seine Augen und war wieder in der Realität.
Er sah Ginny, die verwirrt auf ihn herab schaute. Draco verdrängte das eben erlebte und teilte ihr mit: „Ich will dich küssen."
Er sah, wie ein Grinsen über ihr Gesicht flog.
„Mach´s doch, wenn du mich kriegst!", rief sie, schwenkte mit ihrem Zauberstab und der Raum lag in völliger Dunkelheit.
Draco, der immer noch auf dem Boden gelegen hatte, richtete sich auf.
Er konnte noch nicht einmal seine Hand vor den Augen erkennen, so dunkel war es.
„Ginny, wo bist du?", versuchte er zu locken, „Ich verspreche dir auch, ganz zärtlich zu sein."
Draco lauschte, doch sie gab keinen Mucks von sich. Er bewegte sich zu der Stelle, an der die Gryfindor bis vor kurzem noch gestanden hatte. Sie war natürlich nicht mehr dort. Er entschied sich für die linke Seite. Auf Händen und Knien tastete er sich in die Richtung, bis er mit dem Kopf gegen den Tisch der ersten Sitzreihe knallte. Veflucht! Nur mit Mühe konnte er sich verkneifen laut loszufluchen. Merlinseidank hat keiner diese unwürdige Situation beobachtet. Dieser Gedanke besänftigte ihn etwas, als er wieder begann sich weiter vorzutasten.
Irgendwann hörte er leise Atemzüge. Sie muss direkt vor mir sein.
Er machte sich zum Sprung bereit.
Tatsächlich, mit Schwung riss er Ginny, die erschrocken nach Luft schnappte zu Boden und lag schließlich über ihr.
„Dachtest du etwa, du würdest mir entkommen, Kleines?", spottete der Blonde ein wenig.
Ginny schnaufte.
Draco grinste. Jedoch verblasste das Grinsen und wurde durch einen anderen Gesichtsausdruck ersetzt, was jedoch in der Dunkelheit sowieso nicht zu erkennen war.
Er zog mit seinen Fingern ihre Gesichtszüge nach, strich über ihre Lippen, die merklich bebten.
Dann beugte er sich herunter und versank in ihren Lippen. Aufreizend erwiderte Ginny sein Spiel mit ihrer Zunge und schlang ihre Arme um seinen Nacken. Er löste sich von ihr: „Gefällt es dir, wie ich dich küsse? Sag es mir!"
Ihre Erwiderung auf seinen Kuss sprach eigentlich Bände, doch er wollte eine Antwort von ihr hören.
„Ja", seufzte sie, „Wie könnte es nicht."
Diese Bestätigung zauberte ein selbstgefälliges Grinsen auf sein Gesicht: „Okay, dann kann ich ja weiter machen." Und seine Lippen fanden erneut zu ihren.
Das Knarren der Tür ließ sie erstarren und gebannt lösten sie sich. Kein anderer als Professor Snape betrat den Klassenraum.
Verdammt. Muss er immer so unpassend erscheinen?
Draco bedeutete Ginny ruhig zu bleiben, denn wenn sie Glück hätten, würde er sie zwischen den Tischreihen nicht entdecken.
Snape schritt mit aufbauschendem Umhang genau auf den Vorratsschrank zu.
„Was ist das denn hier!?", seine Stimme war wie immer leise mit unterdrücktem Zorn.
Draco und Ginny hielten den Atem an.
