Disclaimer: siehe Kapitel 1

Hi Misato-6! Ebenfalls eine nettes hallo an alle anderen treuen Leser !

Hier endlich Teil 9 für euch.

Misato-6: Vielen Dank für deine 2 Reviews und das Lob zu meiner Geschichte, besonders zu Melanies Überlegung bezüglich Chris´ Familie. Celeste spielt keine weiter Rolle in dieser Geschichte, allerdings werde ich versuchen sie in der geplanten Fortsetzung einzuschreiben. Ich habe die ganzen Information zu Artus und Co. aus dem Internet. Ich habe mir einige Zeit genommen und mal etwas gegoogelt. Hier auch mal vielen Dank an alle Leute die so nett waren diese Informationen ins Netz zu stellen und mir somit beim schreiben dieser Geschichte geholfen haben.

Viele Grüße
Whitelightner78

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Kapitel 9 – Future Consequences? – Nicht mit mir, Chris! – Teil 1

Was steht den über deine Verwandtschaft so drin?" wollte Chris wissen. Melanie zögert einen Augenblick, und lass Chris die wenigen Informationen vor, die sie über ihre Ahnin und Merlins Gefährtin, Nimue, gefunden hatte. Nimue oder Viviane, wie sie auch in manchen Erzählungen genannt wird, ist eine Gestalt der Artussage. „Was für eine Überraschung", erwiderte Chris. „Klappe halten und zu hören", entfuhr es Melanie. „Ok, hast ja Recht. Ließ weiter." Melanie lies sich auch nicht lange bitten und setzte sofort wieder an. „Sie wird auch als die Herrin oder Dame vom See bezeichnet. Sie hütet den See, aus welchem Artus das Schwert Excalibur erhielt und gilt ebenfalls als die Ziehmutter Lanzelots. In Gestalt eines jungen Mädchens betört sie Merlin und bringt ihn dazu, ihr die Geheimnisse seiner Zauberkräfte zu offenbaren, woraufhin ihn Nimue in einer Weissdornhecke im Wald von Brocéliande bannt." „Eine andere Überlieferung sagte folgendes", setzt Melanie mit dem nächsten Text fort. „In der Artus – Sage ist eine keltische Wassergöttin, ein Nymphe, die „Lady of the Lake". In der Legende ist sie es, die das magische Schwert Excalibur an Artus weitergibt und es auch zurückerhält, nachdem Artus durch Sir Bedivere eine tödliche Wunde zugefügt bekommt. Viele Berichte sind über Nimue überliefert, mache sagen sie sei für Erziehung Lancelots verantwortlich gewesen, mache nach sie zur Begleiterin Merlins, vielleicht auch zu der Person, die Merlins Prophezeiungen aufgeschrieben hat. Es gibt aber auch Quellen die behaupten Nimue habe Merlin umgebracht." „Also, wenn es nach den überlieferten Information geht sind die Lady von See, die das berühmte Schwert an Artus weitergeben haben und meine Vorfahrin Nimue ein und dieselbe Person." „Oh, man und ich dachte die bisherigen Information wären schon verwirrend gewesen", meinte Chris. „Doch es wird anscheinend noch schlimmer, je weiter wir uns in diesem Buch nach vorne arbeiten." „In der Tat, Chris", meinte Melanie und lächelte. „Keiner hat gesagt, das es einfach werden würde oder? Sei doch mal ehrlich, das würde dann doch auch einen Spaß machen." „Also für mich könnte es ruhig etwas logischer sein. Aber alles meckern hilft nicht. Daher lass nun einfach weitermachen und les mal alles vor, was du über Merlin gefunden hast." „Gleich Chris", sagte Melanie und schaute Chris in die Augen. „Jetzt hast du schon so viel über mich und über meine Vergangenheit erfahren, aber mir noch nichts über deine erzählt. Abgesehen davon das du ein Wächter des Lichtes bist, die Schwestern deine Schützlinge sind und du aus der Zukunft kommst." „Bevor wir hier weitermachen, " erwiderte Melanie, „will ich endlich auch mal was über dich erfahren." „Wie heißen deine Eltern, Chris?" „Sorry, Melanie das kann ich dir nicht sagen. Es könnte die Zukunft verändern und zwar so, wie es nicht sein soll." „Du immer mit dieser Phrase. Warum traust du mir nicht, ich werde dein Geheimnis nicht verraten. Du bist doch herkommen, ob die Zukunft zu verändern oder nicht?" „Ja sicher, aber nur etwas ganz bestimmtes", erklärte Chris. „Lass mich mal raten, das kannst du mir auch nicht verraten, was? " „Richtig." „Hör mal zu Chris, entweder du sagst mir jetzt was oder ich hole Leo her. Da ihr euch, so wie es aussieht nicht besonderst mögt, wird er bestimmt erfreut sein, sich genauer mit dir zu unterhalten. Ich werde ihm einfach sagen, das du deinen Job nicht gut machst und dann wollen wir mal sehen, was er mit dir anstellt." „Das wagst du nicht Melanie." „Da sei dir mal nicht so sicher", erklärte sie ihm. Chris war sich wirklich sicher, dass die junge Frau es sich nicht wagen würde, nach Leo zu rufen, umso mehr war er überrascht als sie aufstieg und anfing seinen Namen zu rufen. Schnell wurde ihm klar, dass er jetzt dringend etwas tun musste, sonst würde er seinen nervigen Vater wieder auf den Fersen haben und das konnte er nun wirklich nicht gebrauchen. „Le…." war alles was sie herausbrachte bevor Chris sie erreichte und ihr den Mund zu hielt. Verärgert sah sie ihn an. „Ok, Melanie. Du hast gewonnen. Wenn du mir versprichst nicht weiter nach Leo zu rufen, werde ich dir etwas über mich erzählen. Zumindest etwas von dem was die Zukunft nicht schwerwiegend verändern kann. Aber bitte dränge mich nicht dazu, etwas zu sagen, was mich in Bedrängnis bringen könnte. Sind wir uns einig?" Er schaute sie an und als sie nickte, nahm er seine Hand von ihrem Mund. Die Beiden setzten sich wieder hin und Melanie fing an Chris ein paar Fragen zu stellen, die sie interessierte und die er möglicherweise auch zu antworten bereit war. „Hast du die Halliwells eigentlich schon in deiner Zeit gekannt oder hast du sie erst in dieser Zeit kennen gelernt?" Chris verzog erst etwas das Gesicht beantworte die Frage dann schließlich doch. „Die Halliwells, kenne ich schon aus der Zukunft. Ich kenne sie so lange ich denken kann. Ein genaues Datum kann ich dir allerdings nicht nennen", sagte er, denn er konnte ja wohl kaum sagen das er sie seit dem Zeitpunkt kannte, an der er anfing zu existieren und sie alle das erste Mal am Tag seiner Geburt getroffen hatte." „Waren deine Eltern und die Halliwell befreundet?" fragte Melanie. „Sie kannte sich ziemlich gut." „Also kanntest du auch Wyatt, schon länger, was?" „Das ist richtig. Wir zwei kennen uns schon ewig. Man könnte sagen wir sind miteinander aufgewachsen und waren unzertrennlich. Ich habe viel Zeit mit ihm und den Schwestern im Manor und hier im Club verbracht. Also wart ihr zwei so etwas wie Blutsbrüder, Wyatt und du?" „Ja, das trifft den Nagel auf den Kopf", sagte Chris. „Schließlich sind wir Brüder und somit vom gleichen Blut", ging es ihm durch den Kopf. „Du bist also auch in dieser Stadt groß geworden?" „Ja, meine Familie hat ganz in der Nähe der Halliwells gelebt", antwortete Chris. „Was für einen Beruf hast du eigentlich in der Zukunft ausgeübt, bevor du die Zeitreise gemacht hast?" „Beruf? In der Zeit wo ich groß geworden bin herrschte so viel Chaos, das er mir nicht möglich war, einen Beruf zu lernen. Bitte frag jetzt nicht nach, was ich damit meine, denn ich werde es dir jetzt nicht genauer erklären. Aber als ich klein war, wollte ich immer Feuerwehrmann werden, um den Menschen zu helfen." „Das ist ja süß", meinte Melanie und lächelte Chris an. „Süß? Na ja. Die Wunschträume eines Kindes, das mit 14 Jahren von Realität eingeholt wurde und seinen Wunsch aufgegeben musste." „Wie kamst du auf diesen Wunsch?" „Ich kann mich noch ganz genau erinnern", fing Chris an zu erzählen. „Es war mein dritter Geburtstag und wir feierten im Halliwell Manor. Wyatt war damals fünf Jahre alt. Er wusste durch die ganzen Geburtstage die er schon erlebt hatte, dass man dem Geburtstagskind etwas schenken sollte. Doch da er selbst noch keine Möglichkeiten hatte, überlegte er was er tun sollte. Als die Feier dann begonnen hatte und alle die Geschenke überreichten, kam er auf mich zu und hielt mir seinen Feuerwehrtruck hin. „Chris, Geschenk für dich", sagte er und lächelte mich erwartend an. Ich war total begeistert, denn diesen Truck fand ich schon immer toll. Das war das tollste Geschenk, das ich jemals zum Geburtstag bekommen habe und ich habe viele in meinem Leben bekommen. Was noch besonderst zu erwähnen ist, ist die Tatsache, das ich bis zu diesem Tag nicht einmal damit spielen durfte, weil der Truck Wyatts absolutes Lieblingsspielzeug war. Ein Geschenk, das ich nie vergessen werde. Seit diesem Tag wollte ich Feuerwehrmann werden", schloss Chris. Melanie war leicht am schniefen und schnäuzte geräuschvoll die Nase, das war wirklich eine rührende Story gewesen. Melanie wollte Chris bereits die nächste Frage stellen, was sie von einem Klingeln an der Hintertür des Clubs unterbrochen wurden. „Sorry, Melanie", sagte Chris und stand auf. Er musste dorthin und öffnen. Seine Mutter, die noch nicht wusste, das sie seiner Mutter werden würde hatte ihm mitgeteilt, das heute um die Mittagszeit der Getränkelieferant mit ordentlich Nachschub kommen würde. Da der Club kaum noch Getränkereserven hatte und Chris sich ja ehe dort aufhielt, erklärte er sich bereit die Waren für Piper anzunehmen und an den entsprechenden Stellen zu verstauen. Als der Lieferant die Waren in den Club gebracht hatte und Chris die Lieferpapier in Empfang genommen und unterschrieben hatte, zog dieser mit einem netten Gruß von dannen. Zusammen mit Melanie verstaute er die Waren an die entsprechenden Stellen und sah auf die Uhr. Es war mittlerweile schon 12.30 Uhr. Nachdem er seinen Charme hatte spielen lassen, war es ihm gelungen, Melanie dazu zu überzeugen, erst einmal etwas weiter über Merlin zu recherchieren und ihn dann wieder mit Fragen zu löchern. Irgendwie hoffte er sich auch aus der Affäre ziehen zu können, wenn Melanie möglicherweise vergaß, was sie ihn fragen wollte. Die Chance war nicht groß, aber vorhanden. Außerdem musste sie ja auch die Nachforschung mal zu einem Ende bringen, seine Zeit hier war schließlich nicht unbegrenzt. So drehte er sich um und schaute Melanie an, die das Buch wieder aufgeschlagen hatte und bereit war ihm alle Geschichte über Merlin, ihren Urahn, vorzulesen. Es waren viele Geschichten und kurz waren sie auch nicht. „Ok und losgeht." Mit diesen Worten begann Melanie wieder im Buch zu blättern, bis sie die gesuchten Informationen gefunden hatte. Dann lass sie Chris die erste Information laut vor. „Merlin lebte als historische Gestalt im 6.Jahrhundert im Gebiet der heutigen Lowlands. Er war ein echter Prophet und Druide. Wie König Arthur ist er in der Anderswelt gefangen, nahe bei den Menschen und doch unerreichbar für sie. Merlin wird als Magier und Prophet, stets zu derben Scherzen aufgelegter Schelm, beschrieben. Merlins Prophezeihung über seinen eigenen Tod erfüllte sich durch Nimue, in die er sich auf der Hochzeit von Artus und Guinivere heftig verliebte. Merlin ließ sich von ihr so betören, dass er Nimue so manchen Spruch lehrte und ihr zeigte, wie man Mixturen aus Kräutern mischt, die sowohl einen Zauber hervorbringen wie ihn auch wieder zu bannen imstande waren. Als sie ihn leid war, beschwor sie ihn, mit ihr zu dem Felsen in Cornwell zugehe, in dem sich eines der größten Wunder der Welt befinden sollte, eine prächtige Felsenkammer. Merlin schwärmte Nimue von der Schönheit im Innern des Felsen vor und in seiner Verliebtheit verriet er ihr den Spruch, mit dem man den Felsen verriegeln konnte. "Geh du voran", bat Nimue als er den Fels geöffnet hatte und tat, als ob sie zu ängstlich sei, als erste die Felsenkammer zu betreten. Merlin schritt hinein. Nimue aber sprang zurück und rief laut den Zauberspruch, der durch nichts zu bannen war. Niemand mehr hat seitdem Merlin gesehen. Doch ab und zu grollt es noch heute in jener Gegend im Boden tief unter den Füßen. dann sagen die Leute: "Merlin rührt sich im Berge." Aber keiner weiß es genau, wo jener Ort befindet." „Also hier haben wir also eine Version, " die so nicht stimmen kann", meinte Melanie. „Ich bin schließlich der lebende Beweis." „Das ist nicht so ganz korrekt", erwiderte Chris. „Nimue könnte ja bereits schwanger gewesen sein, als sie diese Tat ausgeführt hat." „Das sagt der Herr, der nichts über seine Familiegeschichte preisgeben will." „Ist ja gut, Melanie. Lass uns nicht mehr darüber diskutieren und weitermachen." „In Ordnung, ich lese weiter." Sofort begann Melanie mit der nächsten Geschichte. „Merlin ist der Magier der Artus-Sage. Es verschmolzen in ihm zwei in der inselkeltischen Mythologie verankerte Figuren: der Dichter-Prophet „Myrddin Lailoken" und „das vaterlose Kind", der jugendliche Seher „Ambrosius". Er ist Sohn eines Inkubus, eines gefallenen Engels, und einer Demetierprinzessin und Klosterfrau, eines Königs oder eines Gottes." An dieser Stelle stoppte Melanie kurz und sah Chris an. „Kannst du mir mal genau erklären was ein Inkubus ist, Chris?" „Ja, das kann ich. Der Inkubus (lateinisch: incubare für oben liegen, ausbrüten) ist ein Alb, ein Albträume und Alpdrücken verursachender Dämon, ein Waldgeist, Sylvan, das männliche Gegenstück zum weiblichen Succubus. Incubi sind männliche Dämonen aus der jüdischen und christlichen Mythologie. Sie ernähren sich von der Lebensenergie schlafender Frauen, mit denen sie sich nachts paaren. Wenn sich ein Inkubus mit einer Frau paart, wacht diese während des Aktes nicht auf und kann sich höchstens in Form eines Traumes an den nächtlichen Besuch erinnern. Im Christentum wurden nächtliche, sündhafte Träume häufig durch den Besuch eines Inkubus erklärt. Auf diese Weise konnte man für die Sünde nicht verantwortlich gemacht werden, da man Opfer einer übernatürlichen Macht wurde. Allerdings wurde im Zuge frühneuzeitlicher Hexenverfolgung der Geschlechtsverkehr mit dem Teufel als bewusst gewünschter Akt betrachtet und war somit ein Zeichen des Abfallens von Gott und der Hingabe an den Teufel. Der Teufel nahm bei Hexenmeistern die Gestalt eines Succubus an, während er bei Hexen als Inkubus auftrat. Eine weit verbreitete Theorie war es auch, dass ein - an sich geschlechtsloser - Dämon oder Buhlteufel zuerst in Form eines Succubus mit einem Mann schlief und sich anschließend in einen Inkubus verwandelte, um mit dem Samen des Mannes eine Frau zu befruchten." Melanie verzog, das Gesicht. Es war offensichtlich, dass es ihr nicht gefiel, dass ihr Urahn Merlin, möglicherweise auf diese Weise gezeugt worden war. Sollte es so gewesen sein, dann fiel es sicherlich unter die Kategorie, streng geheim und man erzählte besser keinem davon. Das erkannte Chris schnell daran, das Melanie nichts weiteres mehr dazu frage oder sagte sondern weiter vorlass. „In anderen Erzählungen wird er von der kornisch-keltischen Naturgöttin Mab erschaffen. „Das klingt schon besser, " sagte Melanie, die von dieser Theorie offensichtlich mehr angetan war, als von der letzten. „Er ist als Opfer für Vortigerns Festung vorgesehen, verblüfft jedoch den Usurpator und seine Druiden mit seiner Wahrsagergabe. Er sagt unter anderem das Kommen von Artus und seine Taten voraus. Eine der Figuren, die in die Figur des Merlin einflossen, war der walisische Barde Myrddin, der die Gabe der Wahrsagung erhalten haben soll, als er während der Schlacht von Arfderydd 573 den Verstand verlor, in die Wälder rannte und dort mit einem Apfelbaum sprach, der ihm Nahrung und Weisheit lieferte. In der Artussage soll er an der Zusammenkunft von Artus' Eltern beteiligt gewesen sein, er leitet den Helden an und gibt ihm den Auftrag, den Heiligen Gral zu suchen, in manchen Darstellungen soll er auch Artus Schwert Excalibur in den Stein gesteckt haben. Von seiner Geliebten, die in manchen Darstellungen mit der Dame vom See gleichgesetzt wird, wird er, nachdem er ihr alle seine Geheimnisse verraten hat und sie selbst zaubern kann, in einem unsichtbaren Gefängnis gefangen gehalten oder in eine Eiche verwandelt. "Natürlich" ist er nie gestorben, sondern wurde, wie Artus auch, in eine Anderswelt entrückt; oder er residiert noch heute in einem Palast auf dem Meeresgrund. Merlin werden positive Eigenschaften zugeschrieben. Seine Person markiert in den manchen der uns heute ausschließlich bekannten christlichen Darstellungen den Bruch mit dem alten keltischen Glauben, denn während er selbst ein der Magie Kundiger bleibt, wird er zugleich zum Bringer des Christentums – ein Symbol für die Epoche der Christianisierung, in der diese Sagenwelt festgeschrieben wurde. Eines seiner Vorbilder, der walische Barde Myrdin Wyllth, soll der erste getaufte Barde gewesen sein. Myrdin Wyllth wurde in einem Bardenverzeichnis des Dichters Taliesin erwähnt, der selbst eine Vorlage für Merlin gewesen sein könnte. Merlin wurde oft auch gleichgesetzt mit Aneirin oder Gwydion mâb Dôn. Die Herkunft des Namens wird teilweise auf einen hypothetischen Titel des höchsten britischen Druiden, benannt nach dem gleichnamigen auch in Großbritannien heimischen Falken (siehe Merlin (Falke) oder auf die Umbenennung Myrdins in Merlin zur Vermeidung von Ähnlichkeiten mit dem französischen merde zurückgeführt. Merlins Prophezeiungen, wie zum Beispiel über den Untergang der Welt, erlangten solche Bedeutung, dass das Konzil von Trient sie 1563 verbot. Auch Jeanne d' Arc war bei ihrem Prozess 1431 die Frage gestellt worden, ob sie an diese Prophezeiungen glaube. Ebenfalls von Merlin stammt eine Prophezeiung über einen Kampf zwischen einem weißen und einem roten Drachen - der rote Drache gewinnt am Schluss - die vielfach als Prophezeiung über den Kampf der Waliser gegen die Engländer gedeutet wird (siehe Flagge von Wales). „So und jetzt lesen ich mal weiter", meinte Chris und schnappte sich das Buch von Melanie. „Merlin ist der Zauberer, den wir aus den Erzählungen von König Artus und seiner Tafelrunde kennen. Zumindest glauben wir ihn zu kennen, denn er ist bedeutend mehr als eine Randfigur, mehr als der vertrottelte alte Mann, der zufällig ein paar Tricks kennt, die seinem König helfen und endlich, senil geworden, sich in eine viel jüngere Frau verguckt und von ihr ins Verderben gerissen wird. Viele Legenden ranken sich um die Gestalt des Merlin. Er ist Druide, Zauberer, Weiser, Seher und Bewahrer eines Königreiches, das er selber mit zu erschaffen geholfen hat. Seine ganze Existenz ist in ein Mysterium gehüllt, das aus den Tiefen der Zeit zu uns spricht, denn er stammt aus der Zeit der Kelten, vorchristlich und geheimnisvoll, sagenumwoben und nie ganz greifbar. Er ist das Ergebnis einer Vereinigung eines Succubus mit einem Menschen, daher selber nicht ganz menschlich und mit geheimnisvollen Kräften begabt. Quasi unsterblich, lebt er rückwärts in der Zeit, die Zukunft (weil seine Vergangenheit) birgt daher für ihn keine Geheimnisse, dennoch kann er seinem Schicksal nicht entrinnen. Er ist der letzte der Weisen Druiden, bewahrt ihre Geheimnisse in einer immer christlicher werdenden Welt. Einst hat er Stonehenge von Irland nach Britannien verpflanzt, dort lebt er nun und bestimmt die Geschicke des Reiches, greift gar aktiv ein, damit Artus als größter König seiner Zeit gezeugt werden kann, gibt diesen dann zur Erziehung zu Pflegeeltern, verhilft ihm danach zur Herrschaft und steht ihm den Rest seines (Merlins) Lebens mit Rat und Tat zur Seite. Er gibt seine Lehren als Vermächtnis eines dunkleren Zeitalters an den jungen König weiter, als die alten Bräuche letztlich in der neuen Welt aufgehen, ist seine Aufgabe vollbracht. Letztlich fällt er der Umgarnung der Dame vom See zum Opfer, in die er sich verliebt und die ihre bei ihm erworbenen Zauberkünste dazu nutzt, ihn in einem Zauberbann gefangen zu setzen. Mit Merlin geht nun auch der Rest keltischen Lebens in Britannien und in Europa, anfängt ein neues Zeitalter des noch nicht ganz gefestigten Christentums, das allmählich neue Bräuche und alte Weisheiten vermischen wird, bis sie eins werden. „Na geht's noch Chris?" neckte Melanie ihn als er kurz durchatmete und einen Schluck Wasser nahm." „Wieder mal sehr witzig", erwiderte er. Dann lächelte er kurz, um zeigen, das erkannt hatte, das sie ihn nur veräppeln wollte und lass die Geschichte Nummer vier, mit der Überschrift „Merlin – Zauberer, Prophet oder Gott? vor. „Merlin, Berater dreier Könige, Prophet, Magier und Weiser, ist eine besonders geheimnisvolle Gestalt innerhalb der Artus- Legende. Ein Kommentator hat ihn einen "Gott der alten Eingeborenenstämme Britanniens" genannt; seine Heimat in Maridunum war demnach gleichzeitig Schauplatz seines Kults. Andere haben ihn als Schamanen oder "wilden Mann" bezeichnet, als einen inneren Wächter des Landes oder als einen Seher, dessen Prophezeiungen auch für unsere Zeit hohen Wert haben. Geoffrey von Monmouth berichtet, dass er in der Stadt Carmarthen als der Sohn einer walisischen Prinzessin geboren wurde. Ähnlich der Jungfrau Maria gab auch diese an, stets ein keusches Leben geführt zu haben. Ihr Sohn sei von einem goldenen Wesen gezeugt worden, das sie in ihrer Kammer besucht habe. Schon als Kind fällt er in Visionäre Trancen und verkündet furchterregende Zukunftsvisionen ähnlich denen des Nostradamus. In der Artus- Saga spielt er eine wichtige Rolle. Zunächst ermöglicht er die Zeugung des künftigen Königs, indem er Uther Pendagron die Gestalt des Herzogs von Cornwall verleiht, damit er Igraine, dessen Gemahlin, in ihrem Schlafgemach besuchen kann. Er dient zunächst König Ambrosius Aurelianus, später dann seinem Nachfolger Uther und dessen Sohn König Artus als Berater. Der Legende nach soll er auch einen Ring aus magischen Steinen, den "Tanz der Riesen" von Irland mittels Zauberkraft auf die Ebene von Salisbury verlegt haben, wo er heute als "Stonehenge" bekannt ist. Sein Leben endet durch Nimue, eine schöne Jungfrau von der Insel Avalon, zu der der alternde Magier in Leidenschaft entbrennt. Es gelingt ihr durch verführerische Worte, ihn in den Bann seines eigenen Zaubers zu locken und so unter einem großen Stein einzusperren. Ritter Gawain, der an dem Felsen vorbeikommt, unter dem der Zauberer gefangen liegt, ist der letzte, der seine Stimme hört. Später wird sein Grab als Merlins Stein "Perron de Merlin" zum Treffpunkt der Ritter der Tafelrunde, von dem aus sie zu ihren Abenteuern aufbrechen. Doch dies Bild des alternden Zauberers, der von einer schönen Feenmaid besessen ist, die ihm seine Geheimnisse entlockt, entstammt eher der Deutung christlicher Schriftsteller. In einer anderen Version seines Abschieds sieht man ihn in einem "Esplumoir" verschwinden (manchmal als "Mauserkäfig" interpretiert) - Er zieht sich zurück, um die Gestalt seines gegenwärtigen Lebens ab- und ein neues spirituelles Gewand anzulegen. Nach C.G. Jung ist Merlin ein Archetyp: "Der uralte Sohn der Mutter", fähig, die größten Tiefen wahrzunehmen. Er verkörpert das Bild des inneren Meisters, der großen Seele, die in der Lage ist, bewusst an der äußeren Gestaltung der Geschichte und der Schöpfung teilzunehmen. „Sind wir jetzt durch mit den Informationen?" fragte Melanie. „Ja, erwiderte Chris. Jetzt können wir uns erstmal unseren Notizen über Merlin zuwenden und dann weiter lesen." „Wie viele Leute kommen da eigentlich noch vor?" wollte sie wissen. „Uther Pendragon, Artus und ein paar allgemein gehaltene Geschichten, über die Artussage", erwiderte Chris. „Also ist Ende abzusehen?" wollte Melanie wissen. „Ja, das ist es. Allerdings warten die meisten Information noch auf uns. Über Artus gibt es jede Menge hier drin", erklärte er ihr. „Um noch mal auf deine Familie zurück zu kommen", setzte Chris an „wie heißen eigentlich deine Eltern?" „Mein Vater heißt Thomas Martin Maine und meine Mutter Elisabeth Ashley Windsor – Maine." „Windsor? Wie das englische Königshaus?" „Yup", antwortet Melanie. Ich bin nicht nur mit Merlin dem Zauberer verwandt, sondern auch mit der englischen Königin. Frag mich aber nicht welchen Grades, ich habe meinen Stammbaum gerade nicht zur Hand." „Ist doch nicht so schlimm. Aber es ist schon erstaunlich was das alles für Verbindungen zu tage fördert." „Mich würde es interessieren, welche da wohl auftauchen, wenn du mir mehr über deine Familie verraten würdest." „Keine Chance Melanie." „Warst du eigentlich allein, oder hattest du jemanden, der dich auf deinem Weg begleitet hat?" „Wie meinst du das genau?" „Freundin, Verlobte, Frau oder so. Falls es keine Zukunftsprobleme darstellt, wenn du es mir verrätst." „Ich denke, das geht in Ordnung." „Ja, da ist jemand, der auf mich wartet. Wir beiden haben uns verlobt, einen Tag bevor ich in die Vergangenheit gereist bin. Vorher haben wir uns aber schon eine ganze Weile gekannt. Ich war 14 Jahre und sie 19 Jahre alt, als wir uns das erste Mal trafen. Sie war auf einer Attentätermission unterwegs. Ihr Auftrag war es mich zu töten, was sie allerdings nicht konnte. In dem Augenblick als sich unsere Blicke trafen, war es um uns beide geschehen." „Moment mal. Wie Attentätermission? Wer war sie eigentlich? Und du traust ihr wirklich?" „Ok, ich wollte es nicht sagen, aber wenn du mir versprichst nichts zu sagen?" „Ja, klar, das habe ich doch schon mehr als einmal betont." „In der Zeit wo ich lebe, sieht nichts mehr aus wie früher, alles ist zerstört, die Magie enttarnt und die Welt wird von einem dunkeln Herrscher geleitet, der soviel Angst und Macht habt, das alle Dämonen ihm treu dienen. Kaum einer traut sich, ihm zu widersprechen. Alle die es tun, werden vernichtet. Das ist auch der Grund, warum sie nach dem Attentat, das sie nicht durchgeführt hatte, nicht mehr zurück konnte. Sie wollte das allerdings auch nicht. Sie jagte und tötete, weil es ihr so beigebracht worden war, doch es gefiel ihr nicht. Das Treffen mit mir war ihre Chance, ein anderes Leben zu führen. Sie wurde Mitglied der Widerstandbewegung. Gegen Wyatt, aber das sagte er nicht, sondern dachte es nur" „Verstehe ich das richtig, dass deine Verlobte ein Dämon ist? Da wird deine Familie nicht sehr glücklich drüber sein, was?" Chris ging nicht direkt auf diese Frage ein, sondern begann zu erklären, was seine Verlobt darstellt. „Sie ist ein Phönix. Das sind Attentäter Hexen. Sie werden zu den Dämonen gezählt. Aber eigentlich sind sie nur Auftragskiller. Sie als Dämon zu bezeichnen finde ich nicht passend." „Nur Auftragskiller? Wenn es weiter nichts ist, " kommentierte Melanie Chris Ausführungen sarkastisch. „He, willst du was wissen, oder nicht?" „Sorry, Chris. Ich wollte dich nicht beleidigen." „Sie ist immer noch eine Phönix, das liegt ihr im Blut wie mir der Wächter des Lichtes. Doch sie hat seit damals nur noch für das Gute, die Widerstandsbewegung und das Überleben aller Menschen und noch existierenden magischen Wesen gekämpft." „Ihr Name ist Bianca. Bianca Lawson." Mit diesen Worten wühlte er sein Portemonnaie aus der Hosentasche, immer darauf bedacht das dabei nichts heraus fiel oder Melanie etwas darin entdeckte, das ihn verrate konnte, und suchte nach dem einzigen Foto das er von sich und Bianca besaß. Dann zeigte er es ihr. Es war vor ein paar Jahren aufgenommen worden, im Park an der Golden Gate Bridge, den Lieblingspunkt der Beiden. Die Zwei hatten eines der wenigen Stative aufgetrieben die noch in Takt waren und den Selbstauslöser gedrückt. Sie wollten die wenige Zeit die sie nur allein miteinander verbringen könnten, nicht dadurch verschwenden, dass sie jemanden holten, der dieses Fotos schoss. Melanie betrachtete es intensiv und gab es an Chris zurück. Die Frau sah echt toll aus, kein vergleich mit ihr. Melanie hatte sich etwas in Chris verguckt. Das musste sie sich nun doch mal eingestehen, doch ob er das auch so sah war ehr fraglich. Aber wie auch immer, sie war hier, bei Chris in der Vergangenheit und diese Bianca in der Zukunft.