Here we go


Kapitel 10 - Beachte mich! oder Dem werd ich's zeigen!

Bulma ging ins Haus, setzte sich auf die Couch und stellte die

Sonnencremeflasche vor sich auf den Wohnzimmertisch. Sie sackte zurück in die

Couch und starrte die Flasche wie blöde eine halbe Minute an. Sie hatte mit dem

Zeugs Vegeta eingeschmiert...sie hatte über seine Muskeln gerieben, und er

war ihr willig gewesen...vollkommen...wahrscheinlich hätte er alles mit

sich machen lassen. Bulma wurde erst jetzt richtig bewusst was das

bedeutete...sie biss sich auf die Unterlippe und nahm die Flasche wieder in

die Hand. Vegeta hat sich noch nie soviel von ihr gefallen lassen...aber warum

hatte sie ihm den Gefallen eingentlich getan? Hatte sie wirklich Vegeta einen

Gefallen tun wollen, oder ehr sich selbst?

Eine der Katzen hüpfte auf Bulmas Schoß und schnupperte an ihren Händen.

Bulma hob die eine Hand an die Nase und schnüffelte. Insgeheim hoffte sie, das

der Geruch von Vegeta an ihren Fingern haften würde...allerdings rochen die

nur nach Sonnencreme.

Bulma hörte, wie im Schwerkraftraum eifrig trainiert wurde...es gab am

laufenden Band Explosionen und sie wartete förmlich darauf, dass Vegeta ins

Wohnzimmer gestürmt kam um ihr zu sagen, dass der Schwerkraftraum wieder kaputt

war. Aber er lief jetzt eigentlich perfekt...und es würde wahrscheinlich

Wochen dauern, bis er sie wieder damit nerven würde...

Bulma seufzte und scheuchte die Katze von ihrem Schoß. Die Viecher waren echt

überall. Sie nahm die Sonnencreme und lief nach oben ins Bad. Sie stellte die

Sonnencreme zurück in den Schrank und beschloß sich eine angenehme Dusche zu

gönnen. Vegeta war ja sowieso am trainieren und sie hatte wieder alle Zeit der

Welt für sich alleine...alleine...alle Zeit der Welt. Sie nahm ihr

Handtuch und legte es bereit, dann zog sie sich schnell aus und schlüpfte unter

die Dusche. Von einem Haken nahm sie eine Plastiktüte und stülpte sie über

ihre verbundene Hand, damit die nicht nass wurde. Das war wirklich sehr

unpraktisch. Bulma schloß die Duschkabine und stellte das Wasser an. An einer

Tastatur stellte sie angenehme 20°C Wassertemperatur ein und ließ die Tropfen

auf sich nieder rieseln. Eine Weile stand sie einfach nur da und nahm dann aber

als sie komplett nass war eine Hand voll Duschgel, dass diesmal nach Honig und

Mandelmilch roch und rieb sich von oben bis unten ein. Ihre Haare hingen schwer

auf ihren Schultern...immer noch füllig aber jetzt im nassen Zustand etwas

weniger. Bulma hoffte, dass sie nach dem Waschen ein wenig mehr ausgeleiert

waren. Sie verteilte das Shampoo in ihrem Haar und massierte es sich gut ein.

Bulma legte ihren Kopf in den Nacken und ließ das Wasser den Schaum aus den

Haaren spülen. Das tat mal wieder richtig gut...so riesel riesel...

Bulma atmete tief ein und aus und fühlte sich pudelwohl. Sie ließ sich noch

eine Weile bewässern und stellte dann ruckartig die Dusche ab. Sie öffnete

schwungvoll die Duschkabine und trat ins Badezimmer heraus, schnappte sich ihr

handtuch und wickelte es fest um ihren Körper. Sie lief hinüber zu einem der

Regale und holte ein weiteres Handtuch für ihre Haare. Sie beugte sich nach

vorne und ließ ihre Haare über dem Boden baumeln und wickelte sie dann in dem

Handtuch ein und machte sich einen Turban. Sie riß sich förmlich die Tüte von

der Hand und nahm ihre Sachen vom Boden und ging über den Flur in ihr zimmer,

in dem wieder Brutkastentemperaturen herrschten. Die Türen schlossen sich

hinter ihrem Rücken und sie ließ das Handtuch von ihrem Körper gleiten. Denn

in der Hitze trocknete sie auch so schnell genug. Nackt und nur mit dem Handtuch

auf dem Kopf betrat sie ihren Kleiderschrank und ging an den Regalen vorbei. Sie

nahm sich einen ihrer neu erstandenen Dessous heraus, einen schwarzen

hochgeschnittenen Slip und den passenden BH dazu. Sie zog die sachen an und ihr

fiel auf, das noch zwei Taschen einzuräumen waren...aber sie hatte keine

Lust...sie wollte sich entspannen...und die Sonne draußen einfach mal

genießen, anstatt die ganze Zeit darauf rum zu meckern. Bulma zog das Höschen

und den BH auf Anhieb wieder aus und nahm aus einem Regal weiter unten einen

caramelbraunen Bikini...nicht jedermanns Farbe, das wusste Bulma, aber es war

ein Unikat! Und in der Sonne wechselte es die Farbe... dann kam nämlich ein

braun-grünes Schlagenmuster zum Vorschein...war auch sehr teuer gewesen.

Bulma hüpfte zu ihrem Frisiertisch und wickelte das Handtuch vom Kopf und ihr

Spiegelbild erinnerte sie an eine Vogelscheuche. Sie krallte sich einen Kamm und

furchte sich durch die knoten in ihrem haar. Als es einigermaßen und fast glatt

-Bulma jauchzte- auf ihren Schultern lag, nahm sie ein Haargummi und flocht sich

einen Zopf. So konnten die Haare, wenn sie trockneten nicht wieder

überdimensionale Ausmaße annehmen.

Bulma hüpfte aus ihrem Schrank und schnappte sich das Badetuch, das auf dem

Boden lag, ein Buch über Quasare und Omega-Strahlung und lief barfuß die

Treppen herunter. Dann wieselte sie durch die Küchentür auf die Terrasse und

zauberte mit einem lauten BOOOM aus einer HoiPoi-Kapsel eine Comfort Liege

Modell 2033 Extra hervor. Die Liege beinhaltete eine Wassermatratze,

verstellbare Rückenlehne und ein Tablett, auf dem man alles abstellen konnte.

Zudem war sie auch noch wetteresistent. Bulma liebte diese Liege. Sie legte ihre

Bücher auf das Tablett und ihr Handtuch über die Matratze, die sofort anfing

hin und her zu wackeln. Dann huschte Bulma zurück in die Küche und holte aus

einem Fach einen fertig Cocktail heraus. Sie riß die Verpackung an einer Ecke

auf und schüttete die Flüssigkeit in den Mixer. Während der Mixer seinen

Inhalt durcheinander wirbelte suchte Bulma nach einem großen langen

Cocktailglas, Früchten, Strohhalme und Schirmchen. Der Mixer verstummte und

Bulma schüttete den rosafarbenen Inhalt in ihr Glas, setzte Erdbeeren und

Kirschen darauf, steckte den Strohhalm darein und ein gelbes Schirmchen. An den

Glasrand klemmte sie eine Orangenscheibe. Perfekt...Bulma nahm ihr Werk und

stolzierte zurück zu ihrer Liege. Sie stellte den Cocktail ab und ließ die

Markise aus fahren. Sie wollte sich nicht mit Sonnencreme einschmieren und

wollte Schatten. Sie hatte gerade doch erst geduscht! Obwohl...wenn Vegeta sie

einschmieren würde...da hätte sie eigentlich nichts dagegen...aber

der ist jetzt sowieso erst einmal mit seinem Training beschäftigt. Auf welcher

Stufe er wohl trainierte? Bulma ließ sich auf die Matratze plumpsen und sofort

fing sie an hinauf und hinab zu gehen. Bulma legte sich zurück und streckte

ihre Beine aus, so dass die Knie knackten. Dann nahm sie mit einem zufriedenen

lächeln ihren Cocktail und zog kräftig am Strohhalm. Interessiert begann sie

das Buch über Quasare durchzublättern.

Vegeta kämpfte unermüdlich in seinem Schwerkraftraum. Die Temperatur hatte er

auf 60°C erhöht und die Schwerkraft auch ein weiteres Mal um 10 G. Er war

schon arg mitgenommen nach einer Stunde höchstes Nachholtraining. Er hatte so

viel nachzuholen! Und an allem war diese Frau Schuld, die ihn total aus dem

Konzept brachte! Was sie wohl gerade tat? Sicher arbeitete sie an einer ihrer

dummen Erfindungen, und scherte keinen Gedanken daran, seinen Schwerkraftraum

ein weiteres mal zu tunen. Vegeta verharrte in seiner Bewegung und schaute sich

in seinem Schwerkraftraum um. Die Wände waren zerbeult und angeschwärzt von

seinen Energiebällen. Der Boden wies auch schon einige Sprünge auf...na ja,

wenigstens liefen die Armaturen korrekt. Vegeta streckte seine Arme auseinander

und sein breites Kreuz zog sich hinten zusammen. Sein Rücken knackte und seine

Ellbogen taten es ihm gleich. Vegeta hockte sich hin und auch seine Knie

knackten geräuschvoll. Die Muskeln in seinen Oberschenkeln zogen wie Sau und

das Atmen fiel Vegeta immer noch nicht ganz leicht unter der hohen Schwerkraft.

Er hatte sich noch nicht daran gewöhnt in der kurzen Zeit, und trotzdem hielt

er noch die Belastung der Hitze aus. Vegeta strotzte vor Stolz über seine

Unermüdlichkeit.

*Wenn ich so weiter trainiere werde ich Kakarott fertig machen, wenn erhier

eintrifft!*

Vegeta grinste hämisch und wischte sich den Schweiß von den Armen ab. Igitt,

dieses Zeug mit dem ihn die Frau eingerieben hatte klebte immer noch an ihm und

es war glitschig! Wiederlich! Vegeta schüttelte sich vor Ekel und rieb seine

Hände an der Hose ab. Er brauchte ein Handtuch...besser noch ein Dusche,

hauptsache er wurde dieses Zeug von seinem Körper los! Als die Frau ihn

einschmierte hat sich das ja noch waaaahnsinnig toll angefühlt, aber jetzt?

Igitt igitt igitt!

Aber sollte er jetzt sein Training unterbrechen? Er war gerade so richtig in

Fahrt und seine Muskeln waren warm und gedehnt und es würde das perfekte

Training werden! Vegeta strich mit dem Zeigefinger über seinen Arm und schon

glitschte wieder alles. Nein, er konnte nicht...das war ja so wiederlich! Das

hatte die Frau mal wieder gut hingekriegt! Er war stinkig und fuhr mit groben

Hieben auf die Knöpfe den Schwerkraftraum herunter. Dann nahm er sein Shirt das

an der Türklinke hing und von seinen Energiestrahlen angesengt war und knüllte

es zusammen. Vegeta verließ seinen Schwerkraftraum und trat nach draußen in

die Nachmittagssonne. Die Hitze hier draußen kam ihm direkt kalt vor und auch

die Schwerkraft war weg...wenn er nicht aufpassen würde, würde er gleich

anfangen loszufliegen, wie ein Heliumballon...Mann was fürn doofer

Vergleich. Aber vielleicht sollte er das nächste Mal die Schwerkraft nicht

sofort von 420 G auf 10 G runterschrauben, sondern sich ein wenig mehr Zweit

lassen und in Stufen runtergehen...Ach was...sowas unsinniges, wieso dachte

er überhaupt über sowas nach? Seine Gedanken galten einzig und allein dem

Kampf gegen Kakarott und der Fr...und dem Ziel die Grenze zum Supersaiyajin

zu überschreiten. Vegeta rümpfte die Nase...noch mal Glück gehabt. Das ging

ja mal wieder fast in die Hose mit seinen Gedankengängen.

Er ging über die Wiese und hörte aus dem Namekianer-Silo lautes Lachen und

dann das grelle Kichern von der Mutter der Frau. Wie das nervte! Dass die einem

die Ruhe nehmen konnten, wenn man sie brauchte und ausgerechnet dann Party

machen mussten, wenn er so gar nicht in der Laune dazu war! Er drückte seine

Hand noch fester um sein Shirt. Er ging gedankenverloren richtung Terrasse und

der Schweiß lief in Sturzbächen über seine Stirn und über seinen Körper.

Wiederlich! Er nahm sein Shirt und drückte es sich ins Gesicht und musste fast

würgen bei dem Geruch von angekohltem Stoff und Sonnencreme, die von seinen

Händen daran geraten war. Er war fertig...nur schnell duschen und ab mit

dem Zeug!

Bulma schaute über den Rand ihres Buches und sah Vegeta auf sich zu kommen. Er

hatte nackten Oberkörper und einen hochroten Kopf...wahrscheinlich hatte er

sich mal wieder überfordert. Bulma nahm ihr Glas und trank einen Schluck. Von

diesem Cocktail trank sie schon die zweite Packung! Sie wurde langsam süchtig

nach diesem Zeug, aber was solls...schmeckt ja gut. Sie tat als würde sie

weiter in ihrem Buch lesen, schielte jedoch weiter über den Rand zu Vegeta, der

immer näher kam. Oh man...wieso verunsicherte der Kerl sie jetzt so? Je näher

er kam, umso zittriger wurde sie...was würde er gleich tun? Einfach stumpf an

ihr vorbeigehen oder irgendetwas gemeines zu ihr sagen, so dass sie wieder

stritten? Bulma nahm ihr Glas in die Hand und trank sich einen Schluck Mut an.

Vegeta betrat nun die Pflastersteine der Terrasse und war nun offiziell in ihrer

Nähe. Bulma ließ das Buch sinken und schaute Vegeta an. Der schaute patzig

zurück und ließ dann heimlich seinen Blick über ihren Bikini-Körper

schweifen.

" Liegst mal wieder auf der faulen Haut, Weib?" knurrte Vegeta und stellte sich

neben die Liege und Bulma schaute schräg zu ihm hoch. Ein zynisches lächeln

zierte Vegetas Gesicht und am liebsten hätte Bulma hinein geschlagen. Sie

mochte es nicht, wenn man sie für faul hielt! Ok, sie räumte nicht gerne auf,

aber dafür war sie fleißig, sehr fleißig im erfinden!

" Faul? Ich? Und wenn, lass mich doch!" keifte Bulma zurück und verzog ihre

Miene ärgerlich.

" Überleg dir lieber mal, wie du den Schwerkraftraum auf Vordermann bringst! Zu

was anderem bist du ja eh nicht zu gebrauchen!"

Bulma entglitten alle Gesichtszüge. Wie konnte er nur sowas sagen? Sie war für

ihn nur für sowas gut? Sie gab ihm ein Heim, Essen und versuchte eine

Freundschaft zu ihm aufzubauen, und er blieb immer noch so kühl? Bulma schossen

Tränen in die Augen. Vegeta konnte nicht ahnen, wie sehr er sie verletzt hatte.

Bulma zwang sich die Tränen nciht heraus zu lassen, und wenn dann so, dass

Vegeta es nicht sah! Sie schaute von Vegeta weg und schniefte. Sie würde

Fassung bewahren und es diesem Eisbrocken zeigen...so ließ sie doch nicht mit

sich rumspringen!

Vegeta musterte die Frau von oben bis unten. Sowas aber auch...sie trug

Unterwäsche öffentlich zur Schau? Das konnte doch nicht angehen! Also

wirklich! Wollte sie etwa einen von den Namekianern aufreißen, oder warum tat

sie dass...oder etwa ihn? Vegeta schluckte kaum merklich und starrte auf den

Busen der Frau, der ihm wunderbar offenherzig präsentiert wurde.

" Ist der Schwerkraftraum denn wieder kaputt?" fragte Bulma tonlos und schaute

Vegeta immer ncoh nicht an. Sie kochte...wie konnte er nur? Sie war bereit ihm

Paroli zu beiten und bechloß ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.

" Wie?" Vegeta löste seine Blicke und schaute auf das Seitenprofil von der

Frau. Sie wich seinen Blicken aus...was hatte das denn zu bedeuten?

Normalerweise gierte sie doch förmlich nach seinem Blickkontakt!

" Nein, er geht...aber er ist verbeult und der Boden ist uneben...tu was

dagegen!"

Bulma wandte ihren Blick nun Vegeta zu und runzelte ihre Stirn.

" Ich? Nein, Kerl, ich bin zu faul dazu um was dagegen zu tun! Nun geh..ich will

mich weiter entspannen..."

Bulma nahm ihr Buch und schenkte Vegeta keinerlei Aufmerksamkeit mehr.

HALLO? Was war denn jetzt bitte schön los? Wieso keifte sie nicht, dass Vegeta

den Schwerkraftraum verbeult hatte und warum nannte sie ihn auf einmal Kerl?

Sowas hatte sie noch nie zu ihm gesagt! Und dass sie ihn einfach so links

liegen ließ war auch ungewöhnlich! Vegeta war es gewohnt die volle

Aufmerksamkeit der Frau zu genießen...aber wieso regte ihn das jetzt bitte

schön auf? Er wollte Ruhe vor dem Weib haben, und jetzt ließ sie ihn in

Ruhe...aber das war ihm auch nciht recht! Vegeta brauchte Aufmerksamkeit wie

Luft zum Atmen und diese Frau da stiehl im gerade den letzten Atemzug! Wut stieg

in ihm hinauf und er knirschte unüberhörbar mit den Zähnen, doch die Frau

regte sich kein Stück!

Sie laß einfach in ihrem Buch weiter! Wie dreist!

Vegeta schaute grimmig auf Bulma herab und erblickte das Handtuch unter ihr. Das

konnte er jetzt gebrauchen. Er schwitzte und hatte nur sein Shirt, dass nach

verbranntem roch. Außerdem war das eine vortreffliche Art und Weise die

Aufmerksamkeit vom Buch wieder auf sich zu lenken. Vegeta beugte sich leicht vor

und fasste das Handtuch an einem Ende an. Bulma schaute grimmig auf seine Hand,

doch schon drehte sie sich um 180° und landete bauchliegend auf der wabbelnden

Matratze. Sie schaute wütend zu Vegeta auf und setzte sich aufrecht auf die

Matratze. Vegeta hatte Bulmas Handtuch um den Nacken gelegt und wischte sich mit

dem einen Ende das Gesicht ab. Endlich...ein Stofffetzen, der nciht nach diesem

Glitsch roch geschweige denn angekokelt war!

Vegeta blickte zu der Frau. BINGO! Er hatte ihre Aufmerksamkeit zurück...aber

hoppla...so hatte er sich das nciht vorgestellt... Die Frau stand auf und riß

ihm förmlich das Handtuch aus der Hand und zog es ihm quer durchs Gesicht. Es

tat zwar nicht weh, aber schon wieder verübte die Frau ein Attentat auf ihn!

Sollte er jetzt sauer werden? So richtig? Eigentlich hatte er es ja

provoziert...

Vegeta blickte Bulma ausdruckslos an und schon öffnete sie ihren Mund.

" Was fällt dir ein du unverschämter Kerl von einem Außerirdischen Affen!"

brüllte sie ihn mit roten Wangen an. " Kannst du mich ncith einmal in Ruhe

lassen?"

Bulma schmiß dem verdutzten Vegeta das Handtuch ins Gesicht und fuhr fort:

" Ich will nicht, dass sich in den nächsten Tagen unsere Wege in diesem Hause

kreuzen! Ich weiß zwar nicht wie DU das anstellen willst, aber ich warne dich

Freundchen! Ich will dich nicht mehr sehen!"

*Vorerst jedenfalls, bis du begreifst wie du mit mir umgehst...* fügte Bulma in

Gedanken hinzu.

Vegeta glaubte seinen Ohren nciht zu trauen...war das jetzt in Rausschmiß?

Hatte die Frau ih raus geschmissen?

Nein...sie sagte nur, dass er ihr nicht über den Weg laufen sollte...aber

warum war sie auf einmal so? Hmmm...und sie hatte ihn Freundchen genannt...war

er ihr Freund? SO betrachtet ehr weniger, wenn sie ihn in den nächsten Tagen

ncith sehen wolte...aber wie lange waren 'die nächsten Tage' ? Vegeta nahm das

Handtuch und legte es sich wieder um den Nacken. Die Frau hatte sich wieder auf

die Matratze plumpsen lassen und schaukelte vor ihm auf und nieder. Sie nahm

ungerührt von der Situation ihr Buch und ihr Glas und scherte sich wieder nciht

um ihn! Na dann eben nciht! Vegeta kochte darüber, dass sie nicht richtig mit

ihm streiten wollte und entfernte sich ohne noch ein Wort zu sagen in die

Küche. Vegeta wollte der Frau doch so viele Anlässe zu einem guten Streit

geben, dass sie Schuld daran war, dass er sein Training abgebrochen hatte, dass

sie Sculd daran war, dass er immer mit ihr streiten wollte...und

und...ncoh tausend andere gute Gründe!

Jawohl...Vegeta ging durch die Küche und die Treppe hoch zum Badezimmer. Er

pfefferte das Handtuch in eine Ecke und das Shirt, dass er noch in der Hand

hielt schmiß er in die andere. Er kickte die Tür zum Bad zu und zog seine

Hosen aus und betrat die Dusche. Endlich Wasser an sein Adoniskörper und weg

mit dem Glitsch. Er schaltete das Wasser ein und es schoß aus dem Duschkopf

hervor. Und es war pisswarm...

Sicher war dieses Weib duschen und stellte trotz der Hitze das Wasser nciht auf

kalt sondern ließ es warm. Vegeta bemitleidete die Frau kurz darüber, dass sie

noch nicht einmal kaltes Wasser auszuhalten schien und stellte die Temperatur

des Wassers 10°C herab...schon angenehmer. Vegeta ließ das Wasser auf sich

herunterprasseln und stand mit verschränkten Armen in der Dusche. Sie hatte ihn

außerirdischen Affen genannt...war es das, was sie in ihm sah? Nur einen

außerirdischen Affen? Er war kein Affe...er war ein Saiyajin, der Prinz

aller Saiyajin...und was die dumme Erdenfrau als Affen bezeichnete war ein

Oozaru-Saiyajin! Vegeta knurrte vor sich hin und suchte nach dem

Duschgel...natürlich stand wieder nur das Mandelblüten-Honigbienen-Gel für

zarte Weiber in dieser Kabine und nichts für Männer. Vegeta sträubte sich,

sich mit diesem Mädchenduft einzureiben...das...das wäre ja strikt gegen

seine Prinzipien gegangen!

Vegeta öffnete die Duschkabine und trat heraus. Unter seinen Füßen bildete

sich eine riesengroße Wasserlache und aus der Dusche spritze Wasser heraus.

Vegeta ließ sich davon nicht beirren und suchte mit einem Handtuch lässig um

die Hüften geschwungen, nach seinem Duschgel. Er öffnete den Badezimmerschrank

und suchte zwischen allen möglichen Sachen nach Duschgel und fand es

schließlich ganz hinten in einer dunklen Ecke stehen. Typisch...alles was nciht

der Frau gehört, gleich weg nach hinten. Sie war ja so egoistisch!

Vegeta knallte die Türen zu und schmiß das Handtuch von seinen Hüften zurück

auf die Ablage. Er betrat ein weiteres mal die Duschkabine und schloss sie

hinter sich...davor hatte sich schon ein unübersehbare Pfütze gebildet.

Vegeta quetschte die halbe Flasche auf seiner Handfläche aus und rieb seinen

gestählten Körper von oben bis unten damit ein. Nur der Rücken...da wo der

meiste Glitsch war..da kam er natürlich am wenigsten ran! Er verrenkte sich

förmlich bei dem Versuch seinen Rücken zu schrubben und mit der Zeit gelang es

ihm an die gewünschten Stellen zu kommen. Aber es war umständlich! Jetzt wäre

das Weib richtig, um ihm den Rücken abzuwaschen...schließlich hatte sie ihn

auch eingesaut mit dem Zeug. Aber nein...die wollte ihn ja in den 'nächsten

Tagen' nicht mehr sehen. Und er musste aufpassen wo sie gerade war, damit er ihr

nicht über den Weg lief. Super...SIE wollte ihn doch nciht sehen, also warum

passte die nicht selbst auf wo sie hinging?

Vegeta spülte den Schaum von seinem Körper und wusch sich in Rekordzeit sein

Haare, die in langen Strähnen in seinem Gesicht klebten und von den

Wassermassen aus der normalen Position nach unten gedrückt wurden. Vegeta

stellte das Wasser ab und schüttelte den Kopf und die Haare schlugen ihm durchs

Gesicht, richteten sich aber schon wieder ein wenig in die normale Position.

Vegeta öffnete die Tür und langte nach seinem Handtuch. Er rubbelte gründlich

seine Haare ab und ein wenig strubbelig standen sie aber schon wie gewohnt von

Vegetas Kopf ab. Er wickelte sich das Handtuch um die Hüften und reckte sich

nach dieser erholenden Dusche. Kein Glitsch mehr an diesem Körper...dafür aber

ein überschwemmtes Badezimmer. Wenn die Roboter das nciht bevor die Frau den

Raum betrat wegkriegten, dann bekam er sicher trotz des

Komm-mir-ja-nicht-in-die-Quere-Gesetzes einen mächtigen Anschiß... Also darauf

hatte er nun wirklich keinen Bock. Also öffnete Vegeta schnell die Klappe unten

am Schrank und die Roboter wuselten hinaus. Und dann hörte er schnelle

Schritte...jemand raste die Treppe herauf...er blieb verdutzt stehen und

schon knallte die Tür zum Badezimmer auf und flog gegen die Wand. Die Frau kam

hereingestürmt und schoß mit vor dem Mund gehaltener Hand auf das Klo zu. Ohne

ihn zu beachten griff sie um die Kloschüssel und Vegeta vernahm nur noch ein

erbärmliches Würgen. Oh shit...die Frau kotzte...sicher war er wieder

Schuld daran, wer denn sonst? Vegeta sammelte seine Hosen ein und versuchte sich

leise aus dem Staub zu machen, doch die Frau kniete nur in ihrem Bikini

bekleidet vor dem Klo und streckte ihm ihren Hintern entgegen. Die Situation war

eigentlich nciht passend aber trotzdem fand Vegeta den Anblick toll. Schön,

rund, fettfrei und nur mit einem Höschen verpackt. Vegetas Fantasie fühlte

sich bfelügelt. Er ging rückwärts aus dem Badezimmer, blieb aber auf dem Flur

stehen um weiter zu schauen und um, für den Fall, dass die Frau sich umdrehte,

blitzschnell in sein Zimmer zu verschwinden. Ihm war ja klar, dass sie ihn

gesehen hatte, aber es war ja ihre Schuld...sie hätte ja auch unten kotzen

gehen können...aber sicher war das Gästeklo von dem Vater der Frau belegt

gewesen. Er hielt täglich eine Sitzung.

Bulma stöhnte und ihr Hals kratzte. Ihr Bauch drückte und der Geschmack in

ihrem Mund war einfach nur noch wiederlich! Wie konnte sie auch nur von diesen

Cocktails vier Packungen in so kurzer Zeit trinken, und dann auch noch bei so

einer brüllenden Hitze draußen? Kein Wunder dass sie sich übergeben

musste...es war ja nciht auszuhalten bei 32°C im Schatten! Bulma starrte mit

tränenerfüllten Augen in die Kloschüssel, in der Erdbeerbröckchen und

Kirschfetzen in rosa Suppe umherrschwammen. Sie drückte die Spülung und atmete

schwer ein und aus. Sie musste kreidebleich sein im Gesicht... und sie fühlte

sich nicht gut.

Eigentlich wollte sie ja noch ihre Arbeit an der Zeitmaschine fortsetzen, aber

ihr war nur noch nach stumpf im Bett liegen und raus aus der Hitze...aber ihr

Zimmer war ja selbst ein Hochofen! Sie blickte träge zur Seite und sah die

Roboter, die eifrig das Wasser vom Boden wischten. Ah ja...Vegeta war ja hier

gerade am Duschen...am liebsten hätte Bulma ihren Kopf auf die klobrille

geschmettert. Dem konnte man einfach nciht nicht über den Weg laufen! Das

klappte gar nciht! Wie sollte das denn gehen? Sie lebten in einem Haushalt

zusammen und jeder von ihnen hatte die gleichen

Bedürfnisse...Essen...Fernsehgucken...obwohl das könnte er ja

auf seinem Zimmer tun...ach aber da sind nicht alle Kanäle zu

empfangen...Bulma biß sich auf die Lippe...und in sein Zimmer sperren

konnte sie ihn ja auch nicht...

*Wieso bin ich nur so gut mütig?* dachte Bulma. Und strich sich eine Strähen

aus der Stirn. Sie wusste, dass Vegeta nicht weg war. Das sagte ihre weibliche

Intuition. Sie setzte sich auf ihre Füße und spuckte noch ein paar mal in die

Toilette, um den ekeligen Geschmack ein wenig mehr los zu werden.

" Hol mir bitte Eiswürfel aus dem Tiefkühlfach..." sagte sie matt und

Vegeta zuckte vor überraschung, als er merkte, dass die Nachricht an ihn

ging...Er sollte iihr Eiswürfel holen...sie hat ihn darum

gebeten...aber wieso sollte er der Frau schon wieder einen Gefallen tun?

Warum redete sie eigentlich mit ihm? Wollte sie ihn denn nciht mehr sehen?

Warum also auf einmal wieder auf hilflos schieben? Was zum Teufel wollte diese

Frau von ihm...wollte sie ihn jetzt sehen und das

Komm-mir-ja-nicht-in-die-Quere-Gesetz aufheben, oder wollte sie ihn wiklich

nicht sehen und wollte ihn nur testen? Vegeta rang mit Argumenten, aber der Frau

schien es wirklich nicht gut zu gehen und so einfach mal kotzen...das konnte

auf Anhieb keiner...es sei denn er schob sich ne Faust in den

Rachen...aber er spürte an dem Ki der Frau, dass sie wirklich fertig war.

Vegeta tapste hinunter in die Küche und fand vier offene packungen von dem

Cocktail den Bulma getrunken hatte. Er schüttelte den Kopf und öffnete das

Tiefkühlfach. Er holte ein paar Eiswürfel aus der Form und packte sie in eine

plastiktüte. Dann schlurfte er wieder, spärlich bkleidet wie er war, wieder

die Treppe hoch ins Badezimmer. Die Frau saß auf der Stufe vor dem Klo und

hielt ihren Bauch. Sie war blass und ihre Augen schimmerten trübe...oh

man...die sah ja fast so aus, als hätte sie wieder irgendwelche Bilder

zertrümmert...Vegeta ging zu der Frau hin und legte die Eiswürfel neben sie

auf die Stufe. Die Frau blickte ihn mit großen Augen an und Vegeta schmolz

förmlich dahin...wie konnte sie nur ihn so anblicken? Da machte sie

sich strafbar mit! Er war mittlerweile getrocknet und hätte im Grunde genommen

kein Handtuch mehr gebraucht, aber hielt es dem Anstand halber um...oh

ha...er hatte nur sein Handtuch...sie ihren Bikini...und...na

ja...,man könnte ja...*Vegeta! Hör auf an diesen Schwachsinn zu

denken! Sie hat dich einmal abgewiesen, und das heißt im Klartext für immer

abgewiesen! Außerdem hat sie gekotzt und stinkt sicherlich...*

Vegeta rümpfte die Nase, roch aber nichts. Jedenfalls hatte er der Frau ihren

Gefallen getan und konnte gehen. Vegeta wich dem Blick der Frau aus und wandte

sich zum gehen. Er lief zur Tür und wollte sie gerade durchschreiten, als er

einen zittrigen Laut von der Frau vernahm. Seine feinen ohren filterten ein

"Danke" heraus und er blieb zwischen Tür und Angel stehen. Er schien heute wohl

nciht mehr dazu zu kommen sich irgendwie mal anzukleiden...Die Frau hielt das

Päckchen Eiswürfel an ihre Stirn und lächelte gequält...

Vegeta verschränkte die Arme vor der Brust und schaute sie fragend an. Schön,

sie hatte sich bei ihm bedankt, ud was kam jetzt? Musste er jetzt ein "Bitte?"

herausbringen?...ups...schon passiert...während er

überlegte...wie peinlich!

Vegeta spürte, wie das Handtuch um seine Hüften sich lockerte und er griff

schnell um es zu halten. Die Frau senkte ihren Blick und Vegeta kam sich wieder

überflüssig vor...also sammelte er wieder seine Sachen auf, die im Flur

lagen und ging in sien Zimmer. Was wollte di Frau von ihm? Sie konnte sich echt

nciht entscheiden...mal wollte sie ihn sehen, hing wie eine klette an ihm, und

ein anderes mal verbannte sie ihn aus ihrem Blickfeld und war sauer...und

dann diese Emotionswechsel...typisch Frau...Vegeta überlegte...aber

wollte er nciht auch ständig in ihrer Nähe sein, ihre Aufmerksamkeit haben?

War er nciht genauso wie die Frau?