10. Mehr Schlammblut als geahnt

Gespannt sah sie Malfoy dabei zu wie je er mit seiner Beherrschung kämpfte. Heimlich lies sie den Starrezauber fallen, doch er bewegte sich immer noch keinen Zentimeter. Der Schock saß tief genau wie sie es vermutet hatte.

„Also was ist? Hat dein Vater es nie erwähnt?" fragte sie noch einmal

Malfoy starrte sie an. Diesmal fiel jene Maske die er sich jahrelang bewahrt hatte und alle Gefühlszustände des Slytherin verbargen von ihm. Heftigst schüttelte er den Kopf als könnte er so ihre Offenbarung von sich weisen.

„Niemals! Das ist unecht" schrie er fast schon hysterisch

Hermine grinste.

„Ich hab ja gesagt das es hart für dich wird" sagte Hermine gelassen und bedeckte ihren Arm wieder

„Sei still und nimm den Zauber von mir, ich halt es keine Sekunde länger hier aus" rief er wütend

Dieses verdammte Schlammblut würde niemals auch nur ansatzweise mit seiner Familie etwas zu tun haben können. Das war absurd, total lächerlich und absolut unmöglich.

Hermine trat einen Schritt zur Seite.

„Ich werde es dir erklären, dann darfst du gehen" sagte sie liebenswürdig als würde sie damit Malfoy einen Gefallen tun

Wutverzerrt schaute er sie an, sagte aber nichts. Er wollte wissen wie sie versuchen würde das zu Beweisen.

„Deine Mutter Narzissa, hat eine Halbschwester Verminda. Sie wurde aus deiner Familie verstoßen weil sie einen Muggel geheiratet hat. Ich glaube nicht das du sie je kennen gelernt hast. Dieser Muggel ist der Bruder meines Vaters. Außerdem ist Oma Garija die Mutter von Verminda. Dein Opa hat Garija mit einer Reinblütigen betrogen ergo deine Mutter erblickte das Licht der Welt. Es ist also ausgeschlossen zu leugnen das wir nicht um fünf Ecken verwandt sind und das Narzissa nicht das Blut in sich hat auf das dein Vater so fiel Wert legt" erklärte sie abfällig

Immer noch hatte Draco kein Wort gesagt. Er hatte gar nicht gewusst das sein Opa Verxa eine Geliebte hatte. Er war doch der Schlimmste wenn es um die Frage des Blutes ging. Immer wieder hatte er zu Hause gepredigt jenen der es in seiner Familie wagen würde sich nicht in seines Gleichen verlieben sollte dafür hängen. Und nun soll ausgerechnet er selbst diese Regel gebrochen haben? So einen Quatsch!

„So ein kompletter Schwachsinn hab ich ja noch nie gehört. Erfindest schnell mal Verwandte nur um irgendeine Verbindung herzuleiten. Du hast sie ja nicht mehr alle" spottete Draco ihm gewohnten Ton

„O Bitte warum sollte ich mir so etwas ausdenken? Was hätte ich davon?" fragte Hermine

„Woher soll ich wissen was in deinem kranken Hirn vorgeht"

Hermine schüttelte den Kopf.

„Ich wusste das Worte allein dich nicht überzeugen werden" sagte sie

Wieder einmal war Draco verwirrt. Langsam reichten ihm ihre geheimnisvollen Ankündigungen, die ihn nur noch mehr zu schaffen machten.

„Was kommt jetzt. Ein verschollenes Video?" fragte er spöttisch

„Nein ein verschollen geglaubter Stammbaum"

Draco starrte sie offen an und er sah wie sie es genoss ihn in die Mangel zu nehmen.

„Ja wunder dich nur. Mich hat es auch geschockt aber es ist der Beweis das ich nicht gelogen habe"

Aus dem Nichts zog sie ein Papier raus. Es sah sehr alt und zerknittert aus und als sie es aufrollte sah man wie Staub und scheinbar Asche zu Boden fiel.

Sie hielt es Draco unter die Nase und der glaubte seinen Augen nicht. Fast die gesamten Mitglieder und Verwandten seiner Familie waren drauf aufgezeichnet. Schnell suchte er die unteren Reihen ab und musste kräftig Schlucken.

Vom dem Namen seines Opas gingen statt wie er sonst kannte einer zwei Linien ab. Eine zu seiner bekannten Oma und eine zu dieser Garija. Gleich darunter stand der Name Verminda. Rechts kam man weiter zu neuen, ihm vorher unbekannten Namen und er stellte fest das es sich um die Grangers handelte als er den Namen des Schlammbluts sah.

Er schaute auf und sah in das grinsende Gesicht des Schlammbluts.

„Das könnte auch eine Fälschung sein, vorher will ich wissen das du es nicht selbst gezeichnet hast?" fragte er mit arroganter Stimme

„Woher soll die ganzen Namen deiner Familie wissen?" stellte Hermine die Gegenfrage

„Immerhin seit ihr eine mächtige Familie und ich glaube kaum das man die Namen in irgendeinem Buch nachlesen kann, das in einer öffentlichen Bibliothek stehen wird. Dann wäre dein Vater sehr töricht" antwortete sie selbst als Draco weiter schwieg

„Beleidige meinen Vater nicht" kam es von ihm nun knurrend

Hermine tat das mit einer feschen Handbewegung ab. Sie rollte das Papier in ihren Händen zusammen und es verschwand wieder zurück in ihrem Schulumhang.

„Also Malfoy wie du siehst sind wir beide Verwand, Cousin" sagte sie abschließend

„Ganz bestimmt nicht! Und mach endlich den Zauber Rückgängig!"

Hermine erschrak.

„Hat ich das Vergessen... der Zauber ist schon lange weg" tat sie spielerisch und schaute ihn entschuldigend an

Malfoys Augen wurden schmal. Sein Blick flatterte zu jedem einzelnen bis er die Flucht ergriff.

Hermine drehte sich zu ihren Freunden um, die sie noch nur verblüfft anschauten.

„Na wie war ich?" fragte sie grinsend


Das neuste und noch ungewohnte Quintett saß seit jenen Nachmittag als Hermine das Unmögliche enthüllte zusammen und diskutierten.

„Und es gibt keine Zweifel?" fragte Cho noch einmal

Hermine nickte.

„Glaubt mir ich bin auch nicht froh darüber aber es ist wahr. Malfoy und ich sind verwandt" bestätigte sie nochmals

„Das würde erklären warum er so gut in Zaubertränke ist" warf Ron überlegend ein und Hermine grinste

„Das die Intelligenz von uns Grangers kommt ist ja wohl klar"

Die Vier grinsten das Mädchen an.

„Aber wieso bist du dann nicht in Slytherin? Der Hut würde jeden dort hin stecken wenn er nur ein Hauch Slytherin erkennt" meinte Cedric

Hermine schaute abwesend auf einen Grashalm an dem sie rumzupfte. Erst nach einigen Sekunden schaute sie Cedric direkt an.

„Er hat es auch wahrgenommen" begann sie und konnte sich deutlich ans die Worte des sprechenden Huts erinnern als würde er sie ihr gerade sagen

„Er sagte: In dir steckt viel Wissen, du wirst es weit bringen. Dann drehte sich mein Kopf zu den Slytherintisch aber nur für einen Moment. Da könntest du auch hin aber dein Herz schlägt für diesen Tisch und dann schrie er Gryffindor" erzählte sie

Harry rappelte sich auf und schaute Hermine an.

„Mich wollte er auch nach Slytherin schicken"

Die Aufmerksamkeit lang nun bei Harry, der leicht errötete. Cedric grinste.

„Ja. Ich hab's euch nie erzählt" sagte er hastig und blickte entschuldigend zu seinen zwei besten Freunden

„Er wollte mich dort hinschicken aber ich wollte es nicht. Ich wollte unbedingt nach Gryffindor"

„Und das ist das Wichtigste" sprach jetzt Cedric

Fragend ruhten nun die Blicke auf ihn.

„Na was ihr wollt. Es ist egal ob du mit dem Abschaum verwandt bist oder dich der Hut nach Slytherin schicken wollte, Harry. Er hat es nur deshalb nicht getan weil ihr es nicht wolltet und das ist es was zählt. Was ihr wollt habt ihr immer noch selbst in der Hand und kein Blutahne oder sonst wer. Nur ihr allein"

Hermine seufzte über die netten Worte von Cedric, die wie Balsam für ihre Seele waren und Harry schaute seinen Freund gerührt an. Überschwänglich warf er sich in dessen Arme.

„Cedric hat Recht davon hängt nicht eure Zukunft ab" stimmte Cho ihm zu

Ron nickte.

„Und wir mögen Hermine auch mit dem Verdorbenen im Blut. Sie hat bei ihrer Rache gezeigt das sie Malfoy ernsthaft Konkurrenz machen kann" sagte er und nahm sie in den Arm

Hermine grinste dankbar. Das ihre Freunde auch weiterhin hinter ihr standen befreite sie von der Anspannung.

„Ich komm mir überflüssig vor" sagte Cho kleinlaut als sie sah wie sich das Treffen zu Paarsitzung arrangierte

Schnell lies Ron Hermine wieder los.

„Och Cho sollen wir dich auch mal alle umarmen?" fragte Cedric und stand auf

Cho schmollte.

„Hey das war doch nur Spaß" rief sie aus als sich alle um sie versammelten und sie in den Arm nahm

Fortsetzung folgt