Hallöchen Leute :3

Man das ist ja mal 'ne ganze Weile her... Arbeit und Familie halten mich auf Trab und dann womöglich noch die Tatsache, dass mir das Schreiben in englisch momentan einfach ein wenig mehr Spaß macht...

Hier habe ich jetzt Kapitel 10 für euch, obwohl ich dazu sagen muss, dass es schon seit einer Ewigkeit 'fertig' war. Mehr oder minder zumindest ;)
Eigentlich wäre dieses Kapitel weitaus länger ausgefallen, aber da ich momentan nicht so ganz wieder hinein komme in die Story (um das Kapitel komplett fertig zustellen) und mir 4000+ Worte für ein Kapitel zuviel waren, habe ich es geteilt um euch zumindest etwas geben zu können ;) Wenn auch nicht viel...

Ich schaue, dass ich mich bald wieder an diese Geschichte setze.

Und nun viel Spaß euch :3


10

Die nächsten Wochen verliefen nicht viel anders als der erste Tag am Set.

Setsu zog die Männer an und Cain wehrte sie mit einem mörderischen Blick wieder ab. In seine Nähe wagte sich sowieso kaum einer außerhalb der Dreharbeiten im Studio. Setsu war natürlich so oft an seiner Seite wie sie konnte und zu Rens Überdruss war Murasame meist auch nicht weit.

Nachdem eines der Crewmitglieder Setsu überhört hatte, wie sie Cain 'Nii-san' genannt hatte, verbreitete sich die Neuigkeit, dass die beiden nur Geschwister seien wie ein Leuchtfeuer. Und seit dem hatte die männliche Population in ihrem Arbeitsumfeld kaum noch Probleme damit sie anzustarren - zumindest, wenn Cain gerade all seine Aufmerksamkeit auf die aktuelle Szene gerichtet hatte und sich vor der Kamera in sicherem Abstand zu ihnen befand.

Jede Nacht wurde Ren von den Albträumen seiner Vergangenheit heimgesucht, aber genauso nahm Setsu ihn nach jedem nächtlichen Aufschrecken wieder in den Arm und half ihm sich zu beruhigen.

Er musste zugeben, auch wen er es niemals der betreffenden Person selbst gestehen würde, Lory hatte recht.

Er brauchte sie.

Wie hätte er all die Nächte ohne ihren Beistand überstehen sollen?
Nur um dann am nächsten Morgen wieder ins Studio zu gehen und weiter zurück in die Dunkelheit zu rutschen.

Sie war wie ein Anker, der ihn nie zu weit vom Hier und Jetzt weg treiben ließ.

An den wenigen Dreh- freien Tagen, die die beiden hatten gingen sie getrennte Wege. Tsuruga Ren musste ja so gut es ging in der Öffentlichkeit bleiben und Kyoko hatte immer wieder Jobs zu erledigen, oft auch welche die nicht zu ihren regulären gehörten. Solche Tage, die an denen er sie gar nicht sah, waren die an denen sein Gentleman- Lächeln fast gar nicht aus seinem Gesicht verschwand. Den ganzen Tag über plagte ihn so ein nagendes Gefühl, als ob er etwas sehr wichtiges vergessen hatte. Nur konnte er absolut nicht zuordnen was dieses 'etwas' sein könnte. Dies wiederum irritierte ihn und sorgte so für einen Überschuss an Freundlichkeit und höflichem Benehmen. Allerdings gab es zwei Personen, die durch seine Fassade hindurch sehen konnten - wobei eine der beiden keine Ahnung hatte was eigentlich das genaue Problem war und der andere es zwar auch nicht sicher wusste, aber doch eine ziemlich genaue Vorstellung davon hatte.

Lory kannte Ren oder eher Kuon schon seit er klein war - immerhin war er sein Patenonkel - und konnte ihn lesen wie ein Buch.
Sein Schützling stand schon fast genauso unter Setsus Pantoffel wie ihr Nii-san, nur war er sich dessen selbst noch nicht bewusst.

Auch für Yashiro war sein Klient kein großes Rätsel, jedoch wusste er rein gar nicht von Setsu oder der traumatischen Vergangenheit seines Freundes und ging davon aus, dass Ren einfach nur Anpassungsschwierigkeiten an seinen Alltag hatte. Auch wenn er selbst zugeben musste, dass das bisher nie ein Problem war, dann wiederum war das aber auch das erste Filmprojekt dieser Art für den Schauspieler.

Es war mal wieder einer dieser Tage. Setsu und Cain sind schon in der Nacht zuvor getrennte Wege gegangen, da jeder bereits früh am nächsten Morgen seine eigenen Jobs zu bestreiten hatte. Für Kyoko standen wohl den ganzen Tag Aufnahmen für ihre Serie auf dem Programm - so viel hatte Cain noch aus seinem Schwesterherz herauskriegen können, bevor sie das Hotelzimmer verließ. Rens Plan sah ein Fotoshooting, Aufnahmen für einen Werbespot und ein Interview für ein Promi- Magazin am Abend vor. Er würde erst sehr spät wieder im Hotel sein und wahrscheinlich würde Setsu zu dem Zeitpunkt schon schlafen.

Während einer der kürzeren Pausen bei den Dreharbeiten für den Werbefilm einer Bücherkette bemerkte der Schauspieler, dass sein Manager hektisch in seinem Notizbuch kritzelte während er sein Handy noch am Ohr hatte.

...'Sieht nach noch mehr Arbeit aus'... dachte er und war wie immer gespannt, wenn auch nur ein wenig, um was es sich dieses mal handeln würde. Jedoch erfuhr er erst eine Weile später, als die komplette Crew eine Pause hatte, worum es bei den Telefonaten ging.

"Diesen Manager zu erreichen ist aber auch mal eine Aufgabe für sich." Seufzte Yashiro als er die Tür zur Umkleide seines Klienten hinter sich schloss, mit dem Blick noch immer in seinem Notizbuch. "Sollte man als 'Manager' nicht immer erreichbar sein? Eben für solche Gegebenheiten?"

"Was denn für Gegebenheiten, Yashiro-san und welcher Manager?" Fragte der Schauspieler und legte seine Essstäbchen ab - es war halt nicht das Essen seiner 'Schwester' und sie war auch nicht da um ihn wegen der kleinen Portion, die er gegessen hatte zu tadeln. Der Mann mit der Brille sah sich eben - überflüssigerweise - im Raum um, nur um sicher zu gehen, dass außer ihnen niemand anderer anwesend war.

"Cains Manager. Direktor Konoe hat vorhin angerufen. Es gibt einige Änderungen im Drehplan und Heel-san wird für Morgen und womöglich übermorgen nicht benötigt. Dies wollte ich gleich an besagten Manager weiterleiten, aber bisher habe ich noch nicht einmal die Mailbox erwischt..." Er seufzte erneut.

Ren griff in die Tasche seines Jackets um sein Handy heraus zu holen. "Keine Sorge, Yashiro-san. Ich schreibe eine Nachricht an Cains Manager." Er fing an zu tippen. "Und wie sieht der Plan für die nächsten beiden Tage nun aus?"

"Wie wäre es mit 'Frei'?" Fragte der Manager mit gehobener Augenbraue.

Ren hielt einen Moment inne und sah seinen Freund und Kollegen ernst an. Prinzipiell hätte er nichts gegen einen 'freien' Tag. Jedoch wüsste er nicht was er als 'Tsuruga Ren' mit so viel Zeit für sich selbst anfangen sollte und dann noch mit den momentan nächtlich wiederkehrenden Albträumen.

"Ich wusste schon, dass du so reagieren würdest." Er blätterte ein paar Seiten in seinem Notizbuch. "Morinosuke Koga-san hat vorhin angerufen und gefragt, ob dein Terminplan für Morgen noch Platz für sein Fotoshooting offen hätte. Seine Muse scheint sich wohl spontan bei ihm gemeldet zu haben. Ich habe ihm allerdings noch nicht fest zugesagt." Er warf einen kurzen Blick auf den jüngeren Mann."Das werde ich aber unverzüglich nachholen." Und zog sich einen Handschuh über bevor er sein Handy aus der Tasche zog.

Ein paar Minuten später wandte er sich mit einem ziemlich verwirrten Gesichtsausdruck wieder seinem Freund zu. "Morinosuke-san hofft 'deine Muskeln sind nicht nur Dekoration'... Was auch immer er damit andeuten wollte... Jedenfalls hat er sich wie ein kleines Kind gefreut. Seine Muse hat Morgen scheinbar den ganzen Tag Zeit für das Shooting und da du ja nun auch nichts anderes mehr vor hast, kannst du dich in aller Ruhe auf sie konzentrieren."

Ren, der bisher die ganze Zeit in einem Drehbuch geblättert hatte, sah seinen Manager mit einer gehobenen Augenbraue an.

"Welche 'Sie'?" Fragte er, auch wenn er genau wusste von wem Yashiro sprach.

"Ach, komm schon Ren. Ich weiß, dass du weißt von wem ich rede. Als ob man so eine Show wie das Shooting damals so einfach vergessen könnte. Das war das erste mal das du Interesse an einer deiner Kolleginnen gezeigt hast. Du wirst do-"

"Rein berufliches Interesse, Yashiro-san." Unterbrach ihn der Schauspieler in einem neutralen Ton.

"Wenn du das sagst." Erwiderte der ältere von beiden kein bisschen überzeugt. "Scheint auf jeden Fall ein langer Tag morgen zu werden. Genau wie du es wolltest."


Dankeschön fürs lesen :D

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