Wow!
Danke für das zahlenreiche Feedback ;) hat mich sehr sehr gefreut ^^
ava aurora ark: ob Snape so gemein bleibt? nun... wir werden sehen ;) hoffen wir das Beste für Hermine... immerhin muss sie jetzt erst mal über Ron hinweg kommen...
Annie: Jedem das seine:) ich mag solche 'Heiratsgesetz' -Dingsies ;) nur kurz: ich hab nicht vor es den beiden leicht zu machen oder gleich kurz nach der Hochzeit alles Friede-Freude-Eierkuchen-mäßig ablaufen zu lassen... aber... mehr sag ich nicht ;)
Auch noch mal allen anderen, die geschrieben haben DANKE :* ich liebe euch
So... genug getratscht... weiter geht's!... Viel Spaß
10. Kapitel
Hermine brach es das Herz wie finster und hasserfüllt Ron sie den weiteren Tag über betrachtete. In den gemeinsamen Unterrichtsstunden setzte er sich sogar freiwillig zu Neville in die erste Reihe, nur um nicht in ihrer Nähe sitzen zu müssen.
Harry, dem Ginny, nach ihrem plötzlichen Verschwinden heute morgen, alles berichtet hatte, starrte manchmal verstohlen zu ihr rüber. Er redete nicht viel mit ihr und schien unsicher, was er von der ganzen Sache halten sollte. Sein Blick war vorwurfsvoll und verwirrt gleichermaßen. Hermine hatte momentan nicht die Kraft dazu mit Harry zu sprechen und solange sie sich selbst noch nicht sicher war, was sie von alledem halten sollte, wollte sie sich vor ihm auch nicht verantworten.
Aber Ron war ihr momentan wichtiger. Sie wollte ihn nicht verlieren. Doch bevor sie mit ihm sprechen konnte, war er immer schon aus der Klassenzimmertür verschwunden.
Nach dem Verwandlungsunterricht am Nachmittag rief McGonagall Hermine zu sich, sodass sie dieses Mal nicht die Gelegenheit bekam Ron überhaupt irgendetwas erklären zu können. Traurig sah sie ihm nach, als sie vor zu ihrer Lehrerin schlurfte.
„Hermine... Sie glauben gar nicht, wie... nun... überrascht ich war, als mir Professor Snape heute Morgen erzählte, dass Sie zugesagt haben eine Ehe mit ihm einzugehen! Das kam... unerwartet.", begann die alte Hexe ihr Belangen sofort auf den Punkt zu bringen.
Sie musterte Hermine abschätzend über den Rand ihrer Brille und legte überlegend die Fingerspitzen aneinander. Hermine wand sich unbehaglich. Was sollte sie darauf antworten? Ihr die Wahrheit erzählen? Wohl kaum... Plötzlich schien die Holzmaserung an dem großen Schreibtisch interessant genug, um sie mit den Fingern nachzuzeichnen.
„Okay... ich verstehe, dass Sie nicht mit mir darüber reden wollen. Ich würde nur gern verstehen, warum Sie Professor Snape Draco Malfoy vorziehen, den sie wiederum ablehnten, da sie um jeden Preis mit Ronald Weasley zusammen bleiben wollten."
„Ich habe meine Meinung eben geändert!", antwortete Hermine leise und und nicht besonders viel sagend.
McGonagell wusste also nicht, dass sie bei Snape eingestiegen war... gut. Hätte Snape ihr das gesagt, wäre sie sicher, trotz ihrer Abmachung mit dem Slytherinoberhaupt, schon heute morgen von der Schule geflogen.
„Jaah...Das haben Sie... Aber so kommen wir nicht weiter. Ich möchte Ihnen doch nur helfen Mädchen... Bitte sehen Sie mich nicht als ihre Feindin. Sollten Sie mit jemanden Reden wollen, ich werde immer ein offenes Ohr für Sie haben."
Hermine nickte. Es war gut die Schulleiterin hinter sich zu wissen. Nicht so wie ihre Freunde, die sie mit großer Wahrscheinlichkeit bald im Stich lassen würden.
„Gut... vielleicht beruhigt es Sie zu hören, dass Professor Snape Ihnen trotz der Heirat den weiteren Schulbesuch erlaubt... was in dieser Situation nicht selbstverständlich ist. Dafür sollten sie dankbar sein... Es steht Ihnen beiden zu, nach der Hochzeit zwei freie Tage, als eine Art Flitterwochen, zu verbringen. Während dieser Zeit werden Sie sich nicht in Hogwarts aufhalten, am besten sie bitten Mr. Potter oder Mr. Weasley Ihnen Ihre verpassten Aufgaben zu besorgen. Danach läuft eigentlich alles wie zuvor ab, nur dass sie in die Kerker umziehen werden."
Hermine kaute an ihrer Unterlippe, während sie McGonagall zuhörte. Das hörte sich ja rosig an. Immer wieder fragte sie sich, wie sie nur in so ein Schlamassel geraten konnte. Denn garantiert würde nach der Hochzeit nichts mehr so sein, wie zuvor. Sie würde mit Snape zusammenleben müssen. Allein das ließ sie unangenehm schauern.
„Sie sollten sich dieses Hogsmeadewochenende vielleicht nach einem schicken Kleid für die Zeremonie umsehen.", versuchte die Schulleiterin ihre Schülerin zum Lächeln zu bringen.
Hermine tat ihr den Gefallen und lächelte brüchig.
„Nun gut... ich will das hier nicht unangenehm in die Länge ziehen.", meinte die Alte ergeben und ruckte ihre Brille mit einer Handbewegung ihre Nase nach oben. „Ich merke schon, dass Sie momentan nicht darüber sprechen möchten. Dürfte ich dennoch fragen, was mit Ihren eigentlichen Plänen passiert ist? Mr. Weasley scheint ja ziemlich aufgewühlt."
Sehsüchtig blickte Hermine zur Tür, fast so als hoffte sie, dass Ron gleich die Tür aufriss und sich bei ihr entschuldigte,sie sich über die Schulter schmiss und mit ihr fort lief.
„Es hat nicht sollen sein!", antwortete Hermine fest, aber mehr um sich selbst, als ihre Professorin davon zu überzeugen.
0o0o0o0o0o0o0o0o
Am Abend brütete Hermine an einem der Tischgruppen im Gemeinschaftsraum über ihren Hausaufgaben. Sie hatte den Drang unterdrücken müssen in die Bibliothek zu wechseln, da Ron mit Harry in den alten Sesseln vor dem Kamin saß und ihr ständig böse Blicke zuwarf, sofern er sie nicht stur ignorierte. Harry hatte sich zumindest bei ihr verabschiedet, als er sich zu Ronald setzte.
Ihr schwarzhaariger Freund redete ununterbrochen auf seinen Kumpel ein, aber Hermine konnte nicht verstehen, über was genau sie sprachen, da heute alle Gryffindors im Gemeinschaftsraum zu sein schienen und ein ständiges Geschnatter und Auflachen jedes Gespräch verschluckte. Aber die junge Hexe war sich hundertprozentig sicher, dass die beiden über sie sprachen.
Als Hermine merkte, dass sie schon eine ganze Zeit lang zu ihnen rüber starrte, schnaubte sie genervt und fasste ihre Feder fester. Sollten sie doch über sie reden. Man konnte nichts mehr ändern. Egal ob die Jungs sich für ihre Freundschaft oder dagegen entscheiden würden, sie würde Professor Snapes Frau werden... Oh Merlin hilf!
Ginny, die gerade aus ihrem Schlafsaal die Treppen runter gekommen war, schüttelte kurzerhand Colin ab, der sie zu einer Partie Zauberschach einladen wollte, sah einmal skeptisch zu Harry und Ron und setzte sich dann doch zu Hermine an den Tisch.
„Hey!"
Hermine sah kurz auf kritzelte aber gleich an ihrem Aufsatz weiter.
„Hallo..."
„Und? Wie geht's dir?"
Hermine seufzte und legte ihre Feder beiseite.
„Wie soll's mir schon gehen, Ginny?",fragte sie rhetorisch.
„Naja... ich dachte, da Ron sich wie das absolute Arschloch aufführt, wäre die ganze Sache ein bisschen leichter für dich.", zuckte Ginny mit den Achseln.
„Wenn es nur so wäre... Er ignoriert mich total und er lässt es nicht zu, dass ich mich erkläre. Ich liebe deinen Bruder Ginny... auch wenn ich einen anderen heiraten muss..."
Mitleidend lehnte Ginny sich über den Tisch und umarmte ihre Freundin, die schon wieder Tränen in den Augen hatte.
„Egal was kommt, Hermine!", flüsterte sie in ihr Ohr, „Du kannst immer zu mir kommen und Harry steht auch hinter dir... glaub ich! Jedenfalls bist du nicht alleine."
„Danke!"
Das erleichterte Hermines Herz doch sehr. Vielleicht würde sie Ron ja doch irgendwann vergessen können. Aber es bestand ja noch eine klitzekleine Möglichkeit, dass er ihre Lage verstand und sie zumindest Freunde bleiben konnten. In ihr war immer noch Hoffnung. Immerhin waren sie über sieben Jahre die besten Freunde gewesen und hatten schon so einige Streitigkeiten überstanden.
Ginny setzte sich wieder zurück auf ihren Stuhl.
„Wann ist es denn soweit?", wollte sie plötzlich wissen.
Hermine erwischte sich bei dem Gedanken, dass sie noch nicht mal einen Blick auf das Schreiben des Ministeriums gewagt hatte, seit sie es heute früh von Snape erhalten hatte. Sie war so mit Ron beschäftigt, dass sie es schlicht und einfach vergessen hatte. Sie zog den zerknitterten Zettel aus den Untiefen ihrer vollgestopften Tasche und glättete ihn provisorisch.
„Die Zeremonie ist... oh man... schon Sonntag?"
Ginny nahm Hermine das Schreiben ab und überflog den Inhalt mit zuckenden Augen.
„Die haben's ja verdammt eilig... das ist schon in drei Tagen."
„Ich muss mir noch ein Kleid kaufen...", murmelte Hermine, während sie ihre Feder wieder zur Hand nahm und nervös an ihr herum zu fummeln begann , bis sie ganz zerzaust aussah. Schnell legte sie sie wieder beiseite und sah zu Ginny auf, die sie mit schräg gelegtem Kopf musterte.
„Man musst du nervös sein..."
Sah man ihr das so an? Na ja... Immerhin heiratet man nicht alle Tage einen Menschen, den man kaum kennt. Und alles nur wegen Fudge... Hermine war sich sicher: Mit Kingsley als Minister wäre vieles anders gekommen.
„Das wärst du auch!", antwortete Hermine zickig, fühlte sich aber dann schlecht, dass sie ihre Freundin so angemault hatte.
Schließlich war es nicht Ginnys Schuld, dass sie selbst so durch den Wind war. Sie war nur unendlich sauer auf Fudge, der diesen dummen Erlass durchgebracht hatte, auf Ron, der ihr dafür die Schuld gab, dass ihre gemeinsame Zukunft Geschichte war und auf Snape, den sie nun, wegen ihrer eigenen Dummheit, zu heiraten hatte.
„Sorry, Ginny! War ein anstrengender Tag. Und die nächsten werden auch nicht besser... Ich muss noch zwei Aufsätze schreiben, die ich schon morgen abgeben muss, da ich erst wieder am Mittwoch Unterricht habe. Und dann muss ich noch einiges in Hogsmeade besorgen... und meinen Eltern sollte ich auch von den Neuigkeiten schreiben... und..."
„Hey... mal langsam mit den jungen Hippogreifen.", unterbrach Ginny, „Das wird schon. Wenn du willst kann ich dir mit den Aufsätzen helfen... und für Sonntag finden wir schon was für dich zum anziehen!"
„Du willst mit mir, statt mit Ron und Harry, nach Hogsmeade gehen?"
„Klaro... du brauchst mich jetzt mehr, als Harry! Der hat jetzt eh genug mit dem Hammel da drüben zu tun!", winkte Ginny Hermines Bedenken ab und deutete mit einem nachlässigen Kopfnicken in Rons Richtung.
0o0o0o0o0o0o0o0o
Wie immer an Hogsmeade- Wochenenden war in dem kleinen Dorf großer Trubel. Hermine war dankbar für die Ablenkung. Es tat einfach mal wieder gut, aus dem Schloss raus zu kommen. In den letzten Wochen, war es ihr irgendwie einengend vorgekommen.
Ginny und sie hatten sich gerade bei Rosmerta im Drei Besen aufgewärmt und leckere Butterbier getrunken. Jetzt standen sie wieder draußen und der eisige Wind färbte ihnen Wangen, Nase und Ohren Rot.
„Okay... Also ich war ja schon oft im Honigtopf und Zonko's... aber einen Klamotten-Laden hab ich hier noch nie gesehen...", war Ginny ratlos.
„Nun... irgendwas muss es hier aber geben. Sonst hätte mich McGonagall nicht hier her, sondern in die Winkelgasse geschickt."
Es dauerte eine ganze Weile - es war bereits kurz vor Mittag und Ginny und Hermine hatten so langsam großen Hunger - bis die beiden Hexen in einer unscheinbaren Sackgasse eine kleine Boutique entdeckten. Die Ladeninhaberin schien kaum älter als die beiden Gryffindors. Wahrscheinlich gab es diesen Laden noch nicht so lange, deshalb war er ihnen auch noch nie aufgefallen, sinnierte Hermine und erwiderte das freundliche Lächeln der blonden, grünäugigen Hexe.
„Guten Morgen!", herzhaft begrüßte diese ihre Kundschaft, „Ich bin Odelia Garden. Was kann ich für euch beide tun?"
„Ähm... Hi!", stammelte Hermine und reichte der stürmischen, jungen Frau die Hand.
„ODI?", kreischte Ginny, drängelte sich an Hermine vorbei und umarmte die Ladeninhaberin, sodass diese total überrumpelt nach hinten taumelte.
„Oh! Ginny...", lachte sie, als der Rotschopf sie endlich wieder los ließ, und schien sich zu erinnern, „Was tust du denn hier?"
„Das sollte ich dich fragen! Ich geh noch nach Hogwarts...Ich dachte du bist in Ägypten!?"
„War ich auch... ich bin vor einem Monat wieder zurück gekommen... Vielleicht hast du von dem neuen Erlass des Ministeriums gehört? Tja... jetzt musste ich hier meinen Laden aufmachen."
Ginny war entsetzt.
„Sag nicht, dass du auch betroffen bist?"
Odelia seufzte.
„Gut... dann sag ich's nicht... Auch? Bist du auch ausgewählt worden?"
„Oh... nein nein... ich nicht!", stellte Ginny richtig und zog Hermine, die ihrer beider Wiedersehen von der Seite beobachtet hatte, an der Hand nach vorn.
„Das ist Hermine!"
„Freut mich dich kennen zu lernen... Nenn' mich Odi! Ist das nicht eine Schande, was das Ministerium da veranstaltet? Ich hoffe nur ich finde noch rechtzeitig jemanden, mit dem man es aushalten kann, bevor ich irgendjemanden zugeteilt werde... lang ist ja nicht mehr.", tratschte Odelia.
Die etwas ältere Hexe war Hermine gleich von Beginn an sympathisch. Sie sagte immer sofort, was ihr auf dem Herzen lag und sie schien gern ihren Mund offen zu haben.
„Hermine sucht ein Kleid für ihre Hochzeit morgen.", unterbrach Ginny bevor Odelia noch weiter lästern konnte.
„Na dann Leidensgenossin...", grinste die blonde Frohnatur und zog Hermine am Arm mit sich weiter in den kleinen, gemütlich eingerichteten Laden, „...wollen wir doch mal sehen, was wir für dich schönes finden".
Obwohl Hermine der kleine Laden von Ginnys Freundin, die sie, wie die Gryffindor erfahren hatte, während ihres Urlaubs in Ägypten kennen gelernt hatte, sehr gefiel, wünschte sie dennoch einen anderen oder besser noch: gar keinen Grund für diesen Besuch hier zu haben. Egal welches Kleid sie anzog und Ginny vorführte, sie fand keines passend für eine Hochzeit mit Snape.
Ginny gefiel das knielange, weiße Trägerkleid am besten, aber Hermine weigerte sich weiß zu tragen. Sie fand das extrem unpassend und Odelia, die kurze Zeit noch eine andere Kundin bedienen musste, pflichtete Hermine bei. Sie empfahl ihr ein hellblaues, schlicht geschnittenes Kleid mit passendem Umhang, für dass sich die junge Braut schließlich auch entschied.
„Kopf hoch, Hermine... das wird schon wieder...", versuchte Odelia Hermine zu beruhigen, während sie das Kleid in eine Schachtel packte.
Auch ihr war nicht entgangen, dass die brünette Hexe nicht nur nicht glücklich über ihre Hochzeit war, sondern richtig verzweifelt. Sie selbst war ja auch nicht wirklich froh darüber, dass das Ministerium sich so in ihr Privatleben einmischte. Wer auf dieser dummen Liste war das schon? Ginny hatte ihr erzählt, dass Hermine einen ihrer Professoren heiraten würde und Odelia fand, dass es Hermine auch schlimmer hätte treffen können.
Sie selbst hatte Snape als Lehrer erlebt... gut sie war in Ravenclaw und nicht so in der direkten Schusslinie seiner schlechten Launen gewesen, aber musste sich nicht sogar er nach dem Krieg geändert haben?
Hermine, deren Laune gerade den Tiefpunkt erreichte, da gerade in diesem Moment die Ladentür aufschwang und doch wirklich Professor Snape mit finsterer Miene eintrat, verdrehte die Augen über ihr unverschämtes Glück.
„Glaub mir... da wird nichts wieder!", zischte Hermine der blonden Hexe beharrend zu, sodass Snape sie nicht hören konnte.
Odelia blinzelte verdutzt, ehe sie sich mit ihrem herzlichsten Lächeln an ihren neuen Kunden wandte.
„Guten Tag, Professor! Was kann ich für Sie tun?"
„Danke, ebenfalls!", erwiderte der Zauberer und setzte, da er seine beiden Schüler ansichtig wurde, seine undurchdringliche Maske auf.
Er trug einen elegant wirkenden Umhang über dem Arm und schien die Absicht verfolgt zu haben, ihn hier für morgen ändern zu lassen.
Hermine sah, wie sein Kiefer mahlte. Wahrscheinlich musste er sich irgendeinen spöttischen Kommentar verkneifen. Jedenfalls beschloss Hermine hier nicht länger als nötig zu bleiben. Bezahlt hatte sie ja bereits. Die junge Hexe wollte diesen einen, letzten Tag in Freiheit genießen. Immerhin würde es nie wieder so sein, wie zuvor... und bis in alle Ewigkeit mit Snape zusammen zu sein, konnte sie sich beim besten Willen immer noch nur als die reinste Hölle vorstellen.
Rasch nahm Hermine Ginny bei der Hand, packte die Tasche mit ihrer neuen Robe, verabschiedete sich entschuldigend bei Odelia und wollte aus der Tür.
Doch Snape hielt sie fest.
Hermine wollte ihn schon ankeifen, dass er sie sofort los lassen sollte, doch der strenge und missbilligende Blick, den er so von oben herab zukommen ließ, brachte ihre offene Wut zum verstummen, bevor sie sich überhaupt Worte zurecht gelegt hatte.
„Begrüßt man so seinen Bräutigam, Miss Granger?", sprach er eindringlich und wartete eigentlich nur darauf, dass sie sich aufbrausen und ihn beschimpfen würde, doch anscheinend hat ihr Gryffindor-Stolz sehr unter dem angedrohten Rausschmiss gelitten. Aber egal was gerade in der Kleinen vorging, er würde sich bei Merlins ungewaschenen Bart nicht so von ihr behandeln lassen. Er würde andere Seiten aufziehen.
„Nun?", hackte er nach und ließ seinen Griff unnachgiebig.
Ginny war nervös und tauschte gespannte Blicke mit Odelia aus. Die negative Spannung im Raum war zum Greifen nah. Hermine versuchte seinem scharfen Blick stand zu halten, aber irgendetwas in diesen dunklen Seen verunsicherte sie total. Sie senkte den Kopf und starrte stattdessen auf seine Hand, die immer noch ihren Arm umklammert hielt.
Ihre Faust ballte sich und ihr fiel mit Schrecken auf, wie angespannt wie wirklich war.
Nun gut... wenn alles was er wollte eine Begrüßung war, dann sollte er sie bekommen. Aber so schnell würde er sie bestimmt nicht mehr unter kriegen. Sicher hob sie den Kopf und blitzte ihm mit ihren Reh-braunen Augen entgegen.
„Ich wünsche noch einen schönen Tag, Professor! Wenn Sie mich jetzt bitte los lassen würden? Sonst kann ich meine weiteren Einkäufe nicht mehr rechtzeitig erledigen.", sagte sie bemüht neutral und Snape ließ sie los.
„Miss Granger, Miss Granger! Ihre Flausen werde ich Ihnen schon noch austreiben, merken Sie sich das!", prophezeite er ihr und hob gönnerhaft den Kopf, „Wir sehen uns morgen! Pünktlich... wenn ich bitten darf!"
„Sie dürfen!", antwortete Hermine keck und war auch schon aus der Ladentür getürmt, bevor das noch in einen ungewollten Wutanfall seinerseits ausartete.
Ginny stand unschlüssig im Laden und blickte verwirrt von Odelia zu ihrem Professor, der sie wiederum abwartend musterte.
Mit einem abgehackten: „Ich... äh... Wiedersehen Professor!", war schließlich auch Ginny verschwunden.
Na? Wer, außer mir, ist noch gespannt auf die Hochzeit?
LG
