Lang, lang ist's her °gg° Also heute gibt's mal wieder ein Update. Im letzten Kap hab ich noch davon geredet, jedem Spoiler aus dem Weg gegangen zu sein, und nun? Ich hab die englische Version in 3 Tagen verschlungen... Bevor das Kapitel losgeht, danke an Shino4512! Besser eins, wie keins, danke für dein Review :-)
So, und nun genug gelabert, viel Spaß
Heute back ich, morgen brau ich
Ein Mann mit buckligem Rücken stieg die knarzenden Treppenstufen hinauf. Mit gemischten Gefühlen näherte er sich dem Saal, er hatte gute und schlechte Nachrichten, wobei er hoffte, dass die guten seinen Meister zufriedenstellen würden. „Lumos!", flüsterte er und ging den dunklen Gang nach links, vorbei an der kleinen Bibiliothek und dem Badezimmer. Am Ende des Ganges war der Saal. Die Tür war einen Spalt breit geöffnet und der Mann konnte hören, wie zischelnde Stimmen hindurch drangen, er verstand rein garnichts.
Er klopfte kurz gegen die Tür und das Zischeln verstummte.
„Ah, Wurmschwanz, komm rein."
Wurmschwanz kam der Bitte seines Meisters nach und betrat den Saal. Ihm schoss der Gedanke durch den Kopf, was der Lord an diesem Haus so besonders fand, es war alt, schmutzig und schäbig.
„Na, na, na, Wurmschwanz. Seit wann hast du so abfällige Gedanken gegenüber unserem bescheidenen Heim?" Voldemorts Stimme klang keineswegs belustigt und schon garnicht nett.
Wurmschwanz zog es vor, einfach nichts zu antworten und anscheinend war es genau die richtige Entscheidung.
„Steh nicht so blöd herum, setz dich hin und berichte, du verschwendest meine Zeit!", zischte Voldemort gereizt, nachdem Pettigrew fast eine Minute lang schweigend dagestanden und den Blick seines Meisters gemieden hatte.
„Oh, ja, mein Lord." Schnell zog sich Wurmschwanz einen Stuhl heran, mied aber weiterhin den Blick Voldemorts, der sich nun etwas Elfenwein in einen Kelch von einem Hauselfen gießen lies. „Ich habe Neuigkeiten-"
„Das hoffe ich für dich", fiel ihm Voldemort ins Wort.
„Die Nachforschungen sind voran gekommen, der letzte Ort an dem Slughorn sich aufhielt, wurde ausgemacht. Es ist ein Muggelhaus, im Westen von Schottland. Leider haben MacAllester und Finch keine Spuren gefunden." Wurmschwanz sprach sehr schnell um es möglichst bald hinter sich zu haben.
Voldemorts Miene wurde von undeutbar zu sauer. „Und?", fragte er drohend.
„Wir haben ein Tagebuch gefunden." Voldemort öffnete schon wütend den Mund, doch Wurmschwanz fuhr hastig fort: „Von Slughorn. Es ist verzaubert und magisch gesichert, es ist nichts lesbar, doch MacAllester hat es überprüft, es steht etwas drin."
„Wo habt ihr es gefunden?"
„Im Elternhaus von Slughorn, es war gut versteckt."
„Was habt ihr sonst noch gefunden?"
„Mehrere Bücher, die mit demselben Zauber geschützt sind, wie das Tagebuch, außerdem ein altes Taschenmesser mit einem goldenen Elfen drauf."
Voldemort sah neugierig auf.
„Wir konnten es nicht berühren, es hat einen Schutz", seufzte Wurmschwanz.
„Wo steht dieses Haus?"
„Ebenfalls in Schottland, in einer Stadt namens Aberfeldy, eine Muggelgegend. Es leben keinerlei Zauberer oder Hexen dort. Wir waren überrascht, dieses Haus dort vorzuf-"
„Ja, ja, schweig, Wurmschwanz, ich muss nachdenken", unterbrach der Lord ihn unwirsch. „Wie lange ist es noch dunkel?", fragte Voldemort dann plötzlich. Wurmschwanz zuckte zusammen.
„Knapp drei Stunden, mein Lord", antwortete Peter hastig mit einem Blick nach draußen durch das schmutzige Fenster.
„Veranlasse die Dementoren, sich zu sammeln, Wurmschwanz, dann schick Greyback zu mir. Nein, besser noch Snape. Wir sollten es eleganter angehen, also lass die Dementoren weg."
„Ja, mein Lord." Pettigrew nickte. Es erleichterte ihn ungemein, dass er weder Greyback noch irgendwelchen Dementoren gegenübertreten musste.
„Gut, und jetzt verschwinde. Nein, halt, wo habt ihr die Bücher und das Messer?" Es klang, als wüsste Voldemort schon die Antwort.
„Noch im Haus, Finch hat es gesichert."
„Sein Glück", murmelte Voldemort. „Was ist mit dem Hauselfen von Slughorn?"
„Wir konnten ihn nicht finden, es scheint, als hätte der Alte dafür gesorgt, dass er sich versteckt."
„Nun gut. Eins noch, dann bist du entlassen. Wie laufen die Vorbereitungen für die Ministerwahl?"
„Bisher läuft alles wie geplant, unser Kandidat sollte keine Probleme haben."
„Gut, was ist mit McJugson, weigert er sich immer noch, seine Aufgabe zu erfüllen?"
„Nein, mein Lord, er hat endlich eingesehen, was gut für ihn ist. Er arbeitet bereits daran die Kam-"
„Sehr gut, dann sieh zu, dass er schnell damit fertig wird, ich möchte diese Sache noch bis spätestens Weihnachten erledigt haben, und jetzt verschwinde, Wurmschwanz", unterbrach ihn Voldemort erneut und deutete mit dem Zauberstab zur Tür.
Pettigrew stand auf und verließ schnell den Saal, einen letzten Blick nach rechts zum Fenster werfend, unter dem nun die glatte Haut Naginis im hereinscheinenden Mondlicht glitzerte.
-#-#-
„Hey, Harry, ich soll dir das hier geben."
Harry nahm die kleine Pergamentrolle von Collin Creevey entgegen, Hermine und Ron blickten neugierig zu ihm. Es war Sonntagabend und Harry wollte sich eigentlich gerade auf den Weg zu Dumbledores Büro machen.
„Was steht drin?", fragte Hermie ungeduldig. Er öffnete schnell die Pergamentrolle, die Schrift kam ihm bekannt vor, Ron und Hermine beugten sich über seine Schulter und lasen mit.
Lieber Harry,
es tut mir Leid, doch leider muss ich unsere Stunde ausfallen lassen. Den Grund erfährst du nächsten Sonntag. Nutze die Zeit trotzdem sinnvoll und bitte Miss Hopkin um eine weitere Okklumentikstunde, ich denke es ist nicht falsch, dein Können weiter voranzutreiben.
Verbleibe wohl und drück dem Orden und mir die Daumen,
dein Albus Dumbledore.
„Was meint er wohl damit, ‚dem Orden und ihm die Daumen zu drücken'?", dachte Hermine laut nach. Harry und Ron zuckten ahnungslos mit den Schultern.
„Ich werd es wohl spätestens nächsten Sonntag von ihm erfahren", meinte Harry nur und dachte daran, jetzt noch Okklumentik zu trainieren. „Wo ist Laura?", fragte er Hermine.
„Sie ist mit Ginny und Luna draußen. Das wundert mich sowieso, Ginny hatte ihren Besen dabei", antwortete Hermine und verfiel dann in Schweigen.
Bei Harry dämmerte etwas und er bekam ein schlechtes Gewissen, er hatte Laura versprochen, ihr das Fliegen auf einem Besen beizubringen, im Gegenzug für Okklumentik. Und nun saß er hier und tat rein garnichts. Das musste er unbedingt nacholen, am besten noch vor dem ersten Quidditchspiel der Saison gegen Slytherin, ihm blieb also nicht mehr viel Zeit. Genauso blieb Harry und den beiden nichts anderes übrig, als auf Laura und Ginny zu warten. Heute Abend wollten sie (eigentlich nachdem Harry von Dumbledores Unterricht zurückgekommen wäre) gemeinsam den Trank gegen Harrys Ohnmachtsanfälle brauen.
Wirklich wohl war Harry bei dem Gedanken daran nicht, er hatte mitbekommen, wie sich Laura und Hermine immer wieder leise stritten und wenn er dann nach dem Grund fragte, spielten sie ihm die heile Welt vor. Er hatte es im Gefühl, dass dieser Trank nicht ungefährlich war.
Er schob den Gedanken beiseite, spätestens gegen Mitternacht würde es ohnehin wissen.
„Wisst ihr, was hier steht?", holte Hermine Harry nun ganz und gar aus seinen Grüblereien. Sie las die Abendausgabe des Tagespropheten.
„Nein, nicht wirklich", antwortete Ron, er klang nicht sehr interessiert. Hermine warf ihm einen Blick zu der Bände sprach, dann schaute sie zu Harry und hoffte auf mehr Interesse.
Er sah sie auffordernd an. „Die Kandidatensuche für die Ministerwahl ist beendet worden. Laut diesem Artikel hier beginnt ab nächster Woche der Wahlkampf und am Sonntag soll der neue Minister dann vorgestellt werden."
„Ich dachte, wir haben schon einen neuen?", fragte Harry verwundert. „Scrimgeour, oder wie der hieß."
„Nein, aber der steht zur Wahl, genauso wie ein gewisser Ludovic Krustow und irgendeine Devo-", Hermine brach mitten im Satz ab.
„Ist das die Mutter der Schulsprecherin?", fragte Harry.
„Ja, und das ist noch längst nicht alles", meinte Hermine finster, „Ihr Mann ist ein Todesser, genauso wie der ganze Rest dieser Familie. Es würde mich nicht wundern, wenn diese Devoty auch eine ist."
„Die ist doch aus Slytherin, oder? Die Schulsprecherin mein ich", meldete sich nun auch Ron zu Wort.
„Was nichts heißen muss", antwortete Harry und fing sich einen ungläubigen Blick von Ron ein. „Nur weil sie in Slytherin ist, muss sie keine Todesserin sein, Ron."
Ron erwiderte nichts, schaute Harry aber immer noch ungläubig an.
„Na ja, ist ja jetzt auch egal, wir werden's ja dann nächstes Wochenende sehen, wer Zaubereiminister- oder ministerin wird." Hermine rollte den Tagespropheten zusammen und stopfte ihn in ihre Tasche. Im nächsten Moment schlüpften Laura und Ginny durch das Porträtloch. Beide sahen ziemlich abgekämpft aus und Harry fand, das Laura sehr blass wirkte.
„Wir sind schnell duschen, dann kann es losgehen", meinte Ginny zu Harry und dann verschwand sie mit Laura zu den Waschräumen der Mädchen. Harry war sich sicher, das Laura etwas wacklig auf den Beinen war.
„Habt ihr schon eine Idee, wie ihr an die restlichen Zutaten kommt?", fragte Hermine beiläufig. Darüber hatte Harry noch garnicht nachgedacht. „Das ist nicht dein Ernst. Oh, ich seh schon, doch, es ist dein Ernst", beantwortete sie sich ihre Frage selbst, nachdem sie Harrys Gesicht sah.
„Wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich nicht mal, was die anderen Zutaten sind, ich weiß nicht mal, wie der Trank überhaupt heißt, na ja, ich wusste es mal, aber..." Harry beendete seinen Satz nicht.
Hermine hob ihre Augenbrauen und murmelte irgendetwas in sich hinein, das verdächtig nach „Typisch Jungs" klang. Eine Zeit lang sagte keiner der drei etwas. Ron war in seine Hausaufgaben vertieft, Hermine schien über etwas nachzudenken und Harry beobachtete geistesabwesend Katie Bell und ihre Freundinnen. Sie schienen die ganze Zeit etwas zum Kichern zu haben, fand er. Katie bemerkte seinen Blick und winkte ihm fröhlich zu, Harry grinste, dann suchte er sich ein neues Beobachtungsopfer.
Und das kam gerade wieder in den Gemeinschaftsraum, direkt auf ihn zu und, das Beste wie er fand, frisch geduscht. Ginny setzte sich neben Harry, er roch den Duft ihres Shampoos. Laura ließ sich neben Hermine fallen.
„Ähm, Laura, wie ist das mit dem Rest der Trankzutaten, hast du die schon?", fragte Harry sie. Ihr Gesicht ähnelte nun dem von Harry vor zwanzig Minuten. „Ups!", sagte sie.
Hermine seufzte. „Ihr braucht garnicht daran denken, bei Snape ins Büro einzubrechen, da mach ich nicht mit."
-#-#-
„Oh, wenn uns jemand erwischt, sind wir so dran. Dann fliegen wir von der Schule."
„Sei still Hermine, sonst hört uns Peeves oder Filch", zischte Harry.
Mit der Karte der Rumtreiber in der einen und dem Zauberstab in der anderen Hand schlichen Harry und Hermine unter dem Tarnumhang verborgen durch die verlassenen Gänge Hogwarts. Während Laura und Ginny schon mal die Vorbereitungen für das Brauen des Trankes in dem Raum wo sie Harry Okklumentikunterricht gab trafen, sollten die beiden in Snapes Büro einbrechen und die restlichen Trankzutaten „besorgen".
„Wo ist Snape?", fragte Hermine, ihr Stimme klang, als könnte er jeden Moment um die Ecke springen.
„Bei-", Harry stockte, „Er ist bei Hagrid." Harry blieb stehen, doch Hermine lief weiter, der Tarnumhang flatterte über Harrys Kopf und machte ihn sichtbar. „Was macht Snape bei Hagrid?"
„Weiß ich nicht", antwortete Hermine und machte einen Schritt zurück zu Harry. „Und um ehrlich zu sein ist es mir auch gerade vollkommen egal. Ich wette, Snape hat sein Büro tausendfach gesichert."
„Deswegen brechen wir auch nicht in sein Büro ein, denkst du ich bin lebensmüde? Ach, sag lieber nichts. Wir nehmen uns das Klassenzimmer für Zaubertränke vor, dort gibt es doch auch einen Vorratsschrank."
„Ja, aber der ist für Schüler, Harry, dort ist nicht alles drin. Bei unserem Glück nicht eine einzige Zutat."
„Hermine, dir fehlt einfach die positive Einstellung." Hermine schnaubte, Harry grinste.
„Für das Klassenzimmer wird wohl ein Alohomora reichen, oder?"
„Hmm, vielleicht."
Die beiden schlichen weiter, Harry schaute immer wieder argwöhnisch auf den kleinen Punkt, der mit Snape beschriftet war. Er hielt sich immer noch in Hagrids Hütte auf, Harry wüsste nur zu gern, was Snape von Hagrid wollte. Vor dem Klassenzimmer angekommen, musste Harry seine Grüblereien beenden, Hermine murmelte den Alohomora und das Türschloss klickte. Der stopfte die Karte in seine Hosentasche, ohne sie zu löschen, dann betrat er gemeinsam mit Hermine das dunkle Klassenzimmer.
Die Zauberstäbe erleuchteten nur spartanisch den Kerker. Hermine eilte zielstrebig die Reihen entlang auf den Vorratsschrank zu, während Harry die Tür schloss und die Karte auf einem Tisch wieder ausbreitete.
Harrys Herz machte einen Hüpfer, der Punkt bei Hagrids Hütte der mit Snape beschriftet war, hatte die Hütte verlassen und wanderte nun zielstrebig auf das Schlossportal zu.
„Ähm, Hermine?"
„Was ist? Ich bekomm den Schrank nicht auf, er ist gesichert."
„Snape", Harry linste erneut auf die Karte, „hat soeben die Schule betreten. Wo können wir uns verstecken?" Den letzten Satz brachte Harry eilig über seine Lippen. Er löschte die Karte, sah noch, wie der kleine, schwarze Punkt die Treppe hinunter zu den Kerkern nahm und löschte dann das Licht an seinem Zauberstab. Hermine eilte zu Harry und dann verborgen sich beide unter dem Tarnumhang, gedrängt unter eine der Schulbänke. Er konnte hören, wie Hermine schnell atmete, ganz so als ob sie hunderte von Metern gerannt wäre.
Beide hörten Schritte. Dann öffnete sich knarzend die Klassenzimmertür, schwaches Fackellicht schimmerte für einen kaum wahrnehmbaren Moment ins Klassenzimmer, dann hörten Harry und Hermine, wie sich die Tür wieder schloss und jemand die Reihen entlang nach vorne ging. Harry erkannte Snapes Umhang auf der Stelle, und das obwohl er zusammengedrückt unter einem der Tische hockte und sich weder bewegen, noch in Luft auflösen konnte.
Snape schien irgendetwas am Vorratsschrank zu machen, denn er blieb vorn stehen, Harry hörte aber, wie er leise etwas murmelte. Er sah zu Hermine, inzwischen hatte Snape auch die Fackeln im Klassenzimmer entzündet und so konnte Harry ihr Gesicht erkennen. Doch Hermine schien mit den Gedanken woanders zu sein. Snapes Murmeln hörte auf und Hermine sah aus, als hätte sie wie im Unterricht DIE Lösung für irgendeine Schulaufgabe.
Harry sah sie fragend an, doch sie schüttelte mit dem Kopf und deutete dann mit dem Zeigefinger auf ihre Lippen. Es wäre Harrys letzte Idee gewesen, jetzt mit flüstern anzufangen...
Die Minuten vergingen, was direkt Snape noch machte, konnte Harry nicht erkennen, doch dann endlich, ihm kam es vor wie Jahre, löschte Snape die Fackeln und verließ schnellen Schrittes das Klassenzimmer. Harry atmete laut hörbar aus und kroch unter dem Tisch hervor.
„Man, war das knapp!", er streifte sich den Tarnumhang ab und breitete schnell die Karte der Rumtreiber aus, um zu sehen, wo Snape sich nun aufhielt. Doch der Punkt von Snape lief nun durch die Große Halle.
„Ich hab mächtig was gut bei euch, ich hoffe das wisst ihr", sagte Hermine und ging wieder zum Vorratsschrank. Auch sie murmelte nun kurz etwas und SCHWUPPS machte es klick und die Schranktür sprang auf. „Ich hätte wissen müssen, dass Snape ihn mit einem Passwortzauber verschlossen hat, nur das Passwort wundert mich etwas." Hermine grinste auf einmal.
„Was denn für eins?"
„Da kommst du nie drauf", meinte sie nur weiterhin grinsend und wühlte dann in den verschiedenen Schüsselchen und Pappschachteln. Nachdem sie die Minzeblätter und die Somnusknollen gefunden hatte, bückte sie sich und öffnete eine weitere Schachtel. Harry stieg ein sehr süßlicher Geruch in die Nase.
„Nun sag schon, was ist sein Passwort?"
„Nein", sagte Hermine und nahm sich irgendwelche Kräuter aus der Schachtel. „So, das dürfte reichen, machen wir, dass wir hier wegkommen." Sie schloss den Schrank und zielte mit dem Zauberstab auf das Schloss, dann flüsterte sie leise etwas und der Vorratsschrank war wieder mit einem Passwortzauber geschützt.
Harry wusste, dass sie absichtlich leise gesprochen hatte. Er hätte nur zu gern gewusst, was Snape für ein Passwort wählen würde. Die beiden gingen zu dem Tisch, auf dem Harry die Karte ausgebreitet hatte, er zeigte mit dem Zauberstab darauf, seine Augen fanden sofort den Snape beschrifteten Punkt, nun im Büro von Professor Kilton. Harry hob kurz die Augenbrauen, dann sagte er: „Unheil angerichtet".
-#-#-
Als Harry und Hermine ohne Probleme in dem Raum ankamen, wo Harry und Laura Okklumntentik übten, hatten sie und Ginny schon alles vorbereitet. Der Kessel stand bereit, ebenso das Buch in dem der Trank samt Zubereitungsanleitung drinstand und dem Glas mit den Baldrianwurzeln.
„Da seid ihr ja endlich, wir dachten schon ihr wärt erwischt worden. Also, habt ihr alles gefunden?"
„Ja, hier." Hermine drückte Laura die Zutataten in die Hand, dann ging sie zu dem Kessel und entzündete darunter ein Feuer, danach nahm sie sich das Buch.
„Ich geh schlafen, ich bin hundemüde. Viel Glück, Harry, kann ich den Umhang und die Karte haben?", fragte Ginny und rieb sich müde die Augen. Harry nickte und zog die Karte aus seiner Hosentasche und warf ihr den Umhang über.
„Schlaf gut, bis morgen." Er gab ihr einen Kuss dann lies er den Umhang los und Ginny verschwand in Richtung Gryffindor-Gemeinschaftsraum.
„Und du bekommst das hin, Hermine?"
„Ja, dürfte nicht schwer werden. Hier steht, dass die Zubereitung knapp eine Stunde in Anspruch nimmt und dass der Trank dann noch eine halbe ziehen muss. Also wären wir ungefähr um kurz nach Mitternacht fertig."
Harry schaute mehr aus Gewohnheit auf die Stelle an seinem linken Arm, wo normalerweise seine Armbanduhr war, doch die Uhr war ja weg.
„Ihr habt nicht zufällig mal irgendwo meine Uhr gefunden?", fragte er die zwei Mädchen. Beide schüttelten die Köpfe.
Harry lies sich in einen Sessel fallen und sah Hermine zu, wie sie die einzelnen Zutaten dem Trank beigab. Laura schnitt an irgendwelchen Knollen herum und drückte den Saft heraus.
Es zischte bedrohlich, als Hermine die Wurzlen hineingab, denn die sollten laut Buch ganz zu Anfang in den Trank, um über die ganze Zeit ihre volle Wirkung zu entfalten. Anfänglich schimmerte der Trank noch hellblau doch die Farbe änderte sich stetig ins Dunklere. Das Feuer unter dem Kessel knisterte munter.
Aber Harry nahm das alles nicht wirklich wahr, was die zwei Mädchen da machten, er war in Gedanken ganz woanders. Er war froh, dass Hermine eine so schlaue Hexe war, denn er selbst hätte diesen Zutatenschrank wohl nicht aufbekommen. Es wunderte ihn sowieso, woher Hermine das Passwort wusste und wieso Snape das Klassenzimmer aufgesucht hatte. Auch hätte er den Trank wohl nicht so perfekt zubereiten können wie sie oder Laura.
Noch mehr wunderte ihn nur der Besuch von Snape bei Hagrid. Er müsste wohl Hagrid demnächst mal einen Besuch abstatten, Hagrd verplapperte sich schnell mal... Vielleicht würde sich nach dem Quidditchspiel die Gelegenheit bieten.
Er driftete ab, schloss die Augen und hörte von fern nur das Rühren von Hermine im Kessel, oder wie Laura etwas fallen lies, dann schlief Harry ein.
Stunden später, wie es ihm vorkam, stupste ihn jemand an und sagte irgendwas laut.
„Harry, der Trank ist fast fertig. HARRY, wachst du jetzt gefälligst auf!"
Er riss die Augen auf und starrte in Hermines Gesicht. Schnell rappelte er sich auf, Laura grinste nur.
„Du musst ihn jeden Abend vor dem zu Bett gehen trinken, ich hab ihn in acht Gläser gefüllt, für jeden Abend eins, eine Woche dürfte reichen. Auf keinen Fall darfst du den Trank dann weiter nehmen, hast du mich verstanden?"
„Ja, geht klar, Hermine."
„Versprich es mir."
Harry, der sich wunderte, warum Hermine das so wichtig war, sagte: „Ja, ich versprech es dir, soll ich das Zeug jetzt trinken?" Sie gab ihm eines der Gläser, der Trank hatte einen violetten Farbton und ein magisches Glitzern ging von der Flüssigkeit aus. Er leerte es in einem Zug, es schmeckte wie Hustensaft – scheußlich!
„Und das gressliche Zeug muss ich jetzt jeden Abend trinken?"
„Wenn du nicht mehr Ohnmächtig werden willst, schon", antwortete Laura leichthin.
Die drei räumten den Kessel und alles andere noch auf, dann machten sie sich auf den Weg zum Gemeinschaftsraum. Harry fühlte sich, als er in seinem Schlafsaal ankam, ziemlich schwach. Er hätte schwören können, dass der Trank Schuld war, doch viel konnte er nicht mehr machen. Noch bevor er sich seinen Pyjama angezogen hatte, war er auf seinem Bett eingeschlafen.
Okay, wieder eins geschafft und wieder die Bitte für ein paar Reviews. Zumindest ein: "Ich hab's gelesen, war gut/ schlecht, weil...""Lass den Käse einfach...", einfach nur ein Zeichen, dass ihr es gelesen habt, ich wäre euch sehr dankbar dafür!oder
Grüße TyBmaN :-)
