A/N 2014
Eine weitere story aus Mai 2009.
Leider in der leidigen Gegenwartsform.
Episode 2.19 (ergänzend, teilw. alternativ)
Vorwort:
Diese Story basiert auf dem Gespräch zwischen Sarah und Cameron in Episode 2.19 als Sarah ihr verbietet das Haus zu verlassen.
Cameron geht mit der Waffe in der Hand zur Tür. Sarah spricht sie aus dem Nebenraum heraus an: „Du verlässt nicht das Haus." Sarah geht Cameron entgegen.
Cameron wendet sich in Richtung Sarah. „John braucht mich."
„Wenn John Dich brauchen würde, hätte er nach Dir gefragt, hat er aber nicht. Du wirst dieses Haus nicht verlassen." Sarahs Gesicht hatte einen ernsten Ausdruck.
„Die Polizei könnte jederzeit Rileys Körper identifizieren. Ich muss bei ihm sein, wenn das passiert."
„Wenn sie das tun werden sie wahrscheinlich hier her kommen." Sarah bemerkt die Zuckungen von Camerons linker Hand, lässt sich aber nichts anmerken. „Also sollten wir froh sein, dass er weg ist." Sarah zögert kurz. „Warum bist Du hier?"
„Um John zu beschützen, um Skynet zu suchen. Um den Tag des jüngsten Gerichtes zu stoppen."
„Aber warum bist Du hier?" Sarah kommt näher und verschränkt die Arme. „Gerade jetzt, bei uns? John hat dich aus der Zukunft hierher geschickt. Er hat Dich weggeschickt. Weg von ihm." Sarahs Gesicht hat einen herablassenden Ausdruck angenommen. Cameron blickt überlegend zu Boden. „Vielleicht solltest Du darüber mal nachdenken." Cameron blickt Sarah wieder an. „Vielleicht solltest Du darüber nachdenken, warum er Dich nicht mehr um sich haben wollte.
Cameron überlegt einige Sekunden „Ich weiß ganz genau, warum John mich zurückgeschickt hat." Camerons Gesicht hatte zu Sarahs maßloser Überraschung einen wütenden Ausdruck angenommen und sie war einen Schritt auf Sarah zugegangen. „John hat mich zurückgeschickt, weil ich ihn daran erinnert habe, wie Du ihn zu einem Monster gemacht hast." Camerons Augen leuchteten jetzt Blau.
„Was meinst Du damit, ich hätte ihn zu einem ‚Monster' gemacht." Sarah war jetzt auch wütend und wich keinen Zentimeter vor Cameron zurück.
„John war ein großer Führer. Er war aber auch absolut gefühlskalt. Er schickte Männer und Frauen auf Selbstmordmissionen, ohne auch nur einmal an die Leute zu denken. Ihn interessierten immer nur die Ergebnisse.
Einmal lies er, um eine von Skynets Fabriken anzugreifen, einen LKW voller Zivilisten durch das Gelände Fahren, um die Maschinen von dort wegzulocken. Keiner der Zivilisten hat überlebt."
„Du bist ja völlig verrückt. Du..." Sarah war immer ungehaltener, wurde aber von Cameron in ihrem Redefluss unterbrochen.
„Männer Frauen und KINDER! ER HAT KINDER EISKALT GEOPFERT, UM SEINEN PLAN DURCHZUFÜHREN!" Cameron schrie diese Worte in Sarahs Gesicht. Ihre Augen leuchteten jetzt grell, ihre Fäuste waren geballt und ihr ganzer Körper bebte.
Sarah war bei diesen Worten zusammengezuckt und konnte Cameron nicht länger in die Augen sehen. „Aber wieso, was habe ich denn getan?" Fragte sie mit bebender Stimme. Sie konnte nicht glauben, dass das wahr sein sollte.
„John hat mir die Geschichte ein einziges Mal erzählt. Er war vollkommen betrunken und wollte sich gerade mit seiner Pistole in den Kopf schießen. Ich konnte ihn gerade noch davon abhalten. Das war auch nicht das einzige mal, dass er das tun wollte. Eigentlich jedes mal wenn er zu viel getrunken hatte."
Cameron erzählte Sarah die Geschichte, in dem sie sie exakt mit Johns Stimme wiedergab.
„Es war an meinm 16n Gebutstag. Mein Mom hatte Dich losjeschickt mir ein Kuchn zu kaufn. Wir hörtn nur einn lauten Knall. Als wir nachsehen wolltn, wurden wir von Sarkissinn überrascht. Dieser Irre hatte Dich mit dem Jeep in die Luft gesprengst. Jedenfalls habe ich ihn getöted. Ich war erleichtert, als du plötzlich in der Tür standstsss aber dann begann der Horror. Du wolltest mich erschiesn. Dann explod...ierte das Haus und Mom und ich rattn wech. Ich weisnich mehr genau, was dann passierte, jedenfalls hatte Mom dich zwischen zwei Trucks eingeklemnt. Du hasn gesagt, Du wärst wieder Ok du hätestn Testdingens laufn lassn un dann habe ich deinen Chip rausgemacht. Dannn haben wir Dich mit Thermnit überschüttn. Ich wolltn noch dein Chip wieder rein machen abr Derek und Charlie haben mich festgehaltn un Mom hat Dich angezündt. ICH HAB ZUGESEHN WIE DUN VERBRANNND BIS! Als ichn wiedr klar denkn konnte habe ich Derk un Charlien getötn und meiner Mom haben ichndie Kniescheibn zerschossn und bin weggrannd. Ich hab mein Mom nie wieder gsehn."
Cameron hatte die Erzählung beendet und stand mit geschlossenen Augen über Sarah, die haltlos weinend in die Knie gegangen war. „Aber so war es doch gar nicht. Du hast ihm gesagt, dass Du ihn liebst und er hat dich wieder reaktiviert." Sarahs Stimme wurde von leisen Schluchzern begleitet.
„Das war wahrscheinlich der Grund, warum alles nicht so passiert ist. In Panik habe ich meine Programmierung überwinden können, um ihm zu sagen, dass ich ihn liebe. Ich würde Alles tun, um zu verhindern, dass er zu dem John wird, den ich aus der Zukunft kenne. Wenn das bedeuten soll, dass er mich liebt, umso besser. Wenn er mich dafür aber hassen muss und mich vielleicht selbst tötet, werde ich auch das in Kauf nehmen."
„Ja, so bist Du programmiert" Tonlos kamen die Worte über Sarahs Lippen.
Jetzt ging Cameron vor Sarah in die Hocke und hob deren Kopf so weit an, dass sie sich genau in die Augen sahen. „Nichts davon ist programmiert. Die Autobombe hat meine Programmierung zu Johns Schutz gelöscht und ich habe die Programmierung John zu terminieren selbst überwunden. Seit dem bin ich frei von jeder Art Beeinflussung und treffe eigene Entscheidungen." Cameron erhob sich wieder und drehte Sarah den Rücken zu.
„Zukunfts-John hat nachdem er das erzählt hat zum ersten und einzigen mal in meinen Armen gelegen. Er hat solange geweint, bis er in einen Erschöpfungsschlaf gefallen ist. Danach hat er drei Tage lang kein Wort mit mir gesprochen und sechs Wochen später, bevor er mich durch die Zeit schickte hat er mich angefleht nicht zuzulassen, dass sich Alles wiederholt und er zu dem wird, was er ist. Alleine aus diesem Grund tolleriere ich Dereks Verhalten mir gegenüber. Ansonsten würde mich nichteinmal die Tatsache, dass er Johns Onkel ist davon abhalten ihn zu töten."
Sarah kam zurück auf ihre Füße. „Wenn Du nicht programmiert bist, John zu beschützen, wie können wir Dir dann überhaupt noch trauen?"
„John muß mir vertrauen, das ist Alles was zählt. Selbst wenn ich lüge ist das nur zu seinem Besten." Cameron drehte sich wieder herum und sah Sarah an. „Die Waffe, mit der er Derek und Charlie erschossen und Dich wahrscheinlich zum Krüppel gemacht hat, war die Selbe, mit der er versucht hat sich zu erschießen und mit der er persönlich jede einzelne Hinrichtung vorgenommen hat. Über diese Dinge solltest DU einmal nachdenken." Nach diesen Worten ging Cameron zurück in ihr Zimmer und lies die verstörte Sarah mit ihren Gedanken allein.
(ENDE)
