Da ist es, Kapitel 10. Ich habe es geschafft. Ich bin zwar nicht endgültig damit zufrieden, aber dafür update ich doch noch im zulässigen Bereich g. Allerdings gilt weiterhin: Ich weiß nicht wie schnell und wie zuverlässig ich weiter schreiben kann und updaten kann, aber wie immer gebe ich mir die allergrößte Mühe :). Denn mein Name ist Dugbog und ich bin süchtig nach reviews verneig.

- Jacky's Wings :) Was soll ich zu deiner review sagen? Am besten ich beschreibe meine Reaktion: rot werden, freuen, freuen, freuen, freuen und äußerst motiviert sein weiter zu schreiben ;) Fragen zu Snape beantworte ich besser nicht grins. Mit Lily sollte eigentlich nichts weiter kommen. Es war ein Seitenhieb auf Film 3 g. Aber wenn du willst, dann baue ich gerne etwas ein, wo ich etwas zu Lily und Remus schreibe. Vielleicht tue ich das auch so ...

- jess Wenn ich jemandem ein Kapitel widmen würde (was ich nicht tue g), dann wäre es dieses Kapitel dir ;). Ich bin mir fast sicher, dass es dir gefällt. Ich bete, dass es dir gefällt, denn dein Drängen darauf hat mich dazu angespornt es immer wieder umzuschreiben und vielleicht noch besser zu machen g.

- Ranko Gib ihn her, ich brauch ihn noch! ggg

- Abe Remus hat definitiv eine lange Leitung ;). Aber dafür ist Hermine ja da g. Wie nennst du meinen eigenen entwickelten Charakter, auf den ich so stolz bin? Wie nennst du Morrigan? tzetzetze ;)

Es geht los ...


Über die Hälfte der ersten Stunde war in etwa vorbei. Total müde nach der Dusche schlich sich Lupin durch die Korridore zu seinem Büro. Hermine saß noch genau so da, wie er sie hingesetzt hatte. Allerdings kam sie ihm noch kleiner und trauriger vor als vor zehn Minuten. Wie ein Häufchen Elend hatte sie sich in seinem Bürostuhl zusammen gekauert. Sie hatte noch auf der Toilette versucht sich das Gesicht sauber zu waschen, damit die roten Augen verschwanden, aber trotzdem merkte man ihr an, dass sie geweint hatte.

Prof. Lupin setzte Kamillentee auf, der magisch schnell zum Kochen kam und goss ihr eine große Tasse davon ein. "Hier trink das, das beruhigt dich vielleicht etwas."

"Ich bin ruhig," murmelte sie und sah ihn direkt und trotzig an. Die ganze Zeit über war sie seinen Blicken ausgewichen, jetzt schaute sie ihm in die Augen.

Remus brach den Augenkontakt ab, holte sich einen anderen Stuhl und setzte sich neben sie.

"Du solltest nicht so traurig darüber sein, Hermine. Der Junge weiß doch gar nicht, was er verpasst, weil er dir einen Korb gegeben hat." Aufmunternd nahm er ihre Hand und drückte sie, nur um sie danach sofort wieder loszulassen.

"Er hat mir keinen Korb gegeben. Er weiß gar nicht, dass ich in ihn verliebt bin," sagte sie offen. Ihre braunen Augen waren die ganze Zeit unverwandt auf ihn gerichtet.

"Das ist vielleicht besser so, wenn du genau weißt, dass er eine andere liebt," meinte er und konnte ihrem Blick schon wieder nicht stand halten.

Hermine runzelte die Stirn, während sie nachdachte. "Er hat .. nein, ich habe nur sie sagen gehört, dass ..."

Wäre Lupin ein fetthaariger Meister der Zaubertränke gewesen, hätte seine Logik sofort eins und eins zusammengezählt. Nur Lupin war Lupin. Er sah zwar den Zusammenhang, der passte, aber er ignorierte ihn, weil er sich weigerte die entsprechenden Schlußfolgerungen daraus zu ziehen.

"Soll ich vielleicht mal mit ihm reden?" bot er ihr an.

Mit grimmig zusammengekniffenen Lippen war Hermine zu dem Ergebnis gekommen, dass Morrigan sie möglicherweise ausgetrickst hatte. Außerdem war jetzt sowieso alles egal. Sie stand auf und steckte eine Hand in ihre Umhangtasche.

"Ja, red mit ihm, Remus," sagte sie, zog das bereits etwas zerknitterte Bild von Lupin heraus und ließ es in seinen Schoß segeln. Er nahm es in die Hand, seine Augen wurden größer und er schluckte.

Dann stand auch er auf und sagte: "Dieser Mann ist .. 15 Jahre jünger."

"Aber ich habe mich nicht in den Jüngeren sondern in den Älteren verliebt," sagte sie mit fester Stimme. "Außerdem spielt das Alter dabei keine Rolle."

"Hermine, du weißt doch gar nicht wovon du da sprichst." Er hielt sie an den Schultern fest und sah ihr ins Gesicht. "Ich könnte dein Va.. "

"Ich habe schon einen Vater, dankeschön, ich brauche nicht zwei!"

"Du hast noch dein ganzes Leben vor dir, Hermine, du bist noch jung und unsch ..."

"Wenn du jetzt unschuldig sagst, schlage ich dich! Was denkst du, habe ich mit Viktor getan, Fangen gespielt? Ich bin kein Kind mehr und auch kein Mädchen!"

"Ich weiß," sagte er und schloß kurz seine Augen. "Ich weiß. Ich bin dein Lehrer, die Schulregeln ... "

"Ich kenne die Schulregeln! Da steht rein gar nichts darüber. Die haben vermutlich nicht angenommen, dass so etwas je passieren würde." Sie musste grinsen.

"Verdammt, ich könnte weder Ron und Harry, noch deinen Eltern geschweige denn Dumbledore wieder in die Augen sehen!" fluchte Lupin und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare, nachdem er ihre Schultern wieder losgelassen hatte.

Hermine legte den Kopf schief und sah zu ihm hoch. "Weißt du, du hörst dich wie jemand an, der verzweifelt nach Ausreden sucht. Du windest dich wie eine Schlange. Warum sagst du nicht einfach, dass du mich nicht liebst?"

Sein Mundwinkel zuckte kurz. Tief durchatmend ging er zum Fenster und schaute hinaus. "Also gut, Hermine, ich bin nicht in dich verliebt."

"Bist du in Morrigan verliebt?" fragte sie.

"Nein! Wie kommst du darauf?" Er drehte sich überrascht zu ihr um.

"Weil .. sie heute Nacht .. bei dir war .. und ich auch. Ich habe mir Harrys Tarnumhang ausgeliehen, um nachzusehen, ob du mit ihr zusammen bist. Es tut mir leid." Schritt für Schritt ging sie auf ihn zu und blieb dicht vor ihm stehen.

Lupin steckte seine Hände in seine Hosentaschen. "Das ist schon in Ordnung. Ich schätze, wenn man verliebt ist tut man ... verrückte Dinge."

"Würdest du mir jetzt bitte ins Gesicht sagen, dass du nichts für mich empfindest? Ich will dir dabei in die Augen sehen, damit ich mir nicht weiter Hoffnungen mache." Sie lächelte ihn bitter an.

Er atmete noch einmal tief durch und machte sich etwas kleiner, um ihr ernst in die Augen schauen zu können.

"Hermine, ich verbringe meine Zeit wirklich sehr gerne mit dir, lache gerne mit dir und bin immer für dich da .. aber nur als ein guter Freund. Ich will dir nicht weh tun." Widerwillig und mit sich selbst ringend hob er die Hand, strich ihr eine Haarlocke hinter ihr Ohr und streichelte ihre gerötete Wange. "Du sollst nicht weinen .. wegen mir, hörst du?"

Den letzten Satz sprach er schon nicht mehr so sicher aus wie die davor, seine Stimme war leise und brüchig geworden. Sie waren nur Zentimeter von einander entfernt, so nah waren sie sich noch nie zuvor gewesen. Sein Blick wanderte von Hermines Augen zu ihren Lippen. Hermine legte ihre Hand auf seine, um sie in ihrem Gesicht festzuhalten. Ganz langsam näherten sie sich noch ein bisschen. Sie roch die herbe Seife, mit der er sich gewaschen hatte und stellte fest, dass ihr dieser Geruch sehr gefiel. Sie konnten den Atem des anderen bereits auf der Haut spüren, als sie ihre Augen schlossen.

Keiner von beiden konnte nachher sagen, wer von ihnen der erste war, der dem Impuls nachgegeben hatte.

Ihre Lippen berührten sich sacht und unsicher. Es war ein vorsichtiger, fast eingeschüchterter Kuss. Hermines Herz machte Luftsprünge und sie wurde von noch stärkeren Gefühlen für Lupin übermannt, als sie sie so schon hatte.

Remus konnte nicht mehr klar denken. Sie schmeckte gut, viel zu gut. Die Wärme ihrer weichen Lippen breitete sich in seinem Gesicht aus und erreichte kurz darauf sein Herz und seinen Magen. Ihm wurde schlecht, als sein Verstand wieder einsetzte und sie den Kuss beendeten und sich anschauten.

"Verdammt! Verdammt! Verdammt!" fluchte er dann ungehemmt darauf los und sah zur Decke des Büros. "Das darf nicht wahr sein! Ich muss verrückt sein!" Ein gänzlich ungewohnter Ausbruch von Wut auf sich selbst erfasste ihn. Wie ein eingesperrtes Tier ging er im Zimmer auf und ab und sprach mit sich selber, während Hermine ihn mit gemischten Gefühlen dabei beobachtete. "Das geht nicht, das geht einfach nicht! Das kannst du nicht ernst meinen!" Er gestikulierte wild mit den Händen. "Was ist los mit dir, Remus, seit wann denkst du nicht mehr nach bevor du etwas Dummes tust? Bin ich in der Midlife crisis? Es ist kurz vorm Vollmond, ja, daran muss es liegen! Der Vollmond!"

Mit einem verliebten Lächeln im Gesicht ging Hermine wieder auf ihn zu, schlang ihre Arme um seinen Nacken, sagte: "Ach weißt du, ich schätze, wenn man verliebt ist tut man ... verrückte Dinge." und küsste ihn. Er erwiderte den Kuss sofort und seufzte dabei ergeben in ihren Mund. Ganz fest drückte er sie an sich.

"Das wird nicht funktionieren. Das wird nicht gut gehen. Dich wirft man von der Schule und ich verliere meinen Job .. und das war eine ganz schlechte Imitation!" Lupin seufzte wieder und küsste ihre Nasenspitze.

"Ich dachte immer, du wärst ein Optimist. Es ist doch nur noch bis zum Sommer. Wir könnten es geheim halten."

Er verzog gequält das Gesicht und ging zu seinem Schreibtischstuhl hinüber, um sich schwer darauf zu setzen. Seine Augen blieben auf dem Buch aus der Verbotenen Abteilung haften und unwillkürlich fragte er sich, ob es für ihn überhaupt noch einen Sommer geben würde.

"Ja, wir müssen es geheim halten, Hermine, vor jedem," sagte er ängstlich. "Du darfst es niemandem verraten!" Wenn Peter herausfand, dass .. wenn Morrigan es herausfand .. 'Du hast nicht nur etwas Dummes getan, du bringst sie dadurch auch noch in Gefahr, du Idiot! Und es ist zu spät, um sie anzulügen, denn du würdest es nicht ertragen können, wenn sie wieder weinen würde.'

Hermine setzte sich auf seinen Schoß und legte beide Arme um ihn. "Ginny weiß, dass ich .. mich in dich verliebt habe. Aber sie wird es bestimmt nicht weiter erzählen." Sie begann mit seinem Haar zu spielen und konnte nicht glauben, dass ihre Träume nun Wirklichkeit geworden waren.

"Hoffentlich," sagte Remus. "Das ist von größter Wichtigkeit, dass es niemand erfährt, Hermine. Es .. geht dabei um mehr als nur einen Rausschmiß aus Hogwarts." Hermine sah ihn besorgt fragend an. "Mehr kann ich dir nicht erzählen. Ich kenne dich zu gut, du würdest dich einmischen und das will ich nicht."

"Weißt du," Hermine erhob sich und setzte sich jetzt breitbeinig auf seinen Schoß und gab ihm wieder einen Kuss. Doch dieses Mal viel intensiver und leidenschaftlicher als vorher. "Damit machst du mich noch viel neugieriger und ich finde es auch ohne dich heraus!" Die Schulglocke klingelte. Hermine grinste schelmisch und nestelte an Remus Umhangkragen. "So wie ich das sehe, haben wir noch eine Stunde Zeit, damit ich dich davon überzeuge, mir alle deine Geheimnisse zu verraten." Sie ließ ihre Hände ganz langsam über seinen Umhang zu seinem Bauch wandern, doch er hielt sie fest.

Lupin küsste jeden einzelnen ihrer Finger und meinte dabei: "Es mag sich zwar eigenartig anhören, wenn ich derjenige bin, der das sagt, aber lass mir bitte etwas Zeit, okay?"

"Wieso? Bin ich dir nicht hübsch genug? Ich kann zwar nicht mit Miss ..."

Lächelnd legte er ihr zwei Finger auf den Mund und brachte sie damit zum Schweigen. "Es liegt nicht an dir, Hermine, es ist nur .. Mein Verstand kann mit diesen Gefühlen zu dir .. mit dem Gefühl, dass ich .. mich .. in .. dich .. irgendwie .. eine Art von .. du weißt schon.. ver-liebt .. habe ...... nichts anfangen. Mein Herz muss ihn erst davon überzeugen, dass alle seine Ausreden und Ausflüchte hier nicht gelten. Ich habe noch Sperren in meinem Kopf, die mir ständig zuflüstern: 'Sie ist deine Schülerin, sie ist sehr viel jünger als du, Ron ist in sie verliebt.' Außerdem sollte das erste Mal .. ja ich weiß, es ist nicht dieses erste Mal, Hermine, aber zwischen uns sollte es trotzdem .. etwas Besonderes sein." Remus war vollkommen durcheinander und versuchte verzweifelt sich wieder zu fassen.

Resignierend legte sie ihren Kopf an seine Schulter. "Aber du sagst es doch Miss O'Shee?" fragte sie dann leise.

"Das kann ich nicht," murmelte er und streichelte sie zärtlich.

"Wieso nicht? Hat dir drei Mal nicht gereicht? Willst du dir 2 Optionen offen halten?!" Mit einem Satz war sie von seinem Schoß gesprungen und sah ihn wütend und eifersüchtig an.

Verblüfft starrte er zurück und stand dann ebenfalls auf. "Hermine, ich würde mir nie '2 Optionen offen halten' und was meinst du mit drei Mal?"

"Gestern Nacht! Ihr habt es drei Mal miteinander getrieben!" rief sie mit ersten Tränen in den Augen.

"Wie lange warst du unter Harrys Tarnumhang im Zimmer?" fragte er und wurde bleich.

"Nicht lange. Sie hat mich erwischt und .. wir haben gestritten .. wegen dir. Da hat sie es mir gesagt."

Remus nahm sie in den Arm und küsste ihr liebevoll die erste Träne von der Wange. "Ich verspreche dir, dass Morrigan nie wieder bei mir übernachten wird. Wir dürfen ihr nur nicht sagen, dass wir zusammen sind, das ist wichtig!"

"Warum?" fragte sie mit tränenerstickter Stimme.

"Weil sie zur anderen Seite gehört. Sie ist .. eine Todesserin. Wenn sie erfahren, dass du .. mir viel bedeutest, dann werden sie dir weh tun, damit sie mir weh tun, Hermine. Bitte hör auf zu weinen!" flehte er mit schwerem Herzen.

"Ich versuch's. Das .. ist nicht .. so einfach ... wenn man erstmal .. damit angefangen .. hat."

Immer wieder streichelte Lupin ihren Kopf und küsste ihre nassen Wangen. "Du solltest nicht auf Morrigan hören. Nimm dir nicht alles zu Herzen, was sie sagt. Sie hat sich sehr in ihrem Wesen verändert."

Hermine nickte und suchte seine Lippen. Lächelnd stupste er ihre Nase mit seiner an und gab ihr dann den ersehnten, langen, tröstenden Kuss. Danach umarmten sie sich eine geraume Zeit lang.

"Ich schlage vor, du gehst jetzt nach Gryffindor zurück, nimmst eine Dusche und versuchst dich zu beruhigen. Dann nimmst du deine Schultasche und gehst zu deiner nächsten Stunde. Und nach deiner letzten Stunde kommst du wieder her und wir reden in Ruhe weiter," sagte Lupin und gab ihr ein Taschentuch aus seiner Robe.

"Warum bist du immer so .. so .. vernünftig?" fragte Hermine ihn, während sie sich die Wangen und die Augen wischte.

"Ist es vernünftig .." Remus küsste sie. " ..sich in eine 20 Jahre Jüngere .." Er küsste sie noch einmal. " .. in die Schülerin, die man kennt seit sie 13 Jahre alt ist .." Noch ein Kuss. Hermine gefiel das Spiel und sie grinste. " ..zu verlieben?" Er küsste sie jetzt etwas länger und zärtlicher. "Du hast mich verwirrt und das wird noch eine Weile anhalten. Ich bin froh, dass ich ab und zu noch einen vernünftigen Gedanken zustande bringe."

Hermine seufzte glücklich. "Du hast Recht. Dann bis heute nachmittag?" Sie küsste ihn.

"Bis heute nachmittag," sagte Lupin und küsste sie auch noch ein Mal.

Eine Minute später: "Aber vorher musst du mich loslassen und gehen, Hermine." Er zwinkerte und lachte.

"Muss ich?"

"Meine vierte Klasse Hufflepuff wird mich sonst nachher fragen, was da an mir hängt," meinte er grinsend.

"Sag ihnen, ich bin dein böser Zwilling und mit dir verwachsen."

"Sie werden den Unterschied merken, denn du bist viel hübscher als ich," sagte Remus und nahm ganz vorsichtig Hermines Arme von seinem Hals.

"Dann hättest du ihnen sagen können, ich wäre dein hübscher böser Zwilling," sagte Hermine, als sie zur Tür ging und sich zu ihm umdrehte.

Sie lächelten sich an und er küsste seine Handinnenfläche und pustete ihr zum Abschied, wie auf dem alten Foto von ihm, einen Kuss entgegen.


Fortsetzung folgt ..