Kapitel 11 – Die Wahrheit
Plötzlich erinnerte sich Hermine an einen der vielen Ratschläge, der behauptete, dass die direkte Wahrheit meistens das einzig Richtige war, um schwierige Männer von sich zu überzeugen. Daher atmete sie einmal tief ein, bevor sie, ohne mit der Wimper zu zucken, verkündete: "Ich versuche, Sie längerfristig für mich zu gewinnen."
Er blinzelte verwundert und fragte dann: "Wie bitte?"
"Sie sehen doch das Buch vor mir auf dem Tisch", plauderte sie lässig. "Ich weiß ja, dass es als Schülerin verboten ist, etwas mit einem Lehrer zu haben, aber das gilt für mich ja nur noch für die nächsten eineinhalb Jahre. Also versuche ich nun schon, dass Sie mich zumindest mögen, und wenn ich keine Schülerin mehr bin, mich vielleicht sogar zurücklieben können."
Snape starrte sie fassungslos an. So hatte sie ihn ja noch nie gesehen! Sein Mund stand offen und er schien anscheinend nicht zu wissen, was er sagen sollte. Allein für diesen Moment hatte sich die Wahrheit gelohnt, dachte sie.
Sie wartete auf eine Reaktion von ihm, doch es kam keine. Er schloss zwar irgendwann den Mund, doch er sagte noch immer nichts. Es schien, als denke er angestrengt über etwas nach.
Schließlich zeigte er doch eine Reaktion – er drehte sich einfach um und ging!
Sie war im ersten Moment viel zu perplex für einen einzigen Gedanken, doch dann ratterte ihr Gehirn: Hinterherlaufen oder nicht?
Wenn Hermine ihm rasch hinterherlaufen soll, dann lies in Kapitel 20 weiter; wenn nicht, dann in Kapitel 21.
