Kapitel 10
Es schien nun klar, dass sie keine Ruhe haben würden, solange sie im Besitz der Heiligtümer des Todes waren. Slughorns Einbruch in Rons Zimmer und das Buch, das er gestohlen hatte, bedeuteten nur, dass da mehr an der Geschichte der Drei Brüder dran war als was Harry, Ron und Hermine ursprünglich gedacht hatten. Abermals fragte Harry sich, wie viel er noch von Dumbledore hätte lernen können, als er noch am Leben war.
„Ich habe Dumbledore gesagt, dass ich sie nicht benutzen würde, und er schien zuzustimmen", sagte Harry, während er den Elderstab in die linke Tasche seiner Jeans schob. Der Zauberstab schien zu schrumpfen, bis er perfekt hineinpasste.
„Dumbledores Porträt hat dir das gesagt, Harry. Porträts sind nur blasse Kopien einer Person. Du solltest es nicht für allzu selbstverständlich annehmen. Außerdem sage ich nicht, dass du den Stab benutzen sollst. Eigentlich glaube ich nicht, dass du eine Wahl hast."
Sie saßen immer noch auf dem Boden von Rons Zimmer und Hermine teilte den Stein, den Stab und den Umhang zur Aufbewahrung zwischen ihnen auf. Sie schien überzeugt, dass die drei Objekte im Augenblick sicherer bei ihnen waren als versteckt in Rons Souvenir- Kasten.
„Es ist eine vorläufige Lösung", fügte Hermine hinzu, während sie den Tarnumhang an Ron reichte, während Harry ihm mit einer Mischung aus Bedauern und Sehnsucht nachsah. Von dem Umhang getrennt zu sein war wie einen Teil von sich selbst auszuleihen.
„Ich hatte immer den Umhang…", setzte er an.
„Ich weiß, aber du bist der Meister des Elderstabs und wir haben uns darauf geeinigt, die drei Objekte aufzuteilen für den Fall, dass sie bei einer Vereinigung irgendeine besondere Macht haben. Du kannst nicht Stab und Umhang haben, Harry. Es macht so viel mehr Sinn. Wir sind zu dritt und es sind drei Objekte."
Hermine hatte die Heiligtümer des Todes mit Bedacht zugeteilt. Deshalb hatte Harry große Schwierigkeiten, sie davon zu überzeugen, dass er es vorziehen würde, Hüter des Steins oder des Umhangs zu sein. Hermine wollte nicht nachgeben, was den Elderstab betraf.
„Der Stab sucht sich den Zauberer aus. Das weißt du."
„Ich vertraue ihm nicht, Hermine, das ist alles", sagte er ein wenig brüsk. Die Erinnerung daran, wie er sich im Dunklen Wald benommen hatte, war noch sehr lebendig.
„Du solltest dir selbst vertrauen, Harry, nicht dem Stab. Du bist ein großartiger Zauberer. Das bist du wirklich."
„Wir sind nicht mehr elf Jahre alt, Hermine. Wenn ich den Stab nicht kontrollieren kann, könnten Menschen sterben."
„Lasst es gut sein, ihr beiden!", sagte Ron ungeduldig. Er starrte den Umhang, der auf seinem Schoß gefaltet lag, mit großem Misstrauen an. „Sie heißen Heiligtümer des Todes, nicht Flauschige Häschen. Können wir uns vielleicht einfach darauf konzentrieren, sie loszuwerden? Dann würde ich mich viel besser fühlen."
„Flauschige Häschen!" Hermine lachte. „Ron, du bist so süß."
Rons Gesicht färbte sich sichtlich rosa und er stopfte den Umhang in seinen orangefarbenen Chudley- Cannons- Rucksack, ohne sie anzusehen.
Der dritte Gegentand war natürlich der Stein, den Hermine nun hütete. Sie hatte deutlich gemacht, dass die Wiederbelebungskraft des Steins nicht in die Hände von jemandem gelangen durfte, die vor kurzem einen geliebten Menschen verloren hatten. Allein die Erinnerung an George an dem Tag der Beerdigung war genug gewesen, um Harry und Ron von diesem Punkt zu überzeugen. Deshalb hatte sie den kleinen Gegenstand in einem herzförmigen goldenen Medaillon verborgen, das ihre Eltern ihr an ihrem ersten Schultag in Hogwarts geschenkt hatte. Außer dem Stein enthielt das Medaillon noch ein Bild von ihren Eltern.
„Das ist eine echt schöne Kette", bemerkte Ron, als Hermine sich die goldene Kette um den Hals legte. „Warum hast sie noch nie getragen?"
„Ron, das ist ein Herz."
„Sind Herzen nicht cool?"
„Herzen sind nicht so mein Fall, ehrlich gesagt."
Harry sah einen leicht geknickten Ausdruck auf Rons Gesicht, der jedoch rasch verschwand. Hermine schien ihn nicht bemerkt zu haben.
Als sie die Treppe hinuntergingen, gab Ron Hermine den Vortritt, damit er mit Harry sprechen konnte, ohne dass sie lauschen konnte.
„Ich will ihr etwas Schönes schenken, weißt du, eine Art Geschenk. Ich habe George gesagt, dass er ihr keine Weasley- Brosche geben soll, weil ich etwas Besseres im Sinn hatte. Ich habe an Schmuck gedacht, etwas Bedeutungsvolles. Jetzt sind mir die Ideen ausgegangen."
„Ich denke, ihr hätte eine Weasley- Brosche gefallen", erwiderte Harry zögernd.
Sie wurden von Mrs. Weasleys vorwurfsvollstem Blick unterbrochen, als sie das Ende der Treppe erreichten. Für den Bruchteil einer Sekunde glaubte Harry, dass sie sie wieder nach oben schicken oder ihnen kräftig die Leviten lesen würde. Die Anwesenheit von Mrs. und Mr. Granger in ihrer Küche war wahrscheinlich der einzige Grund, weshalb sie verschont wurden.
„Da seid ihr ja, Jungs", sagte Mr. Weasley nur. Er legte eine Hand auf die Schulter seiner Frau, was sie beträchtlich zu beruhigen schien. „Ihr hättet uns sagen sollen, dass wir Gäste haben."
„Ich werde etwas Tee machen. Mum, möchtest du etwas Tee?", sagte Hermine nervös. Sie durchwühlte die Küchenschränke. Mit einem Wedeln ihres Zauberstabs flog das gesamte Teegedeck zum Tisch, auf dem es anmutig landete.
„Sehr schön", kommentierte Hermines Mutter. „Du bist so talentiert, Liebling!"
Bei dieser Bemerkung löste Mrs. Weasley endlich ihren Blick von Harry und Ron und wandte sich wieder ihren Gästen zu.
„Sie ist in der Tat sehr talentiert. Die schlaueste Hexe ihres Alters", sagte sie zu Mrs. Granger.
Eine Minute später plauderten die beiden Frauen fröhlich und Hermines Wangen waren leicht rosa geworden, während sie an der Küchentheke damit beschäftigt war, Tee zuzubereiten. In der Zwischenzeit hatte Mr. Weasley um ein Wort mit Ron unter vier Augen gebeten. Sie beide verschwanden im Wohnzimmer und ließen Harry allein mit Mr. Granger. George, Percy und Ginny waren nirgendwo zu sehen.
„Was für ein faszinierender Apparat", sagte Hermines Dad, der die Weasley- Familienuhr mit zunehmender Neugier beäugte.
Vielleicht fand er es merkwürdig, dass es einen Zeiger mit dem Namen seiner Tochter gab. Harry trat näher, damit er die Erklärung abgeben konnte, doch er stellte überrascht fest, wie viele Veränderungen an der Uhr geschehen waren. Die Zeiger der Uhr wiesen immer noch auf den Aufenthaltsort jedes Familienmitglieds, zusätzlich Harry und Hermine, doch da war noch einiges hinzugekommen: Ein Zeiger für Fleur und ein neuer Ort, Shell Cottage. Außerdem gab es einen winzigen Zeiger mit einem schlafenden Babygesicht und der Aufschrift „Teddy Lupin", der auf „Mrs. Tonks' Residenz" deutete. Der Zeiger mit Freds Gesicht war nicht länger zu sehen. Und zu Harrys größter Überraschung wiesen drei Zeiger auf „Tödliche Gefahr".
„Ich denke, ich verstehe, wie das funktioniert", sagte Mr. Granger, der die Uhr genau betrachtete. „Aber es gefällt mir nicht. Was soll das mit der Tödlichen Gefahr? Warum zeigt meine Hermine auf Tödliche Gefahr?"
Harry war sprachlos und konnte Mr. Granger nicht antworten. Die drei Zeiger, die auf „Tödliche Gefahr" deuteten, gehörten Ron, Hermine und ihm selbst. Konnte es sein, weil sie nun die Heiligtümer des Todes mit sich herumtrugen? Das einzige andere Mal, da sie auf „Tödliche Gefahr" gewiesen hatten, war, als Voldemort wieder zur Macht gekommen war, und damals hatte es alle Zeiger betroffen, nicht nur drei. Furcht setzte sich in Harrys Brust nieder. War in Besitz der Heiligtümer zu sein gefährlicher als von Voldemort bedroht zu werden? Setzte er wieder einmal die Leben von Ron und Hermine aufs Spiel? Warum geschah ihm das immer wieder?
„Harry?", sagte Hermine mit erstickter Stimme.
Sie hatte aufgehört, Tee einzugießen, und starrte ihn forschend an. Er konnte deutlich die Sorge in ihrem Gesicht sehen.
„Wir zeigen auf Tödliche Gefahr", antwortete Harry.
Hermine schien einen Augenblick zu zögern und fuhr dann mit dem Teeeinschenken fort. Dabei lächelte sie ihre Mutter beruhigend an.
„Das sind alte Neuigkeiten. Es ist nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste", sagte sie wenig überzeugend. Harry konnte sehen, wie ihre Hände zitterten. Sie kämpfte hart darum, ihre Nerven ruhig zu halten. Mrs. Granger schien sich nicht sicher, ob ihre Tochter die Wahrheit sprach.
„Nein, Hermine", sagte Harry entschlossen, „wir müssen handeln. Jetzt. Heute Nacht."
„Harry, es ist schon sehr spät. Du hast es nicht durchdacht. Wir können nicht voreilig handeln. Es gibt schon genug Verdächtigungen und Gerüchte. Wir könnten da in eine Falle tappen. Es ist schon mal passiert, falls du dich noch erinnerst."
„Was für eine Falle? Was geht hier vor sich?", verlangte Hermines Vater gebieterisch. Er sah von seiner Tochter zu Harry. „Warum schwebt ihr in Gefahr? Ich will eine Erklärung."
„Harry, mein Lieber, komm trink eine Tasse Tee und wir können darüber sprechen", fügte Mrs. Weasley behutsam hinzu. „Ich denke, es ist Zeit, dass du mit uns redest."
Doch Harrys Geist war erfüllt von Sorge und Schuldgefühlen. Er konnte den Gedanken nicht ertragen, sich hinzusetzen und eine lange Erklärung darüber abzugeben, warum sie in Gefahr waren. Es könnte jeden Augenblick einen weiteren Anschlag von Slughorn oder der anderen halbmenschlichen Kreatur geben, die in Hermines Haus gewesen war. Was, wenn noch ein Weasley seinetwegen verletzt wurde oder noch schlimmer? Er konnte einen Blick zu der Uhr nicht unterdrücken. Wer würde der nächste sein? George? Ron? Ginny?
Sein Herz sank. Nein, ich kann Ginny nicht verlieren.
Hermine schien seine Gedanken zu lesen.
„Wir müssen sie einweihen, was los ist", sagte sie resolut zu Harry. Ihre Hand hielt die Finger ihrer Mutter umschlungen. „Es ist keine geheime Mission mehr. Der Orden kann uns helfen. Ich… ich glaube, wir brauchen Hilfe, Harry."
Harry war schockiert. Hermine war immer einverstanden gewesen mit der Verschwiegenheit. Er konnte ihren plötzlichen Sinneswandel nicht nachvollziehen.
„Letztes Jahr hast du noch nicht gesagt, dass wir Hilfe brauchen", sagte er anklagend.
„Wir konnten letztes Jahr keine Hilfe bekommen, Harry. Es ist nicht dasselbe."
Mr. Granger musterte Harry nun, als sähe er ihn zum ersten Mal. Als er sprach, war seine Stimme sehr energisch.
„Junger Mann, wenn du Informationen darüber hast, weshalb meine Tochter in Gefahr schwebt, haben wir das Recht, davon zu wissen. Also schlage ich vor, du setzt dich und fängst an zu reden."
„Dad!", rief Hermine aufgebracht. „Harry hat jedes Recht…"
„Es ist mir egal, ob es Harry Potter oder die Königin persönlich ist. Ich verlange zu wissen, was hier vor sich geht."
Harrys Brust verengte sich, als würde jemand hart gegen seinen Brustkorb drücken. Er hatte dem Zaubereiminister mehr als ein Mal die Stirn geboten. Er hatte mit viel älteren und einflussreicheren Männern gesprochen. Und doch fühlte er sich vor Hermines Vater zusammenschrumpfen. Rons Eltern hatten ihn noch bis vor kurzem unterstützt, weil sie wussten, was auf dem Spiel stand, was Harrys Mission anging. Doch Hermines Eltern wussten nur eine Sache: sie könnten seinetwegen ihre einzige Tochter für immer verlieren.
Harry machte Anstalten, seinen Mund zu öffnen, obwohl er keine Ahnung hatte, was er sagen sollte, als er von Rons panischen Schreien unterbrochen wurde.
„MUM! ES IST ETWAS MIT DAD! SCHNELL!"
Mrs. Weasley stand sofort auf und rannte an Harry vorbei, so schnell, dass sie ihn beinahe umstieß. Mr. Granger folgte ihr.
„Oh, nein! Oh, nein!", murmelte Hermine vor sich. Sie packte Harry am Handgelenk und zog ihn hinter sich her. „Oh, bitte, nein!"
In dem schummrig beleuchteten Wohnzimmer lag Mr. Weasley in einer unnormalen Position auf dem Sofa, den Kopf zurückgelegt und die Augen nicht fokussiert. Ron stand ein paar Schritte vor ihm und wirkte entsetzt. Mrs. Weasley rannte zu ihrem Mann und stieß einen spitzen Schrei aus, der Harry an den Klang von McGonagall erinnerte, als sie ihn für tot gehalten hatte.
„Arthur! Rede mit mir! ARTHUR!"
Die einzige Person, die nicht an der Stelle angewurzelt war, war Hermines Dad. Er war rasch an Mr. Weasleys Seite, nahm sein Handgelenk, sah auf die Uhr und hob Mr. Weasleys Augenbrauen. Er sah eindeutig so aus, als wüsste er, was er da tat.
„Ich habe einige medizinische Kenntnisse", informierte er sie. „Ich glaube, ich habe einen regelmäßigen Puls, was ein gutes Zeichen ist. Bitte gebt ihm etwas Luft."
Mrs. Weasley wedelte sofort mit der Hand und die Fenster platzten auf. Ein kühler Windzug rauschte ins Wohnzimmer und schien die Flammen im alten Kamin zu beleben.
„Ronald, bring mir etwas Rum oder Brandy oder irgendetwas in der Art. Hermine, wir brauchen etwas Kaffee. Mach ihn stark. Los."
Hermine schob Ron auf die Küche zu und sie gingen außer Sicht, Hand in Hand. Sie liefen an Mrs. Granger vorbei, die mit einer mittelgroßen roten Tasche in den Händen ins Wohnzimmer trat.
„Notfallkasten, Liebling", sagte sie und öffnete die Tasche, während sie sich neben ihren Mann kniete.
Sie zog eine kleine weiße Flasche mit durchsichtiger Flüssigkeit hervor. Mr. Granger öffnete sie sofort und hielt sie unter Mr. Weasleys Nase. Zu Harrys großer Erleichterung sah er, wie Rons Vater sich regte und die Augen öffnete.
„Arthur!", rief Mrs. Weasley mit unverwechselbarer Erleichterung.
„Merlins Bart!", murmelte Mr. Weasley mit einiger Anstrengung. „Wo… Wo ist meine Brille?"
Mrs. Weasley warf Hermines Dad einen Blick zu, der dringend eine Diagnose verlangte, während sie sich bückte, um die Brille aufzuheben. Harry dachte flüchtig, dass er Mr. Weasley noch nie so kränklich gesehen hatte, nicht einmal als er im St. Mungos lag, nachdem er von Voldemorts Schlange gebissen worden war. Er war blass wie der Tod. Er war nicht sicher, dass Mr. Grangers Fachkenntnisse ausreichten, um ihn zu beruhigen. Hermines Dad war ein Zahnarzt, kein Allgemeinmediziner.
„Das ist wahrscheinlich nichts Schlimmes", sagte Mr. Granger in einem beruhigenden Tonfall. „Es sieht so aus, als hätte Ihr Mann einen niedrigen Blutdruck. Ich habe es schon bei Patienten gesehen, die entweder sehr verängstigt oder alt waren. Nehmen Sie es nicht persönlich."
Mr. Weasley lächelte matt bei Mr. Grangers Bemerkung, als Ron mit einer Flasche Brandy hereinkam, immer noch Hermines Hand haltend. Beide erstarrten auf der Stelle, als sie sahen, dass Rons Dad bei Bewusstsein war.
„Brandy, das ist perfekt, mein Lieber", sagte Hermines Mutter und nahm die Flasche aus Rons bebender Hand.
„Wie fühlst du dich, Arthur?", sagte Mrs. Weasley. Ihre Augen glänzten mit Tränen.
„Gut, Molly. Mach dir keine Sorgen. Ein bisschen Brandy wird es tun."
Er setzte sich auf, doch sein Gesicht färbte sich sofort grün und er legte sich wieder hin.
„Soll ich etwas Schokolade holen?", bot Hermine mit zittriger Stimme an.
„Schokolade funktioniert nur bei magischen Verletzungen", sagte Ron mechanisch. „Sollen wir ihn ins St. Mungos bringen?", fügte er an seine Mutter gewandt hinzu.
„Es liegt nur am niedrigen Blutdruck, Ron. Mir geht es gut. Muggle- Medizin scheint Wunder zu wirken", erwiderte Mr. Weasley, während Hermines Dad wieder seinen Puls überprüfte. „Brandy! Ich habe schon immer gesagt, dass Muggle nicht anders sind als wir."
„Das ist nur ein Stimulanz", stellte Mr. Granger klar. „Aber Sie wissen, dass ich nur ein Zahnarzt bin. Ich würde empfehlen, dass sie einen Spezialisten aufsuchen. Sicherlich gibt es Zaubererärzte?"
„Sie werden Heiler genannt, Dad", sagte Hermine sachte.
Mr. Weasley nickte und nahm einen Schluck von seinem Drink. Der Brandy brachte etwas Farbe in seine Wangen. Nach einem weiteren Schluck konnte er sich zu einer bequemen Position aufsetzen. Der Duft von kochendem Kaffee füllte allmählich den Raum und das Feuer loderte nun.
„Ron, du warst hier. Was ist passiert?", fragte Mrs. Weasley nach ein paar Minuten, in denen ihr Mann den Großteil seiner Kraft wiederzuerlangen schien.
„Es ist nichts, Molly. Wir haben uns nur unterhalten."
Harry sah, wie Hermine Rons Hand zärtlich drückte, als wolle sie ihn ermutigen zu sprechen.
„Wir haben uns gestritten, ehrlich gesagt", sagte Ron nach einem tiefen Atemzug. Seine Mutter sah ihn mit kritischer Miene an. „Wir haben uns gestritten… heftig. Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist. Dad wollte wissen, was Harry, Hermine und ich im Schilde führen. Ich sagte, dass wir nicht darüber sprechen können. Dad sagte… Er sagte, dass er nicht länger Geheimnisse im Haus dulden würde. Er meinte, Mums Nerven könnten es nicht länger mitmachen. Er wollte wissen, was vor sich geht. Ich konnte nicht… ich wollte nichts verraten. Und dann ist er gefallen. Seine Augen drehten sich in den Kopf hinein und er fiel in meine Arme. Ich rief nach Hilfe und dann ließ ich ihn auf die Couch schweben."
Hermine strich über Rons Rücken, während er sprach.
„Das ist nicht deine Schuld, Ron. Ich habe mich zu angestrengt", sagte Mr. Weasley mit einem fürsorglichen Gesichtsausdruck.
„Dann ist es schon mal passiert?", fragte Mr. Granger, während er den Notfallkasten zusammenpackte.
„Ein oder zwei Mal im letzten Jahr", murmelte Mr. Weasley angespannt. Er vermied den Augenkontakt mit seiner Frau.
„Drei Mal!", korrigierte Mrs. Weasley. „Zu viel Stress. Madam Pomfrey hat dir doch gesagt, dass du es ruhig angehen lassen sollst. Arthur, Liebling, du hast nicht auf dich selbst aufgepasst. Du hättest dir eine Auszeit nehmen sollen."
Von der Art, wie Ron seinen Vater anstarrte, konnte Harry nur schätzen, dass ihm diese Informationen neu waren.
„Auszeit! Es herrschte Krieg, Molly. Jeden Tag haben wir etwas von dem verloren, das wir mit unseren Leben beschützt hatten. Und da gab es Tage, an denen wir… so viel verloren haben."
„Ich weiß, Liebling", flüsterte Mrs. Weasley ihrem Mann ins Ohr. Tränen strömten an ihrem Gesicht herunter. „Ich habe nur gehofft, dass du dir etwas freinehmen würdest. Aber es hört einfach nie auf, oder?"
Mr. Weasley küsste seine Frau auf den Kopf. Hermines Eltern hielten einander in einer engen Umarmung. Ron und Hermine standen Hand in Hand da. Ihr flossen Tränen aus den Augen. Doch auch wenn sie weinte, konnte sie trotzdem einen wunderbar hellen Patronus heraufbeschwören, den sie mit der Nachricht „Ihr werdet zu Hause gebraucht" losschickte. Als Mrs. Weasley ihr einen fragenden Blick zuwarf, erwiderte sie: „George, Percy und Ginny sind in Lee Jordans Café gegangen."
„Woher weißt du das?", wollte Ron wissen. Er hob eine Augenbraue.
„George lebt in der Wohnung direkt darüber. Es ist der einzige Laden, der zu dieser Stunde noch in der Winkelgasse geöffnet hat. Lee macht einen guten Cappuccino."
„Ich mag keinen Cappuccino", erwiderte Ron ohne nachzudenken.
Es gab allgemeines Gelächter, gefolgt von Seufzern der Erleichterung und Mrs. Weasleys Angebot einer warmen Tasse Kaffee. Hermine küsste Ron so leidenschaftlich, dass Harry den Blick abwenden musste.
Und dann traf es ihn. Es war eine Welle der Kälte, die er noch nie zuvor gespürt hatte. Er versuchte, an Ginny zu denken, an ihre Wärme, ihre strahlenden Augen, doch die Kälte und die Furcht, die er fühlte, waren überwältigend. Es war, als hätte jemand eine Tür in seinem Kopf geöffnet und all seine dunklen Gedanken herausgelassen. Sein Geist war erfüllt mit Erinnerungen an jene, die er verloren hatte: seine Eltern, Sirius, Dumbledore, Lupin, Tonks, Fred. Er konnte sogar ihre Gesichter um sich herum sehen, farblos und unbelebt. Die leeren Augen waren noch schlimmer als das Schreien. Sie murmelten in seinem Kopf. Waren sie für ihn gestorben oder seinetwegen? Wer würde der nächste sein? Wie konnte er sie beschützen? Er hatte schon die Leben so vieler nicht retten können. Würden die Menschen, die er liebte, jemals in Sicherheit sein? Was, wenn er ging? Was, wenn er für immer fort war? Wer würde ihn wirklich vermissen?
Und dann war er nicht mehr im Wohnzimmer. Seine Sinne schienen zurückzukommen, doch es dauerte einige Sekunden, bevor er die Orientierung wiedergewonnen hatte. Es war unerwartet geschehen und ohne das ziehende Gefühl, das er mit Apparieren verband. Noch vor einer Minute war er von einer furchtbaren, traumähnlichen Erfahrung geplagt worden und hatte nichts mehr gewollt, als zu verschwinden, und nun stand er mitten in Rons chaotischem Zimmer. Es war natürlich der Elderstab. Er hatte fliehen wollen und der Stab hatte auf seinen Wunsch reagiert. Das einzige, das er sich nicht erklären konnte, war, weshalb er in Rons Zimmer gelandet war und nicht in Vergessenheit, wie seine Gedanken ihn hatten führen sollen.
Er seufzte vor Erleichterung, als die Vision ihn zu verlassen schien, doch gerade als er das dachte, begann sie mit neuer Intensität. Er hatte keine Zeit, sich dagegen zu wappnen. Es war, als würde er von Dutzenden von Legilimentik- Flüchen auf einmal getroffen. Er versuchte, es abzuschütteln, versuchte, seinen Geist zu verschließen, versuchte sogar, um Hilfe zu rufen, doch sein Körper war taub vor Kälte. Es war, als würde jemand eisiges Wasser auf seine Brust gießen, welches seine Eingeweide einfror. Es war nicht natürlich. Etwas tat ihm das an. Es war dunkle Magie. Es gab nichts, das er tun konnte. Er war machtlos dagegen.
Und aus dem nichts ertönte eine Stimme. Es war seine eigene Stimme, die unverständlich brüllte und keuchte, als wäre er gerannt. Er konnte seine eigenen Atemzüge und Fußschritte hören. Und mit jedem Schritt hatte er das Gefühl, als ginge er auf das Schlimmste zu, das jemals geschehen könnte. Es war schlimmer als Voldemort gegenüberzutreten, schlimmer als Schmerz oder Tod. Er hatte solche Angst davor, was er finden würde. Es gab nicht Schlimmeres auf der Welt.
„Harry! Harry!"
Jemand berührte ihn am Arm, worauf eine Welle seinen Körper wie Strom durchfuhr. Es war so dunkel und so kalt. Seine Lungen waren wie Eis. Es schmerzte ihn zu atmen. Er musste atmen, er musste es einfach.
„Zieht ihn hoch! Wir müssen gehen!"
Jemand schlug ihn ins Gesicht und seine Augen flogen auf.
„Harry, reiß dich zusammen! Ich weiß, dass es schwer ist, aber du musst aufstehen."
Ron riss ihn auf die Füße. Es war noch jemand anderes da. Harry versuchte, seine Augen dazu zu bringen zu fokussieren. Alles um ihn herum war schwarz, doch die Person neben ihm roch nach Cappuccino und verbranntem Toast. George. Warum stützten Ron und George ihn? Was war geschehen? Noch vor einer Sekunde hatte er in Rons Zimmer gestanden, jetzt zitterte er am ganzen Körper und konnte nicht aufstehen. Er musste sich aufs Atmen konzentrieren. Warum war es so schwer zu atmen?
„Harry, Dementoren! Sie sind über dem Haus. Eine ganze Horde! Versuch wach zu bleiben, Kumpel. Wir werden deinen Patronus brauchen, um hier rauszukommen."
Sie stürzten fast auf der Treppe. Harrys Füße waren wie Blei.
„Ich lasse ihn neben uns herschweben", brummte George.
„Nein, er muss sich bewegen, damit er bei Bewusstsein bleibt. Hast du das gehört, Kumpel? Bleib wach."
Es war völlig dunkel um sie herum, als wäre alles Licht der Welt ausgeschaltet worden. Harrys Angstgefühl krachte wie eine Welle auf ihn ein.
„Wo ist Ginny?", brachte er zwischen zwei keuchenden Atemzügen hervor.
„Sie ist hier. Wir haben nach dir gesucht, Kumpel. Wo bist du gewesen?"
„Ich war nicht weg… ich war… Ron, ich kann nichts sehen."
„Ich auch nicht. Das liegt am Deluminator", erklärte Ron. „Ich bin aber nicht sicher, wie lange es gegen die Dementoren funktioniert. Wir müssen hier raus."
Harry konnte jetzt den Küchenboden unter seinen Füßen spüren. Die Luft um ihn herum war kalt und alles, das er sehen konnte, waren huschende Schatten, doch zumindest konnte er aus eigener Kraft stehen und vielleicht laufen.
„Harry!"
Er kannte diesen Duft. Ginny. Er sah sie wie einen schimmernden Stern in der Dunkelheit.
„Halte diesen Patronus hell, Schwesterherz", sagte George alarmierend. „Wir gehen raus."
„Harry, halte durch", murmelte Ginnys Stimme.
Aus den Bewegungen und den gedämpften, verängstigten Stimmen in seiner Umgebung schloss Harry, dass die Weasleys, Hermine und ihre Eltern alle einen Schritt von ihm entfernt stehen mussten. Er konnte ihre Gesichter ausmachen, bleich, matt und furchtsam.
„Was ist los mit ihm?", fragte Mr. Granger atemlos. Er legte eine Hand an Harrys Stirn, als wäre er ein Kind mit Fieber. „Das ist merkwürdig. Du bist sehr kalt."
„Es sind die Dementoren", sagte Ron ungeduldig. „Wir müssen hier raus."
Harry konnte Ginny an seiner Seite spüren. Ihre Nähe schien ihm seine Kraft und Wärme zurückzugeben, doch er konnte immer noch nicht gut sehen und seine Atemzüge waren flach. Er war nicht sicher, ob sein beeinträchtigtes Sichtfeld etwas mit Rons Deluminator zu tun hatte, doch er wollte sich im Moment keine Gedanken darüber machen. Er konnte genug sehen, um zu fliehen.
„Alle bereit?", rief Percy.
Ein allgemeiner Schauer ging um, als das Haus bebte. Mrs. Weasley antwortete „Wir sind alle da", während die anderen zur Decke sahen, als würde sie auf ihre Köpfe fallen.
„Es ist schlimmer als vorher", sagte Ron, der Harrys Arm festhielt. „Fühlt es sich schlimmer an als vorher?"
Harry glaubte von Hermine ein klägliches „Ja" zu hören, doch sie wurde von Percys herrischer Stimme übertönt.
„Wir rennen in den Garten. Die Bäume werden uns etwas Deckung geben. Wir disapparieren alle gemeinsam, sobald wir den Anti- Apparier- Zauber, der auf dem Haus und Hinterhof liegt, verlassen haben. Patroni sind unser einziger Schutz. Also konzentriert euch darauf, sie so gut zu machen wie niemals zuvor."
„Und bleibt zusammen", fügte George Percys Instruktionen zu. „Dementoren werden keine Gruppe von Menschen angreifen. Wir sind interessantere Beute, wenn wir allein und verletzlich sind."
„Ich fühle mich verletzlich genug", sagte Ron sarkastisch.
Doch die Anspannung in seiner Stimme entging Hermine nicht. Sie trat näher zu ihm und sagte „Wir schaffen das" in einem kompromisslosen Tonfall.
„Es ist zu weit weg", sagte Mrs. Weasley mit bebender Stimme. „Dein Vater kann nicht rennen. Wir werden es einfach riskieren müssen, den Kamin zu benutzen."
„Wenn das Ministerium Dementoren zu Ihrem Haus geschickt hat, dann gibt es ein großes Risiko, dass sie das Flohnetzwerk überwachen", beschwor Hermine. „Wir wissen nicht, was passiert."
„Das scheint eine sehr voreilige Schlussfolgerung für dich, Hermine. Wir wissen noch nicht, dass das Ministerium dahinter steckt", kommentierte Mr. Weasley.
„Ich muss Hermine zustimmen", sagte Percy ernst. „Sobald das hier herauskommt…"
„Lasst uns zuerst herauskommen", warf George ein. „Unsere Patroni werden uns alle beschützen, Mum. Mach dir keine Sorgen um Dad. Wir decken ihn, Percy und ich", fügte er voller Überzeugung hinzu.
Er wedelte mit dem Zauberstab und rief „Expecto Patronum!", doch Harry fand, dass das Ergebnis recht dürftig war.
„George, das müssen Hundert Dementoren da draußen sein und du hast gerade so viel durchgemacht…"
„Wir sind Dumbledores Armee", erwiderte Ginny und wedelte mit ihrem Zauberstab, so dass ein Silberschleier vor Harrys Augen auftauchte. „Patroni sind unsere Spezialität. Weißt du noch letztes Jahr, George? Der kleine Fels hält eine große Welle zurück."
Ihr Kommentar, den Harry nicht verstand, schien die Stimmung aller anderen zu heben. Er sah mehr silberne Funken um ihn herum und hörte die Stimmen seiner Freunde im Chor „Expecto Patronum" rufen.
„Alle bereit?", fragte George. Er war umgeben von dem Glühen seines Patronus, der nun mit zunehmender Intensität schimmerte. Harry glaubte, dass das eine neue Form sein musste, doch er konnte sie nicht ausmachen.
„Warte!", sagte Hermine plötzlich. „Harry, kannst du mithalten? Wir haben schon unsere Hände voll zu tun mit Mr. Weasley und meinen Eltern. Sie können doch nicht zaubern, um sich selbst zu beschützen…"
„Ich komme schon zurecht, Hermine", erwiderte Harry. Er richtete sich auf und rieb sich die Augen. Er nahm Ginnys Hand fest in seine und befreite sich von Rons Griff. In seiner rechten Hand hielt er den Elderstab gezückt. Sein Körper war immer noch ein wenig steif von der Kälte, doch er wusste, dass er es schaffen konnte mit Ginny an seiner Seite. „Jetzt oder nie. Lasst es uns tun."
Sie platzten durch die Hintertür des Hauses in einem Schwall von silbernem Licht, das die Dunkelheit wie ein Blitz durchstach, in den Garten. George und Percy führten sie an, während Mrs. Weasley und ihr Mann dicht folgten. Mr. und Mrs. Granger waren unmittelbar dahinter, von jeder Seite durch Ron und Hermine beschützt. Harry und Ginny bildeten das Schlusslicht.
Ihr Herauslaufen schien die Dementoren wie Magneten anzuziehen. Sie sausten mit hoher Geschwindigkeit auf die Gruppe herab und der Obstgarten war viel weiter weg als Harry in Erinnerung hatte.
„Harry, worauf wartest du? Rufe deinen Patronus auf!", rief Ginny, die ihn mit sich zog.
Harry dachte sofort an seine Lieblingserinnerung und Ron und Hermines lächelnde Gesichter tauchten in seinem Geist auf. Auf der Stelle reagierte der Stab, indem er den Himmel mit gleißendem Licht überzog. Es war so blendend und unerwartet hell, dass Harry den Reflex hatte, sich die Augen zu bedecken. Anscheinend war er nicht der einzige, denn er stieß gegen Ginny, die mit Hermines Eltern zusammengeprallt war.
„Was in aller Welt war das?", brüllte Percy.
Harry fiel auf die Knie. Der Zauber schien ihm das letzte Bisschen seiner Kraft entzogen zu haben und der Patronus, oder was auch immer es war, erstarb sofort. Er spürte wieder einen Schwall von Kälte an seinem ganzen Körper. Seine Atemzüge waren als weißer Nebel sichtbar. Ein nachhallender Klang in seinem Kopf wurde immer lauter. Es war dasselbe Keuchen, dieselben Fußschritte und dasselbe Gefühl von Furcht. Seine eigene Stimme, die flehte. Nein, nicht ihn. Bitte, ich tue alles. Nicht ihn! Es gab nichts Schlimmeres auf der ganzen Welt. Es war schlimmer als Schmerz oder Tod…
„Expecto Patronum!", rief Ginnys Stimme.
Harry öffnete bei dem Klang die Augen und durch einen Nebel sah er einen großen, schönen Vogel am Himmel vorbeiziehen und sich zwischen ihn und etwa Hundert Dementoren stellen.
„Sehr gut, Schwesterherz", sagte George fröhlich, obwohl seine Stimme angestrengt klang. „Kommt schon. Gehen wir!"
„Nein, wartet. Kommt zusammen. Haltet euch aneinander fest."
Er hatte mit einer Stimme gesprochen, die nicht seine eigene war. Es war, als würde ihm der Stab sagen, was er zu tun hatte.
„Harry, der Anti- Apparier- Zauber…" begann Hermine.
„Tut einfach, was ich sage. Vertraut mir."
Die anderen widersprachen nicht. Die Dementoren trieben Ginnys Patronus immer weiter zurück, entschlossen ihr Ziel zu erreichen. Der helle Vogel fing an zu verblassen. Harry konnte Ginnys Hände zittern sehen. Sie warf einen Blick zu ihm, doch ihre Augen waren weder flehend noch besiegt. Sie funkelten ungewöhnlich. Ihr Ausdruck war stur, unbeugsam. Sofort wusste Harry, was er zu tun hatte.
„Jetzt, Hermine!", rief er.
Hermine ergriff sein Handgelenk und durch sie spürte er die Anwesenheit des ganzen Rests. Mit letzter Kraft stürzte er sich auf Ginny und packte ihre Fußgelenke mit seiner linken Hand. Sobald er sie berührt hatte, spürte er wieder eine Welle von Kälte, doch diesmal war er bereit dafür. Die Welt um ihn herum löste sich in Nebel auf und das letzte, das er sah, war der Umriss des Fuchsbaus unter einem schwarzen Schwarm von Dementoren.
AN: Über ein Review würde ich mich sehr freuen!^^
