A/N: Auch bei diesem Wetter komme ich etwas zu schreiben! Langsam, aber es wird Ich hoffe, ihr habt Spaß an dem neuen Kapitel und es gefällt Euch! Würde mich über ein-zwei Reviews sehr freuen! Würde gerne wissen, wie meine Story so ankommt ;)

Kapitel Neun

Einige Tage waren vergangen und Alice sowie Jakob hatten sich nicht mehr gemeldet. Die angebliche Zukunftsvorstellung war ziemlich heftig gewesen für mich und ich glaubte, dass es Jakob genauso schockiert haben musste, wie mich.

In jeder Nacht träumte ich von dieser Vision und ich konnte nichts anderes tun, als darüber zu lächeln. Ich hatte ein warmes, wohliges Gefühl in meinem Bauch, wenn ich an die zwei kleinen Kinder dachte. Sie waren wunderschön gewesen und sie waren, wie ich dachte, meine und Jakobs Kinder. Es war eine schöne Vorstellung, doch wusste ich nicht, ob es die richtige Vorstellung war.

Ich war gerade dabei, etwas die Wohnung zu putzen, als es heftig an der Haustür klopfte. Ich legte das Staubtuch zur Seite, öffnete die Tür und sah Jakob direkt ins Gesicht.

„Hey Jakob." Ich schaute an mir herunter und stellte fest, dass ich mein altbewährtes Putzoutfit trug.

„Warum hast du mir nicht gesagt, dass sie wieder kommen?" fragte mich Jakob mit einer ziemlich wütenden Stimme. Ich wusste zuerst gar nicht, was er meinte, doch dann viel mir ein, dass Charlie Gestern bei den Blacks zu Hause gewesen war. Er hatte ihnen sicherlich erzählt, dass Alice und Jasper hierher kamen.

„Warum sollte ich dir das erzählen?" erwiderte ich gelassen und er biss sich auf die Unterlippe.

„Findest du nicht, dass du mir das hättest sagen können?"

„Ich fand es nicht wichtig, dich deswegen extra anzurufen." Er belächelte meine Antwort und atmete tief aus.

„Das war ja auch klar nach deiner Reaktion!" knurrte er und ich konnte nicht glauben, was er mir hier gerade vorwarf.

„Das ist unfair, Jakob." Ich drehte mich um und ging ins Haus. Die Tür ließ ich auf, damit Jakob mir folgen konnte. Ich wollte dieses Gespräch nicht an der Haustür führen. Unsere Nachbarn sollten den Streit nicht mitbekommen.

„Unfair? Du hast ziemlich eigenartig reagiert." Er folgte mir und knallte die Tür hinter sich lautstark zu.

„Wundert mich, dass du es so einfach hinnimmst, dass wir angeblich unsere Kinder gesehen haben?" Ich zog eine Augenbraue hoch und wartete auf seine Reaktion.

„Tja, mich schockiert das nicht so sehr wie dich. Anscheinend hast du damit ein ziemliches Problem."

„Es geht aber jetzt gar nicht um diese Kinder, sondern es geht darum, dass du mir nicht gesagt hast, dass die Cullens wieder hierher kommen. Ich muss das wissen, Bella."
„Ach ja, musst du das? Weil du Angst hast, dass Edward wieder kommt? Da du doch genau weißt, dass du gegen ihn keine Chance hast?"

Als ich diese Worte ausgesprochen hatte, wusste ich, dass ich ihm ziemlich weh getan hatte. Die Worte waren ziemlich gehässig und abscheulich gewesen.

„Jake." begann ich doch er hob abwehrend die Hände.

„Nein, du hast Recht. Ich habe ja anscheinend wirklich keine Chance gegen ihn. Du hast Recht." Sein Gesichtsausdruck sah jetzt gekränkt aus.

Er räusperte sich und ging in Richtung Tür. Ich ging ihm schnellen Schrittes hinterher. Ich wollte ihn nicht so gehen lassen. Nicht, wo die Chance bestand, dass Edward vielleicht wiederkam.

„Jake bitte warte.", forderte ich ihn auf und er blieb stehen. Er drehte sich zu mir um und blickte mich bekümmert an.

„Bella, was willst du denn noch?"

„Ich will nicht, dass wir so auseinander gehen." äußerte ich nur und er versuchte zu lächeln.

„Bella, es war doch klar oder? Ich meine, du hattest die ganze Zeit Recht. Ich quäle mich nur. Ich kann dich nicht haben und das macht mich wirklich fertig. Ich versuche wirklich von dir los zu kommen, aber es bringt nichts, wenn..." Er schwieg einen kurzen Augenbick.

„Wenn was, Jake?" fragte ich ihn und ich wusste, was kommen würde.

„Es bringt mir nichts, wenn du immer wieder diese Nähe zwischen uns zu lässt. Das geht einfach nicht."

„Ich... Ich weiß einfach nicht... Jake, ich fühle mich zu dir hingezogen. Wirklich. Sonst würde ich das ja Alles gar nicht machen aber..." Ich schwieg, weil ich die Worte nicht aussprechen wollte.

„Ich weiß. Wenn er zurück kommt, dann willst du ihn wieder haben und da bin ich dann nur die Nummer Zwei. Ist schon in Ordnung." Ich schüttelte heftig den Kopf.

„Nein es ist nicht in Ordnung. Ich hätte die Küsse nicht zulassen dürfen. Ich hätte..."
„Weißt du Bella." unterbrach er mich. „Eine gute Sache hatte es doch. Du hast unsere Zukunft gesehen. Du hast gesehen, was sein könnte. Vielleicht bringt dich das doch noch mal zu mir. Mach es gut, Bells." sagte er und drehte sich um und lief fort. Ich wollte noch etwas sagen, konnte es aber nicht. Warum musste Liebe so kompliziert sein?

Alice und Jasper waren mit ihren Eltern wieder nach Forks gekommen. Sie hatten ihr altes Haus wieder entstaubt und hatten tagelang geputzt, damit es wieder wohnlich aussah. Alice hatte mir jeden Tag aufgeregt erzählt, was sie schon wieder alles geschafft hatten. Nach fünf Tagen waren sie fertig gewesen und konnten einziehen. Die anderen Tage über hatten sie zwar auch schon wieder in ihrem alten Haus gewohnt, aber jetzt war es wieder offiziell.

Carlisle hatte seine alte Stelle im Krankenhaus wieder bekommen. Die Chefs hatten sich dort so gefreut, dass er wieder in Forks war, dass er sofort wieder arbeiten konnte. Jasper und Alice wollten ab Montag wieder zur Schule gehen. Sie wollten an ihrem alten Leben wieder anknüpfen. Ich konnte mir gut vorstellen, dass es ihnen sehr gut gelingen würde. Die Cullens waren überall beliebt, außer in La Push. Jeder mochte sie und sie waren immer nett und freundlich. Carlisle war einer der beliebtesten Ärzte in Forks. Fast jeder ging zu ihm, wenn sie krank waren, auch wenn er nur in der Notaufnahme arbeitete.

Ich kam gerade aus der Schule und öffnete die Haustür. Charlie war auch gerade nach Hause gekommen und zog sich seine Jacke aus.

„Mensch, die Leute freuen sich vielleicht, dass Dr. Culllen wieder da ist." sagte Charlie erstaunt und legte die Zeitung auf den Wohnzimmertisch.

„Ach, sind sie das?" fragte ich kritisch und stellte meinen Rucksack auf den Fußboden.

„Ich hätte nicht gedacht, dass er so beliebt ist. Ich meine, ich mag die Cullens ja auch gerne, aber das sie so beliebt sind? Hat mich wirklich überrascht." Ich folgte ihm in die Küche. Ich öffnete den Kühlschrank und sah, dass wir noch etwas Lasagne von Gestern übrig hatten.

„Ich mach mal die Lasagne warm, ja?" fragte ich und holte gleichzeitig ein kaltes Bier heraus und gab es Charlie.

„Das ist eine gute Idee. Es läuft nämlich gerade ein Spiel." meinte Charlie mit einem Lächeln und ich nickte.

„Ich mache schon Essen.", bot ich an und Charlie verschwand wieder aus der Küche, um sich ins Wohnzimmer zu setzen. Ich packte die Lasagne auf zwei Teller und stellte sie in den Backofen. Ich schaute auf die Uhr und blickte dann aus dem Fenster. Wollte Charlie Heute nicht eigentlich mit Billy das Spiel sehen? Ich ging ins Wohnzimmer und setzte mich auf den Sessel.

„Kommt Billy Heute gar nicht?" fragte ich und Charlie schüttelte den Kopf. Er trank ein Schluck Bier und schaute mich dann an.

„Nein, der kommt heute nicht. Er wollte etwas mit Jake und den beiden Mädchen machen. Familientag sozusagen." Jakobs Schwestern waren also zu Besuch gekommen. Ich hatte sie noch nicht kennengelernt. Er hatte auch noch nicht sehr viel von ihnen gesprochen.

Durch Charlie erfuhr ich manchmal Dinge über Jakob. Wir hatten einmal telefoniert. Das Gespräch war sehr stockend gewesen. Es war kein schönes Gespräch gewesen, aber wir hatten uns kurz gesprochen.

Ich hatte durch Emily erfahren, dass er jetzt doch fest mit Sophia zusammen war. Ich war sehr traurig gewesen und war es immer noch, aber ich wusste, dass Jake nicht der Typ war, der sein Leben wegen einem Mädchen aufgab.

Seit unserem letzten, richtigen Gespräch war wieder über ein Monat vergangen und ich war noch nicht einmal überrascht gewesen, als Emily mir das gesagt hatte. Ich wusste, dass Jake sich nicht schnell trösten wollte. Er wollte einfach versuchen, weiter zu leben. Es war gut zu wissen, dass er es anscheinend konnte, auch ohne mich. Er war nicht so kaputt und zerbrochen wie ich und das machte mich wirklich froh. Ich hatte ihm nicht das Leben zerstört, so wie es Edward bei mir getan hatte.

Durch Alice erfuhr ich manchmal Dinge von Edward. Er war viel unterwegs und meldete sich alle paar Wochen mal bei seiner Familie. Ihm ging es nicht gut, soviel wollte sie mir sagen. Mehr sagte sie aber nie, da sie es ihm versprochen hatte.

Meine Gedanken waren selten bei Edward. Ich dachte zwar noch täglich an ihn, aber jetzt wo Alice und die anderen wieder da waren, dachte ich nicht jede freie Minute an ihn. Ich war froh, dass ich ein Teil meines alten Lebens wieder hatte und das machte mich schon glücklich. Meine Gedanken kreisten viel mehr um Jakob und um die Vision, die wir Beide gehabt hatten. Was war, wenn es wirklich meine Zukunft war? Was war, wenn ich meine Zukunft einfach wegschmiss?

Ich seufzte und holte die Lasagne aus dem Ofen, stellte sie auf ein Tablett und brachte sie ins Wohnzimmer.
Charlie blickte mich kurz an und bedankte sich bei mir. Ich stellte ihm den Teller auf den Tisch und setzte mich auf den Sessel und schaute mir auch das Spiel an. Ich konnte dem Baseball nicht viel abgewinnen, aber ich konnte verstehen, dass mein Vater dieses Spiel liebte. Ich hatte einmal zugesehen, als die Cullens Baseball gespielt hatten und dies war auch die erste Begegnung mit Viktoria gewesen. Viktoria. Sie war immer noch Thema und ich wusste, dass Sam und die anderen immer auf Patrouille waren um nach ihr Ausschau zu halten.

„Schmeckt heute noch besser als Gestern." sagte Charlie mit vollem Mund und starrte weiter auf den Bildschirm. Ich musste ihm zustimmen. Sie schmeckte wirklich besser als Gestern.

„Ich treffe mich gleich noch mit Alice." meinte ich und Charlie nickte zustimmend. Wenn ich mich mit Alice traf, hatte er nie etwas dagegen. Er mochte Alice und für ihn war sie der beste Umgang, neben Jakob, für mich.

„Komm aber nicht so spät nach Hause, ja?" bat er mich.

„Du weißt doch, ich komme meistens nicht so spät.", versprach ich ihn und machte mich dann über meine Lasagne her.

Alice und ich saßen in ihrem Zimmer und hörten etwas Musik. Esme wollte mir extra etwas zu Essen kochen, aber ich hatte dankend abgelehnt, da ich schon mit Charlie am Nachmittag gegessen hatte. Sie waren immer noch so lieb zu mir und ich fühlte mich einfach wohl bei ihnen. Es war ein schönes Gefühl wieder in ihrem Haus zu sein.

„Was beschäftigt dich?" fragte mich Alice dann und ich schaute sie an. War ich so abwesend gewesen?
„Wieso?"

„Nun ja, du wirkst Heute so ruhig. Dich scheint etwas zu beschäftigen. Hat es mit Jakob Black zutun?" Ich war erstaunt. Ich hatte ihr nie etwas von Jake erzählt. Sie wusste, dass wir befreundet waren, aber ich hatte ihr nie von den Küssen oder von den Gefühlen für ihn, die ich hatte, etwas gesagt.

„Jakob Black?" Ich versuchte es etwas herunter zu spielen. Ich wollte mir nicht die Blöße geben, dass ich an ihn dachte.

„Ja, Jakob Black?" half sie mir auf die Sprünge und ich musste lächeln.

„Wir sind Freunde, ja. Wieso fragst du?" Ich versuchte so neutral zu klingen, wie möglich.

„Nun ja, ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, was da zwischen euch ist. Da ist doch mehr als Freundschaft oder?" fragte sie interessiert und ich biss mir auf die Unterlippe.

„Er hat mir sehr viel geholfen. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, als ihr Forks verlassen hattet. Ich..."

„Er hat dir geholfen? Bei was?"
„Er hat versucht mich von Edward abzulenken. Er hat es sehr nett gemeint und ich bin ihm sehr dankbar, dass er in der Zeit bei mir war." Alice zog eine Augenbraue hoch. Sie merkte, dass ich nicht so mit der Sprache rausrücken wollte. Es war mir irgendwie unangenehm.

„Anscheinend etwas zu nett!"

„Ich hab ihn wirklich sehr gerne." sagte ich dann.

„Bella, was ist denn zwischen euch passiert?" Ich senkte für einen kurzen Augenblick den Blick und schaute sie dann wieder an.

„Wir haben uns einige Male geküsst. Ich... ich fühle mich zu ihm hingezogen, kann aber nicht mit ihm zusammen sein." gestand ich und Alice sah mich an. Sie wirkte ziemlich gelassen.

„Wieso kannst du nicht mit ihm zusammen sein?"

„Ich... Ich komme von Edward nicht los." Das Loch in meiner Brust riss wieder auf. Die Tränen begangen sich in meinen Augen zu bilden, nicht nur wegen Edward sondern auch wegen Jakob. Ich trauerte Beiden hinterher.

„Ach so." Sie schwieg einen kurzen Moment und seufzte dann. Ich wusste, dass Edward ihr Bruder war, aber ich wusste auch, dass sie meine Freundin war.

„Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, dass es vielleicht besser ist, mit jemand anderem zusammen zu sein, als mit Edward?" fragte sie mich dann und ich schaute sie perplex an.

„Ja, darüber habe ich mir schon oft Gedanken gemacht. Als Jakob und ich uns das eine Mal geküsst hatten, hatten wir Beide eine Vision gehabt." fing ich an und bei dem Wort Vision machte Alice große Augen.

„Vision sagst du? Hattest du so etwas schon einmal?" Ich schüttelte den Kopf.

„Nein, ich hatte zuvor noch nie eine Vision. Es war ziemlich unheimlich, weil Jakob auch diese Vision hatte. Genau dieselbe zur gleichen Zeit."
„Und was habt ihr gesehen?" fragte Alice weiter interessiert. Es dauerte einen kleinen Moment, bis ich darüber reden konnte.
„Jakob und ich waren bei ihm und vor uns waren zwei kleine Kinder. Sie hatten eine dunklere Hautfarbe und sahen wunderschön aus. Charlie und Jakobs Vater Billy waren auch in dieser Vision und sahen zu, wie die kleinen Kinder in der Sandkiste saßen und miteinander spielten." meinte ich und Alice hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen.

„Wahrscheinlich soll das heißen, dass du mit Jakob zusammen sein solltest." sagte sie schlicht.

„Ich möchte aber nicht mit Jakob zusammen sein. Ich möchte mit Edward zusammen sein."

„Du willst immer noch mit Edward zusammen sein, auch wenn er dich verlassen hat?" Alice schien ziemlich überrascht zu sein. Sie schaute mich mit ihren honigfarbenden Augen an.

„Es ist unvorstellbar oder? Ich weiß selbst nicht, was mit mir los ist. Jakob wäre der perfekte Freund. Er ist nett, aufrichtig, ehrlich, sieht gut aus und... nun ja, ich fühle mich zu ihm hingezogen, doch es reicht einfach nicht." Ich wischte mir die Tränen weg, die meine Wangen hinunter gelaufen waren und nahm ein Taschentuch aus der Packung. Ich putzte mir die Nase und steckte das Taschentuch zurück in meine Hosentasche.

„Bella, Edward wird nicht wieder kommen. Er hat es nicht vor, zu mindestens so viel, wie ich weiß. Vielleicht solltest du dein Leben wirklich weiter leben, mit Jakob." schlug sie vor.

So, jetzt ist es amtlich! Einige der Cullens sind wieder da! Ob Edward wieder kommt? Ich weiß es noch nicht. Lasst Euch einfach überraschen!