Ganz vielen Dank an: kadda, rockstarbaby85, Ina und couchkartoffel...
Ich weiß, eigentlich wollte ich 5 Reviews bevor es das neue Kapitel gibt, aber ich konnte doch nicht so gemein sein.
Im Gegensatz zu gestern ist das jetzt das komplette Kapitel. Die nächsten lad ich in einem hoch. Aber ich wollte euch nicht noch länger warten lassen...Und ich war einfach zu müde um weiter zu schreiben (Kapitel mit vielen Rechtschreibfehlern will, glaub ich, keiner ;D)

Also, ich lass euch jetzt lesen. Viel spaß!

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Panik

"Guten Morgen, ihr beiden", hörten wir Edwards Stimme kurz darauf.
Er kam ins Wohnzimmer und setzte sich neben Alice auf die Couch.
Alice stoppte den Film und wünschte Edward ebenfalls einen Guten Morgen.
"Warum bist du denn so früh schon wach?", fragte ich ihn neugierig und bereute es gleich wieder. Das ging mich doch gar nichts an.
`Was er jetzt wohl von mir denken wird?´
"Ich hab so meine Probleme mit dem Schlafen", antwortete er freundlich und schaute mich danach mitleidig an. Einen Moment hatte ich sogar das Gefühl Schmerz in seinen Augen zu sehen.
`So läuft das jetzt also?!´, dachte ich. Aber das hätte ich mir ja auch schon vorher denken können. Mitleid würde ich in der nächsten Zeit wahrscheinlich von jedem bekommen.
Am liebsten hätte ich ihn gefragt, was das ganze Mitleid sollte. Ich konnte es doch nicht mehr ändern. Aber ich wollte doch nicht mein Leben lang von jedem mitleidige Blicke bekommen...
Stattdessen nickte ich einfach nur und drehte mich mehr Alice zu.
"Kannst du den Film wieder weiterlaufen lassen? Er wurde gerade so richtig spannend."
"Klar", antwortete sie.
"Möchtest du mitschauen?", fragte sie Edward nachdem sie den Film wieder gestartet hatte und sich mit unter meine Decke kuschelte.
"Gerne. Was schaut ihr denn?"
"Das Parfum", antwortete ich ohne meine Augen vom Bildschirm zu lösen. Es war irgendwie zu faszinierend, wie die Hauptfigur das Parfum ohne Anleitung nachmachte. Nur durch seinen Geruchssinn.
Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass Edward mich anschaute, oder eher anstarrte.
Ich drehte mich um, um ihn zu fragen ob er nichts besseres zu tun hatte, aber sobald ich seine Rumfarbenen Augen sah war meine perfekte Rede dahin.
Ich hatte das Gefühl augenblicklich in ihnen versinken zu können.
Wie machte er das nur?
Es war nur ein einziger Blick, und ich wünschte mir er würde ganz nah bei mir sitzen und mich im Arm halten.
Ich wollte seine Haut berühren. Fühlen, ob sie wirklich so weich war wie sie aussah.
Aber das wäre wohl jetzt keine so gute Idee, also besann ich mich wieder und richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf den Fernseher.
"Hast du das Buch gelesen?", fragte Edward nach einer Weile.
"Uhm.... Nein", antwortete ich und schaute ihn an. Ich konnte es nicht fassen, dass Edward tatsächlich mit mir sprach. Sonst war er immer so zurückhaltend und reserviert.
"Solltest du. Es ist wirklich besser wie der Film. Aber das ist ja meistens so", erwiderte er und drehte sich wieder dem Fernseher zu.
So lief es eigentlich die ganze Zeit. Edward fragte mich etwas, oder sagte etwas "ganz nebenbei" und ich antwortete etwas darauf. Jedes Mal wieder von seinen Augen fasziniert.
Er brachte mich völlig aus dem Konzept.
Seine Augen zogen mich buchstäblich in ihren Bann.
Was im Film genauer geschah konnte ich nicht sagen.
Es war wohl nicht so ratsam für mich, einen Film zu schauen, wenn Edward in der Nähe war.
Erst als der Film fertig war bemerkte ich, dass Alice eingeschlafen war.
"Den Schlaf hat sie sich wirklich verdient", sagte ich mehr zu mir selbst. Aber Edward hatte mich gehört und fragte: "Warum?"
Ich lief rot an. Die Tatsache, dass er gehört hatte, wie ich mit mir selbst sprach war wirklich peinlich. Eigentlich hätte er das doch gar nicht hören können. So gute Ohren konnte er doch nicht haben! Oder hatte ich lauter gesprochen, als ich gedacht hatte?
"Sie war die ganze Nacht wach. Nur wegen mir. Sie macht sich solche Umstände....
Ich fühle mich schon schuldig. Ich meine, sie sollte doch wirklich nicht auf ihren Schlaf verzichten.
Sie kennt mich kaum, weiß eigentlich nichts über mich, und trotzdem hab ich das Gefühl, dass wir richtige Freundinnen sind.
Aber in einer Freundschaft sollte man doch geben und nehmen. Und ich nehme im Moment nur und gebe nichts", antwortete ich.
Edward nickte wissend.
"Du bist ihr wirklich wichtig. Uns allen..."
Völlig perplex hielt ich die Luft an.
Hatte er gerade wirklich "Uns allen" gesagt?
`Beruhig dich Isabella Marie Swan. Kein Grund zur Aufregung!´, dachte ich.
Ich musste wirklich mal daran arbeiten. Ich konnte doch nicht immer bei der kleinsten Kleinigkeit fast einen Herzinfarkt bekommen!
Ich musste irgendwie lernen meine Gedanken im Zaum zu halten. Meine Fantasie durfte nicht mit mir durchgehen.
"Weißt du, du hast uns alle wirklich erschreckt, als du auf einmal so hysterisch geworden bist", sagte Edward nach einer Weile.
"Tut mir leid. Ich weiß, dass ich im Schlaf rede. Ich wollte wirklich nicht, dass ihr das hören müsst. Ich hätte euch in die ganze Sache wirklich nicht mit reinziehen dürfen", entschuldigte ich mich.
"Bella. Bitte hör auf sich zu entschuldigen. Das ist ja nicht deine Schuld", entgegnete Edward.
Er wirkte aufgebracht oder wütend. Ich war mir nicht sicher, aber er schien das Thema wirklich nicht zu mögen.
"Tut mir leid. Ich wollte nicht, dass du sauer wirst", sagte ich und musste lächeln.
Hatte Edward nicht gerade gesagt, dass ich mich nicht entschuldigen sollte?
Er hatte die Ironie auch mitbekommen und lächelte nun selbst.
"Ich glaube, daran sollte ich wohl arbeiten. Auf Dauer gesehen wird das bestimmt lästig."
"Bella?"
"Ja?"
"Verändere dich nicht. Für niemanden. Sei einfach du selbst. Ich möchte nur nicht, dass du dich für etwas entschuldigst, für das du nicht verantwortlich bist."
Diese Aussage von Edward überraschte mich.
Aber ich hatte nicht wirklich viel Zeit darüber nach zu denken, denn Alice schien langsam wieder aufzuwachen.
"Gut geschlafen?", fragte ich sobald sie die Augen geöffnet hatte.
Sie antwortete mir nicht.
Irgendwie sah sie beleidigt aus.
Hatte ich irgendwas falsch gemacht?
"Bella! Schau dir deine Haare an! Hättest du nicht etwas aufpassen können? Das muss ich unbedingt wieder in Ordnung bringen!"
Ich hatte gar nicht weiter darauf geachtet ihre Frisur nicht zu zerstören.
Sie hatte wohl etwas darunter gelitten, dass ich mich so schön in die weiche Couch gekuschelt hatte.
Ich konnte nichts weiter machen, als Alice schuldbewusst anzusehen.
"Tut mir leid Alice. Ich hab nicht aufgepasst", erklärte ich schließlich kleinlaut und hörte Edward kichern.
Am liebsten wäre ich ihm an die Gurgel gesprungen und hätte ihn gewürgt, aber Alice lenkte mich schon wieder ab.
Sie sagte, dass sie schon neue Ideen hätte, die sie gleich ausprobieren würde.
Ich merkte nur, wie mir ein Schauer über den Rücken lief.
Wenn Alice einmal in Fahrt war konnte sie nichts stoppen.

Keine 20 Minuten später saß ich bei Alice im Zimmer und sie frisierte mich von neuem.
Dieses mal bekam ich eine Hochsteckfrisur mit einigen geflochtenen Zöpfen, wie man sie wohl nur auf einer Hochzeit trug.
Alice schien es wirklich zu gefallen mich zu stylen wie eine Barbie. Ganz im Gegensatz zu mir. Ich war noch nie der Typ gewesen, der sich schminkte oder immer die neuesten Trends verfolgte.
Zu meinem Grauen genügten Alice meine Haare nicht.
Sie bestand darauf, dass ich etwas aus ihrem Kleiderschrank anprobierte.
Als ich fertig war hatte ich ein Beiges, kurzes Kleid an und die passenden High Heels.
Ich erkannte mich kaum wieder, als sie mich vor den Spiegel zerrte. Eigentlich erkannte ich mich gar nicht wieder.
Zusammen gesehen passte alles zusammen und sah auch gut aus. Aber das war nicht ich.
"Alice, lass mich bitte etwas anderes anziehen. So verlasse ich dieses Zimmer auf keinen Fall!", protestierte ich und deutete dabei auf mein Spiegelbild.
"Du siehst super aus. Ich weiß nicht, was du auszusetzen hast!", antwortete sie und machte einen Schmollmund.
Wenn sie einen so anschaute, wie ein hungernder Hund, dann war man fast versucht nachzugeben.
Letztendlich konnte ich doch einen kleinen Sieg erringen.
Alice "erlaubte" mir ein paar Jeans anzuziehen, sie saßen hauteng, und dazu eine blaue taillierte Bluse.
Wenn man nicht darauf achtete, dass es alles wahrscheinlich Designer-Klamotten waren, dann sah es eigentlich ganz normal aus.
Zumindest kam ich mir nicht mehr so komisch vor.
Die Zeit war wie im Flug vergangen.

Wir hatten mittlerweile fast neun Uhr. Als ich aus Alice' Zimmer kam schien das Haus lebendiger zu sein. Als ob es wüsste, dass der Tag begonnen hatte.
Die Vögel zwitscherten und man konnte bei genauem hinhören den Fluss hören, der neben dem Haus verlief.
Esme war damit beschäftigt das Haus aufzuräumen. Carlisle war in seinem Arbeitszimmer. Rosalie, Emmett und Edward waren in der Schule und Alice war bei mir geblieben.
Carlisle hatte ihr erlaubt zu Hause zu bleiben, weil sie so wenig geschlafen hatte. Es wäre bestimmt nicht gut, wenn sie im Unterricht einschlief.
"Bella? Kommst du kurz herauf", hörte ich Carlisles Stimme.

Ich ging nach oben in sein Arbeitszimmer wo er bereits auf mich wartete.
"Ich möchte deine Werte noch mal überprüfen. Setz dich doch", erklärte er und ich setzte mich auf das kleine Sofa in der Ecke.
Nachdem er sich davon überzeugt hatte, dass meine Werte soweit normal waren fragte er mich, wie es mir ginge. Vor allem nachdem ich so lange geschlafen hatte.
"Eigentlich ganz gut", antwortete ich.
"Aber?"
"Aber meine Hände fangen ständig an zu zittern. Als ob ich die Kontrolle verliere. Und wenn ich mich zu stark konzentriere auf etwas, dann verschwimmt alles vor meinem Auge für kurze Zeit. Es ist meist nicht lang, aber es passiert häufiger."
"Das ist eigentlich ganz normal. Manchmal ist es schlimmer, manchmal nicht. Das kommt immer auf den Einzelnen drauf an. Es könnte allerdings sein, dass es noch schlimmer wird", antwortete er.
"Dein Körper fängt langsam an zu begreifen, dass ihm etwas fehlt. Wenn es schlimmer wird, dann gib mir bitte bescheid."
Ich versprach ihm, dass ich sofort bescheid geben würde bei einer Verschlimmerung und durfte danach gehen.
Esme war gerade dabei im Garten zu arbeiten. Da Alice sich ins Bett gelegt hatte beschloss ich Esme etwas Gesellschaft zu leisten oder ihr vielleicht zu helfen. Ich kam mir so nutzlos vor.
"Guten Morgen Liebes. Wie hast du denn geschlafen?", fragte sie als sie mich bemerkte.
"Sehr gut und sehr lange, so wie es aussieht!"
"Kann ich etwas für dich tun?"
"Nein. Eigentlich wollte ich dich fragen, ob ich helfen könnte."
"Tut mir leid. Im Moment nicht. Aber du kannst gerne etwas Fernsehen oder ein Buch lesen.
Carlisle hat unzählige.
Falls du liebe Musik hören möchtest; Edward hat eine große CD- Sammlung. Vielleicht findest du ja etwas, was dir gefällt.
Du kannst dich gerne etwas umschauen. Fühl dich einfach ganz wie zu Hause!"
Das war eigentlich nicht die Antwort, auf die ich gehofft hatte. Ich wollte endlich wieder etwas richtiges machen.
Aber neugierig auf Edwards Zimmer war ich schon. Also ging ich wieder ins Haus und schaute mich um.
Edwards Zimmer fand ich in der obersten Etage.
Es war wirklich stilvoll eingerichtet. Wenn man es mit anderen vergleichen würde, dann würde wahrscheinlich keiner denken, dass er erst 17 Jahre alt war.
Er hatte eine ganze Wand voller CD's. Aber es stand kein Bett in seinem Zimmer. Nur ein schwarzes Sofa.
Was mir auch auffiel, aber nicht nur in Edwards Zimmer, waren die riesigen Fenster in jedem Zimmer. Das Haus war sehr hell und freundlich. Und das war etwas, was ich in Forks nicht erwartet hatte.
Ich suchte mir mehrere CD's raus und hörte sie mir an. Manchmal auch nur einzelne Lieder. Edwards Stereoanlage war wirklich spitze.

"Etwas interessantes entdeckt?", überraschte mich eine Stimme. Ich stand gerade wieder vor dem CD-Regal und suchte eine neue, die ich hören wollte. Gar nicht einfach bei der großen Auswahl.
Es war Edward.
Er stand in der Tür wie ein griechischer Gott.
"Du hast viele CD's", bemerkte ich.
"Ja, die haben sich mit der Zeit irgendwie angesammelt. Genauso, wie Carlisles Bücher."
"Oh."
Edward kam näher, bis er genau hinter mir stand.
Einen Moment hatte ich das Gefühl, dass er an mir roch. Aber die Idee wirkte zu absurd, also verwarf ich sie gleich wieder.
"Das hier ist meine Lieblings- CD", flüsterte er und griff neben mir ins Regal.
Er legte sie ein und startete sie.
"Das ist Clair de Lune", fügte er flüsternd hinzu.
Sein Mund war so nah an meinem Ohr, dass ich seinen Atem spüren konnte.
Ich brauchte mich nur umzudrehen und könnte dann in seine wunderschönen Augen schauen.
Aber ich konnte mich nicht bewegen.
Außerdem merkte ich, dass meine Hände wieder anfingen zu zittern.
Langsam fing das echt an zu nerven. Aber das war der Preis den ich zahlen musste, damit ich ohne Drogen klar kam.
"Geht es dir gut?", fragte Edward besorgt.
"Ja. Das hört gleich wieder auf", antwortete ich und setzte mich auf sein Sofa.
"Kann ich dir irgendwie helfen?"
Edward kam zu mir und setzte sich neben mich.
Seine Nähe machte mich noch wahnsinnig. Jedes Mal, wenn er in der Nähe war, redete ich den größten Mist.
Wahrscheinlich hätte ich ihm sogar auf seine Frage geantwortet, aber sobald ich in seine Augen schaute war alles vergessen, was ich sagen wollte. Es war als ob jemand mein Hirn in Urlaub geschickt hätte.
Deswegen schüttelte ich nur den Kopf. So konnte ich vermeiden etwas peinliches zu sagen.
Wir saßen eine Weile schweigend da und schauten uns nur in die Augen. Es war so, als ob mich eine unsichtbare Kraft zwang ihm in die Augen zu schauen.
Doch plötzlich kam Alice in sein Zimmer gestürmt und zog ihn mit sich raus.
Ich hatte keine Ahnung, was das sollte. Aber anscheinend hatte es mit mir zu tun. Sie wirkte aufgeregt. Warum denn nur?
Irgendetwas war und ich sollte nicht erfahren, was es war.
Als ich nach etwas zehn Minuten immer noch alleine in Edwards Zimmer saß, beschloss ich runter zu gehen und nachzuschauen, was war.

Sie saßen alle im Wohnzimmer und schienen heftig zu diskutieren. Man konnte sehen, wie sich ihre Lippen bewegten, aber es war kein Ton zu hören.
Emmett war der erste, der mich bemerkte.
Im selben Moment wie er, drehte auch Edward seine Kopf rum. Und innerhalb einer Sekunde waren auch die Augen von allen anderen auf mich gerichtet. Sie durchbohrten mich förmlich mit ihren Blicken.
"Tut...,tut... mir leid. Ich wollte nicht lauschen", stammelte ich überrascht.
"Ich hätte oben bleiben sollen!"
Alice war die erste, die etwas sagte.
"Bella. Ist schon gut. Wir haben nur... etwas... besprochen", erklärte sie Stück für Stück.
Das sie nichts besprochen hatten war klar. Aber warum log Alice mich an?
Sie hatten über mich geredet. Das wusste ich. Ich fühlte es.
Wahrscheinlich war ich ihnen doch zur Last geworden. Vielleicht wollten sie nicht mehr auf mich aufpassen, wie auf ein kleines Kind.
Wer sollte ihnen das auch Übel nehmen?
Ich wusste selbst, dass ich eine Last war. Für jeden.
"Ich...,ich geh dann wohl besser", stammelte ich und lief zur Tür.
Sie war abgeschlossen.
`Wer zum Teufel schließt denn die Tür ab, wenn er zu Hause ist?´
Was sollte das denn?
`Ich will hier raus!´
Verzweifelt versuchte ich die Tür zu öffnen. Ich rüttelte und zerrte an der Tür, doch sie bewegte sich nicht. Sie wollte einfach nicht aufgehen.
Ich merkte, wie sich langsam Panik in meinem Körper ausbreitete.
Ich war gefangen!
Ich kam hier nicht raus!
"Jetzt geh doch auf du scheiß Tür!", flehte ich die Tür mit Tränen in den Augen an.
Es war genau wie damals. Als meine Mutter übers Wochenende nach Denver geflogen war und ich allein mit Phil war.
Er hatte alle Türen abgeschlossen, damit er immer wusste, wo ich war.
Ich war wieder in Phoenix!

Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner Schulter und fing an zu schreien.
"Lass mich los, Phil. Lass mich. Geh weg!"
Wenn ich nur laut genug schrie würde er mich vielleicht in Ruhe lassen. Ich müsste nur lange genug schreien.
Ich merkte, wie eine zweite Hand nach mir griff und mich näher zu sich zog.
Egal wie sehr ich mich wehrte, er ließ mich nicht los. Ich boxte ihn mehrmals, schlug wild um mich. Aber wahrscheinlich verletzte ich mich mehr als ihn.
Ich war ihm ausgeliefert. Er würde wieder seinen Spaß haben...
Aber statt mich zu schlagen und mir zu sagen, dass ich leise sein sollte, sagte Phil nichts.
Er hielt mich im Arm.
Meine Beine gaben nach.
Ich merkte, dass wir die Tür entlang runter rutschten, bis wir auf dem Boden saßen.
"Bella! Shhh! Es ist alles in Ordnung. Dir passiert nichts!", hörte ich die Stimme eines Engels.
Das war nicht Phils Stimme....
Da fiel mir wieder ein, dass ich nicht in Phoenix war. Ich war in Forks.
Und Edward hielt mich in seinen Armen.
Auch wenn ich wusste, dass es nicht Phil war konnte ich nicht aufhören zu weinen.
"Carlisle? Was soll ich machen?"
"Halt sie einfach. Das scheint sie langsam zu beruhigen. Im Moment kann ich nichts anderes machen.
Sie hatte eine Panikattacke. Wir müssen warten, bis sie sich beruhigt hat."
Ich wehrte mich nicht mehr länger. Ich fühlte mich so sicher.
Edward hatte mich mittlerweile auf seinen Schoß gezogen und streichelte mir langsam über den Rücken. Alice und Rosalie saßen ganz in unserer Nähe auf dem Boden.
Emmett und Jasper standen hinter ihnen. Sie sahen alle geschockt aus.
Esme war nicht zu sehen, genauso wie Carlisle. Er musste wohl gegangen sein.
Ich fühlte mich so geborgen in mitten von ihnen. Als ob mir nie mehr etwas passieren könnte.
Und es fühlte sich so gut an, wie Edward mir über den Rücken streichelte.
"Bring sie am Besten ins Gästezimmer. Sie scheint sich wieder beruhigt zu haben", schlug Alice vor.
Edward stand auf und trug mich die Treppe hoch, als ob ich nichts wiegen würde.
Ich spürte gar nicht, dass er lief. Ich hätte schwören können, dass wir noch an der Tür saßen.
Als er mich auf mein Bett legen wollte klammerte ich mich an seinem Hals fest.
Es war mir egal, was er dachte. Ich wollte bei ihm bleiben. Dort wo ich mich in Sicherheit fühlte.
"Bella, lass Los. Dir passiert nichts. Du bist hier in Forks...
Ich bleibe bei dir...", sagte Edward und ich konnte sein lächeln in seiner Stimme hören.
Aber ich ließ nicht los.
"Also schön!"
Er stand wieder auf und ging in sein Zimmer.
Dort setzte er sich auf sein Sofa und ich saß wieder auf seinem Schoß.
"So ist es doch bestimmt viel gemütlicher für dich."
Ich nickte nur.
"Wir sollten wirklich mal reden", sagte Edward als nächstes. Ich konnte mir schon denken worum es ging, denn er klang wieder so ernst.

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So, ist ein langes Kapitel, aber ich hatte so viele Ideen und konnte irgendwie nicht aufhören zu schreiben...
Ich hoffe, ich bekomme noch einige Reviews!
Danke schon mal an rockstarbaby 85, couchkartoffel und meee!
Vielleicht bekomm ich für den zweiten Teil ja auch noch eine Review! ;p

Achso, hätte ich fast vergessen....
Ich hab ein kleines Zusatzkapitel aus Edwards Sicht geschrieben. Das schick ich euch, wenn ich eine Review krieg! (Geht leider nicht bei anonymen Reviews...:( )

GvLG BlueBloodedVampireAngel