11. Kapitel

-Nein-

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf. Emmett war immer noch an meiner Seite, er trug noch nicht einmal Pyjama. Er hatte mich wirklich nicht verlassen. Ich lächelte und ließ ihn mich halten. Er hielt mich wie einen Teddybären und ich fühlte mich bei ihm sicher. Er seufzte und öffnete seine verschlafenen Augen. Augenblicklich schaute er zu mir herunter und lächelte mich traurig an.
„Hi", sagte ich. Er küsste meine Stirn.
„Hey", flüsterte er. Ich lächelte ihm traurig zu und legte mich wieder zurück. Missbilligend verzog er die Stirn.
„Bist du okay?" Fragte er besorgt. Ich nickte.
„Yeah", flüsterte ich. Er nickte.
„Hast du Hunger?" Fragte er leise. Ich schüttelte den Kopf. Gerade jetzt wollte ich nichts essen. Er nickte.
„Okay", sagte er. Stark umarmte ich ihn und er seufzte. Ich war immer noch von gestern traurig. Er würde sich immer Vorwürfe machen.
„Es ist nicht deine Schuld", sagte ich und verzog missbilligend meine Stirn. Er seufzte und nickte.
„Ich weiß", sagte er leise. Ich lächelte.

„Gut", sagte ich. Er lächelte.
„Möchtest du nach unten gehen?" Fragte er mich. Ich zuckte mit den Achseln und er lächelte. Vorsichtig hob er mich hoch und trug mich durch die Tür. Ich selbst trug auch noch immer die Kleidung vom Vortag. Emmett brachte mich nach unten ins Wohnzimmer. Ich schaute mich um und sah Edward dort sitzen, der gerade durch seine Lieder auf dem IPod scrollte. Er lächelte als wir herein kamen und Emmett setzte mich neben ihn ab, er selbst setzte sich auf der anderen Seite neben mich. Er schaute zum Fernseher und zappte durch die verschiedenen Programme. Edward schaltete die Musik aus.
„Wo sind die anderen?" Fragte Emmett ihn. Edward zuckte mit den Achseln.
„Jasper ist oben und liest irgendetwas. Alice und Rose sind für eine Weile weggegangen, Mom ist shoppen und Dad auf der Arbeit", sagte er. Emmett nickte.
„Wo sind Alice und Rose hingegangen?" Wollte er wissen. Edward zuckte mit den Achseln.
„Ich denke, sie sind vielleicht mit Mom mitgegangen. Aus irgendeinem Grund mögen die beiden es Lebensmittel zu kaufen", sagte er und schnitt dabei eine Grimasse. Ich lachte.
„Du magst es nicht Lebensmittel einkaufen zugehen?" Fragte ich. Er schüttelte den Kopf.
„Ich hasse es", sagte er düster. Ich lächelte und er schenkte mir sein schiefes Lächeln, was mich erröten ließ.
„Willst du ein Film anschauen?" Fragt er. Ich zuckte mit den Achseln. Es war mir egal was wir machten. Ich war zufrieden, einfach hier herumzusitzen und nichts zu tun. Er lächelte und ging zu dem Schrank mit den ganzen DVDs herüber. Er nahm eine der Discs heraus und legte sie in den Player. Emmett stand auf.
„Ich hole etwas zum Essen", merkte er an. Ich lächelte und er strahlte.

„Bist du dir sicher, dass du nicht hungrig bist?" Fragte er. Ich schüttelte den Kopf. Er lächelte und nickte.
„Sag mir Bescheid, wenn du es bist", sagte er. Ich nickte. Edward hatte Scary Movie 4 ausgesucht. Dabei schnaubte ich. Der Film war so dämlich, aber trotzdem lustig. Er dachte anscheinend auch so. Er drehte sich zu mir.
„Hast du den schon gesehen?" Fragte er mich. Ich nickte.
„Yeah", sagte ich. Er grinste.
„Er ist so dämlich, aber trotzdem lustig", sagte er und schüttelte dabei den Kopf.
„Ich weiß", sagte ich. Wir wendeten uns wieder dem Film zu. Für weitere 30 Minuten schauten wir uns still den Film an, hin und wieder lachten wir an verschiedenen Stellen. Emmett war immer noch nicht wieder zurückgekommen. Ich vermutete, dass er im Alleingang den gesamten Inhalt der Küche verschlungen hatte. Bei einer besonderen Stelle des Films lachte Edward lautstark. Ich lächelte.
„Das ist so bescheuert", sagte ich leise. Er nickte. Ich hörte Schritte und es war Jasper, der die Stufen nach unten kam. Er lächelte uns beiden zu.
„Was macht ihr?" Fragte er. Ich grinste.
„Wir schauen Scary Movie 4", sagte ich glücklich. Er schnaubte.

„Oh Gott", sagte er lachend. Er kam herüber und setzte sich auf der anderen Seite neben mich. Er fand den Film auch lustig. Er konnte nicht anders als zu lachen. Emmett kam zurück. Er hatte sich umgezogen und geduscht. Ich lächelte als er wieder zurückkam. Als der Film endete lachten wir immer noch.
„Was für ein bescheuerter Film", sagte ich. Alle nickten. Emmett strahlte.
„Bescheuert, aber unbezahlbar", sagte er. Ich lächelte.
„Ich frage mich nur, wie viel sie ihm gezahlt haben müssen, damit er das macht", sagte ich. Jasper gluckste.
„Es sollte verdammt viel sein. Nicht viele Leute würden sich selbst so blamieren für wenig Geld", sagte er. Ich nickte. Er hatte Recht. Man brauchte schon verdammt viel Mut um so etwas zu machen.

„Kann ich mich umziehen?" Fragte ich Emmett. Er lächelte und nickte. Er hob mich hoch und trug mich die Treppen nach oben. Er brachte mich ins Blaue Zimmer und lächelte. Auf dem Bett setzte er mich ab.
„Warte hier", sagte er. Ich nickte. Er ging durch die angrenzende Tür von Rose Zimmer und kam mit einem kompletten Outfit wieder zurück. Er gab es mir.
„Sie haben für dich eingekauft, als wir gestern geschlafen haben", sagte er. Ich glotzte ihn an.
„Das hört hier niemals auf oder?" Fragte ich auf Alice bezogen. Emmett lachte lautstark.

„Nicht wirklich", sagte er. Er lächelte mir zu als er mir das Outfit gab und den Raum verließ. Ich konnte mich diesmal einfach und ohne weitere Probleme anziehen. Als ich angezogen war, band ich meine Haare hoch, bevor Emmett wieder zurück kam.
„Komm schon", sagte er lächelnd. „Wir schauen einen weiteren Film." Ich lächelte. Sie waren so lustig. Er hob mich hoch und trug mich wieder zurück zur Coutch. Jasper und Edward hatten Chips und Popcorn geholt. Emmett setzte mich auf denselben Platz, auf dem ich vorher gesessen hatte, ab und stellte eine Schale mit Chips auf meinen Schoß. Er lächelte und Edward startete den Film. Diesmal war es der 3 Teil. Alle lachten an den lustigen Stellen des Films. Bei der Hälfte des Films wurde die Haustür geöffnet.
„Hallo?", rief Esme. Alle brachen in schallendes Gelächter, bei einer besonders witzigen Stelle, aus. Sie steckten den Kopf herein und lächelte.
„Hey", sagte sie. „Was guckt ihr?" Edward grinste.
„Scary Movie 3", sagte er. Sie verdrehte die Augen.
„Das sind die dümmsten Filme, die es jemals gegeben hat", sagte sie. Edward zuckte mit den Achseln.
„Wo sind Alice und Rose?", fragte Jasper. Esme lächelte.
„Shoppen", sagte sie. Emmett stand auf.
„Brauchst du Hilfe bei den Tüten?", fragte er. Sie schüttelte den Kopf.
„Nein, ich habe nicht viel eingekauft. Du wirst dir den dämlichen Film anschauen", sagte sie. Er lächelte und setzte sich wieder hin. Esme hob ihre paar Taschen hoch und trug sie in die Küche. Auch diesen Film hatten wir fast schon zu Ende gesehen. Gerade als der Abspann kam, klopfte es plötzlich lautstark an der Tür. Edward verzog missbilligend die Stirn und stand auf. Wir warteten, während er zur Tür ging um sie zu öffnen. Wir waren sehr nah bei der Tür, sodass wir alles mit anhören konnten. Langsam öffnete er die Tür. Ich hörte ihn leise Knurren. Es war ein sehr bizarres, aber auch beängstigendes Geräusch.
„Verpisst euch von meinem Eigentum", knurrte er. Emmett und Jasper verzogen beide missbilligend die Stirn.
„Edward? Wer ist da?", fragte sie.
„Bleib da", gab er ihr zu verstehen. Ich hörte ein kleines Gelächter.
„Wo ist sie?", hörte ich die Stimme fragen. Ich verspannte mich. Es war eine schrecklich bekannte Stimme. Eine mit der ich 17 Jahre lang zusammen gelebt hatte. Emmetts Augen wurden schmal und Jasper sprang auf. Esme wirkte verwirrt.
„Geh von meinem Haus weg", knurrte Edward erneut. Esme wirkte etwas bestürzt bei seiner Unhöflichkeit. Tränen bildeten sich jetzt in meinen Augen. Emmett umarmte mich.
„Wer ist das?", fragte sie. Emmett seufzte.

„Wer ist das?" Fragte sie. Emmett seufzte.

„Mein Vater", zischte er. Esme zog wütend die Stirn kraus.
„Ich werde Carlisle anrufen", sagte sie. Emmett nickte. Esme schnappte sich das schnurlose Telefon und wählte die Nummer, die Nummer vom Krankenhaus.
„Dr. Cullen bitte", sagte sie. „Nein, jetzt. Es ist ein Notfall", argumentierte sie. „Danke."
„Wo ist sie?" Schrie Charlie.
„Du wirst sie nicht noch einmal anfassen", sagte Edward wütend.
„Was hat sie dir erzählt?" Schrie er.
„Sie hat uns gar nichts erzählt. Wir haben gesehen, was du getan hast", knurrte er ihn an. Charlie murrte. Edward und Charlie hatten noch mehrere heftige Wortwechsel. Esme seufzte vor Erleichterung als Carlisle endlich an Telefon kam.
„Carlisle!" Schrie sie. „Nein, es ist nicht alles okay! Er ist hier!" Ich hörte, wie Carlisle irgendetwas fragte.
„Charlie Swan!", sagte sie hysterisch.
„Bitte komm nach Hause. Edward redet gerade mit ihm", sagte sie ängstlich. Jasper ging zur Tür.
„Emmett...", sagte ich, dabei brach meine Stimme vor lauter Angst. Er umarmte mich.
„Es ist alles okay", beruhigte er mich. Ich zitterte trotzdem vor Angst.

„Wie verdammt noch mal, hast du diese Adresse herausgefunden?" Knurrte Jasper seinen Vater wütend an.
„Dir auch einen Guten Tag Jasper", sagte er sarkastisch. Das Jasper mit einem Wütenden knurren quittierte.
„Ich bin der Polizeichef. Ich habe Zugang zu allen Daten", sagte er.
„Hau endlich ab", sagte Jasper. Doch Charlie lachte nur.
„Nicht ohne das, was mir gehört", sagte er. Ich hörte wie alle erschrocken keuchten.
„Du krankes Arschloch", sagte Edward wütend. „Du hast sie geschlagen und vergewaltigt und dann hast du auch noch allen erstes die Nerven, zu fragen ob sie zu dir zurückkommt?", schrie er. Esme wirkte jetzt sehr ängstlich.
„Oh nein, ich frage nicht, ich befehle, beziehungsweise die Gerichte tun es", sagte er glücklich. Mein Magen verkrampfte sich automatisch. Emmett sah jetzt auch ängstlich aus.
„Fick dich", schrie Edward.
„Wer zum Teufel bist du eigentlich", wollte Charlie wütend wissen, denn er war ziemlich frustriert über seine Anwesenheit.
„Das ist mein Haus. Hau verflucht noch mal von hier ab", sagte er. Charlie lachte höhnisch.
„Ich bin ein Polizist. Ich kann hingehen, wo hin ich will", sagte er. Edward schnaubte.
„Hast du einen Durchsuchungsbeschluss?" Fragte er. Charlie lachte.

„Nee. Ich habe das Sorgerecht", sagte er. Ich wimmerte und klammerte mich an Emmett. Er wirkte schockiert. Ich hörte weitere Autos die Einfahrt hinauffahren.
„Was zur Hölle?" Hörte ich Rose schreien. Emmett sah panisch aus. Er ließ mich los und rannte zur Tür. Ich wusste Rose würde es nur zu gerne versuchen sich mit Charlie anzulegen. Sie würde definitiv verlieren, aber sie hätte es wenigstens versucht und Emmett wusste das genauso. Ich schaute aus dem Fenster als er Charlie beiseite schob und zu Rose und Alice ging, die gerade aus dem Auto ausgestiegen waren.
„Steigt wieder ein", sagte er und deutete dabei auf Alices Porsche. Beide nickten, drehten sich um und stiegen wieder ein und verschlossen die Türen. Charlie grinste bei Emmett Besorgnis. Carlisle stieg aus seinem Mercedes aus und kam herüber.
„Geh", befahl er. Charlie lachte.
„Ich will meine Tochter", sagte er. Carlisle sah wütend aus.
„Nein", sagte er einfach. Charlies Augen wurden schmal.
„Doch", erwiderte Charlie. Er schmiss Carlisle die Papiere zu, der verärgert wirkte.
„Du wirst sie nicht wieder zurück bekommen", sagte er. Charlie lachte.

„Oh doch das werde ich. Ich werde herein gehen und sie selbst holen, wenn es nötig sein sollte", drohte er. Ich war völlig entsetzt. Ich wimmerte leise. Esme sah auch ängstlich aus. Sie kam zu mir herüber und nahm mich schützend in den Arm.
„Wir lieben dich", sagte sie leise.
„Ich liebe euch auch", flüsterte ich.
„Wo ist sie?" Fragte Charlie erneut. Niemand antwortete ihm.
„Okay ich durchsuche die verdächtige Residenz", sagte er nur. Carlisle war entsetzt als Charlie herein stürmte. Alle rannten hinter ihm her ins Haus hinein. Charlies massiver Körper betrat das Wohnzimmer, wo Esme mich immer noch in einer Umarmung hielt. Ich schluchzte jetzt.
„Aw, wie süß", sagte Charlie sarkastisch.
„Lass mich in Ruhe", sagte ich. Er lachte.
„Nee", sagte er glücklich. Er kam herüber und zog mich von Esme weg. Ich schrie und schlug um mich, damit ich mich aus seinem Griff befreien konnte. Er wurde wütender.
„Lass uns gehen", knurrte er. Ich schüttelte den Kopf. Jasper kam herüber und umarmte mich.
„JETZT!" Donnerte er los. Ich zitterte am ganzen Körper. Alice und Rose waren jetzt wieder herein gekommen und hatten sich zu uns geschlichen. Beiden wirkten entsetzt. Er kam herüber und wollte wieder nach mir greifen.

„FASS MICH NICHT AN", schrie ich. Er grinste und packte mich trotzdem. Er hielt meinen Oberarm fest umklammert und führte mich zur Tür herüber. Emmett schrie hinter ihm her, genauso wie Jasper. Ich kämpfte gegen ihn an als er mich weiter zog. Er knurrte und hob mich hoch. Ich kreischte als er mit mir zu seinem Polizeiauto herüber rannte.
„LASS SIE RUNTER", schrie Emmett. Ich wusste, dass er in diesem Moment Angst hatte. Charlie warf mich auf die Rückbank und sprang auf den Fahrersitz, bevor irgendjemand ihn davon abhalten konnte. Ich schrie und schluchzte. Er drehte sich zur mir um und sah mich drohend an, bevor er die Türen verriegelte. Ich versuchte die Türen zu öffnen, aber ohne Erfolg. Emmett kam und versuchte die Türen aufzureißen. Charlie lachte düster und raste die Einfahrt nach unten. Jetzt fing ich an unkontrolliert zu schluchzen.
„Halt die Klappe", schrie er.

„Fick dich", sagte ich. Er drehte sich zu mir um und sah mich wütend an.
„Sag das noch mal, Bitch", schrie er. Ich schaute ihn an.
„Fick dich!", schrie ich. Er knurrte und drehte sich um als er fuhr. Ich fühlte, wie er mich mit der Hand schlug.

„Es wird wesentlich schlimmer werden, wenn wir zu Hause sind", drohte er mir. Ich weinte stärker. Er schaltete die Sirenen ein und raste zu unserem alten Haus. Er parkte in der Auffahrt und zog mich aus dem Auto heraus. Er warf mich buchstäblich ins Haus hinein. Er stampfte zu mir herüber und schlug mich erneut. Ich versuchte wegzulaufen, aber er fing mich wieder ein. Er warf mich ins Wohnzimmer, was immer noch völlig verdreckt war. Meine Rippen pochten schmerzvoll.
„WAS ZUM TEUFEL!" Schrie er. Ich weinte noch stärker. Es war mir egal, was er mit mir machen würde, solange ich hier nur raus kommen würde. Er kam zu mir und trat auf mich ein. Ich fiel zu Boden und er zog mich wieder hoch.
„Du wirst nie wieder gehen!" Donnerte er los. „Alle wissen es!" Schrie ich. Ich schlug ihn heftig um mich zu befreien. Er brüllte vor Rage und hielt mich an meinen Haaren fest. Ich schrie als er mich an ihnen zurück riss.
„Willst du das, was deine Mutter bekommen hat?" knurrte er mich wütend an. Ich schrie noch mehr.
„Es ist mir egal!" Schluchzte ich. Seine Augen flammten auf. Er schlug erneut auf mich ein.

„Warte ab was jetzt kommt", drohte er. Es war mir wirklich mittlerweile egal, ob er mich töten würde. Ich musste hier heraus kommen. Ich schluchzte als er mich wieder zu Boden warf.
„Mach mir was zu essen", befahl er. Ich setzte mich auf den Boden hin und schüttelte den Kopf. Er brüllte und schlug wieder wie verrückt auf mich ein. Ich hatte bereits einen dunklen Bluterguss.
„Beweg dich", sagte er. Ich schüttelte den Kopf. Ich würde Gar nichts mehr für ihn tun. Er knurrte.
„Willst du deine Brüder mit in diese Sache reinziehen?" Fragte er drohend. Ich erschauderte.
„Sie werden dich töten", flüsterte ich, dass ihm nur ein Verächtliches schnauben entlockte.
„Wenn die Hölle zufriert", knurrte er. Ich lachte trocken.

„Also, dann muss es kalt sein", sagte ich achselzuckend. Er knurrte und stürzte auf mich zu. Ich wich ihm aus, was ihn nur noch wütender werden ließ. Er war erneut in Rage. Ich schauderte, denn ich wusste, ich würde ihn jetzt nicht aufhalten können. Er war außer Kontrolle. Er stürzte sich wieder auf mich und ich fühlte wie seine Faust mein Gesicht traf und ich schrie. Ich schlug nach ihm, dadurch wurde er noch wütender. Er packte meine Handgelenke und trat sein Knie gegen meine Rippen. Ich wimmerte. Ich konnte nicht richtig atmen. Er ließ eines meiner Handgelenke los und schlug mich mit der freien Hand.

„Hör mir genau zu, du kleine Bitch", knurrte er. „Mach das, was ich sage." Ich schüttelte den Kopf. Soll er mich doch töten. Es war mit scheißegal. Ich wollte das nicht erneut durchleben müssen. Es war zu viel. Er brüllte und hob mich hoch. Er warf mich durch den Raum, sodass ich auf der anderen Seite des Raumes landete. Es schmerzte wesentlich schlimmer als bei dem Treppenzwischenfall. Mein Kopf schlug hart auf den Boden auf, wodurch meine Wahrnehmung beeinträchtigt wurde. Ich schaute mich um und sah, dass er sehr wütend war. Er hob mich erneut hoch und schlug wieder auf mich ein.

„Nach oben", befahl er. Ich schrie und schüttelte den Kopf. Ich war immer noch so wund. Ich war mehr als glücklich, dass ich noch nicht blutete.
„Oh doch", sagte er. Zu meinem völligen Entsetzten, stand er auf schleppte mich den ganzen Weg mit Geschrei und ich nach ihm tretend nach oben. Er war zu stark. Er warf mich auf sein Bett. Nicht schon wieder, war alles was ich in diesem Moment denken konnte. Er kam herüber und versuchte meine Kleidung zu zerreißen. Ich schrie, schlug, trat und biss in alles was ich erreichen konnte. Er war sehr wütend.
„Fuck!" Schrie er frustriert. Er schlug mich erneut. „Hör auf!"

„NEIN!" Kreischte ich. Er brüllte und versuchte jetzt stärker mich zu entkleiden. Er schlug die gesamte Zeit über auf mich ein um bessere Möglichkeiten zu haben, mich nackt zu sehen. Ich schrie und schrie. Er fluchte vor Rage. Es begann bereits dunkel zu werden. Ich hörte, wie sich ein Auto dem Haus näherte, aber Charlie nahm es gar nicht wahr. Ich hörte wie die Tür geöffnet wurde und jemand das Haus betrat. Ich wusste, dass es nicht Emmett sein konnte. Diese Person war zu leise.

Ich wusste, dass es nicht Emmett sein konnte. Diese Person war zu leise.

„Chief?", hörte ich jemanden rufen. Ich schrie erneut. Charlie schien den Besucher nicht bemerkt zu haben. Er war von seiner Lust und seiner Wut überschwemmt. Ich hörte, wie jemand die Treppe nach oben rannte, wegen den Geräuschen, die ich machte.
„FASS MICH NICHT AN", kreischte ich erneut. Die Tür schwang auf.
„Chief?", sagte er jüngerer Mann, der uns ängstlich betrachtete. Der Stellvertreter. „Char- WAS ZUM TEUFEL?", schrie er. Charlie versuchte immer noch mich zu entkleiden. Der Mann kam herüber und zog ihn von mir runter.
„Was zum Teufel machst du da?", fragte er. Charlie brüllte wieder und stürzte auf mich los. Der Mann schaute zu mir und keuchte erschrocken auf.

„Deine Tochter?", fragte er ungläubig. Charlie war wütend und hatte nur noch Augen und Ohren für mich. Schmerzhaft sprang ich auf und schluchzte. Überall hatte ich neue Blutergüsse und mein Arm blutete. Ich schaute nicht auf meinem Arm. Ich hatte ihn mir ziemlich tief bei dem Bettgestell aufgeschnitten. Mir war todschwindelig, von seinem ganzen Hin und Hergewerfe durch den Raum. Um nicht die beginnende Migräne zu erwähnen. Ich schluchzte als der Stellvertret Charlie Handschellen anlegte und im Schlafzimmer ließ. Er kam zu mir.
„Jesus Christ", sagte er als er mich sah. Er kam auf mich zu gelaufen und ich bekam Panik.
„FASS MICH NICHT AN!", kreischte ich. Augenblicklich blieb er stehen und ging ein paar Schritte zurück.
„Du brauchst einen Arzt", sagte er. Ich schluchzte und rannte zur Tür.

„NEIN!", schrie er und rannte hinter mir her. Ich schaffte es zu Charlies Polizeiauto und setzte mich rein. Der Stellvertreter klopfte an die Fenster.
„Bleib hier", befahl er. Ich war panisch. Ich startete den Motor und er wurde panisch. Ich trat aufs Gaspedal.
„Fuck", schrie er. Ich sah wie er zu seinem Wagen rannte und das Funkgerät nahm. Ich hörte es durch Charlies Lautsprecher.
„Wir brauchen Verstärkung bei Haus der Swans", sagte er. Ich hörte einen weiteren Cop herankommen.
„Was verdammt nochmal ist passiert?", fragte er. Der Stellvertreter seufzte. Ich raste die Straße entlang, ich musste einfach hier weg.
„Ich kam gerade herein, als Charlie versuchte seine Tochter zu entkleiden und sie heftig verprügelte." Ich schluchzte stärker. Ich fuhr mittlerweile gefährlich schnell. Das Funkgerät war still.

„Sie ist in Charlies Polizeiwagen weggefahren. Sie sieht nicht gut aus. Sie muss unbedingt in ein Krankenhaus", sagte er.
„10-4", sagte die Stimme durch das Funkgerät. „Hast du ihm Handschellen angelegt?"
„Ja", sagte der Stellvertreter. „Schicke jemanden, der sie finden soll. Und sage den Jungs Bescheid", sagte er. Ich schluchzte. Die Jungs waren Em und Jazz.
„Zwei Autos sind bereits auf dem Weg."
„Danke Nancy", sagte der Mann, den ich nicht kannte. Ich zitterte und schluchzte vor Schmerz und Angst.
„Emmett und Jasper suchen nach ihr", sagte die Frau. Im Moment war mir alles völlig egal.
„Danke", sagte der Mann. „Was machen wir jetzt? Er ist der Polizeichef." Die Frau spottete.
„Jetzt wohl nicht mehr", sagte sie. „Er muss bestraft werden. Ich habe schon immer vermutet, dass er irgendetwas macht. Niemand wollte die Sorgerechtspapiere so schnell und so wütend wie er. Er war noch nicht einmal ängstlich, als er danach fragte. Nur wütend. Normalerweise brechen die Leute in Tränen aus, wenn ihre Kinder vermisst werden", sagte sie. Es war dunkel draußen, deshalb schaltete ich die Scheinwerfer ein. Ich konnte Wald auf beiden Seiten sehen und Straßen geradeaus.

Ich trat weiter aufs Gas, brachte das Auto an seine Grenzen. Es war mir egal, ob ich mit jemanden zusammen stoßen würde. Ich musste so weit weg wie nur irgend möglich von Charlie kommen. Tränen verschleierten mir die Sicht während ich fuhr. Ich ließ ihnen freien Lauf.
„Sie haben ihn aus dem Haus geholt. Er kämpft", sagte der Stellvertreter. Ich stöhnte und fuhr weiter.
„Hat irgendjemand sie schon gefunden?", fragte er.
„Nein", sagte die Frau. „Sie rufen an, wenn sie sie gefunden haben", sagte sie traurig.
„Schicke weitere Autos los. Sie wird sie selbst nur noch mehr verletzten", sagte der Stellvertreter.
„James, Kyle, John, sucht sie", sagte sie. Drei weitere Leute machten sich auf den Weg.
„Ich nehme die Hauptstraße, James du gehst nach Osten und John nach Westen", dirigierte jemand. Ich vermutete, dass es wohl Kyle gewesen seien musste. „Wir müssen sie finden", sagte er traurig.

„Jawohl", sagte ein anderer Mann. Ich raste immer noch durch die Gegend und schluchzte dabei. Ich war in Mitten von Nirgendwo.
„Dr. Cullen, seine Frau und sein Sohn suchen sie auch", sagte die Telefonistin. „Zwei Jugendliche sind bei ihnen zu Hause, falls sie dort auftauchen sollte."
„Gut. Wir werden sie finden", sagte der Stellvertreter. „Ich werde Charlie mitnehmen", sagte er düster. Niemand antwortete ihm. Als ich weinte, sah ich plötzlich etwas silbernen hinter mir aufblitzen. Ich schaute in den Rückspiegel und sah einen silbernen Volvo, der herumschleuderte. Edward. Ich trat auf die Bremse, als er parkte und aus seinem Wagen sprang. Er rannte zu mir herüber und riss die Fahrertür auf.
„Oh mein Gott", sagte er und sah völlig entsetzt aus. Ich schluchzte. Vorsichtig umarmte er mich.
„Shh. Du bist jetzt in Sicherheit. Sie haben ihn", beruhigte er mich. Ich weinte immer noch. Ich war so verängstigt und wund. Er umarmte mich und trug mich aus dem Auto hinaus. Er setzte mich in dem Kofferraum ab und betrachtete mich genauer. Ich schluchzte verzweifelt. Er seufzte und zog sein Handy heraus. Er tippte auf einige Tasten und rief jemanden an.

„Emmett", sagte er, sobald jemand abgenommen hatte. „Ich habe sie", sagte er.
„Nicht wirklich", sagte er traurig und schaute zu mir. Ich wunderte mich, was er wohl sagte.
„Um, ungefähr 10 Meilen den Highway hinunter", sagte er und schaute sich um. „In der Nähe von der kleinen Haltebucht. Du wirst uns nicht übersehen können", sagte er.
„Ok. Bye", sagte er und legte auf.
„Emmett ist unterwegs", sagte er. Ich nickte. Ich konnte nicht mit dem Schluchzen aufhören. Er umarmte mich erneut.
„Er wird in wenigen Minuten hier sein. Er ist nicht weit weg", flüsterte er. Traurig küsste er mein Haar. Verzweifelt klammerte ich mich an ihn. Er versucht mich zu beruhigen, was aber keine Wirkung zeigte. Ich war untröstlich. Edward löste ein seiner Hände von mir, als sein Handy erneut klingelte.
„Hallo?", fragte er.

„Nein, ich habe sie gefunden", sagte er.
„Ich weiß es nicht", sagte er. „Jasper müsste gleich da seien. Er wird es wissen", missbilligend verzog er die Stirn und schaute zu mir.
„Dad möchte mit dir sprechen", sagte er sanft. Edward gab mir sein Handy.
„Hallo?", fragte ich gebrochen.
„Oh, Liebling bist du ok? Hat er dich verletzt?", fragte er. Ich jammerte traurig.
„Ja", sagte ich. Er stöhnte.
„Lass das Jasper sich ansehen, wenn er da ist", sagte er.
„Ok", flüsterte ich. Ich gab es Edward zurück. Er sagte ein schnelles Auf Wiedersehen, bevor er auflegte. Ich hörte ein lautes Poltern und Emmetts riesiger Jeep kam angerast. Er trat kräftig auf die Bremse als er uns sah und sprang heraus. Edward ließ mich los als Emmett rannte.
"Emmy ", meine Stimme brach erneut. Er kam zu mir und umarmte mich. Er weinte auch.
„Oh Gott", sagte er. Ich schluchzte in seinen Armen liegend. Jasper wirkte genauso traurig und besorgt.
„Geh Emmett", sagte er. „Ich muss sie mir anschauen. Carlisle sagte, dass er sie verletzt hat." Sofort ließ Emmett mich los. Jasper kam zu mir herüber und umarmte mich.
„Oh Liebling", sagte er. Ich weinte erneut. Er legte mich vorsichtig auf den Boden. Diese Bewegung machte mich orientierungslos und mir wurde noch schwindeliger als mir ohne hin schon war, sein Blick wurde noch sorgen voller.
„Hast du dir den Kopf gestoßen?" Fragte er leise und betrachtete mich dabei genauestens. Ich nickte.
„Doll?" Fragte er.
„Ja", sagte ich, er seufzte und wendete sich an Emmett.
„Rufe einen Krankenwagen", sagte er. Emmett war total geschockt, Edward gab ihm sein Handy und Emmett wählte 911.
„Liebling, versuche bitte wach zu bleiben", sagte er leise. Ich konnte sagen, dass er in diesem Moment Angst hatte.
„Was noch?" Fragte er. Ich weinte stärker und er sah traurig aus. Wortlos zog er mein T-Shirt hoch, um die neuen Blutergüsse und Striemen zu offenbaren. Er seufzte. Emmett war mit der Telefonistin verbunden, betrachtete mich aber die ganze Zeit über. Jasper verzog missbilligend die Stirn, als er sich meine Rippen ansah.
„Das ist nicht gut", sagte er besorgt. Ich konnte beinahe nicht mehr atmen.
„Gib mir das Telefon", sagte er zu Edward. Edward rannte zu dem Jeep um Jaspers Handy zu holen. Er nahm es und wählte eine Nummer.
„Carlisle", sagte er besorgt.

„Ich glaube, er hat die Lunge punktiert", sagte er. Ich hörte Emmett vor Schrecken aufschreien. Er sprach wieder mit der Telefonistin und gab ihr das weiter, was Jasper vorher gesagt hatte.
„Kannst du richtig atmen?" Fragte er mich. Ich schüttelte den Kopf. Ich war kurz davor einzuschlafen.
„Nein", antwortete er.
„Ja bitte. Bye", sagte er und legte auf.
„Carlisle ist unterwegs", sagte er traurig. Meine Augen schlossen sich. Ich war so erschöpft, mir war so schwindelig wegen des Sauerstoffmangels und dem Kopftrauma. Panik bildete sich auf Jaspers Gesicht.
„Nein", sagte er zu mir. Ängstlich schaute er zu mir. Edward kniete sich neben meinen Kopf. Er beobachtete mich genau.
„Nicht schlafen", befahl er. Ich versuchte die Augen offen zu halten. Er lächelte mir aufmunternd zu. Emmett kam auch zu uns herüber. Er setzte sich neben mich und wirkte völlig ängstlich. Ich hatte ihn bis jetzt noch niemals so ängstlich gesehen.
„Stirb nicht", sagte er leise. Sein Kinn bebte.
„Das wird sie nicht", sagte Jasper nachdrücklich. Er beobachtete mich genau. Er verzog missbilligend die Stirn, über irgendetwas was er bei mir sah.
„Hat er...", seine Stimme brach. Ich schaute zu ihm. Er und die beiden anderen starrten schockiert auf die neuen Blutergüsse auf meinen Hüften, wo er gewaltsam versucht hatte mich nach unten zu drücken.
„Nein", sagte ich. Emmett seufzte erleichtert. „Er hat es versucht", sagte ich düster. Emmett stöhnte.
„Fuck!" Schrie er. Edward nahm das Telefon von ihm und sprach mit der Telefonistin. Genau in diesem Moment, hörte ich ein Auto, das sich uns näherte.
„Jasper?" Rief Carlisle.
„Hier drüben!" Schrie er zurück. Ich hörte wie jemand zu uns gerannt kam. Carlisle und Esme erschienen an meiner Seite. Carlisle schob jeden aus dem Weg. Er schaute sich meine Rippen an und seufzte.
„Ich denke, du hast Recht", sagte er zu Jasper. Er seufzte.

„Ein Krankenwagen ist unterwegs", sagte Jasper. Carlisle nickte.
„Sie sollten sich besser beeilen", sagte er traurig. Esme gab einen erstickten Laut von sich und sah völlig entsetzt aus. In dem Moment, als Carlisle dies sagte, hörte ich Sirenen auf uns zukommen und konnte auch Blaulicht sehen. Ein Krankenwagen und zwei Polizeiwagen kamen angefahren. In dem einen war der Stellvertreter mit einem anderen Mann, in dem anderen Auto saßen zwei mir unbekannte Personen. Alle außer dem Stellvertreter sahen schockiert aus.
„Scheiße!" Sagte einer von ihnen. Alle waren jung, ungefähr Mitte zwanzig. 3 Sanitäter kamen zu mir. Einer redete traurig mit Carlisle, während die anderen beiden versuchten mich auf die Trage zu legen. Jasper folgte ihnen in den Krankenwagen. Emmett rannte zu seinem Jeep und Edward zu seinem Volvo. Esme und Carlisle gingen zu ihrem Mercedes. Die Sanitäter rasten mit mir davon.

Liebes, kannst du mich hören?", fragte eine weibliche Stimme, ich war immer noch am Weinen.
„Ja", sagte ich gequält, was ihr ein lächeln entlockte, zwar ein besorgtes aber ein lächeln.
„Wir müssen deine Kleider aufschneiden", sagte sie, ich war nicht in der Lage ihr zu Antworten. Der Mann gab ihr eine Schere und vorsichtig schnitt sie zuerst mein Shirt auf und danach die Pants. Sie ließen mir meinen BH und meine Unterhose. Jasper hielt meine Hand. Meine Rippen waren von dunklen Flecken übersät, der blick der Frau huschte besorgt über meinen Körper.
„Liebes, was ist passiert?" Fragte sie mich. Ich seufzte.
„Er hat mich geschlagen", sagte ich nur. Missbilligend verzog sie die Stirn.
„Womit?" Fragte sie mich, ich seufzte schmerzhaft auf, konnte sie mich nicht einfach in Ruhe lassen.
„Er hat mir sein Knie in die Rippen gerammt", flüsterte ich. Jasper wirkte wütender als jemals zuvor, er küsste zur Beruhigung meine Wange.
„Ihre Lunge ist perforiert", sagte er leise. Sie nickte verstehend.
„Das hat Dr. Cullen auch gesagt", sagte sie. Jasper nickte.

„Du brauchst eine Infusion", sagte sie und kam mit einer Nadel auf mich zu doch davor schreckte ich panisch zurück. Jasper verdeckte mir die Sicht auf die Nadel, aber ich fühlte wie sie zu stach und ich dann an eine Maschine angeschlossen wurde. Sie hob meinen anderen Arm an, wo sofort eine klaffende Wunde zum Vorschein kam. Ich schaute weg. Jasper knurrte wütend. Sie legte Gaze auf die Wunde und fixierte sie mit Klebeband. Der Mann achtete auf meine Vitalfunktionen. Ich konnte sein Gesicht nicht sehen. Er schaute auf einen Monitor.
„Irgendwelche medizinischen Probleme?" Fragte er Jasper.
„Nein", sagte er. Er verzog missbilligend die Stirn.

„Ihr Puls ist schwach", sagte er. Jasper seufzte. Mir war sehr schwindelig. Jasper beobachtete mich weiter. Wir erreichten jetzt das Krankenhaus. Jasper stand als erster auf und sprang heraus. Die anderen beiden schoben mich auf der Trage hinaus und hinein in die Notaufnahme. Carlisle, Emmett, Esme und Edward waren bereits dort und warteten auf uns. Carlisle trug seine Arbeitsbekleidung. Die anderen drei saßen auf Stühlen im Wartebereich. Jasper folgte uns wortlos in einen der Schockräume. Carlisle hatte bereits ein Team um sich versammelt. Überall waren Krankenschwestern. Jasper wirkte traurig, als er Handschuhe und einen Mundschutz anzog.
„Geh und schau nach, ob wir röntgen können", sagte er zu einer Krankenschwester. Sie rannte los.
„Bella?" Fragte Carlisle. Müde schaute ich zu ihm. Er sah so aufgebracht aus.
„Versuche so lange wach zu bleiben, wie du nur kannst", sagte er. „Du hast dir deinen Kopf gestoßen."
„Okay", sagte ich. Er lächelte traurig. Die Krankenschwester kam zurück.
„Es ist alles vorbereitet", sagte sie. Carlisle nickte.

„Lass uns gehen", sagte er. Ich wurde aus dem einen Raum rausgeschoben und in einen anderen Raum rein. Jasper und Carlisle kamen mit mir herein, ein Röntgenspezialist wartete dort bereits auf uns. Sie gab den beiden Schutzwesten. Ich lag auf einem Tisch und es wurden verschiedene Röntgenaufnahmen von mir gemacht. Jasper wartete auf die Aufnahmen, während Carlisle mich zurück schob. Traurig küsste er meine Wange.
„Jetzt bist du sicher", sagte er. Ich nickte. Ich hatte ziemliche Schmerzen. Er brachte mich zurück in den Raum, wo bereits die Krankenschwestern irgendetwas vorbereiteten. Vorsichtig nahm er meinen aufgeschnittenen Arm.

„Ich muss das nähen", sagte er. Ich zuckte zurück. Mitfühlend lächelte er mir zu.
„Schau weg", sagte er. „Lokale!" Sagte er zu der Krankenschwester. Diese kam mit einer Spritze herüber. Carlisle injizierte sie vorsichtig in meinen Arm. Ich fühlte, wie er anfing taub zu werden. Er begann sorgfältig und kompliziert mit dem Nähen. Er war sehr erfahren darin. Als er fertig war, legte er etwas Gaze auf den verletzten Arm und klebte es fest. Er lächelte mir traurig zu und gab mir einen Kuss auf den Kopf.
„Gut gemacht", lobte er. Jasper kam zurück zu uns und hielt meine Röntgenaufnahmen in den Händen. Carlisle nahm sie und hing sie an die Wand. Jasper seufzte.
„Es ist ein glatter Bruch", sagte er glücklich. „Nur eine geringfügige Perforation. Nicht allzu schlimm. Ein wirklich kleiner Kollaps. Es ist noch nicht einmal störend (It's not even worth interfering) „, sagte er. Er kam zu mir herüber und gab mir einen Kuss auf den Kopf. Carlisle bestätigte Jaspers Behauptung und lächelte.

„Wir sind sicher", sagte er. Ich lächelte traurig.
„Ich bin so müde", sagte ich. Er verzog missbilligend die Stirn.
„Carlisle, machen wir ein CT?" Fragte er. Carlisle seufzte.
„Ich wollte es", sagte er. Ich wurde wieder rausgeschoben und mir wurde gesagt, dass ich still liegen bleiben sollte während des Scans. Es war etwas beängstigend, aber nicht allzu schlimm. Als es fertig war, wirkte Jasper erleichtert.
„Bis jetzt nichts", sagte er. Carlisle nickte. Sie schoben mich zurück in den Schockraum.
„Weckt sie alle paar Stunden", sagte er. Jasper nickte.
„Bleibt sie hier?" Fragte Jasper leise.
„Es ist deine Entscheidung. Wir müssen nur sicherstellen, dass ihre Rippen richtig justiert sind. Sie wird noch wunder sein wie sonst irgendetwas", sagte er. Jasper nickte und schaute zu mir.

„Möchtest du hier bleiben?" Fragte er mich leise. Schmerzhaft zuckte ich mit den Achseln.
„Es ist mir wirklich egal", sagte ich. Er lächelte.
„Wir werden dich dann mit nach Hause nehmen", sagte er. „Emmett ist bereits schon panisch." Ich verzog missbilligend die Stirn. Ich hasste es, ihn so verärgert zu sehen. Er schaute zu Carlisle.
„Bella, dies wird wehtun", sagte er. Ich seufzte und nickte. Er wirkte verärgert als er zu mir kam und vorsichtig auf meine Brust drückte. Ich schluchzte. Es tat höllisch weh. Jasper sah auch gequält aus. Er hielt meine Hände. Carlisle übte weiterhin vorsichtig Druck aus, der mittlerweile extrem schmerzhaft war und mich laut schluchzen ließ. Als er fertig war, lächelte er traurig.
„Gut gemacht", sagte er. Ich hatte immer noch die Infusion in meiner Hand. Jasper kam herüber und zog es heraus. Ich konnte mich jetzt nicht bewegen. Ich litt Qualen. Carlisle kam zu mir und gab mir eine weitere Dosis. Ich wimmerte, hielt meinen Arm aber entspannt. Freundlich lächelte er mir zu.

„Du wirst dich in ein paar Minuten besser fühlen", sagte er. Ich nickte. Ich war so müde. Jasper seufzte. Er kam herüber und küsste meine Wange.
„Schlaf jetzt", sagte er sanft. Ich hinterfragte es nicht, sondern schloss meine Augen und schlief augenblicklich ein.