Eines Tages war ich mal wieder auf Tribble-Jagd. (Er war schon seit Tagen verschwunden...)
Ich lief leicht gebückt durch die Flure und rief:
„Alex.. Alex.. Komm mein Kleiner.. Komm.. Na komm, du blödes Fellknäul...A.."
Ich blickte auf ein Paar Schuhe.
Irgendwer lacht leise..
Ich schielte nach oben – Marcel.
„Da gibt es nix zu lachen.." grummelte ich.
„Oh doch.. Kontrollierst du, ob sie richtig geputzt haben?"
„Nein.. Ich suche Alex.."
„Und 'Alex' ist so klein?"
„Nein.. Arrgh.. Er ist ein Tribble.."
„Tribble?" Marcel starrte mich verwirrt an.
„Kleines Knäul. Nur aus Fell. Plüschig. Frisst alles..?"
Er überlegte kurz und holte dann was hinter seinem Rücken vor – einen Eimer.
Ich starrte ihn an, als sei er durchgeknallt.
„Ich suche einen Tribble.. Keinen Eimer.. TR-I-BB-LE.. T – r – i ..." sagte ich genervt.
Er unterbrach mich und drückte mir den Eimer vor den Bauch.
Darin kreuchte und fleuchte mein Alex.
Ich nahm ihn heraus und freute mich.
„Wo hast du den gefunden?" sagte ich grinsend.
„Er hat sich über die Spaghetti-Vorräte der Kantine hergemacht. Tribbles scheinen Hackbällchen zu lieben." erklärte er.
Ich war voller Freude. Endlich mein Alex wieder da.
Ich fiel vor Gefühlsüberwältigung Marcel und den Hals.
Als ich wieder los ließ, schaute dieser leicht entsetzt und etwas überfordert drein.
„Ich, ehm.. Ja.. Ehm.. Euhmmm.. Ja..."
„Danke." sagte er grinsend, nahm dem Eimer und stupste mich im Vorübergehen noch einmal mit dem Arm an.
Ich grinste – knallrot im Gesicht..
Ich ging in mein Quartier. Ließ mich auf mein Bett fallen und schwärmte vor mich hin.. Alex schnurrte auf meinem Bauch..
Abends trafen Susan, Kathi und ich uns zum .. Wahrscheinlich aus Pulver und Paste zusammengebastelt.. Schmeckt besser als es aussieht.
Am Rand sah ich Marcel an die Wand gelehnt und lächelte verlegen in mein Essen. Susan und Kathi bekamen nichts davon mit – sie waren all zu sehr damit beschäftigt, herauszufinden, wie man das Schnitzel zusammengemengt hat..
Später kam noch MG dazu und wir redeten über Technik und Sachen, die man erfinden könnte..
Als wir fertig waren, unterhielten wir uns noch eine Weile.
Marcel holte unterdessen unsere Tabletts ab und wischte den Tisch sauber.
Er steckte mir einen Zettel zu: 'Freitagabend? Liebe Grüße Marelc/Macrel/Cmarel/Mcarel/Marcel'.
Ich lächelte den Zettel an.. Und nickte ihm Freude strahlend zu.
Die Stunden vergingen. Gegen zehn stellten wir Mädels fest, dass wir langsam schlafen sollten..
Wir schlunzten in unsere Quartiere – der nächste Tag könnte stressig werden.
Im Bett las ich noch einen Brief von meinen Eltern.. ((KOMMENTARE VON MIR))
'Hallo, Ela!
Liebe Grüße von der Erde! Wir hoffen, es geht dir gut dort oben und dass du deinen Bruder nicht allzu sehr ärgerst. Der hat schon ohne dein Generve genug Falten und graue Haare.
Haus und Garten stehen noch (bei dem Talent deines Vaters ist das durchaus ein Wunder..). ((PAPA HATTE SCHON MAL DEN GARTEN IN DIE LUFT GEJAGT.. SYLVESTER UND SO..))
Ich habe jetzt neue Rezepte! Das einzige Problem ist nur, dass hier zu wenige Mäuler sind, die das ganze Zeug essen – dein Vater wird noch fett.
Eurem Hund 'Batter' geht es gut ((DER NAME STAMMT VON PILLE. ER LIEBTE DAMALS BUTTER.. HAT ABER IMMER DIE ENGLISCHE AUSSPRACHE BEVORZUGT..)). Er hat zwar erneut mein ganzes Blumenbeet zerstört, aber nun ja..
Bitte schreib mal wieder, meine Kleine.
Und lass das Schiff ganz! Du hast ja das Talent deines Vater geerbt – und die pyromanische Veranlagung..
Schreib bald zurück! Und bring auch Leonard dazu, mal zu schreiben. Wir werden schon in der Lage sein, seine Doktorenschrift zu identifizieren, notfalls suchen wir uns einen Dolmetscher für Hieroglyphen.
Küsschen
Mama und Papa'
Ach, Mama.. Als würde ich das Schiff beschädi.. Oh, Mist.. Egal.. Müssen sie nicht wissen.. Das war alles Pitts Schuld!
Ich schrieb mir eine Merk-Notiz in mein Pad:
'Mama schreiben. Pille nötigen.'
Reicht.
Danach schlief ich ein.
