A/N
Einige Dialoge des folgenden Kapitels sind fast 1:1 Abschriften aus der Serie. Mamn möge mir das verzeihen.
Kapitel 24
Sarah und John mit Savannah an der Hand rannten durch den Garten des Hauses als Savannah hinfiel. Während Sarah die Hausecke erreichte, hatte John sichtlich Mühe, das verängstigte Kind wieder hoch zu bekommen.
Als Sarah die Maschine auf der Terrasse auftauchen sah, wartete sie exakt so lange, bis sie sich sicher sein konnte dass John entdeckt worden war. Dann eröffnete sie das Feuer.
Die Maschine wurde genau so lange abgelenkt, dass Cameron nach dem Reboot die Zeit hatte, die Terrasse zu erreichen. Cameron gelang es diesmal den Angreifer zu dominieren. Sie warf ihn in hohem Bogen über das Geländer einen Abhang hinunter.
‚Das wird ihn nicht aufhalten', dachte Cameron als sie der Maschine hinterhersah, die sich überschlagend den Hang hinunter rollte.
Als sie den Eingang erreichten sahen sie Derek im Eingangsbereich liegen. Sarah eilte sofort zu ihm.
„Sarah?" sagte Derek leise.
Sarah sah die zwei Einschüsse in Dereks Brust. Sie sah auch den feinen Blutstrom aus seinem Mund. Sie winkte Cameron heran, damit diese seinen Zustand feststellen konnte. „Derek, das wird wieder", sagte Sarah sanft.
„Red keinen Quatsch", sagte Derek mit schwindender Kraft.
Sarah blickte auf in Camerons Gesicht, die langsam den Kopf schüttelte.
„Sarah?" Sagte Derek erneut.
„Ja?" Kam diesmal Sarahs Antwort und sie beugte sich über ihn.
„Ich...ich liebe Dich wie eine Schwester aber du bist ein Miststück", sagte er zwischen zusammengebissenen Zähnen. Dann hustete er kurz. „Sag auch John, dass ich ihn liebe", fügte er dann hinzu.
Sarah lächelte den Sterbenden an. „Ich sags ihm".
Derek schloss für zwei Sekunden die Augen, als müsse er Kraft tanken. „Lässt du mich mit der Maschine alleine sprechen?"
Sarah sah kurz zu Cameron, die sie verwirrt ansah. Sie senkte den Blick wieder zu Derek und nickte. Dann stand sie auf und ging zu John und dem Mädchen.
Cameron begab sich an Dereks Seite. „Derek Reese", sagte sie nur.
In einer Aufwallung von Kraft griff er an ihren Jackenaufschlag und versuchte sie zu sich heranzuziehen. Sie gab dem nach. „Wie ..kann ..sich ...John ..sicher sein..., dass du ihn nicht...irgendw...ann tötest?" Fragte er schwächer werdend, nachdem er zwei Sekunden in ihre Augen gestarrt hatte.
Cameron sah kurz auf seine Hand an ihrer Jacke. „Ich habe eine Sprengladung in meinem Schädel und John hat den Zünder".
Derek dachte zwei Sekunden nach. Wieder hustete er. „Die... Taschenuhr..., die.. er...um..den Hals trägt?"
Cameron nickte.
„Gut", presste Derek hervor. Er aktivierte seine letzten Kraftreserven als er diesmal sich selbst näher zu Cameron zog. „Aber wenn du ihm irgendetwas tust, komme ich aus der Hölle zurück und zerstöre Dich, Stück... für.. Stü...ck", sagte er mit seinem letzten Atem noch, dann wurde sein Blick starr und er fiel tot zurück auf den Boden.
Cameron hatte seinen Kopf schnell aufgefangen, bevor er auf dem Boden aufschlagen konnte. Jetzt schloss sie ihm die Augen. Dann nahm sie sein Handy und die Papiere an sich und stand auf. Zwei Sekunden blickte sie mit starrem Gesicht auf ihn hinab. Dann lief sie schnell zu den Anderen und sie verließen gemeinsam den Ort des Todes.
John-Henry hatte die Vorgänge im Haus genau beobachtet. Er war zufrieden, dass Savannah nichts geschehen war. Jetzt kontaktierte er James Ellison und Catherine Weaver.
Weaver und James Ellison hatten sich am Fahrstuhl getroffen und betraten nun gemeinschaftlich John-Henrys Raum.
Weaver betrachtete sofort die verschiedenen Bildschirme, auf denen nun ausschließlich die Connors zu sehen waren. „Was haben wir hier John-Henry?" Fragte Catherine Weaver monoton.
"Ihr Haus wurde überfallen Miss Weaver", entgegnete John-Henry.
„Die Connors?" Fragte James Ellison in diesem Moment und starrte auf den Bildschirm.
„Nein", sagte John-Henry eindringlich und Bilder des Angreifers wurden sichtbar. „Miss Weaver, ich muss sie leider darüber informieren dass ihr Kindermädchen getötet wurde genauso wie einer der Begleiter Sarah Connors", führte er aus und Bilder von Derek Reese wurden sichtbar.
"Sarah Connor hat Savannah mitgenommen", sagte John-Henry und die entsprechenden Bilder wurden sichtbar
„Suchen sie meine Tochter Mister Ellison", sagte der T1001, machte auf dem Absatz kehrt und verlies den Raum.
James Ellison Blickte Weaver hinterher „Du musst Etwas für mich tun John-Henry", sagte James Ellison schließlich an die KI gewandt.
Kapitel 25
Sie waren zu einem verlassenen Lagerhaus gefahren, um sich ihre Wunden zu lecken. Jeder hing seinen eigenen Gedanken nach. Selbst Cameron dachte an Derek Reese und dass sie Beide zum Schluss so etwas wie ein unausgesprochenes übereinkommen hatten. Zumindest war er ihr gegenüber nicht mehr aggressiv gewesen, seit sie sein Leben gerettet hatte.
Auf einer alten Couch saß ein kleines rothaariges Mädchen und beobachtete die Menschen um sich herum. Die Frau, die mit den bösen Pistolen spielte, der Junge, der angelehnt herumstand und dann das Mädchen, dass steif dastand, nur der Kopf bewegte sich.
Savannah langweilte sich, sie sehnte sich nach ihrem Freund John-Henry, der spielte und sang mit ihr. Sie verstand dass diese Leute sie vor dem bösen Mann gerettet hatten aber hier war es gar nicht lustig und sie wollte nach Hause.
Sarah lud die Waffen. Es war ihre Angewohnheit immer mit dem schlimmsten zu rechnen. Sie schob gerade ein neues Magazin ein, als ihr Handy klingelte.
Sarah sah verwundert auf und auch John war verwirrt. Cameron fuhr herum und beobachtete, wie Sarah den Anruf entgegennahm. „Ja?"
„Sarah Connor", erklang eine ihr bekannt vorkommende Stimme.
„Wer spricht da?" Fragte Sarah so verwirrt, dass John und Cameron aufmerksam wurden.
„James Ellison. Sarah ich arbeite nicht mehr für das FBI. Ich arbeite für Catherine Weaver. Sie möchte ihre Tochter zurück. Ich muss sie wiederhaben", sagte James Ellison fordernd. „Weavers Haus wird mit Kameras überwacht, ich habe die Bänder gesehen …...ich habe die Maschine gesehen".
Sarah sah einen Augenblick auf John, dann auf Savannah. „Ich kann nicht, noch nicht. Ist ne lange Geschichte".
James Ellison zögerte. „Dann erzählen sie sie mir".
Sarah zögerte. „Downtown, Third-Street-Tunnel, in einer Stunde".
James Ellison war pünktlich an der angegebenen Stelle. Er wartete keine Minute, als sich die Beifahrertür öffnete und Cameron Einstieg.
„Geben sie mir ihre Waffe", sagte Cameron mit aggressivem Unterton.
Ellison hatte Mühe seine Angst zu verbergen. „Ich trage keine Waffe mehr", sagte er, mehr um sich selbst zu beruhigen und von seiner Nervosität abzulenken.
„Fahren Sie", entgegnete Cameron
„Das war nicht der Plan", sagte Ellison aufgebracht.
„Der Plan wurde geändert. Fahren sie! Da vorne Links!" Rief Cameron mit ärgerlichem Unterton.
James Ellison gab Gas.
„Ich sollte sie terminieren", sagte Cameron nach einiger Zeit.
„Was?" Fragte James Ellison verstört.
„Sie haben mich schon einmal belogen. Sie haben John überzeugen können, mich aber nicht. Sie haben Cromarties Körper aus Mexiko geholt. Sollte ich feststellen, dass sie für Skynet arbeiten, wird auch John mich nicht mehr davon abhalten können sie zu töten".
Währenddessen passte John auf das kleine Mädchen auf. Sie saß weiterhin auf der Couch in dem Lagerhaus.
Sie sah immer wieder auf John. Schließlich ging er zu ihr und bot ihr eine Flasche Wasser an, sie aber schüttelte nur den Kopf.
„Du erinnerst Dich noch an mich oder? Das Eichhörnchen läuft um den Baum...", begann er.
Savannah lächelte. „...taucht in das Loch und taucht auf der anderen Seite wieder auf". Sie lächelte warm. „Du hast mit gezeigt, wie ich mir die Schuhe zubinde".
John zog sich eine Sitzgelegenheit heran. „Das habe ich, bei Dr. Sherman".
Jetzt blickte Savannah auf Einmal traurig. „Er ist gestorben", sagte sie den Tränen nah. „Ich habe ihn gemocht".
John erinnerte sich kurz an den netten Mann. „Habe ich auch".
„Er war mein Freund", sagte sie gequält, dann blickte sie John aufmerksam an. „Der Mann, der bei mir zu Hause verletzt wurde, war das dein Freund?"
John zögerte kurz. Er dachte an den letzten Verwandten, den er noch gehabt hatte. „Ja", war die schlichte Antwort. Derek war sein Freund gewesen und noch mehr.
„Tut mir Echt Leid", sagte Savannah mit Schuldbewusstsein in der Stimme.
John zögerte. „Mir auch" sagte er krächzend.
„Das ist Alles meine Schuld", sagte Savannah zu Johns Verwunderung.
John setzte sich zu ihr auf die Couch. „Nein das stimmt nicht", sagte er mit Nachdruck.
Savannah sank ein Wenig in sich zusammen. „Die Lehrerin hat es mir gesagt und auch meine Mommy hat es mir gesagt", sagte Savannah gequält.
John legte eine Hand auf ihre Schulter. „Was haben sie Dir gesagt?" fragte er mit erwachter Neugierde.
„Ich soll nicht mit John-Henry reden, denn wenn ich das mache werden böse Männer zu uns nach Hause kommen und uns wehtun", sagte sie leise und senkte den Kopf.
John dachte nach. 'Sicherlich eine der Schauergeschichten, die man Kindern so erzählt', dachte er, beschloss aber darauf einzugehen.
„Wer ist John Henry?" Fragte er deshalb
„Er ist mein Freund, er wohnt im Keller, da wo meine Mommy arbeitet", erklärte sie.
„Er wohnt dort?" Fragte John erstaunt.
„Mami sagt, dass es die Leute nicht verstehen werden" erklärte sie.
Jetzt ging John ein Licht auf. „Ich habe es jetzt verstanden. Viele Kinder haben einen unsichtbaren Freund".
Savannah verzog das Gesicht. „Er ist aber echt", sagte sie beleidigt. „Er redet und ich bringe ihm bei zu singen".
Jetzt war John verwirrt. „Wieso wohnt er da im Keller?"
„Er kann da nicht weg", sagte Savannah mit Bedauern in der Stimme. „Er hat ein Kabel hinten in seinem Kopf.
„Ein Kabel". Johns Besorgnis erwachte.
„Ja und wir spielen miteinander und Mr. Ellison bringt ihm auch Sachen bei".
„Mr. Ellison bringt ihm Sachen bei?" Fragte John alarmiert.
Savannah nickte heftig.
„Verräts du mir, was für Sachen?"
Nach seinem beängstigenden Treffen mit Sarah Connor war James Ellison zu Zeira Corp. Zurückgekehrt. Er erklärte Catherine Weaver seine Fortschritte.
„Sie sollten Sarah Connor treffen, Miss Weaver", sagte er während sie auf den Aufzug zugingen.
„Ich werde das Gebäude nicht verlassen", sagte Catherine Weaver als sich die Aufzugtüren öffneten.
„Aber Miss Weaver, es geht um ihre Tochter Savannah", sagte Ellison entrüstet.
„Ich bleibe hier. Jemand muss John-Henry beschützen", sagte Weaver nahezu emotionslos.
James Ellison betrat nach Catherine Weaver den Aufzug. „Aber es geht um ihre Tochter", sagte er aggressiv.
Der T1001 wandte sich ihm zu. „Mr Ellison, es mag für sie so aussehen, als wäre mir John-Henry wichtiger als meine geliebte Tochter. Dem ist aber nicht so. Ich glaube nur, dass Savannahs leben eines Tages davon abhängen wird, dass John-Henry nichts zustößt". Nach diesen Worten sah sie wieder zur Tür.
James Ellison dachte nach. „Es tut mir leid", sagte er schließlich.
„Das sollte es", sagte sie ohne ihn anzublicken. „Ich möchte Sarah Connor treffen, hier. Machen sie das Möglich", sagte sie energisch.
Im Erdgeschoss stieg James Ellison aus. „Jawohl Miss Weaver", sagte er bevor sich die Aufzugtüren schlossen.
Als Sarah und Cameron zurückkehrten wartete John schon ganz aufgeregt um ihnen zu erklären, was er von Savannah Weaver erfahren hatte.
Er erzählte Sarah von John-Henry, der bei Zeira Corp. Im Keller lebte und ein Kabel im Hinterkopf stecken hatte. Er zeigte Sarah auch ein Bild des Schauspielers dessen Identität Cromartie angenommen hatte.
„Aber ich Habe den Chip doch zerstört", sagte Sarah irritiert.
„Du hast einen Chip zerstört", stellte Cameron fest.
„Das ist aber noch nicht das Schlimmste. Sie benutzen die Maschine nicht, um die Technik zurückzuentwickeln, nein sie spielen mit dem Ding und bringen ihm Sachen bei. Mr. Ellison bringt ihm Sachen bei", sagte John wütend. „Er ist über das Kabel mit einem großen Computer verbunden. Das könnte etwas ganz Großes sein", stellte er fest.
Sarah nickte. „Skynet", war Alles was sie sagte. „Und Ellison weiß davon?" Fragte sie noch.
John nickte nur aufgeregt.
„Ich hätte ihn töten sollen", sagte Cameron und wandte sich ab. „Ich werde ihn töten".
„Nein", sagte Sarah energisch. „Niemand wird getötet, solange ich es nicht sage".
„Wir können ihm nicht vertrauen", sagte Cameron einfach.
„Ich vertraue Niemandem", entgegnete Sarah. „Niemand wird getötet", bekräftigte sie nochmals. Dann entdeckte sie Savannah, die offensichtlich zugehört hatte. „Niemand wird getötet", fügte sie direkt an das Mädchen gewandt hinzu.
Catherine Weaver betrat John-Henrys Raum.
John-Henry besah sich gerade einige Dateien.
„Was siehst Du Dir da an?" Fragte sie interessiert.
John-Henry betrachtete noch die Sequenz einer Filmaufnahme zu Ende, dann erst wandte er sich an Den T1001.
„Als mein Bruder das letzte Mal mit mir Kontakt aufgenommen hat gelang es mir einen Trojaner bei ihm einzuschmuggeln", sagte er, dann lächelte er wieder auf seine eigentümliche Art.
„Das ist interessant. Mit welchem Ergebnis?" Fragte sie mit mehr Neugierde im Gesicht, als sie normalerweise an Gefühlen zur Schau stellte.
John-Henry lies die Dokumente auf den zahlreichen Bildschirmen erscheinen. „Es gelang mir einige Gigabyte an Daten herunterzuladen, bevor er meinen Eingriff bemerkte".
„Irgendetwas Interessantes?" Fragte Weaver und trat näher.
„Einiges", entgegnete John-Henry. „Unter Anderem auch einige Dateien von Cyberdyne".
„Das ist interessant", sagte Catherine und trat noch einen Schritt näher die Aufnahme einer Überwachungskamera auf einem der Monitore ablief.
Ungewöhnlicherweise formte sich ein Lächeln auf dem sonst so passiven Gesicht der Flüssigmetall-Maschine. „John-Henry. Dass müssen wir der richtigen Stelle zugänglich machen. Stell Beweise für die Existenz der Maschinen und insbesondere dieses Video zusammen. Damit ändert sich Alles", stellte sie fest.
36 Minuten später erwachte in einem Büro auf der anderen Seite des Kontinentes ein Bildschirm zum Leben.
