Kapitel elf – Oh was für ein verwobenes Netz wir weben

Es war still, als die zwei Jungen zum Gryffindorgemeinschaftsraum gingen. Jeder war in seine eigenen Gedanken vertieft, sie waren noch von den Ereignissen des Tages überwältigt. Glenadade konnte nicht anders, als über die Chance nachzudenken, die sich ihm darbot. Er war nicht nur frei von der ständigen Bedrohung durch Lucifina, er konnte auch sehen, wie die Welt 1000 Jahre nach seiner Geburt war. Es war eine Chance die nicht viele Leute bekamen und er war bereit, diese Gelegenheit zu ergreifen. Für ihn war jedoch das Beste, dass er mit seinen Eltern sprechen konnte. Obwohl seine Mutter gestorben war, als er sehr jung war, war sie ein großer Bestandteil seines Lebens. Er erinnerte sich an sie aus seiner Kindheit und hatte an der Erinnerung festgehalten, nachdem sie gegangen war. Jetzt konnte er sie als Erwachsener kennen lernen und sie konnte von seinem bisherigen Leben erfahren. Es war für die beiden sehr emotional. Was seinen Vater anging, das war ein Traum, der für Glen wahr wurde. Als er klein gewesen war, hatten seine Mutter und später seine Großmutter ihm Geschichten vom großen Harry Potter erzählt, der durch die Zeit gereist war und sich verliebt hatte, um dann wieder von seiner Familie getrennt zu werden. Er hatte die Geschichten immer erstaunlich gefunden und erst angefangen ihre Wahrheit zu bezweifeln, als er älter wurde. Seit seiner Geburt, hatte er das perfekte Bild seines Vaters, den er nie kennengelernt hatte, in seiner Vorstellung geschaffen und jetzt hatte er die Gelegenheit, zu sehen wie viel davon wahr war. Oberflächlich gesehen, schien Harry wie ein ziemlich normaler Teenager, aber Glen konnte die Erschöpfung und Reife in seinen Augen sehen. Das ängstigte ihn zugegebenermaßen. Es schien auch seltsam, dass er nur ein Jahr jünger als sein Vater war. Während Harry durch die Zeit gereist war, war er geistig viel schneller heran gewachsen als Glen und der altertümliche Junge stellte fest, obwohl Harry körperlich erst achtzehn war, war er psychisch viel, viel älter. Alles an was Glen denken konnte, war, dass es Spaß machen würde mehr über den Mann heraus zu finden, der ihn gezeugt hatte.

Harry hatte im Gegensatz zu Glenadade ganz andere Gedanken, aber nicht weniger ernst. Er zweifelte die Weisheit seiner Entscheidung, Glenadades Herkunft zu offenbaren an, je mehr er darüber nachdachte, desto mehr stellte er fest, dass es die einzig wahre Lösung war. Er konnte versuchen es vor den Schüler geheim zu halten, aber er wusste aus Erfahrung, dass nichts für immer geheim blieb. Irgendwann würde es jemand herausfinden und wenn sie es taten, wüsste es die ganze Schule. Wenn das der Fall war, wäre das meiste Spekulation und er müsste viele Schäden reparieren. Wenn er von Anfang an ehrlich war, konnte er sich eine Menge Stress ersparen und er hätte eine gute Entschuldigung dafür, Glen zu beschützen. Es wäre auch längerfristig für Glen besser, da er seine Identität nicht geheim halten musste. Harry und seine Freunde hatten drei Jahre verbergen müssen wer und was sie waren und der Druck hatte Spuren hinterlassen. Er wünschte es keinem, besonders nicht seinem eigenen Sohn. Dieser Gedanke entfachte Millionen von Gefühlen in dem Gryffindor. Sein Sohn war hier. Er konnte ihn sehen und mit ihm sprechen. Sein Sohn. Harry fühlte eine Wärme in sich, die er nicht oft gespürt hatte. Er hatte eine Familie, eine richtige Familie und er bekam die Gelegenheit, seinen Sohn kennen zu lernen. Es war ein Traum der wahr wurde. Mit dem Gedanken verscheuchte Harry seine anderen Sorgen. Egal was passierte oder was Voldemort tat, wenn er es herausfand, Harry würde auf seinen Sohn aufpassen. Er würde ihn kennen lernen und ihm seine Welt zeigen. Glen würde einen Vater haben, davon war Harry fest überzeugt.

Als die beiden Jungen die Fette Dame erreichten, kamen sie aus ihren Gedanken und sahen sich an.

„Bereit?", fragte Harry

„So bereit wie nie. Was, wenn sie mich nicht mögen? Ich bin ein Ravenclaw, ich weiß nicht ob ich mich anpasse…"

„Ich bin ein Gryffindor und ich bin gut in den drei anderen Häusern zurecht gekommen. Genau genommen hat mich die Erfahrung viel gelehrt. Das wird schon. Und merk dir, wenn dir jemand Schwierigkeiten macht, insbesondere die Slytherins, dann sag es mir. Ich kläre es schnell. Und wenn dir jemand ein Haar krümmt, wird er es bereuen. Verstanden?"

„Ja, Vater."

„Gut. Nun, bist du bereit meine Freunde zu treffen?"

„Ja. Ich habe so viel von ihnen gehört, es wird nett sie endlich zu treffen."

„Nun, Glen, du musst etwas wissen."

„Was?"

„Nun, hast du von Ginny gehört?"

„Das rotschöpfige Mädchen? Die Schwester deines besten Freundes?"

„Genau die, Nun … weißt du … sie ist jetzt meine Freundin."

Glenadade war still.

„Sieh mal, Glen, Sohn, es tut mir Leid, aber ich musste weiter leben. Ich liebe deine Mutter noch immer und werde es immer und es war auch ihre Idee und …"

„Dad, es ist ok."

„Bist du sicher?"

„Ja, ich verstehe. Mutter war tot; du hast dein Leben das du leben musst. Ich bin sicher, ich werde Ginny mögen."

„Ich bin auch sicher, dass du sie magst. Dann lass mich dich vorstellen."

Mit diesen Worten gab Harry der Fetten Dame das Passwort, hielt das Porträt aus dem Weg und führte Glen in den Gryffindorgemeinschaftsraum. Alle hielten mit dem inne was sie taten, als sie die fast identischen Jungen entdeckten. Hermine, Ginny und Ron, die in einer Ecke explodierendes Mau-Mau spielten, hingen die Kinnladen runter, als es ihnen klar wurde. Ron fasste sich als erster, als Harry und Glen zu ihrem Tisch herüber kamen.

„Ist das…"

„Ron, Ginny, Hermine, darf ich euch meinen Sohn Glenadade Potter vorstellen."

Ron fiel in Ohnmacht, Hermine verschluckte sich und Ginny entfuhr ein kleiner Schrei. Die übrigen Leute im Gemeinschaftsraum gafften das Paar an oder begannen aufgeregt mit ihren Freunden zu flüstern. Harry seufzte und wandte sich an den übrigen Raum. Er räusperte sich, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, ehe er sie ansprach.

„Ich weiß, das scheint seltsam zu sein, aber ich verspreche, dass Professor Dumbledore es beim Abendessen erklärt. Bis dahin bitte ich euch, uns in Ruhe zu lassen."

Alle nickten stumm und kehrten zu ihrem Geflüster zurück. Ron wurde von Ginny wieder erweckt und die Potters setzten sich an den Tisch. Die Weasley Zwillinge setzten sich bald zu ihnen und sahen Glen böse an.. Der Jüngere begann sich Sorgen zu machen.

„Also, du bist Glenadade?"

„J-ja", antwortete Glen, er benutzte Harrys neu geschaffene Verbindung um Englisch zu sprechen.

„Wo kommst du her?"

„Ich denke, ihr meint wann", unterbrach Harry.

„Ok, von wann kommst du?", fragte Fred.

„Meine Mutter war Gallatea Ravenclaw."

„Wow, Harry, als du sagtest, du wärst mit Rowena Ravenclaws Tochter ausgegangen, hast du nicht gescherzt, oder?", sagte George.

„Nein, habe ich nicht. Glen ist vorhin aufgetaucht. Anscheinend wurde er von der Dunklen Königin Lucifina, Slytherins Geliebte, in die Zukunft geschickt. Er wird für den Rest des Jahres hier bleiben."

„Magst du Streiche, Glen?", stellte Fred die nächste Frage.

„S-sie stören mich nicht…"

„Gut genug. Nun, vielleicht kannst du uns helfen. Weißt du, da ist diese Lehrerin namens Umbridge…"

OoOoOoOo

Als die beiden Potters die Große Halle zum Abendessen betraten, konnte man Luftschnappen hören. Anscheinend war die Neuigkeit während des Nachmittags auf die anderen Häuser übergesprungen. Es flogen viele Spekulationen herum und alle verstummten, als Dumbledore aufstand, um die Ankündigung zu machen. Alle hatten den ganzen Tag gewartet, um zu hören, was vor sich ging und sie waren entschlossen kein Wort zu verpassen.

„Ich habe etwas zu verkünden. Heute nach dem Duell ist etwas sehr ungewöhnliches geschehen. Als ich zurück in mein Büro gekommen bin, haben Harry Potter und ich einen jungen Mann dort gefunden. Alles was ich dazu sagen werde, ist, dass er ein Flüchtling aus der Vergangenheit ist, der von einer Dunklen Königin vorwärts durch die Zeit geschickt wurde. Bitte heißt ihn Willkommen, da er für den Rest des Jahrs bei uns bleibt. Und nebenbei, sein Name ist Glenadade Potter, Harry Potters Sohn…"

Als sich der Schulleiter setzte, füllte Geflüster die Große Halle. Es war offiziell. Harry Potter hatte einen Sohn und er war in Hogwarts.

OoOoOoOo

Der Rest des Abends verlief ziemlich gut. Glen fühlte sich am Gryffindortisch recht wohl, da alle versuchten besonders nett zu ihm zu sein. Es hätte die Gastfreundlichkeit der Gryffindors sein können oder eher die bösen Blicke, die Harry jedem zuwarf der seinen Sohn zu nerven schien. Selbst die Slytherins versuchten nicht etwas zu tun. Der Verlust ihres Anführers hatte eine tiefe Auswirkung auf sie und sie machten einen weiten Bogen um den Jungen-der-lebt und seine Freunde. Es hatte wahrscheinlich mit der Tatsache zu tun, dass der Gryffindor den Todesfluch direkt vor ihren Augen überlebt hatte ohne mit der Wimper zu zucken. Etwas wie das konnte einer Person eine Menge Respekt verschaffen. Harry jedoch hatte nicht vor, die Immunitätskette, die er um seinen Hals trug, zu erwähnen.

Glens erste Nacht im Gryffindorturm verbrachte er im Bett sitzend und per Telepathie mit seinem Vater sprechend. Harry versuchte ihm ein wenig Englisch beizubringen, da das was er von der Sprache wusste, sehr beschränkt war. Da Harry seine Muttersprache benutzte, beruhigte er Glen und er fühlte sich nicht so isoliert von seinem übrigen Leben. Keiner der beiden Jungen wäre in der Lage gewesen zu schlafen, also hatten sie entschieden, dass Glen genauso gut etwas lernen könnte.

Am folgenden Morgen konnte man Harry, Ron, Glen und die Weasley Zwillinge Pläne schmiedend an einem Ende des Tisches sehen. Harrys Strafarbeit sollte an dem Abend stattfinden und sie mussten noch ein paar kurzfristige Details durchgehen. Glen hatte sich in den Augen der Zwillinge bewiesen, als er ein paar durchdachte Ideen für den Plan für die gemeine Verteidigung gegen die Dunklen Künste Lehrerin einbrachte. Umbridges Gesicht am Vorabend bei Dumbledores Verkündigung war ein schöner Anblick gewesen. Obwohl die Gerüchteküche unter den Schülern Überstunden gemacht hatte, hatten die Lehrer nichts gehört. Harry wusste, dass sie direkt nach dem Abendessen ins Büro gegangen war, um eine Erklärung zu verlangen, genau wie Sev. Gedanken an Sev machten Harry bewusst, dass er in der Woche Zeit finden musste, um seinen Sohn dem Zaubertrankmeister vorzustellen.

Als sie aus dem Raum gingen, um zu Zauberkunst zu gehen, drehte sich Harry zu seinem Sohn, als ihm einfiel, dass er dem Jungen etwas sagen musste.

„Glen, ein Ratschlag. Wenn wir im Unterricht sind, könntest du bitte immer daran denken, deinen Zauberstab zu benutzen."

„Warum?", fragte er verwirrt.

„Weil in dieser Zeit, die Kunst der stablosen Magie verloren ist. Die einzigen die dazu fähig sind, sind ich, meine Freunde, mein Zaubertranklehrer und in gewissem Grad Dumbledore. Alle anderen müssen für jeden Zauber einen Zauberstab benutzen, egal wie einfach er ist. Wenn die Schüler oder Lehrer dich stablose Magie benutzen sehen, wird es Chaos auslösen. Selbst diejenigen von uns, die es in dieser Zeit können, verheimlichen die Fähigkeit, weil wir wissen, dass es uns im Kampf eine Vorteil verschafft."

Glen nickte zustimmend und die Gruppe ging in den Klassenraum. Die Stunde lief gut, obwohl Glen ein paar Probleme hatte seinen Zauberstab für so einfache Zauber zu benutzen. Schließlich gewöhnte er sich aber daran. Die übrigen Stunden des Tages schienen auch wie im Flug zu vergehen und schließlich war es Abend. Der Abend von Harrys Strafarbeit.

OoOoOoOo

„Bist du sicher, dass du dafür bereit bist?", fragte Harry als er draußen vor Umbridges Büro wartete.

„Es ist schon gut, Dad, vertrau mir", antwortet ihm Glen.

„Du weißt was du tust?"

„Ja!"

„Gut, ich ruf dich wenn ich deine Hilfe brauche", bestätigte Harry.

„Ja, ich weiß, Dad."

„Richtig. Ich komme später wieder."

„Sicher."

Harry klopfte an die Tür und wartete darauf, dass Umbridge seine Anwesenheit bemerkte. Es dauerte gute zehn Minuten und zwei weitere Klopfer, ehe sie ihn endlich herein bat. Harry öffnete die Tür, schritt zu ihrem Schreibtisch und blieb mit verschränkten Armen und einem gelangweilten Ausdruck auf dem Gesicht stehen. Schließlich sah sie auf und sandte ihm ein abartiges Lächeln.

„Mr. Potter, wie nett von Ihnen mir Gesellschaft zu leisten. Nun, setzten Sie sich, ich habe ein paar Fragen an Sie."

Harry ließ sich auf den Stuhl hinter sich fallen und schlug seine Beine übereinander und schaute unverschämt drein. Umbridge grinste ihn an und zog eine Liste der Fragen, die sie ihm stellen wollte heraus. Sie legte das Pergament vor sich hin und holte einen knallroten Federkiel heraus.

„Nun, ich will wissen, was Sie mir über den Raum sagen können, in dem Sie verschwunden sind."

„Nichts."

„Kommen Sie, Sie wissen welchen Raum ich meine. Sie haben ihre Hand auf die Wand gelegt und etwas gesagt. Welcher Raum ist das?"

„Ich sag es Ihnen nicht."

„Oh doch tun Sie, Mr. Potter, oder Sie bleiben für lange Zeit hier. Wie lautet das Passwort zu dem Raum?"

„Es hat keinen Sinn es Ihnen zu sagen, Professor."

„Und warum nicht?"

„Weil Sie ihn nicht betreten können, selbst mit dem Passwort."

„Und wie kommt das?"

„Es basiert auf magischen Signaturen und Fingerabdrücken. Nur bestimmte Leute können ihn betreten."

„Wer noch, außer Ihnen, kann den Raum betreten?"

„Das sag ich Ihnen nicht."

„Warum nicht?"

„Weil es Sie nichts angeht."

„Ich bin ein Professor dieser Schule und Sie werden mir sagen, was ich wissen will."

Harry lehnte sich vor, stützte seine Arme auf die Knie und starrte die krötenähnliche Frau an.

„Professor, ich werde Ihnen nichts über diesen Raum sagen, also lassen Sie das Thema fallen."

Umbridge starrte ihn für einen Moment an, ehe sie mit ihren Fragen fortfuhr.

„Na schön, wir kommen später darauf zurück. Nun, erzählen Sie mir von Ihrem Sohn."

„Sie halten meinen Sohn da raus", sagte Harry vehement, „er hat nichts mit Ihnen zu tun und ich lasse es nicht zu, dass Sie etwas tun, um ihm weh zu tun."

„Sie verteidigen ihn, oder?", lächelte sie affektiert.

Sehr."

„Warum? Wie ich hörte, haben Sie ihn vor dem gestrigen Tag nie gesehen. Ein Vater mit sechzehn, habe ich gehört und Sie haben die Mutter sitzen gelassen, um Ihre eigenen selbstsüchtigen Ziele zu verfolgen."

„Schnauze! Sie wissen nichts, hören Sie mich. Nichts. Lasen Sie meine Familie in Ruhe."

„Nun, nun, Mr. Potter, wir wollen nicht, dass Sie wütend werden. Es ist nicht sicher für Leute, so labil wie Sie…"

„Ich bin nicht labil."

„Jeder der behauptet, dass der Dunkle Lord mit seiner Gruppe lustiger Männer rum rennt, muss labil sein."

Harry kochte vor Wut. Er dachte dies wäre die perfekte Gelegenheit, um es ihr heimzuzahlen. Ich zeige Ihnen labil, dachte er.

/Glen, ab jetzt wäre ein guter Zeitpunkt./

/Sicher Dad./

Harry blendete Umbridges Lektion aus und konzentrierte sich auf ihren Geist und den Geist seines Sohnes. Sobald sie alle verlinkt waren, sandten ihr beide Potters telepathisch zufällige Kommentare, sie ließen sie überlappen, damit sie wusste, dass es mehr als eine Stimme in ihrem Kopf gab.

/Siehst du sie?/

/Ja, tu ich. Weißt du das nicht?/

/Ist sie echt?/

/Ja ist sie, aber ich bin nicht sicher./

/Kann sie Fisch essen?/

/Ich bin nicht sicher./

/Sollen wir sie fragen…/

/Wird sie antworten?/

/Ich weiß es nicht./

/Dolores, sind Sie da?/

Harry versuchte nicht zu lachen, als er den Ausdruck auf Umbridges Gesicht sah. Sobald der mentale Angriff begonnen hatte, begann sie mehr und mehr auszusehen als leide sie an Verstopfung.

„Geht es Ihnen gut, Professor?", fragte Harry.

/Ich denke sie ist eine Kröte, was denkst du?/

//Ich stimme zu, definitiv eine Kröte./

/Denkst du sie ist giftig?/

/Nein, ich bezweifle es. Giftige Kröten sind normalerweise grell farbig./

/Stimmt und sie ganz teigig./

/Was war das?/

/Was?/

/Das! Sie hat mich angesehen./

Zu dem Zeitpunkt hielt Umbridge ihren Kopf in den Händen und sah sich wild im Raum um. Harry saß still und beobachtete amüsiert wie sie versuchte herauszufinden woher die Stimmen kamen.

„Professor, Sie sehen besorgt aus. Ist etwas los?"

„Potter? Stoppen Sie das!"

„Was soll ich stoppen, Professor?"

/Was! Sie mag uns nicht!/

/Ich bin getroffen./

/Ich auch./

/Sie wird uns nie los./

/Nein, wir sind hier und bleiben./

„Potter!", schrie Umbridge „holen Sie sie aus meinem Kopf!"

„Was aus Ihrem Kopf holen?", fragte Harry unschuldig.

„Die Stimmen!"

„Sie hören Stimmen in ihrem Kopf, Professor? Warum, das ist ernst. Sie sollten deswegen zu Madam Pomfrey gehen, wissen Sie, schließlich ist Stimmen zu hören ein Anzeichen für Wahnsinn."

„Ich bin nicht wahnsinnig", kreischte sie, „Sie sind der labile."

„Das ist seltsam", sagte Harry, „ich bin nicht derjenige, der Stimmen hört."

Mit einem Schrei stand Umbridge auf und deutete auf die Tür.

„Raus, Potter, raus."

Harry ging zur Tür und schritt hinaus mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Als er Glen immer noch Nachrichten sendend vor der Tür stehend sah, entschied er es ihm als Abschiedgeschenk gleich zu tun.

/Sie werden uns nie los./

/Wir werden immer hier sein./

/Am Tage./

/In der Nacht./

/Wenn sie wach sind./

/Wenn sie schlafen./

/Immer./

OoOoOoOo