Bellas Sicht:
Die Woche im Krankenhaus verlief soweit ereignislos.
Ich schlief sehr viel und, wenn ich dann mal wach war, hatte ich meistens Besuch.
Edward war immer an meiner Seite. Die ersten Tage ist er noch nicht einmal nach Hause gegangen, um sich umzuziehen, da er so in Sorge um mich war.
Meine Wunde ist schon ein wenig verheilt. Trotzdem darf ich so gut wie gar nicht laufen und mich überhaupt bewegen, da sie sonst wieder aufreißen könnte.
Zu Edwards Freude bedeutete das , dass er mich die ganze Zeit tragen durfte und ich komplett auf ihn angewiesen war.
Im Moment wurde ich gerade von Edward und Carlisle nach Hause gefahren. Natürlich hatte Carlisle streng darauf geachtet, dass nichts mit meiner Wunde passierte.
Edward und ich würden erstmal allein zu Hause sein, da der Rest der Familie erst noch einmal kurz in der Gegend jagen ging.
Edward war bereits auf der Jagd, während ich gestern geschlafen hatte.
Als wir endlich angekommen waren, öffnete Edward die Tür und hob ich mit einem Lächeln aus dem Wagen.
"Ich gehe jetzt auch jagen.", sagte Carlisle noch kurz und war dann auch schon verschwunden.
Edward trug mich in Vampirgeschwindigkeit die Treppe hoch und brachte mich in sein oder besser gesagt unser Zimmer, wo er mich dann schließlich vorsichtig auf das Bett legte.
"So. Und jetzt müssen wir deine Verbände wechseln.", sagte er, verschwand kurz und kam dann auch schon mit neuem Verbandszeug wieder.
Dann zog er mir vorsichtig mein Oberteil über den Kopf.
Und ich wurde natürlich rot wie eine Tomate.
Edward sah mich belustigt an und das einzige, was ich rausbrachte war:
"Na du gehst heute ja ran."
Darauf wurde ich dann noch röter, falls das überhaupt möglich war.
Edward kicherte nur leise und entfernte den alten Verband.
Jedes Mal, wenn seine Finger meine Haut streiften, als er mir den neuen Verband anbrachte, bekam ich eine Gänsehaut, die er mit einem äußerst zufriedenen Gesichtsausdruck annahm.
"So. Fertig.",sagte er und streifte mir mein Oberteil wieder über.
Dann Legte e sich neben mich und schaute mich liebevoll an.
"Du brauchst dich um nichts zu kümmern, Liebste. Ich sorge für alles, was du brauchst.", versicherte er mir, wobei er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich.
"Du meinst also, du bist meine persönlicher Diener.", scherzte ich.
Er grinste breit und antwortete:"So was in der Art."
"Wie lange wird es ungefähr dauern, bis ich mich wieder normal bewegen kann?", fragte ich.
"Drei oder vier Wochen.", antwortete er.
"Was!?", rief ich erschrocken.
Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, dass Edward solange mein persönlicher Diener ist. Aber was ist mit der Schule? Schließlich sind bald die Abschlussprüfungen. Nicht zu vergessen, dass ich mich noch auf meine Verwandlung vorbereiten musste. Außerdem war da ja auch noch unsere Hochzeit.
"Und was ist mit der Schule, meiner Verwandlung und der Hochzeit?", fragte ich panisch.
"Schhh.", beruhigte er mich wie in der letzten Zeit schon so oft,"Wir haben bereits geregelt, dass du hier lernen darfst und sämtliche Hausaufgaben von dir erledigt und über uns der Schule abgegeben werden können. Außerdem kann ich mit dir lernen. Die Verwandlung können wir auch notfalls etwas verschieben, wenn du mehr Zeit brauchen solltest. Und was die Hochzeit angeht, wird sich Alice um alles Nötige kümmern. Du brauchst dir also um nichts Gedanken machen."
Plötzlich knurrte mein Magen, worauf Edward erstmal grinsen musste.
"Zeit für den Menschen etwas zu essen.", sagte er und war dann auch schon verschwunden. Kurze Zeit später kam er mit einem Teller dampfender Suppe zurück, den er dann erstmal auf dem Nachttisch abstellte. Als ich ihn überrascht ansah, zuckte er nur mit den Schultern und meinte:"Esme hat sie gestern für dich gekocht. Ich habe sie nur schnell aufgewärmt."
Dann half er mir mich halbwegs aufzurichten und nahm dann, nachdem er sich auf die Bettkante gesetzt hatte, den Teller wieder in die Hand.
Doch zu meiner Überraschung gab er ihn mir nicht, sondern hielt mir einen mit Suppe gefüllten Löffel hin.
"Edward, ich kann auch alleine essen.", sagte ich und sah ihn trotzig an.
"Ich weiß, dass du sonst alleine essen kannst. Aber in deinem jetzigen Zustand ist das doch viel zu anstrengend für dich."
Als ich ihn mit einem ungläubigen Blick ansah, fügte er hinzu: "Außerdem mag ich es dich zu füttern."
Als ich immer noch nicht nachgab, wandte er natürlich seine Geheimwaffe an:
Er beugte sich ganz nah zu mir und hauchte dann:"Bitte.",wobei mir sein süßer Atem übers Gesicht strich.
Ich stieß einen genervten Seufzer aus.
"Na gut.", gab ich nach.
Edward lächelte mich überglücklich an und begann mich zu füttern.
Als ich aufgegessen hatte, sagte er:"So. Und jetzt solltest du schlafen."
Ich wollte protestieren, doch er legte mir einen kühlen Finger auf die Lippen.
"Keine Widerrede. Du sollst dich erholen und dazu musst du schlafen. Du willst doch schließlich bald wieder gesund sein, oder?", redete er auf mich ein.
Da ich wusste, dass es keinen Sinn mehr hatte mich dagegen zu wehren, nickte ich.
Darauf legte Edward mich wieder richtig hin, deckte mich zu und begann mein Schlaflied zu summen.
Dann dauerte es nicht mehr lange und ich schlief ein.
Hallo Leute! Ich hoffe es hat euch gefallen.
Bitte reviewt!
