A.N.: Ich bin zurück!! Nach einer langen Pause ist es wieder an der Zeit, mich meiner FF zu widmen. Es tut mir wirklich leid, dass ihr so lange warten musstet. Aber das warten hat ja jetzt ein Ende :D

Okay, vielleicht gefällt euch das Kapitel nicht. Ich hab ja auch lange nicht mehr geschrieben, von daher, seid nicht ganz so streng mit den Reviews, ja?

Ich wollte das Kapitel ja gestern schon posten, so als Weihnachtsgeschenk, aber da hatte ich keine Zeit.

Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Fest?? Was habt ihr euch fürs neue Jahr so alles vorgenommen? Also, ich wollte mich in der Schule verbessern, keine Ahnung, ob das auch klappt :P

Egal, genug der langen Rede, hier kommt das Kapitel!

Viel Spaß!

--Steph

Why?

Dieses Mädchen. Sie sah so aus, als wüsste sie alles. Alles, was hier vor sich ging. Sie beobachtete ihre Umgebung mit ihren wachsamen Augen, beobachtete auch mich, und dennoch gab sie Acht, unauffällig zu bleiben. Ich entdeckte sie trotzdem, entgegnete ihrem Blick, und alles was ich in ihm sah, war Kälte und Abscheu.

4. Juli 1983

Edward

Bella, was war nur in sie gefahren? Sehr selten hatte ich sie so gesehen.

Grinsend, und als wäre eben gerade nichts vorgefallen, hakte sie sich bei mir ein, als wir zurück auf unser Zimmer gingen. Ich war einfach nur verblüfft.

Bis jetzt war sie immer so traurig, niedergeschlagen und nachdenklich und jetzt, jetzt sah sie so glücklich aus, als hätte sie so lange auf einen Augenblick wie diesen gewartet. In ihrem Gesicht war auch eine Spur von Erleichterung zu erkennen. Was würde ich alles dafür geben, um sie jeden Tag so sehen zu können?

Bella

Jacob – ich hatte ihn doch tatsächlich abblitzen lassen. Ich wusste wirklich nicht, was mit mir los war, als er mich ansprach, aber seitdem ich Edward gestanden hatte, dass ich ihn brauchte, und er mich daraufhin geküsst hatte – es hatte etwas in mir ausgelöst. Etwas, was ich noch nicht entschlüsseln konnte.

Ich spürte jedes Mal, wie ich errötete, und wie mein Herz anfängt, wild zu schlagen, so dass ich fast glaubte, es würde aus meiner Brust sprengen.

Ich hatte in seiner Nähe immer das Bedürfnis, mein Bestes geben zu wollen, und manchmal schaffte ich es auch, meine Tollpatschigkeit fallen zu lassen. Seine Nähe und dieses Gefühl, das ich bekam, machten mich stark und zugleich schwach. Immer und immer wieder schoss pures Adrenalin durch meine Adern, und ließ meine Hemmungen geradezu verschwinden. Doch dann, gerade dann, wenn er mich anschaute, verflog alles mit einem Mal. Ich fürchtete seinen intensiven Blick, da er mich enttarnte und meine Verlegenheit preisgab.

Das war auch in diesem Augenblick der Fall. Für einen kurzen Moment waren meine Gefühle an ihrem Höhenpunkt, und ich dachte schon fast, ich könnte alle möglichen Regel brechen, sogar von der Uni fliegen, und es würde mir nichts ausmachen. Aber dann natürlich, hielt Edward mich mit seinen Augen in ihrem Bann, so dass ich mich nicht rühren, und nichts Böses anstellen konnte. Und er bewahrte mich außerdem davor, in meinen peinlichen Aktionen zu versinken. Er war meine persönliche Rettung. Vielleicht wusste er das, und schaute mich deshalb so an, oder er tat das nur, weil er sich über mich lustig machen wollte, oder vielleicht – weil er mich mochte.

Als Edward auf einmal leise auflachte, schaute ich ihn an. Er bemerkte meine Neugier und lächelte – so warm und liebevoll, wie er mich schon fast immer angelächelt hatte. Ich sah dieses Gesicht, das mich so anblickte, nicht zum ersten Mal, nein, ich hatte es schon einmal vor Augen gehabt. Und das war sehr lange her.

* * *

Was schaut er dich so an?", fragte sie und schaute sie skeptisch die Neue an, die, die heute zum ersten Mal diesen Raum betrat, doch sie schüttelte ahnungslos den Kopf.

Meiner Meinung nach, ist er der heißeste Junge überhaupt an dieser High School. Würde mich wundern, wenn er noch keine Freundin hat", sagte das Mädchen noch.

Wie, er hat doch eine!", zischte ein anderes, das zu der Gruppe gestoßen war. „Ich habe davon gehört. Sie soll ein sehr schönes Mädel sein."

Die Neue schaute verwirrt zwischen ihnen hin und her, und wusste nicht, was sie dazu antworten sollte. Bedrückt blickte sie zu Boden und sagte kein einziges Wort.

Er starrt dich immer noch so an." Sie schnaubte leise. „Als würde er nur darauf warten, dass du seinen Blick erwiderst."

* * *

Schweißgebadet wachte ich auf. Dieser Traum war der seltsamste, den ich jemals hatte. Er machte überhaupt keinen Sinn, vor allem, da ich keinen einzigen entziffern konnte, das darin vorkam. Vielleicht hatte ich diese Szene, die ich eben geträumt hatte aus dem Fernsehen, die mir wahrscheinlich im Kopf hängen geblieben war. Eine andere Erklärung wollte mir gerade nicht einfallen.

Nachdenklich schaute ich mich in meinem Zimmer um. Sollte ich Edward davon erzählen? Er war mittlerweile mein bester Freund, dem ich einfach alles anvertrauen konnte. So gut wie alles. Er war ein unbeschreiblich guter Kumpel für mich, doch manchmal hatte ich das Gefühl, als wär er mehr als das. Weit aus mehr. Je öfter ich mit ihm zusammen war, desto mehr bekam ich Angst, mich in ihn zu verlieben. Es wär möglich, dass es schon zu spät war.

Ich wusste nicht wieso, aber ich musste diesem Durcheinander in meinem Inneren ein Ende setzen, irgendwann. Aber jetzt noch nicht.

Ich atmete noch einmal tief durch, um mich zu beruhigen, bevor ich die Tür zum Wohnzimmer einen Spalt breit aufmachte. Es war sehr ruhig. Edward war wohl noch nicht wach. Wahrscheinlich hatte er seinen Wecker nicht gehört.

Auf Zehenspitzen schleichend öffnete ich die Tür zu seinem Schlafzimmer. Mit pochendem Herzen näherte ich mich seinem Bett und fand ihn – er lag friedlich da. Ich dachte schon, er könnte mich, trotz seiner geschlossenen Augen sehen, da ein kleines Lächeln sich auf seinen Lippen zauberte. Mir wurde warm, als ich meinen Kopf senkte, um ihn genauer zu betrachten. Er sah im Schlaf noch schöner aus, als er es ohnehin schon war.

Das Sonnenlicht fiel auf sein makelloses Gesicht, und auf seine Haare, die nun in den verschiedensten Rot- und Brauntönen leuchteten. Der Drang, ihn zu berühren wurde stärker und schob meine Scheu in den Hintergrund. Es war wie verhext. Dann fuhren meine Finger sachte über seine warme Haut, und als ließen sie Brandspuren, wachte Edward auf. Er schaute mich aus seinen großen, smaragdgrünen Augen an, und jetzt wünschte ich mir, die Zeit würde stehen bleiben.

„Das nenne ich doch mal eine schöne Art, einen aufzuwecken", flüsterte er. Ein kleiner Hauch Belustigung lag in seiner Stimme, dennoch klang sie zärtlich und samt wie Seide. Ich kniete mich hin, so dass mein Gesicht auf gleicher Augenhöhe mit seinem war. Edwards Lächeln wurde breiter, dann hob er seine Hand und strich mir über die Wange. Ich errötete, als mir bewusst wurde, dass ich mein Gesicht in seine Handfläche drückte.

„Guten Morgen", sagte ich leise. „Zeit zum Aufstehen." Edward erhob sich, schlüpfte aus dem Bett und streckte sich. Auch ich stand auf, blieb erstmal vor ihm stehen und starrte seinen Adoniskörper an. Er merkte, wie sehr ich auf ihn starrte, daher drehte ich mich von ihm weg. Mein Gott, war das peinlich!, schrie ich in Gedanken, er aber, schien nichts Peinliches daran zu finden. Stattdessen lachte er leise in sich hinein.

„Und? Hast du gut geschlafen?", fragte er. Ich drehte mich immer noch nicht um, und er schien zu begreifen, dass mich etwas anderes bedrückte. „Alles okay, Bella?"

Hastig nickte ich mit dem Kopf, doch er war noch nicht ganz überzeugt. Er trat näher und fasste mich an der Schulter. „Erzähl es mir."

Und ich berichtete ihm von diesem seltsamen Traum, den ich hatte. Ich war neugierig – ich wollte seinen Gesichtsausdruck sehen, andererseits traute ich mich nicht, ihn anzuschauen. Schließlich beließ ich es dabei und blickte aus dem Fenster. Edward schwieg lange, bevor er wieder zu Wort kam.

„Schon merkwürdig. Vielleicht hast du das beim Fernsehen aufgeschnappt." Seine Antwort klang seltsam. Es war die gleiche, die ich mir als Erklärung hervorgerufen hatte. Doch nicht nur das – allein sein Ton machte mich stutzig. Als ich mich umdrehte, war er schon ins Bad verschwunden. Die Tür stand offen. Er rasierte sich das Gesicht.

Ich stellte mich daneben und putzte mir die Zähne. Keiner von uns erwähnte meinen Traum ein weiteres Mal.

Edward beobachtete mich im Spiegel.

Er starrt dich immer noch so an. Als würde er nur darauf warten, dass du seinen Blick erwiderst."

Als würden die Stimmen in meinen Traum mich kontrollieren, erwiderte ich seinem Blick. Es war wie in einem Film, als säße ich mittendrin. Der Traum ging weiter.

Du meine Güte, hat der etwa einen Narr an dir gefressen, oder so?", fragte sie empört. Neid zeigte sich auf ihrem Gesicht. „Komm, Miranda, wir gehen."

Sie ließen die Neue einfach so zurück, marschierten zu dem Jungen, und machten ihm schöne Augen, doch er ignorierte sie nur. Er schaute die Neue weiterhin an, doch sie schenkte ihm einen eiskalten Blick und lief weg.

Er war ein Playboy, das war es, was sie von ihm dachte. Sie würde ihn, bis zum Ende ihres Aufenthaltes hier an der High School ignorieren, das schwor sie sich.

Mit jedem Wort, das ich hörte, wurde ich immer verwirrter. Ich versuchte, mir nichts darauf einzubilden, oder sonst was, und mit aller Macht schob ich diesen irrsinnigen Traum in den hintersten Teil meines Gedächtnisses, doch irgendwie wollte das nicht so ganz hinhauen. Er kam immer wieder zum Vorschein, auch in den Vorlesungen, wo ich besonders auf meine Konzentration angewiesen war. Mehrmals wurde ich ermahnt, worauf mich die übrigen Studenten so komisch anstarrten. Aber anstatt im Erdboden zu sinken, war mir das egal. Ich war nicht mal ganz bei der Sache, sobald Edward mit mir sprach. Und er war wohl nicht der Richtige, der mir vielleicht hätte sagen können, was es mit dem Traum alles auf sich hatte.

Nachdem ich mich von Edward nach der letzten Vorlesung verabschiedet, und mit ihm ausgemacht hatte, wann unsere Probe für die Talentnacht stattfinden sollte, kam ich auf eine Idee. Und die hieß Alice.

„Herein", rief eine Stimme aus dem Zimmer, und ich trat ein.

„Oh Bella!! Schön, dich zu sehen! Setz dich doch!", rief Alice fröhlich und grinste über beide Ohren.

Auch Rosalie war anwesend. Sie nickte mir lächelnd zu. „Hey", sagte sie, „magst du Tee?"

„Ja, gerne. Danke." Ich nahm ihr die Tasse entgegen. Es war schwarzer Tee mit Zitrone. Ich nahm einen Schluck. Sogar ein wenig gesüßt war er.

„Mit Honig", antwortete Rose auf meine unausgesprochene Frage. Woher wusste sie, dass ich den Tee genau so mochte? Sie sah meine Skepsis in meinen Augen, und erwiderte darauf hin: „Edward hat uns so Einiges über dich verraten."

Ich hob fragend eine Augenbraue. „Und woher wusste er solche Kleinigkeiten wie diese zum Beispiel?" Zur Verdeutlichung hob ich die Tasse, die immer noch halb mit Tee gefüllt war, an.

„Ähm", begann Alice. „Er erfuhr das von deinen Eltern. Damit er es eventuell leichter bei dir hat. Also in dem Sinne, damit du ihn nicht vielleicht anfängst, ihn zu hassen, oder so, verstehst du? Er hat damit gerechnet, dass diese ganze Verlobungsgeschichte keine einfache Sache für uns alle sein wird, daher hat er deine Eltern ausgefragt. Deine ganzen Vorlieben usw. Natürlich weiß er nicht alles, da es deine Eltern auch nicht wissen" – Sie grinste. – „aber wenigstens die ganz groben Dinge konnte er herausfinden. Ist doch schon mal ein Anfang." Verschwörerisch zwinkerte sie mir zu. Ich wurde knallrot.

„Was führt dich denn hierher?", fragte Rose.

„Nun ja", druckste ich herum, und warf Alice einen bedeutungsvollen Blick zu. Sie und Rose verstanden sofort.

„Alles klar, ich mach mich dann auf dem Weg", rief Rose über die Schulter hinweg zu uns. „Bis gleich, Bella."

„Bis gleich", rief ich ihr nach, aber die Tür war schon ins Schloss gefallen, bevor sie mich noch hätte hören können. Ich zuckte die Achseln, dann wandte ich mich wieder Alice zu.

„Ist was passiert?", fragte sie.

„Nicht direkt", antwortete ich und senkte meinen Kopf.

Ihr Blick wurde besorgt. „Bitte, erzähl es mir."

„Okay", ich atmete tief durch. „Aber halte mich bitte nicht für bescheuert."

„Nee, keine Sorge."

„Und lach auch nicht."

„Keineswegs."

„Gut. Also, wie schon gesagt, passiert ist nicht wirklich etwas." Sie nickte, um mir zu zeigen, dass sie zuhörte.

„Aber letzte Nacht hatte ich einen merkwürdigen Traum, und ich dachte, du könntest mich vielleicht aufklären."

„Warum gerade ich?"

„Dazu komm ich noch."

„Okay. Was war denn das für ein Traum?"

„Ich konnte keine der Personen identifizieren, sie waren alle so verschwommen. Aber deren Stimmen hören konnte ich ganz gut. Es ging um drei Mädchen und um einen Jungen. Eines der Mädchen war neu an einer High School, die anderen waren wohl ihre Klassenkameradinnen."

Alice nickte wieder, doch jetzt hatten sich Falten auf ihrer Stirn gebildet. Eine Reaktion. Ich beobachtete sie weiterhin ganz genau.

„Was schaut er dich so an? sagte eines der Mädchen, woraufhin die Neue den Kopf schüttelt. Sie sagte noch: Meiner Meinung nach, ist er der heißeste Junge überhaupt an dieser High School. Würde mich wundern, wenn der noch keine Freundin hat."

Alice' Augen wurden groß, doch sie fing sich schnell wieder. „Wie ging es weiter?" Mein Traum schien sie stark zu interessieren, aber ihre Reaktionen interessierten mich.

„Das zweite Mädchen dann: Wie, er hat doch eine! Ich habe davon gehört. Sie soll ein sehr schönes Mädel sein."

Jetzt runzelte Alice die Stirn. Anschließend schmunzelte sie ein wenig. Ich hob fragend eine Augenbraue, dennoch zitierte ich weiter.

„Das erste Mädchen sagte noch: Er starrt dich immer noch so an. Als würde er nur darauf warten, dass du seinen Blick erwiderst. Aber damit war der Traum noch nicht vorbei. Er ging sogar weiter, als ich schon längst aufgestanden war."

„Wie das?", fragte Alice überrascht.

„Ja, keine Ahnung!"

„Hmm, du sagtest, es geht noch weiter. Also, ich höre."

„Du meine Güte, hat der etwa einen Narr an dir gefressen, oder so?, fragte eines der Beiden anschließend. Die Neue hat die ganze Zeit über nichts gesagt. Dann haben die Zwei sie einfach dort stehen gelassen. Ich konnte noch hören, wie eine von ihnen einen Namen genannt hatte. Miranda, oder so ähnlich. Und dann, dann konnte ich die Gedanken der Neuen hören. Und wie sie sich dem Jungen, der sie angestarrt hatte, gegenüber verhielt. Sie schwor sich, ihn zu ignorieren, weil sie ihn für einen Aufreißer hielt. Und dann war der Traum auch schon vorüber. Was sagst du dazu, Al?"

„Also, ich ähm, es klingt alles ziemlich verwirrend", brachte sie aus sich heraus, „aber ich konnte dir noch folgen."

„Warte mal", sagte ich, als mir etwas auffiel. „Dieser Traum kommt mir bekannt vor. War das nicht die Story, die du mir in Verbindung zu Edward mal erzählt hattest?"

Alice sah so aus, als ob sie das Thema nicht weiter vertiefen wollte. Schließlich nickte sie. „Jetzt wo du's sagst."

„Wie war das noch mal? Das mit Edward und diesem Mädchen?"

„Ich hab dir ja erzählt, dass sie nicht sonderlich an ihm interessiert war, weil sie ihn, wie du ja schon erwähnt hast, für einen Aufreißer hielt. Das lag aber daran, dass sie nur gesehen hatte, wie die Mädels ihm schöne Augen gemacht hatten, dabei seine Reaktionen nicht wahrgenommen hat. Sie war angewidert von ihm."

„Und, was glaubst du? Warum hatte ich ausgerechnet so einen Traum, und warum konnte ich keine einzige Person, die darin vorkam, erkennen?"

„Ich gehe mal davon aus, dass dich meine Geschichte interessiert hat und du sie deshalb noch mal geträumt hast. Weil ich keine bestimmten Namen genannt habe, konntest du auch keine Personen erkennen. Ergibt das Sinn?"

„Ja, schon, aber ein Name ist doch vorgekommen. Miranda. Gab es denn ein Mädchen an der High School, das so hieß?"

„Klar, jede Menge. Aber im Zusammenhang mit Edward gab es schon eine gewisse Miranda, fällt mir grad ein. Sie war im selben Jahrgang wie er, und wie du es dir denken kannst, auch in seinem Fanclub." Alice verdrehte die Augen. „Die andere, ihre Freundin, hieß glaub ich ‚Jane'."

„Ich bin", sagte ich nachdenklich und suchte nach einem passenden Wort, „verwirrt." Ja, das passte.

„Wär ich an deiner Stelle auch", gab Alice zu. „Und, was hast du jetzt vor?"

„Ich weiß nicht", sagte ich. „Vielleicht hatte der Traum auch nichts zu bedeuten."

„Womöglich hast du Recht." Sie sah mit verlorenem Blick an mich vorbei, als beschäftigte sie etwas.

„Alice? Alice!"

Sie schüttelte den Kopf und kam wieder zur Besinnung. „Tut mir leid", sagte sie beschämt. „Mir kam für kurze Zeit ein Gedanke."

„Und der wäre?", fragte ich daraufhin neugierig.

„Nicht so wichtig, Bella." Alice lächelte und verstummte.

„Okay – Wah!" Ich erschrak, als Alice plötzlich in die Höhe schoss. Mit einem Mal sah sie aufgeregt aus, und hüpfte wie ein wahnsinniger gewordener Flummi hin und her.

„Was ist denn jetzt eigentlich zwischen dir und Edward?!", fragte Alice und schnitt eine Grimasse. Rose kam nun auch ins Zimmer. Mit gutem Timing – oder aber, als hätte sie uns einfach nur belauscht.

„Genau, genau!! Was ist denn zwischen dir und ihm?! Hmm?" Rose verhielt sich zwar etwas ruhiger, dennoch nicht viel anders, als ihre durchgeknallte Freundin. So langsam kam ich mir echt dämlich vor. Wollten die zwei mich etwa mit Edward verkuppeln?

„Was soll schon sein?", entgegnete ich ihnen. „Wir sind bloß Freunde."

„Ah ja." Beide klangen nicht so, als würden sie mir meine Antwort abkaufen wollen. „Was hast du heute noch so alles vor, Bella?", riefen sie im Chor. Ich stand zwischen Wahrheit oder Lüge. Und ich entschied mich für die Wahrheit. Was hatte ich schon groß zu verlieren, wenn ich es ihnen sagte?

„Ähm, ich werde heute Nachmittag mit Edward proben und–"

Sie hat ein DATE!!" Fröhlich tanzten sie beide durchs ganze Zimmer, schmissen etliche Gegenstände um, die anscheinend an hohem Wert besaßen, und kreischten dabei wie aufgescheuchte Hühner.

„Was ist denn nur los mit euch?!", fragte ich empört. Ich bekam sofort Schiss, als sie schmunzelnd auf mich zukamen.

„Okay, das reicht!" Erschöpft stand ich auf. „Ihr könnt mich doch nicht einfach wie eine Puppe behandeln!"

„Bella. Nun hab dich nicht so. Schau doch erst mal in den Spiegel, bevor du dich beschwerst", sagte Alice lächelnd, und Rose nickte zustimmend. Ich tat, wie Alice sagte, betrachtete mich von oben bis unten und staunte über mein neues Ich. Diese Gestalt vor mir – das war nicht mehr Bella.

„Heiß", sagte Rose. „Dem Edward wird's gefallen!" Empört drehte ich mich zu ihr um. Meine Miene sollte ärgerlich rüberkommen, doch sie durchschaute mich einfach. Sie schien wohl zu bemerken, wie geschmeichelt ich war, und damit lag sie nicht ganz falsch.

„Verdreh ihm den Kopf, Bellalein!", sang Alice und schob mich in Richtung Tür.

„Al, ich –", fuhr ich dazwischen, doch sie brachte mich schnell zum Schweigen, indem sie mir die Tür vor der Nase zuknallte. „Hey!!"

„Du machst das schon!", rief sie von innen.

„Vielen Dank auch", brummelte ich und drehte mich auf meinen Hacken um. Das gibt es doch nicht! Wie kamen Alice und Rosalie auf die Idee, mich mit Edward zu verkuppeln?! Ha, als ob das auch noch funktionieren würde…!

Bella und Edward, Edward und Bella – hm, klingt nicht schlecht! Um genau zu sein, klingt es traumhaft …

HALT! Aufhören! Sofort damit aufhören! Oh mein Gott, jetzt dreh ich ja komplett durch!

Ganz ruhig, Bella. Lauf einfach ganz normal weiter. Du hast es doch gleich geschafft. So ist es gut. Tief ein und ausatmen. Und nicht an Edward denken.

Was war denn das für ein Lärm? Es klang, als wär ich auf einer Baustelle – oh, das war ja ich. Oder besser, es war mein Herz, das so laut rumorte. Es hatte einfach keinen Sinn. Edward wollte mir nicht aus dem Kopf gehen. Das musste ich wohl hinnehmen.

Seufzend blieb ich vor einem Fenster stehen und betrachtete mich ein weiteres Mal. Was würde Edward wohl denken, wenn er mich so sah? Alice und Rosalie hatten ganze Arbeit geleistet. Äußerlich. Aber mir wär es lieber, wenn sie dabei auch mein Selbstbewusstsein zusammengebastelt hätten, da es jetzt einen Abgang machte. Da musste ich wohl durch.

Auch, wenn ich mir wünschte, der Weg zur Aula wäre länger – ich stand bereits vor der massiven Holztür. Dahinter erwartete Edward mich.

Ich schluckte kräftig und drückte die Klinke herunter. Mit geschlossenen Augen trat ich in den Raum, öffnete sie wieder und sah ihn; seine Augen waren weit aufgerissen und in dem Moment, wo ich hereinkam, glitten ihm die Notenblätter aus den Händen, die ihm anschließend vor die Füße fielen. Sah ich wirklich so schrecklich aus?

Als Edward sich einigermaßen gefangen hatte, sagte er nur: „Für wen hast du dich denn so herausgeputzt, Bella?"

Oh baby, you're a classic

Like a little black dress

You're a faded moon

Stuck on a little hot mess (little hot mess)

And oh, baby you're a classic

Like a little black dress

But you'll be faded soon

Like a little hot mess (little hot mess)

Bellas Kleid:

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Das Lied am Ende:

Fall Out Boy – „Tiffany Blews":

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A.N.: Ich liebe Fall Out Boy und das neue Album Folie à Deux solltet ihr euch unbedingt mal besorgen! Selbst, wenn manche von euch Fall Out Boy hassen, dieses Album ist das Album 2008! Ich schwör drauf!