Er hatte so viele Fragen.
Sie hatte gehofft, ein kurzer Blick in die Abteilung der Sitte würde ihn überzeugen, dass es wirklich nichts Faszinierendes hier gab. Sie hätte nicht falscher liegen können.
Castle wollte alles wissen. Er wollte etwas über das Dezernat erfahren. Er wollte wissen, was sie den ganzen Tag machte, was ihre Lieblingsaufgaben waren, was sie zu Mittag aßen.
Anfangs war sie geschmeichelt - er war ihr Lieblingsautor, und selbst wenn er es nicht wäre, jeder gut aussehende Mann, der so viel Interesse an ihr zeigte, hätte wohl die gleiche Wirkung auf sie gehabt. (Zumindest erzählte sie sich das selbst.)
Aber es wurde schnell anstrengend, dieser unendliche Strom von Fragen, seine nie nachzulassende Energie. Außerdem waren einige seiner Nachfragen wirklich unsinnig und Kate war noch nie der geduldige Typ gewesen.
Als er dann fragte, ob sie täglich Donut-Lieferungen bekamen, beschloss sie, dass es genug war.
„Okay, Castle. Ich denke, wir können jetzt vielleicht aufbrechen."
„Was?", rief er aus, jammernd wie ein kleiner Junge. „Aber ich habe noch nichts gesehen!"
„Willst du mich verarschen? Was haben wir denn die letzte halbe Stunde gemacht?"
Er öffnete den Mund, ein rebellischer Ausdruck auf seinem Gesicht, aber sie gab ihm keine Chance zu antworten. „Vielleicht hättest du aufhören sollen, mir Fragen zu stellen, wenn du eigentlich alles erkunden wolltest, Castle. Jetzt ist deine Zeit abgelaufen. Komm schon."
Sie drehte ihm den Rücken zu, ging ein paar Schritte in Richtung des Aufzugs und warf einen Blick zurück über ihre Schulter. Er bewegte sich nicht.
„Ich kann dich dazu bringen, weißt du", sagte sie mit ausgeglichener Stimme, trotz ihrer Müdigkeit.
„Das ist heiß", grinste er und sie verdrehte die Augen.
„Castle."
„Wie wäre es mit einem Kompromiss? Du zeigst mir eine letzte Sache und dann werden wir gehen."
Es war so nervig, wie er ständig um Dinge verhandelte. Aber er schmollte und machte ihr schöne Augen und-
„Und wir werden dann wirklich gehen? Ich will dich nicht dazu zwingen müssen?"
„Versprochen", sagte er eifrig, sein Gesicht strahlte, selbst im Halbdunkel. Sie hatte die Lichter ausgelassen, wollte nicht, dass ihre Anwesenheit bemerkt wurde, aber es schien, als würde Castle das gerade besonders lieben, die Geheimniskrämerei, das Hereinschleichen.
Da soll einer schlau draus werden.
„Gut", gab sie mit einem Seufzer nach. „Was willst du sehen?"
„Habt ihr einen Schießstand?"
Oh nein. „Ich nehme dich nicht mit zum Schießstand, Castle."
„Du hast gesagt-"
Sie trat näher und fing sein Ohr zwischen zwei Fingern, drehte kräftig.
„Au au au au - das tut weh, Kate bitte-"
Sie lockerte ihren Griff, ließ aber nicht ganz los. Er musste es lernen. „Ich nehme dich nicht mit zum Schießstand, weil ich dich kenne - du wirst schießen wollen. Und da besteht absolut keine Chance, dass ich dich um elf in der Nacht meine Waffe abfeuern lasse. Oder überhaupt irgendwann, was das betrifft. Verstanden?"
„Ja, ja", sagte er kläglich, seine Hand bedeckte sein Ohr, als ob er in Vorbereitung für den nächsten Angriff war.
Sie spitzte den Mund, entschied, dass er aufrichtig war und trat zurück. Er murmelte etwas vor sich hin, dass sie wahnsinnig sei, ihre Stärke nicht einschätzen könnte, und sie konnte sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen.
Er war übermäßig neugierig, konnte verdammt nervig sein, aber... es machte wirklich eine Menge Spaß, ihn zu necken.
„Also, was willst du sehen, außer dem Schießstand?"
Er rieb immer noch seine Hand über sein Ohr, aber der Ausdruck auf seinem Gesicht verwandelte sich langsam von schmollend zu nachdenklich. „Gibt es einen Verhörraum auf dieser Etage?"
Da hätte sie auch dran denken können.
„Ja, tatsächlich. Er ist da drüben." Sie nickte nach rechts.
Er warf ihr einen abwägenden Blick zu, die Augen zusammengekniffen. „Darf ich ihn sehen?"
Sie biss sich auf die Lippe, wissend, dass er ihr Lächeln sowieso sehen konnte. „Ja, Castle. Wir können gehen. Ich kann dich auch zu deinen Aktivitäten letzte Nacht befragen", fügte sie hinzu und hob eine Augenbraue.
„Ohh, Rollenspiele", murmelte er und ließ sie die Führung übernehmen. „Ich mag das."
Ja, das hatte sie sich gedacht.
„Das ist also der berühmte Einwegspiegel, richtig?"
Er klopfte an das Glas, aber es klang nicht anders als bei einem normalen Spiegel. Wahnsinn.
„Japp", sagte sie von irgendwo hinter ihm. „Jeder könnte uns jetzt beobachten, Castle."
Er blickte auf das Glas, fast erschrocken, drehte sich wieder zu ihr. Sie saß halb auf dem Befragungstisch, streckte ihre Beine lang von sich. „Im Ernst?"
Sie warf ihm einen Blick zu. „Du weißt, dass niemand hier ist. Wir waren gerade für dreißig Minuten alleine in der Abteilung."
„Hey, das weißt du nicht. Vielleicht hat sich hier jemand die ganze Zeit versteckt."
„Sicher, Castle. Weil wir nach Feierabend nichts anderes vorhaben, als uns im Beobachtungsraum zu verstecken und auszuspionieren, was für hypothetische Verhöre hier durchgeführt werden könnten."
Punkt für sie. „Machst du viele davon?", fragte er. „Verhöre?"
„Ich? Nein, nur die Detectives. Und um ehrlich zu sein, bei der Sitte wird viel von unserer Arbeit auf der Straße erledigt oder Undercover - wir versuchen die Leute auf frischer Tat zu ertappen, verstehst du. Dieser Raum wird nicht so viel benutzt."
„Das ist schade", meinte er, mit leiser Stimme, als er sich auf sie zu bewegte. „Es ist ein schönes Zimmer."
Sie beobachtete ihn mit dunklen Augen, das einzige Licht kam durch die halb geöffnete Tür.
„Also", wunderte er sich laut, als er näher kam, sie überragend, seit das meiste ihres Gewichtes auf dem Tisch ruhte. „Bei der Sitte zu arbeiten, ist nicht leicht für dich, nicht wahr? Du bist zu schön, um nicht die Hälfte deiner Zeit damit zu verbringen, vorzugeben eine Nutte zu sein. Das macht es schwer, ernst genommen zu werden."
Er war sich nicht sicher, ob sie realisierte, wie viel sie ihm heute Abend erzählt hatte - nicht alles freiwillig, natürlich, aber ihr Schweigen und ihre Unterbrechungen sprachen Bände, wenn man bereit war, zuzuhören. Sie hatte eine sehr ausdrucksstarke Stimme.
Sie sagte jetzt nichts und er nahm das als Zustimmung. „Was würdest du tun, wenn du wählen könntest? Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass du für das Rauschgiftdezernat oder beim Einbruchsdezernat arbeitest..."
„Ich kann es mir nicht wirklich leisten, wählerisch zu sein, Castle."
„Ah, aber du kannst träumen, oder? Und dein Traum-", er machte eine Pause, musterte ihr Gesicht, „dein Traum ist es, bei der Mordkommission zu sein. Den Fall deiner Mutter zu lösen. Den Menschen den Abschluss zu geben, den du nicht bekommen hast."
Sie schwieg, aber er konnte sogar in der Dunkelheit sehen, wie ihre Kehle arbeitete, konnte hören, wie sie scharf die Luft einsog.
„Habe ich recht, Kate?"
Und dann waren ihre Hände an seinem Hemd festgekrallt, ihr Körper bewegte sich mit einer unnatürlichen Geschwindigkeit und bevor er etwas tun konnte, knallte sein Hintern auf einen Stuhl, ihr Gesicht über ihm, ihre Lippen so nah-
„Sie sind nicht derjenige, der hier die Fragen stellt, Mr. Castle."
Oh Mist.
Ihre Stimme war Samt und Stahl, ihr Griff an ihm so fest, und sein Körper reagierte augenblicklich. Fuck.
„Also, wo waren Sie letzte Nacht, in der Zeit zwischen zehn und Mitternacht?"
So heiß. Er konnte es nicht glauben.
„Ich, äh..."
Ihre Finger klammerten sich um seinen Kragen, der Druck fast schmerzhaft, sein Magen zog sich dabei zusammen. Wie sehr er sie wollte.
„Ich habe Sie etwas gefragt, Castle."
Scheiße, er wollte spielen, er wollte wirklich, aber sie so bestimmt zu sehen, so diensttuend - er konnte nicht denken. „Zu Hause", sagte er schließlich atemlos, mit der Wahrheit gehend. „Ich war zu Hause, Officer."
„Kann das irgendwer bestätigen?", fragte sie und ernsthaft, ernsthaft, wie die Worte aus ihrem Mund kamen, das war einfach unglaublich obszön. „Weil es im Moment nicht so gut für Sie aussieht, Castle. Sie sind immer noch mein Hauptverdächtiger in einem Mordfall."
Mord, oh? Er hatte also Recht gehabt.
„Ah, ja. Ich war - ich war mit einer Frau zusammen."
Sie schnaubte, der Ton so real, dass er sich fast beleidigt fühlte. „Natürlich waren Sie das. Wo kann ich sie finden?"
„Äh, Sie könnten - Sie könnten von ihr gehört haben", er schluckte, wollte nichts weiter, als dass sie auf seinem Schoß saß. Komm schon, Kate- „Sie ist ein Cop, so wie Sie. Groß, dunkle Haare, schön. Und wirklich, wirklich schlau. Und, wow, im Bett-"
Sie ließ ihn den Satz nicht beenden. Bei dem Wort Bett war ihr Mund auf seinem, nass und brutal, und sie presste sich gegen ihn, ihre Hüften flach aneinander, ihre Beine auf beiden Seiten von ihm. Er schlang seine Arme um sie, ihre Taille so schmal, der Bogen ihres Rückens...
Er bewegte seinen Hüften an ihren und sie knurrte gegen seine Lippen, dieses sexy, animalische Geräusch, das ihn dazu brachte, dass er sie auf den Tisch werfen wollte.
Und warum auch nicht?
Niemand sonst war hier. Und er konnte das die ganze Nacht machen.
Er konnte sie zum Kommen bringen, bis sie um Gnade flehte.
Ihr unterer Rücken traf die Kante des Tisches und auf einmal schoss Verstand in sie, beruhigte ihre in Rage geratenen Hände.
Dies war das Revier, ihr Arbeitsplatz - ihr sicherer Ort. Es war schon schlimm genug, dass sie sich unten im Flur an ihn rangeschmissen hatte, aber hier - im Verhörraum der Sitte?
Nein.
Nein, nein, nein-
„Castle", hauchte sie, fühlte sein antwortendes Stöhnen mehr an ihrem Hals, als sie es hörte. „Castle, stopp."
Er hatte es gerade geschafft, sie auf den Tisch zu hissen, und sie musste ihre Zähne zusammenbeißen gegen den herrlichen Druck auf ihren Unterleib, während er sich wieder aufrichtete und ihr einen entzückend verwirrten Blick zuwarf.
„Huh?"
„Stopp", wiederholte sie, konnte nicht weiter als dieses Wort denken. Sie musste alles aufbieten, was sie hatte, um ihren Körper davon abzuhalten, sich gegen seinen zu wölben. „Nicht hier", knurrte sie schließlich.
„Du bist diejenige, die das angefangen hat", betonte er, mit einem sexy Anheben seiner Augenbraue. Aber er trat ohne weitere Einwände zurück, und oh, sie war dankbar.
Sie war sich nicht sicher, ob sie an seiner Stelle das Gleiche getan hätte.
Kate legte eine zitternde Hand auf den Tisch, drückte sich nach oben, während Castle die oberen Knöpfe seines Hemdes richtete. Er fuhr sich mit einer Hand durchs Haar und ihre Erregung entflammte erneut, ein scharfes Brennen in ihrem Innern.
„Gehen wir zurück in meine Wohnung", sagte sie, ihr Verlangen zu stark, um es manipulieren zu können.
Seine Augen trafen ihre, eine dunkle und wortlose Zustimmung.
„Mein Auto steht draußen", sagte er und ihre Überraschung darüber, dass er gefahren war, wurde überschattet von ihrer Zufriedenheit über eine schnelle Fluchtmöglichkeit.
Sie justierte ihre Hose nach und ging dann einen Schritt auf ihn zu, ihre Heels machten es einfach, ihm einen holprigen Kuss auf den Mund zu drücken.
„Dann geh voraus."
Sie fuhr, sie kannte den Weg vom Revier zu ihrer Wohnung, und er nicht.
Und es war eine gute Gelegenheit, ihre Hände von ihm zu lassen.
Sie war wirklich überrascht, wie gut Castle sich benahm. Er hatte die ganze Fahrt über eine Handfläche auf ihrem Oberschenkel ausgebreitet, aber er bewegte sie nicht, versuchte nichts Abgedrehtes. Einzig sein Daumen strich langsam über ihre Hose, hypnotisierend.
Sie fand einen Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite, parkte parallel ein mit einer Geschicklichkeit, die ihr einen bewundernden Kommentar von ihm einbrachte. Sie warf ihm einen schmutziges kleines Lächeln zu.
„Du magst das, eine Frau, die fahren kann? Macht dich das heiß, Castle?"
Sie konnte sehen, wie sein Adamsapfel arbeitete, während sie ihren Sicherheitsgurt löste, sein Gesicht durch die Straßenlaterne gänzlich in Schatten getaucht.
„Alles, was du tust, macht mich heiß", antwortete er, seine Stimme leise, gefährlich.
Sie lachte, öffnete ihre Tür. „Ruhig, Mr. Writer. Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du einen Sinn für Worte hast?"
Er schnaubte - vor Erheiterung oder Empörung, sie war sich nicht sicher - und beeilte sich, aus dem Auto zu kommen, folgte ihr über die Straße. Als sie die Tür zu ihrem Gebäude aufschloss, war er direkt hinter ihr, als hätte er Angst, sie würde ihn nicht hereinlassen - niedlich, aber unnötig.
Es gab nicht viel, was sie bereit war zuzugeben, in Bezug auf ihn, aber sie war ehrlich genug mit sich selbst, um zumindest das zu erkennen-
Sie wollte ihn.
Sie schienen eine unausgesprochene Übereinkunft erreicht zu haben, vielleicht wegen der Art, wie die Dinge auf dem Revier gelaufen waren, so wild, ohne Grenzen, nicht genügend Zeit, um jedes Kleidungsstück auszuziehen.
Dieses Mal ließen sie es langsam angehen.
Er ließ sich von ihr auszuziehen, fasziniert von dem Vergnügen, das sie daraus zu ziehen schien, all die kleinen Blicke, all die Berührungen, die sich wie Brandmale auf seiner Haut anfühlten. Als seine Brust entblößt war, fiel sie vor ihm auf die Knie und sein Atem stockte, seine Kehle plötzlich zu eng. Er war nicht-
Das war nicht die Position, in der er sich am wohlsten fühlte. Entweder war es die dadurch heraufbeschworene Unterwerfung oder weil er Meredith so mit ihrem Regisseur gefunden hatte, in seinem eigenen Haus, als Alexis noch ein winziges Baby war.
Aber er konnte es nicht leugnen, zu sehen, wie Kate an seinem Gürtel arbeitete - ihre schnellen, flinken Finger, wie ihr Blick über ihn huschte, umrahmt von diesen dunklen, wunderschönen Wimpern, ihre Lippen geöffnet-
Ja. Wow.
Sie war sicherlich einen Versuch wert, seine Abneigung zu überwinden.
Der Gürtel fiel mit einem lauten Klappern auf den Boden, die metallene Schnalle gegen das Hartholz, und dann öffnete sie sorgfältig seinen Reißverschluss, ihr Blick nie seinen verlassend. Oh, sie war wunderschön.
Sie schob seine Hose von seinen Beinen, ihre Handflächen folgten dem Material bis zu seinen Knöcheln, stupsten ihn auffordernd an, um herauszutreten und gleichzeitig seine Socken loszuwerden. Ihre Hände bahnten sich ihren Weg wieder nach oben, streiften und neckten die empfindliche Haut auf der Rückseite seiner Oberschenkel, und er schluckte schwer, als sich ihre Finger in den Bund seiner Boxershorts einhakten.
„Kate", sagte er, seine Stimme belegt. Er musste sicher sein-
Sie hob den Stoff an, zog ihn nach unten, nur ein paar Zentimeter, und beugte sich vor, drückte ihre flache Zunge an seine Basis. Er zitterte heftig, musste die Reste seiner Selbstbeherrschung versammeln, damit er nicht seine Hüften rollte.
„Kate, du musst das nicht machen", flüsterte er eindringlich, atemlos, die Worte herausbringend, solange er noch konnte.
Sie legte den Kopf in den Nacken, fesselte ihn mit ihren Augen, dunkle, selbstbewusste, triumphierende Augen. Sie strahlte Macht und Sex aus, so herrlich und schön, dass er sich wunderte, wie er überhaupt denken konnte-
„Was ist, wenn ich es will", bemerkte sie, mit heiserer und atemberaubender Stimme.
Sie schob seine Boxershorts komplett nach unten, fuhr mit ihren Lippen über seine Länge, bevor sie ihre Zunge an die Spitze seiner Erektion schleuderte und ihren warmen, feuchten Mund um ihn schlang.
Fuck.
Er schloss seine Augen, seine Hände zu Fäusten geballt, damit er nicht in ihr Haar greifen würde, ihr seidig glänzendes, weich aussehendes Haar.
Sie wirbelte ihre Zunge um ihn herum, der Druck ließ ihn stöhnen, seine Knie gaben nach, als sie ihn gemächlich freigab.
„Was ist, wenn ich es liebe", murmelte sie, ihr Atem so heiß auf seiner Haut, und die Worte, die reizvollen Worte, „dass du mir ausgeliefert bist? Was ist, wenn ich dich... verrückt machen will?"
Ihre Hand umschloss ihn und er jammerte, doch das Geräusch kümmerte ihn überhaupt nicht mehr, sobald sie - oh, oh - ihn wieder in den Mund nahm. Und dieses Mal, dieses Mal saugte sie an ihm, weiter in einem langsamen, bedächtigen Tempo, aber es spielte keine Rolle, machte keinen Unterschied, er würde-
„Nein", krächzte er, seine Augen öffneten sich wieder, seine Hüften bewegten sich ohne seine Zustimmung. „Nicht in deinen Mund, Kate, oh-"
Sie hielt inne, ihre Lippen immer noch um ihn gelegt, warf ihm einen fragenden Blick zu.
Er konnte es ihr nicht sagen. Er wollte es nicht. Es war demütigend. Die ganze Sache war es. Sie sollte das nicht machen müssen-
„Ich will in dir sein", sagte er stattdessen und sah das Zögern auf ihrem Gesicht, als wenn sie wusste, dass eine tiefere Geschichte dahintersteckte. Aber sie hörte trotzdem auf ihn, entließ ihn mit einem letzten, ausgiebigen Lecken, das ihn zusammenzucken ließ, und stand dann wieder auf.
Sie hatte nur ihre Unterwäsche an (er hatte ihre Kleidung geschickt entsorgt, als sie hereingekommen waren) und die Spitze ihres lila BHs streifte über seine Brust, als sie einen Arm um seinen Hals legte und sich auf die Zehenspitzen hob, um ihn innig zu küssen.
Er öffnete den Mund für sie, schob eine Hand über ihren Rücken, nur um zu fühlen, wie sie zitterte, sein Daumen fuhr entlang der Linie ihrer Wirbelsäule.
„Okay", murmelte sie in seine Lippen. Sie trat einen Schritt zurück und noch einen, brachte ihn mit sich herunter aufs Bett.
Er wollte nicht schlafen.
Sie machte ihn nicht schläfrig, sie erfüllte ihn mit einer außergewöhnlichen, summenden Energie, das Schwirren der Neugier tief in seinen Venen.
Das Laken war bis zu ihrer Taille hochgezogen, er schob es nach unten, so konnte er die exquisiten Linien ihres Körpers betrachten, die glatte Haut und gewagten Kurven, die Wellen der Muskeln, die ihn immer verblüfften.
So stark. Sie war so stark.
„Ich mag deine Hüftknochen", sagte er träge zu ihr, folgte der Kurve mit seinem Daumen.
Kate hatte ihren Kopf auf die Hand gestützt, beobachtete ihn vom Ende des Bettes aus, die Augenlider schwer mit Schlaf, ihr Gesicht weicher als er es jemals gesehen hatte.
„Meine Hüftknochen", wiederholte sie, ihr Mund öffnete sich zu einem Lächeln, und er konnte sehen, wie das zurückgehaltene Lachen in ihren Augen tanzte. „Ein Wahnsinnskompliment, Castle. Das muss ich sagen. Ich glaube, dass höre ich zum ersten Mal."
„Ich meine es ernst", sagte er und lehnte sich vor, um seine Lippen über besagten Hüftknochen zu streifen, die zarte, straffe Haut huldigend. Er hatte seine Hand auf ihrem Bauch und konnte ihren stoßweisen Atem spüren.
„Deine Hüftknochen haben etwas Schönes. Sie treten hervor, nicht das du magersüchtig bist oder so, nur - gerade genug, um das Licht einzufangen und diese kleine Stelle", er spürte sie mit seiner Fingerspitze auf, „ist dadurch immer im Schatten. Wie ein See aus Dunkelheit. Das bringt mich dazu, dass ich meine Zunge darauf legen will, um zu sehen, wie es schmeckt."
Er hob seine Augen zu ihr zurück, sah, wie Erregung ihre Augen eingenommen hatte, ihre Brust hob und senkte sich schneller als zuvor. Er überlegte, ob er sie wieder kommen lassen konnte, bevor sie einschlief.
Er drückte mit der flachen Zunge gegen die zarte Stelle, die er gerade beschrieben hatte, seine Finger um Kates Taille gelegt, um sie in Position zu halten, und er spürte das eifrige Anheben ihrer Hüften.
Oh, ja. Er konnte.
„Siehst du?", sagte er lächelnd gegen ihre Hüfte, streifte seine Zähne gegen den Knochen, während er seine Hände um ihre Oberschenkel legte, um sie zu verlagern. „Wunderschön."
A/N: Es tut mir so leid, dass das wieder so lange gedauert hat. Dabei war das Kapitel gar nicht so schwierig zu übersetzen. Aber das Leben, mit all seinen schönen und auch nervigen Seiten, stand mir mal wieder im Weg.
Ein Drittel der Übersetzung ist geschafft... Soll ich weitermachen?
