²ViSissi. Richtig ^^ Da hat sie es mit bekommen ;)
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When the heartache ends – Rob Thomas
But it's alright
Why don't you tell me again
How you'll still be there
When the heartache ends
It's alright
Why don't you tell me my friend
How you'll still be there
When the heartache ends
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10. Kapitel – Veränderungen
Die nächsten Stunden würden bestimmt nicht sehr angenehm werden. Das vermutete ich zumindest. Edward und ich mussten Esme und Carlisle nun von der Schwangerschaft erzählen. Die ganze Schule wusste es und es konnte gar nicht mehr lange dauern, bis ganz Forks wusste, dass Edward Cullen mich geschwängert hatte. Ich stellte es mir schrecklich vor. Einfach, weil ich die beiden so sehr mochte und Angst hatte, dass sie mich nachher nicht mehr so sehr mögen würden.
„Bella. Mach dich nicht unnötig verrückt. Esme und Carlisle lieben dich. Glaub mir und sie werden nicht so schlimm reagieren, wie du vielleicht annimmst", versicherte Edward mir und drückte meine Hand. Wir waren gerade vor dem Haus der Cullens angekommen und ich zitterte nun sogar etwas vor Angst. Nur weil seine Eltern mich jetzt noch liebten, musste das nicht so bleiben. Ich warf Edward einen ängstlichen Blick zu und seufzte dann. Hoffentlich hatte Edward Recht.
Ich stieg aus Edwards Volvo aus und nickte dann. Hand in Hand betraten wir das Haus und sahen uns dabei um. Auf den ersten Blick konnte ich weder Esme noch Carlisle sehen. Vielleicht waren sie ja gar nicht da? Das wünschte ich mir nun nur. Emmett betrat das Wohnzimmer und sah uns grinsend an. „Hallo ihr zwei. Ihr seht aus, als hättet ihr einen Geist gesehen", sagte er und setzte sich auf die Couch.
„Emmett. Weißt du, wo Carlisle und Esme sind? Bella und ich müssen mich ihnen reden", meinte Edward und drückte weiter meine Hand. Ich war immer noch schrecklich nervös und löste meine Hand von Edward und setzte mich dann ebenfalls auf die Couch. Einen Geist hatten wir nun wirklich nicht gesehen. Ein Geist wäre ziemlich harmlos im Vergleich mit dieser Schwangerschaft.
„Die beiden sind ausgegangen. Sie kommen sicher erst in einigen Stunden wieder. Ernsthaft Leute, ihr seht aus, als hättet ihr einen Geist gesehen. Weswegen wollt ihr mit unseren Eltern reden?" Emmett sah nun vor allem zu seinem Bruder und zog eine Augenbraue hoch.
Edward seufzte. „Bella ist schwanger", sagte er und ich lief leicht rot an und senkte seinen Kopf, um Emmett nicht ansehen zu müssen. Er würde es natürlich sowieso erfahren. Alle wussten es. Die ganze Schule wusste es und sicher würden einige es auch ihren Eltern sagen. Das bedeutete, dass spätestens morgen jeder von meiner Schwangerschaft wusste. Ganz Forks würde mich schief ansehen und über mich reden. Ich hatte es mir nicht so schlimm vorgestellt.
Diese Neuigkeit schien nun sogar Emmett zu überraschen. Er sagte zunächst kein Wort, sondern sah nur Edward an und blickte auch zu mir. Zumindest glaubte ich, dass er mich ansah. „Das ging ja schnell. Edward, ich hab dir doch extra Kondome gegeben", stellte Emmett nun fest und legte seinen Kopf schief.
„Das hättest du mal lieber in Phoenix machen sollen, Bruder", murmelte Edward und Emmett schien alles zu verstehen. Auf seinen Lippen entstand ein breites Grinsen und er sah seinen Bruder wissend an. „Oh verstehe. Ihr habt vorgearbeitet. Und nun wollt ihr es unseren Eltern beichten. Bella, mach dir mal keine Sorgen."
„Soll ich euch nun gratulieren oder ist es etwas Schlechtes? Wenn ich mich nicht verrechnet habe, bekommst du das Kind oder?", Emmett sah mich direkt an und ich hob meinen Kopf jetzt wieder. Ich nickte und lächelte dann etwas. Ich würde das Kind bekommen.
„Ich bekomme das Kind, Emmett. Deswegen bin ich doch überhaupt nach Forks gekommen. Allerdings wusste ich nicht, dass Edward hier lebt. Und ja...es ist wohl etwas Gutes. Du wirst Onkel. Freu dich", sagte ich und lächelte. Ich war mir sicher, dass Emmett einen guten Onkel abgeben würde. Bisher hatte ich ihn nicht wirklich gut kennen gelernt, aber er war wirklich lustig und nett. Er würde gewiss ein guter Onkel werden.
„Oh, ich freu mich auch. Wirklich", versicherte er mir und nahm mich dann in den Arm. Wenigstens Emmett freute sich. Ich wusste nicht, wie Edwards Eltern reagieren würden, aber ich hoffte, dass sie es nach dem ersten Schock auch überwinden würden. Meine Mutter schien meine Schwangerschaft ja bis heute noch nicht akzeptiert zu haben. Bei Charlie war das etwas anders und ich hoffte, dass Esme und Carlisle ähnlich gut reagieren würden.
Emmett ließ Edward und mich wenige Minuten später allein. Ich hoffte, dass Edwards Eltern bald kommen würden. Irgendwie wollte ich es einfach nur hinter mich bringen. Und Edward würde bei mir bleiben. Ich kuschelte mich enger an ihn und schloss meine Augen wieder. Edwards Nähe tat gut, aber ich wurde deswegen noch lange nicht ruhiger. Edward ließ seine Finger über meinen Nacken wandern und drückte einen Kuss auf meine Stirn. „Beruhige dich Bella. Es wird alles gut werden."
Ich hoffte so sehr, dass alles gut werden würde. Aber eigentlich gab es keinen Grund, der das verhindern sollte. Edward und ich waren so glücklich und wir würden bald ein Baby bekommen. Das war natürlich vor allem für Edward neu, aber es schien so, als hätte er sich daran schon sehr gut gewöhnt. Edward zog mich enger an sich und ich lehnte meinen Kopf an seinen Nacken. Edwards Finger strichen zärtlich an meinem Körper nach unten und legten sich dann an meinen Bauch. Das Gefühl war diesmal anders. Anders, weil er nun wusste, dass dort sein Baby war.
Edwards Finger strichen über meinen Bauch und dann schob er mein T-Shirt ein Stück nach oben, um meinen nackten Bauch streichen zu können. Auch für Edward musste es nun anders sein. Seine Fingerspitzen strichen sehr zärtlich über meinen kleinen Bauch und dann legte er seine Handflächen auf ihm ab und seufzte leise. Ich wollte nun wirklich gerne wissen, worüber er nachdachte. „Edward? Woran denkst du?", fragte ich ihn und drehte meinen Kopf ein Stück, um ihn ansehen zu können.
„Ich denke über das Wunder des Lebens nach. Und über uns...darüber, wie sehr unser Leben sich nun verändern wird, Bella", hauchte er an mein Ohr und drückte dann einen kleinen Kuss auf mein Ohr. Ja, darüber hatte ich auch viel nachgedacht. Ein Baby veränderte alles. Einfach alles. Ich würde nicht auf ein College gehen können, weil ich noch vor meinem Schulabschluss ein Baby bekommen würde. Meinen Abschluss würde ich machen, aber mit einem kleinen Kind konnte man einfach nicht aufs College gehen.
„Hast du es jemals bereut?", fragte Edward mich leise und ich zog eine Augenbraue hoch. Bereut? Ich war mir nicht absolut sicher, wovon er nun sprach und ich wollte nicht antworten, bevor ich mir nicht vollkommen sicher war. Eine Idee hatte ich schon, doch vielleicht zielte seine Frage in eine ganz andere Richtung.
„Was? Was genau meinst du?" Ich sah Edward nicht an, sondern lehnte mich etwas mehr an ihn und schloss meine Augen.
„Unsere gemeinsame Nacht in Phoenix, Bella. Wäre die nicht gewesen, würdest du immer noch in Phoenix leben und du würdest auf jeden Fall nicht schwanger sein. Vermutlich würden wir uns nicht einmal kennen, wenn es diese Nacht niemals gegeben hätte", flüsterte er und klang dabei so, als wäre er selbst den Tränen nahe. An diese Nacht hatte ich oft gedacht, aber bereut hatte ich sie nie und daran würde sich auch nichts ändern.
Ich drehte mich nun in Edwards Armen herum, legte meine Hände an seine Wangen und schüttelte dann meinen Kopf. Sehr energisch. Meine Haare schüttelte es auf und ich seufzte leise. „Edward. Denk nicht an so etwas. Ich habe diese Nacht niemals bereut und ich werde sie niemals bereuen!", versicherte ich ihm und drückte meine Lippen auf seine. „Hätten wir nicht miteinander geschlafen, wäre ich nicht schwanger geworden und meine Mutter hätte mich nicht nach Forks geschickt. Und dann hätte ich dich nicht wieder getroffen, Edward. DU bist das Beste, was mir jemals passiert ist", hauchte ich an seine Lippen und sah ihm dabei in die Augen.
„Ich liebe dich so sehr, Edward. Ich bereue überhaupt nichts. Ich bin froh, dass ich dein Kind bekomme, egal wie schwer das für uns werden wird. Ich bin froh und ich möchte mit dir zusammen sein. Für immer", murmelte ich und küsste Edward erneut. Unsere Lippen bewegten sich sanft aufeinander und Edwards Hände strichen durch meine Haare, zu meinem Nacken und legten sich dann wieder auf meinem Bauch ab.
„Ich liebe dich auch. Und ich bin froh, dass du es nicht bereust. Wir werden für immer zusammen sein und wir werden glücklich sein. Eine kleine Familie. Die sind wir ja nun schon irgendwie", meinte er und grinste mich an. Seine Hände streichelten meinen Bauch und ich nickte. Er hatte Recht. Wir waren nun schon eine kleine Familie. Edward, ich und unser Baby. Nur noch ein paar Monate und dieses Bild würde perfekt sein. Das konnte uns keiner nehmen. Wir waren jung und die Leute würden natürlich reden, aber das kümmerte mich nicht weiter.
Edward und ich würden zusammen bleiben. Da war ich mir vollkommen sicher. Es war, als wären wir füreinander gemacht. In meinem Leben hatte es nicht viele Jungs gegeben und nun schien ich den Grund auch zu kennen. Ich hatte die ganze Zeit auf Edward gewartet. In dieser Nacht in Phoenix hatte ich ihm mein Herz bereits geschenkt. Vor Edward hatte es nie jemanden gegeben, der mir so viel bedeutet hatte und Edward hatte das in wenigen Stunden geschafft. In wenigen Stunden hatte ich mich in ihn verliebt, mit ihm geschlafen und unser beider Leben für immer verändert.
Man kann wohl sagen, dass ich heute irgendwie froh bin, dass wir damals nicht verhütet haben. Natürlich war es töricht und einfach dumm. Doch ich war hier, in Forks und in den Armen von meinem Edward. Alles andere zählte nicht mehr. Edward war der eine für mich. Der eine, für den ich einfach alles machen würde. Alles! „Hast du sie jemals bereut?" Vielleicht hätte ich das nicht fragen sollen, aber Edward hatte das ja auch von mir wissen wollen und ich wollte mir genauso sicher sein. Ja, er liebte mich. Aber was, wenn nur ein kleiner Teil es bereute?
„Niemals, Bella", sagte er und nickte. „Niemals. Ich weiß, dass ich heute nicht so reagiert habe, wie du es dir erhofft hast, aber das hat mich einfach kalt erwischt", meinte er und seufzte. Ich legte einen Finger an seine Lippen und nickte. Ich verstand das. Sehr gut. Und es war mein Fehler gewesen. Ich war diejenige, die es ihm nicht eher gesagt hatte. Irgendwie hatte ich so eine Situation also herausgefordert. In einer Stadt wie Forks konnte man nichts geheim halten. Vermutlich hatte Lauren mich und Alice gehört. Ja, ich war selbst schuld.
Die Haustüre ging auf und Esme und Carlisle betraten das Haus. Sie schienen gut gelaunt zu sein. Mein Herz fing an etwas schneller zu pochen und ich setzte mich auf und blickte zu Edward. Er stand auf und ging zu seinen Eltern. Ich blieb sitzen und sah ihm einfach nur nach. Es war, als würden meine Beine den Dienst versagen. „Mum, Dad. Bella und ich möchten gerne mit euch reden. Jetzt, wenn es für euch in Ordnung ist. Es ist...wichtig", sagte Edward und klang selbst auch etwas nervös.
Esme lächelte ihren jüngsten Sohn an und nickte dann. „Natürlich, Liebling. Hallo, Bella", sagte sie und lächelte mich ebenfalls freundlich an. Ich mochte Edwards Mutter so unheimlich gern. Deswegen machte mir das alles hier wirklich sehr viel Angst. Was, wenn sie mich gleich nicht mehr mögen würde? Diese Vorstellung behagte mir überhaupt nicht. Edward setzte sich wieder neben mich und nahm meine Hand dann in seine.
„Worüber wollt ihr mit uns reden?", fragte Esme Cullen und setzte sich zusammen mit ihrem Ehemann auf die Couch gegenüber. Die beiden sahen uns freundlich an. Sie ahnten nicht, was nun kommen würde. Da war ich mir ziemlich sicher. Sicher hielten sie ihren Sohn für vernünftig genug, um seine Freundin nicht sofort zu schwängern. Oh, ich mochte solche Gespräche wirklich nicht.
Edward räusperte sich und sah nervös zu seinem Vater. „Wir...Bella und ich werden ein Baby bekommen. Das ist es, was wir euch sagen wollten. Bella ist schwanger und ich bin der Vater", sagte Edward und ich biss mir auf meine Unterlippe. Die Stunde der Wahrheit war gekommen. Ich hoffte, dass Esme und Carlisle gut reagieren würden.
Esme schien es die Sprache verschlagen zu haben. Sie sah wirklich etwas geschockt aus, aber blickte mich nicht unfreundlich an. „Oh...aber ihr seid doch erst wenige Wochen zusammen. Seid ihr euch auch vollkommen sicher? Bella, Liebes. Diese Heimtests sind nicht immer so zuverlässig und sie funktionieren erst ab einer bestimmten Woche", meinte Esme nun. Sie schien zu hoffen, dass wir es nur fürchteten, aber ich war auf jeden Fall schwanger.
„Mum. Bella ist auf jeden Fall schwanger", versicherte Edward ihr und seufzte dann. „Wisst ihr noch, dass ich vor einigen Monaten mit Emmett in Phoenix war? Bella und ich haben uns dort kennen gelernt und...wir haben eine Nacht miteinander verbracht."
Eine kleine Träne lief über Esmes Wange und ich war mir nicht sicher, ob sie sich freute oder einfach enttäuscht war. „Oh ich werde also wirklich Großmutter?" Eine weitere Träne lief über ihre Wange und dann setzte sie sich neben mich und zog mich an sich. „Wir haben dich immer noch lieb, Bella. Du siehst so aus, als wäre das eine deiner größten Sorgen. Keine Angst, Liebes."
Nun fing auch ich zu weinen an. Esme mochte mich immer noch und sie schien sich sogar etwas zu freuen. Sie hatte viel besser reagiert, als meine Mutter. Das Renée scheinbar nichts mehr von mir wissen wollte, kränkte mich immer noch sehr. Ich verstand einfach nicht, warum sie so kalt war. Ihre Tochter bekam ein Kind und ihr war es vollkommen egal.
Esme hielt mich ein Stück von sich und strich dann mit einer Hand über meine Wange. „In der wievielten Woche bist du, Bella?", fragte sie und blickte vorsichtig auf meinen Bauch.
„Ich bin in der 15. Woche", sagte ich und lächelte. Vorsichtig strich Esme über meinen Bauch und lächelte dann ebenfalls. Es vergingen einige weitere Minuten in denen wir uns mit Esme und Carlisle unterhielten. Das Gespräch verlief wirklich gut und ich hatte mir vollkommen umsonst Sorgen gemacht. Edwards Eltern hatten die Schwangerschaft gut aufgenommen und sie mochten mich immer noch.
Heute Nacht würde ich bei den Cullens schlafen, weil es inzwischen einfach etwas spät geworden war. Ich hatte sowieso keine Lust nun nach Hause zu fahren. Die Nacht wollte ich einfach nur an Edwards Seite verbringen. Wir waren glücklich und das würde so bleiben. Edward setzte sich neben mich und zog mich sanft an sich. „Bist du glücklich?", fragte er mich leise und drückte einen Kuss auf meine Stirn.
„Sehr glücklich sogar, Edward. Ich kann es gar nicht in Worte ausdrücken", sagte ich lächelnd und drückte meine Lippen dann stürmisch auf seine. Edward erwiderte meinen Kuss einige Sekunden lang und drückte mich dann von sich und schüttelte seinen Kopf.
„Nicht heute Nacht, Bella. Du solltest langsam wirklich schlafen. Es war ein sehr langer Tag und du musst doch müde sein. Komm schon, raus aus deinen Sachen. Du kannst etwas von mir anziehen", äußerte Edward und zog mir dann schon mein T-Shirt über den Kopf. Wenige Sekunden später zog er meine Jeans vorsichtig von meinen Beinen und öffnete dann auch noch meinen BH für mich und legte ihn zu meinen anderen Sachen. Einen Moment lang stand er einfach nur vor mir und sah mich an.
Ich lief etwas rot an und legte dann meinen Kopf schief. Dieses Bild gefiel ihm ganz eindeutig. „Ich dachte, du wolltest mir etwas zum Anziehen geben, oder willst du noch etwas länger starren? Denn dann wird mir sicher kalt", murmelte ich und kicherte leise. Wahrscheinlich würde mir nicht so schnell kalt werden, wenn er mich so ansah. Voller Liebe, Lust und Hingabe. Nein, da würde mir eher noch sehr schnell warm werden, aber Edward hatte eben noch gesagt, dass wir heute Nacht brav sein würden. Und wenn ich etwas anhatte, würde das leichter werden.
Edward nickte, ging zu seiner Kommode hinüber und kam dann mit einem T-Shirt wieder. „Ich kann dir auch noch Shorts oder so bringen. Aber ich denke, im Bett werden wir schon dafür sorgen, dass dir schnell warm wird. Auf die harmlose Art und Weise natürlich", erklärte Edward grinsend und half mir dann dabei, sein T-Shirt anzuziehen.
„Das Shirt reicht vollkommen aus, Edward", versicherte ich ihm und schlüpfte dann unter die Bettdecke und machte es mir bequem. Edward zog sich seine Sachen aus und schlüpfte dann nur in Boxershorts bekleidet zu mir ins Bett. Seine Arme schlangen sich um mich und ich legte meinen Kopf automatisch auf seiner Brust ab. Das hier gefiel mir. So wollte ich am liebsten jeden Abend einschlafen. Es erschien mir sowieso so, als würde ich an Edwards Seite besonders gut schlafen. Ich war dann einfach ruhiger und konnte mich eher entspannen.
„Ich habe etwas Angst vor morgen", gestand ich nun und drückte meinen Kopf etwas mehr an Edwards nackte Brust. Seine Haut fühlte sich so warm an. Ich fühlte mich geborgen und richtig gut versorgt. Meine Finger strichen ganz sanft über seine Bauchmuskeln und ich lächelte. Auf morgen freute ich mich wirklich nicht. Die nächsten Monate würden sehr schwer werden, aber Edward würde bei mir sein, deswegen würde ich auch das irgendwie durchstehen.
„Vor Morgen? Wieso das, Bella?", fragte Edward mich und platzierte einen sanften Kuss auf meinem Haar. Mit seinen Fingerspitzen strich er über meinen Arm und ließ diese Hand dann zu meinem Bauch wandern. Sanft legte seine ganze Hand sich auf meinen Bauch und blieb dort liegen.
„Morgen werden es alle wissen, Edward. Alle werden es wissen. Nicht nur die ganze Schule, sondern ganz Forks. Ich mag es nicht, wenn die Leute mich komisch ansehen...und nun werden sie uns komisch ansehen, weil ich dein Kind bekomme", murmelte ich leise und seufzte. Ich bereute es nicht und wollte es auch nicht ändern, aber ich hasste die Reaktion anderer. Und in diesem Fall würde sie nicht sehr gut ausfallen. Wenn Teenager oder junge Erwachsene ein Kind bekamen, wurde viel gelästert.
„Ja, das stimmt. Sie werden über uns reden. Na und? Bella, es kümmert mich nicht, was die Leute in Forks zu sagen haben. Ich liebe dich und ich werde immer für dich da sein. Sollen sie doch reden. Es ist unser Leben und wir machen nichts falsch." Edward klang dabei vollkommen sicher. Scheinbar kümmerte es ihn wirklich nicht, was die Leute hier zu sagen hatten. Er zog mich noch etwas enger an sich und ließ seine Hand liebevoll über meinen Bauch wandern.
„Wir stehen das zusammen durch, Bella", flüsterte Edward an mein Ohr und küsste mich dann sanft auf die Lippen. Wenn er das so sicher sagte, glaubte sogar ich daran, dass wir es schaffen würden. Gut, vermutlich würde ich die Stimmen nicht ganz ausblenden können, aber Edward würde bei mir sein und mir helfen. Wir liebten uns und es war nicht falsch. Vielleicht hatten wir am Anfang einige Fehler gemacht, aber im Grunde war das hier kein Fehler. Wir waren zusammen, weil wir uns wirklich liebten und nicht, weil wir versuchten den Fehler aus der Welt zu schaffen. Dieses Kind würde Eltern haben, die sich von ganzem Herzen liebten.
Das wir uns liebten würde den Lästermäulern natürlich egal sein. Sie sahen nur die eindeutigen Tatsachen: wir waren beide jung und gingen noch zur High School. Alles andere war für die Leute hier doch unwichtig. Zudem waren wir nicht verheiratet. Das würde doch vor allem für die ältere Generation ein Problem sein. Aber heutzutage musste man nicht mehr verheiratet sein, wenn man ein Kind bekam. Von der Ehe hielt ich sowieso nicht besonders viel. Charlie und Renée hatten sich so schnell scheiden lassen und die neue Ehe meiner Mutter erschien mir auch nicht richtig. Ehe und Familie bedeutete heute doch etwas ganz anderes. Weniger als vor vielen Jahren.
Auch Edward sah ziemlich nachdenklich aus. Ich wusste nicht, woran er dachte, aber ich würde es zu gerne wissen. Edward war so wichtig für mich und falls seine Gedanken sich um dieses ganze Thema drehten, wollte ich es wirklich wissen. Allerdings war ich inzwischen tatsächlich müde und konnte meine Augen kaum mehr offen halten. Ich schloss sie und machte es mir auf Edwards Brust wieder etwas bequemer. Nach diesem Tag war ich unendlich müde und wollte nur noch schlafen. Ich spürte noch, dass Edward einen Kuss auf meine Wange drückte und etwas flüsterte. Liebevolle Worte und die Versicherung, dass alles gut werden würde. Wir würden für immer zusammen bleiben.
Der nächste Morgen war besser und schlechter. Besser, weil ich Edward gegenüber nun keine Geheimnisse mehr hatte und er von seinem Kind wusste. Viel besser, weil ich in seinen Armen aufwachte und mich so geliebt und geborgen fühlte. Schlechter, weil ich wusste, dass die Leute uns ansehen würden und auch lästern würden. Dass wir sie vielleicht hören konnten, war diesen Leuten vollkommen egal. Ich machte mich deswegen schon wieder verrückt. Irgendwie konnte ich einfach nicht anders. Ich bin eben oft etwas ängstlich und das macht mir viel Angst. Diese ganze Schwangerschaft ist für mich etwas vollkommen Neues. Wie könnte ich keine Angst haben?
„Guten Morgen, Bella", hauchte Edward an mein Ohr und drückte seine Lippen dann zärtlich auf meine. Am besten ich konzentrierte mich nur auf die guten Bestandteile von diesem Morgen. Mit einer Hand strich Edward über meine Wange und dann setzte ich mich auf.
„Morgen Edward", nuschelte ich noch ziemlich müde und rieb mir kurz über die Augen. Der gestrige Tag war kein Traum gewesen. Daran musste ich mich erst selbst erinnern. Edward und seine Eltern wussten von der Schwangerschaft und alles würde gut werden. Auf die Schule freute ich mich trotzdem nicht besonders.
„Hast du gut geschlafen?", fragte Edward mich und zog ein Tablett zu mir. Er hatte Frühstück für mich gemacht und servierte es mir nun im Bett? Oh mein Gott. Edward war wirklich ein perfekter Freund. Das hatte ich ja immer gewusst, aber nun, wo er von der Schwangerschaft wusste, sorgte er sich sogar noch etwas mehr um mich. Es war wirklich süß. In diesen Momenten wurde mir sofort wieder bewusst, warum ich mich in Edward verliebt hatte. Er war unglaublich. Ein Traum von einem Mann. Wenn man sich nicht in ihn verliebte, stimmte eindeutig irgendetwas nicht mit einem. Kein Wunder, dass ich mich in ihn verliebt hatte. Edward Cullen konnte man nicht widerstehen.
Ich nickte und lächelte ihn dann sanft an. „Ja, ziemlich gut sogar. In deinen Armen schlafe ich besonders gut, Edward. Und nun gibt es keine Geheimnisse mehr...die schlaflosen Nächte sind vorbei, nehme ich an", murmelte ich und trank einen kleinen Schluck von dem Orangensaft. Edward war zu gut für diese Welt.
Edward strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und nickte. „Da geht es mir genauso. An deiner Seite schlafe ich wie ein Baby oder ein Toter. Was dir eben lieber ist. Aber ich finde es gut, dass es nun keine Geheimnisse mehr gibt, Bella", sagte er und lächelte mich dabei an. Edward schien wirklich nicht böse zu sein, dass ich ihm nicht eher von dem Baby erzählt hatte. Er war eben unglaublich. „Dein Vater war vorhin übrigens schon hier. Er hat dir einige frische Sachen für die Schule gebracht und deine Tasche."
Ich verschluckte mich fast an meinem Orangensaft. Charlie war hier gewesen? „Wirklich? Hat er irgendetwas gesagt?", wollte ich wissen und biss ein kleines Stück von dem Butterbrot ab. Charlie wusste ja, dass Edward der Vater war und ich wusste nicht, ob er inzwischen besser damit klar kam. Gestern Nachmittag schien diese Neuigkeit ihm nicht so besonders gefallen zu haben.
„Er hat gefragt, wie es dir geht und ob meine Eltern es schon wissen...ansonsten hat er nicht viel gesagt. Ich glaube, ich muss sein Vertrauen erst wieder gewinnen, nun wo er weiß, dass ich dich geschwängert habe", erkannte Edward und zuckte mit seinen Schultern. Er schien sich deswegen nicht besonders zu sorgen.
Eine halbe Stunde später standen wir auf dem Schulparkplatz und ich war schrecklich nervös. Jeden Moment würden wir unsere Mitschüler sehen und ich konnte es mir ziemlich gut vorstellen. Die meisten würden Edward und mich einfach nur ansehen und lästern. Selbst die, die uns nicht kannten. Aber so war das mit den Gerüchten eben. Sie verbreiteten sich schnell und wenn die Gerüchte dann auch noch die Wahrheit waren, war alles nur noch schlimmer. Und dieses Gerücht entsprach der Wahrheit.
Edward umfasste mein Gesicht mit seinen Händen und zwang mich damit, ihn anzusehen. Der Ausdruck in seinen Augen war so sanft und liebevoll, dass ich einfach nur lächeln konnte. Für einen Moment vergaß ich auch, was da draußen auf uns wartete. Sanft legte Edward seine Lippen auf meine und sorgte dadurch für weitere Ablenkung. Unsere Lippen bewegten sich so sanft aufeinander, dass ich die Liebe direkt spüren konnte, die Edward für mich empfand. Egal wie schlimm das da draußen nun werden würde, wir beide würden das gemeinsam durchstehen und überleben, weil wir uns so sehr liebten.
Edward beendete den Kuss und drückte dann einen Kuss auf meine Stirn. „Bella, ich habe mir letzte Nacht ein paar Gedanken gemacht...", murmelte er leise und legte seinen Kopf schief. Ich zog eine Augenbraue hoch und sah Edward genau an. Er hatte sich letzte Nacht ein paar Gedanken gemacht und es schien um etwas wichtiges zu gehen, oder warum machte er sonst so ein ernstes Gesicht?
„Okay...", murmelte ich und sah Edward weiterhin etwas nervös an. Nun war ich allerdings nervös, weil ich noch nicht wusste, worüber Edward sich Gedanken gemacht hatte. Es schien um nichts Belangloses zu gehen. „Und worüber genau hast du dir Gedanken gemacht?", wollte ich wissen.
Edward nahm meine Hand in seine und strich mit der anderen Hand über meine Wange. Der Ausdruck in seinen Augen wurde wieder so wahnsinnig sanft und auch ein kleines Glitzern konnte ich in ihnen erkennen. Edwards Daumen strich über meinen Handrücken und seine andere Hand blieb ruhig an meiner Wange liegen. „Werde meine Frau, Bella. Heirate mich", bat er und ich hielt die Luft an.
Mein Herz schlug so wahnsinnig schnell, dass ich mir darum wohl Sorgen machen musste. Hatte Edward mir gerade einen Antrag gemacht? Es schien ihm vollkommen ernst zu sein, daran gab es keinen Zweifel. Darüber hatte er sich letzte Nacht Gedanken gemacht? Ich wusste wirklich nicht, was ich dazu sagen sollte. Heirat war kein Thema, das ich liebte und ich hatte bisher nie daran gedacht, dass ich eines Tages heiraten könnte. Und nun wollte Edward scheinbar, dass wir heirateten! Vermutlich musste ich langsam irgendetwas sagen...
Ich war sprachlos. Edward wollte, dass ich seine Frau wurde und ich hatte keine Ahnung, was ich sagen sollte. Im idealen Fall sollte ich nun vermutlich einfach Ja sagen, aber das war gar nicht so einfach. Nicht für mich. Und ich war mir nicht vollkommen sicher, ob das hier ein Antrag gewesen war, oder...gott, dass war eindeutig ein Antrag. So sehr ich Edward auch liebte, ich konnte nun nicht einfach ja sagen! Keuchend atmete ich ein und sah Edward mit großen Augen an. Wie er mich ansah...er erhoffte sich ein Ja, aber das ging einfach nicht.
„Edward...", murmelte ich und seufzte. „Ist das dein Ernst? War das ein Antrag?", fragte ich verwirrt und auf einmal hatte ich wirklich vergessen, was da draußen auf uns wartete. Edward hatte mit dieser Bitte dafür gesorgt, dass unsere Mitschüler wirklich unwichtig wurden. Die andere Frage war, ob Edward nur wegen dem Kind heiraten wollte, oder ob er mich auch so gefragt hätte. Konnte ich mir sicher sein, wenn es darum ging? Oh und wir waren doch so jung. Okay, eine Hochzeit würde in unserem Fall auch nicht mehr viel ausmachen. Die Leute würden wahrscheinlich mehr reden, aber ansonsten, wohl kaum.
Edward nickte und strich mit seinem Daumen weiter über meinen Handrücken. „Ich meine es vollkommen ernst, Bella. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ernst ich das meine", erwiderte er und sah mir tief in die Augen. „Ich liebe dich, Bella. So sehr und ich möchte mein Leben mit dir verbringen. Heirate mich. Ich möchte, dass du meine Frau wirst und das nicht nur, weil du schwanger bist. Du musst nicht glauben, dass ich dich nur deswegen frage. Ich frage dich, weil du mein Leben bist und ich nie wieder ohne dich sein möchte", versprach Edward und blickte mir dabei immer noch tief in die Augen.
Okay, Edward meinte es wirklich ernst. Und er fragte mich nicht nur wegen der Schwangerschaft. Das war...gut, aber trotzdem war ich mir nicht sicher. Wenn ich nun ja sagen würde, würde sich so viel verändern. Natürlich veränderte sich für uns nun sowieso vieles, aber wollte ich schon verheiratet sein? Ich hielt wirklich nicht viel von Hochzeiten und der Gedanke, dass ich nun heiraten sollte, war ein sehr komischer. Auch ich liebte Edward, aber solch ein Schritt war...gigantisch.
„Du kannst darüber nachdenken, Bella. Ich erwarte nicht, dass du sofort antwortest. Denke einfach darüber nach", meinte Edward liebevoll und küsste mich dann auf die Lippen. Sehr sanft und voller Liebe. Ja, Edward meinte das vollkommen ernst und er wollte mich zu seiner Frau nehmen.
„Okay. Ich werde darüber nachdenken. Versprochen, Edward. Ich denke darüber nach", hauchte ich und schloss dann meine Augen. Ich würde wirklich darüber nachdenken. Leicht würde es trotzdem nicht werden. Wenige Sekunden später verließen Edward und ich das Auto. Hand in Hand machten wir uns auf den Weg in die Schule. Die Blicke der anderen ruhten auf uns und ich war mir sicher, dass ich auch ihre leisen Stimmen hören konnte, doch die zählten nicht. Nur Edward war wichtig. Solange Edward und ich zusammen sein würden, würde alles gut werden.
