Autor: Noir13 / SeKaYa
Disclaimer: Alle bekannten Personen, Namen, Orte und Begriffe sind Eigentum von J. K. Rowling. Die Charakterisierung ist jedoch größtenteils auf meinem Mist gewachsen.
Hauptcharakter: Dorcas Meadowes
Nebencharaktere: Alastor Moody, die Prewetts, Kingsley Shacklebolt, Dawlish, Scrimgeour, Fenwick, Dearborn, Gawain Robards, Janet Carter, ...
Rating: PG12
Anmerkung: siehe Kapitel 1
Kapitel: 11 / 13
August 1974
"Die Nichtzusammenarbeit mit dem Schlechten gehört ebenso zu unseren Pflichten
wie die Zusammenarbeit mit dem Guten."
(Mahatma Gandhi)
Dorcas musste den Impuls unterdrücken, den schmierigen Idioten vor sich zu erwürgen. Wie war sein Name? Louis? Lewis? Oder doch Lloyd? Es war im Grunde egal, denn wenn sie das nächste Mal mit ihm zu tun haben würde, dann nur unter dem Umstand ein Protokoll aufzunehmen – weil er Opfer von Gewalt geworden war. Vielleicht wäre sie die Täterin, vielleicht auch nicht. Das kam ganz darauf an, ob er das Pech hatte, ihr erneut zu begegnen.
Moody war ebenfalls nicht angetan von ihrem Gegenüber.
"Warum glauben Sie, dass Sie für den Beruf eines Auroren geeignet sind, Mr. Lloyd?"
Es war ungewöhnlich, Moody in einem höflichen Tonfall sprechen zu hören. Sie hatte bereits fast vergessen, was Höflichkeit war – hier gab es kaum ein "Mr." oder "Miss", von "Mrs." ganz zu schweigen. "Sir" existierte gar nicht. Und wann hatte sie das letzte Mal gesiezt? Bei ihrer Bewerbung, wenn sie sich recht erinnerte. Was für eine Ironie des Schicksals.
"Ich denke, ich habe die Fähigkeiten und die Courage dafür", meinte Lloyd mit einem angeblich gewinnenden Lächeln. "Ich bin auch sportlich."
Dorcas verdrehte innerlich die Augen. Na toll. Sie hatten ausgerechnet den Gryffindor und ehemaligen Quidditchspieler abbekommen. Moodys Miene war starr und das zeigte nur zu deutlich, dass er in denselben Bahnen denken musste. Aber wirklich, es musste ein Witz sein, ausgerechnet den Gryffindor zu ihnen zu schicken, wo sie beide nicht unbedingt den Löwenanteil an Sympathie für diese hatten. Dorcas behauptete von sich, keine Vorurteile zu haben, aber das war wohl eine Lüge.
Der Kerl erinnerte sie ein wenig an ihren Bruder, nur war ihr Bruder ihr sympathischer gewesen. Aber als Auroren hätte sie ihn auch nicht gewollt.
"Tatsächlich?", sagte Moody nur. "Sie haben ihren Abschluss diesen Sommer gemacht, ist das korrekt?"
"Ja", sagte Lloyd stolz. "Einer der besten meines Jahrgangs!"
Dorcas' Brauen zogen sich zusammen. War es möglich, dass ein Jahrgang in Hogwarts aus weniger als fünf Schülern bestand...? Dann könnte die Aussage wahr sein.
"Das habe ich gesehen", brummte Moody mit einem kurzen Blick auf seine Dokumente. "Ohnegleichen in Verwandlung, Kräuterkunde und Zauberkunst und ein Erwartungen übertroffen in den anderen relevanten Fächern..."
Womit die Anforderungen für die Ausbildung zum Auroren erfüllt waren. Zumindest die, die den Bildungsstand betrafen. Um die anderen Qualifikationen zu prüfen waren sie ja hier. Leider.
"Wie steht es mit Zusammenarbeit im Team?", fragte Dorcas, als Moody keine Anstalten mehr machte, das Bewerbungsgespräch oder was auch immer das hier darstellte, fortzuführen. "Wir haben uns Ihre Akte von Hogwarts besorgt – es heißt da, dass Sie in Team- und Partnerarbeit nie sehr überragend waren."
Mr. Lloyd öffnete den Mund, um vermutlich eine Ausrede anzubringen, aber Dorcas brachte ihn mit einem Blick zum Schweigen. Sie kannte die Ausreden in- und auswendig – tatsächlich hatte sie selbst einige bei ihrem Gespräch seinerzeit benutzt. Auch wenn es bei ihr mehr darum ging, dass sie bei Meinungsverschiedenheiten gerne zu Flüchen gegriffen hatte.
"Außerdem wurde angemerkt, dass Sie sich mit den Schülern aus anderen Häusern nicht gut verstehen, Mr. Lloyd."
Moody nickte unmerklich. Dorcas lächelte innerlich. Da hatten sie es. Der perfekte Grund, den Kerl nicht zu den Auroren zu lassen. Zusammenarbeit und Toleranz, die wichtigsten Punkte. Die Noten waren da größtenteils egal. Der dritte Punkt war nicht in einfache Worte zu fassen – er umfasste Gehorsam, eigenes Denken, gesunden Menschenverstand und die Fähigkeit, zu eigenen Schlüssen zu gelangen, und das Richtige zu tun. Ein Punkt, wo jeder Auror vor der Ausbildung miserabel abschnitt. Nachher zwar immer noch, aber dann war es auch egal. Das war es, was Moody ihr dazu erklärt hatte, und was sie selbst erfahren hatte.
Der Möchtegernauror vor ihr hatte jedoch absolut keine Ahnung. "Ich versichere Ihnen, das schränkt meine Effizienz nicht ein. Und Sie wissen sicherlich, wie das ist in Hogwarts, mit dem Kampf um den Hauspokal und allem..."
"Oh, sicher doch. Das heißt, es lag ausschließlich am Wettkampfdenken? Dann sind Sie sicherlich in der Lage mit unserem Nachwuchsrecherchegenie zusammenzuarbeiten, obwohl er aus einem anderen Haus ist, oder?"
Normal war es nicht Dorcas' Art, jemanden ins offene Messer laufen zu lassen. Und auch nicht, Leute zu komplimentieren. Aber diesen Kerl konnte sie wirklich nicht leiden, und wenn sie ein Slytherin-Beispiel brauchte, dann konnte sie schlecht Moody nehmen – der saß schließlich daneben. Nein, Kingsley tat es genauso gut. Vor allem, wenn es im Grunde stimmte.
Mr. Lloyd roch die Lunte nicht, obwohl sie ihm beinahe den Hintern verbrannte. Moody sandte Dorcas einen leidenden Blick: definitiv kein Aurorenmaterial, Teamgeist hin oder her.
"Nun... solange er eine anständige Person ist..." Lloyd lächelte ein Lächeln, dass weitere Fragen überflüssig wurden.
'Anständige Personen' war gleichzusetzen mit 'möglichst ein Gryffindor, aber wenn er ein Ravenclaw ist, ist das auch in Ordnung. Hufflepuff nicht so gerne, aber Hauptsache es ist kein Slytherin.' Irgendwie in der Art zumindest.
"Verstehe." Moody faltete die Hände vor sich auf dem Tisch. "Sehe ich es also richtig, dass Sie nur eingeschränkt teamfähig sind?"
Lloyd zuckte zurück. "Ich meine nur, wenn es jemand ist, mit dem man sympathisieren kann, dann ist das kein Problem. Aber mit diesen... gewissen Personen kann man eben nicht zusammenarbeiten."
Dorcas beugte sich ein wenig zu Moody herüber und nuschelte: "Dawlish...?"
"Gryffindor, unsympathisch", murmelte Moody zurück.
"Beweisvortrag abgeschlossen", grinste Dorcas.
Moody richtete sich hoch auf und sah Lloyd ernst an. "Nach ausgiebiger Diskussion sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Sie ungeeignet für diesen Beruf sind. Hier heißt es anpacken, egal, aus welchem Haus der Gegenüber ist. Ich hoffe, Sie finden einen Beruf, der besser zu Ihnen passt. Schönen Tag."
Mit diesen Worten wurde Lloyd aus dem Büro gewiesen. Beim Vorbeigehen zischte Dorcas ihm noch gehässig zu: "Wenn du's irgendwem anhängen willst – wir sind ein Slytherin und eine Hufflepuff!"
Es war, gelinde gesagt, langweilig. Natürlich hieß es, es wäre Routine, und der Plan war ebenfalls Routine – leider hatte sich bis jetzt alles bestätigt. Nichts Außergewöhnliches. Keine finsteren Blicke, keine davonhuschenden Gestalten. Nicht einmal der Zipfel eines Umhangsaums, der verdächtig hinter einer Ecke verschwand. Einfach nichts.
"Ich hasse Routine", murmelte Dorcas und verschränkte die Arme hinter dem Kopf, während sie Moody folgte. "Streife gehen ist so... langweilig!"
Moody drehte nicht einmal den Kopf. "Dann wird es dich freuen, dass uns vermutlich ein Krieg bevorsteht. Wir haben immer noch keine neuen Informationen über diese Todesser und die letzte Mission war auch ein Reinfall."
Dorcas schwieg. Auch wenn Moody ihr in vielen Dingen zustimmte, er war immer schlecht auf wirklich kriegerische Auseinandersetzungen zu sprechen. Das eine oder andere Straßengefecht? Kein Problem. Ein Anschlag? Eine Razzia? Alles kein Thema. Es konnte so viele Kämpfe, Krawalle und Scharmützel geben, wie es wollte – aber sobald es in ein Schema passte, es zu einer Verkettung kam, es geplant wirkte, dann wurde Moody fuchsig. Ein heraufziehender Krieg war genau das, was Moody nicht wollte.
Sie fragte nie nach dem genauen Grund – die einfache Ahnung reichte aus. Sie hatte es bereits gemerkt, als die Sprache auf Grindelwald kam. Moody hatte den Krieg erlebt, und er hatte etwas Wichtiges verloren, so wie sie. Wer genau, das wusste sie nicht, aber das war auch unwichtig.
"Man freut sich nicht über einen Krieg", sagte Dorcas ruhig. "Ich genauso wenig wie alle anderen – außer den Irren, die das Ding starten. Aber ich mag es einfach nicht, wenn es so ruhig ist."
"Kein Auror mag Ruhe. Ruhe bedeutet, dass etwas im Busch ist, und hier ist der Busch ein ganzer Urwald", knurrte Moody.
Kurz gesagt: Er hielt es für die Ruhe vor dem Sturm. Und der Sturm war mehr als nur ein kurzes Gewitter, das spürte sogar Dorcas und sie war nicht einmal halb so erfahren wie Moody. Es war erstaunlich, dass es nicht mehr Auroren gab, die es bemerkten. Natürlich, Carter hatte es von Fenwick aufgeschnappt, Dearborn war auch um einiges finsterer drauf als sonst. Selbst Bones schien ein wenig unruhig. Aber Scrimgeour und Dawlish waren wie immer.
Beweis genug, dass die als Auroren nichts taugten.
"Deine Ruhe scheint kurzzeitig unterbrochen", bemerkte Moody und unterbrach damit Dorcas' Gedanken.
Sie folgte seinem Blick. Ein Café – oder nein, eine als Café getarnte Kneipe. Und dort ging es offenbar zur Sache, wenn die zerbrochene Fensterscheibe und der Stuhl, der soeben auf die Straße flog, ein Indiz waren.
"Na wunderprächtig", schnaufte Dorcas. "Eine Keilerei – wer wünscht sich so was nicht? Vor allem am Nachmittag!"
"Vermutlich die Frühaufsteher", grinste Moody. "Komm, mischen wir uns ein wenig unters Volk."
Dorcas rollte mit den Augen. Unter das Volk musste sie sich wirklich nicht mischen. Bei Betrunkenen half ein gut gezieltes Fluchen nicht, die blieben hitzköpfig wie eh und je. Da musste Wasser ran, eiskalt, und selbst dann war sie sich nicht sicher, ob das funktionierte. Aber Moody war schon mittendrin. Und was blieb einer pflichtbewussten Rekrutin anderes übrig, als ihrem Mentor todesmutig in die Schlacht zu folgen?
Soviel war sicher: Danach schuldete Moody ihr ein Eis gegen die verdammte Hitze. Wenn sie sich schon mit solchen Hitzköpfen herumplagen musste, die bereits am Nachmittag bis unter die Kante voll waren und nichts Besseres zu tun hatten, als sich zu prügeln, dann konnte Dorcas diese Entschädigung verlangen. Immerhin war sie nicht Aurorin geworden, um Hilfspolizistin zu spielen. Und wenn sie wegen ihm ins St. Mungo's musste, um sich aufpäppeln zu lassen, dann würde sie ihm die Hölle heiß machen. Heißer als heiß. Die neunte Hölle wäre ein Dreck gegen das, was sie tun würde.
Sie stürzte sich hinter Moody ins Getümmel und brachte einen der Krawallmacher zu Fall. Und irgendwann würde sie auch einen Kampfsport erlernen, genau für Fälle wie diese.
Ihr war nicht wohl bei der Sache. Natürlich, sie hatten sich, streng genommen, nicht davongeschlichen – sie waren nicht im Dienst –, aber es behagte ihr trotzdem nicht. Es erschien ihr falsch. Carter würde sich sicherlich fragen, wo Dorcas abgeblieben war. Sie hatten sich für heute zum Kaffeetrinken in der Winkelgasse verabredet, einem Ort, den Kingsley nicht einfach so heimsuchen konnte. Nun, Moody hatte gekonnt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vermutlich wusste er es nicht einmal, denn er selbst hatte, so sagte er jedenfalls, nichts von der Angelegenheit gewusst, bis kurz vorher.
Aber das war nicht einmal der ganze Grund für ihr Unbehagen. Dorcas war die Jüngste unter ihnen. Gerade Anfang zwanzig, kaum mehr als ein Grünschnabel bei den Auroren – und neben ihr standen drei erfahrene Seniorauroren. Moody, Fenwick und Dearborn. Sie kam sich so fehl am Platz vor. Sie kannte Fenwick und Dearborn nicht einmal richtig, außer vielleicht über Carter und Robards. Und jetzt sollte sie, auf gleicher Ebene, mit ihnen zu einem ersten Treffen mit Dumbledore.
Dumbledore, der noch einmal eine Stufe über den Auroren neben ihr stand, was das betraf. Dumbledore, der sie als Schülerin gekannt hatte. Dumbledore, der sie alle als Schüler gekannt hatte.
Sie kam sich vor wie damals, als sie diesen Slytherinjungen in den Krankenflügel gehext hatte, weil er etwas Schlechtes über ihre Mitschülerinnen gesagt hatte. Soviel also dazu, dass sie nun eine fast vollausgebildete Aurorin war. Ein Seitenblick zu Moody und sie stellte fest, dass er auch nicht allzu begeistert schien, aber das hatte bestimmt andere Gründe. Vielleicht die quietschrote Schale mit Süßigkeiten auf Dumbledores Schreibtisch?
Oder es war Dumbledores nervenaufreibende Lächeln.
"Setzt euch doch", sagte er und Dorcas konnte das ungesagte 'Kinder' hören. Oder bildete sie sich das nur ein?
Mit einem gezwungen neutralen Gesichtsausdruck setzte sie sich in typischer Aurorenmanier auf den ihr angebotenen Stuhl – was ziemlich seltsam aussehen musste. Zumindest sah Dumbledore sie einen Augenblick lang merkwürdig an, aber dann waren da ihre Mitauroren, die in ähnlicher Weise saßen, nur weniger auffällig. Nun, mit der Zeit würde sie lernen, ebenfalls unauffälliger zu sein. Momentan reichte es so, wie es war.
"Ich freue mich, dass ihr Interesse daran bekundet, mir bei meinem Vorhaben zu helfen", sagte Dumbledore. "Ihr dürftet mit am besten wissen, auf was die Zaubererwelt momentan zusteuert."
"Ein Krieg", brummte Fenwick finster. "Ich weiß wirklich nicht, wie man das nicht merken kann – wir haben uns schon Straßenkämpfe in der Winkelgasse geliefert. Selbst ein Blinder müsste doch erkennen können, dass das nicht mehr normaler Alltag ist!"
"Wobei wir gleichzeitig vermuten, dass die Angreifer in der Winkelgasse mehr auf eigene Faust handeln als im Zuge eines größeren Plans", sagte Dearborn ruhig. "Von dem, was wir über diese Todesser sagen können, handelt es sich noch um eine vergleichsweise kleine Gruppe. Es wäre töricht, jetzt schon mit großen Angriffen zu beginnen. Es wird zunächst wohl darum gehen, die Gruppe zu vergrößern."
"Mal den Teufel nicht an die Wand", knurrte Moody. "Eine Todesserinvasion fehlt uns gerade noch!"
Dumbledore verfolgte den Aurorenstreit mit scheinbarem Interesse, aber Dorcas, die sich mal nicht beteiligte, war sich sicher, dass Dumbledore mehr als sie wusste. Und das ärgerte sie – wie sollte man kämpfen, wenn mit Informationen hinterm Berg gehalten wurde?
"– verdammt noch mal, wir haben aber die Mittel nicht!", brauste Moody gerade auf.
"Mach mich nicht dafür verantwortlich, Moody! Du und Bones, ihr habt die Leitung!"
"Besser ist das!"
"Hört auf zu streiten!"
"Halt dich daraus, Dearborn, das ist eine Sache zwischen Fenwick und mir! Der braucht mal gehörig den Kopf gewaschen!"
Zweifel machten sich auf Dumbledores Gesicht breit, als der Streit an Lautstärke gewann und immer mehr vom Thema abdriftete. Dorcas grinste. Ein typischer Aurorenstreit, soweit sie das beurteilen konnte. Niemand konnte einem Auroren so gut die Augen aushacken, wie ein anderer Auror. Und das, ohne sich gegenseitig zu verletzen. Wenn es eskalierte, wurde es gefährlich, aber meist nur für die Umgebung. Und in den meisten Fällen waren alle wieder gute Freunde, sobald der Streit vorbei war. Der Zwist zwischen Dawlish und Dorcas war jedoch etwas gänzlich anderes – das war persönlich. Die subtilen Unterschiede waren sehr wichtig für das Gesamtbild.
Aber so was lernte man natürlich nur in der Zentrale. Dumbledore musste daran zweifeln, dass die drei überhaupt zusammenarbeiten konnten, so wie sie sich momentan an die Kehle gingen.
Schließlich sprach Dumbledore ein Machtwort. "Ruhe! Alle drei!" Die Auroren verstummten. "Wir sind nicht hier, um uns zu streiten – wir wollen eine Lösung finden!"
"Wie wäre es damit, Fenwick ein kaltes Bad im See zu verpassen?", schlug Moody prompt vor. "Ist doch eine Lösung!"
"Oder Moody eins mit dem Zauberstab überziehen, heißt schließlich, dass leichte Schläge auf den Hinterkopf das Denkvermögen erhöhen", hielt Fenwick dagegen.
Dorcas musste an sich halten, um nicht zu lachen.
"Ich meinte eine Lösung für das Todesserproblem", sagte Dumbledore kühl.
Die Auroren schwiegen.
"Vielleicht kann man sie aus der Reserve locken, so dass sie sich verraten." Dearborn sah in die Runde. "Wir müssten nur etwas finden, womit das funktioniert."
Dumbledore nickte nachdenklich. Moody und Fenwick musterten sich immer noch, als wollten sie mit ein paar gezielten Flüchen aufeinander losgehen. Dorcas war einem kleinen Duell nicht abgeneigt, selbst wenn sie nur Zuschauerin wäre – selbst beim Zusehen könnte man lernen. Andererseits würde sie Gefahr laufen, im St. Mungo's zu landen.
Und dann hatte sie eine geniale Idee. Nicht unbedingt, um die Todesser aus ihren Verstecken zu locken, aber dafür, die Stimmung zu entspannen.
"Wir schicken ihnen Kingsley!", rief sie aus. "Und dann, wenn sie keinen Kaffee mehr haben, werden sie gezwungen sein, sich zu zeigen!" Sie grinste. "Und um sicherzugehen, dass alles nach Plan läuft – das heißt, dass die Todesser in Panik fliehen – schicken wir die Prewetts hinterher!"
Dumbledore blinzelte, als die Auroren in Gelächter ausbrachen.
