Disclaimer: Keine der Figuren gehört mir und ich verdiene hiermit kein Geld.
Genre: Romanze, Adventure
Beta: -
Pairing: Kagome/Sesshoumaru
Updates: Jeden Samstag
A/N: -
ENJOY READING!
Kapitel 9: Trainingsstunden
Nach seinem Gespräch mit Rin folgte Sesshoumaru seiner feinen Nase zu Kagomes Aufenthaltsort. Sie saß bei einer kleinen Baumgruppe am Ufer des Sees. Die Sonne brach sich glitzernd in ihren schwarzen Haaren in alle Regenbogenfarben. Bei jeder Bewegung tanzten die Lichtreflexe wie zu einer unhörbaren Melodie. Kagome machte ihrem Titel alle Ehre.
Plötzlich wandte Kagome ihm ihren Blick zu, weshalb sich Sesshoumaru dazu gezwungen sah, sich von dem wunderschönen Anblick, der sich ihm bot, los zu reißen. Schnell überbrückte er die restliche Distanz zu Kagome und ließ sich neben ihr ins Gras sinken.
„Also", begann er, und kam sich dabei irgendwie bescheuert vor. Zu seiner Entschuldigung konnte er nur sagen, dass sich wohl jeder ungeschickt fühlen würde, wenn er seiner große Liebe ihr ureigenes Wesen erklären müsste. Was, nebenbei bemerkt, alles andere als einfach war. „Die einfachste deiner Kräfte ist es, Gefühle zu spüren."
„Wie mache ich das? Und wie willst du mir dabei helfen, diese Kraft zu kontrollieren?", wollte die Schülerin gleich wissen.
Er würde es nie zugeben, aber Sesshoumaru wäre am liebsten weggelaufen. Vor einer einfachen Frage.
„Ich werde mich auf ein Gefühl konzentrieren und du musst erspüren, welches es ist, ohne meine Aura zu lesen..." Nachdenklich ließ der DaiYoukai den Satz ausklingen. Wenn er ehrlich war, dann hatte er nicht die leiseste Ahnung, wie er seine Liebe zu Kagome vor ihr verbergen sollte. Unterdrückte Gefühle sollte die Göttin des Lichts noch deutlicher spüren können als alle anderen. Vielleicht konnte er sie mit anderen Empfindungen überspielen... Das könnte noch zum Problem werden.
„Na gut, dann los. Ich bin bereit!" Kagome blickte ihn entschlossen an.
`Sie sieht so...´ Schnell schob Sesshoumaru diese Gefühlsregung beiseite und konzentrierte sich auf unverfänglichere Gefühle. Für den Anfang wählte er die Zuneigung, die er für Rin empfand. Dann nickte er Kagome zu, damit sie anfing.
„Vaterliebe", sagte diese zögernd, nachdem sie ein, zwei Minuten nachgedacht hatte. Sesshoumaru zog eine Augenbraue hoch. `Das ging ja schnell. Scheinbar braucht sie weniger Training als ich dachte.´
Wie um diesem Gedanken zu widersprechen sagte Kagome: „Man sieht es dir an, wenn du an Rin denkst. Du hast dann immer einen ganz bestimmten Gesichtsausdruck. Irgendwie sanft..." Sie war immer leiser geworden, fast als hätte sie Angst, dass er sauer werden und sie angreifen würde.
`Als ob ich das könnte... Und wenn ich beim Gedanken an Rin schon „sanft" aussehe, wie würde sie mein Gesicht erst beschreiben, wenn ich an sie denke...´ Der Youkai riss sich zusammen. Jetzt war zunächst Mal Konzentration von Nöten, sonst würde Kagome herausfinden, was er für sie empfand und sonst was tun... Sesshoumaru konnte gerade noch ein Schaudern unterdrücken. Daran sollte er besser gar nicht erst denken. Er war auch so schon abgelenkt genug. Für einen kleinen Moment gönnte sich der Lord des Westens den Luxus, die Augen zu schließen.
„Sesshoumaru? Ist alles in Ordnung?"
Sobald er die Sorge in Kagomes warmer Stimme hörte, schlug er die Augen wieder auf, fast schon zu hastig. Das trug allerdings nicht wirklich dazu bei, seine Konzentration zu fördern. Eher im Gegenteil, denn plötzlich hatte er große Probleme, nicht in Kagomes Augen zu versinken. Wenn das passieren würde, da war sich Sesshoumaru sicher, würde er ihr seine Liebe gestehen. Und dann...
Noch einmal schloss der DaiYoukai für einige Sekunden die Augen, wobei ihm der Gedanke kam, dass keiner mehr seine Verwandtschaft zu Inuyasha würde leugnen können, wenn das alles so weiterging. Langsam aber sicher benahm er sich genauso wie sein Baka von einem Halbbruder. Als ihm bewusst wurde, wie ähnlich er diesem Hanyou inzwischen war überkam Sesshoumaru eine Welle von Zorn. Immerhin ein neues Gefühl. So nutzte er also die Gelegenheit und sagte mit mühsam beherrschter Stimme: „Weiter."
„Du bist wütend", stellte die Schülerin augenblicklich fest. „Dein Youki gerät außer Kontrolle." Bildete er sich das nur ein oder klang da tatsächlich ein Vorwurf in ihrer Stimme mit? Nicht unwahrscheinlich. Immerhin liebte sie als Göttin des Lichts den Frieden. Also genau das Gegenteil von Sesshoumarus zerstörerischer Macht. Leise, schleichende Verzweiflung, die er nicht unterdrücken konnte, überkam ihn. Also gut. Dann würde Kagome eben dieses Gefühl erraten müssen. Sie würde wohl denken, dass er es nicht wirklich empfand. Erneut gab Sesshoumaru das Startzeichen, indem er nickte.
Diesmal ließ die Antwort sehr lange auf sich warten. Sesshoumaru, der sich wieder einigermaßen unter Kontrolle hatte, wollte gerade abbrechen und mit der nächsten Empfindung weitermachen, als Kagome leise sagte: „Ähm... Ich bin nicht ganz sicher, aber... vielleicht... Bist du vielleicht verzweifelt?"
Erfreut nickte er und lächelte seinem Gegenüber kurz zu. Mehr ließ seine Selbstbeherrschung noch nicht zu, schließlich war er wirklich verzweifelt. Doch das brauchte Kagome nun wirklich nicht zu wissen. Es reichte voll und ganz, dass sie seine Gefühle gespürt hatte. Alles, was sie brauchte, war Training.
„Heute wirst du dir die Waffen aussuchen, die du als Taijiya benutzen wirst", erklärte Kohaku seiner wissbegierigen Schülerin. „Die klassische Variante ist das Schwert. Jeder Dämonenjäger sollte mit einem Schwert umgehen können, aber die meisten wählen noch eine zweite oder ganz andere Waffen. Meine Schwester benutzt zum Beispiel Hiraikotsu und ich meine Kettensichel. Seltener werden Pfeil und Bogen verwendet, das sind eher Waffen von Mikos. Hast du irgendwelche Vorstellungen, welche Waffen du benutzen möchtest?"
„Hmm... Ich finde Wurfsterne ziemlich nützlich...", sagte Rin nachdenklich.
„Waffen mit großer Reichweite sind immer praktisch."
Kohaku nickte Rin zufrieden und anerkennend zu, was sie mit einem strahlenden Lächeln quittierte, das Kohakus Herz höher schlagen ließ. Es war keine gute Idee das Mädchen zu unterrichten, dass man liebte. Zumindest war es der Konzentration ziemlich abträglich. Zwar konnte Kohaku dank seiner Ausbildung einen klaren Kopf behalten, aber einfach war es nicht.
„Ich schätze mal, für dich wäre eine Art Schwert gar nicht schlecht. Vielleicht so eine Art Holzstab mit zwei Klingen am Ende... Ich werde mal meine Schwester fragen, was sie davon hält. Würde dir so was gefallen, Rin-chan?"
„Sicher!" lachte Rin. „Das wäre genau das Richtige. Aber wo kann man solche Waffen denn kaufen?" Die Hime sah so verwirrt aus, dass es nun am Dämonenjäger war, zu lachen.
„Wir kaufen unsere Waffen nicht, wir stellen sie selbst her, aus Knochen und anderen Überresten von Dämonen. Wir treiben ihnen ihre dämonischen Kräfte aus, trotzdem sind sie stärker und widerstandsfähiger als normale Waffen. Das macht einen wichtigen Teil unserer Kraft aus."
Einen kurzen Moment hing der Junge noch seinen Gedanken nach, dann lächelte er seiner Schülerin zu und machte mit seinem Unterricht weiter.
„Außer den Waffen gibt es natürlich noch andere Methoden, um Dämonen zu töten, Gifte zum Beispiel. Dazu zahlen unter anderem..."
Kagome hatte allen Grund zufrieden zu sein. Die Sonne schien, allen ging es gut, Sangos Arm war inzwischen verheilt und ihr Training war in den letzten beiden Wochen bestens voran gegangen. Sie konnte inzwischen die Gefühle mehrerer Menschen gleichzeitig wahrnehmen und Leute auf den ersten Blick einschätzen. Dazu hatte Sesshoumaru sämtliches Personal im Schloss mit eingespannt. Ohne deren Wissen selbstverständlich.
Kagomes einzige Sorge betraf den Lord selbst. In ihrer Gegenwart unterdrückte er seine Gefühle, oder nein. So war das nicht richtig ausgedrückt. Er überspielte eher ein ganz bestimmtes Gefühl. Aber sie konnte es nicht richtig „fassen", sie wusste einfach nicht, welches Gefühl Sesshoumaru vor ihr verbergen wollte. Er dagegen schien ganz genau zu wissen, was er tat, denn bis jetzt hatte sie nicht die leiseste Ahnung, was er vor ihr verbarg. Bei den Übungsstunden war sie zu abgelenkt, um sich darauf konzentrieren zu können, und die restliche Zeit ging Sesshoumaru ihr aus dem Weg, so hatte Kagome das Gefühl. Scheinbar wollte er sein Geheimnis unbedingt für sich behalten. Aber da kannte er Kagome schlecht. Sie war einfach zu neugierig, als dass sie diese Geheimniskrämerei so hinnehmen würde. Früher oder später, das nahm sie sich vor, würde sie schon herausfinden, was sie nicht wissen sollte. `Und besser früher als später´, sagte sie sich entschlossen, als sie zu ihrer heutigen Trainingsstunde ging, die wie immer am See stattfand.
„Da bist du ja", sagte Sesshoumaru und drehte sich zu ihr um. Wie so oft wallte das Gefühl, das er zu verbergen versuchte, kurz auf, bevor es von Respekt verdeckt wurde. Doch dieses Mal hatte Kagome eine Ahnung, was ihr Gegenüber empfand. Und der Hauch von Erleichterung, der in der Stimme des DaiYoukai mit schwang, schien das nur zu bestätigen. Aber war das wirklich möglich? Irgendwie bezweifelte die junge Frau das, aber sie musste sich eingestehen, dass sie den Lord nicht wirklich kannte und bis vor kurzem noch viele Vorurteile ihm gegenüber gehabt hatte. Tatsächlich hatte sie in den letzten Wochen mehr als genug Anlässe und Gründe gehabt, ihr Bild vom eiskalten, gefühllosen Dämon gründlich zu überdenken.
„Du wirst heute versuchen, deine göttliche Aura bewusst hervorzurufen. Zur Zeit hast du die Aura einer starken Miko, und das ist auch gut. In einem Kampf kann es nie Schaden, unterschätzt zu werden, weil einem das nur Vorteile bringt. Als du Inuyasha aufgehalten hast-"
Eine Welle von Zorn überrollte Kagome. Sie hatte Probleme, sich davon nicht anstecken zu lassen, aber ihre Überraschung, dass sie keinen Hass spürte, half ihr, den fremden Empfindungen zu widerstehen. Bevor sie trotzdem die Kontrolle verlor, konnte sich Sesshoumaru schon wieder beherrschen.
„-hast du deine Aura unbewusst gerufen. Es hat gereicht ihn zu lähmen, weil du deine negativen Gefühle gegen ihn gerichtet hast. Wenn du deine Aura bewusst rufst, werden alle schwachen Dämonen geläutert und die meisten anderen gelähmt oder bewusstlos. Nur die stärksten werden sich noch so weit beherrschen können, dass sie aus deinem Einflussbereich verschwinden. Dein Seelengefährte ist der einzige, falls es denn ein Youkai ist, dem deine Aura nichts ausmacht. Menschen spüren deine Ausstrahlung, sie fühlen sich in deiner Nähe lebendig. Und Tiere werden vermutlich in Scharen zu dir kommen. Ohne sich dabei gegenseitig anzugreifen, das würden sie nicht wagen, weil sie wissen, wie sehr du das Leben liebst."
„Aber würde ich denn nicht auch Shippo und Kiara läutern, wenn ich meine Aura entfalte? Du wirst, nehme ich mal an, stark genug sein, um aus meinem Umkreis zu verschwinden, oder?" Kagome machte sich ziemliche Sorgen. Sie wollte ihren Freunden nicht schaden.
„Ja, ich könnte fliehen", antwortete Sesshoumaru. „Aber du unterschätzt den Kitsunen, sie sind sehr starke Dämonen. So klein, wie er ist, würde er noch gelähmt werden, doch das wird sich ändern, sobald er stärker wird. Auch wenn ich kaum glaube, dass ein Kitsune in deine Nähe kommt, wenn deine Aura aktiv ist. Sie haben ein sehr feines Gespür für Magie und die Natur. Sobald sie merken, dass es gefährlich wird, fliehen sie, um erst mal herauszufinden, was eigentlich los ist. Sie sind einfach zu klug, um einer Gefahr direkt in die Arme zu laufen. Meistens weichen sie so auch Menschen und anderen Dämonen aus."
„Woher weißt du das?", platzte es aus Kagome heraus. Sie war viel zu neugierig, um nicht nachzufragen.
„Hideko hat es mir erzählt und zur Genüge bewiesen." Hätte irgendjemand anders diese Frage gestellt, hätte Sesshoumaru es vermutlich bei dieser Erklärung belassen. Da er aber ständig das Bedürfnis verspürte, Kagome jedweden Wünsch zu erfüllen, und die Neugier ihr übermäßig deutlich in die Augen geschrieben stand, führte er seine Antwort weiter aus. „Viele DaiYoukai suchen Kitsunen auf, um sich beraten zu lassen, aber sie sind alles andere als leicht zu finden. Es hat Tage gedauert, bis Hideko zugelassen hat, dass ich sie zu Gesicht bekomme."
Er wartete einen kurzen Moment, aber als Kagome keine weiteren Fragen stellte, kehrte er zu ihrem ursprünglichen Gesprächsthema zurück.
„Was die Dämonenkatze deiner Freundin angeht, wird ihr deine Aura wohl nicht schaden, weil du ihr nicht schaden willst. Das immunisiert sie sozusagen gegen deine Kräfte, allerdings erst dann, wenn du sie richtig kontrollieren kannst. Alles klar?"
Kagome nickte, fügte dann aber noch hinzu: „Fast. Du warst vorhin zornig und ich wäre es auch beinahe geworden. Kann man das vielleicht irgendwie verhindern?"
„Ja, das kann man. Aber es ist wirksamer, wenn du lernst, fremde Gefühle abzublocken, wenn du erschöpft bist. Dann schaffst du es mühelos, wenn du fit bist und hast auch nach einem harten Kampf keine Probleme. Nicht, dass es jemanden gäbe, der freiwillig mit dir Kämpfen würde, aber sicher ist sicher. Deshalb würde ich das gerne machen, wenn dich dass Aurenbeschwören erschöpft hat."
„In Ordnung." Kagome nickte wieder. „Was muss ich jetzt machen?"
„Als erstes musst du in dich gehen", erklärte Sesshoumaru. „Du musst die göttlichen Kräfte in dir finden und sie wecken. Nachdem du dass geschafft hast, konzentrierst du dich auf deine Aura und lässt deine Macht langsam ausströmen. Am besten fangen wir mit ein paar Meditationsübungen an."
Was, wie Kagome schnell heraus fand, alles andere als einfach war. Am Abend hatte sie die Quelle ihrer Macht noch immer nicht in sich gefunden und große Schwierigkeiten, den mächtigen Gefühlswellen, mit denen Sesshoumaru sie attackierte, stand zu halten.
Zur gleichen Zeit spazierten zwei rothaarige Dämonen durch den Schlossgarten. Shippo und Hideko hatten sich viel zu erzählen, schließlich hatten sie sich lange nicht gesehen. Der kleine Kitsune schockte seine Cousine, indem er ihr vom Tod seines Vaters erzählte. Hideko hatte von all dem nichts geahnt und die Trauer um ihren Onkel saß ihr noch tief in den Knochen. Jetzt hatte sie Angst, auch ihr letztes Familienmitglied zu verlieren. Sie dachte schon die ganze Woche über eine Möglichkeit nach, wie sie ihn schützen könnte. Aber immer bei ihm sein konnte sie nicht, sie hatte ja ihre Pflichten und er würde sicher lieber bei seinen Freunden bleiben als hier, wo er niemanden kannte. Ihr selbst kam keine Idee, wie sie ihn schützen könnte, aber vielleicht wusste Shippo ja etwas.
„Ich mache mir Sorgen um dich, Cousin", brach sie also das einträchtige Schweigen, dass zwischen ihnen herrschte.
Shippo sah nicht sonderlich überrascht aus. Er hatte wohl schon bemerkt, dass sie etwas bedrückte.
„Weißt du... Du bist meine ganze Familie. Ich will dich nicht auch noch verlieren, aber ich weiß nicht, wie oder ob ich dich schützen kann." Den Rest würde sich wahrscheinlich jeder denken können, von einem Fuchsdämon ganz zu schweigen.
„Selbst wenn du mich nicht beschützen kannst, kannst du mir beibringen, mich selbst zu schützen." Shippo sah zu ihr auf und in diesem Moment begriff Hideko, dass er erwachsener war, als er allen zeigte. Wenn er also der Meinung war, auf sich selbst aufpassen zu können, würde sie ihm alles beibringen, was er dazu wissen musste. Auf ihr Gesicht trat ein entschlossenes Lächeln. Sie würde alles in ihrer Macht stehende tun, um Shippo in Sicherheit zu wissen, und das so schnell wie möglich.
„Na, dann lass uns mal loslegen. Du kannst bis jetzt nur das Fuchsfeuer, richtig?"
Shippo nickte. „Und noch ein paar Verwandlungen. Aber es klappt nur bei Gegenständen wirklich gut."
„Verwandlungen sind immer nützlich. Ich denke, du solltest auch Illusionen lernen, mit beidem kann man Gegner ablenken. Außerdem kannst du dich selbst dann leichter verwandeln und deine wahre Identität verschleiern." Hideko sah, wie sehr der Gedanke ihren Cousin erfreute. Dann würde ihm der richtige Unterrichtsstoff erst Freude bereiten! `Schließlich ist unsere Familie nicht umsonst eine der wenigen noch vorhandenen Fuchsdämon-Familien´, dachte die Kitsune nicht ohne Stolz. `Oder das was davon übrig ist.´
Trotz dieser düsteren Gedanken riss sie sich zusammen. Trübsal konnte sie jetzt am wenigsten gebrauchen.
„Die wirklichen Angriffstechniken sind starke Attacken aus Youki und Feuermagie. Aber lass uns erst mal mit den Illusionen anfangen." Der kleine Kitsune nickte begeistert. Scheinbar hatte er genug davon, so gut wie wehrlos zu sein.
Kohaku und Rin machten, wie so oft nach ihrem Training, einen Spaziergang. Heute hatten sie besonders gute Laune. Sango ging es glänzend und sie würde noch heute mit Miroku in ihr Heimatdorf aufbrechen, um Rins Waffen anzufertigen. Sie war begeistert, dass Kohaku jetzt eine Schülerin hatte, denn sie fürchtete, dass das Dämonenjägerhandwerk mit ihnen aussterben würde. Rin hatte ihr im Gegenzug für ihre Hilfe versprochen, junge Leute in Gegenden mit vielen Dämonen dazu aufzurufen, bei Sango oder Kohaku in die Lehre zu gehen. Das hatte auch Kohaku angespornt, so dass er jetzt mit Rin die unterschiedlichsten Unterrichtsformen ausprobierte. Sie hatte zwar nicht viel Zeit, weil auch ihr anderer Unterricht wieder auf dem Programm stand, aber der junge Mann war dankbar für ihre Ratschläge.
Momentan war er etwas ratlos, wie es weitergehen sollte, aber er wollte seine Schwester nicht um Hilfe bitten. Sie hatte anderes im Kopf. Normalerweise müsste Rin langsam in der Praxis Dämonen bekämpfen, aber in der Nähe des Schlosses gab es keine und sie konnte schlecht die Bediensteten attackieren. Und Kiara würde für's Erste weg sein.
Kohaku seufzte und sah vom Himmel, in den er bislang gestarrt hatte, wieder auf die Wiese vor ihm. Und dabei sah er die Lösung seiner Probleme. Die Illusion eines Dämons, die gerade verblasste. Dahinter standen die Beraterin Sesshoumarus und Shippo.
Der Taijiya beschleunigte seine Schritte und lief genau auf die beiden Kitsunen zu, die jetzt zu ihm herüber schauten.
„Ist alles in Ordnung, Hime-sama?", wollte die Youkai wissen.
„Nenn mich doch Rin, Hideko. Das ist mir viel lieber als Hime-sama", gab das Mädchen, dass ihrem Freund gefolgt war, sofort zurück.
Die Angesprochene setzte gerade zu einer Erwiderung an, als Kohaku das Gespräch unterbrach.
„Entschuldige, Hideko-san, aber war das deine Illusion?"
Ein wenig verwirrt nickte sie und erklärte: „Ich bring Shippo-chan das Kämpfen bei. Warum fragst du?"
„Ich suche echte Gegner, mit denen Rin trainieren kann. Unbewegte Ziele trifft sie schon fast im Schlaf."
Hideko kicherte und sagte dann: „Warum trainieren wir nicht zusammen, oder eher unsere Schüler. Sie werden beide mit echten Gegnern schneller und besser lernen."
Kohaku sah erst Rin und dann Shippo fragend an, beide nickten begeistert. Bevor er Hideko allerdings seine Zustimmung geben konnte, rauschte schon ein fluchender Sesshoumaru an ihnen vorbei, Kagome im Schlepptau. Ohne anzuhalten unterbrach er kurz sein Gefluche, um zu sagen: „Komm mit, Rin, wir bekommen Besuch."
Ungefragt setzte sich auch der Rest der Gruppe in Bewegung, um dem Lord des Westens zu folgen.
Bitte seid so gut und hinterlasst mir ein Review.
Kisses, E*R
Some Piece of Random Information Nobody Needs: -
