So da wären wir mal wieder:
Wie immer sag ich nichts meins, alles jkr. Ich weiß ja nicht wer von euch band 6 schon ließt. ICH NICHT! Ich warte definitiv bis zum 1.10. wenn ich es auf deutsch in den Händen halte. Hab mir mal band eins auf Englsich angesehen und festgestellt, das ich nur wusste was los ist weil ich das deutsche kenne. Also warte ich lieber.
Durch das erscheinen geht die Story ja ab jetzt sowieso ins AU, mehr als es ehs chon ist, denn ich zweifele einfach strak dran das jemand von uns alles genau so schreibt wie Jo. Dasist ja einfach unmöglich. Einige sachverhatle mögen stimmen, aber nicht die ganze Stroy. Es sind ja eben nur usnere Ideen.
Ich werde diese Story auf jedenfall zu Ende bringen vielleicht schaff ich es ja ehe ich meinen Band sechs in den Händen halte. Glaub ich aber nicht dran, da ich bei Kapitel 18 bin und wir haben Mitte November. Also werden es wahrscheinlich über 30 Kapitel.
Aber auch wenn ich es nciht schaffe, ich bringe sie nach meinem Konzept zu ende, ganz gleich wie sehr sich das mit Band 6. in die quere kommt. Sonst könnte ich es gleich jetzt beliben lassen weiterzuschriben und das überarbeiten wird mir zu schwer. Ich
Dank geht an die beiden Reviewer Dax und Emily Ginn
und zu der frage, ja ich habe da ein Ende vor Augen. Ein Happy End. Ich mag keine Sad Ends. Sie liegen mir einfach nicht.
Warnungen gibt es diesmal keine
Ich wünsche viel sapß
Rettung (aus) der Zukunft
Kapitel 9
Um Punkt acht klopfte er dann an die Bürotür des Tränkemeisters. „Herein!" antwortete eine kühle Stimme. Harry schob langsam die Tür auf. „Na wenigstens pünktlich. Setzten", knurrte der Lehrer. Harry entdeckte Malfoy im Vorratsraum, der ihn hinterhältig angrinste. „Gut. Um die Ferien wird es ganz sicher nicht gehen", beschloss Harry gedanklich. Also konnte es nur etwas Schlimmeres sein.
„Nun Potter. Mir passt es zwar gar nicht, aber ich habe Anweisung vom Direktor ihren Okklumentikunterricht wieder aufzunehmen." Harry erstarrte. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Was dachte Dumbledore sich nur dabei? Hatte der Schulleiter nicht gesagt es sei ein Fehler gewesen, das Snape ihn unterrichten hatte? Aber… Dumbledore hatte auch was gesagt das erhofft hatte, Snape würde über seinen Schatten springen. Wusste Dumbledore selbst etwa nicht mal das Snape hier nur eine Scharade spielte, wegen der Slytherins? Zumindest seit dem letzen Jahr?
„Sehen sie mich nicht so entsetzt an. Ich sagte doch schon, dass es mir auch nicht passt", keifte Snape und deutete unauffällig auf den Vorratsraum. Harry begriff. Malfoy lauschte. „Dann lassen wir es", schlug er spontan vor. „Hoffentlich war das eine angemessene Reaktion", dachte er sich. „Das hätten sie wohl gern", meinte der Lehrer süffisant lächelnd und polterte dann: „Vergessen sie es! Sie mögen sich vielleicht nur an Anweisungen halten, wenn sie ihnen passen. Aber diesen Luxus können sich Erwachsene nicht leisten. Also. Sie wissen wie es geht. Fangen wir an." Snape stand auf und bedeutete es ihm nachzutun. „Warum? Warum ausgerechnet wenn Malfoy hier ist? Was macht er überhaupt hier?" fragte Harry sich und versuchte nicht mal seinen Geist zu verschließen, was ein Fehler war.
Er befand sich in der Ministeriumsabteilung. Remus stand hinter ihm, Neville kniete zu seinen Füßen. Sein Blick viel auf Sirius, der mit dem Rücken zum Torbogen stand, Lestrange ihm gegenüber. „Das kannst du doch besser", hörte er Sirius Stimme lachen. Sekunden darauf traf ihn der rote Blitz und er fiel rücklings durch den Bogen. „NEIN!"
Harry kniete vor dem Schreibtisch. Seine Knie schmerzen und seine Hände zitterten. „Warum ausgerechnet diese Erinnerung? Warum musste Snape ihm das hier zeigen? Er reagierte doch eh immer gleich, wenn er in seinen Geist eindrang. Und Malfoy sah schließlich nicht was er sah oder Snape. „Erbärmlich. Sie haben ja alles verlernt. Los aufstehen", blaffte ihn der Lehrer an. Harry stand auf. Er würde nicht nachgeben. Nicht während Malfoy im Nebenzimmer war. Nicht mal, wenn sie hier allein wären. Er würde vor Snape nicht zusammenbrechen. Niemals würde er vor ihm in Tränen ausbrechen. Diese Blöße würde er sich nicht geben.
Zwei Stunden lang ging das so. Die Bilder wechselten sich ab. Oft waren es Bilder von Sirius, manchmal welche aus seiner Kindheit. Aber alles in allem schlechte Erfahrungen. Harry versuchte seinen Geist zu lehren, den Lehrer abzublocken, rauszuwerfen, wenn er es schaffte. Leider vergebens. „Warum immer Bilder von Sirius? Begreift er denn nicht, dass er mir damit weh tut? Oder hat er mich in den Ferien etwa auf den Arm genommen? War das ein Witz? Meinte er es doch nicht ernst? Ich habe doch gespürt, dass er es ehrlich meinte. Oder habe ich mich getäuscht?" In Harry wuchs der Hass auf Snape mal wieder an.
Um kurz nach zehn beendete der die Stunde, allerdings nicht ohne ihm noch einmal klar zu machen, was für ein Versager er doch war. Malfoy durfte dann auch gehen. Es war eine Strafarbeit. Die Strafarbeit die er bekommen hatte, weil er Harry bedroht hatte.
Der Gryffindor bebte vor Zorn. Er brauchte jetzt Ruhe. Absolute Ruhe. Wenn ihm jetzt noch einer doof kam, würde er explodieren. Ohne auf Malfoy zu achten, der ihm noch etwas zurief, wandte er seine Schritte Richtung Astronomieturm. Ihm war es gleich, ob ihn jemand dort erwischte oder nicht. Ob es eine Strafarbeit setzten würde. Hoffentlich erwischte ihn Filch und schleifte ihn zum Schulleiter. Dann könnte er den gleich Fragen was der Mist sollte, dass Snape ihn wieder unterrichtete. Wütend knallte er die Tür zu und ließ sie auf die Brüstung fallen. Die Sonne war bereits untergegangen, aber in der Ferne war der Himmel noch sehr viel heller als über dem Schloss. Nur langsam brach die Nacht über Hogwarts hinein. Eine leichte kühle Brise wehte Harry um die Nase. Er schloss die Augen und lehnte den Kopf zurück, um die Stille hier oben zu genießen. Es war immer noch warm, obwohl die Sonne schon weg war „Wunderbare Aussicht, nicht wahr?"
Erschrocken riss er die Augen auf. Scott stand am anderen Ende der Brüstung und lehnte sich darauf. „Ja. Herrliche Aussicht", meinte Harry leicht verwirrt. Wieso hatte er den Lehrer nicht gesehen? War er denn so blind? Hatte der Lehrer vorhin da schon gestanden? Er würde also wirklich Ärger bekommen. „Ich hoffe doch du bist schwindelfrei, und hast nicht vor da runter zu springen", meinte der Mann und deutete über die Brüstung. Harry warf einen kurzen Blick neben sich nach unten. Es waren gute 400 Meter, die es Senkrecht in die Tiefe ging. Unter ihm war der Innenhof des Schlosses. Tod wäre er mit Sicherheit, wenn er hier runter fiel. „So weit über dem Abgrund fühle ich mich zu Hause. Und Selbstmordgedanken hatte ich bisher noch nicht", erklärte er dann. „Sollte mich das noch, vielleicht beunruhigen?" fragte der Lehrer nachdenklich und misstrauisch. Harry zuckte mit den Schultern. „Wenn es soweit sein sollte, sage ich ihnen Bescheid", meinte er. Harry beobachtete den Lehrer wie er in den Nachthimmel starrte. Scheinbar mit seinen Gedanken weit weg.
„Ein Selbstmord mag vielleicht deine Probleme lösen, aber du musst auch an deine Familie denken", erklärte er dann, ohne Harry dabei anzusehen. Der war erstaunt über diese unverhoffte Aussage, musste dann aber wegen der Ironie schnauben. „Max sie wissen wer ich bin. Harry Potter, der Junge der lebt. Dessen Familie Voldemort zum Opfer gefallen ist. Ich habe keine Familie mehr." Der Lehrer drehte sich zu ihm um und sah ihm in die Augen. „Unter Familie verstehe ich nicht nur die Blutsverwandtschaft. Für mich gehören auch meine Freunde zur Familie. Und ich denke, Ron und Hermine wären am Boden zerstört wenn du sterben würdest." Da hatte der Lehrer Recht. Ohne Zweifel. Als sie ihn alle für Tod gehalten hatten, hatte Hermine bitterlich geweint und Ron schien auch total neben der Spur gewesen zu sein.
„Du bist sicher nicht hergekommen um die Aussicht zu Genießen, oder?" fragte Scott dann. Harry sah auf den Lehrer. „Nein nicht wegen der Aussicht. Ich musste etwas allein sein", erklärte er. „Also Streit mit jemandem." Harry schüttelte den Kopf. „Ein Problem also", stellte der Lehrer fest. „So kann man es auch nennen." Oh ja. Snape war ein Problem. Eine Plage. Oder… gut. Snape zu verstehen war wohl eher das Problem. Er begriff einfach nicht, warum Snape ihm immer wieder Sirius gezeigt hatte. „Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Das weißt du aber sicher selbst", erklärte der Lehrer und setzte sich ebenfalls auf die Brüstung, was Harry doch sehr überraschte. Damit hatte er nun nicht gerechnet.
„Mag sein. Wie sieht denn die Lösung dafür aus das ich hier bin?" fragte er um mal abzuchecken was ihn wohl erwarten würde. Er hatte Scott in den letzen Wochen als einen freundlichen, hilfsbereiten und gerechten Menschen kennen gelernt. Aber er war auch streng. Streit zwischen den Häusern duldete er im Unterricht nicht. Und da wurden alle Häuser gleich behandelt. Außerdem hatte er sie ja auch gewarnt sich nicht bei Regelverstößen von ihm erwischen zu lassen. „Wenn du mir den Grund erzählst, vielleicht finden wir eine Lösung", schlug Scott vor. „Das aktuelle Problem besteht darin, dass ich nicht hier sein darf und mich ein Lehrer erwischt hat", erklärte Harry, obwohl er wusste das Max etwas anderes gemeint hatte.
Der schmunzelte ihn an. „Wenn du es keinem erzählst, sehe ich das nicht so eng. Ich war auch mal jung. Und der Vorteil des Astronomieturms ist es nun mal, dass er außerhalb des Unterrichts verboten ist. Also ist es hier logischerweise sehr ruhig. Und man kann wunderbar nachdenken. Hier oben ist die Luft frisch und klar. Hier hat man Ruhe vor Mitschülern die einen ständig ärgern, oder vor Freunden die in dem Moment einfach zu viel sind. Hier kann man die Seele baumeln lassen und sich weit weg träumen, um dort eine Lösung für seine Probleme zu finden." Harry sah den Mann gespannt an. Diese ruhige gelassene Art, diese philosophischen Anwandlungen. Sie machten ihn irgendwie interessant. „Und er sieht auch noch gut aus", sagte eine Stimme. „Stopp. Du bist mit Remus zusammen. So wie er, wird dich nie einer verstehen", schalt er sich selbst sofort.
„Darf ich fragen, warum sie hier oben sind, Max?" Diese Frage war dreist, sicher. Aber er war immerhin auch ein neugieriger Gryffindor und da Scott hier gewesen war, würde er das wohl auch wissen. „Nur weil ich Älter bin, heißt das nicht, dass ich keine Probleme habe. Und der Turm ist immer noch eine Zuflucht in meinen Augen. Hier kann ich mich zurückziehen und einfach fallen lassen. Und ich habe den Vorteil Lehrer zu sein. Damit kann ich keinen Ärger bekommen." Harry seufzte und lies seinen Blick über die Wälder schweifen. In der Ferne konnte er einen Baum erzittern sehen. „Gwarp", schoss es ihm durch den Kopf.
„Und? Wie sehen deine Probleme aus?" fragte Max dann plötzlich. „Das ist wohl eines der Probleme für die es keine Lösung gibt. Leider." „Hmm. Erzähl doch einfach mal. Vielleicht siehst du die Lösung nur nicht weil sie viel zu dicht liegt, um erkannt zu werden", schlug der Mann vor. Harry konnte nicht anders als loslachen. „Was ist denn daran so witzig?" fragte der Lehrer verwundert. „Sagen sie mir bescheid, wenn sie zufällig einen Weg finden mit dem man Tote wieder lebendig machen kann. Das wäre nämlich die perfekte Lösung." Harry gab sich nicht mal Mühe den Sarkasmus aus seiner Stimme zu verbannen. Warum auch. Scott wollte, dass man ihm seine Laune offen zeigte. „O.K. Das ist wirklich ein Problem das nicht zu lösen ist. Aber es gibt Wege um mit dem Schmerz und dem Verlust fertig zu werden, der zurück bleibt. Reden wäre da eine Möglichkeit." Harry zuckte mit den Schultern. Als wenn er das nicht wüsste. „Versuch es doch einfach", bat Scott. Der Gryffindor sah nun doch etwas verwundert auf. Er sollte mit ihm darüber reden? Mit einem Fremden?
„Das ist nicht das Problem. Ich habe schon darüber gesprochen. Nur... Wenn dann jemand Salz in die heilenden Wunden streut, wie soll man sich dagegen wehren? Wie sollen sie da heilen?" fragte Harry aus dem Bauch heraus. Ihn interessierte was Scott dazu sagte. Vielleicht hatte der ja eine Idee wie er mit Snape umgehen sollte, nach diesem Abend. Der Lehrer sah ihn eine Weile an, ehe er weitersprach. „Sag es. Sag dass es dich verletzt und die Person aufhören soll."
„Klasse Ratschlag. Snape wird mich auslachen", dachte er und musste allein bei der Vorstellung schon lachen. Snape würde sich über ihn lustig machen und es würde nur schlimmer werden, oder er würde es den Slytherins erzählen und dann wüsste es am nächsten Abend ganz Hogwarts, dass der große Harry Potter unter Alpträumen litt, weil Professor Snape ihn quälte. Nein Danke. Na ja. Das würde wahrscheinlich eh schon dank Malfoy geschehen. „Ich scheine heute Abend ja recht belustigend zu sein", stellte er stirnrunzelnd fest. „Wenn ich das tue, kann ich auch gleich hier runterspringen. Das käme aufs selbe raus. Es wäre mein Untergang", erklärte Harry. „Das versteh ich jetzt nicht ganz. Erkläre es mir bitte."
Toll wie sollte er denn das jetzt machen. Er konnte es einfach nicht erklären. Er wollte es nicht erklären. „Max... das... tut mir leid. Es geht nicht. Ich darf nicht darüber sprechen", versuchte er es. Scott sah ihn aber argwöhnisch an. „Habe ich irgendwas getan, das dein Misstrauen geweckt hat?" Der Gryffindor schloss für einen Moment die Augen. Warum musste sein Leben auch so verdammt kompliziert sein. „Nein, das haben sie nicht", sagte er leise und suchte nach einem Weg es ihm zu erklären.
„Verzeih mir meine Neugier, aber ich mache mir Sorgen um dich. Es ist nicht gut seine Sorgen und Probleme allzu lange für sich zu behalten. Irgendwann wächst dir alles über den Kopf und... ich möchte nicht, dass du daran zerbrichst." Noch einer der sich um ihn sorgte. Dumbledore sorgte sich um ihn. Remus sorgte sich um ihn. Seine Freunde sorgen sich um ihn. Wahrscheinlich sorgte sich der ganze Orden um ihn. Auch wenn es keiner wirklich zeigte. Ihm war es auch so klar. Aber es war doch eigentlich unnötig. „Max wenn sie wüssten, was ich schon alles durchgemacht und erlebt habe. Meine einzige Sorge ist im Moment, was Voldemort dieses Jahr wieder anstellt, um mich in die Finger zu bekommen." Das entsprach in etwa der Wahrheit. Sicher machte er sich auch Sorgen, dass Remus Voldemort in die Hände fallen könnte. Aber wenn er das jetzt erwähnte, müsste er es erklären und im Grunde war es ja in seiner Aussage mit inbegriffen. Denn wenn Remus wirklich Voldemort in die Hände fallen würde, würde er seine Hände nicht in den Schoß legen. Eher ging er zu Dumbledore erklärte ihm alles und würde darauf bestehen zu helfen.
„Du weißt schon wer? Hier? Harry,... gut er ist zurück, aber du bist hier auf Hogwarts sicher." „Ja klar. Hier ist es sicher. Max, ich fürchte da muss ich sie enttäuschen", meinte Harry an seine letzen Schuljahre denkend. „Dass musst du mir erklären", bat der Lehrer und Harry seufzte. „Meinetwegen. Das kann aber etwas dauern." „Die Nacht ist jung, oder?"
„Wenn sie das sagen", meinte Harry und begann zu erzählen. Verraten würde er damit sowieso nichts. Voldemort kannte alles eh schon. Und wenn es kniffelig wurde, konnte er immer noch etwas auslassen und leicht verändern.
„Schon in meinem ersten Jahr hier, bin ich Voldemort begegnet. Hier auf der Schule. Von ihm war nicht mehr übrig, als so etwas wie ein Geist. Aber er konnte von anderen Menschen und auch Tieren Besitz ergreifen.
Es gab in paar seltsame Begebenheiten. Ein verbotener Gang im dritten Stock. Zufällig sind wir, also Ron, Hermine und ich dort hingeraten und entdeckten einen dreiköpfigen Hund der eine Falltür bewachte. Zufällig erfuhren wir auch, dass ein Nicolas Flamell etwas damit zu tun hatte."
„Alles Zufall. Aha. Na ja. Und Flamell ist der einzige Zauberer, dem es gelungen ist den Stein der Weisen herzustellen. Richtig?", meinte Scott. „Richtig. Der Stein der Weisen. Uns, also Ron, Hermine und mir war klar, dass der Stein es war, der hier versteckt wurde und Voldemort ihn haben wollte. Das Elixier des Lebens war sein Ziel. Unser erster Verdacht war, das ein Lehrer der Schule ihm helfen wollte. Mit dem lagen wir allerdings daneben, deshalb werde ich auch keine Namen nennen.
Auf jeden Fall erfuhren wir, das neben Fluffy, diesem Hund, etliche Prüfungen den Stein schützten. Prüfungen der Lehrer. Eine Teufelsschlinge, fliegende Schlüssel, ein riesiges Schachspiel, ein Troll, und ein Rätsel um Zaubertränke. Durch Vermutungen und ein paar Fragen an die richtigen Leute haben wir herausbekommen, dass es dem Verdächtigen gelungen war, alle Lösungen für die Fallen zu bekommen.
Professor Dumbledore war weggelockt worden, Professor McGonagall hat uns nicht geglaubt, weil wir eigentlich von dem Stein nichts hätten wissen dürfen. So haben wir drei beschlossen ebenfalls zu versuchen an den Stein zu gelangen, vor unserem Verdächtigen. Unterwegs wurde Ron verletzt. Ich habe Hermine mit Ron zurück geschickt und bin alleine weiter. Der Verräter entpuppte sich als unser Verteidigungsprofessor Quirell. Voldemort hatte von ihm Besitz ergriffen. Die letzte Prüfung bestand darin, den Stein besitzen zu wollen, ihn aber nicht zu benutzen. Quirell bzw. Voldemort wollte ihn aber benutzen und kam nicht an ihn heran, was mir aber gelungen ist. Leider hat er es gemerkt.
Ich habe den Todesfluch nur überlebt, weil meine Mutter für mich gestorben ist. Aus Liebe zu mir ist sie gestorben und der Zauber hatte immer noch bestand. Voldemort im Körper von Quirell konnte mich nicht berühren ohne unerträgliche Schmerzen zu erleiden. Mir ging es aber nicht besser. Meine Narbe stellt eine Art Verbindung zu ihm da. Die Schmerzen hätten mich beinahe umgebracht. Dumbledore kam grade noch rechtzeitig. Der Stein wurde zerstört, und ich habe Voldemort in die Flucht geschlagen."
Scott sah ihn mehr oder minder entsetzt an, was Harry schmunzeln lies. „Merlin. Harry das ist ...oh Mann", stöhnte er.
„Es geht noch weiter, Max. In meinem Zweiten Jahr stand ich ihm erneut gegenüber. Genau gesagt seinem 16- jährigen selbst. Ich habe das ganze Jahr über Stimmen im Schloss gehört die sonst keiner hörte. Es gab Angriffe auf Schüler. Durch Zufall kam auch heraus, dass ich ein Parselmund bin."
„Du beherrschst Parsel? Du kannst mit Schlagen sprechen?" fragte der Lehrer ungläubig.
„Ja, Leider. Die Angriffe hingen mit einer Legende zusammen. Die Kammer des Schreckens, erbaut von Salazar Slytherin, ebenfalls Parselmund. Er hatte sie hinterlassen, um durch seinen Erben die Schule von allen zu Reinigen, die es seiner Ansicht nach nicht wert waren Zauberei zu studieren. Muggelgeborene in erster Linie. Diese Kammer war schon einmal geöffnet worden, vor 50 Jahren. Damals war ein Mädchen zu Tode gekommen. Dann geschah es wieder. Nicht das jemand starb. Das sie geöffnet wurde. Man hielt mich für seinen Erben, weil ich, wie er mit Schlangen sprechen kann.
Hermine war es, die herausgefunden hatte worin der Schrecken bestand. Ein Basilisk. Dann wurde Rons Schwester Ginny in die Kammer entführt. Unser neuer Lehrer in Verteidigung war ein Idiot. Gilderoy Lockhart."
„Dieser Schwindler? Der lügt doch von vorn bis hinten", entgeisterte sich der Lehrer.
„Richtig. Als es dann hieß, er solle Ginny retten, da er ja wüsste wo der Eingang zur Kammer war, wollte er sich aus dem Staub machen.
Hermine war versteinert worden wie einige andere Schüler auch. Ron und ich, wollten Lockhard helfen, da wir ja herausgefunden hatten wo der Eingang war und mit was er es zu tun bekommen würde. Da haben wir dann auch die Wahrheit erfahren. Das, worum es in seinen Büchern geht, war alles geklaut. Er hat den Hexen, die es geleistet hatten, einfach das Gedächtnis gelöscht.
Der Eingang war das Mädchenklo im dritten Stock. Die Getötete hat den Ort nie verlassen. Die Maulenden Myrthe. Sie war das Opfer des Monsters. Öffnen konnte den Eingang nur ein Parselmund. Also hab ich es getan. Lockhart haben wir mitgenommen, was allerdings unser Fehler war. Er wollte uns auch das Gedächtnis nehmen, hat aber Rons kaputten Zauberstab dazu benutzt und seinen eigenen Fluch abbekommen. Da die Höhle dadurch zum Teil einstürzte musste ich allein weiter.
Ginny hatte die Kammer geöffnet. Voldemort hatte über ein Tagebuch die Kontrolle über sie übernommen und sie hatte ihm damit die Kraft gegeben sich zu befreien. Er hat den Basilisken auf mich gehetzt. Mein Parsel half mir nicht, da das Monster nur auf ihn hörte. Ich habe ihn mit dem Schwert von Goderic Gryffindor besiegt. Das habe ich aus dem sprechenden Hut gezogen, den mir Fawks, Dumbledores Phönix, brachte.
Allerdings hab ich dabei einen Giftzahn in den Arm bekommen. Mir letzter Kraft habe ich das Tagebuch zerstört und Ginny das Leben gerettet. Und Fawks hat mir meins mit seinen Tränen gerettet."
Harry konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Scott schien alles aus dem Gesicht gefallen zu sein. Und er war sprachlos. Harry schwieg einen Moment. Er musste sich erst Sammeln für das nächste Kapitel. Nicht das er hier vor Scott in Tränen ausbrach.
Tief durchatmend setzte er dann fort. „Die Dritte war dann mal Voldemort frei. Dafür hatte ich ein anderes Problem. Der vermeintliche Verräter meiner Eltern war hinter mir her. Sirius Black. Da hatte ich meine erste Dementorenbegegnung und wir hatten mal einen Vernünftigen Lehrer in Verteidigung. Remus Lupin. Dass er ein Werwolf war, wusste ich nicht. Keiner wusste es.
Die Dementoren haben mir meine schlimmste Erinnerung gezeigt. Den Tod meiner Eltern. Wenn ich einem von ihnen begegnet bin, habe ich sie schreien hören. Voldemort hat meinen Vater einfach getötet, als er versuchte ihn aufzuhalten um meiner Mutter und mir die Flucht zu ermöglichen.
Meine Mutter hat ihn angefleht mich leben zu lassen und sie zu töten. Er hat sie getötet und wollte dann bei mir weitermachen. Dann sehe ich nur noch grünes Licht. Normalerweise werde ich Ohnmächtig, wenn mir eines dieser Biester zu nahe kommt."
„Oh Gott. Das ist… grausam." meint Scott.
„Remus hat mir geholfen, nachdem sie bei einem Quidditchspiel aufgetaucht sind und ich aus 15 m Höhe vom Besen gefallen bin. Er hat mir den Patronuszauber beigebracht. Im Laufe des Jahres habe ich dann auch erfahren das Remus ein Freund meines Vaters war, wie Sirius auch, und am Ende des Schuljahres bin ich ihm begegnet. Ich wollte ihn töten für das was er getan hat. Remus kam aber dazu und hat mich aufgehalten. Das war der Moment an dem Hermine zugegeben hat, dass sie schon länger wusste dass er ein Werwolf ist. Snape hatte als Remus ... krank war, dessen Stunde übernommen und mit uns Werwölfe behandelt.
Der kam dann auch dazu. Sirius war ihm, wie Remus, ein Dorn im Auge. Er war auch ein Mitschüler meines Vaters. Leider ein Slytherin und mein Vater war nicht ohne, was Streiche anging und Sirius ebenso wenig. Aber das lass ich lieber weg, sonst lyncht mich Snape.
Tatsache ist, das Hermine, Ron der auch dabei war und ich Snape geschockt haben, weil er Sirius den Dementoren ausliefern wollte. Seine Strafe war von lebenslanger Haft auf den Kuss des Dementors erhöht worden. Er wollte mir aber grade die Wahrheit erzählen."
„Bist du dir sicher, dass Sirius Black nicht der Verräter deiner Eltern ist? Er war ihr Geheimniswahrer, soweit ich das weiß." unterbrach der Lehrer ihn.
„Nein, war er nicht. Peter Pettigrew war es. Der den Sirius, umgebracht haben soll, wie 12 weiterer Muggel. Das ganze war ein Trick. Meine Eltern und Sirius wollten Voldemort austricksen. Sirius hat mit Peter, der auch ein Freund meines Vaters war, getauscht. Dass der ein Todesser war, hatte keiner geahnt. Sirius hatte Peter allein gestellt und der hat seinen Tod inszeniert.
Leider hatten wir keine Beweise für diese Geschichte. Es war Vollmondnacht. Wir waren in der Heulenden Hütte und Remus hatte uns beobachtet wie wir... na ja. In jedem Fall hat er sich in einen Werwolf verwandelt und nur dank Sirius sind wir noch am leben und unverletzt. Remus, der bis er Sirius traf auch geglaubt hatte er wollte mich töten, hatte in der Eile uns zu retten den Banntrank vergessen. Snape war bewusstlos, Pettigrew, der ein Animagus ist und sich in eine Ratte verwandeln kann und sich auch so 12 Jahre lang als Hausratte bei Ron versteckt hat, ist geflohen. Das mit dem Animagus wusste keiner außer Remus, Sirius und meinem Vater.
Sirius, der Remus in die Flucht geschlagen hatte, geriet dann in Gefahr. 20 Dementoren waren auf ihn aufmerksam geworden und hatten ihn am See eingekreist. Einer wollte ihn Küssen. Da habe ich es das erste Mal geschafft einen Gestaltlichen Patronus zu beschwören. Und ich musste Sirius zur Flucht verhelfen. Snape hatte allen weiss gemacht, dass wir drei unter einem Bann standen. Remus war ein Werwolf, denen glaubte man eh nicht. Uns blieb keine andere Wahl."
„Dein... dein Leben ist echt aufregend. Aber... dann weißt du wo Bl... Sirius Black ist? Hat er das unverletzt überlebt?"
Harry seufzte und schloss für einen Moment die Augen. Es war hart, aber er hatte es sich selbst eingebrockt. Andererseits war er auch bei Snape vorhin nicht zusammengebrochen. Und er würde es jetzt auch nicht tun.
„Er hat es unverletzt überlebt, wo er ist... das weiß Merlin allein. Ich leider nicht." Die Wahrheit ging Scott nichts an. Sirius war offiziell noch nicht für Tod erklärt, warum auch immer und Scott musste die Wahrheit nicht kennen. „Viertes Schuljahr. Trimagisches Turnier. Voldemort hatte einen Spion hier eingeschleust. Meinen neuen Verteidigungslehrer. Es war nämlich so, dass der gute Snape zufällig seinen Schülern gegenüber hat fallen lassen, das Remus ein Werwolf ist. Und der ist daraufhin gegangen. Der Neue war ein Ex-Auror. Alastor, oder auch Mad-Eye Moody."
„Ich kenne Ihn. Er ist kein Spion", protestierte Scott. „Ich weiß. Einer von Voldemorts Anhängern hatte sich aber mit dem Vielsafttrank in ihn verwandelt. Er hat mich in und durch das Turnier gebracht. Und auch den Pokal in einen Portschlüssel verwandelt. Der hat dann mich und den eigentlichen Hogwartschampion zu Voldemort gebracht. Peter Pettigrew, der wieder zu seinem Meister gekrochen war, hat ihn vor meinen Augen getötet, einfach so. Und ich durfte dann an Voldemorts Wiederbelebung teilhaben. Aktiv. Anschließend hat er mich gefoltert und mich zu einem Duell herausgefordert."
„Du hast dich mit Ihm duelliert und du hast es... wie hast du das überstanden?" Harry schnaubte nur. „Mit mehr Glück als Verstand und einem Zufall. Wissen sie was Priori Incantatem bedeutet?"
„Nein… nie gehört", meinte der Lehrer zweifelnd. „Ganz einfach. Zwei Stäbe die im Kern gleich sind, reagieren in einem Duell nicht auf die gleiche Art aufeinander wie andere Stäbe. Sie verbinden sich und man kann einen der Stäbe zwingen, die Zauber die er bewirkt hat rückwärts zu zeigen.
Das genau ist passiert. Der Kern meines Stabes und der von Voldemorts bestehen aus Phönixfedern, die von ein und demselben Phönix stammen. Ich wusste das seit ich meinen Stab habe, was das aber bedeutet habe ich erst in dieser Nacht erfahren.
Cedric, ein Muggel, eine Ministeriumshexe und meine Eltern sind als Abbilder herausgekommen und haben mir das Leben gerettet. Sie haben ihn so lang hingehalten bis ich den Portschlüssel erreicht hatte. Die Todesser die er gerufen hatte, haben mich nicht erwischt, Gott sei dank.
Hier auf Hogwarts war es dann der Spion der mich töten wollte. Bartimus Crouch jnr. . Dumbledore hatte es grade noch rechtzeitig bemerkt. Leider war der Minister so, Verzeihung, seltendämlich und hat ihn von einem Dementoren Küssen lassen. Er wollte es nicht wahrhaben, das der gefährlichste Magier aller Zeiten zurück ist."
Scott hatte sich inzwischen auf den Boden des Turms gesetzt und starrte Harry an. Er war ein bisschen blass geworden. Und scheinbar nun völlig sprachlos.
„Im letzen Jahr hatte ich dann ein nettes kleines Problem mit ihrer Vorgängerin. Dolores Umbridge. Was sie mit uns gemacht hat, müssten sie ja eigentlich wissen. Ich habe mich etliche Male mit ihr angelegt und die Strafarbeiten waren einfach hinreißend. Eine Feder mit der man mit seinem eigenen Blut schreibt und die das geschriebene in die Hand einritzt. Der Traum eines jeden von uns. Und nebenbei hat Voldemort mir über Träume weiß gemacht, dass ein Mensch, der mir einfach alles bedeutet, in seiner Gewalt ist. Ich wollte ihn befreien und habe zu spät erkannt, dass es ein Trick war. Dieser Mensch ist gekommen um mich zu retten und hat dabei sein Leben gelassen. Und ich stand Voldemort erneut gegenüber. Und wäre Dumbledore nicht gewesen, wäre ich Tod.
Also... mein Leben hier ist alles andere als sicher. Und ich habe genug Gründe um mir sogen zu machen. Er hat allein diesen Sommer schon drei Mal versucht mich zu töten. Und ich wage kaum darüber nachzudenken, was er dieses Jahr alles anrichten wird. Er ist stärker als je zuvor und ich bin sein Ziel. Ich bin es den er Töten will. Er will Rache für das was ich ihm angetan habe. 13 Jahre am Rande der Existenz. Mehr tot als lebendig.
Dass ist mein Leben und mein Leiden, Max. Der Große Harry Potter. Die Seite die keiner sieht, außer denen die mir nahe stehen. Und die sind in ebenso tödlicher Gefahr. Und nun sagen sie mir, wie soll ich mir da keine Sorgen machen, wenn es jeden Tag passieren kann das Ron, Hermine, Ginny oder Rons Familie etwas zustößt?
Max, nichts gegen sie persönlich, aber wie soll ich da einem Fremden vertrauen? Ich hätte nie gedacht, dass Voldemort es schafft ein Jahr lang einen Spion direkt unter Dumbledores Nase hier auf Hogwarts zu halten. Ein falsches Wort zu einer falschen Person und es könnte den Tod eines Menschen der mir nahe steht bedeuten."
Scott schien, von dem was Harry ihm grade erzählt hatte, völlig geplättet zu sein. Der setzte sich dem Lehrer gegenüber und studierte ihn. Die Haare waren tatsächlich schulterlang und leicht gelockt. Warme, freundliche Gesichtszüge, rehbraune Augen die grade an ihm vorbei ins Leere starrten. Der Mann sah gut aus, musste er zugeben. Und nett war er ja auch irgendwie, aber an seinen Engel kam er nicht ran. Bei weitem nicht.
„Da habe ich bei ihnen wohl etwas völlig zum Einsturz gebracht, oder warum sind sie so schweigsam?" fragte Harry leise. Scott sah ihn an. Seine Miene war völlig ausdruckslos. „Ich bin einfach nur geschockt. Du redest so... so locker darüber. Als... als würde es dir nichts ausmachen. Aber eines verstehe ich dann nicht ganz. Warum erzählst du mir das. Nach deiner Ansicht könnte auch ich ein Spion sein." „Ich habe ihnen nichts erzählt, was Voldemort nicht eh schon weiß. Und ich kann das Geschehene nicht ändern. Wenn ich das könnte, würde ich schon den Tod meiner Eltern ungeschehen machen.
Meine Kindheit, das vor Hogwarts, war ebenfalls ein Alptraum. Der große Harry Potter, Held der Zauberwelt, ist bei Muggeln aufgewachsen. Er hat die ersten zehn Jahre seines Lebens in einem Schrank unter einer Treppe geschlafen. Seine einzigen lebenden Verwandten haben ihn behandelt wie ein Stück Vieh, wie einen Hauselfen.
Wenn es nach ihnen gegangen wäre, wäre ich nie nach Hogwarts gekommen. Sie haben alles verachtet was nur im Entferntesten mit Magie zu tun hatte. Sobald ich nur das Wort Zauber in den Mund genommen habe oder etwas passierte was sie sich durch Magie erklärten haben, hat man mich in den Schrank gesperrt. Ohne Essen. Während mein Vetter nach Strich und Faden verwöhnt wurde, wurde ich verleugnet. Für die Schwester meines Onkels gehe ich in ein Sicherheitszentrum für kriminelle und schwererziehbare Jungendliche. Meine Eltern waren Säufer und Arbeitslose und sind bei einem Autounfall umgekommen.
Bis zu diesem Sommer habe ich die abgetragenen Sachen meines dreimal so breiten Vetters tragen müssen, weil sie keinen Penny zu viel für mich ausgeben wollten. Ich habe immer nur einen Teller voll zu essen bekommen. Und selbst damit war ich ihnen zu teuer. Und sie waren gewiss nicht arm. Mein Onkel hatte seine eigene Firma die mehr als gut lief. Sie haben selbst durch mich nicht am Hungertuch genagt."
„Das ist Grausam. Das ich echt grausam. Harry... wenn... Junge ich weiß nicht was ich darauf sagen soll. Wie ich darauf reagieren soll. So was habe ich noch nie gehört. Das was du erlebt hast ist... unglaublich", meinte Scott.
„Aber wahr. Und ich hasse jede einzelne Tat. Ich pfeife auf all den Ruhm und die Ehre. Ich hasse es im Mittelpunkt zu stehen. Egal wo ich hinkomme, jeder starrt als erstes auf meine Stirn um sicher zu gehen das ich es auch wirklich bin. Ich kann mich nirgends sehen lassen, ohne dass getuschelt wird. Und das nervt einfach nur."
„Das Schicksal hat es echt nicht gut mit dir gemeint. Du hast ein verdammt hartes Los gezogen und ich verstehe dich. Bei all diesen Erfahrungen, vor allem mit den Menschen die meinen Posten hatten, würde ich mir an deiner Stelle auch nicht vertrauen. Wenn ich versuche mich in dich hineinzuversetzen, und ich weiß das ist fast unmöglich, würde ich nur sehr, sehr wenigen Menschen vertrauen. Und ich kann nur für dich hoffen, dass die Menschen denen du vertraust die richtigen sind. Vielleicht schaffe ich es ja auch über das Schuljahr hinweg einer dieser Menschen zu werden. Ich kann dir nur anbieten zuzuhören wenn du reden möchtest; ich höre dir gern zu. Egal was es ist. Und wenn es Probleme mit deiner Freundin sein sollten, du kannst gern zu mir kommen."
Harry musste schmunzeln. Probleme mit seiner Freundin? Dann müsste er Scott erst mal aufklären, dass er Schwul war. Denn das war er. Definitiv. Er hatte es beobachtet. Keines der Mädchen machte ihn mehr an. Nicht mal mehr Cho, löste bei ihm ein Feuerwerk der Gefühle aus. Stattdessen ertappte er sich dabei, wie er den Jungs aus seinem Jahrgang einen Blick zu warf.
„Danke für das Angebot, vielleicht komm ich ja wirklich mal darauf zurück. Aber... es gibt da was, was sie tun können", meinte Harry. „So? Was denn?" fragte der Lehrer. „Halten sie das Jahr durch. Überleben sie es. Sie sind ein guter Lehrer und es wäre schade, wenn wir schon wieder einen verlieren würden. Brechen sie endlich den Fluch, der mit dieser Stelle verbunden ist." Scott schmunzelte. „Nun, ich kann es ja mal versuchen. Warum nicht. Aber nun lass uns rein gehen. Es ist nach Mitternacht und du solltest schon längst im Bett liegen zu schlafen."
Ron weckte Harry am nächsten Morgen, viel zu früh für seinen Geschmack. „Los hoch mit dir. Ich hab Hunger!" forderte der Rotschopf nun schon zum dritten Mal. Genervt stand Harry auf. „Ich komm ja", brummte er und sprang aber noch schnell unter die Dusche. Hermine kam auch grade in den Gemeinschaftsraum, als Harry die Treppen hinter Ron hinabstieg. Wehmütig beobachtete er wie die beiden sich mit einem Kuss begrüßten. Remus und er waren noch nicht mal vierundzwanzig Stunden getrennt und er hatte schon wieder Sehnsucht nach ihm. „Mein Schicksal!" dachte er wehmütig und folgte seinen Freunden schweigend zum Frühstück.
„Sag mal, was wollte Snape denn gestern vorn dir? Du warst ja ganz schön lange weg." fragte Hermine. „Okklumentikunterricht. Ich durfte ein paar unschöne Dinge erleben und brauchte Ruhe. Vor allem weil unser Lieblingsslytherin dabei war", murrte Harry, während er sich ein Stück Toast mit Marmelade bestrich. „Wie? Malfoy war da? Wieso denn das?" fragte sein rothaariger Freund. „Na ja. McGonagall hat ihn erwischt wie er mich bedroht hat und Snape hat ihm wohl eine Strafarbeit aufbrummen müssen. Er war im Vorratsraum und hat die Zutaten sortiert", erklärte Harry und sah sich um. Der Blondschopf saß noch nicht am seinem Tisch und Harry hegte grade die Hoffnung, dass der auch so schnell dort nicht auftauchen würde, als eben dieser die Halle betrat.
Und wie es nicht anders zu erwarten war grinste er Harry hinterhältig an und rief, so das es alle hören konnten: „Hey, Potter. Tolle Vorstellung gestern Abend. Ein Wunder das du nicht angefangen hast du heulen!" Der gesamte Slytherintisch johlte auf und klatschte. Obwohl Harry sich sicher war, dass nicht mal die Hälfte wusste worum es ging. Er sah erst ihn und dann Snape an. Der hatte einen gleichgültigen Ausdruck auf dem Gesicht, was Harry noch wütender machte. Er wandte sich Draco zu der sich grade gesetzt hatte. „Freut mich, dass du dich amüsiert hast. Ich war leider zu beschäftigt um dir beim Putzen auf Muggelart zuzusehen. Haben das deine zarten Fingerchen überhaupt verkraftet? Oder musste Professor Snape dir erst zeigen wie es geht?", meinte er grinsend und es hatte Erfolg. Außer den Slytherins johlte nun der Rest der Halle lachend auf und Snape versuchte ihn mit seinen Blicken aufzuspießen.
Dann kam die Post und eine Eule brachte Hermine den Tagespropheten. „Oh Gott!" stöhnte sie, gleich nachdem sie die Zeitung entrollt hatte. „Was ist?" fragten Ron und Harry wie aus einem Mund. Hermine legte die Zeitung auf den Tisch. Ginny und Neville die neben ihr saßen lehnten sich zu ihr rüber und Harry stand auf um genauer sehen zu können was los war.
Zaubereiminister Magnus Stevens nur knapp einem Anschlag entkommen
Gestern am späten Abend wurde der Zaubereiminister Opfer eines Anschlags. Er war auf dem Heimweg von einem Besuch bei dem Premierminister der Muggel, als mehrere Todesser auftauchten und ihn angriffen. Dank des beherzten Eingreifens einiger Polizisten (Muggel die die Bürger schützen), des Premierministers selbst und zweier Auroren, ist der Zaubereiminister mit dem Schrecken davon gekommen. Zum Bedauern aller Beteiligten konnten die Angreifer unerkannt fliehen.
Die Ironie der ganzen Geschichte ist, dass genau bei diesem Treffen, der Minister der Muggel darüber informiert wurde, dass beide Welten vor einer großen Gefahr stehen. Der Unnennbare ist zurück an der Macht und stärker als je zuvor. (Wir berichteten). Gemeinsam wollen die Regierungsoberhäupter versuchen die Gefahr so rasch wie möglich aufzuhalten und dem Unnennbaren ein für alle mal das Handwerk legen. Uns stellt sich allerdings die Frage, wie dies geschehen soll?
Jahrelang haben mächtige Zauberer versucht den, dessen Name nicht genannt werden darf, aufzuhalten und am Ende war es ein einjähriges Kind, das ihn, wie wir jetzt wissen, beinahe getötet hat. Harry Potter. Morgen beginnt hierzu unsere Serie Harry Potter, so ist er wirklich.
Auf jeden Fall steht fest, dass wir alle auf der Hut sein müssen. Jeder könnte das nächste Ziel des Unnennbaren sein. Uns bleibt nur zu hoffen, dass es dieses Mal gelingt den schrecklichsten Magier aller Zeiten für immer zu vernichten und dass, ehe wieder hunderte Zauberer sterben und sich das Schicksal des Harry Potter wiederholt.
Ihre Sonderkorrespondentin Rita Kimkorn.
Harry stöhne nur. Sein Schicksal hatte sich schon wiederholt. Ein Kind hatte beide Eltern im Kampf gegen Voldemort verloren. Dabei fiel ihm ein, er sollte Lisa mal schreiben. Freuen würde sie sich sicher. „Hey Potter. Hast du es mal wieder geschafft. Und dann gleich eine ganze Serie. Nicht schlecht. Wann veröffentlichst du eigentlich ein Buch?" feixte Malfoy. „Nicht aufregen", bat Hermine. „Ich reg mich nicht auf. Ich rege mich überhaupt nicht auf. Ich bin nur drauf und dran Malfoy alles an Flüchen auf den Hals zu jagen die ich beherrsche. Lasst uns gehen!" knurrte Harry und verlies den Tisch. Neben Hermine und Ron waren ihm auch Neville, Ginny und Luna gefolgt.
„Warum können die es nicht lassen? Warum müssen die immer wieder alte Geschichten aufwärmen. Und dann gleiche eine Serie. Was soll der Mist?" fluchte Harry vor sich hin, während er zum Turm hochging um seine Sachen für Zauberkunst zu holen. „Die haben nun mal ihren Spaß dran. Die wollen nur die Verkaufzahlen steigern. Reg dich nicht darüber auf. Hör einfach darüber hinweg was die Slytherins sagen", meinte Hermine. „Nicht hinhören? Wie soll das denn gehen?" meinte Ron. „Ignorier Malfoy. Dann verliert er irgendwann den Spaß daran dich fertig zu machen." Harry schnaubte nur. Als wenn das gehen würde.
Bitte nicht erschlagen oder lynchen. Ich weiß es war etwas langweilig, aber ich versichere euch, das mit Scott und Harry hat später eine große Bedeutung. Das nächste wird auch wieder besser.
Und wenn ich das mal ganz dezent Anmerken darf, viele Reviews ermuntern michdas nächste Chaps on zu stellen.
und jetzt ganz schnell um die näcshte Ecke verschwind
