Und hier kommt es, das letzte Kapitel: Außerdem empfehle ich, wie im vorherigen Kapitel, ein Musikstück. Ich kann leider aus urheberrechtlichen Gründen keinen Link angeben, aber sucht auf youtube einfach:
Ich hoffe euch gefällt das Ende und diese Geschichte und ich würde mich sehr über eine abschließende Meinung von euch über die gesamte Story hören und was ich in meinen zukünftigen Geschichten alles besser machen kann.
Saw 2 Hello Eric
Kapitel 10
„Wie geht es Jane?", fragte Lisbon.
Rigsby stand an ihrem Bett und sortierte die Blumen in der Vase. „Sein Zustand ist noch kritisch. Er hat viel Blut verloren und der Sauerstoffmangel hat ihm arg zugesetzt…wir haben das Haus unter die Lupe genommen."
„Und?"
„Wir haben drei Leichen gefunden: Minelli, durch Schlangenbisse zu Tode gekommen, er hat sich wohl in eine Grube dieser Reptilien gestürzt. Vielleicht war darin ein Hinweis versteckt.
Sobald Jane ansprechbar ist, werden wir ihn befragen…natürlich, nachdem er einige Zeit zur Erholung hatte…Dann fanden wir Hightower…oder was von ihr übrig ist. Ihre Organe lagen ein paar Meter weiterweg, aufgehängt an Drahtseilen."
Angeekelt verzog Lisbon ihr Gesicht. „Das ist ja widerlich", kommentierte sie.
Rigsby seufzte. „Widerlich ist die Leiche eines zehn Jahre alten Mädchens, dessen Kopf durch eine scharfe Metall-Frisbee abgetrennt wurde. Wir haben einen Backgroundcheck durchgeführt. Ihr Name ist Franziska Jenkins und sie hat denselben Kindergarten wie Charlotte besucht."
„Oh mein Gott…wie schrecklich", stöhnte Lisbon völlig aufgelöst.
Wenn sie das so mitnahm, wie würde Jane das dann verkraften? Schließlich haben sich doch alle, auch er, nur für sie aufgeopfert. Er verdankte ihm, und den drei Opfern, ihr Leben.
Sie schüttelte ihren Kopf und murmelte ein paar für Rigsby unverständliche Worte.
„Wir haben aber auch eine gute Nachricht", antwortete dieser.
„Na los, raus damit."
„Das alte Haus…in dem sie…gehört niemand anderem als Sektenführer Bret Stiles!"
Erneut hatte sie das Gefühl, nicht atmen zu können.
Bret Stiles. War er die Stimme auf dem Kassettentape gewesen? Nein, sie war zu verzerrt. Sie konnte sie nicht einordnen.
Und selbst wenn, würde Stiles wirklich in der Lage sein, so eine Sache durchzuziehen?
Wie Jane bereits einmal sagte, er könnte keiner Fliege was zu Leide tun. Aber bei ihren genaueren Nachforschungen hatten sie genau das Gegenteil herausgefunden.
Das Aftershave…nein, es war zu verbreitet, als das es passen würde. „Gehen sie der Spur nach…obwohl er wahrscheinlich ein wasserdichtes Alibi besitzen wird."
„Eh, natürlich, Boss. Und…die Techniker arbeiten schon an der Dekodierung der Tapes."
„Gut", stöhnte sie und schloss ihre Augen wieder. Sie hörte Rigsby den Raum verlassen. Sie war erschöpft, ausgelaugt und wollte nur noch schlafen.
„Und?", fragte Cho, der die derzeitige Leitung des Teams übernommen hatte.
„Nichts. Stiles hat ein Alibi und seine höchsten Vertrauten auch. Das Gebäude haben sie vor einigen Jahren als Akten gekauft, um eventuell etwas zu lagern, aber sie haben es nie verwendet", informierte Van Pelt und setzte sich erschöpft hin.
„Die Techniker sind immer noch beim Decodieren. Hier hatte jemand wirklich Ahnung von Technik. Aber wir hatten ja das Video schon zurückverfolgen können", erklärte Rigsby.
„Ja, weil er das wollte", antwortete Cho und wandte sich wieder seinem Computer zu.
Es war drei Tage später und Jane war aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er wusste, dass er eigentlich zuerst zu Lisbon fahren sollte, um ihr Überleben zu feiern, aber er fühlte sich ganz und gar nicht in der Laune. Vielen Dank, dass ihr meine kleine, blutrünstige Saw-The Mentalist Story gelesen habt und ich hoffe, dass ihr auch andere meiner Geschichten lesen werdet.
Daher setzte er sich ins Auto und fuhr Richtung Süden der Stadt. Er parkte bei dem großen, weißen Gebäude und stieg aus. Es schien gerade eine Messe zu sein, denn kaum jemand war zu sehen.
Er betrat das Haus von Visualize und wanderte durch die Gänge. Irgendwann kamen ihm Menschenströme entgegen, die vermutlich gerade den Gottesdienst verließen.
Er kam bei der großen Halle an, wo die Messen abgehalten wurden und beobachtete, wie Bret Stiles mit ein paar seiner Männer sprach. Langsam lief er auf sie zu und diese kamen ihm entgegen.
Jane hörte die Tür hinter ihm zufallen, jetzt waren nur noch er und Stiles alleine.
„Patrick!", begrüßte dieser ihn lächelnd. „Wie schön, sie an einem Stück wieder zu sehen."
„Spielen sie nicht das Unschuldslamm, Stiles. Sie haben vielleicht ein Alibi für die Nacht, aber das alles hätte auch früher geplant worden sein. Und Lisbon und ich, von wem genau wurden wir jetzt betäubt?"
„Also, Patrick, jetzt überschätzen sie mich. Ich mag vielleicht Einfluss besitzen, aber nicht so viel, mir ein solches Alibi zu-"
„Lügen sie mich nicht an!", schrie Jane, als er seine Kontrolle verlor.
Das Lächeln auf Stiles Gesicht erlosch urplötzlich. „Na gut", murmelte dieser und starrte ihn mit seinen hellblauen Augen an.
„Sie haben genug Einfluss. Sie haben ihren Vorgänger bei Visualize beseitigen können, sie haben Lorelei aus dem Gefängnis befreien können. Sie haben sich ein Alibi für Dienstagnacht besorgt…Ich möchte nicht wissen, wie, ich möchte nur wissen, warum?"
Er seufzte. „Dazu sage ich erst mal nichts…aber haben sie nicht auch etwas gewonnen in diesem ‚Spiel'? Was ist nun mit ihnen und Lisbon?"
Jane schüttelte fassungslos den Kopf, er war so baff, dass er wieder lächeln musste. „Das haben sie wirklich geplant. Sie wollten Lisbon und mich zusammenbringen, nicht wahr?", fragte er erstaunt. „Aber…aber warum?" Er erkannte einfach keinen Sinn darin.
„Lieber Patrick, ich behaupte nicht, dass das, was sie durchgemacht haben, mein Werk war. Aber es hat sie bestimmt in ihrem Leben weiter gebracht als die letzten neun Jahre, wo sie vergeblich einem Mythos hinterherjagen."
„Red John ist kein-"
Doch Stiles unterbrach ihn direkt: „Sie sollten sich auf das Wesentlich konzentrieren. Und wer auch immer dieses Spielchen mit ihnen getrieben hat, erinnern sie sich: ‚Das Spiel ist noch nicht vorbei.' Sie müssen ihre Familie loslassen, Patrick."
„Deswegen…sie wollten, dass ich mich in Lisbon verliebe", langsam dämmerte es ihm, aber er hatte immer noch keinen Grund erfasst.
„Aber Patrick, sie waren doch schon die ganze Zeit über in sie verliebt. Ich habe es ihnen nur klargemacht."
„Aha!", sagte Jane plötzlich in dem typischen Ton, wenn ein Mordverdächtiger sich selbst widersprach. „Sie haben gesagt, sie haben es mir klargemacht. Also haben sie das doch alles getan. Sie haben Minelli umgebracht, Hightower und ein unschuldiges Mädchen!"
Er musste zugeben, als er Stiles das erste Mal getroffen hatte, dachte er wirklich, dieser Mensch könnte keiner Fliege was zu Leide tun. Aber er hatte sich getäuscht, Stiles war vielschichtiger, durchtriebener, hinterlistiger…so wie er.
„Nein!", triumphierte der Sektenführer mit einem hinterlistigem Lächeln. „Nicht ich habe sie umgebracht, sondern sie, indem sie sie nicht retteten."
„Es gab keine andere Wahl. Jemand musste in die Schlangengrube, die Zeit war zu knapp um Hightower zu retten, es war beabsichtigt gewesen, dass Franziska starb", sagte Jane fassungslos.
Dieser Mann vor ihm hatte sich all diese schrecklichen Fallen ausgedacht? Dieser Mann konnte so grausam sein, aber dennoch hinterlistig genug, um den Tod in solche Formen zu hüllen?
„Nein, Patrick", lachte Stiles. „Minelli hatte in seiner Hosentasche einen Zweitschlüssel, von dem er aber nichts wusste. Dieser hätte auch den Mechanismus der Spule in Hightower's Todesraum außer Gang setzen können. Und hätten sie nicht das Licht aus- und wieder eingeschaltet, wäre nie die Frisbee aktiviert worden und die arme Kleine würde noch am Leben sein."
„Und Lisbon? Sie haben es riskiert, dass Lisbon stirbt!", rief Jane und das war der eigentliche Grund, warum er so aufgebracht war. Niemand brachte die Frau, die er doch über alles liebte, in eine solche ausweglose, tödliche Situation.
„Hätten sie die Tür zu Lisbon nach der abgelaufenen Zeit geöffnet, wär kein Neurotoxin in den Raum geleitet worden. Es hang alles an ihnen, Patrick, wie es immer ist.
Sie sind schuld an den drei Opfern, sie sind Schuld an dem Tod ihrer Familie und das wissen sie. Genauso wie sie Timothy Carter, einen normalen Verbrecher, erschossen haben, genauso wie sie die unschuldige Lorelei auf mich gehetzt haben-"
Plötzlich stockte ihm der Atem. Er wurde totenblass, als er realisierte, was er gerade eben gesagt hatte.
„Wie bitte?", fragte Jane. Auch sein Lächeln war verschwunden und er wurde auch kreidebleich.
„Ich…", stotterte Stiles, aber wusste nicht Recht, wie er sich das rausreden sollte.
„Sie…sie…die ganze Zeit", zischte Jane in einem Tonfall, der ihn selbst überraschte.
Plötzlich fühlte er sich so leer.
Er hatte immer gedacht, am Ende seiner Reise, seiner Suche wäre er wutgeladen und könnte alles tun, ihm alles heimzahlen. Doch bevor er reagieren konnte, spürte er einen heftigen Schmerz in seiner Magengegend.
Stiles hatte seine Faust auf seine noch nicht ganz verheilte Wunde gestoßen und rannte so schnell er konnte zur Tür. Jane rappelte sich wieder auf, um hinterher zu rennen.
In dem Moment ging die Tür auf und Lisbon kam herein.
„Jane! Ich habe sie überall gesucht, verdammt!", schrie sie und realisierte gar nicht, was sich in der Halle abspielte.
„Jane?", fragte sie erstaunt, als dieser mit Mühe auf sie zu hinkte, Stiles bewegungslos in der Mitte von den beiden.
Er machte Anstalten weiter zu rennen, während Lisbon auf Jane zu rannte, doch dieser schrie laut: „Teresa! Er ist Red John! Halte ihn auf!"
Er hustete stark unter den Schmerzen und sah Blut auf den Teppich tropfen.
„Was?", hauchte Lisbon, nicht imstande, mehr herauszubringen.
Stiles war ebenfalls stehen geblieben, zögerlich, er wusste nicht, was er machen sollte. Doch dann fasste er einen Entschluss. Er warf sich auf Lisbon drauf und griff nach ihrer Dienstpistole.
„Nein", schrie sie, als sie sich eine heftige Ohrfeige einfing. Beide hielten die Waffe in der Hand und versuchten sie, auf den jeweils anderen zu richten.
„Teresa!", schrie Jane aus voller Kehle.
Er konnte sich kaum aufrecht halten und schwankte auf die beiden Kämpfenden zu.
Er bemerkte, wie Blut aus seinem Mund lief und den Boden benetzte und dann –
hörte er einen Schuss.
Er traute sich nicht, direkt aufzublicken, sondern wankte noch näher. Die beiden lagen auf dem Boden und er konnte nicht erkennen, wer jetzt getroffen war.
Doch Bret Stiles fiel zur Seite und Lisbon krabbelte unter seinem Körper her. Schnaufend stand sie auf und schaute auf den schnell atmenden Mann.
Jane stürzte sich neben ihn auf den Boden, während Lisbon ihre Pistole wieder sicherte.
„Jane…ich…", keuchte Stiles unter Anstrengung. „Machen sie was draus", flüsterte er in seinen letzten Worten, bevor sein Blick glasig und leer wurde und er sich nicht mehr rührte.
Eine Träne tropfte auf die Schusswunde und Jane wischte sie sich weg.
Es war vorbei.
„Game over", sagte er, als er aufstand und sich zu Lisbon wandte.
Diese schaute ihn lächelnd an. „Es ist vorbei", sagte sie, ebenfalls mit Tränen in den Augen.
„Oh Gott", murmelte Jane, aber stürzte sich direkt auf sie, um sie in den Arm zu nehmen. „Es ist wirklich vorbei!", rief er voller Freude und drückte Lisbon einen langen, romantischen Kuss auf die Lippen.
„Nichts kann uns mehr auseinander bringen!", schrie er.
Lisbon lächelte ihn strahlend an.
Sie hatte ihn nie so glücklich gesehen und stürzte sich wieder in eine lange Umarmung mit dem Berater des CBI.
Bitte schreibt mir einen allerletzten Eindruck von dieser Geschichte, damit ich Verbesserungsvorschläge in meine nächsten Stories mit einbeziehen kann :D :D :D
