Arthus – du bist ein richtig treuer Leser und Reviewer. Danke.
Kapitel 10 Somebody Like You
Sie war eingeschlafen. Sie hatten sich in den Raum der Wünsche geschlichen, kurz nachdem die Lichter ausgegangen waren. Sie hatten sich unten im Gemeinschaftsraum getroffen und den Tarnumhang benutzt, um in den 7. Stock zu schleichen. Dies mal war der Raum, der sich an Weihnachten in ein lauschige Hütte verwandelt hatte, einfach ein großes Schlafzimmer mit einem großen, bequemen Himmelbett. Harry dachte, dass er wem auch immer danken musste, dass er sich entschieden hatte solch einen Raum in das Schloss zu bauen. Es war wirklich der einzige Ort, an dem er und Hermine alleine sein konnten, ohne sich sorgen zu müssen, das jemand herein kommen könnte. In den vergangenen paar Monaten hatten sie ihn recht häufig benutzt.
Da es Samstagmorgen war, mussten sie sich keine Gedanken darüber machen, früh genug aufzustehen um in ihre Zimmer zurück zu kommen und sich für den Unterricht fertig zu machen, doch Harry hatte in ungefähr 15 Minuten Quidditchtraining. Im Augenblick versuchte er sich leise anzuziehen, um Hermine nicht zu wecken. Er saß auf der Bettkante und hatte gerade seine Jenas und seinen Pulli angezogen. Er beugte sich hinunter, um seine Turnschuhe und seine Socken aufzuheben, als er ein leises rascheln der Bettdecke hörte.
„Guten Morgen", sagte er, drehte sich um und sah, wie sie verschlafen ihre Augen rieb.
„Ist es bereits Morgen?", fragte sie müde.
„Ja", sagte er lachend, als er sich wieder umdrehte, um seine Socken anzuziehen.
„Was machst du?", fragte sie.
„Mich anziehen", sagte er.
„Nun, das kann ich sehen", sagte sie mit einem leichten Lachen. „Aber warum?"
„Quidditchtraining, erinnerst du dich?", fragte er sie.
Sie setzte sich im Bett auf und schlang die Arme um seinen Nacken.
„Wann musst du dort sein?", fragte sie ihn und legte ihren Kopf auf seinen Rücken.
„Neun Uhr", sagte er.
"Wieviel Uhr ist es jetzt?", fragte sie und küsste seinen Hals.
Er blickte auf seine Uhr.
„Zehn vor neun", sagte er.
„Also hast du noch etwas Zeit?", fragte sie und zog ihn weiter auf das Bett.
„Ja", sagte er nickend. „Doch ich muss unten noch meinen Besen holen."
„Hmmm", schnurrte sie.
„Hermine", sagte er lächelnd als sie ihn spielerisch auf das Bett runter drückte. Sie zog an seinem Pulli und begann ihn hochzuschieben.
„Ich sollte wirklich gehen", sagte er, er wusste wirklich nicht, wie er es schaffen sollte zu gehen, wenn sie weiter machte mit dem, was sie tat. Andererseits wollte er überhaupt nicht, dass sie aufhörte.
„Ja", sagte sie und nickte während sie ihn verrucht anlächelte. Sie begann seine Jeans aufzuknöpfen. „Ja, du solltest wahrscheinlich gehen. Du willst doch nicht zu spät kommen."
„Hermine", flüsterte er, als sie ihre Hände wandern ließ. Als er es nicht länger aushielt, zog er sie hoch, so das er sie küssen konnte.
„Was hast du über gehen gesagt?", fragte sie ihn, ihre Augen zwinkerten.
„Ich glaube, dass du einen schlechten Einfluss auf mich hast", sagte er und küsste sie wieder. Seine ganzen Gedanken an etwas anderes, verschwanden aus seinem Kopf.
Beinah eine halbe Stunde später, hatte Harry es schließlich geschafft sich von Hermine los zu reißen und zum Quidditchfeld zu kommen. Seine Mannschaftskameraden waren bereits in der Luft und trainierten.
„Nun, es ist aber verdammt Zeit, Harry!", rief Ron. „Wo zum Himmel warst du?"
„Ja, Harry", rief Ginny zu ihm herunter. „Wir dachten du hättest verschlafen oder so was."
„Hab die Zeit vergessen", rief Harry ihr ausweichend zu. Er bestieg seinen Besen und stieß sich vom Boden ab.
Ron beobachtet, wie sein Freund am Training teilnahm, aber er wusste, dass Harry nicht einfach die Zeit vergessen würde. Da musste mehr sein und er würde herausfinden, was es war.
Eineinhalb Stunden später, als Ron und Harry sich in den Umkleidekabinen umzogen, starrte Ron seinen besten Freund fragend an.
„Was ist?", fragte Harry.
„Wenn ich dich etwas frage, wirst du mir die Wahrheit erzählen?", fragte Ron ihn ernst.
„Ja", sagte Harry. „Frag."
Harry setzte sich auf die Bank. Ron jedoch blieb weiter stehen.
„Was ist los mit dir?", fragte Ron und lehnte mit dem Rücken gegen den Spind.
"Was meinst du?", fragte Harry ihn verblüfft.
„Nun, ich
habe bemerkt, dass du dich nachts aus dem Zimmer schleichst. Du
kommst bei Anbruch der Dämmerung zurück und sagst nicht wo
du warst. Geht irgendwas vor, was ich wissen sollte? Ich meine ist
etwas mit Du-weißt-schon-wen?"
„Nein", sagte Harry.
„Es hat nichts mit ihm zu tun." Sein Gesicht war rot. Er war sich
nicht sicher, ob das ein Thema war, dass er und Ron besprechen
sollten. Harry drehte sich von seinem Freund weg und beschäftigte
sich damit sein Handtuch und sein T-Shirt in die Tasche zu stopfen.
„Okay", sagte Ron langsam. „Wenn es das nicht ist, was geht dann vor sich?"
„Ron, vielleicht sollten wir zurück zum Schloss. Ich hatte heute Morgen keine Chance zu frühstücken, also bin ich ausgehungert. Lass uns was essen."
"Nicht, bis zu mir gesagt hast, was los ist", sagte Ron. „Komm schon, Harry."
Harry rutschte unbequem auf seinem Platz hin und her. „Ich glaube nicht, dass ich es dir sagen kann, Ron."
„Wir sind beste Freunde. Wir können einander alles erzählen, richtig?", fragte Ron ihn. „Ich meine, wenn du mich etwas fragst, werde ich es dir erzählen."
Harry sah ihn unsicher an. Ron starrte zurück, seine Augen bettelten Harry an, ihm die Wahrheit zu erzählen.
„Oh, okay", sagte Harry und fuhr sich mit der Hand durchs Haar. „Wenn ich es dir erzähle musst du mir versprechen, dass du es niemanden sonst sagst."
"Nicht mal Hermine?", fragte Ron.
„Nun, es hat mir ihr zu tun, aber ich weiß nicht, wie froh sie darüber wäre, wenn sie weiß, dass ich es dir erzählt habe."
Ron setzte sich neben Harry auf die Bank, eindeutig interessiert.
„Versprich es", sagte Harry.
"Ich werde es keiner Seele erzählen", sagte Ron. „Jetzt sag es mir."
Harry holte tief Luft. „Okay, du weißt, dass Hermine und ich uns vor Weihnachten getrennt haben, richtig?"
„Ja", sagte Ron ungeduldig. „Ich weiß das alles."
"Gut, dann weißt du auch, wie wir wieder zusammen gekommen sind", sagte Harry.
„Mit ein bisschen Hilfe von Ron Weasley", sagte Ron stolz.
„Ja, der bescheidene und geringe Ron Weasley", sagte Harry und rollte die Augen.
„Weiter", sagte Ron und ignorierte Harrys letzten Kommentar.
„Nun, wenn ich sagen, dass wir wieder zusammen gekommen sind", sagte Harry. „Meine ich wir sind vollkommen zusammen gekommen."
„Was meinst du?", fragte Ron verwirrt.
Harry hob seine Augenbrauen und beobachte, wie Erkenntnis Ron schließlich traf.
„VERDAMMT!", sagte Ron und schlug sich mit der Hand gegen die Stirn. „WILLST DU MIR DAMIT SAGEN, DASS DU UND HERMINE MITEINANDER GESCHLAFEN HABT?"
„Shhhh!", sagte Harry, fuchtelte mit den Händen und blickte sich um, ob irgendjemand Ron gehört hatte. „Mensch Ron, hättest du noch ein bisschen lauter sein können, weil ich glaube in Amerika haben sie nicht gehört."
„Entschuldige", sagte Ron schüchtern. „Aber, heiliger Strohsack, Harry! Meinst du das ernst?"
„Ja", sagte Harry.
"Wow!", sagte Ron mit flüsternder Stimme. „Ich mein... das ist... riesig. Wann habt ihr?...Wie habt ihr...? ...Wow!"
„Nun, das erste mal taten wir es über Weihnachten", sagte Harry. „Und ich fühl mich wirklich nicht wohl dabei, diesen Teil mit dir zu besprechen, okay?"
„Wow!", sagte Ron immer noch ziemlich verblüfft.
„Das hast du bereits gesagt", sagte Harry.
„Nun, es verdient wiederholt zu werden, denkst du nicht?", fragte Ron. „Wow."
„Können wir bitte zurück zum Schloss gehen?", fragte Harry, griff nach seiner Tasche und stand auf.
„Ja", sagte Ron nickend, noch etwas betäubt von dem, was er gerade gehört hatte. „Wow."
„Ron", sagte Harry und drehte sich zu seinem Freund um. „Wenn du noch einmal wow sagst, werde ich dich mit dem Besenstiel verprügeln.
„Tut mir leid", sagte Ron und beobachtete, wie sein Freund aus der Umkleidekabine lief. Als er es tat, konnte er nicht anders, als der Wort „wow" noch einmal nachzuahmen.
Sie trafen sich mit Hermine zum Mittagessen in der Großen Halle. Sie las ein Buch mit einem unberührten Teller Pastete vor sich.
„Was machst du?'", fragte er und küsste sie auf den Kopf, als er und Ron sich setzten.
„Lernen", sagte sie. „Du weißt unsere Prüfungen sind nicht mehr allzu weit entfernt."
„Erinnere mich nicht daran", sagte Harry.
„Vorbereitung ist Macht",
sagte Hermine. „Wisst ihr, ihr zwei habt die Kunst des Aufschiebens
auf einen ganz neuen Level gebracht."
Hermine sah Ron
erwartungsvoll an und wartete auf seinen üblichen sarkastischen
Kommentar, doch zu ihrer Überraschung schwieg er. Er starrte sie
nur, als wenn er sie bewundere. Sie sah ihn ein kleines bisschen
länger an, ehe sie sich schließlich wieder Harry zuwandte.
„Also, du bist nicht zu spät gekommen, oder?", fragte sie ihn mit einem zwinkern.
„Nein, nicht zu spät", sagte er.
Hermine lächelte. Wieder blickte sie über den Tisch hinweg zu Ron, der sie wie versteinert anstarrte.
"Ron", fragte sie besorgt. „Geht es dir gut?"
„J..ja", stammelte Ron, „ich bin in Ordnung."
Er gaffte sie weiterhin an.
„Was?", fragte sie ihn wieder. „Hab ich irgendwas zwischen den Zähnen? Hab ich was im Haar?"
Harry trat mit seinem Fuß fest gegen Rons Bein.
„Au!", sagte Ron.
"Was?", fragte Hermine.
„Ich denke ich gehe und suche nach Ginny", sagte Ron und schenkte Harry einen vernichtenden Blick, als er vom Tisch davon hinkte.
„Was zur Hölle ist mit ihm los?", fragte Hermine.
„Er hat während des Trainings einen Klatscher an den Kopf bekommen", sagte Harry und versuchte sie nicht anzusehen. „Ich denke er wird wieder in Ordnung kommen."
Hermine blickte ein bisschen unsicher drein, doch sie schüttelte nur den Kopf, als sie sich wieder auf ihr Buch konzentrierte.
Harry seufzte erleichtert und vergrub sich dann in sein Essen.
Währenddessen in dem Haus, in dem Voldemort versteckt war: Wurmschwanz kam ins Wohnzimmer gelaufen und setzte sich auf das Sofa. Er wartete darauf dem Dunklen Lord seine neuesten Entdeckungen zu berichten.
Er musste nicht lange warten. Voldemort kam ins Zimmer und ohne einen Blick auf Wurmschwanz zu werfen, lief er zu seinem Schreibtisch und setzte sich.
„Sir", sagte Wurmschwanz unsicher. „Simon hat sich gemeldet. Er wollte, dass sie wissen, dass er den Ort, denn sie erbeten haben sichergestellt hat und dass er all die Dokumente und Fotos beschafft hat. Alles scheint so ziemlich zusammen zu passen."
Voldemort sagte nichts. Er saß einfach nur weiter auf seinem Stuhl. Sein Gesicht war unlesbar.
„Sir", sagte Wurmschwanz ängstlich. „Darf ich fragen, warum sie sich all diese Schwierigkeiten machen? Ich meine, war es nicht einfacher sie alle umzubringen. Ich meine, lassen sie Potter einfach zu sehen, wie seine Freunde sterben."
„Es ist reicht nicht aus, dass zu tun Wurmschwanz", sagte Voldemort herablassend. „Wenn du deinen Feind an der Leine hast, musst ihm an den Hals gehen."
Wurmschwanz nickte, als wenn er verstanden hätte, doch sein Gesichtausdruck war leer.
„Ich weiß, dass jemand so braves, wie Potter nicht seine Freunde opfern könnte. Ich kann beinah vorhersagen, was er tun wird. Er wird sich selbst anbieten. Er wird darum betteln, dass ich sie gehen lassen. Er wird sagen, dass er es ist, denn ich haben will. Er wird sagen, ich soll sie in Frieden lassen. Mit etwas Glück, könnte Potter es schaffen, mich zu besiegen; sein Sieg wird völlig hohl sein", spottete Voldemort. „Denk daran Wurmschwanz. In seinem größten Triumph wird er seinen größten Schmerz erfahren. Sein Sieg wird hohl sein. Die Welt wird frohlocken und er wird schrecklich leiden. So oder so, werde ich gewinnen."
„Das ist brillant, Sir", sagte Wurmschwanz. „Absolut brillant."
„Danke, Wurmschwanz", sagte Voldemort, seine Stimme triefte vor Sarkasmus. „Ich lebe, um dich zu beeindrucken."
„Sind sie sicher, dass das funktionieren wird?", fragte Wurmschwanz. „Ich meine, sind sie sicher, dass Simon jemand ist, dem wir vertrauen können?"
„Ich vertraue Simon mit meinem Leben", sagte Voldemort ernst. „Er wird mich nicht enttäuschen. Zuviel ist in diesen Plan investiert worden, um ihn nicht funktionieren zu lassen. Hoffentlich wird das alles nichts sein, aber wie ich sagte, für den seltenen Fall, dass Potter es schafft mich zu besiegen, wird dieser Plan ihm endgültig das Genick brechen. Simon wird mich nicht enttäuschen, Wurmschwanz", sagte er. „Ich hab ihn sehr sorgfältig ausgewählt."
Wurmschwanz nickte. Eine schwere Stille lag im Raum. Wurmschwanz wage es nicht, sich zu bewegen, er wagte es nicht wegzutreten. Er wagte es nicht zu sprechen, da er wusste, dass es Voldemort ärgerte, wenn jemand unaufgefordert sprach.
„Was gibt es neues von Potter und dem Schlammblut?", fragte Voldemort schließlich.
„Sie stehen sich näher, als zuvor", sagte Wurmschwanz.
„Exzellent", sagte Voldemort lachend. „Exzellent. Je näher sie sich kommen, um so mehr wird es Potter das Herz brechen."
Voldemort erhob sich von seinem Platz und lief zum Fenster hinüber. Er zog die Vorhänge auf und sah aus dem Fenster.
„Genießt es, solange ich könnt Kinder", sagte Voldemort kalt. „Es wird vorbei sein, bevor ihr es wisst."
