Kapitel 09

Das Verlorene

Emma betrat das Haus durch den Spiegel. Ihre Schultern hingen und zeugten von der Erschöpfung, die in ihren Knochen steckte. Sie war müde und ausgelaugt. Der Besuch bei ihren Eltern war unerfreulich und verstörend zu gleich. Nicht, dass sie und ihre Mutter wieder in Streit verfallen waren, das war es nicht. Nein, sie durfte miterleben, wie einige aufgebrachte Eltern in den Palast kamen und endlich wissen wollten, was mit ihren Kindern geschehen war. Von den einstigen verschwundenen Jungen waren alle wieder aufgetaucht, doch sie waren alle verändert. Die Blonde durfte sich selbst ein Bild machen, als sie mit David und Snow zu einer der betroffenen Familien geritten war. Was sie zu sehen bekam, überstieg ihre eigene Vorstellungskraft, denn der Junge war nicht mehr ansprechbar. Seine Augen wirkten wie Tod, als wäre dort wo man einst durch das Fenster der Seele blickte, nichts weiter als betrübliche Leere geblieben. Er reagierte nicht, wenn man ihn ansprach. Lag in seinem Bett und starrte apathisch vor sich hin. Als wäre das Leben von ihm gewichen und dann wiederum blitze etwas in seinen Augen, das Emma nur zu gut kannte. Instinkt.

Die Blonde öffnete die Tür auf magische Art und verschloss sie auf gleicher Weise, als sie das Haus nun richtig betrat. Schon in der Eingangshalle konnte sie die verschiedenen Düfte wahrnehmen, die sie zum Schmunzeln brachten.

Das riecht, als wenn sie für hundert Mann gekocht hätte

Dachte sie und schlug den Weg in den Wohnsalon ein. Es war noch zu früh für ihren Gatten, um zu Hause zu sein und so hoffte Emma, dass sie wenigstens auf eine andere menschliche Seele treffen konnte, um die Erlebnisse des heutigen Tages rauslassen zu können. Ihre Hoffnung wurde nicht enttäuscht, doch gleichzeitig verzog sie das Gesicht zu einem Ausdruck der Schuld.

Regina und Robin lagen auf dem Sofa. Er hielt sie. Ihr Rücken fest an seine Brust geschmiegt. Noch ehe Emma die geschlossenen Augen der beiden bemerkte, rief sie erledigt

„Hey, ihr glaubt mir nicht, was ich heute...oh ihr schlaft...Tschuldigung"

Ups

Beide rissen ihre Augen auf, als Emmas Stimme durch den Salon dröhnte. Regina nuschelte etwas in ihren nicht vorhandene Bart, bewegte sich in Robins Armen und brauchte einen Moment, um den Schlaf aus ihren Körper zu bekommen. Der ehemals Geächtete drehte seinen Kopf in Emmas Richtung und gab seine Gefährtin frei. Seine Hand strich über seine Augen, während er herzhaft gähnte.

In diesem Haus hat man nicht einmal seine Ruhe

Jammerte er im ersten Moment, doch dann setzte er sich genau wie Regina richtig hin und schaffte ein Lächeln an Emma zu adressieren, während er abwinkte

„Schon gut, sonst sind wir die ganze Nacht wach"

Sein Blick ging kurz zum Fenster, wo der Abend die nahende Nacht ankündigte. Verschiedene Rosa Töne vermischten sich mit dem Blau und den letzten Strahlen der Sonne.

„Was gibt es denn Emma?", Reginas Stimme war vom Schlaf belegt, doch die Schwarzhaarige trotze der Müdigkeit.

Die Retterin pflanzte sich auf den Sessel, schmiss ihre Beine über die Armlehne und begann Bericht zu erstatten.

„Erinnert ihr euch an die Gruppe von Jungs, die verschwunden waren?" Regina überlegte einen Moment und nickte dann. Auch Robin gab zu erkennen, dass er genau wusste, wovon die Blonde sprach.

„Also, sie sind alle wieder aufgetaucht und genauso neben der Spur, wie der Erste"

Der Aschblonde lauschte und kramte gleichzeitig in seiner Erinnerung. Gedankenverloren kratzte er sich am Kinn.

Ich erinnere mich. Der Vater glaubte, er habe sein Hirn weg gesoffen

„Der Vater glaubte, dass er zu sehr über die Strenge geschlagen wäre und deswegen so weggetreten war"

Emma schüttelte ihren Kopf. Ihre Augen waren groß und zeugten von dem Schock, der dieses Erlebnis in ihr ausgelöst hatte.

„Vergiss das ganz schnell. Wenn man vom Trinken, so wird, dann rühre ich keinen Tropfen Alkohol mehr an", sie hob ihre Hand, als würde sie einen feierlichen Eid ablegen und hörte Regina kontern.
„Hört, hört, dann würden wir so schöne Familienfeiern vermissen, wie eure Heirat"

Die Blond schenkte der Schwarzhaarigen einen strengen Blick, woraufhin Regina nur beschwichtigend ihre Hände hob

Schon gut schon gut, was sind wir heute so empfindlich

„Ich bin mit David und Snow zu einer der Familien geritten und der Junge...ich kann das gar nicht erklären. Es ist als sei er Tod und dann doch wieder nicht. Liegt einfach da und starrte vor sich hin und diese Augen..." , für eine Sekunde verlor sie sich in die Erinnerung. Der Gram darüber zeichnete sich als dünne Falten um ihren Mund, ehe sie weitersprach

„wie leer...als wenn da drin nichts mehr und dann auf einmal...Boom!", sie klatschte in die Hände und fuhr fort

„und du hast das Gefühl er würde dich auf der Stelle töten...dich einfach zerreißen, wenn er die Chance dafür bekommt."

Die Aufruhr stand ihr ins Gesicht geschrieben.

„Und der Junge hat nicht gesagt, wo er die ganze Zeit war?", hakte Regina nach und bekam als Antwort ein Kopfschütteln.

„Nein, er spricht nicht und ist nicht ansprechbar"

„Ist den Eltern denn vorher nichts aufgefallen. Es muss doch Anzeichen dafür geben, wenn ein Sohn verschwindet", Robin überlegte, was geschehen sein könnte, doch sein Verstand gab ihm keine zufriedenstellende Antwort.

„Seine Mutter meinte nur, dass er seit einiger Zeit unter Albträumen litt. Sind plötzlich aufgetaucht...dann verschwand er und nun...nun ja...jetzt weiß man nicht was in seinem Kopf vor sich geht."

Regina kaute auf inneren Unterlippe. Ihre Hand legte sich wie selbstverständlich auf ihren Bauch und streichelte über diesen, während sich ihr ein Gedanke aufdrängte.

„Vielleicht sollten wir uns Sorgen machen, Roland schläft auch schlecht seit einigen Nächten."

Sie erinnerte sich an die Schreie, die sie des öfteren in der Nacht geweckt hatten und wie viel Geduld sie aufbringen musste, um ihn zu beruhigen. Robin lächelte sanft, legte seinen Arm um Reginas Schulter und sagte mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

„Snow und Davids Königreich ist weit weg von hier...du darfst anfangen dir Sorgen zu machen, wenn sich herausstellt, dass etwas über die Grenzen hier herüber schwappt, vorher schonst du deine Nerven"

Dann haben wir alle eine reelle Chance bis zur Geburt zu überleben

„Robin hat Recht, noch ist es David und Snows Problem...und irgendwie meins", seufzte Emma und fuhr fort. „John wird nicht begeistert sein, aber ich habe versprochen, dass wir uns ein wenig dort umsehen"

Was auch immer dort wütet, besser wir kriegen es dort, als wenn es hier hin kommt und wir uns wirklich Sorgen um die Jungs machen müssen...Apropos Jungs...wo stecken die beiden eigentlich

Ihren Gedanken folgend, fragte Emma

„Wo steckt eigentlich Henry?"

„Er ist mit Roland einen Botengang erledigen", erwiderte Regina

„Ist euch aufgefallen, dass er sich in letzter Zeit rar macht? Hab ich was angestellt? Oder besser gefragt, hat er was angestellt?", überlegte sie laut. Regina wollte etwas sagen, doch Robin kam ihr zuvor.

„Ja ist uns aufgefallen...aber mach dir keine Kopf, ist schon alles geklärt"

Emma lächelte zufrieden, doch Regina schenkte ihrem Gefährten einen Seitenblick, welcher die Frage in ihrem Inneren zurückwarf

Dann hat er mit Henry...

Unwillkürlich verzogen sich ihre Lippen und sie schenkte ihm ein warmherziges Lächeln, während sie ihre Hand auf sein Knie legte und sich vertrauensvoll an ihn lehnte. Seine Hand legte sich auf die ihre und er fing an mit ihren Fingern zu spielen, ohne jedoch seine Aufmerksamkeit von Emma zu nehmen.

„Dann werde ich wohl mal einen neuen Met aufmachen, damit John die Nachricht von seinem unfreiwilligen Urlaub besser schlucken kann", grinste sie und noch bevor sie aufstehen und ihren Worten Taten folgen lassen konnte, öffnete sich die Tür und laute Stimme drangen in den Salon.

Little John hatte Henry wie einen nassen Sack über die Schulter geschmissen und Roland hing unter seiner rechten Achsel. Beide Jungen lachten und wehrten sich im Spiel, während Johns tiefe Stimme dröhnte.

„Ratet mal, was ich unterwegs auf der Straße aufgegabelt habe"

Er trug die beiden Jungs, deren lachen nun den Raum füllte, zum großen Sofa und ließ sie mit kalkulierter Wucht hinunter.

„Sausäcke!", beantwortete er seine Frage selbst und schmiss sich lachend auf den nächsten freien Sessel. Robin und Emma grinsten breit bei dem Schauspiel, doch Regina schüttelte nur den Kopf.

„Muss du sie immer beleidigen"

John ließ seine Augenbrauen hüpfen und stellte ein so breites Grinsen zur Schau, dass es widernatürlich wirkte.

„Ja, ich beleidige nur die, die mir am Herzen liegen, du Nervensäge", er schickte einen Luftkuss in Reginas Richtung und fühlte sich sehr selbstzufrieden, als sie lachen musste.

Ich mag dich auch


Das Gegenwärtige

Emma saß in der Sheriffstation und sah einige Papiere durch, die auf ihrem Schreibtisch lagen. Die morgendliche Übelkeit hatte an diesem Tag bereits ihren Höhepunkt erreicht und nun genoss sie das angenehme Gefühl, als das Unwohlsein langsam aber stetig abklang.

Wenn wir einen beschissenen Anhaltspunkt hätten. Irgendetwas...und ich meine mehr, als Davids gebrochene Kniescheibe. Wo sollen wir nur anfangen.

Hing sie ihren Gedanken nach, die sie langsam aber sich in den Wahnsinn trieben. In ihren Augen war zu viel Zeit vergangen seit sie hier mit Ehering und ihrem inneren Untermieter erwacht war. Zu viel Zeit, in der sie nach Antworten suchte, denn das Gefühl, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging, nagte schwer an ihrem Verstand. Frustriert über ihre Überlegungen, ließ die Blonde die Papiere auf den Tisch sinken und schaute auf die Uhr.

Wo steckt Robin, ich muss David aus dem Krankenhaus abholen

Ungeduldig schnappte sie wieder nach einem Bericht und starrte das beschriebene Blatt einfach an, ohne wirklich zu lesen, was darauf geschrieben stand. Als die Tür sich öffnete, erklang eine tiefe Stimme.
„Hi...ähm...ich suche...Robin, ist er noch nicht hier"

Emma blickte von ihrem Schreibtisch auf und öffnete ihren Mund in einen unintelligenten Ausdruck. Vor ihr baute sich ein Riese von einem Mann auf. Die blonden Locken auf seinem Kopf, bewegten sich sachte, als er die wenigen Schritte zurücklegte und sich ganz in den Raum stellte. Durch das braune Hemd, konnte sie die Muskeln erahnen, die dort versteckt waren. Für einen Moment fehlte ihr die Sprache

Wie kam er durch die Tür...seit wann sind wieder Riesen in Storybrooke...Jetzt sei keine Idiotin Emma, so groß ist er jetzt auch nicht

„Ähm..Robin...den vermisse ich selbst. Ich warte schon eine halbe Stunde auf ihn", beschwerte sich Emma und erhob sich von dem Stuhl. Sie ging um den Schreibtisch und lehnte sich gegen dessen Kante, während sie ihre Arme vor der Brust verschränkte.
„...und wer sucht unseren Hilfssheriff, wenn ich fragen darf?"

Der Hüne von einem Mann lächelte erst, bevor er einmal auflachte.
„Hilfssheriff...hahaha...Verzeihung Ma'am, das klingt noch immer so falsch in meinen Ohren. Eigentlich müsste ich schon längst auf meinem Pferd sitzen und ihn durch den ganzen Wald hier jagen", amüsierte sich John und hielt Emma die Hand hin.
„Ich bin John", erklärte er mit einem verschmitzten Grinsen und entblößte eine Reihe gerader Zähne. Die Blonde ergriff die Hand schmunzelnd.
„Dann frage ich nicht, was sie mit mir machen, John. Ich bin Sheriff Swan...ähm...Cassidy...Ich meine Sheriff Cassidy"

Ob ich mich je daran gewöhne

Der großgewachsene Mann lachte abermals auf und schüttelte Emmas Hand mit festen Druck. Die Retterin blickte einen Moment nachdenklich auf ihren Gegenüber.

Moment! John...Robin Hood...Nein! Oder etwa doch?!

Ihre Stirn legte sich in Falten und bevor sie wirklich darüber nachdachte, was sie sagen sollte, fragte sie.

„Verzeihung, aber John, wie in little John", zählte sie eins und eins zusammen.

„Ja, Ma'am, lasse sie sich nicht von meinem Namen irritieren, wie sie sehen, ist der sehr irreführend", scherzte er

„Und sie lassen das Ma'am weg, ich bin Emma"

„Freut mich dich kennen zu lernen, Emma", machte er beinahe schon charmant und fügte dann hinzu

„Aber wenn der alte Sauhund nicht langsam auftaucht, kann diese Freude ganz schnell schwinden. Ich bin vollkommen im Arsch und will nur nach Hause auf die Couch"

Wer hätte gedacht, dass ich mal Gefallen an diese Art von Luxus finde

„Das Gefühl kenne ich. Da zieht es mich zur Zeit gleich nach dem Aufstehen hin", witzelte Emma und erntete ein Schmunzeln von dem Hünen. John wollte etwas erwidern, doch die Tür ging auf und Robin erschien samt Kinderwagen in der Station. Sein Gesicht zierte ein Lächeln, innerlich jedoch war er abgekämpft, da er sich beeilt hatte.

„Entschuldige Emma, aber die haben eine Straße gesperrt, dann musste ich ganz herum laufen und mit dem Kleinen ist es nicht so mit Rennen. Ich glaub ich sollte mir ein Pferd zulegen, damit käme ich schneller zur Arbeit", seufze er den letzten Teil des Satzes und schob den Wagen zu John.

„Ist, ist schon gut", winkte der Sheriff ab und schaute auf den gelockten Mann, der sich in den Wagen hineinbeugte und unerwartet liebevoll zu dem Baby sprach

„Na du kleiner Räuber, heute darfst du mit Onkel John auf der Couch rum lungern. Futtern und schlafen, ganz wie es dir gefällt!"

Und mir heute auch

„Danke John, wir sehen uns heute Abend", bedankte sich Robin bei seinem ältesten Freund und zog die Weste über, die er tragen musste.

„Also, Emma war wirklich nett dich kennen zu lernen, aber du musst mich jetzt entschuldigen, der kleine Locksley und ich haben ein Date mit der Couch"

Der Hüne verschwand und ließ Robin und Emma zurück.
„Sicher, dass du das Baby bei dem lassen willst", fragte sie ihren Hilfssheriff, da sich der Anblick des Riesen mit dem Baby auf verwirrende Art und Weise in ihren Verstand hinein gebrannt hatte. Der aschblonde Mann hob eine Augenbraue und schaute Emma nun direkt ins Gesicht.

„Sicher? Natürlich bin ich sicher! Ich würde John mein eigenes Leben anvertrauen"

Und das habe ich schon oft

„Okay, dann komm Robin..."

Der Mann blickte die Frau fragend an, doch bevor er nachhaken konnte, gab sie eine Erklärung ab.

„Ich muss dir mehr Verantwortung übertragen, damit ich wegen dem Fluch herumschnüffeln kann, aber wenn hier ein Anruf eingeht, kann ich nicht darauf zählen, dass du zum Tatort rennst. Ich gebe dir Fahrstunden, damit du endlich mobil wirst und dein Pferd uns nicht die Straßen zu müllt"

Tz Pferd...wir sind hier nicht im Märchenwald


Das Verlorene

Das Verlies war ungewohnt hell beleuchtet, doch Randall störte sich nicht daran. Seit er seinen Deal mit dem Mann eingegangen war, hatte sein Gefängnis einiges an Komfort dazugewonnen. Er durfte nun ein Tisch, ein Bett und sogar einen Stuhl sein Eigenen nennen. Sein Auftragsgeber versorgte ihn darüber hinaus mit genügend Kerzen und Feuer. Alles in Allem hatte seine Situation sich mehr als gebessert und das, obwohl er die Hochzeit nicht ruiniert hatte.

Nun saß der großgewachsene Mann mit dem kahlen Kopf auf seinem Bett. Die Füße fest auf dem Boden und seine Hände auf seinen Oberschenkeln ruhend. Mit geschlossenen Augen und einem innerlichen Grinsen ließ er seinen Schatten wandern. Seit geraumer Zeit, musste er immer wieder nach Sherwood Forest wandern, musste immer wieder den selben Jungen heimsuchen und ihn in seinen Zweifeln bestärken. Das war nichts, was er mit Freuden tat, nichts was ihn seinem eigenen Ziel näher brachte, doch er tat es, denn der Mann stand oft stundenlang neben ihn und verlangte eine Berichterstattung seines Tuns, so dass er kaum eine Schlupfloch fand, ihn an der Nase herumzuführen.

Mit der Zeit jedoch hatte Randall so tief in die Seele des Jungen geblickt, sich so tief in ihn hinein gefühlt, dass er ihn ohne Furcht bedrängen konnte. Er würde sich nicht für die Dunkelheit entscheiden, denn seine Seele begann sich mit der anderer zu verweben. Alles was er tun musste war abwarten. Darauf warten, dass der Junge nur einen winzigen Schubs in die richtige Richtung bekam und Randall war felsenfest davon überzeugt, dass er den ganz ohne sein eigenes Zutun bekommen würde. Und so geschah es auch. Die Befriedigung darüber, verschloss er fest in seinem Innern, denn er hatte am eigenem Leibe erfahren müssen, was es bedeutete, den Mann zu

enttäuschen. So legte er Bedauern in seinen Blick, als der Mann an seiner Seite die Stimme erhob.

„Ich verstehe das nicht. Wieso ist er noch immer dort? Er sollte weglaufen, er sollte endlich begreifen, dass er nicht dort hingehört", jammerte er mit Wut.

Das Bedauern in Randalls Blick wanderte in seine Stimme. Eine Gefühlsregung, die nicht aufrichtig war.

„Er wird auch nicht weglaufen...denn...", der alte Schattenwanderer wandte sich von dem anderen ab und fuhr fort.

„Er fühlt sich dort wohl. Er weiß, dass diese Ängste, die ich ihm vor Augen führe, nichts weiter als dunkle Lügen sind...er erfährt die Wahrheit dort..."

Die Liebe, die du versuchst ihm ausreden zu lassen

„Dann bedränge ihn noch mehr. Es ist nicht rechtens"

Randall seufzte tief und lang, ehe er ihm antwortete

„Mein Geist kann das was da ist bestärken, die Ängste in den Vordergrund stellen, aber die Entscheidung diese zu glauben und danach zu handeln, bleibt dem Menschen überlassen und dieser Mensch hat sich entschieden, seinen Eltern zu glauben und nicht den irrationalen, wirren Gedanken"

Er erwartete einen Wutausbruch, einen Tobsuchtsanfall, doch der Mann neben ihm verfiel in Schweigen. Randall begann die Wassertropfen zu zählen, deren stetiges Plöpp Plöpp in sein Gehörgang träufelte. Vielleicht hätte er sich statt eines Tisches für seine Dienste die Reparatur dieser alten Wasserleitung, die durch die Kellerverliese führte, erbitten sollen.

„Es sind nicht seine Eltern!", kam es dünn von dem anderen Mann, dessen Blick sich im Lichtschein der Kerze verlor. Die tanzende Flamme zuckte auf dem dreckigen Wachs und spiegelte sich in seinen dunklen Augen wieder. Randall legte seine Hand behutsam auf die Schulter des anderen und heuchelte falsches Mitgefühl

„Ich weiß und wenn du mich rauslässt, wenn ich ihm Auge in Auge begegnen kann, dann könnte ich mehr für dich und dein Ziel tun, mein Freund"

Der Mann löste sich von dem Anblick der Kerze und drehte seinen Kopf zu seinem neuen Handlanger. Seine Lippen verzogen sich in Bitterkeit gen Boden, als es rau aus seinem Mund kam.

„Mein Vater hat mich vor dir gewarnt. Ich mag verzweifelt sein, aber ich werde dir nicht die komplette Freiheit schenken. Wir werden einen anderen Weg finden, Henry nach Hause zu holen!"

„Ja," erwiderte der Gefangene und nahm die Hand von seiner Schultern und setzte seinen Blick nach innen zu seinem Schatten, der im Sherwood Forest verweilte. Er versteckte seinen Schatten in einem anderen, der ein Schrank in den Raum warf und blickte auf den Jungen am Schreibtisch. In seinem Innern wuchs das Grinsen, als er den Stiefvater des Jungen in den Raum treten sah und beide sich sich über den Tag unterhielten. Die Worte waren belanglos für ihn, alles was zählte war der feine, spinnwebartige Schleier, der sich von Robins Seele zu der Henrys ausstreckte und sich mit ihr zu verbinden begann. Noch dünn und zaghaft, doch Randall wusste, die Zeit würde für ihn spielen, schon bald wäre die Verbindung stark genug und dann wäre er seinem großen Ziel ein bedeutendes Stück näher.

Der Mann erhob sich von dem Bett und ging zur schweren Tür, die seinen Gefangen mit der Welt da draußen, trennte. Seine Mundwinkel waren verhärtet und tiefe Falten hatten sich um seine Augen in seine Haut gefressen. Seine Stimme klang müde und schwer.

„Und um dich zu motivieren, erinnere ich dich daran, was dich erwartet, wenn du versagst"

Er griff in die Innentasche seiner Weste und zog einen langen, goldenen Gegenstand hinaus. Randall begann zu schaudern, als er die Insignie der Macht erkannte. Augenblicklich loderte Hass in seinen dunklen Augen auf, doch der Mann reagierte nicht darauf. Stattdessen flüsterte er gegen die metallene Klinge des Dolches

„Ich befehle dir, richte die Banne in diesem Verlies wieder auf!"

NEIN...NEIN...NEIN!

Schrie es im Kopf des Gefangenen, doch kein Laut drang über seine Lippen. Nicht eher bis sein Kerkermeister die Tür hinter sich verschloss und verschwunden war.


Das Gegenwärtige

Emma war mit Robin zu einem großen Parkplatz gefahren und hatte ihm dort eine kurze Einweisung in die Mechanik des Wagens gegeben. Wie sie es erwartet hatte, war ihr Fahrschüler kein Idiot und verstand recht schnell, so dass sie es ihm zutraute, sich in den Straßenverkehr zu wagen. Vielleicht war dies nicht die beste Idee, die sie seit langem hatte, doch wenn man schnell schwimmen lernen wollte, dann schmiss man jemanden auch ins kalte Wasser. Von Kälte konnte jedoch nicht die Rede sein, denn Emmas Puls begann zu rasen, während ihr Herz immer mal wieder aussetzte. Der Hilfssheriff nahm die Kurven zu steil und die einfache Regel, Rechts vor Links, konnte er sich nicht so schnell merken, wie sie es sich gewünscht hatte. Diese Momente der Furcht und Panik, ebbten jedoch langsam und stetig ab, als Robin ein Gefühl für den Wagen bekam und seine Konzentration nicht nur auf das Lenken, sondern auch auf das Denken zurückführen konnte. Nach einer Stunde, führte er den Wagen geschmeidig über die Straßen und nahm nicht mehr jede rote Ampel mit.

Die beiden vergaßen die Zeit und als die Aufregung der ersten halbe Stunde verflogen war, machte sich eine gewisse Ruhe in dem Auto breit, die vor allem die Blonde in eine redselige Stimmung versetzte.

„Das läuft hier besser, als ich erwartet habe", machte sie ihm ein Kompliment und fuhr nachdenklich fort.
„Du lernst schnell, kein Wunder, dass Regina dir den Job gegeben hat"

Und ich dachte, sie kann dich nicht leiden

„Ich glaub eher, dass sie ihn mir gegeben hat, damit ich unter ihrer Beobachtung stehe", grinste der Aschblonde und bog, nach Emmas Fingerzeig, links ab.

Und sie mich schikanieren kann

Die Frau in dem Auto schaffte ein Schmunzeln und nickte.
„Vielleicht hat sie dich auch unter Verdacht und ich soll ein Auge auf dich werfen"

Robins Augenbraue hob sich fragend in die Höhe, woraufhin Emma ihm erklärte.

„Wir erwachen alle hier in diesem Städtchen ohne richtige Erinnerung und im Gegensatz zu dem ersten Fluch, sind andere Leute hier. Also Robin, wenn du was damit zu tun hast, sag es lieber gleich", scherzte sie und konnte sehen, wie auf dem Gesicht des Mannes ein ernster Ausdruck erblühte.

„Ich würde nicht mit Magie herumspielen. Magie kommt immer mit einem Preis", erwiderte er und schaute einen Moment nicht auf die Straße, sondern auf die Frau neben sich.

„Dann wird es einen anderen Grund geben, warum sie Robin Hood zum Hilfssheriff ernannt hat"

Ihr Humor ließ schon immer zu Wünschen übrig

Der Ernst schwand aus Robins Gesicht und machte Platz für ein Lächeln.

„Wer weiß schon, was die böse Königin im Schilde führt"

Emma erwiderte das Lächeln.

„Scheinst ja nicht gerade große Stücke auf deine Gönnerin zu halten", bemerkte sie an, was Robins Lächeln zu einem Grinsen anwachsen ließ.
„Ich will ehrlich sein, Emma"

Ich weiß gar nicht, was ich von ihr halten so...irgendwie ist das alles verwirrend

„Das letzte woran ich mich erinnere ist das ich einen Deal eingegangen bin, um die Böse Königin zu entführen und für einen Haufen Gold auszuliefern. Ich habe mich auf diese Aufgabe mit vollem Einsatz gestürzt, denn es wäre nur eine Tyrannin, die ich ihrer gerechten Strafe zukommen lassen würde...aber...", er hielt inne, setzte den Blinker nach Rechts und bog dann ab.
„...seit ich hier erwacht bin, sehe ich mich gezwungen, dieses Bild, das ich von ihr habe, zu überdenken"

Vor allem, wenn ich sehe, wie sie mit meinen Kindern umgeht

Während die beiden die Hauptstraße entlang fuhren fiel Robins Blick auf die Turmuhr.

Oh, schon so spät

„Emma, ich muss Roland von der Schule abholen. Ich habe es ihm versprochen."

„Dann bieg hier rechts ab und an der nächsten Kreuzung links", erklärte sie den Weg. Robin kam der Aufforderung nach und steuerte den Wagen zur Schule.

Sie blickte aus dem Fenster. Häuser flogen an ihr vorbei, doch die Retterin bemerkte es kaum. Ihre Gedanken kreisten um Robins Worte. Jemand wollte die Böse Königin haben und der Mann neben ihr, war in einer anderen Welt willens, diesem Jemand die Königin auszuliefern. Vielleicht hatte sie ihren ersten richtigen Anhaltspunkt.

„Und glaubst du, dass du es geschafft hast?", fragte sie und hielt ihren Blick weiter aus dem Fenster gerichtet.

„Was soll ich geschafft haben?", hakte er nach und bog ab

„Na, die böse Königin auszuliefern?"
Schwiegen breitete sich zwischen den beiden aus. Robins Augen hafteten auf der Straße vor sich, doch seine Gedanken waren weit entfernt. Er sah sich wieder im Wald, sah sich in einer Besprechung mit seinen Männern und wie sehr er sie überreden musste auf diesen Deal einzugehen, da keiner eine Hexe entführen wollte.

War ich wirklich so dumm, eine Hexe zu entführen?

„Ich glaube nicht!", kam es aus seinem Mund.

„Du glaubst nicht?", echote Emma.

„Ja, denn sie stolziert noch durch dieses Reich. Ich glaube kaum, dass der Typ sie haben wollte, damit er mit ihr eine Tasse Tee trinken konnte. Es war Kopfgeld, Emma, oder soll ich lieber sagen, Blutgeld"

Die Blonde verstand was er damit sagen wollte und wandte ihren Blick wieder zu dem Mann. Ihre Mundwinkel hingen zu Boden, während sie innerlich seufzte.

Vielleicht hat dieser Jemand den Fluch gesprochen, weil er an sie ran will...ich glaube wir müssen den Typen finden

Das Auto fuhr auf die Straße, die zur Schule führte. Robin konnte seinen Sohn schon am Tor ausmachen. Neben ihm stand Henry, der ihm wild gestikulierend etwas erklärte. Erst als der Sheriffwagen neben den beiden Jungs zum stehen kam, hatten Robin und Emma die Aufmerksamkeit ihrer Söhne.

„Papa?", machte Roland verwundert, als er seinen Vater hinter dem Steuer erblickte.

„Kommt, steigt ein", forderte Emma sie auf, was beide dazu veranlasste, hinten einzusteigen.

Der Junge mit den lockigen Haaren wirkte reuig, als er tief durchatmete und dann das Wort an seinen Vater richtete.

„Mrs. Jennings ruft wahrscheinlich heute noch bei uns an"

Robins Augenbraue erhob sich, während er seinen Sohn durch den Rückspiegel betrachtete.

„Ich bin in ihre Stunde eingeschlafen", gab er schuldbewusst von sich und biss sich auf die Unterlippe, damit er nicht zu weinen anfing.

Mein armer Junge

Robin mochte das Bild seines am Boden zerstörten Sohnes nicht. Erst recht nicht, weil er wusste, warum der Junge eingeschlafen war. Er wandte sich an Emma und senkte die Stimme.

„Er schläft Nachts aber auch unruhig. Ich glaube dieser Fluch ist einfach zu viel für ihn...hier wird er nur von Alpträumen geplagt", offenbarte sich der König der Diebe.
„Vielleicht liegt es am Vollmond", versuchte Emma sich in einer Erklärung.
„Auch Henrys Schlaf ist im Moment nicht gerade der erholsamste, auch wenn er es nicht zugeben würde."

Beide zuckten mit den Schultern und schauten durch den Rückspiegel auf die beiden Jungs, die gähnend auf dem Rücksitz saßen und aus dem Fenster starrten

Emma lotste Robin zum Krankenhaus und musste nochmals alles an Geduld aufbringen bis der König der Diebe den Wagen in eine Parklücke bekam. Die Jungs waren schon so sehr genervt, von dem ewigen Rangieren und nochmaligen Versuchen zu parken, dass Henry mit einer kurzen Erklärung ausstieg.

„Ich geh schon mal hoch zu Grandpa, komm Roland, ich gebe uns einen Schokoriegel aus", ohne auf eine Antwort von den beiden Erwachsenen abzuwarten, waren die beiden verschwunden. Die Zurückgebliebenen schauten sich entgeistert an und schüttelten dann unisono ihren Kopf.

Manchmal erkenne ich meinen Jungen nicht. Was ist nur in der Zeit geschehen

Roland und Henry liefen über den Krankenhausflur und steuerten direkt auf den Süßigkeitenautomat zu. Dort angekommen, kramt Henry in seiner Hosentasche, holte einige Münzen heraus und schmiss sie in den Automaten. Danach forderte er den Jüngeren auf, sich etwas auszusuchen. Der Lockenkopf wählte einen Schokoriegel, tippte die Zahl ein und strahlte, als das fremdartige Gerät die Süßigkeit preisgab. Henry wiederholte den Vorgang und schnappte sich seinen eigenen Riegel. Zusammen liefen sie weiter, bis zu Davids Zimmer. Schon von draußen konnten sie Stimmen und Lachen hören. Der Ältere klopfte einmal und betrat dann zusammen mit Roland das Krankenzimmer seines Großvaters.
David saß in einem Rollstuhl. Das kaputte Bein war eingegipst und lag ausgestreckt auf einer Haltevorrichtung. Mary Margret packte eine Tasche und der Pfleger, den Henry bereits am Tag der Einlieferung kennengelernt hatte, saß auf einem Stuhl neben Davids Rollstuhl. Die Männer lachten immer wieder ausgelassen und auch Snow White kam nicht drum herum in dieses Lachen mit einzufallen. Die Stimmung war gelassen, denn die Freude endlich wieder nach hause zu dürfen, hatte sich jede Faser seines Daseins bemächtigt.

„Hi David...Mary Margret!", begrüßte der Braunhaarige seine Großeltern und blickte auf das Tun des Pflegers, der mit einem schwarzen Stift über Davids Gips gebeugt war.

„Hi Henry..." kam es zeitgleich aus dem Mund der Anderen und wenn sie sich wunderten, wen ihr Enkelsohn mit sich schleppte, so zeigten sie es nicht. Stattdessen kicherte Charming immer wieder, als Randall auf den bereits vollgekritzelten Gips, versuchte seine Unterschrift zu setzen.

„Du bist ein richtiger Prinz Charming", scherzte er und fand eine Lücke.
„Ich glaube jede Krankenschwester des Hauses hat ihre Unterschrift hinterlassen, einschließlich Edna, unsere Putzfee." David erwiderte lachend

„Ein Schicksal, das ich tragen muss"

„Was machst du da", Rolands helle Stimme zog die Aufmerksamkeit auf sich, woraufhin das Lachen ein wenig verebbte. Der Prinz erklärte dem fremden Jungen

„Randall.."

„Ich sagte doch, meine Freunde nennen mich Randy", unterbrach der Pfleger

„Randy unterschreibt nur auf meinem Gips"

„Warum?", hakte er interessiert weiter nach

„Weil, weil...äh..." David überlegte nach einer Antwort, doch da half ihm seine Frau auch schon aus.
„Damit der Gips etwas schöner aussieht"

„Okay", war das knappe Wort des Verständnis, das Roland ausstieß und ging zu dem Pfleger.
„Darf ich auch?", Der Prinz nickte und Randall reichte ihm den Stift. Dabei berührte er sachte Rolands Finger und hielt sie für wenige Millisekunden fest. Ein Grinsen blitze auf den vollen Lippen des Mannes auf.

Oh ich sehe...und wie ich sehe...ausgezeichnet

Die Augen des Lockenkopf wurden einen Moment starr, als er die Berührung Randalls spürte. Er wurde von einem Gefühl ergriffen, welches er kannte. Doch es war zu schwach, als dass die Erinnerung ihn zu seinen bösen Träume führte. Gerade, als diese dunkle Emotion aus seinem Unterbewusstsein, in sein bewusstes Denken fließen wollte, löste der Pfleger die Verbindung und gab Rolands Finger wieder frei. Als wenn nicht gewesen wäre, lächelte der Junge, beugte sich über Davids Gips und begann langsam seinen Namen auf diesem zu schreiben. Henry war zu dem Jungen aufgeschlossen und wartete geduldig, dass auch er sich auf der Verletzung seines Großvaters verewigen konnte. Der Ältere der beiden Jungs, spürte Randalls Blick auf sich und versuchte mit einem Lächeln darauf zu antworten und bekam eine Erwiderung. Für den Bruchteil eines Wimpernschlags, driften seine Gedanken weg aus diesem Raum, zurück zu dem gemeinsamen Nachmittag mit Roland und seiner Mutter, doch gerade, als er sich diesem wohligen Gefühl hingeben wollte, öffnete sich die Tür und Emmas Stimme holte ihn zurück ins Hier und jetzt.
„Entschuldigt die Verspätung, aber Mama Sheriff sorgt dafür dass ihr Hilfssheriff endlich flügge wird", grinste sie breit und konnte sehen, wie Robin nur schmunzelte.

Die Retterin schaute auf ihren Vater und den Rollstuhl und musste sich eingestehen, dass der Weg nach Hause nicht so leicht werden würde

„Das Bein bekommst du nicht geknickt?", fragte sie und bekam als Antwort ein Kopfschütteln.
„Weißt du was, ich werde mit dir laufen, da ich dich nicht ins Auto bekomme", schlug sie vor und wandte sich dann an Robin.

„Und du nimmst den Wagen und wir treffen uns bei mir, okay"

Robin zuckte mit den Schultern und schüttelte seinen Kopf.

„Dein Vertrauen in Ehren, aber dieses Ungetüm da unten fahre ich nicht allein."

Emma seufzte theatralisch, doch bevor sie ihn umstimmen konnte, erklang Robins Stimme.

„Fahr du und ich bringe den Prinzen zu dir nach Hause."

Ich habe mittlerweile Übung jemanden zu schieben

Die beiden hatten bereits auf den Weg zum Krankenzimmer beschlossen, dass Robins Erinnerung an die geplante Entführung ein Punkt war, an dem Emma ansetzen wollte.

„Und ich rufe Regina an", fügte die Retterin hinzu.

Robin lächelte befangen bei Emmas Worten und schob den Gedanken an die Schwarzhaarige weit weg.

Am besten holst du noch mehr Zeugen in deine Wohnung Emma, denn die bringt mich doch gleich um, wenn sie erfährt, was ich vorhatte

Dachte er und baute sich hinter Charmings Rollstuhl auf. Seine Hände legten sich an die Griffe und er er verabschiedete sich.

„Komm Roland...",

Roland kam der Aufforderung seines Vaters nach, verabschiedete sich ebenfalls und verließ mit ihm das Zimmer. Sie waren kaum aus der Tür, sprach Henry zu Emma

„Kann ich mitgehen? Ich hab keine Lust noch länger hier rumzuhängen!" Emma gab die Erlaubnis und schon war auch Henry verschwunden.

Während Mary Margret die Tasche weiter packte und Randall die Entlassungspapiere Emma in die Hand drückte, griff sie mit der freien zu ihrem Handy, wählte Reginas Nummer und wartete darauf, dass die Bürgermeisterin endlich abhob.

Geh schon ran...mach schon...

„Regina?! Hier Emma. Kannst du in zu mir kommen. Ja, es ist dringend, also komm so schnell du kannst, wir müssen reden!"