Gegrüßt seid mir, meine geliebten Leser! Mit dem obligatorischen Satz; Ein neues Kapitel und wieder gehört mir nichts; last mich euch begrüßen.
Ok, spaß bei Seite. Ich hoffe das Kapitel gefällt euch.
Eure Leanna
Ps.: Dieses Kapitel hat mir etwas zu schaffen gemacht, deshalb habe ich länger gebraucht.
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10
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Einige Stunden später lag sie auf ihrem Bett und kam sich vor als hätte sie ihr Staatsexamen abgelegt. Oder vielleicht wie nach einem Kreutzverhör. Ganz entschieden hatte sie sich noch nicht.
Das Innere des Schlosses war anders als sie es in Erinnerung hatte. Nicht das sie es anders erwartet hatte, aber wie wenig es dem späteren Hogwarts ähnelte war überraschend. Die Eingangshalle war nicht sehr verändert, anstatt der Unmengen von Bildern, gab es Wandbehänge und das Licht kam aus an den Wänden befestigten Feuerschallen. Der richtige Unterschied bestand für sie in der großen Halle, die Ausmaße waren die gleichen und doch ähnelte sie der ihr bekannten nicht. Die Halle war wie ein Wald von Mannshohen Ständern mit einer Krone voller Kerzen, erst wenn man etwas weiter hinein trat sah man drei Tische. Einer welcher auf dem gleichen Podest stand auf welchem später der Lehrertisch stehen sollte, hier saßen die Gründer mit ihren Familien und Gästen. Die anderen zwei Tische standen quer dazu und boten dem Gesinde platz, doch waren sie auseinander geschoben so dass die Mitte der Halle frei war. Dort auf dem Boden war ein Muster von alten Runen zusehen.
Parallel dazu war auch die Decke verändert, wunderschöne Fresken zierten diese. Abgebildet waren verschiedene Fabelwesen, darunter Drachen, Einhörner, Kobolde, Phönixe, Meermenschen, Pegasuse, Feen, Meeresschlangen und Basilisken sowie Zentauren und Sphinxe, und soviel mehr für was es Heute nicht einmal mehr Namen gibt. Die Wände waren durch die Banner der vier Gründer geziert. Aber darüber hinaus hingen auch die ihrer Gevolksleute an den Wänden. Über den Köpfen der Schlossherren prangte das Wappen Hogwarts. Wie als sie das allererste Mal Hogwarts betreten hatte, so fühlte sie sich auch Heute mehr als nur beeindruckt, schon fast verängstigt.
Lange hatte sie aber keine Zeit sich im Anblick der Halle zu verlieren. Helga welche sie herein begleitet hatte führte sie nun zum hohen Tisch. Doch wies sie ihr keinen Platz zu sondern forderte sie auf mit ihr hinter den Tisch zu drehten.
„ So das Jeder erkenne wer unser ehren Gast ist, möchten wir euch bitten eure Hand auf die Wand zu legen, so das diese euer Wappen neben dem unseren erscheinen lasse."
Das Ardwe unsicher war, ob das eine gute Idee wäre, ist wohl jedem verständlich. Doch fühlte sie die abwartenden Blicke hinter sich und konnte nicht anders als zu tun wie befohlen. Vorsichtig legte sie die Hand auf die Wand als hätte sie Angst verbrannt zu werden. Doch außer einem Kribbeln verspürte sie nichts. Einen Schritt trat sie zurück um besser erkennen zu können was die Wand produziert hatte. Ob diese überhaupt etwas gemacht hatte.
Langsam veränderte sich die Oberfläche der glatten Wand. Sie hielt gebannt ihren Atem an um zu sehen was heraus kommen würde. Runen! ‚Was…', ging es ihr durch den Kopf, bevor sie fast in Unmacht fiel. Ein Aufstöhnen war hinter ihr zu hören. Als dir Luft welche sie angehalten hatte sie nun wieder verließ, entrann ihr ein kleines Seufzen. Ihr Götter! , mussten sich denn Überall neue Mythen um sie schlingen?
Das Gebilde an der Wand bestand aus drei Teilen. Drei Runen. Sie bildeten ein Dreieck, die Spitze zeigte nach unten, dabei berührten sich alle drei Teile. Eingefasst wurden sie von einem Kreis. Die Spitze stand für ihren Namen, sowohl für ihren Neuen wie für ihren Alten. Die darüber hatten aber weit mehr Bedeutungen. Die Eine war das Zeichen der Ewigkeit, des Wissens, des Herdfeuer und der Heilung, doch bekannter war sie als das Siegel Avalons. Die Andere war eine welcher in jedem Jahrhundert eine andere Bedeutung zu gemessen worden war. Einst war es der Wanderer oder Priester später wurde sie als Magier oder auch Meister bezeichnet, in jedem Fall galt es als ruheloses Zeichen, welches Macht und Wissens symbolisierte.
Ihr Herzschlag hatte sich wieder erhöht. Nun konnte sie es in ihren Ohren hören. Wenn sie doch nur aus dieser Welt hätte scheiden können. Würde sie den Menschen hinter sich nun Rede und Antwort stehen müssen? Sie konnte nur hoffen, dass sie nicht offen nach der Bedeutung gefragt würde. Die Überbleibsel von Mut welche sie zu einem Gryffindor gemacht hatten, klaubte sie nun zusammen. Hoch erhobenen Hauptes und nichts sagender Mine wandte sie sich Helga zu. Diese sah von ihrem Gesicht noch einmal zu ihrem Siegel, dann brachte sie sie zu ihrem Platz.
Ardwe wurde zwischen Godric und Helgas Ehemann Demeon gesetzt, ihnen gegenüber saßen Rowena, Salazar und Helga. Weiter saßen auf ihrer Linken am Tisch Recktus, Rowenas Bruder und Frau Elysia. Auf der Linken saßen zwei Zukünftige Lehrer, das Ehepaar Meredith und Julius Maximale.
Sie schnürte sich ihre Kleider auf, zog die Schuhe aus und räumte sie auf. Dann nahm sie noch die Bänder aus ihrem Haar. Aber das war das Letzte was sie an diesem Abend noch tat, nun konnte sie sich endlich in ihrem Bett vergraben. Unter ihrer Bettdecke liegend wollte aber kein Schlaf über sie kommen. Sie war gefangen in den Eindrücken des Abends. Besonders Angetan hatten es ihr ein Augenpaar. Grün war es gewesen. Nein, verbesserte sie sich in Gedanken. Es war wie ein Wald gewesen, überwogen hatten die verschiedenen Grüntöne, aber darunter war das braun des Holzes zu sehen gewesen, alles noch akzentuiert durch einige schwarz und graue Schatten. Oh, wie konnte es nur sein das sie nur nach einem so kurzen Abend schon an nichts anderes denken konnte als an ihn. Man hätte meinen können, sie währe kein Teenager mehr der sich in jeden Dahergelaufenen Zauberer so einfach verknallt. Doch nein sie hatte es geschafft! Wie sie Hormone hasste, wieso mussten sie sich immer in ganz unmöglichen Situationen melden.
Nach dem sie der Runde vorgestellt worden war, wurde das Essen serviert. Die Tafel war reichlich beladen, aber nicht so überbeladen wie zu späteren Zeiten. Für einige Minuten herrschte Stille, keiner war gewillt das Wort zu ergreifen. Helga war anzusehen, dass sie ein Lachen nur mühsam unterdrücken konnte und großen Spaß an dem Benehmen der Anderen hatte. Ardwe ging durch den Kopf, wie komisch es war was mit der Zeit an Tatsachen verdreht wurde. Helga schien bei weitem kein an jeden glaubendes, gutmütiges, ruhiges und etwas naives, eher unwichtiges Mitglied der Gründer zu sein. Ob das wohl auch auf andere zutraf? War Gryffindor doch kein nichts fürchtender Duellmeister und genialer Verwandlungskünstler? Oder Rowena nicht die Genialität in Person? Sie konnte nur hoffen mehr über sie zu erfahren.
Noch immer sprach niemand ein Wort. Was Ardwe dieses Mal ritt, wusste sie auch nicht, aber sie konnte solch eine Stille in Hogwarts nicht ertragen.
„ Mir wurde von der geplanten Schule erzählt. Erlaubt mir zu fragen, wie ihr mit den Vorbereitungen steht?"
Die Antwort bekam sie von Rowena. Diese erklärte wie weit sie mit den Arbeiten an dem Gebäude waren und wie sie das Gelände verändern wollten. Sie waren schon durch die hälfte des Essens bis sie ihre Ausführungen beendete. Sie hatte Ginny immer für ein Plappermaul gehalten, aber dieser Wasserfall stand ihr in nichts nach. Zwischenzeitlich hatten auch andere Gespräche begonnen.
Jetzt wandte sich ihr Gegenüber an sie. „ Ihr habt mich mit euren Fähigkeiten in der Heilkunst und Zauberei Neugierig gemacht. Von wem lerntet ihr sie?" In diesem Moment nahm sie seine Augen das erste Mal genauer. Ihre Selbstkontrolle war gerade stark genug eine Antwort zu kreieren. Aber ihre Augen saugten dabei sein Abbild auf. Männlich Gesichtzüge, ein schmaler Mund, leicht krumme Nase, schwarzes glattes Haar und tiefe grüne Augen.
„An den verschiedensten Orte, Lord Slytherin. Die Grundlagen wurde ich in meiner Heimat gelehrt. Seit ich meine Reise begann hatte ich weitere Lehrmeister welche mein Wissen vergrößerten." Sie musste lächeln, als sie feststellte das alles was sie gesagt hatte wahr war. Der Lord schien nicht zufrieden mit der Antwort, aber ließ es bleiben.
„ Ich sah mir den Stab an welchen ihr herstelltet und ich muss sagen ich war überrascht zusehen welch ein perfektes Stück er war. Könntet ihr weitere herstelle?" Es folgte eine Ausführung über die Herstellung von Zauberstäben sowie deren Tücken.
Sie blickte durch das Fenster zum Nachthimmel hinauf. Das Angebot welches man ihr Heute unterbreitete, war genial. Es würde all ihre Probleme oder zumindest die Dringendsten aufheben. Nach dem sie über die Zauberstabherstellung erzählt hatte, machten sie ihr das Angebot. Sie solle für die Studenten Stäbe herstellen!!
Aber so schön dieser Stern auch war, viel kleinere und nichtigere Sterne raubten ihr den Schlaf.
Als der Abend zur Neige ging war sie von Salazar und Helga nach Hause begleitet worden. Es war eine rege Diskussion entbrannt darüber wie viele Schüler aufgenommen werden könnten. Auch das Thema Reinblütige versus Muggelstämmige wurde behandelt. Salazar machte sich Sorgen, ob wirklich so viele Schüler aufgenommen werden könnten wie gewollt war und vor allem ob genug finanzielle Mittel vorhanden waren um die weniger gut Betuchte zu unterstützen. Helga vertrat dagegen die Meinung er würde immer das Schlimmste annehmen. Zu einem Ergebnis waren sie natürlich nicht gekommen.
Mit vom kaltem Wind und dem Lachen geröteten Wangen verabschiedete sie sich von ihren Begleitern. Helga schloss sie in die Arme und verbot ihr sie noch einmal mit Lady an zu sprechen.
„Nur Leute die ich nicht mag lasse ich mich Lady Helga Hufflepuff nennen. Nun geh schlafen und überlege dir noch einmal, ob du unser Angebot annimmst."
Salazar war etwas zurückhaltender, aber auch er verabschiedete sich freundlich mit einer Verbeugung.
Und wieder diese Augen, ob ich ihn je ganz nah haben werde; ging es ihr noch einmal durch den Kopf, bevor sie die Müdigkeit endlich übermannte.
…
Und wieder sind wir am Ende.
+Ich habe einige Personen hinzugefügt, weil ich fand dass es der Gesellschaft halber sein muss, wenn es Jemandem nicht gefällt tut es mir leid und ich weise ihn an sie außer Acht zu lassen.
+Ich hoffe die Bedeutung des Siegels ist jedem auf gegangen, wenn nicht meldet euch.
Leanna
