8 ist wohl meine Glücksreviewzahl! Vielen Dank für all euer Lob und die Ermutigung. Tut mir leid, dass ich erst so spät update, ich war in Amsterdam! Ich liebe Amsterdam! Gibt es eine schönere Stadt? Gut, meine große Liebe ist London, von daher muss ich wohl mit „ja" antworten. Aber Amsterdam ist auch klasse. Eine gute zweite Wahl, falls das mit London nichts wird. Nur verstehe ich kein Wort holländisch, was äußerst schade ist, denn die Holländer sind so unglaublich schön! Nun, ich höre auf zu schwärmen und komme zum nächsten Kapitel! Hier ist es. Ich denke, hier kommt zum ersten Mal wirklich etwas Rory-mag-Logan, vorher war ihre einzige Bemerkung ihm gegenüber, dass er heiß ist. Tss, tss, oberflächliches Mädchen... ;)

-Partystimmung und andere Lügen-

Am Abend lag Rory in ihrem Bett und las Artikel von Logan, die sie im Archiv der Daily News gefunden hatte. Sie kannte seinen Ruf, er war ein arroganter Playboy, der von Papas Geld ein schönes Leben führte.

Auch wenn er bei ihr noch nicht häufig diese Art hinaushängen hatte lassen. Doch seine Artikel waren wirklich alle ausnahmslos gut geschrieben. Er hatte sich mit Sicherheit nie wirklich viel Mühe gegeben und dennoch hatten alle Artikel Witz und einen Hauch von Ironie. Logan ließ jedem seine Meinung ohne zu beurteilen und fand die richtigen Worte für das, was gesagt werden musste.

Sie legte die Artikel zur Seite und nahm sich eines der Bücher, die ein Professor, bei dem sie morgen das erste Mal eine Lesung besuchen würde, geschrieben hatte. Sie hörte draußen ein paar Leute lachen und versuchte sich zu konzentrieren, als es an ihrer Tür klopfte.

"Wer ist da?", fragte sie ohne von ihrem Buch auf zu blicken.

"Logan!", hörte sie dumpf.

"Komm rein!", meinte Rory und versuchte, ihre Überraschung zu verbergen.

Logan betrat ihr Zimmer und grinste unwillkürlich.

Draußen, in ihren eigenen vier Wänden, lief eine Party und Rory lag im Bett und las ein Buch von diesem Asher Flemming. Dieses Mädchen war ihm ein Rätsel.

"Na, keine Lust zu feiern?", fragte er etwas lahm und kam näher an ihr Bett heran.

Sie schüttelte den Kopf und setzte sich auf.

"Nicht wirklich. Ich hab morgen Kurse. Und der gestrige Tag ist schon vollkommen unnütz vorbeigegangen.", meinte sie und strich sich eine Strähne hinter ihr Ohr. Logan setzte sich vorsichtig neben sie.

"Unnütz? Du hast den Tag mit Tristan verbracht, betrachtest du ihn als unnütz?", fragte Logan und zog eine Augenbraue hoch.

Rory lachte.

"Willst du das ehrlich wissen?", meinte sie neckend.

"Mh, ich hätte nicht gedacht, dass Asher Flemming spannender für dich ist als dein bester Freund!", scherzte Logan und sah ihr in die Augen. Sie zuckte mit den Schultern.

"Ich bin ungewöhnlich. Gewöhn dich dran!", grinste sie nur. Logan lachte sanft.

"Das habe ich schon gemerkt!", meinte er leise.

Dann fiel sein Blick auf die Zeitungen.

"Du liest die Daily News- von vor 3 Monaten?", fragte er ungläubig und hob eine der Zeitungen auf. Er merkte, wie Rory neben ihm rot wurde.

"Mh, ich sag doch, dass ich nicht normal bin!", sagte sie scherzhaft, doch Logan merkte, dass ihr irgendetwas unangenehm war.

Dann entdeckte er seinen Artikel über homosexuelle Professoren. Er warf einen Blick auf die anderen Zeitungen und sah, dass es alle welche waren, in denen Artikel von ihm veröffentlicht waren.

Er grinste.

"Du spionierst?", fragte er sie provozierend.

Zu seinem Vergnügen wurde sie noch röter als sie eh schon war.

"Nein! Ich recherchiere. Es hat mich einfach überrascht, als Tristan mir gesagt hat, dass du in der Redaktion bist. Ich wusste bis heute nicht, dass dein Vater- dass du Huntzberger heißt!", nuschelte sie und sah auf den Boden.

"Beeindruckt?", fragte Logan grinsend.

Sofort schoss ihr Kopf in die Luft und sie sah ihn an und hielt seinem forschenden Blick stand.

"Nein! Nur weil du den Nachnamen trägst, heißt das noch nichts über dich!", meinte sie verärgert.

"Und deswegen dachtest du, du siehst mal nach, ob es nur an meinem Nachnamen liegt, dass etwas von mir veröffentlicht wird?", fragte er neugierig.

Rory zuckte nur mit den Schultern.

"Vielleicht. Reporterneugier. Kennst du ja vielleicht!", wich sie aus. Logan lachte.

"Und, wie hab ich abgeschnitten?", fragte er dann halb scherzend halb ernst.

"Gut. Wirklich. Ich hätte nicht gedacht, dass du solche- also ich meine, ich wusste nicht, dass du dich für etwas anderes interessierst als- sie sind wirklich gut!", stotterte Rory nervös und wurde wieder rot.

Logan grinste immer breiter.

"Wow, also willst du mir sagen, dafür, dass ich mich nur für mich selbst interessiere sind sie ganz gut?", fragte er provozierend. Rory funkelte ihn wütend an.

"Nein! Das ist nicht, was ich sagen wollte. Es hat mich einfach überrascht, dass du schreibst. Du hast für mich nicht gewirkt wie ein Reporter. Aber deine Artikel sind alle sehr gut. Witzig. Ironisch. Ehrlich. Ich weiß nicht!" Rory zuckte mit den Schultern und Logan spürte, dass ihr das ganze unangenehm war.

Er atmete gespielt erleichtert auf.

"Dann bin ich gerade noch mal so durchgekommen?", fragte er sie erleichtert. Rory lachte.

Er mochte es, wenn sie lachte.

Sie hatte eine sehr angenehme Lache und Logan hatte ständig das Bedürfnis, sie zum Lachen zu bringen.

"Hör auf, über ihr Lachen nach zu denken. Oder über ihre Augen, oder über ihre Lippen, oder über die Tatsache, dass ihr beide gerade allein in ihrem Zimmer seid, auf ihrem Bett...", dachte Logan und schüttelte den Kopf.

"Ja, du hast die Prüfung bestanden. Aber pass auf, es kommen noch viele andere, und die werden nicht so einfach sein, mein Junge!", sagte Rory mit strengem Blick. Logan grinste doch irgendwo tief in ihm hatte er das Gefühl, dass sie damit gar nicht so Unrecht hatte.

Abrupt stand er von ihrem Bett auf.

"Nun, ich geh dann mal dorthin, wo die Party steigt. Wir sehen uns, Ace!" , und er verließ schnell ihr Zimmer.

Rory schüttelte den Kopf. Logan war wirklich seltsam.

Immer wieder brachte er sie dazu, dass sie bereute was sie sagte, dass sie rot wurde, dass ihr etwas unangenehm war, er verwirrte sie, provozierte sie... Dann war er plötzlich wieder nett, verständnisvoll, brachte sie zum Lachen.

Und dann kam es, dass er plötzlich wieder abweisend wurde und sie nicht an sich ran zu lassen schien. Es gefiel ihr nicht, dass er diesen Einfluss auf sie hatte.

Rory sah noch einen Augenblick auf die geschlossene Tür und legte sich dann wieder auf ihr Bett um weiter zu lesen.

Stunden später wachte sie wieder auf. Sie war über dem Buch eingeschlafen. Vorsichtig stand sie auf und öffnete die Tür. Es roch nach Rauch und Alkohol, doch alle Kerzen waren abgebrannt. Rory ging schnell ins Badezimmer und machte sich Nacht-fertig. Sie zog ihren Schlafanzug an und ging zurück in ihr Zimmer. Dort nahm sie sich ihren Bademantel und schlüpfte in ihre Hausschuhe. Sie ging leise wieder aus ihrem Zimmer und dann aus dem Appartement. Sie wollte sehen, ob die Party auch wirklich zu Ende war. Auf dem Flur war es total still und dunkel. Dann sah sie jemanden auf dem Boden liegen- splitternackt.

Rory räusperte sich und der Junge wachte erschrocken auf. Er sah sich orientierungslos um, dann fiel sein Blick auf Rory.

"Oh, ähm, hi!", sagte er verlegen.

"Hi!", sagte Rory nicht weniger verlegen und starrte auf die Wand hinter dem Jungen.

"Weißt du, wie lange ich hier schon liege?", fragte der Junge.

Rory schüttelte den Kopf. Auf einmal schien der Junge panisch zu werden.

"Oh Gott! Ich bin nackt, ich liege hier auf dem Flur, das ist nicht gut. Bestimmt haben mich schon hundert Leute gesehen! Oh Gott! Morgen werde ich nur noch der nackte Junge sein! Den Ruf werde ich nie wieder los!"

Rory bekam Mitleid.

"Wer weiß, vielleicht liegst du hier noch gar nicht lange. Und es ist wirklich total still, die Leute sind alle schon im Bett. Wahrscheinlich bin ich die einzige die dich gesehen hat. Und dann verspreche ich dir, wird man dich bis zu deinem Abschluss nur als den Jungen kennen, der nie nackt auf dem Flur lag!"

Der Junge lachte.

"Ok, danke. Du bist nett. Es war schön, dich kennen zu lernen. Doch jetzt gehe ich besser wieder in mein Zimmer. Falls ich meinen Schlüssel finde..."

Der Junge machte Anstalten aufzustehen als Rory sich schnell umdrehte und ihren Bademantel auszog. "Hier, zieh den besser an. Nur für den Fall!", meinte sie und reichte den Bademantel über die Schulter zu dem dunkelhaarigen Jungen rüber.

"Oh, danke. Ich bin übrigens Marty!", meinte der Junge. Rory drehte sich langsam um.

"Rory!", sagte sie und lächelte über den Anblick Martys in ihrem rosa Bademantel.

"Rory, schön dich kennen zu lernen. Du warst Freitag in der Lesung über japanische Geschichte, oder?", lächelte er freundlich. Rory nickte, konnte sich allerdings nicht daran erinnern, Marty dort gesehen zu haben.

"Ok, nun, wir sehen uns! Spätestens wenn ich wieder total nüchtern bin, meine Hose gefunden habe in der mein Schlüssel ist, mich von dem Schock erholt habe und es mir nicht mehr zu peinlich ist, dir unter die Augen zu treten, werde ich dir den Bademantel, gewaschen, zurückgeben. Gute Nacht, Rory!"
Damit verschwand der Junge um die Ecke. Rory schüttelte den Kopf und lachte. Sie liebte Yale!

Als Rory wieder in das Appartement ging, hörte sie auf einmal, wie sich die Tür von Tristans Zimmer leise öffnete. Heraus kam eine reichlich müde Anne. Rory grinste kaum merklich. Als Anne sie sah, verengten sich ihre Augen zu Schlitzen.

Rory war auf diese Situation nicht vorbereitet. Sie wusste nicht, wie sie sich einem Mädchen gegenüber verhalten sollte, dass gerade mit Tristan geschlafen hatte und sie eindeutig als Konkurrentin sah.

Doch bevor sie etwas sagen konnte, folgte ein sehr zerstrubbelter und, bis auf seine Boxershorts, nackter Tristan. "Anne, du musst nicht gehen. Warte kurz, dann zieh ich mir was an und bringe dich in dein Zimmer!"

Als Tristan den Blick Annes bemerkte und diesem folgte, sah er Rory in ihrem Schlafanzug in der Nähe der Tür stehen.

Seine Lippen formten sich zu einem stillen "Oh!"
Rory lächelte, wahrscheinlich hatte Tristan ihr gerade gesagt, dass er nicht der Beziehungstyp war, sie aber wirklich, wirklich sehr nett war und er hoffte, dass die zwei Freunde bleiben könnten. Anne war wahrscheinlich wütend und enttäuscht gewesen und hatte sie in aller Eile angezogen um weg von Tristan zu kommen.

Rory kannte das.

"Rory, hey, ich wusste nicht, dass du wach bist!", meinte Tristan verlegen. Rory nickte.

"Bin eben aufgewacht und dachte, ich schau mal nach, wie es hier so aussieht.", meinte sie ruhig. Anne schien immer wütender zu werden.

"Ist es wegen ihr?", fragte sie schrill und Rory wunderte sich, wie Tristan jemanden mit so einer Stimme hatte nehmen können.

Tristan sah Anne verwirrt an.

"Was?"

Rory verdrehte die Augen. Manchmal war Tristan einfach zu dumm.

"Willst du wegen ihr nicht mit mir zusammen sein?", fragte Anne immer noch nervig schrill.
Tristan sah aus, als hätte sie ihm eine verpasst.

"Wegen Rory? Du denkst, ich schlafe mit dir, aber wegen Rory möchte ich nicht mit dir zusammen sein?", fragte er überrascht.

Anne nickte. "Ich hab doch gesehen, wie du sie ansiehst. Gestern hast du die ganze Zeit deinen Arm um sie gelegt. Du bist anders zu ihr als zu anderen Mädchen- sanft, zärtlich, fürsorglich. Will sie dich nicht oder warum machst du es trotzdem mit anderen Mädchen? Aber sie ist ja auch nicht besser. Macht mit dir und Logan Huntzberger gleichzeitig rum, und bricht eure beiden Herzen. Merkt ihr nicht, was sie für eine Schlange ist?"

Tristan und Rory sahen sich schockiert an. Diese Anne war wirklich zu weit gegangen.

"Oh Tristan, warum hast du denn nie was gesagt? Weißt du, ich bin auch schon seit Jahren heimlich in dich verliebt!"

Tristan sah Rory für einen Augenblick noch schockierter an. Dann begriff er.

"Rory! Es tut mir so leid. Ich dachte einfach, dass du niemals etwas mit mir anfangen würdest. Sonst hätte ich nie ein anderes Mädchen als dich angesehen. Ich wollte immer nur dich!"

Anne sah überrascht zwischen den beiden hin und her, doch die zwei schienen sie gar nicht zu bemerken.

Rory ging schnell auf Tristan zu und warf sich ihm um den Hals.

Strahlend wandte sie sich an Anne.

"Danke! Vielen Dank, dass du uns beiden die Augen geöffnet hast!" Und sie umarmte auch Anne. Tristan musste sich ein Lachen verkneifen.

Verdattert sah Anne zu Tristan, der versuchte, möglichst unschuldig auszusehen.
"Anne es tut mir leid. Ich hoffe, du fühlst dich nicht ausgenutzt. Du bist unglaublich. Und sehr nett. Aber du hast mich begreifen lassen, dass es immer nur Rory war, die ich wollte. Denk nicht, dass es an dir liegt." Er sah sie entschuldigend an.

Anne sah noch einmal ungläubig von Tristan zu Rory, beide strahlten. Dann stürmte sie aus dem Gemeinschaftsraum.

Tristan konnte sich nicht mehr zurück halten. Er lachte laut los. "Maria, in dir stecken äußerst fiese und dreckige Seiten, das gefällt mir!", meinte er als er Luft holte.

Rory grinste.

"Ich glaube nicht, dass mir irgendwer vorwerfen kann, Herzen zu brechen, erst recht nicht die von zwei Playboys! Was fällt der eigentlich ein? Auf der anderen Seite tut sie mir etwas leid. Mädchen haben es nicht leicht bei dir, Tristan!", meinte sie tadelnd.