Kapitel 9: Halloween und schlechte Neuigkeiten
Viel war seit dem Tag geschehen, an dem James Potter sich zum ersten Mal bei einem Slytherin entschuldigt hatte. Das Zaubertrankprojekt war abgeschlossen. Remus hatte Lily von seinem „pelzigen" Problem erzählt. James und Angelica hatten eine gute gemeinsame Arbeit abgeliefert und waren mit der Zeit immer besser miteinander ausgekommen. Inzwischen konnte man das Verhältnis zwischen den beiden als Freundschaft bezeichnen. Die Quidditchauswahlspiele waren gelaufen, und Sirius war Treiber geworden. Das Verhältnis zwischen Lily und James hatte sich nicht wesentlich geändert. Sie hatte das Kriegsbeil begraben, und er ließ sie weitgehend in Ruhe. Es hatten erstaunlich wenige Menschen ihre Ideen für Halloween an die Schulsprecher weitergegeben; so dass die beiden das Fest größtenteils selbst geplant hatten.
Am Samstagmorgen erwachte Lily früher als geplant und ging, nachdem sie sich fertiggemacht hatte, ins Wohnzimmer und setzte sich mit einem Buch an den Kamin. Sie hatte noch etwa eine Dreivirtelstunde Zeit, bis das Frühstück beginnen würde. Sie las eine halbe Stunde und machte sich dann auf den Weg in die große Halle. Dort setzte sie sich ans Kopfende des Tisches und hielt zwei Plätze für ihre Freundinnen frei, die wohl bald kommen würden. Sie war noch keine zehn Minuten da, als Kitty die Halle betrat und sich rechts neben Lily fallen ließ. Nachdem beide etwas zu essen genommen hatten, fragte sie Lily: „Gehen wir heute zusammen nach Hogsmeade?" Lily sagte: „Ich denke schon, es sei denn, Lea hat eine Verabredung. Ich jedenfalls hätte Zeit." Kurz darauf gesellte sich die Freundin zu ihnen, und während sie hungrig ihren Teller belud, fragte Kitty nach ihren Plänen. Lea lächelte. „Ich habe kein Date, also können wir uns gern zusammen auf den Weg machen." Nachdem dies nun geklärt war, aßen die Mädchen schnell auf und trennten sich, um ihre Mäntel zu holen, denn es war kälter geworden in den letzten drei Wochen. Als sie dann nach zwanzig Minuten das Schlossgelände verließen und sich auf den Weg ins Dorf machten, war es halb zehn. Auf dem Weg ins Dorf trafen sie nur vereinzelt auf andere Schüler, denn die meisten gingen erst gegen Mittag los. Beim Schlendern durch die Straßen des kleinen Orts kamen sie am Schaufenster von Zonko vorbei. Lily sah, wie Sirius und James verschiedene Artikel betrachteten und offenbar darüber redeten. Die Mädchen erledigten einige Einkäufe, bevor sie sich gegen Mittag in die Drei Besen setzten, um sich ein wenig zu entspannen. Auch war es hier warm, und sie hatten langsam Durst bekommen. Am Fenster fanden sie einen freien Tisch. Sie setzten sich, bestellten sich ein Butterbier und fingen an, sich zu unterhalten. Kitty fragte ihre Freundinnen: „Was habt ihr euch für Halloween überlegt?" Lea antwortete: „Ich weiß noch nicht, habt ihr eine Idee?" In diesem Moment kam Madam Rosmerta, stellte drei Flaschen Butterbier und drei Becher auf den Tisch, wünschte ihnen einen guten Tag und verschwand zurück zu ihrer Theke. Lily nahm sich einen ordentlichen Schluck von ihrem Butterbier, um sich zunächst von einer Erklärung zu drücken. Was sie sich für Halloweeen vorgenommen hatte, sollte eine Überraschung werden.
Lily sah sich im Pub um und bemerkte nun gegen Mittag mehr Schüler, die wahrscheinlich am späten Vormittag losgegangen waren und sich hier erstmal aufwärmten. An einem Tisch etwas weiter weg entdeckte sie James, der allein war und an einem Butterbier nippen. Bei seinem Anblick fiel ihr ein, dass sie am Montag wegen der Halloweenfeier eine letzte Besprechung hatten. Bisher war die Zusammenarbeit mit ihm als Schulsprecher gar nicht so schlimm gewesen, wie sie es erwartet hatte. Er kam meistens sogar pünktlich zu den Rundgängen, die sie gemeinsam erledigen mussten. Sie schaute einen Moment lang gedankenverloren in seine Richtung, ohne es so recht zu merken, als plötzlich etwas ihre Sicht unterbrach. Ein Mädchen ging an ihr vorbei und setzte sich zu James an den Tisch, sie begrüßten einander mit einer kurzen Umarmung und fingen dann an zu reden. Lily erkannte das Mädchen, es war Angelica McPherson, James' Partnerin beim Zaubertrankprojekt.
James war, nachdem er sich mit Sirius bei Zonko nach neuen Produkten umgesehen hatte, allein weitergegangen, um sich in den Drei Besen mit Angelica zu treffen. Sirius hatte heute ohnehin keine Zeit, denn er war mit einer hübschen Ravenclaw verabredet. Remus und Peter hatten sie nicht ins Dorf begleitet, weil Remus Peter noch bei seinen Hausaufgaben helfen musste. Deshalb hatte er Angelica beim Früstück gefragt, ob sie sich mit ihm in den Drei Besen treffen wollte und sie hatte zugestimmt. Beim Warten hatte er darüber sinniert, wie seltsam es war, dass er hier mit einem Mädchen aus Slytherin verabredet war. Er hatte sich in den letzten sechs Wochen ganz schön verändert: Die Freundschaft mit einer Slytherin hatte einige seiner Vorurteile gegen Slytherins generell abgebaut, und das war gar nicht so schwer gewesen. Einige der Siebtklässler aus Slytherin waren Arschlöcher, doch nicht alle. Als er Schritte auf seinen Tisch zukommen hörte, drehte er sich um, und vor ihm stand Angelica. Sie grinste ihn an, umarmte ihn kurz und setzte sich dann zu ihm an den Tisch. Nachdem sie sich einen Kaffee bestellt hatte, fragte sie James: „Hast du den Aufsatz für Zaubertränke schon angefangen?" James schüttelte den Kopf und erzählte ihr dann, dass er in der letzten Stunde Verteidigung gegen die dunklen Künste zum ersten Mal und als erster einen gestaltlichen Patronus herbeigezaubert hatte. Sie war schwer beeindruckt und meinte: „Bei mir kommt bloß ein blauer Nebel aus dem Stab." James lächelte und meinte: „Du musst an einen starken glücklichen Moment denken, ihn nachfühlen und dann die Zauberformel sprechen." Anjelica streckte die Zunge heraus, machte dann ein überaus braves Gesicht und antwortete: „Ja, Herr Lehrer!" Er musste lachen und sagte: „Was Schlaueres fällt mir halt auch nicht ein, um zu erklären, wie es funktioniert. Tut mir leid; ich wollte mich nicht als Besserwisser aufspielen." Mit gespielter Empörung stand sie halb auf – und wurde von hinten sanft wieder in den Stuhl gedrückt. Profesor Rose setzte sich zu ihnen an den Tisch und sagte: „Miss McPherson, sie müssen doch nicht meinetwegen aufstehen". Angelica starrte ihn eine Augenblick verwirrt an, dann erwiderte sie mit einem Lächeln: „Vielen Dank, Professor!"
Nach einer kurzen Pause fragte Angelica ihren Lehrer plötzlich: „Warum waren sie eigentlich nicht bei der Eröffnungsfeier?" James hörte nun aufmerksam zu, denn das interessierte ihn auch. Professor Rose lächelte und erwiderte: „Das werde ich euch gleich erzählen, ich besorge mir nur noch ein Butterbier." Er stand auf und kam zwei Minuten später mit einer Flasche und einem Becher in der Hand zurück. Er setzte sich und begann, nachdem er sich einen ordentlichen Schluck gegönnt hatte, zu erzählen: „Ich war in Ägypten als Auror stationiert, doch nachdem ich bei einem Einsatz in einen Hinterhalt geraten bin und schwer verletzt wurde, sagten die Heiler, ich müsse mindestens ein Jahr aus dem Dienst gezogen werden. Weil ich in der Zeit aber trotzdem helfen wollte, gegen die dunkle Bedrohung vorzugehen, habe ich eingewilligt, ein Jahr lang Verteidigung gegen die dunklen Künste in Hogwarts, meiner alten Schule zu unterrichten." Er schwieg kurz und trank noch einen Schluck, dann fuhr er fort: „Nun zu dem Grund, warum ich bei der Eröffnungsfeier nicht anwesend war. Ich musste mich noch einmal im Sankt Mungo untersuchen lassen, um herauszufinden, ob die Medikamente die ich nehme, auch wirklich wirken. Alles, was ich jetzt noch für meine Genesung tun muss, ist warten und mich nicht überlasten. Doch keine Sorge, euch unterrichten kann ich schon noch!" Er lachte verschmitzt. Angelica und James hatten aufmerksam zugehört und James fragte nun: „Sie werden uns nicht zufällig erzählen, worum es bei der Mission ging, bei der sie verletzt wurden?" Darauf schüttelte Professor Rose nur lächelnd den Kopf und sagte: „Tut mir leid, das kann ich nicht." James nickte verständnisvoll und sagte: „Schade, nun gut ...", doch er wurde von Professor Rose unterbrochen, der nach einem Blick auf seine Uhr sagte: „Ach, ist es schon so spät! Ich muss leider gehen, es findet eine Lehrerbesprechung statt. Machen Sie es gut, und – Potter, Sie haben einen vortrefflichen Patronus erschaffen. Gratulation!" Eilig verließ Professor Rose den Pub und schon saßen James und Angelica wieder allein am Tisch. James war ein bisschen besorgt wegen des Themas Patronus, das Professor Rose im Weggehen wieder angeschnitten hatte. Es war nicht so, dass Angelica nicht nett gewesen wäre; Sie war allerdings leicht reizbar, und James hatte lernen müssen, dass sie es nur schwer aushalten konnte, wenn jemand besser war als sie. Das war im Allgemeinen auch nicht schlimm, denn in vielen Fächern waren sie ähnlich gut, nur in Verwandlung und Verteidigung gegen die dunklen Künste hatte er gelegentlich einen Vorsprung. Doch erstaunlicherweise ging sie nicht auf die Bemerkung des Lehrers ein, weshalb sie noch eine weitere sehr unterhaltsame Stunde in der Kneipe verbrachten, bevor sie sich auf den Rückweg machen mussten. Ihre Wege trennten sich in der Eingangshalle: Sie ging in die Kerker und er nach oben in den Gryffindorgemeinschaftsraum, um mit seinen Freunden zu reden.
Bis Montag geschah nichts Wesentliches. Die Schüler genossen mehr oder weniger das Wochenende. Vor allem jene, die ihre Hausaufgaben schon erledigt hatten, konnten deutlich mehr freie Zeit genießen als andere, die während der Woche auf der faulen Haut gelegen hatten. James und Sirius gehörten zu den letzteren. Auch wenn schon die eine oder andere Hausaufgabe gemacht war, so fehlte ihnen doch immer noch ein gutes Drittel ihrer Aufgaben. So verbrachten die beiden den Sonntag mit Hausaufgaben. Remus, der wie immer seine Aufgaben sehr pünktlich erledigt hatte, las währenddessen ein interessantes Verwandlungsbuch.
Am Montagnachmittag gingen James und Peter vom Zauberkunstklassenraum in Richtung des Klassenzimmers, in dem sie Verwandlung hatten. Sirius musste nochmal nach oben in den Jungenschlafsaal, weil er sein Buch vergessen hatte und Remus begleitete ihn. Peter fragte: „Triffst du dich nicht heute nochmal mit Lily, wegen der Halloweenfeier?" James lächelte; daran hatte er gar nicht gedacht, doch Peter hatte recht, heute würde er sich mit Lily treffen, um die letzten Details für Halloween zu besprechen. Er nickte seinem Freund zu und sagte: „Ja, nach dem Abendessen treffe ich mich mit ihr in den Schulsprecherräumen." Sie waren mittlerweile vor dem Klassenraum angekommen, und keine zwei Minuten vor Unterrichtsbeginn kamen auch Remus und Sirius um die Ecke gerannt. Als McGonagall ihnen kurz darauf die Tür öffnete, fragte James Remus, warum sie denn so lange gebraucht hatten. Der antwortete: „Es hätte nur halb so lange gedauert, wenn unser ehrenwerter Freund Tatze seine Sachen in Ordnung halten würde", er klang dabei leicht vorwurfsvoll und sah verärgert in Sirius' Richtung. Dieser sagte nur schmerzvoll: „Ach Mooney, was Du alles von mir erwartest! Wir haben es doch gefunden." Sein Freund grummelte etwas Unverständliches, wusste er doch, dass es sinnlos war, Sirius zu sagen, dass sie dieses Mal zwar erfolgreich gewesen waren, doch nächstes Mal vielleicht zu spät zum Unterricht kommen würden. Und einige Lehrer, zu denen Professor McGonagall gehörte, hatten so gar keinen Humor, was dieses Thema betraf.
Am Abend ging James früher als sonst in die Schulsprecherwohnung, weil er das Treffen mit Lily kaum erwarten konnte. Als er im Besprechungsraum ankam, saß sie schon auf einem der Stühle und las noch ein Buch. Er ging leise auf sie zu und tippte ihr auf die Schulter. Sie fuhr hoch, und als sie ihn erkannte, fauchte sie wütend: „Erschreck mich doch nicht so, ich lese gerade ein ziemlich unheimliches Buch, und da kommst du einfach und jagst mir so einen Schreck ein!" James entschuldigte sich sofort. Lily die sich gerade nicht streiten wollte, ging nicht weiter drauf ein, sondern sagte ihrem Partner, was noch zu tun war. Die beiden erledigten ihre Aufgaben heute konzentrierter als sonst und wurden deshalb relativ früh fertig. James fragte sie zum Ende hin, wie sie sich zu Halloween verkleiden würde, und Lily antwortete, dass sie sie etwas mit ihren Haaren machen wolle, ihm jedoch nichts Genaueres verraten würde - er werde es an Halloween schließlich sehen.
Endlich war es soweit! James machte sich mit den anderen Rumtreibern im Jungenschlafsaal fertig. James, Sirius und Peter hatten beschlossen jeweils mit dem Kopf ihrer Animagusform zur Feier zu gehen. James mit einem Hirschkopf, Sirius mit einem Hundekopf und Peter mit dem Kopf einer Ratte. Wobei James Peter geholfen hatte seinen Kopf die Form eines Rattenkopfs zu geben. Sie hatten einen extra Zauber gewirkt, der es ihnen erlaubte, trotz der Tierköpfe zu sprechen. Remus war dagegen gewesen und wollte selbst auch keinesfalls als Wolf unterwegs sein. Er hatte ihnen in langen Diskussionen vor Augen gehalten, dass das ein viel zu großes und völlig unnötiges Risiko war. Gegen seine übermütigen Freunde hatte er allerdings keine Chance gehabt. Er selbst war als Vampir verkleidet. Die Feier würde um 20:00 Uhr in der Großen Halle starten, und sie hatten nur noch eine halbe Stunde, weshalb sich sich langsam auf den Weg machten.
Als sie gerade zum oberen Absatz der Treppe kamen, die in die Eingangshalle führte, hörten sie die laute Stimme McGonagalls die Namen von James und Sirius rufen. Remus dachte an die zahlreichen Fälle, in denen er diese Stimme die Namen seiner Freunde hatte rufen hören. Die meisten dieser Fälle hatten neue Nachsitzstunden der beiden bei ihrer Hauslehrerin bedeutet. Doch diesmal klang sie nicht verärgert, sondern vielmehr besorgt. Die Rumtreiber drehten sich um und warteten auf die Lehrerin. Diese kam mit eiligen Schritten auf sie zu und sagte, als sie bei ihnen angekommen war: „Mr. Potter und Mr. Black, gehen Sie bitte sofort zum Büro des Schulleiters, es ist dringend." Als sich die beiden Angesprochenen umdrehten und ihre Freunde ihnen gerade folgen wollten, sagte McGonagall: „Nein Mr. Lupin und Mr. Pettigrew, Sie können in die Halle gehen." Es sah so aus, als wollten die nun Angesprochenen protestieren, doch James nickte ihnen zu, was soviel hieß wie: Wir kommen gleich, es dauert bestimmt nicht lange. Obwohl er sich schon fragte, was Dumbledore so Wichtiges mit ihnen zu besprechen hatte. Er konnte sich an keinen Streich erinnern, und er war sich fast absolut sicher, dass auch Sirius nichts ausgefressen hatte. Sicherheitshalber schaute er den Freund kurz an, sah jedoch keine schuldbewusste Miene und auch sonst kein Anzeichen dafür, dass er wusste, weshalb sie ins Büro des Schulleiters gerufen worden waren.
Als sie außer Hörweite ihrer Professorin waren, fragte James: „Hast du eine Ahnung, warum wir zu Dumbledore müssen?" Sirius schüttelte den Kopf und meinte: „Nicht die geringste Ahnung!" James nickte und erwiderte: „Ich hatte gehofft, wir hätten eine rationale Erklärung." Sirius grinste und meinte: „Und ich hatte gehofft, du bist dafür verantwortlich. Offensichtlich ist keiner von uns beiden der Grund für diesen Termin beim Schulleiter".
Sie waren mittlerweile beim Wasserspeier vor der Wendeltreppe angelangt, die hinauf zum Büro des Schulleiters führte. James sagte das Passwort und der Wasserspeier ließ sie eintreten. Als sie oben im Büro angelangt waren und klopften, öffnete sich sofort die Tür, Albus Dumbledore schwang seinen Zauberstab, und zwei Stühle erschienen aus dem Nichts vor seinem Schreibtisch.
James und Sirius setzten sich, Dumbledore schwang seinen Zauberstab erneut und ihre Köpfe hatten wieder ihre normale Form. Sirius wollte sich gerade beschweren, dass sie ihre Köpfe nun erneut würden verzaubern müssen, wenn dies Treffen vorbei sein würde, als Dumbledore auch schon zu reden begann. Er sagte: „Sie werden sich wundern, warum ich sie zu mir gerufen habe; doch es ist etwas geschehen, was Sie sofort erfahren müssen. Es gab einen Unfall. Ihre Eltern, James, sind nach einem nicht ganz erfolgreichen Auroreneinsatz ins Koma gefallen." Nach einem kurzen Schockmoment erfolgte die zu erwartende Reaktion der beiden, nämlich wild durcheinander gestellte Fragen. Dumbledore verschaffte sich mit einem Räuspern wieder Gehör und sagte: „All Ihre Fragen werden beantwortet. Bitte fangen Sie an, James." Es dauerte noch einen Moment, dann fragte James schließlich, so ruhig er konnte: „Wie ernst ist es, werden sie es überleben?" Dumbledore seufzte, sagte dann aber schließlich: „Das wissen wir bisher noch nicht. Ich habe die Nachricht soeben erst erhalten, sofort nach Ihnen geschickt und bisher nichts Neues gehört. Sie können allerdings sofort aufbrechen und im Sankt-Mungo-Hospital mit Alastor Moody sprechen. Er kennt alle Einzelheiten bezüglich des Einsatzes und hat außerdem mit den Heilern gesprochen. Da Sie schon lange Ihre schulfreien Zeiten bei der Familie Potter verbringen, Sirius, zähle ich Sie zur Familie und gehe davon aus, dass Sie James begleiten möchten."
Sirius stand auf und fragte: „Wie kommen wir ins Krankenhaus, apparieren wir?" Dumbledore schüttelte den Kopf und erwiderte: „Sie nehmen das Flohnetzwerk durch meinen Kamin." Auch James stand nun auf und ging mit Sirius zum Kamin, wo er nach kurzem Abschied in dem Kamin stieg und mit lauter, nur ein klein wenig zitternder Stimme den Namen des Krankenhauses sagte.
