Währen dessen gingen Harry und der Rest von Slytherin wieder in den Kerker zurück. Blaise glich immer noch einer weißen Statue, als er das mit den beiden Mädchen erfahren hatte.
„Ich mach mir Sorgen um sie", sagte Harry zu Draco, der die Sorge ganz deutlich in seinen Augen trug.
„Ja, ich auch. Aber sie sind jetzt nicht mehr in Gefahr von Wiesel und den anderen, sondern bei Madam Pomfrey. Es sollte den beiden also bald wieder besser gehen"
„Hoff ich doch", murmelte Blaise von hinten und den Rest des Weges hingen alle ihren trübseligen Gedanken nach.
Als die vier im Gemeinschaftsraum ankamen, erhob sich ein stattlicher 7-Klässler aus dem Sessel und ging auf sie zu. Harry glaubte ihn schon mal bei Quidditch als Torhüter gesehen zu haben.
„Hey, ich kam grad von der Krankenstation und hab gehört was mit den beiden Mädchen passiert ist. Nun ja, Madam Pomfrey meint, die beiden müssten noch 2 Tage auf der Krankenstation bleiben und könnten 2 Wochen nicht in den Unterricht, weil sie traumatisiert sind."
Draco nickte ihm nur zu, während er sich aufmachte um das Sofa in Beschlag nehmen. Er wusste nicht was er machen sollte. Sein Gedanken drehten sich immer wieder um Hermine und um seine Ersatzmutter. Wie sie wohl reagiert im Moment? Wahrscheinlich verzweifelt.
Gerade als er anfangen wollte den anderen Bescheid zu sagen, dass er zu Snape gehen wollte, kam Ginny keuchend auf sie zu.
„Hi, was ist mit Hermine und Pansy passiert? Ich bin grad an McGonagalls Büro vorbeigelaufen, als sie rumschrie das mit den beiden was passiert sei und sie nicht glauben konnte was sie sah. Es klang als würde sie bald morde begehen?"
Harry sah Ginny während der Rede nur verzweifelt an. Er wusste nicht, ob sie die Wahrheit verkraften konnte oder nicht. Angst schlich sich in sein Herz. Währen er und die anderen nur bei den beiden geblieben, würden sie vielleicht nicht auf der Krankenstation sein. Es war jedoch Neville, der sich erbarmte und Ginny erzählte was passiert ist. Ihre Augen wurden immer größer und am Ende fing sie an zu weinen. Harry nahm sie daraufhin in den Arm und wiegte sie hin und her.
„Also, ich bin dafür, dass wir die beiden rächen und zwar so richtig", meinte sie plötzlich in Harrys Armen und in ihren Augen sah man blanken Zorn.
„Ich bin dabei", kam es von Blaise und Draco.
„Wir auch", sagte der 7-Klässler der wohl ihrem Gespräch zugehört hatte. „Und ich denke das jeder Slytherin mitmachen wird, oder?" fragte er in den Gemeinschaftsraum hinein und erhielt nur Kopfnicken und Zustimmung.
`Okay und wie machen wir es?´ dachte Harry und griff in seine Jackentasche, jedoch war sie leer. Wo war sein Zettel? Hatte er ihn verloren? Wen ja, wo? Angst und Panik machten sich in ihm breit und Kälte überkam ihn. Was wenn ein Gryffindor in gefunden hatte. Er war so gut wie erledigt. Die anderen im Raum merkten, dass etwas mit Harry nicht stimmte und vorsichthalber fragte Neville nach.
„Was ist los, Harry?"
„M-Mein Gefährtentest ist weg, er ist weg und ich weiß nicht, ob ich ihn verloren hab oder weggelegt habe", antwortete er panisch.
„Ähm, ich hab Snape etwas nach Zaubertränke aufheben sehen. Einen weisen Zettel, meinst du, dass es dein Zettel war?" fragte Draco scheinheilig nach. Er wusste, ja was passiert ist.
„WAS?" kam es geschockt vom Grünäugigen. „Oh bei Merlin, ich bin Tot, so was von tot", murmelte er vor sich hin, während sämtliche Gesichtsfarbe zu verschwinden begann.
„Glaub ich nicht Gefährten, bringen sich nicht um", kam es von Blaise, der schon einen Verdacht hatte, was wirklich passiert war. Normalerweise sollte er auf seinen Freund sauer sein, jedoch wusste er, dass es in Harrys Fall vielleicht besser war.
„Wenn Snape deinen Test hat, ist er da am besten aufgehoben, oder? Wir könnten jetzt eh nichts mehr machen", kam es von Ginny. etwas erstaunt war Harry schon, so hatte die Rothaarige noch nie mit ihm geredet. Aber sie hatten alle Recht und im Moment war es wichtiger sich um Hermine und Pansy zu sorgen, seine Probleme können später auch noch gelöst werden. Und so machte sich das Haus Slytherin daran einen Streich auszuhecken, der die Gryffindors noch in 10 Jahren in Angst und Schrecken versetzen würde.
….
ER war geschockt was er vorfand. Überall zersplitterte Vase, Fenster und Teller. Was auch immer passiert war, er musste vorsichtig sein. Langsam ging er einen dunklen Gang entlang, als er Schreie von links hörte. Schreie, die ihm eine Gänsehaut verpasste. Er öffnete die Tür vor ihm und lugte hinein. `Schlechte Idee´ dachte er, als vor ihm eine komplett in weißes Feuer gehüllte Frau stand. Er schluckte. So schlecht gelaunt hatte er Narzissa noch nie gesehen. Am anderen Ende des Raumes entdeckte er seinen Gefährten, der anscheinend versucht hatte seine Freundin zu beruhigen.
Er wusste, dass es Selbstmord war, jetzt in den Raum zu gehen, aber er hatte keine andere Wahl. Sobald er die Tür hinter sich geschlossen hatte, bemerkte er, dass Narzissa weinte. `Etwas Schlimmes musste passiert sein, wenn sie so drauf ist´ dachte Snape noch und erinnerte sich was Draco auf dem Gang vor sich hinmurmelte. Das Ms Granger und Narzissa Gefährten sind. Wenn das stimmte wusste er wenigsten was los war aber wie man die Frau soweit beruhigen konnte, dass sie einem zuhörte ohne ihn Umzubringen, wusste er nicht.
„Narzissa", fing er unsicher an „Was ist passiert?" Er hoffte, dass sie ihm antwortete und nicht einfach auf ihn los geht. Das letzte Mal als Tom es versuchte, musste er 2 Monate im Krankenhaus liegen, ohne dass er sich rühren konnte. Er wollte nicht so enden. Das Glück musste ihn erhört haben, denn Narzissa antwortete ihm anstatt auf ihn loszugehen.
„M-Meine G-Gefährtin war in Gefahr und ich weiß nicht, wo sie ist, geschweige denn wer sie ist.", knurrte sie mit tiefer Stimme.
`Also hat sie ihre vollen Phönix Kräfte aktiviert´ dachte Snape. `Nicht Gut, so ist sie noch gefährlicher als Sirius, wenn der durchdreht ist ein Haus in Schutt und Asche gelegt. Aber bei ihr ist die halbe Welt in Gefahr. nun ja nicht anders zu erwarten bei der Königin der Lichtphönixe.´
Er setzte alles auf einen Karte und sagte „Ich weiß wer deine Gefährtin ist, und sie ist wieder in Sicherheit."
Das Feuer im Raum loderte noch mehr und man er sah, dass sie große Augen bekam. Ungläubig wurde er angeschaut, fast so, als würde sie nicht glauben, was er sprach.
„W-Er ist sie und wo ist sie?" hauchte Narzissa nur verzweifelt, verzweifelt um endlich zu ihrer Gefährtin zu kommen.
„Sie heißt Hermine Granger und ist in Hogwarts auf der Krankenstation. Es hat jetzt wenig Sinn zu ihr zu gehen, da sie bald mit den anderen hier sein wird."
Fragend wurde er von ihr, welche sich gerade wieder beruhigte, als auch von Lucius angesehen welcher immer noch hinten in der Ecke saß.
„Bald sind Weihnachtsferien", er sah zu Lucius, „dann werden alle zu uns kommen und wir lösen sämtliche Blockaden" sagte er bestimmt. Narzissa nickte nur und bat ihn, dass wenn irgendetwas mit ihr passiert er sie kontaktieren sollte.
„Lucius", fing er an, wusste jedoch nicht wie es weitergehen sollte. Wie sollte er dem Malfoyoberhaupt beibringen, das sie eine Triade waren? ` Nun ja, machen wir eben Nägel mit Köpfen´ dachte er und kramte in seiner Tasche.
„Hier", sagte der Schwarzhaarige und gab den Gefährtentest von Harry Lucius. Dieser blickte erst verwirrt den Zettel und dann seinen Gefährten an, bis er schließlich anfing zu lesen.
„Wir müssen ihn zu uns holen", kam es dann von Lucius, als er fertig war.
„Und wie willst du das machen? Das mit Weihnachten kann ich organisieren, aber vorher geht es nicht."
„Dann musst du ihm halt sagen, dass wir uns freuen, dass wir noch so einen wundervollen Gefährten haben."
„Ach, und ich bin nicht so wundervoll?"
„Doch, aber er ist jünger", meinte Lucius und musste am Schmollmund seines Gefährten lachen. Ja, jetzt fühlte er sich vollständig. Dauernd hatte er gedacht, es war die fehlende Bindung. Aber sein Veela schien ihm sagen zu wollen, dass im Moment alles Gut ist wie es ist.
„Nun, ich muss zurück, Teste bewerten und nachsehen, wie es den beiden Mädchen geht." Lucius nickte wenig begeistert, aber er wusste das es nicht anders ging. Schnell gab er seinem Mann einen Kuss bevor dieser wieder zurückkehrte. Er selbst machte sich an die Arbeit mit dem Stammbaum.
