Der Unbekannte – Finale
Sidney: „Ja! Markus Hikaru ist tot. Tot wegen mir."
Bedrückende Stille trat ein, als Sidney das sagte. Ranma zweifelte vollkommen an dem Bild, welches er sich bis
jetzt von Sidney ausmalte. Ein Mörder? War das möglich? Warum? Tausende von fragen schossen Ranma durch
den Kopf, wurde aber abrupt wieder aus seinen Gedanken herausgerissen.
Sidney: „Ranma, bitte geh' jetzt. Das ist nicht dein Problem."
Ranma: „Genau das we...Nein...ich bleibe. Als du nach Kasumi gesucht hast, hat mir Shampoo das Versprechen
abgenommen mich um das Problem zu kümmern. Und ich halte mein Versprechen!"
Tanges: „Na wie niedlich. Jetzt kommt auch noch einer der lieber einem Mörder hilft als sein Versprechen zu
brechen."
Sidney: „Danke...Ranma."
Ranma: „Ich mach das ganz bestimmt nicht wegen dir!"
Sidney: „Ich...verstehe."
Londin: _Könnten wir dann vielleicht mal anfangen._
Tanges: _Von mir aus, aber Sidney gehört mir!_
Londin und Bermonn blickten sich kurz fragen an, stimmten dann aber zu.
Bermonn: _Und was ist mit dem anderen? Der reicht ja nicht für zwei._
Londin: _Das gibt es nur eine Möglichkeit..._
Plötzlich flog eine Münze in die Luft.
Londin: _Kopf oder Zahl?_
Er fing die Münze und hielt sie fest in seiner Faust.
Bermonn: _Kopf._
Londin öffnete seine Faust und...
Londin: _Dein Gegner._
Bermonn: _Wer sagt's denn!_
Londin: _Sag Bescheid wenn du Hilfe brauchst._
Bermonn: _Pah!_
Ranma und Bermonn stellten sich gegenüber, jederzeit bereit zum Angriff. Tanges war ebenfalls bereit, nur
Sidney sah etwas desorientiert aus. Fast gleichzeitig begannen die Kämpfe. Mit großem Geschick führte
Bermonn seinen Stab, aber Ranma war einfach zu schnell für ihn, mit fast spielender Leichtigkeit wich er seinen
Angriffen aus. Sidney wendete eine andere Strategie an, er blieb immer außerhalb der Reichweite von Tanges
angriffen, es schien als wüsste er, dass er nicht schnell genug für ihn sein würde.
Tanges: _Komm schon, stell dich!_
Sidney: _Noch nicht!_
Währenddessen verlief der Kampf der anderen Beiden noch immer genauso wie er begonnen hatte. Allerdings
wurde Ranma etwas langweilig und er wollte den Kampf schnell beenden. Er wich einem hohen Schlag von
Bermonn nach unten aus und rammte ihm seine Faust in den Magen. Aber alles was ihm das einbrachte war ein
stark schmerzende Hand.
Ranma: „Auauau! Mann, dem sein Panzer ist vielleicht hart!"
Während Ranma seine Hand kühlte bemerkte Bermonn einen Druck in seiner Bauchgegend. Als er nach unten
Blickte sah er einen tiefen Eindruck in seinem Brustpanzer.
Bermonn: _Ach du Schande, der Kleine hat es tatsächlich geschafft meinen Panzer zu beschädigen. Hut ab!_
Auch Ranma bemerkte jetzt, dass nicht der Panzer für seine Schmerzen verantwortlich war.
Ranma: „Verdammt noch eins. Wenn allein seine Bauchmuskeln so hart sind... Wenn er mich trifft kann ich
einpacken!"
Der Kampf ging schnell weiter.
Unterdessen war Sidney immer noch damit beschäftigt vor Tanges zu weichen.
Tanges: _Hör auf mich zu beleidigen und kämpfe wie ein Mann!_
Sidney: _Wenn du mich besiegen willst musst du dich erst mal beruhigen._
Tanges: _Ich werde mich erst beruhigen, wenn dein blutiger Leichnam vor mir liegt._
Sidney: _Schlecht für dich. Du bist wie früher, jedesmal wenn du wütend bist werden deine Angriffe
unkoordiniert und lesbar. Nach so langer Zeit hast du nichts dazu gelernt!_
Tanges: _Woher willst du das wissen? Hör auf Markus zu beleidigen, indem du so sprichst wie er!_
Sidney: _Ich kannte Markus recht gut, weißt du?_
Vielleicht hätte Sidney das nicht sagen sollen, denn das machte Tanges nur noch wütender, aber genau das
wollte Sidney anscheinend. Tanges Angriffe würden immer schlechter, fast stümperhaft.
Unterdessen machte Ranma einen großen Fehler. Einer kleinen Unachtsamkeit zu folge musste er einen von
Bermonns Angriffen blocken. Der Schmerz in Ranmas Arm war extrem, Bermonn hingegen war sehr überrascht,
dass der Arm nicht gebrochen war. Trotz der Schmerzen in seinem Arm kämpfte Ranma weiter. Er musste sich
langsam wirklich Gedanken darüber machen, was er tun sollte. Er dachte zuerst noch an das ‚Hiryu Shoten Ha',
aber bei Bermonn konnte es Ranma nicht anwenden. Zum einen kämpfte er eher stationär und wartete auf
Ranmas Angriffe und zum andren, selbst wenn er sich in eine Spirale locken ließe, würde sich sein Ki
verflüchtigen bevor Ranma im Zentrum angelangt wäre. Und der ‚Moko Takabisha'? Wenn er bei Sidney schon
kaum Schaden anrichtete, würde Bermonn darüber doch nur lachen. Umisen-ken war die einzige Möglichkeit die
ihm einfiel. Sofort löschte er alle Anzeichen für seine Präsenz.
Bermonn: _Was zum...Er ist wie...wie ein Geist._
Vor Bermonns Augen verschwand plötzlich Ranma. So sehr sich Bermonn auch konzentrierte, er konnte ihn
nicht ausmachen. Bereits wenige Augenblicke später hagelten Dutzende von Schlägen auf seinen Rücken nieder
und ließen ihn in die Knie gehen. Aber die Schmerzen waren erträglich und er konnte recht schnell wieder
aufstehen. Für Ranma bedeutete das einen neuen Versuch. Erneut zwangen Ranmas Schläge Bermonn in die
Knie, aber diesmal kam er nicht so schnell wieder hoch.
Londin: _Hey, Bermonn! Brauchst du Hilfe?_
Bermonn: _Nein..._
Ranma nutzte die Gunst der Gelegenheit und startete eine schmerzhafte Schlag-Tritt-Kombination.
Bermonn: _Ich...ich hab's mir anders überlegt._
Ohne Verzögerung beteiligte sich Londin am Kampf.
Ranma: „Hey, zwei gegen einen? Ihr Feiglinge!"
Londin ging direkt in den Angriff über und diesmal war Ranma wirklich gefordert. Londin war fast so gut wie
Sidney und auch sein Kampfstil ähnelte stark dem von Sidneys. Das verschaffte Ranma den kleinen Vorteil
seinen Gegner bereits zu kennen. Außerdem schienen Londins Techniken fast wie aus dem Lehrbuch ausgeführt,
ohne Abweichung von der Vorlage. Dennoch blieb er ein nicht zu unterschätzender Gegner. Da Ranma sich
einmal daran gewöhnt hatte versuchte er auch bei ihm das Umisen-ken. Wieder löschte er seine Präsenz und
bewegte sich hinter den Rücken des Opfers. Er wollte gerade seinen ersten Schlag ansetzen, als sich Londin
plötzlich elegant zur Seite drehte, dabei den rechten Arm Ranmas packte und ihn schließlich nach hinten zog.
Genau darauf schien auch Bermonn gewartet zu haben, denn genau in diesem Moment schnappte er sich Ranmas
linken Arm und zog diesen nach hinten. Ranma befand sich jetzt in einer sehr prekären Situation, denn er konnte
sich nicht von selbst befreien, je mehr er es versuchte und je mehr er sich bewegte, desto fester wurde der Druck
auf seine Arme und damit auch der Schmerz.
Ranma: „Hey Sidney! Ich könnte jetzt echt ein bisschen Hilfe gebrauchen!"
Sein Aufruf blieb von Sidney nicht ungehört.
Sidney: _Tut mir Leid, Kleiner, aber ich habe was zu erledigen._
Tanges: _Du bleibst hier!_
Sidney: _Das bezweifle ich._
Er bereitete einen Ki-Blast vor, aber anstatt auf Tanges zu zielen feuerte er ihn auf den Boden kurz vor Tanges.
Die Trümmerstücke rissen Tanges von den Beinen und er fiel nach hinten um.
Sidney nutzte den günstigen Augenblick um zu Ranma zu gelangen.
Londin: _Na komm schon! Schlag uns und der Kleine hier wird in Zukunft nur noch mit den Beinen kämpfen._
Ranma und Sidney blickten sich kurz tief in die Augen. Das allein reichte den beiden um sich einen Plan
auszudenken. Ranma hob einfach seine Beine und...trat Sidney, so das alle vier umfielen. Der Schreck
veranlasste Londin und Bermonn ihren Griff zu lösen. Am Boden rammte Ranma seinen Ellenbogen in Londins
Seite. Er war ziemlich überrascht als sich Londin schreiend vor Schmerzen krümmte.
Londin: _AHH...GENAU IN DIE WUNDE._
Ranma: Gut, der ist außer Gefecht. Kommt der nächste.
Er wollte als nächstes Bermonn angreifen, aber die scharfe Klinge an seinem Hals hielt ihn davon ab.
Tanges: „Du solltest dich besser nicht bewegen."
Hinter Tanges war Sidney auch wieder ganz klar, er streckte Tanges seine Handfläche entgegen und ließ einen
Ki-Ball entstehen.
Sidney: _Und du solltest lieber deine Waffen einstecken._
Bermonn: _Und du deinen Ki-Ball_
Dummerweise bedrohte Bermonn Sidney mir den Klingen die in seinem Kampfstab versteckt waren.
Sidney überlegte einen Augenblick und ließ dann seinen Ball langsam schrumpfen. Überraschenderweise fiel
plötzlich Bermonn bewusstlos zusammen. Tanges, der das bemerkte, dreht sich erschreckt um und entfernte
dabei seine Klinge von Ranmas Kehle.
Sidney: _Fehler!_
Der Ki-Ball wuchs wieder und traf Tanges, wodurch dieser drei Meter weit geschleudert wurde und schließlich
dort liegen blieb wo er aufschlug.
Erst jetzt schauten sich Ranma und Sidney nach dem Grund für Bermonns Zusammenbruch um. Es war Akane
die sie fanden.
Ranma: „Akane, was machst du denn hier?"
Akane: „Denkst du ich lass mich so einfach abspeisen."
Ranma: „Wie kommst du überhaupt hierher?"
Akane: „Ich bin euch gefolgt und hab mich da hinten versteckt, bis ich eine Chance sah euch zu helfen."
Währenddessen ging Sidney zu Londin, packte ihn an die Schulter und er schlief ein.
Sidney: „Gute Arbeit, Akane."
Akane: „Danke."
Sidney: „Willst du nicht auch was sagen?"
Ranma: „Es ist gefährlich hier. Du solltest besser verschwinden."
Sidney: „Das war nicht das was ich meinte, aber ich stimme Ranma zu. Jetzt wird es noch viel ungemütlicher."
Akane: „Aber..."
Ranma: „Kein Aber! Bitte Akane, geh jetzt."
Einen kurzen Augenblick blickten sich beide in tief in die Augen.
Akane: „Ja, ist gut. Ich werde gehen."
Ranma: „Danke."
Akane verließ den Kampfplatz, jedenfalls sah es so aus, denn in Wirklichkeit, versteckte sie sich wieder in
sicherer Entfernung.
Ranma: „Gut."
„HAHAHAHAHAHAHAHA!"
Ranma und Sidney drehten sich zu dem Lachen um und entdeckten eine vollkommen eingehüllte Person.
Brutus: „Das Trisaster ist besiegt! [ironisch] Was für eine Überraschung?"
Sidney: „Jetzt wird es erst richtig ernst, Ranma."
Ranma: „Kein Problem!"
Brutus: „Jetzt endlich sehen wir uns wieder. Es ist so lange her."
Sidney: „Nur leider nicht lange genug."
Brutus: „Sag' bloß, du freust dich nicht mich zu sehen."
Sidney: „Ganz bestimmt nicht. Wie hast du mich eigentlich gefunden, dachte ich hätte alle Spuren verwischt."
Brutus: „Nun, ja. Zuerst konnte ich dich auch nicht finden, aber vor zwei Jahren hat mir mein Sohn zum
Fünfzigsten ein spezielles Geschenk gemacht: Ein Video auf dem du zu sehen warst. Es war nicht
schwer, den Rest herauszufinden."
Sidney: „Sag nicht du bist mir die letzten Jahre gefolgt."
Brutus: „Es musste sein."
Sidney: „Und das nur wegen so einer Lappalie?"
Brutus: „Mein Bruder ist keine Lappalie!"
Ranma: Noch einer...?
Sidney: „Oh bitte! Was für Geschichten erzählst du hier eigentlich? Wir wissen doch beide ganz genau, dass dir
dein Bruder ziemlich egal war, du hast ihn genauso gehasst, wie jeder andere auch."
Brutus: „Er bleibt trotzdem mein Bruder, mein einziger Bruder. Blut ist dicker als Wasser, musst du wissen."
Sidney: „Das sagst ausgerechnet du. Gib es zu, du bist hier weil du nicht ertragen hast, dass ich erkannt habe wer
und was du bist."
Brutus: „Dein Verrat, willst du wohl sagen. Du hast mich im Stich gelassen!"
Sidney: „Du hast ja überlebt wie ich sehe. Wirklich schade..."
Ranma: „Hey, unterhaltet euch gefälligst später! Ich hab' nicht ewig Zeit."
Brutus: „Wenn wir hier fertig sind, ist es für eine Unterhaltung zu spät."
Sidney: „Wir werden dennoch fortfahren. Es hat ja sowieso keinen Zweck."
Brutus: „Wenn ihr wollt..."
Ein schnelle Handbewegung später flog der weite Umhang durch die Luft und ein älterer, recht großer Mann
kam zum Vorschein. Eine ähnlich Rüstung wie bei den anderen schützte seinen Körper, nur war sie wesentlich
verzierter als die anderen. Und Ranma viel noch die Ähnlichkeit zwischen Brutus und Sidney auf, er schob es
aber darauf, dass sich Europäer sowieso alle ähnlich sahen.
Sidney: „Mein Güte, hast du das alte Ding noch immer nicht weggeschmissen?"
Brutus: „Du wolltest kämpfen! Dann kämpfe jetzt und schweige!"
Sidney: „Halte dich bereit, Ranma."
Ranma: „Was, ich soll..."
Sidney: „Wir werden gleichzeitig kämpfen, es muss sein."
Ranma: „Na gut."
Alle drei Kontrahenten gingen in Angriffsstellung und warteten nur auf den Beginn des Kampfes. Als hätten sie
es so abgesprochen gingen alle drei gleichzeitig in den Angriff über. Obwohl Ranma und Sidney gleichzeitig
kämpften, war Brutus etwas besser. Ihm reichte jeweils ein Arm und ein Bahn um die Beiden in Schach zu
halten.
Ranma: Junge, ist der gut!
Bereits nach wenigen Augenblicken wurde klar, dass die beiden so den Kampf nicht gewinnen könnten. Sie
mussten sich etwas besseres Einfallen lassen. Für Sidney war klar, dass er sein Spezialgebiet hier zum Einsatz
bringen musste.
Sidney: „Mach weiter, Ranma!"
Ranma: „Ok!"
Ranma musste jetzt erst einmal alleine mit Brutus fertig werden, denn Sidney zog sich ein Stück zurück. Er
bereitete einen etwa drei Meter großen Ki-Blast vor und feuerte ihn in einem Bogen ab, um Ranma nicht zu
treffen. Fast gelangweilt, schoss Brutus mit einer einfachen Handbewegung einen Blast ab, der Sidneys zerstörte.
Brutus: „War das schon alles."
Sidney: „Noch nicht."
Diesmal feuerte Sidney zwei Ki-Blasts gleichzeitig ab, so dass Brutus von zwei Seiten aus angegriffen wurde.
Ranma verstand was das zu bedeuten hatte. Aber Brutus Bewegungen waren zu schnell, als dass Ranma
rechtzeitig zuschlagen konnte.
Sidney: So wird das auch nichts. Das ist nicht zu fassen. Ich muss mir was anderes ausdenken, aber was.
Solange ihm nichts gescheites einfiel, feuerte er einfach weiter, in der Hoffnung, dass Brutus vielleicht einen
Fehler machen würde, aber dieser kam nicht.
Brutus: „Das ist vollkommen sinnlos. Hier, ich zeig's dir!"
Um den nächsten Ki-Blast abzuwehren schnappte sich Brutus einfach Ranma und warf ihn dem Blast entgegen.
In letzter Sekunde konnte Sidney noch den Kurs seines Blasts so verändern, dass Ranma nicht getroffen wurde.
Für Ranma war es jetzt an der Zeit, wieder ein mal sein ‚Hiryu Shoten Ha' auszupacken. Erneut verwickelte er
Brutus in eine Konfrontation und sorgte für eine spiralförmige Bewegung, aber als er Endpunkt angelangt war
und er den finalen Schlag ausführte passierte nichts. Er starrte verwundert auf seinen gehobenen Arm und
bemerkte deshalb nicht, dass Brutus einen Angriff vorbereitete. Ähnlich Sidneys ‚Ball der zwei
Himmelssphären' bereitete er eine Ki-Kugel über seinem Kopf vor, aber die Farbe war ziemlich ungewöhnlich,
ein dreckiges, ungesundes Gelb strahlte von der Kugel aus.
Sidney: Er wird doch nicht...
Sidney: „Nein!"
So schnell er konnte ließ er einen Blast los, aber er war auf Ranma gerichtet.
Brutus: „Ich hab' jetzt genug von dir! Stirb!"
Kurz bevor die Kugel Ranma traf, wurde er durch Sidneys Ki-Blast aus der Gefahrenzone befördert. Ein Stein
fiel von Ranmas und Sidneys Herzen, aber der laute Schrei hinter ihnen belehrte sie eines besseren. Wie vom
Blitz getroffen rannte Ranma zu Akane und auch Sidney ließ Brutus erst einmal links liegen.
Ranma: „Akane!? Alles in Ordnung?!"
Kein Antwort kam von ihr, sie war bewusstlos.
Ranma: „Du dumme Gans, warum kannst du nicht auf das hören, was ich sage?"
Sidney: „Das ist nicht der richtige Zeitpunkt für so etwas. Sie lebt noch, aber nicht mehr lange, wenn sie hier
liegen bleibt."
Ranma: „Was!? Dann, dann müssen wir sie von hier wegbringen!"
Sidney: „Ja, wenn du dich beeilst, hat sie gute Chancen zu überleben. Aber nur wenn du sie sofort ins
Krankenhaus bringst. Also, beeil' dich!"
Für Ranma war klar was jetzt zu tun war. Er nahm Akanes bewusstlosen Körper in die Arme und bereitete sich
darauf vor zu gehen.
Ranma: „Du wirst ihn besiegen, verstanden! Für das was er Akane angetan hat muss er bluten. Und stirb mir
nicht! Ich hab' noch ein Hühnchen mit dir zu rupfen, Sid!"
Sidney: „Schon klar! Wir werden sehen was ich tun kann."
So schnell er konnte rannte Ranma mit Akane auf dem Arm in Richtung Hospital.
Sidney atmete noch einmal tief durch und drehte sich dann wieder zu Brutus um.
Brutus: _Schade um das Mädchen._
Sidney: _Sie ist stark, ich habe sie selbst trainiert._
Brutus: _Wirklich? Wie stark ist sie denn._
Sidney: _Stark genug um deinen Angriff zu überleben._
Brutus: _Selbst wenn sie jetzt noch lebt. Bis der Junge mit ihr im Krankenhaus ist wird es zu spät sein._
Sidney: _Das hoffe ich nicht, für dich. Wenn sie stirbt hast du Ranma am Hals. Glaub mir, wenn er wirklich
wütend ist, kann er sogar mir Konkurrenz bieten._
Brutus: _Nur Schade, dass ich nicht das selbe von dir behaupten kann. Ich dachte die letzten sechs Jahre hätten
dich noch stärker gemacht._
Sidney: _So wie die anderen drei? Sie sind kaum ein Hindernis für mich._
Brutus: _Deshalb hatte ich dich ja auch als Anführer für die Quadriga vorgesehen._
Sidney: _Oh Mann, wie nennst du dich eigentlich?_
Brutus: _Nenn mich Brutus._
Sidney: _Brutus? Quadriga? Trisaster? Im Namenausdenken bist du nicht unbedingt der Beste._
Brutus: _Sidney ist auch kein besserer Name._
Sidney: _Du solltest besser froh sein. Ohne diesen Namen hättest du es wohl kaum geschafft den Kleinen auf
mich anzusetzen. Was für eine Geschichte hast du ihm eigentlich erzählt? Hahahaha Ich wusste ja noch
gar nicht das ich tot bin und mich auch noch selbst ermordet habe. Wirklich witzige Geschichte._
Brutus: _Not macht erfinderisch. Er hätte wohl kaum seinen besten Freund verfolgt, aber jemand der seinen
besten Freund getötet hat dafür um so mehr._
Sidney: _Mach den besten Freund zu deinem schlimmsten Feind, was?_
Brutus: _Wie heißt es so schön: Man braucht seine Freunde, aber seine Feinde noch viel mehr._
Sidney: _Tse! Dafür, dass du ihn mit reingezogen hast, wirst du noch einmal bezahlen. Und für all die anderen
die deinetwegen leiden mussten. Es ist Schade, dass es die drei hier nicht gesehen habe, denn dann
wüssten sie wie schwarz deine Seele ist._
Brutus: _Spar' dir den Moralapostel. Sie hätten einfach nicht da sein dürfen und an deinen Händen klebt genauso
Blut. Nein, was du getan hast war noch viel schlimmer!_
Sidney: _Halt die Klappe! Ich werde das jetzt ein für alle mal beenden._
Plötzlich hielt Sidney einen Bottich mit kaltem Wasser in den Händen.
Sidney: Ich will es nicht, aber ich brauche die Geschwindigkeit.
Er kippte sich das Wasser über den Kopf und verwandelte sich in Sidney-j.
Brutus: _Was soll das denn sein._
Sidney-j: _Ich bin jetzt dein Gegner._
Brutus: _Wenn du willst._
Ohne Verzögerung ging der Kampf weiter. Brutus war von Sidney-js Schnelligkeit zuerst überrascht, was ihn ein
paar Treffer kostete, aber schon bald gewann er wieder die Oberhand.
Brutus: _Ich muss sagen, du bist recht schnell geworden._
Für Sidney-j gab es keinen Grund zu antworten.
Brutus: _Aber du bist immer noch zu langsam._
Wie sich schnell herausstellte, hatte Brutus Recht. Es gelang Sidney-j nicht all zu oft die Angriffe abzuwehren,
im Gegenzug konnte er keine Treffer landen.
Einen Schlag konnte er abwehren und Brutus Arm packen, gleichzeitig tat das aber auch Brutus. So standen sie
jetzt beide sich gegenseitig festhaltend, bis Sidney-js Blick auf die Kette an Brutus Hals fiel. Diese
Unachtsamkeit kostete ihn fiel. Eine ganze Serie an Schlägen und Tritten prasselten auf ihn ein und beim letzten
knackte es auch noch in seinem Brustkorb. Die Schmerzen ließen ihn in die Knie gehen, aber sein Gesicht blieb
regungslos, wie immer.
Sidney-j: _Diese Kette gehörte meinem Bruder._
Brutus: _Gehörte ist das richtige Wort. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort, mir blieb keine andere Wahl._
Sidney-j: _........_
Brutus: _Was ist? Bist du wütend, möchtest du noch mal angreifen?_
Sidney-j: _Ich kann nicht wütend sein._
Brutus: _Das ist schön. Mein Angriff hat dir zwei Rippen gebrochen, es hat keinen Sinn mehr. Wir werden das
jetzt beenden._
Der gleiche Angriff wie bei Ranma wurde vorbereitet, nur war die Kugel diesmal viel größer.
Brutus: _Stirb, Markus!_
Die Kugel kam direkt auf Sidney-j zugeflogen, er konnte nur noch seinen Arm vor das Gesicht halten und
warten. Ein gleißendes Licht erhellte die Umgebung und versperrte die Sicht. Es dauerte eine Weile bis das Licht
wieder verschwand, aber was man erkennen konnte war seltsam: Sidney-j kniete noch immer an der selben
Stelle. Kurze Zeit später schlug irgend etwas hinter ihm auf.
Brutus: _Idiot!_
Sidney-j ging zu dem Körper.
Tanges: _Hey Kumpel..._
Sidney-j: _Es war unlogisch was du getan hast._
Tanges: _Du...weißt...doch...ich handle...immer...impul...siv..._
Sidney-j: _Warum hast du das getan?_
Tanges: _Ich habe...alles ge...hört. Tut...mir...Leid...ich...war dumm._
Sidney-j: _Du hast dich nur der Situation entsprechend verhalten._
Tanges: _Dan...ke..._
Tanges Blick erstarrte und er hörte auf zu atmen. Sanft schloss ihm Sidney-j die Augen.
Sidney-j: _Warum...? Warum stirbt nur jeder der mir etwas bedeutet?_
Brutus: _So ein Idiot. Ein verräterischer noch dazu!_
Sidney-j: _Hal...halt...halt dein...HALT'S MAUL!_
In Sidney-js Blick ging eine Veränderung vor sich, der eisige Blick verschwand und wurde durch einen voller
Zorn und Hass ersetzt. Sofort sprang er auf Brutus los und griff ihn an. Je mehr Angriffe er durchführte, desto
schneller wurde er.
Brutus: _Was-was ist das?!_
Sidney-j: _VERRECKE!_
Dann geschah es, Sidney-j wurde schneller als Brutus und verpasste ihm ein paar saftige Schläge. Brutus verlor
jede Chance, er war bereits am Boden als plötzlich...
Sidney-j: _HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!!!!_
Brutus: _Was soll das? Was ist passiert?!_
Sidney-j: _Endlich! Ich habe es geschafft. Ich bin frei! Hahahaha!_
Innig betrachtete er seine Hände und seine Finger, wie sie sich bewegten.
Sidney-j: _Unglaublich! Diese Kontrolle. Ich kann jede einzelne Muskelfaser spüren und kontrollieren. Das ist
der Beweis für die Wahrheit meiner Aussage. Ich bin es tatsächlich, der wahre Markus Hikaru. Nach
sechs Jahren endlich die erhoffte Chance. Jetzt wird es Zeit meine Kraft zu testen._
Mit einem durchdringenden Blick starrte er Brutus an.
Sidney-j: _STERBT, MEISTER!!_
Gerade so konnte Brutus der Faust ausweichen, die Sidney-j jetzt in den Boden rammte. Er glaubte sich in
Sicherheit, aber urplötzlich riss die Erde im Umkreis von zehn Metern auf und Brutus wurde von den Trümmern
verletzt. Panisch versuchte er sich in Sicherheit zu bringen.
Sidney-j: _Sinnlos!_
Brutus: Was soll ich tun? Kaltes Wasser...Wenn er sich bei Kontakt mit kaltem Wasser verwandelt, vielleicht
kann man den Effekt mit heißem Wasser umkehren. Aber woher...Das Lagerfeuer...die Suppe, vielleicht
reicht das.
So schnell er konnte rannte er zu dem Lagerfeuer, wo immer noch Mousse und Cologne lagen. Sidney-j folgte
ihm relativ langsam.
Sidney-j: _Willst du eine letzte Henkersmahlzeit._
Brutus wartete bis Sidney-j direkt hinter ihm stand bevor er die dünne Suppe in Sidney-js Gesicht spritzte. Der
wieder aufgetauchte Sidney war vollkommen benebelt, was Brutus ausnutzte um ihm erst mal mit einer
Überdosis Ki lahmzulegen. Während Sidney bewegungsunfähig auf dem Boden lag, ließ Brutus ein Schwert aus
Ki aus seinem Arm wachsen. Doch er schlug nicht zu, statt dessen ließ er es wieder verschwinden.
Brutus: _Nein, ich werde dich nicht töten. Dein anderes Ich könnte ja vielleicht mal von Nutzen sein und
außerdem weiß ich wie sehr du darunter leidest. Aber ich komme wieder, das verspreche ich._
Mir einem leisen Lachen drehte er sich um und ging. Einfach so, nachdem er Sidney zwei Jahre lang verfolgte.
Es war bereits 3:00 Uhr und Akane lag im Krankenhaus. Die Ärzte wussten nichts mit Akane anzufangen, sie
konnten nicht feststellen was ihr fehlte. Alles was sie tun konnten war, sie erst einmal mal am Leben zu erhalten.
Ranma blieb die ganze Zeit bei ihr, obwohl er fast schon im stehen einschlief. Er konnte sie in dieser Situation
nicht im Stich lassen. Es ist wirklich schade, dass es nur Momente wie diese sind, die Ranma dazu bringen, über
sein Beziehung mit Akane nachzudenken. Aber sich selbst einzugestehen, wie fiel sie ihm bedeutete, das konnte
er nicht. Bis jetzt hatte er es nur ein mal geschafft, und danach gleich wieder vergessen.
Er war kurz davor einzuschlafen, als...
Sidney: „Wie geht es ihr?"
Ranma: „Sidney?"
Genau der stand jetzt im Zimmer, in respektvollem Abstand zu Akane.
Ranma: „Dich gibt es also auch noch. Das heißt du hast ihn besiegt."
Sidney: „Nein, ich habe verloren."
Ranma: „Was?!"
Sidney: „Er ist einfach gegangen und hat mich leben lassen. Es tut mir leid für Akane, es ist alles meine Schuld."
Ranma: „JA, genau das ist es! Warum hast du diesen Markus Hikaru überhaupt getötet?!"
Sidney: „Ich habe ihn nicht getötet. Er ist einfach nicht mehr hier."
Ranma: „Das kommt auf's selbe raus. Fakt ist, dass Markus Hikaru tot ist."
Sidney: „ICH bin Markus Hikaru!"
Jetzt verlor Ranma total den Überblick. Sidney hatte eben noch gesagt dass Markus tot wäre, und jetzt wollte er
es plötzlich selber sein.
Sidney: „Oder besser: Ich war Markus Hikaru."
Ranma: „Ich verstehe nicht..."
Sidney: „Ich erkläre dir alles, aber zuerst werde ich mich um Akane kümmern."
Ranma: „Wie?"
Sidney: „Wie soll ich es sagen? Es ist eine natürliche Funktion des Körpers, externes Ki aufzunehmen und es in
köpereigenes umzuwandeln. Aber Akane hat eine Ladung ‚chaotischen Kis' abbekommen. Es lässt sich
nicht umwandeln. Das dumme ist, dass es keine Schutzfunktion für das Umwandeln gibt, der Körper
arbeitet so lange, bis das fremde Ki verschwunden ist. Sie stirbt vor Erschöpfung, Ranma."
Ranma: „Und wie kann man das verhindern."
Sidney: „Ich werde das fremde Ki einfach in meinen Körper leiden."
Ranma: „Aber, dann wirst du..."
Sidney: „Die Menge an Ki die aufgenommen werden kann, hängt von der Stärke des eigenen Kis ab. Ich werde
Akanes Dosis überleben."
Ranma sagte nichts weiter und beobachtete wie Sidney zu Akane ging und seine Hand auf ihren Bauch legte.
Sein Gesicht fing an sich vor Schmerzen zu verzerren und seine Atmung wurde unregelmäßig. Nach etwa zwei
Minuten war der Spuk vorüber und Sidney ging es wieder besser.
Sidney: „Ok, Es ist raus. Es wird aber noch eine Weile dauern, bis Akane wieder aufwacht."
Ranma: „Was ist mit dir?"
Sidney: „Nur ein wenig schwindlig, aber ansonsten bin ich Ordnung."
Ranma: „Dann aber jetzt raus mit der Sprache."
Sidney: „Na gut. Hikaru ist der Familienname meines Stiefvaters. Den Namen Markus hat mir meine Mutter
gegeben. Bis zu dem Punkt an dem mein Stiefvater starb, habe ich dir die Wahrheit erzählt."
Ranma: „Ach ja?"
Sidney: „Ja. Aber mein Stiefvater starb nicht bei einem Verkehrsunfall. Er würde bei einem Raubüberfall
getötet, während er versuchte mich zu beschützen. An seinem Grab habe ich mir geschworen stärker zu
werden, damit nie wieder jemand wegen mir sterben muss. Bereits kurz nach dem Tod lernte meine
Mutter einen anderen Mann kennen. Zuerst freute ich mich für sie, bis ich ihn kennenlernte. Er war
einer der größten Mistkerle den die Welt je gesehen hat, außer Beschimpfungen und Beleidigungen
hatte er Nichts für andere Menschen übrig. Ich wusste nicht was meine Mutter so toll an ihm fand, aber
mir wurde es irgendwann egal. Ich nutzte statt dessen die Vorteile: Sein Bruder betrieb eine
Kampfsportschule für Talentierte. Dort lernte ich vieles, auch die Kontrolle des Kis. Bis zu dem Tag an
dem ich mit ansehen musste, was für ein krankes Hirn mein Meister hatte. Das und die Tatsache, dass
ich es Zuhause nicht mehr aushielt, veranlassten mich auf diese Trainingsreise zu gehen. Aber an dem
Tag meiner Abreise geschah etwas ziemlich unheilvolles. Mein Meister wurde zusammen mit mir in
einen Kampf verwickelt. Es war mir zuwider ihm zu helfen, deshalb ließ ich ihn im Stich. Als ich weit
genug weg war, traf ich ausgerechnet auf den Freund meiner Mutter. Und er brachte wieder ein mal das
Fass zum überlaufen mit seinen dämlichen Kommentaren. Ich weiß nicht was über mich gekommen
war, aber er lag plötzlich tot vor mir. Ich bin einfach davon gerannt, ohne nachzudenken. Ich legte mir
dann irgendwann den Namen Sidney Cid zu und erklärte Markus Hikaru, für mich selbst, als tot. Es war
der einziger Weg mich davor zu bewahren in der Schuld zu ertrinken. Und jetzt bin ich hier, verfolgt
von meinem ehemaligen Meister."
Ranma war total perplex. Er fühlte sich wie erschlagen, nicht imstande etwas darauf zu erwidern.
Sidney: „Mehr als mich entschuldigen kann ich nicht. Außer natürlich zu gehen und nie wieder zu kommen.
Aber bevor ich gehe will ich dir noch ein kleines Geschenk machen."
Ein kleines Fläschchen wurde gezückt und auf dem Tisch im Zimmer abgestellt.
Sidney: „Das nennt man Flatulus. Ein antike Droge. Extrem süchtig machend, selbst starke Menschen werden
bereits nach der zweiten Dosis abhängig. Es ist gefährlich, aber es kann deinen Fluch heilen. Du musst
es einfach verdünnen und trinken, mehr nicht."
Ranma: „Da-da-damit kann ich meinen Fluch heilen?"
Sidney: „Ja, ganz genau. Aber wie gesagt, es ist nicht ohne Risiko."
Ranma: „Dann, dann könnte ich... Dann wäre mein Leben weniger schlimm."
Sidney: „Schlimm, dein Leben und schlimm?"
Ranma: „Ja, mein Leben ist das reinste Chaos."
Unglaubliche Wut stieg in Sidney hoch.
Sidney: „Dein Leben schlimm?! Was soll ich da sagen!? Mein Vater ist wegen mir gestorben, ich habe einen
Menschen grundlos getötet, kann deshalb nicht in meine Heimat zurück, mein Bruder wurde deswegen
von meinem ehemaligen Meister getötet, mein bester Freund hat sich heute für mich geopfert und da ist
noch dieser Kerl in meinem Kopf, der heute versucht hat die Kontrolle über meinen Körper zu
übernehmen! Ranma, du EGOIST! Dein Leben ist perfekt. Du hast ein Heim, einen Menschen mit dem
du deine Zukunft verbringen kannst, und erzähl mir nicht, dass du das nicht willst. Außerdem brauchst
du dir keine Sorgen über deine Zukunft zu machen, weil alles bereits geregelt ist!"
Ranma: „........"
Sidney: „Entschuldige, mein Fehler. Ich werde jetzt gehen. Aber vorher, könntest du mir noch etwas
versprechen?"
Ranma: „Was ist es?"
Sidney: „Erzähl ihnen alles. Sie sollen wissen, wer ich bin. Sie sollen alles wissen. Vor allem Kasumi"
Ranma: „Sicher?"
Sidney: „Absolut sicher."
Ranma: „[zögerlich] Ich...verspreche es. Aber warum Kasumi?"
Sidney: „Ich will, dass die Person die ich liebe, auch alles über mich weiß."
Ranma: „Jetzt verstehe ich. Das heißt nicht ganz, warum bist du ihr dann aus dem Weg gegangen?"
Sidney: „Jemand wie ich und jemand wie Kasumi? Das will ich ihr nicht antun. Vielleicht, verstehst du es. Es ist
nicht nur wegen meiner Vergangenheit, aber du fragst besser Dr. Tofu. Er kann dir antworten. Hoffentlich haben
die Übungsstunden was gebracht."
Ranma: „Übungsstunden?"
Sidney: „Nur ein bisschen ‚Kasumi für Anfänger'."
Ranma: „Alles klar."
Sidney: „Tja, das ist dann wohl der Abschied. War schön dich kennengelernt zu haben."
Ranma: „Gleichfalls."
Sidney: „Leb wohl und bedank dich noch mal bei den anderen für mich."
Ranma: „Klar doch, mach ich."
Für Sidney war es jetzt vorbei, er dreht sich um und verließ das Zimmer.
Ranma: „Sidney!"
Sidney: „Hm?"
Ranma: „Auf Wiedersehen, Sid."
Mehr als ein müdes Lächeln konnte Sidney nicht zeigen, bevor er das Zimmer verließ.
Auf dem Weg nach draußen, sah er die Tendos und Genma auf sich zukommen. Er konnte es nicht ertragen sie
jetzt zu sehen, vor allem Kasumi nicht. Deshalb drehte er sich einfach um und verließ das Gebäude auf einem
anderen Weg und verschwand.
Kasumi: „Sidney?"
Etwas gegen 6:00 war Akane erwacht und war wieder auf dem Damm. Natürlich wurde sie zur Beobachtung da
behalten. Trotz Proteste seitens Ranma ging der Rest der Familie nach Hause, Ranma im Schlepptau. Bei den
Tendos angekommen, legte sich Ranma ins Bett und konnte endlich schlafen, sowie der Rest der Familie. Nur
Kasumi ging noch kurz in dich Küche um schnell noch etwas vorzubereiten, bevor sie auch ins Bett gehen
würde. Aber in der Küche traf sie auf einen unerwarteten Besucher.
Dr.Tofu: „Kasumi..."
Sidney: „Ja! Markus Hikaru ist tot. Tot wegen mir."
Bedrückende Stille trat ein, als Sidney das sagte. Ranma zweifelte vollkommen an dem Bild, welches er sich bis
jetzt von Sidney ausmalte. Ein Mörder? War das möglich? Warum? Tausende von fragen schossen Ranma durch
den Kopf, wurde aber abrupt wieder aus seinen Gedanken herausgerissen.
Sidney: „Ranma, bitte geh' jetzt. Das ist nicht dein Problem."
Ranma: „Genau das we...Nein...ich bleibe. Als du nach Kasumi gesucht hast, hat mir Shampoo das Versprechen
abgenommen mich um das Problem zu kümmern. Und ich halte mein Versprechen!"
Tanges: „Na wie niedlich. Jetzt kommt auch noch einer der lieber einem Mörder hilft als sein Versprechen zu
brechen."
Sidney: „Danke...Ranma."
Ranma: „Ich mach das ganz bestimmt nicht wegen dir!"
Sidney: „Ich...verstehe."
Londin: _Könnten wir dann vielleicht mal anfangen._
Tanges: _Von mir aus, aber Sidney gehört mir!_
Londin und Bermonn blickten sich kurz fragen an, stimmten dann aber zu.
Bermonn: _Und was ist mit dem anderen? Der reicht ja nicht für zwei._
Londin: _Das gibt es nur eine Möglichkeit..._
Plötzlich flog eine Münze in die Luft.
Londin: _Kopf oder Zahl?_
Er fing die Münze und hielt sie fest in seiner Faust.
Bermonn: _Kopf._
Londin öffnete seine Faust und...
Londin: _Dein Gegner._
Bermonn: _Wer sagt's denn!_
Londin: _Sag Bescheid wenn du Hilfe brauchst._
Bermonn: _Pah!_
Ranma und Bermonn stellten sich gegenüber, jederzeit bereit zum Angriff. Tanges war ebenfalls bereit, nur
Sidney sah etwas desorientiert aus. Fast gleichzeitig begannen die Kämpfe. Mit großem Geschick führte
Bermonn seinen Stab, aber Ranma war einfach zu schnell für ihn, mit fast spielender Leichtigkeit wich er seinen
Angriffen aus. Sidney wendete eine andere Strategie an, er blieb immer außerhalb der Reichweite von Tanges
angriffen, es schien als wüsste er, dass er nicht schnell genug für ihn sein würde.
Tanges: _Komm schon, stell dich!_
Sidney: _Noch nicht!_
Währenddessen verlief der Kampf der anderen Beiden noch immer genauso wie er begonnen hatte. Allerdings
wurde Ranma etwas langweilig und er wollte den Kampf schnell beenden. Er wich einem hohen Schlag von
Bermonn nach unten aus und rammte ihm seine Faust in den Magen. Aber alles was ihm das einbrachte war ein
stark schmerzende Hand.
Ranma: „Auauau! Mann, dem sein Panzer ist vielleicht hart!"
Während Ranma seine Hand kühlte bemerkte Bermonn einen Druck in seiner Bauchgegend. Als er nach unten
Blickte sah er einen tiefen Eindruck in seinem Brustpanzer.
Bermonn: _Ach du Schande, der Kleine hat es tatsächlich geschafft meinen Panzer zu beschädigen. Hut ab!_
Auch Ranma bemerkte jetzt, dass nicht der Panzer für seine Schmerzen verantwortlich war.
Ranma: „Verdammt noch eins. Wenn allein seine Bauchmuskeln so hart sind... Wenn er mich trifft kann ich
einpacken!"
Der Kampf ging schnell weiter.
Unterdessen war Sidney immer noch damit beschäftigt vor Tanges zu weichen.
Tanges: _Hör auf mich zu beleidigen und kämpfe wie ein Mann!_
Sidney: _Wenn du mich besiegen willst musst du dich erst mal beruhigen._
Tanges: _Ich werde mich erst beruhigen, wenn dein blutiger Leichnam vor mir liegt._
Sidney: _Schlecht für dich. Du bist wie früher, jedesmal wenn du wütend bist werden deine Angriffe
unkoordiniert und lesbar. Nach so langer Zeit hast du nichts dazu gelernt!_
Tanges: _Woher willst du das wissen? Hör auf Markus zu beleidigen, indem du so sprichst wie er!_
Sidney: _Ich kannte Markus recht gut, weißt du?_
Vielleicht hätte Sidney das nicht sagen sollen, denn das machte Tanges nur noch wütender, aber genau das
wollte Sidney anscheinend. Tanges Angriffe würden immer schlechter, fast stümperhaft.
Unterdessen machte Ranma einen großen Fehler. Einer kleinen Unachtsamkeit zu folge musste er einen von
Bermonns Angriffen blocken. Der Schmerz in Ranmas Arm war extrem, Bermonn hingegen war sehr überrascht,
dass der Arm nicht gebrochen war. Trotz der Schmerzen in seinem Arm kämpfte Ranma weiter. Er musste sich
langsam wirklich Gedanken darüber machen, was er tun sollte. Er dachte zuerst noch an das ‚Hiryu Shoten Ha',
aber bei Bermonn konnte es Ranma nicht anwenden. Zum einen kämpfte er eher stationär und wartete auf
Ranmas Angriffe und zum andren, selbst wenn er sich in eine Spirale locken ließe, würde sich sein Ki
verflüchtigen bevor Ranma im Zentrum angelangt wäre. Und der ‚Moko Takabisha'? Wenn er bei Sidney schon
kaum Schaden anrichtete, würde Bermonn darüber doch nur lachen. Umisen-ken war die einzige Möglichkeit die
ihm einfiel. Sofort löschte er alle Anzeichen für seine Präsenz.
Bermonn: _Was zum...Er ist wie...wie ein Geist._
Vor Bermonns Augen verschwand plötzlich Ranma. So sehr sich Bermonn auch konzentrierte, er konnte ihn
nicht ausmachen. Bereits wenige Augenblicke später hagelten Dutzende von Schlägen auf seinen Rücken nieder
und ließen ihn in die Knie gehen. Aber die Schmerzen waren erträglich und er konnte recht schnell wieder
aufstehen. Für Ranma bedeutete das einen neuen Versuch. Erneut zwangen Ranmas Schläge Bermonn in die
Knie, aber diesmal kam er nicht so schnell wieder hoch.
Londin: _Hey, Bermonn! Brauchst du Hilfe?_
Bermonn: _Nein..._
Ranma nutzte die Gunst der Gelegenheit und startete eine schmerzhafte Schlag-Tritt-Kombination.
Bermonn: _Ich...ich hab's mir anders überlegt._
Ohne Verzögerung beteiligte sich Londin am Kampf.
Ranma: „Hey, zwei gegen einen? Ihr Feiglinge!"
Londin ging direkt in den Angriff über und diesmal war Ranma wirklich gefordert. Londin war fast so gut wie
Sidney und auch sein Kampfstil ähnelte stark dem von Sidneys. Das verschaffte Ranma den kleinen Vorteil
seinen Gegner bereits zu kennen. Außerdem schienen Londins Techniken fast wie aus dem Lehrbuch ausgeführt,
ohne Abweichung von der Vorlage. Dennoch blieb er ein nicht zu unterschätzender Gegner. Da Ranma sich
einmal daran gewöhnt hatte versuchte er auch bei ihm das Umisen-ken. Wieder löschte er seine Präsenz und
bewegte sich hinter den Rücken des Opfers. Er wollte gerade seinen ersten Schlag ansetzen, als sich Londin
plötzlich elegant zur Seite drehte, dabei den rechten Arm Ranmas packte und ihn schließlich nach hinten zog.
Genau darauf schien auch Bermonn gewartet zu haben, denn genau in diesem Moment schnappte er sich Ranmas
linken Arm und zog diesen nach hinten. Ranma befand sich jetzt in einer sehr prekären Situation, denn er konnte
sich nicht von selbst befreien, je mehr er es versuchte und je mehr er sich bewegte, desto fester wurde der Druck
auf seine Arme und damit auch der Schmerz.
Ranma: „Hey Sidney! Ich könnte jetzt echt ein bisschen Hilfe gebrauchen!"
Sein Aufruf blieb von Sidney nicht ungehört.
Sidney: _Tut mir Leid, Kleiner, aber ich habe was zu erledigen._
Tanges: _Du bleibst hier!_
Sidney: _Das bezweifle ich._
Er bereitete einen Ki-Blast vor, aber anstatt auf Tanges zu zielen feuerte er ihn auf den Boden kurz vor Tanges.
Die Trümmerstücke rissen Tanges von den Beinen und er fiel nach hinten um.
Sidney nutzte den günstigen Augenblick um zu Ranma zu gelangen.
Londin: _Na komm schon! Schlag uns und der Kleine hier wird in Zukunft nur noch mit den Beinen kämpfen._
Ranma und Sidney blickten sich kurz tief in die Augen. Das allein reichte den beiden um sich einen Plan
auszudenken. Ranma hob einfach seine Beine und...trat Sidney, so das alle vier umfielen. Der Schreck
veranlasste Londin und Bermonn ihren Griff zu lösen. Am Boden rammte Ranma seinen Ellenbogen in Londins
Seite. Er war ziemlich überrascht als sich Londin schreiend vor Schmerzen krümmte.
Londin: _AHH...GENAU IN DIE WUNDE._
Ranma: Gut, der ist außer Gefecht. Kommt der nächste.
Er wollte als nächstes Bermonn angreifen, aber die scharfe Klinge an seinem Hals hielt ihn davon ab.
Tanges: „Du solltest dich besser nicht bewegen."
Hinter Tanges war Sidney auch wieder ganz klar, er streckte Tanges seine Handfläche entgegen und ließ einen
Ki-Ball entstehen.
Sidney: _Und du solltest lieber deine Waffen einstecken._
Bermonn: _Und du deinen Ki-Ball_
Dummerweise bedrohte Bermonn Sidney mir den Klingen die in seinem Kampfstab versteckt waren.
Sidney überlegte einen Augenblick und ließ dann seinen Ball langsam schrumpfen. Überraschenderweise fiel
plötzlich Bermonn bewusstlos zusammen. Tanges, der das bemerkte, dreht sich erschreckt um und entfernte
dabei seine Klinge von Ranmas Kehle.
Sidney: _Fehler!_
Der Ki-Ball wuchs wieder und traf Tanges, wodurch dieser drei Meter weit geschleudert wurde und schließlich
dort liegen blieb wo er aufschlug.
Erst jetzt schauten sich Ranma und Sidney nach dem Grund für Bermonns Zusammenbruch um. Es war Akane
die sie fanden.
Ranma: „Akane, was machst du denn hier?"
Akane: „Denkst du ich lass mich so einfach abspeisen."
Ranma: „Wie kommst du überhaupt hierher?"
Akane: „Ich bin euch gefolgt und hab mich da hinten versteckt, bis ich eine Chance sah euch zu helfen."
Währenddessen ging Sidney zu Londin, packte ihn an die Schulter und er schlief ein.
Sidney: „Gute Arbeit, Akane."
Akane: „Danke."
Sidney: „Willst du nicht auch was sagen?"
Ranma: „Es ist gefährlich hier. Du solltest besser verschwinden."
Sidney: „Das war nicht das was ich meinte, aber ich stimme Ranma zu. Jetzt wird es noch viel ungemütlicher."
Akane: „Aber..."
Ranma: „Kein Aber! Bitte Akane, geh jetzt."
Einen kurzen Augenblick blickten sich beide in tief in die Augen.
Akane: „Ja, ist gut. Ich werde gehen."
Ranma: „Danke."
Akane verließ den Kampfplatz, jedenfalls sah es so aus, denn in Wirklichkeit, versteckte sie sich wieder in
sicherer Entfernung.
Ranma: „Gut."
„HAHAHAHAHAHAHAHA!"
Ranma und Sidney drehten sich zu dem Lachen um und entdeckten eine vollkommen eingehüllte Person.
Brutus: „Das Trisaster ist besiegt! [ironisch] Was für eine Überraschung?"
Sidney: „Jetzt wird es erst richtig ernst, Ranma."
Ranma: „Kein Problem!"
Brutus: „Jetzt endlich sehen wir uns wieder. Es ist so lange her."
Sidney: „Nur leider nicht lange genug."
Brutus: „Sag' bloß, du freust dich nicht mich zu sehen."
Sidney: „Ganz bestimmt nicht. Wie hast du mich eigentlich gefunden, dachte ich hätte alle Spuren verwischt."
Brutus: „Nun, ja. Zuerst konnte ich dich auch nicht finden, aber vor zwei Jahren hat mir mein Sohn zum
Fünfzigsten ein spezielles Geschenk gemacht: Ein Video auf dem du zu sehen warst. Es war nicht
schwer, den Rest herauszufinden."
Sidney: „Sag nicht du bist mir die letzten Jahre gefolgt."
Brutus: „Es musste sein."
Sidney: „Und das nur wegen so einer Lappalie?"
Brutus: „Mein Bruder ist keine Lappalie!"
Ranma: Noch einer...?
Sidney: „Oh bitte! Was für Geschichten erzählst du hier eigentlich? Wir wissen doch beide ganz genau, dass dir
dein Bruder ziemlich egal war, du hast ihn genauso gehasst, wie jeder andere auch."
Brutus: „Er bleibt trotzdem mein Bruder, mein einziger Bruder. Blut ist dicker als Wasser, musst du wissen."
Sidney: „Das sagst ausgerechnet du. Gib es zu, du bist hier weil du nicht ertragen hast, dass ich erkannt habe wer
und was du bist."
Brutus: „Dein Verrat, willst du wohl sagen. Du hast mich im Stich gelassen!"
Sidney: „Du hast ja überlebt wie ich sehe. Wirklich schade..."
Ranma: „Hey, unterhaltet euch gefälligst später! Ich hab' nicht ewig Zeit."
Brutus: „Wenn wir hier fertig sind, ist es für eine Unterhaltung zu spät."
Sidney: „Wir werden dennoch fortfahren. Es hat ja sowieso keinen Zweck."
Brutus: „Wenn ihr wollt..."
Ein schnelle Handbewegung später flog der weite Umhang durch die Luft und ein älterer, recht großer Mann
kam zum Vorschein. Eine ähnlich Rüstung wie bei den anderen schützte seinen Körper, nur war sie wesentlich
verzierter als die anderen. Und Ranma viel noch die Ähnlichkeit zwischen Brutus und Sidney auf, er schob es
aber darauf, dass sich Europäer sowieso alle ähnlich sahen.
Sidney: „Mein Güte, hast du das alte Ding noch immer nicht weggeschmissen?"
Brutus: „Du wolltest kämpfen! Dann kämpfe jetzt und schweige!"
Sidney: „Halte dich bereit, Ranma."
Ranma: „Was, ich soll..."
Sidney: „Wir werden gleichzeitig kämpfen, es muss sein."
Ranma: „Na gut."
Alle drei Kontrahenten gingen in Angriffsstellung und warteten nur auf den Beginn des Kampfes. Als hätten sie
es so abgesprochen gingen alle drei gleichzeitig in den Angriff über. Obwohl Ranma und Sidney gleichzeitig
kämpften, war Brutus etwas besser. Ihm reichte jeweils ein Arm und ein Bahn um die Beiden in Schach zu
halten.
Ranma: Junge, ist der gut!
Bereits nach wenigen Augenblicken wurde klar, dass die beiden so den Kampf nicht gewinnen könnten. Sie
mussten sich etwas besseres Einfallen lassen. Für Sidney war klar, dass er sein Spezialgebiet hier zum Einsatz
bringen musste.
Sidney: „Mach weiter, Ranma!"
Ranma: „Ok!"
Ranma musste jetzt erst einmal alleine mit Brutus fertig werden, denn Sidney zog sich ein Stück zurück. Er
bereitete einen etwa drei Meter großen Ki-Blast vor und feuerte ihn in einem Bogen ab, um Ranma nicht zu
treffen. Fast gelangweilt, schoss Brutus mit einer einfachen Handbewegung einen Blast ab, der Sidneys zerstörte.
Brutus: „War das schon alles."
Sidney: „Noch nicht."
Diesmal feuerte Sidney zwei Ki-Blasts gleichzeitig ab, so dass Brutus von zwei Seiten aus angegriffen wurde.
Ranma verstand was das zu bedeuten hatte. Aber Brutus Bewegungen waren zu schnell, als dass Ranma
rechtzeitig zuschlagen konnte.
Sidney: So wird das auch nichts. Das ist nicht zu fassen. Ich muss mir was anderes ausdenken, aber was.
Solange ihm nichts gescheites einfiel, feuerte er einfach weiter, in der Hoffnung, dass Brutus vielleicht einen
Fehler machen würde, aber dieser kam nicht.
Brutus: „Das ist vollkommen sinnlos. Hier, ich zeig's dir!"
Um den nächsten Ki-Blast abzuwehren schnappte sich Brutus einfach Ranma und warf ihn dem Blast entgegen.
In letzter Sekunde konnte Sidney noch den Kurs seines Blasts so verändern, dass Ranma nicht getroffen wurde.
Für Ranma war es jetzt an der Zeit, wieder ein mal sein ‚Hiryu Shoten Ha' auszupacken. Erneut verwickelte er
Brutus in eine Konfrontation und sorgte für eine spiralförmige Bewegung, aber als er Endpunkt angelangt war
und er den finalen Schlag ausführte passierte nichts. Er starrte verwundert auf seinen gehobenen Arm und
bemerkte deshalb nicht, dass Brutus einen Angriff vorbereitete. Ähnlich Sidneys ‚Ball der zwei
Himmelssphären' bereitete er eine Ki-Kugel über seinem Kopf vor, aber die Farbe war ziemlich ungewöhnlich,
ein dreckiges, ungesundes Gelb strahlte von der Kugel aus.
Sidney: Er wird doch nicht...
Sidney: „Nein!"
So schnell er konnte ließ er einen Blast los, aber er war auf Ranma gerichtet.
Brutus: „Ich hab' jetzt genug von dir! Stirb!"
Kurz bevor die Kugel Ranma traf, wurde er durch Sidneys Ki-Blast aus der Gefahrenzone befördert. Ein Stein
fiel von Ranmas und Sidneys Herzen, aber der laute Schrei hinter ihnen belehrte sie eines besseren. Wie vom
Blitz getroffen rannte Ranma zu Akane und auch Sidney ließ Brutus erst einmal links liegen.
Ranma: „Akane!? Alles in Ordnung?!"
Kein Antwort kam von ihr, sie war bewusstlos.
Ranma: „Du dumme Gans, warum kannst du nicht auf das hören, was ich sage?"
Sidney: „Das ist nicht der richtige Zeitpunkt für so etwas. Sie lebt noch, aber nicht mehr lange, wenn sie hier
liegen bleibt."
Ranma: „Was!? Dann, dann müssen wir sie von hier wegbringen!"
Sidney: „Ja, wenn du dich beeilst, hat sie gute Chancen zu überleben. Aber nur wenn du sie sofort ins
Krankenhaus bringst. Also, beeil' dich!"
Für Ranma war klar was jetzt zu tun war. Er nahm Akanes bewusstlosen Körper in die Arme und bereitete sich
darauf vor zu gehen.
Ranma: „Du wirst ihn besiegen, verstanden! Für das was er Akane angetan hat muss er bluten. Und stirb mir
nicht! Ich hab' noch ein Hühnchen mit dir zu rupfen, Sid!"
Sidney: „Schon klar! Wir werden sehen was ich tun kann."
So schnell er konnte rannte Ranma mit Akane auf dem Arm in Richtung Hospital.
Sidney atmete noch einmal tief durch und drehte sich dann wieder zu Brutus um.
Brutus: _Schade um das Mädchen._
Sidney: _Sie ist stark, ich habe sie selbst trainiert._
Brutus: _Wirklich? Wie stark ist sie denn._
Sidney: _Stark genug um deinen Angriff zu überleben._
Brutus: _Selbst wenn sie jetzt noch lebt. Bis der Junge mit ihr im Krankenhaus ist wird es zu spät sein._
Sidney: _Das hoffe ich nicht, für dich. Wenn sie stirbt hast du Ranma am Hals. Glaub mir, wenn er wirklich
wütend ist, kann er sogar mir Konkurrenz bieten._
Brutus: _Nur Schade, dass ich nicht das selbe von dir behaupten kann. Ich dachte die letzten sechs Jahre hätten
dich noch stärker gemacht._
Sidney: _So wie die anderen drei? Sie sind kaum ein Hindernis für mich._
Brutus: _Deshalb hatte ich dich ja auch als Anführer für die Quadriga vorgesehen._
Sidney: _Oh Mann, wie nennst du dich eigentlich?_
Brutus: _Nenn mich Brutus._
Sidney: _Brutus? Quadriga? Trisaster? Im Namenausdenken bist du nicht unbedingt der Beste._
Brutus: _Sidney ist auch kein besserer Name._
Sidney: _Du solltest besser froh sein. Ohne diesen Namen hättest du es wohl kaum geschafft den Kleinen auf
mich anzusetzen. Was für eine Geschichte hast du ihm eigentlich erzählt? Hahahaha Ich wusste ja noch
gar nicht das ich tot bin und mich auch noch selbst ermordet habe. Wirklich witzige Geschichte._
Brutus: _Not macht erfinderisch. Er hätte wohl kaum seinen besten Freund verfolgt, aber jemand der seinen
besten Freund getötet hat dafür um so mehr._
Sidney: _Mach den besten Freund zu deinem schlimmsten Feind, was?_
Brutus: _Wie heißt es so schön: Man braucht seine Freunde, aber seine Feinde noch viel mehr._
Sidney: _Tse! Dafür, dass du ihn mit reingezogen hast, wirst du noch einmal bezahlen. Und für all die anderen
die deinetwegen leiden mussten. Es ist Schade, dass es die drei hier nicht gesehen habe, denn dann
wüssten sie wie schwarz deine Seele ist._
Brutus: _Spar' dir den Moralapostel. Sie hätten einfach nicht da sein dürfen und an deinen Händen klebt genauso
Blut. Nein, was du getan hast war noch viel schlimmer!_
Sidney: _Halt die Klappe! Ich werde das jetzt ein für alle mal beenden._
Plötzlich hielt Sidney einen Bottich mit kaltem Wasser in den Händen.
Sidney: Ich will es nicht, aber ich brauche die Geschwindigkeit.
Er kippte sich das Wasser über den Kopf und verwandelte sich in Sidney-j.
Brutus: _Was soll das denn sein._
Sidney-j: _Ich bin jetzt dein Gegner._
Brutus: _Wenn du willst._
Ohne Verzögerung ging der Kampf weiter. Brutus war von Sidney-js Schnelligkeit zuerst überrascht, was ihn ein
paar Treffer kostete, aber schon bald gewann er wieder die Oberhand.
Brutus: _Ich muss sagen, du bist recht schnell geworden._
Für Sidney-j gab es keinen Grund zu antworten.
Brutus: _Aber du bist immer noch zu langsam._
Wie sich schnell herausstellte, hatte Brutus Recht. Es gelang Sidney-j nicht all zu oft die Angriffe abzuwehren,
im Gegenzug konnte er keine Treffer landen.
Einen Schlag konnte er abwehren und Brutus Arm packen, gleichzeitig tat das aber auch Brutus. So standen sie
jetzt beide sich gegenseitig festhaltend, bis Sidney-js Blick auf die Kette an Brutus Hals fiel. Diese
Unachtsamkeit kostete ihn fiel. Eine ganze Serie an Schlägen und Tritten prasselten auf ihn ein und beim letzten
knackte es auch noch in seinem Brustkorb. Die Schmerzen ließen ihn in die Knie gehen, aber sein Gesicht blieb
regungslos, wie immer.
Sidney-j: _Diese Kette gehörte meinem Bruder._
Brutus: _Gehörte ist das richtige Wort. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort, mir blieb keine andere Wahl._
Sidney-j: _........_
Brutus: _Was ist? Bist du wütend, möchtest du noch mal angreifen?_
Sidney-j: _Ich kann nicht wütend sein._
Brutus: _Das ist schön. Mein Angriff hat dir zwei Rippen gebrochen, es hat keinen Sinn mehr. Wir werden das
jetzt beenden._
Der gleiche Angriff wie bei Ranma wurde vorbereitet, nur war die Kugel diesmal viel größer.
Brutus: _Stirb, Markus!_
Die Kugel kam direkt auf Sidney-j zugeflogen, er konnte nur noch seinen Arm vor das Gesicht halten und
warten. Ein gleißendes Licht erhellte die Umgebung und versperrte die Sicht. Es dauerte eine Weile bis das Licht
wieder verschwand, aber was man erkennen konnte war seltsam: Sidney-j kniete noch immer an der selben
Stelle. Kurze Zeit später schlug irgend etwas hinter ihm auf.
Brutus: _Idiot!_
Sidney-j ging zu dem Körper.
Tanges: _Hey Kumpel..._
Sidney-j: _Es war unlogisch was du getan hast._
Tanges: _Du...weißt...doch...ich handle...immer...impul...siv..._
Sidney-j: _Warum hast du das getan?_
Tanges: _Ich habe...alles ge...hört. Tut...mir...Leid...ich...war dumm._
Sidney-j: _Du hast dich nur der Situation entsprechend verhalten._
Tanges: _Dan...ke..._
Tanges Blick erstarrte und er hörte auf zu atmen. Sanft schloss ihm Sidney-j die Augen.
Sidney-j: _Warum...? Warum stirbt nur jeder der mir etwas bedeutet?_
Brutus: _So ein Idiot. Ein verräterischer noch dazu!_
Sidney-j: _Hal...halt...halt dein...HALT'S MAUL!_
In Sidney-js Blick ging eine Veränderung vor sich, der eisige Blick verschwand und wurde durch einen voller
Zorn und Hass ersetzt. Sofort sprang er auf Brutus los und griff ihn an. Je mehr Angriffe er durchführte, desto
schneller wurde er.
Brutus: _Was-was ist das?!_
Sidney-j: _VERRECKE!_
Dann geschah es, Sidney-j wurde schneller als Brutus und verpasste ihm ein paar saftige Schläge. Brutus verlor
jede Chance, er war bereits am Boden als plötzlich...
Sidney-j: _HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!!!!_
Brutus: _Was soll das? Was ist passiert?!_
Sidney-j: _Endlich! Ich habe es geschafft. Ich bin frei! Hahahaha!_
Innig betrachtete er seine Hände und seine Finger, wie sie sich bewegten.
Sidney-j: _Unglaublich! Diese Kontrolle. Ich kann jede einzelne Muskelfaser spüren und kontrollieren. Das ist
der Beweis für die Wahrheit meiner Aussage. Ich bin es tatsächlich, der wahre Markus Hikaru. Nach
sechs Jahren endlich die erhoffte Chance. Jetzt wird es Zeit meine Kraft zu testen._
Mit einem durchdringenden Blick starrte er Brutus an.
Sidney-j: _STERBT, MEISTER!!_
Gerade so konnte Brutus der Faust ausweichen, die Sidney-j jetzt in den Boden rammte. Er glaubte sich in
Sicherheit, aber urplötzlich riss die Erde im Umkreis von zehn Metern auf und Brutus wurde von den Trümmern
verletzt. Panisch versuchte er sich in Sicherheit zu bringen.
Sidney-j: _Sinnlos!_
Brutus: Was soll ich tun? Kaltes Wasser...Wenn er sich bei Kontakt mit kaltem Wasser verwandelt, vielleicht
kann man den Effekt mit heißem Wasser umkehren. Aber woher...Das Lagerfeuer...die Suppe, vielleicht
reicht das.
So schnell er konnte rannte er zu dem Lagerfeuer, wo immer noch Mousse und Cologne lagen. Sidney-j folgte
ihm relativ langsam.
Sidney-j: _Willst du eine letzte Henkersmahlzeit._
Brutus wartete bis Sidney-j direkt hinter ihm stand bevor er die dünne Suppe in Sidney-js Gesicht spritzte. Der
wieder aufgetauchte Sidney war vollkommen benebelt, was Brutus ausnutzte um ihm erst mal mit einer
Überdosis Ki lahmzulegen. Während Sidney bewegungsunfähig auf dem Boden lag, ließ Brutus ein Schwert aus
Ki aus seinem Arm wachsen. Doch er schlug nicht zu, statt dessen ließ er es wieder verschwinden.
Brutus: _Nein, ich werde dich nicht töten. Dein anderes Ich könnte ja vielleicht mal von Nutzen sein und
außerdem weiß ich wie sehr du darunter leidest. Aber ich komme wieder, das verspreche ich._
Mir einem leisen Lachen drehte er sich um und ging. Einfach so, nachdem er Sidney zwei Jahre lang verfolgte.
Es war bereits 3:00 Uhr und Akane lag im Krankenhaus. Die Ärzte wussten nichts mit Akane anzufangen, sie
konnten nicht feststellen was ihr fehlte. Alles was sie tun konnten war, sie erst einmal mal am Leben zu erhalten.
Ranma blieb die ganze Zeit bei ihr, obwohl er fast schon im stehen einschlief. Er konnte sie in dieser Situation
nicht im Stich lassen. Es ist wirklich schade, dass es nur Momente wie diese sind, die Ranma dazu bringen, über
sein Beziehung mit Akane nachzudenken. Aber sich selbst einzugestehen, wie fiel sie ihm bedeutete, das konnte
er nicht. Bis jetzt hatte er es nur ein mal geschafft, und danach gleich wieder vergessen.
Er war kurz davor einzuschlafen, als...
Sidney: „Wie geht es ihr?"
Ranma: „Sidney?"
Genau der stand jetzt im Zimmer, in respektvollem Abstand zu Akane.
Ranma: „Dich gibt es also auch noch. Das heißt du hast ihn besiegt."
Sidney: „Nein, ich habe verloren."
Ranma: „Was?!"
Sidney: „Er ist einfach gegangen und hat mich leben lassen. Es tut mir leid für Akane, es ist alles meine Schuld."
Ranma: „JA, genau das ist es! Warum hast du diesen Markus Hikaru überhaupt getötet?!"
Sidney: „Ich habe ihn nicht getötet. Er ist einfach nicht mehr hier."
Ranma: „Das kommt auf's selbe raus. Fakt ist, dass Markus Hikaru tot ist."
Sidney: „ICH bin Markus Hikaru!"
Jetzt verlor Ranma total den Überblick. Sidney hatte eben noch gesagt dass Markus tot wäre, und jetzt wollte er
es plötzlich selber sein.
Sidney: „Oder besser: Ich war Markus Hikaru."
Ranma: „Ich verstehe nicht..."
Sidney: „Ich erkläre dir alles, aber zuerst werde ich mich um Akane kümmern."
Ranma: „Wie?"
Sidney: „Wie soll ich es sagen? Es ist eine natürliche Funktion des Körpers, externes Ki aufzunehmen und es in
köpereigenes umzuwandeln. Aber Akane hat eine Ladung ‚chaotischen Kis' abbekommen. Es lässt sich
nicht umwandeln. Das dumme ist, dass es keine Schutzfunktion für das Umwandeln gibt, der Körper
arbeitet so lange, bis das fremde Ki verschwunden ist. Sie stirbt vor Erschöpfung, Ranma."
Ranma: „Und wie kann man das verhindern."
Sidney: „Ich werde das fremde Ki einfach in meinen Körper leiden."
Ranma: „Aber, dann wirst du..."
Sidney: „Die Menge an Ki die aufgenommen werden kann, hängt von der Stärke des eigenen Kis ab. Ich werde
Akanes Dosis überleben."
Ranma sagte nichts weiter und beobachtete wie Sidney zu Akane ging und seine Hand auf ihren Bauch legte.
Sein Gesicht fing an sich vor Schmerzen zu verzerren und seine Atmung wurde unregelmäßig. Nach etwa zwei
Minuten war der Spuk vorüber und Sidney ging es wieder besser.
Sidney: „Ok, Es ist raus. Es wird aber noch eine Weile dauern, bis Akane wieder aufwacht."
Ranma: „Was ist mit dir?"
Sidney: „Nur ein wenig schwindlig, aber ansonsten bin ich Ordnung."
Ranma: „Dann aber jetzt raus mit der Sprache."
Sidney: „Na gut. Hikaru ist der Familienname meines Stiefvaters. Den Namen Markus hat mir meine Mutter
gegeben. Bis zu dem Punkt an dem mein Stiefvater starb, habe ich dir die Wahrheit erzählt."
Ranma: „Ach ja?"
Sidney: „Ja. Aber mein Stiefvater starb nicht bei einem Verkehrsunfall. Er würde bei einem Raubüberfall
getötet, während er versuchte mich zu beschützen. An seinem Grab habe ich mir geschworen stärker zu
werden, damit nie wieder jemand wegen mir sterben muss. Bereits kurz nach dem Tod lernte meine
Mutter einen anderen Mann kennen. Zuerst freute ich mich für sie, bis ich ihn kennenlernte. Er war
einer der größten Mistkerle den die Welt je gesehen hat, außer Beschimpfungen und Beleidigungen
hatte er Nichts für andere Menschen übrig. Ich wusste nicht was meine Mutter so toll an ihm fand, aber
mir wurde es irgendwann egal. Ich nutzte statt dessen die Vorteile: Sein Bruder betrieb eine
Kampfsportschule für Talentierte. Dort lernte ich vieles, auch die Kontrolle des Kis. Bis zu dem Tag an
dem ich mit ansehen musste, was für ein krankes Hirn mein Meister hatte. Das und die Tatsache, dass
ich es Zuhause nicht mehr aushielt, veranlassten mich auf diese Trainingsreise zu gehen. Aber an dem
Tag meiner Abreise geschah etwas ziemlich unheilvolles. Mein Meister wurde zusammen mit mir in
einen Kampf verwickelt. Es war mir zuwider ihm zu helfen, deshalb ließ ich ihn im Stich. Als ich weit
genug weg war, traf ich ausgerechnet auf den Freund meiner Mutter. Und er brachte wieder ein mal das
Fass zum überlaufen mit seinen dämlichen Kommentaren. Ich weiß nicht was über mich gekommen
war, aber er lag plötzlich tot vor mir. Ich bin einfach davon gerannt, ohne nachzudenken. Ich legte mir
dann irgendwann den Namen Sidney Cid zu und erklärte Markus Hikaru, für mich selbst, als tot. Es war
der einziger Weg mich davor zu bewahren in der Schuld zu ertrinken. Und jetzt bin ich hier, verfolgt
von meinem ehemaligen Meister."
Ranma war total perplex. Er fühlte sich wie erschlagen, nicht imstande etwas darauf zu erwidern.
Sidney: „Mehr als mich entschuldigen kann ich nicht. Außer natürlich zu gehen und nie wieder zu kommen.
Aber bevor ich gehe will ich dir noch ein kleines Geschenk machen."
Ein kleines Fläschchen wurde gezückt und auf dem Tisch im Zimmer abgestellt.
Sidney: „Das nennt man Flatulus. Ein antike Droge. Extrem süchtig machend, selbst starke Menschen werden
bereits nach der zweiten Dosis abhängig. Es ist gefährlich, aber es kann deinen Fluch heilen. Du musst
es einfach verdünnen und trinken, mehr nicht."
Ranma: „Da-da-damit kann ich meinen Fluch heilen?"
Sidney: „Ja, ganz genau. Aber wie gesagt, es ist nicht ohne Risiko."
Ranma: „Dann, dann könnte ich... Dann wäre mein Leben weniger schlimm."
Sidney: „Schlimm, dein Leben und schlimm?"
Ranma: „Ja, mein Leben ist das reinste Chaos."
Unglaubliche Wut stieg in Sidney hoch.
Sidney: „Dein Leben schlimm?! Was soll ich da sagen!? Mein Vater ist wegen mir gestorben, ich habe einen
Menschen grundlos getötet, kann deshalb nicht in meine Heimat zurück, mein Bruder wurde deswegen
von meinem ehemaligen Meister getötet, mein bester Freund hat sich heute für mich geopfert und da ist
noch dieser Kerl in meinem Kopf, der heute versucht hat die Kontrolle über meinen Körper zu
übernehmen! Ranma, du EGOIST! Dein Leben ist perfekt. Du hast ein Heim, einen Menschen mit dem
du deine Zukunft verbringen kannst, und erzähl mir nicht, dass du das nicht willst. Außerdem brauchst
du dir keine Sorgen über deine Zukunft zu machen, weil alles bereits geregelt ist!"
Ranma: „........"
Sidney: „Entschuldige, mein Fehler. Ich werde jetzt gehen. Aber vorher, könntest du mir noch etwas
versprechen?"
Ranma: „Was ist es?"
Sidney: „Erzähl ihnen alles. Sie sollen wissen, wer ich bin. Sie sollen alles wissen. Vor allem Kasumi"
Ranma: „Sicher?"
Sidney: „Absolut sicher."
Ranma: „[zögerlich] Ich...verspreche es. Aber warum Kasumi?"
Sidney: „Ich will, dass die Person die ich liebe, auch alles über mich weiß."
Ranma: „Jetzt verstehe ich. Das heißt nicht ganz, warum bist du ihr dann aus dem Weg gegangen?"
Sidney: „Jemand wie ich und jemand wie Kasumi? Das will ich ihr nicht antun. Vielleicht, verstehst du es. Es ist
nicht nur wegen meiner Vergangenheit, aber du fragst besser Dr. Tofu. Er kann dir antworten. Hoffentlich haben
die Übungsstunden was gebracht."
Ranma: „Übungsstunden?"
Sidney: „Nur ein bisschen ‚Kasumi für Anfänger'."
Ranma: „Alles klar."
Sidney: „Tja, das ist dann wohl der Abschied. War schön dich kennengelernt zu haben."
Ranma: „Gleichfalls."
Sidney: „Leb wohl und bedank dich noch mal bei den anderen für mich."
Ranma: „Klar doch, mach ich."
Für Sidney war es jetzt vorbei, er dreht sich um und verließ das Zimmer.
Ranma: „Sidney!"
Sidney: „Hm?"
Ranma: „Auf Wiedersehen, Sid."
Mehr als ein müdes Lächeln konnte Sidney nicht zeigen, bevor er das Zimmer verließ.
Auf dem Weg nach draußen, sah er die Tendos und Genma auf sich zukommen. Er konnte es nicht ertragen sie
jetzt zu sehen, vor allem Kasumi nicht. Deshalb drehte er sich einfach um und verließ das Gebäude auf einem
anderen Weg und verschwand.
Kasumi: „Sidney?"
Etwas gegen 6:00 war Akane erwacht und war wieder auf dem Damm. Natürlich wurde sie zur Beobachtung da
behalten. Trotz Proteste seitens Ranma ging der Rest der Familie nach Hause, Ranma im Schlepptau. Bei den
Tendos angekommen, legte sich Ranma ins Bett und konnte endlich schlafen, sowie der Rest der Familie. Nur
Kasumi ging noch kurz in dich Küche um schnell noch etwas vorzubereiten, bevor sie auch ins Bett gehen
würde. Aber in der Küche traf sie auf einen unerwarteten Besucher.
Dr.Tofu: „Kasumi..."
