Hier ist das versprochene 11. Kapitel! Viel Spass ;)

Jetzt Durin:

Kapitel Elf: Das Zweite Date

Lily zog ihr Nachthemd an und ging ins Bett. Sie war wie betäubt. Sie hatte es geschafft ihr Gesicht zu waschen, ihre Zähne zu putzen und ihr Haar zu bürsten, aber diese nächtlichen Aufgaben waren alle Routine. Ihr Gehirn schwirrte und ihre Haut prickelte immer noch von den Küssen, die James ihr soeben gegeben hatte.

Sie war erleichtert wegen der Tatsache, dass James sich geweigert hatte in ihr Zimmer zu kommen. Es war lächerlich, dass sie das vorgeschlagen hatte, wirklich. Nachdem sie immer darauf beharrt hatte, sie "wäre nicht diese Art von Mädchen" und dann kam sie einfach so und lud in mitten ihn der Nacht ein?

Sie hatte einen leichten Schmerz in der Brust gespürt, als er nicht kommen wollte, aber wenn sie darüber nachdachte wusste sie, dass es so am besten war, und sie war James dafür dankbar, dass er ihr Verlangen, die Dinge langsam angehen zu lassen, ernst nahm, sogar wenn es schien, SIE könnte dies nicht einmal einhalten.

Sie sank tief in ihre Kissen und schloss ihre Augen. Schlaf umhüllte sie und ihre Sinne schwanden. Jede Ecke ihrer Gedanken war gefüllt mit James Potter.

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Am nächsten Wochenende war Lilys zweites Date mit James.

Sie war nervös. Sehr nervös.

Sie hatte keine Ahnung, was er geplant hatte, nur dass es draussen war, aber ein Teil von ihr hoffte, sie würden nicht zurück zur heulenden Hütte gehen oder irgend ein anderer warmer Ort mit einem gemütlichen Sofa, der zu mehr als Knutschen einlädt.

Sie achtete darauf, was sie trug; es war in den letzten Tagen ziemlich kalt geworden und darum zog sie zuerst ihre Thermalunterwäsche über ihrem Schlüpfer und BH an. Dann ein langärmliges T-Shirt, mit den legendären Beatles vorne drauf. Dann ihren dicksten, gemütlichsten Wollpullover, der eher einem Rollkragenpullover eines irischen Fischers glich, als irgend etwas anderem.

Über all das zog sie ihre Schulrobe und ihren Umhang an.

Sie kontrollierte ihre Haare, die sie mit einem einfachen Haarband nach hinten gebunden hatte, danach trug sie ein bisschen Lippenstift auf. Sie war bereit.

Sie fuhr herum, als es an der Tür klopfte. Sie atmete tief ein und öffnete die Türe, um James dastehend vorzufinden, der seine eigene Robe, seinen Umhang und einen dicken braunen Pullover trug. Seine Brille war schief auf seiner Nase. Sein Haar war ein Durcheinander. Seine braunen Augen leuchteten und er hatte ein ziemlich fröhliches Grinsen aufgesetzt.

Er trug einen grossen Picknickkorb in seinen Händen.

"Hiya Evans!", sagte er, ,,bist du bereit den Elementen zu trotzen?"

"Ein Picknick?", zweifelte sie, als sie ihr Zimmer verliess, ,,ist es nicht ein bisschen zu kalt um lange draussen zu sitzen?"

"Ich werde dich schon warm halten", sagte er und grinste.

"Du weißt, du bist wirklich von dir eingenommen", sagte sie und lächelte zurück, als sie seinen dargebotenen Arm nahm.

"Das hast du schon eine Million Mal gesagt", sagte James.

"Wo gehen wir hin?", fragte sie, als sie das Schloss verliessen. Viele Schüler waren schon draussen; einige spielten Quidditch, andere lernten oder kuschelten unter ihren Umhängen.

"Da vorne", sagte er und zeigte mit der Hand in eine Richtung, ,, ich denke, du bist damit vertraut."

Sie sah ihn an und rollte mit den Augen. "Wie könnte ich diesen Ort vergessen?"

"Es ist okay oder?", fragte er und klang dabei plötzlich nervös, ,, ich meine, wir können schon da..."

"Kein Problem", sagte sie schnell und dachte dabei, es sei vielleicht gar nicht so schlecht, dass sie in Sichtweite der anderen Schüler blieben.

Er grinste sie an und sie gingen zusammen rüber zur Buche.

"Du bist vorbereitet", stellte sie fest, als er ein grosses Tuch ausbreitete.

"Natürlich", sagte er, ,,der Boden ist viel zu kalt für deine zierliche Rückseite."

"James!", Lily errötete und biss sich auf die Lippe, aber sie lächelte.

"Sorry", sagte er grinsend, ,,aber meine Augen tendieren manchmal zu Wanderungen."

"So lange sie die einzigen Dinge hier sind, die wandern, Potter", sagte Lily

"Klar, ma'am", sagte James heiter, während er das Essen auf dem Tuch ausbreitete. Gebratenes Hähnchen, grüne Bohnen, gebratene Kartoffeln, Salat, Apfelkuchen und einige Flaschen Butterbier.

"Wo hast du all das her?", fragte Lily beeindruckt.

"Ich habe einige Kontakte in der Küche", sagte James zwinkernd, ,,ein Paar Hauselfen halfen mir das zusammenzustellen."

"Du warst in der Küche?"

"Natürlich", sagte James einfach, ,,ich bin so ziemlich überall im Schloss gewesen."

"Richtig", sagte Lily, ,,ein Teil deines schändlichen Regelbrechens. Wie kommt es, dass du nie gefangen wirst?"

"Das Evans, ist ein anderes meiner mysteriösen Geheimnissen.", sagte er und nahm neben ihr Platz. Er lehnte zu ihr herüber und gab ihr einen zärtlichen Kuss auf den Mund. Sie zitterte.

"Kalt?", fragte er.

"Ne", antwortete sie. Er lächelte und wandte sich zum Essen um, ebenso Lily.

Das kühle Wetter hatte sie hungrig gemacht, also belud sie ihren Teller. James beobachtete sie für einen Moment, dann nickte er zustimmend.

"Ich liebe Frauen mit gutem Appetit", sagte er grinsend.

"Meiner ist nicht halb so schlimm wie deiner", sagte sie, als sie erkannte, dass er zwei Teller für sich beladen hatte.

"Wahr", sagte er, ,,ich bin ein richtiges Schwein in den meisten Dingen, aber das wusstest du ja schon."

"Ja, das wusste ich", sagte sie, lächelte verführerisch und öffnete eine Flasche Butterbier; sie nahm einen Schluck und ihr wurde sofort wärmer.

Sie assen in stummer Zweisamkeit für eine Weile; dann lehnte sich James auf eine Seite, nahm ein Stück Apfelkuchen und einen Schluck Butterbier. Er schaute zu ihr auf und lächelte.

"Ich war wirklich ein Depp oder?", sagte er, ,,letztes Jahr meine ich."

"Und das Jahr davor", sagte Lily und nahm einen biss vom Apfelkuchen.

"Und das Jahr davor", stimmte er zu, ,,jenen Tag werde ich nie vergessen."

"Welchen Tag?"

"Den Tag als ich Snivellus gefoltert habe und du rüber kamst und ihn verteidigste", sagte er, ,,du warst so...so wütend. Du sagtest mir, ich...ich mache dich krank."

"Das habe ich nicht so gemeint", sagte Lily schnell.

"Doch, meintest du sehr wohl", sagte James und versuchte lässig zu bleiben, aber es funktionierte nicht ganz, ,,es ist okay, ich hatte es verdient. Ich bin nur glücklich, dass du dich nicht mehr an mir ekelst."

Lily sah ihn an und fühlte ein Stechen in der Brust, als sie den Blick in seinen Augen sah. Er lachte, aber er sah irgendwie beschämt aus.

"Wieso hasst du ihn so?", fragte sie, ,,ich meine Snape."

"Keine Ahnung", sagte James achselzuckend, ,,ich meine, am Anfang, weißt du, habe ich mich nicht so um ihn gekümmert. Er war ein bisschen seltsam und so, aber ich habe ihn nicht soviel beachtet. Aber dann startete er sich über die dunklen Kräften zu informieren und so Zeugs. Das ist nur...naja... Ich halte nicht viel von Zauberern, die in so was reingeraten. Ich meine, die Slytherins sind sowieso bekannt dafür ihr weisses Hemd ganz am Ende zu beschmutzen, aber Snivellus... er scheint nur ein bisschen jenseits von all dem zu sein, denkst du nicht?"

"Nehm ich mal an", sagte Lily, ,,hab nie richtig darüber nachgedacht. Er hat sicher die richtige Gesinnung über Muggel-Geborene. Ich meine, um ein Slytherin zu sein und alles..."

"Sie alle sind doch nur ein Haufen Idioten", sagte James, ,,ich werde sie nie verstehen, ehrlich. Lucius Malfoy ist der schlimmste..."

"Es sind nur Vorurteile James", sagte sie achselzuckend, ,,Muggel sind so die ganze Zeit. Meine Schwester denkt, ich sei ein Freak."

"Aber deine Eltern denken -"

"Nein, meine Eltern verstehen's", sagte sie lächelnd, ,,sie waren schon immer so, weißt du. Sie interessiert's nicht, was Petunia und ich mit unseren Leben anstellen, so lange wir ehrlich leben und glücklich sind."

"Bist du glücklich?", fragte er und schaute mit ernstem Blick zu ihr herauf.

Sie blinzelte und sah ihn an. Es war eine einfach Frage. Einfach, aber geladen. Sie pausierte kurz und überlegte.

"Ich denke ja", sagte sie, ,,ich meine, ich bin ganz klar glücklicher hier, als ich wäre, wenn ich bei den Muggeln gelebt hätte. Ich war nicht so beliebt in der Primarschule, wirklich. Die anderen Kinder dachten alle ich sei seltsam. Es war eine Befreiung, dass ich meinen Hogwartsbrief bekam. Ich meine, du kannst dir sicher vorstellen, ich, die in einem Muggelhaushalt aufgewachsen ist und von Muggeln umgeben war, und hier bin ich nun, mache alle diese seltsamen Dinge und weiss gar nicht wie oder warum. Da war eine Zeit in der Schule, in der ein Haufen Kinder sich einen Spass aus meinen Haaren machten und... und ich habe aus Versehen eine aufgeblasen. Gut, nicht wirklich aufgeblasen, sie... sie schwebte nur so, ähnlich wie ein Ballon. Ich erinnere mich noch, wie sie herum lief und anfing rum zu fliegen."

James lachte. "Geschieht ihr recht", sagte er, stand auf und setzte sich näher zu ihr. Ihr Rücken war nun gegen die Buche gelehnt. "Welche Idioten machen einen Spass aus deinen Haaren?"

Sie fühlte wie ihr Herz heftiger zu schlagen begann, als er ihr Haar in seine Finger nahm und es wie Seide über seine Finger gleiten liess.

"Es ist das schönste Haar, dass ich je gesehen habe", sagte er zärtlich.

Sie errötete wieder; sie fühlte sich leicht, fast schwindlig. Ihr Herz hämmerte und das Blut pochte in ihren Ohren. Sein Atem roch nach Äpfeln.

"Du bist manchmal sehr bezaubernd", sagte sie, ,,ich meine, bist du dieses Jahr, sowieso."

"Vielen Dank", sagte er sarkastisch, ,,du weißt wirklich wie du einem Kerl Komplimente machst Evans."

"Sorry", sagte sie und biss sich auf die Lippe, ,,ich meine nur -"

"Du hast recht, natürlich", sagte James, ,,ich war ein kompletter Arsch. Ich weiss nicht warum. Vielleicht... weil ich es sein konnte. Ich bin nicht wirklich stolz auf das, was ich damals getan habe, weißt du Lily. Ich meine es. Ich denke meine einzige Entschuldigung ist, dass ich dich beeindrucken wollte. Obwohl du mich darum nur gehasst hast."

"Ich hasse dich nicht mehr", sagte Lily lächelnd.

"Richtig", sagte James grinsend, ,,du magst mich nur nicht mit der Intensität von, was war's noch, neunhundert fünfzig Sonnen?"

Lily lachte. "Ich denke wir sind vielleicht runter auf vierhundert Sonnen."

"Wirklich?", sagte er und bewegte sich näher zu ihr, ,,so wenig? Wie zur Hölle verdiene ich diese Ehre?"

Lily errötete wiederum:"Um, gut...", sagte sie schüchtern, ,,ich...ich denke, uh, unser erstes Date...als...na...du weißt schon..." Sie starrte auf ihre Füsse und biss sich auf die Lippe.

"Ah", sagte James, ,,ich verstehe." Er legte einen Arm um sie und kam noch näher.

"James", flüsterte Lily nervös, ,,man kann uns sehen..."

Lily schaute herum, aber in Wirklichkeit war niemand zu sehen. Ihre Lippen kräuselten sich vor Unbehagen, als James sich zu ihr zurückdrehte. Sie waren alleine. Er konnte seine Hände überall hintun, wo er wollte. Und sie wollte es.

Nein, willst du nicht.

Doch, willst du.

"Ich denke wir sind nun alleine", sagte James zärtlich, ,,vielleicht kann ich...noch ein Paar mehr Sonnen auslöschen..." Er lehnte sich zu ihr und küsste sie.

Sie seufzte, als er seinen Mund öffnete und seine Zunge gegen ihre presste. Oh Merlin, er war gut darin. Im Küssen. Wie er seinen Mund bewegte, wie sich seine Zunge anfühlte, wie er schmeckte... Das Kribbeln, das in ihren Händen und Füssen gestartet hatte, hatte nun diesen Ort zwischen ihren Beinen erreicht.

Er küsste sie intensiver, verhederte sich mit seinen Händen in ihrem Haar und begann langsam ihren Nacken zu erkunden. Sie knickte ihren Kopf auf die Seite, um ihm besser Zugang zu geben und verhederte ihre Hände in seinem schwarzen, verstrubbeltem Haar. So weiches Haar.

Sie fühlte, wie sie selbst nach hinten auf ihren Rücken gleitete; sie hielt ihn fest, nahm ihn mit sich runter, willens ihn auf sich zu spüren. Er küsste sie wieder auf den Mund und lag auf ihr, küsste sie über das Gesicht. Sie bewegte sich leicht unter ihm und wieder war er zwischen ihren Beinen.

Er stöhnte und hörte auf sie zu küssen.

"Was?", fragte sie.

"Lily", sagte er, sein Ausdruck sah gequält aus, ,,ich weiss...ich weiss nicht...ob...ob ich sollte..."

Sie schlotterte. Er versuchte sich zu kontrollieren, sie versuchte dasselbe. Sie wusste, sie würde kein Sex mit ihm haben, jetzt jedenfalls. Aber sie wollte ihn trotzdem über ihr und seine Hände auf ihr spüren.

"Halt mich warm", flüsterte sie, lehnte hinauf und küsste seine Lippen. Er stöhnte und küsste zurück und legte sich wieder auf sie.

*-*-*

Zu den Reviews:

Jessy Black: Danke. Übrigens sollten wir euch in dem Fall jeweils länger warten lassen? (*fiesesgrinsen*)

Gereon: ;) Danke!

Soulsister: Hehe, ja er is wirklich ein Armer! Jetzt siehst du wie sehr alle Männer immer leiden... *ggg*

Grizza: Danke! *treueawardüberreich*

San Sebastian: Tja... die Hormone ;)

Dann noch ne Anmerkung (im Zusammenhang des Reviews von herm13): Bei Kapitel 12 stand eine Anmerkung wegen einer Fortsetzung der Geschichte:

'Oh ja, und an die Leser die nach einer Fortsetzung fragten. Nein, ich werde die Geschichte nach dem 7 Schuljahr nicht weiterführen, um die Geschichte kuschlig und fröhlich zu halten. Meine letzte Geschichte war voll von Angst und forderte viel von mir. Also wird diese Geschichte sehr leicht sein. Sogar wenn James und Lily total tragische Figuren sind.'

Jetzt als kleiner Trost noch dies. Die Autorin hatte noch mehrere andere Geschichten veröffentlicht, die mehr oder weniger im selben Stil geschrieben sind. San Sebastian (auch ein Reviewer und Kollege) hat schon einmal mit der Geschichte 'Hogwarts Pie begonnen und übersetzt sie. Vielleicht werden wir dann nach dieser Geschichte seine mit ihm fertigstellen und veröffentlichen. ;) Happy new year! (und bitte Reviews, wie immer ^^)