WICHTIG! Lasst euch drücken ihr Süßen. Ich hoffe ihr habt mal in mein Profil geguckt, ab und zu schreibe ich da aktuelles Zeugs rein. Ich kopiere es euch hier noch einmal rein:

xxxxxxxxx Hallo ihr Lieben! WICHTIG!!!!!!!! Ihr denkt euch zur Zeit bestimmt "Wann updated die Hexe mal wieder?" Es tut mir schrecklich, schrecklich Leid. Aber diesmal kann ich einfach nichts dafür. Weiß nicht, ob ihr in letzter Zeit mitbekommen habt, dass ich Ärger mit meinem Rechner hatte. Nun hat das seinen Höhepunkt erreicht. Ich kann zur Zeit also nicht an meinen Rechner, und ich will gleich ehrlich sein: es kann noch ein paar Wochen dauern, bis da alles wieder in Ordnung ist. :( Hab euch versprochen dass es bis zum näxten chap nich so lang dauert, und nun kann ich das leider wieder mal nicht einhalten. :(
Also seid mir bitte nicht böse und habt noch ein wenig Geduld mit mir. Ich hoffe ihr lest das.
Bis bald, eure Cissy drückt alle xxxxxxxxxxxx

Das Thema hat sich jetzt wie es aussieht erledigt, hab wieder eine funktionierende Kiste, aber falls es mal wieder so lange dauern sollte, dann wisst ihr warum!

Ich hoffe ihr wisst noch einigermaßen, was im letzten Chap passiert ist. Das wichtigste ist eigentlich, dass Sirius wieder da ist. Muahahaaa …

Also viel Spaß, sitz schon den ganzen Tag an diesem Kapitel! Widme es allen, die mir noch treu ergeben sind! (verbeug)

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„Ich habe eine Nachricht von Lucius Malfoy erhalten."

Alle im Raum hoben die Köpfe und blickten den Zaubertränkemeister, der unbemerkt eingetreten war, neugierig an. Lucius Malfoy gehörte nicht zu den Namen, von denen sie Nachricht zu erhalten hofften, doch nur die Aussicht auf neue Informationen gab ihnen die Hoffnung etwas unternehmen zu können. Was den meisten wohl am schwersten auf dem Magen lag, war die Tatsache nichts tun zu können.

„Er schreibt …, dass er sich darauf freut, einige von uns noch heute in Askaban zu treffen."

Die Anwesenden tauschten nur fragende und verzweifelte Blicke. Sie wirkten so erschöpft, dass es ihnen schwer zu fallen schien einen klaren Kopf zu bekommen. Die Todesser hatten Askaban längst eingenommen und zu einer grausigen Festung für ihre Zwecke verwandelt. Hinein zu kommen war sicher nicht schwer. Aber hinaus? Doch wahrscheinlich war es ohnehin zu früh über so etwas nachzudenken.

„Aber ich nehme an", sprach Snape weiter in die gedrückte Stimmung hinein, „dass wir aus diesen Worten erst schlau werden, wenn Potter die Worte gelesen hat, die an ihn gerichtet sind." Alle blickten nun Harry am Ende des Tisches an, der überrascht den Kopf hob.

„Ja, Potter. Es ist ein Brief für dich dabei."

„Was steht drin?", fragte Tonks aufgeregt.

Snape knirschte kurz mit den Zähnen. „Ich sagte doch gerade, dass er an Potter gerichtet ist. Es liegt ein Zauber darauf. Nur er und sonst niemand kann lesen, was darin steht. Nun?" Er streckte Harry das Stück Pergament entgegen und blickte ihn erwartungsvoll an. Harry erhob sich langsam, ging um den Tisch herum und griff zögernd danach. Dabei sah er Snape in die Augen. Dieser erwiderte seinen Blick und für einen Moment hielten sie beide den Brief umfasst, bis Snape losließ und die Arme ineinander verschränkte. Harry faltete das Pergament auseinander.

Es war totenstill. Alle schienen die Luft anzuhalten, malten sich in Gedanken aus, was in dem Brief wohl stand. Was die meisten von ihnen dabei empfanden – war Angst. Angst vor allem, etwas über Rons Schicksal zu erfahren. Hoffnung hatten die wenigsten.

Harrys Augen flogen nur so über das Geschriebene. Als er das Stück Papier sinken ließ und in seiner Hand zerknüllte, war er leichenblass.

Lupin blickte ihn flehend an.

„Ron ist am Leben", sagte Harry und verließ ohne ein weiteres Wort den Raum. Lupin schob knarrend seinen Stuhl zurück und wollte ihm nach, doch Kingsley, der schon die ganze Zeit an der Tür gestanden hatte, gab ihm zu verstehen, dass er Harry aufhalten würde. Dankbar ließ sich der Werwolf an den Tisch zurücksinken und fuhr sich seufzend durch die Haare.

„Gott sei Dank", sagte Tonks und ihre Stimme klang seltsam schrill. „Ich hatte schon befürchtet …" Sie blickte hilflos um sich und Lupin legte ihr eine Hand auf den Unterarm. „Das haben wir alle." Er atmete tief durch. „Was auch immer in dem Brief stand, Lucius muss Harrys Reaktion genau hervorgesehen haben und somit geschlussfolgert, dass er sich auf den Weg nach Askaban macht. Ich denke es ist selbstverständlich, dass wir Harry begleiten. Was auch immer uns dort erwartet." Er vermied es nicht, Snape bei diesen Worten anzusehen.

„Hermine bleibt hier", sagte er noch und warf einen raschen Blick auf das gelockte Gryffindormädchen, das bewegungslos und ohne zu protestieren neben ihm saß und das Gesicht in den Händen vergraben hatte.

„Was kann denn nur in dem Brief gestanden haben?", fragte Tonks verzweifelt. „Ron ist anscheinend wohlauf, aber das schien Harry keineswegs zu beruhigen. Was gibt es denn sonst noch, was ihn so beschäftigen würde? Was könnte ihn denn so aus der Fassung bringen?" Als sie sich fragend an Lupin wandte, war der plötzlich genauso blass wie Harry, seine Augen geweitet und seine Stimme fast nur ein Flüstern, als er sprach. „Sirius …"

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Sirius Black fand sich in einer kalten, dunklen Zelle Askabans wieder. Es dauerte eine Weile bis er sich dessen bewusst wurde, aber spätestens das grobe Schlagen schlanker Hände gegen seine Wange brachte ihn auf den Boden der Tatsachen. Zumindest seinen Geist, denn seine Füße hingen einige Zentimeter über dem feuchten Steinboden, was ihm letztendlich erklärte, woher die unerträglichen Schmerzen in seinen Schultern stammten – seine Arme waren über dem Kopf zusammen – und an eine eiserne Halterung in der Wand festgekettet.

Etwas Gutes hatte es: Schmerzen bedeuteten Leben.

Dennoch fühlte sich Sirius so kraftlos und elend wie noch nie zuvor.

Genauer gesagt hatte er eher das Gefühl, dass sein Körper tot war. Dass nur sein Bewusstsein und die Schmerzen ihn von einem Toten unterschieden.

Dutzende Flüche und Beschimpfungen schossen ihm durch den Kopf als er mühsam die Augen öffnete und die blonde Frau vor sich erblickte.

Schließlich brachte er aber nur ein klägliches Stöhnen über die Lippen.

Narzissa Malfoy merkte, dass es ihm größte Anstrengung kostete, seinen Kopf aufrecht zu halten.

„Sirius?", fragte sie um zu prüfen inwiefern der Animagus schon aufnahmefähig war. Als er nicht reagierte, wartete sie einen Moment um ihn zu sich kommen zu lassen.

„Cousin!", sagte sie zynisch, als er sie anscheinend erkannte.

„Narzissa", stöhnte Sirius und man spürte, dass das Sprechen eine Kraftanstrengung für ihn war. „W…wie … geht´s dir?"

Einen Moment starrte sie ihn überrascht an, dann lachte sie. „Blendend. Nach deinem Befinden, frage ich jetzt nachsichtiger weise mal nicht."

„Hmm", gab Sirius nur von sich und wand sich lahm in seiner Fesselung.

Narzissa zog ein winziges Fläschchen aus ihrem Dekolletee, öffnete es und hielt es ihm vor den Mund. Sirius presste die Lippen zusammen und drehte den Kopf ächzend zur Seite, worauf Narzissa nur mit den Augen rollte.

„Es ist kein Gift. Warum denken immer alle, dass ich sie vergiften will?! Das wäre gerade in deinem Fall jetzt äußerst sinnlos, oder?" Sie atmete tief durch und fuchtelte ungeduldig mit dem Fläschchen vor seinem Gesicht herum. „Ich habe nicht ewig Zeit, Sirius. Nun trink schon, es wird dir helfen, glaub mir."

Als Sirius sie nur weiter trotzig anblickte, drückte sie ihm mit der anderen Hand einfach die Nase zu. „Du wolltest es nicht anders", sagte sie ebenso trotzig und wartete bis der Animagus nach wenigen Sekunden nach Luft schnappte und goss ihm die paar Tropfen in den Mund. Anschließend ließ sie sich auf einem modrigen Stuhl sinken und betrachtete wie Sirius angewidert das Gesicht verzog.

„Hast du etwa erwartet, dass es gut schmeckt?", fragte sie und hob eine Augenbraue.

Der Animagus bewegte sich unruhig hin und her, lehnte den Kopf zurück gegen die Wand und atmete lautstark ein und aus.

„Was ist?", fragte Narzissa unbekümmert.

„Übelkeit", stöhnte Sirius knapp. Die blonde Frau nickte desinteressiert. „Geht sicher gleich vorbei." Sie betrachtete ihre Fingernägel. „Bevor du jetzt fragst, was passiert ist, und wieso du plötzlich hier bist – wir wissen es auch nicht so genau. Also glaub mir, wir sind mit der Sache genauso überfordert wie du."

„Das tut mir aber Leid", log Sirius.

Narzissa ignorierte seine Worte. „Du bist eine … Überraschung des dunklen Lords."

„Wirklich? Wow. Warum habt ihr mich dann nicht mit einer roten Schleife an die Wand gefesselt?"

Narzissa erwischte sich dabei, wie sie schmunzelte. „Ich sehe der Trank beginnt zu wirken. Du hast deine Sprache wieder gefunden."

Sirius nickte. „Nach so langer Zeit der Abwesenheit sehnt man sich nach Konversation. Nicht gerade mit dir, aber …"

„Um fehlende Konversation brauchst du dir keine Sorgen machen.", unterbrach Narzissa ihn. „Es ist immer jemand hier. Wir haben Askaban übernommen."

Sirius setzte einen bewundernden Gesichtsausdruck auf. „Mir geht's gleich viel besser."

„Und die Dementoren werden dir auch nicht zu nahe kommen, das verspreche ich dir", fuhr Narzissa fort. „Schließlich brauchen wir dich noch."

„Ich freu mich schon richtig drauf."

Narzissa lachte, stand auf und stellte sich wieder vor Sirius. „Wo auch immer du warst und was auch immer du erlebt hast: deinen Sarkasmus hast du nicht verloren."

Sirius nickte. „Man versucht eben immer das Beste in einem zu bewahren."

Die blonde Frau wurde ernst. „Und jetzt lass uns damit aufhören! Du musst mich doch abgrundtief hassen."

Sirius Mimik veränderte sich schlagartig. Er blickte in Narzissas große blaue Augen „Sei froh, dass ich angekettet bin!", sagte er bedrohlich leise. „Die Tatsache, dass du eine Verwandte von mir bist, würde mich nicht im Geringsten davon abhalten dich zu töten. Das gleiche gilt für euch ja auch. Ich habe mich nie als ein Mitglied dieser Familie gefühlt! Der Name Black ist das einzige was ich mit ihr gemeinsam habe!"

„Allerdings", bestätigte Narzissa kalt. „Obwohl selbst das eine Schande ist!"

Sirius nickte. „Ja."

„Nur gut, dass ich mich mittlerweile mit einem besseren Namen brüsten darf!"

Sirius verzog aberkennend das Gesicht. „Lucius. Wo ist er? Scheint mal wieder damit beschäftigt zu sein unschuldige Menschen zu quälen."
Narzissa schmunzelte leicht und sah auf den Boden.

Sirius verzog das Gesicht. „Dieses zustimmende Schweigen lässt mir alle Haare zu Berge stehen. Glaub mir, du wirst für all das mit dem Leben bezahlen."

„Falls du versuchst mir Angst zu machen, tut mir Leid, es klappt nicht", log Narzissa. Sirius sprach im Prinzip das aus, was sie dachte.

„Das hab ich auch nicht wirklich erwartet.", entgegnete er. „Liegt wohl in der Familie."

„Der du ja, wie wir gerade festgestellt haben nie wirklich angehört hast, Sirius."

„Habe ich hier gerade das Wort Familie gehört?" Bellatrix trat in die Zelle. Als sie Sirius erblickte verzog sich ihr Gesicht vor Hass zu einer Grimasse. Doch anstatt ihr den gleichen Hass entgegenzubringen, provozierte Sirius sie mit einer feierlichen Begrüßung.

„Oooh, Bella! Tja, nach deinem Askabanaufenthalt ist dieser Name ja eigentlich nicht mehr so zutreffend oder?"

„Nur gut, dass ich nicht die einzige bin die das von sich behaupten kann!", keifte die Schwarzhaarige und legte den Kopf schief.

Sirius wollte mit den Schultern zucken, was ihm auf Grund seiner Haltung, zu der er gezwungen war, aber nicht gelang. „Naja weißt du, ich bin ein Mann, ich denke mal da ist das nicht ganz so schlimm. Abgesehen davon hieß ich nie Bella! Und wenn ich mir dich mal so anschaue, kommt mir eher das Gruseln!"

„Halte deine Zunge im Zaum bevor ich sie dir abschneide!"

Sirius pfiff durch die Zähne. „Ah ja, du warst schon immer etwas durchgeknallt, scheint sich nicht geändert zu haben."

„Darf ich ihn töten Narzissa?", fragte Bellatrix gereizt.

Doch Sirius ließ Narzissa gar nicht erst zu Wort kommen. „Versuch es gar nicht erst, Trix, du siehst doch, dass es schon beim ersten Mal nicht geklappt hat. Scheinst als Hexe eine ziemliche Niete zu sein. Immerhin lebe ich noch."

Bellatrix richtete den Zauberstab auf ihn, doch Narzissa stellte sich zwischen die beiden und presste ihren Arm nach unten.

„Lass ihn Bellatrix, er versucht nur dich zu provozieren."

„Mit vollem Erfolg", grinste Black. „Und ich dachte Narzissa sei die jüngere von euch beiden. Warum musst du sie um Erlaubnis fragen? Gibt es so was wie eine Rangordnung in eurem Wolfsrudel?"

Bellatrix wandte sich an ihre Schwester. „Warum zum Teufel ist er so gut drauf? Hättest du ihm nicht etwas geben können, wobei er sich unter Schmerzen windet?" Dann verengte sie die Augen zu Schlitzen und entspannte sich etwas. „Wolfsrudel ... . Wie kommst du gerade auf Wölfe, Sirius? Ich dachte dein erster Gedanke gilt Harry."

„Tut es auch. Ich hab keine Ahnung wovon du eigentlich redest."

Bellatrix lächelte böse. „Schon gut."

„Soll ich euch Kaffe und Kuchen bringen, um eure Unterhaltung gemütlicher zu machen?"

Alle drei blickten zur Tür, in der Lucius Malfoy mit gehobener Augenbraue stand und seinen schwarzen Mantel öffnete. „Euer Gespräch schallt auf dem ganzen Gang wieder, ich habe erst geglaubt das hier sei ein Kindergarten und kein Gefängnis." Der einzige der lachte war ausgerechnet Sirius.

„Hol den Jungen", sagte Lucius an Bellatrix gewandt.

„Harry?", fragte Sirius aufgeregt.

Der Malfoy schüttelte den Kopf. „Nein leider nicht, aber das wird sich ja hoffentlich bald ändern." Er ging auf Sirius zu und blieb vor ihm stehen.

„So, du Hund. Du wirst jetzt das tun was ich dir sage, verstanden? Wir sind über deine Anwesenheit nicht gerade begeistert, also lass uns einfach das Beste daraus machen." Er schürzte amüsiert die Lippen. „Es wird nicht mehr lange dauern bis Potter und, das nehme ich, eurem lächerlichen Gemeinschaftssinn zu folge, zumindest an, auch einige Mitglieder des Ordens hier eintreffen. Dass der dunkle Lord dich nicht zurückgeholt hat um Potter etwas aufzuheitern weißt du selber. Der Herr weiß eigentlich immer was er tut, auch wenn wir alle mit seiner … Überraschung, also dir", sagte er als ob es nötig wäre es zu erwähnen, weil Sirius es sonst nicht verstehen würde, „etwas überrumpelt wurden."

„Ich scheine euch ja ziemlich auf den Magen zu schlagen, so oft wie ihr das erw-", begann Sirius gut gelaunt, doch Lucius unterbrach ihn eiskalt. „Schweig still. Wenn Potter hier eintrifft-", begann er wieder, drehte sich aber, als er Sirius erschrockenes Gesicht bemerkte, herum.

Ron war, Bellatrix Zauberstab im Rücken, eingetreten. Er zitterte am ganzen Leib und starrte Sirius an als wäre er ein Geist.

„Ron", sagte der Animagus leise und musterte den Weasley flüchtig. Er sah zwar kraftlos und müde aus, aber bis auf ein paar Kratzer schien er weitgehend unversehrt. Sirius wusste allerdings ganz genau, dass der Junge innen drin alles andere als unversehrt war. Er hatte keine Ahnung wie lange er sich schon in Gefangenschaft der Todesser befand. Was ihm allerdings bewusst wurde, war dass sie Ron benutzen würden um ihn zu erpressen. Die letzen Hoffnungen auf einen Ausweg waren in dem Moment verloren gegangen, als Ron die Zelle betreten hatte. Sirius schloss die Augen, während Ron ihn noch immer anstarrte, dann aber von Bellatrix grob einen Schritt nach vorn gestoßen wurde.

„Wo war ich?", fragte Lucius gelangweilt, und für diese Gleichgültigkeit in seiner Stimme hätte Sirius ihn am liebsten auf der Stelle getötet.

„Ach ja. Also sobald Potter hier eintrifft, werden wir dich loslassen, Köter brauchen immerhin ihren Auslauf, und DANN, wenn alles nach einem glücklichen Wiedersehen aussieht-", er hob abschließend die Hände, „werden wir dich vor seinen Augen töten! Endgültig! Eigentlich sehr simpel."

Hinter Sirius Stirn arbeitete es auf Hochtouren, was ihm allerdings sehr schwer fiel. Seine Schultern schmerzten höllisch und die Übelkeit, die er vorhin schon einmal verspürt hatte, kehrte nun mit aller Macht zurück. Diesmal aber war es die Angst. Er kannte Harry. Und er wusste, was diese seelische Grausamkeit mit ihm anrichten würde. Trotzdem spielte er den Unwissenden. „Wenn du glaubst, dass euch das groß etwas bringen wird, meinetwegen. Ich war schon so gut wie tot und wenn die ersten Gesichter, die ich nach meiner Wiederauferstehung wieder sehe, ihr seid, kann ich gern auf das Leben verzichten. Warum bringt ihr mich nicht gleich um?!"

Lucius lachte. „So einfach ist das nicht. Du brauchst dich nicht zu verstellen Black, wir wissen wie sehr der Junge an dir hängt. Und er wird bestimmt sehr böse, wenn ihm sein guter Patenonkel gleich wieder genommen wird, und seinen Weg zum dunklen Lord im Prinzip ganz alleine gehen. Ein vor Wut tobender Harry Potter, verstehst du? Das ist ganz ausgezeichnet. Egal mit oder ohne Hilfe, das wird sein Ende sein." Er lächelte böse.

„Und was ist wenn ich es nicht mache?", sagte Sirius, der wusste, dass Lucius Recht hatte, schnell.

„Dann ..." Lucius winkte Bellatrix zu, welche Ron den Zauberstab nun an den Hals hielt, „ wird er wohl dran glauben müssen! Was Potter wohl denken wird, wenn er erfährt, dass du seinen besten Freund hast sterben lassen, nur damit du selbst am Leben bleibst?!"

„Du Mistkerl" knurrte Sirius.

„Zügle dein Mundwerk, Hund! Narzissa wird dir jetzt die Fesseln abnehmen und du wirst ganz brav sein, ja?" Er trat einen Schritt zur Seite und machte Narzissa Platz.

„Schade eigentlich", warf Bellatrix ein, „an den Anblick gefesselter Menschen könnte ich mich gewöhnen."

„Cousinchen …"

„Halt den Mund, Sirius", sagte Narzissa, als sie begann die Ketten um seine Handgelenke zu lösen.

„Warum? Was hast du denn plötzlich gegen etwas Plauderei?"

„Sie sagte du sollst den Mund halten!", zischte Lucius.

„Sagt mal wie denkt eigentlich euer Sohn darüber, dass er solche verdammten Bastarde als Elt-"

Er stöhnte auf, noch bevor er seinen Satz beenden konnte, als ihn Lucius Schlangestock tief in seiner Magengrube traf. „Du sollst - still sein!"

Narzissa seufzte. „Großartig Lucius! Wenn du dich nicht zusammenreißt, hast du ihn fertig gemacht bevor er unseren Plan ausführen kann und das ist es doch genau was er will!"

Sirius hustete, brachte aber ein gequältes Grinsen zu Stande. „Ich habe mich schon immer gefragt, wer bei euch beiden die Hosen anhat."

Lucius schlug ihn mit dem Handrücken ins Gesicht. „Verzeih, aber du sahst etwas fertig aus", sagte er und zupfte penibel an seinem Handschuh. „Du sollst für unser kleines Spiel ja auch munter sein!" Er lächelte kurz, streckte den Hals und sah in die Runde. „Ihr seid alle soweit?"

Narzissa und Bellatrix nickten.

„Dann lass wenigstens den Jungen fei!", flehte Sirius, als er, da er sein Gleichgewicht ohne die Ketten um seine Handgelenke plötzlich selber zu halten hatte, auf die Knie fiel.

„Sirius!", rief Ron nun besorgt, sodass Bellatrix ihm erbarmungslos den Arm auf den Rücken drehte und Ron peinvoll aufschrie.

„Pass auf, ich glaube ich muss dir das noch mal erklären.", sagte Lucius unberührt zu dem am Boden knienden Sirius. „Der Gefangene ist meistens nicht der, der die Forderungen stellt, sondern die der anderen ausführt!" Er stützte sich auf seinen Spazierstock und blickte Narzissa seufzend an. „Jetzt heißt es abwarten."

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„Kommst du mit?", fragte Lupin, als sich Snape einen schwarzen Mantel überwarf, und es lag mehr als nur Überraschung in seiner Stimme.

Er schloss leise dir Tür seines Büros, in dem Hermine nun lag, nachdem Snape ihr einen leichten Schlaftrank gegeben hatte.

Der Zaubertränkemeister sah ihn zweifelnd an. „Selbstverständlich komme ich mit! Immerhin bin ich der einzige, der die Todesser kennt!"

Lupin nickte, noch immer gegen seine Tür gelehnt. „Gut", sagte er zaghaft. „Ich hatte es gehofft."

Snape nickte zögernd. Darauf zu sagen wusste er nichts.

„Severus", begann Remus wieder, stieß sich von der Tür ab und blieb vor ihm stehen. Am liebsten wollte er ihm sagen, wie viel Angst er hatte. Dass er, worüber er sich selber wunderte, unglaublich froh war, dass Snape dabei sein würde. Und dass ganz tief in seinem Innern auch Hoffnung brannte. Hoffnung, etwas über den Verbleib von Sirius zu erfahren, auch wenn er versuchte sie zu verdrängen. Doch er wusste genau, dass Snape ihm nicht mehr zuhören würde, würde er den Namen Sirius nur erwähnen. Ohnehin fiel es ihm schwer, dem Lehrer seine Gefühle zu offenbaren. Snape schien eine unsichtbare Mauer um sich zu tragen. Genau wie Harry, dachte Lupin wieder.

Noch immer stand er vor Snape, der ihn ungeduldig ansah. Dann fiel ihm etwas ganz anderes ein. „Severus. Ich … in der ganzen Aufregung in letzter Zeit … wir haben den Wolfsbanntrank vergessen."

Für Snape schien die Sache klar. „Dann kannst du nicht mit! Die Sache ist gefährlich genug, ein freilaufender Werwolf fehlte uns gerade noch!"

„Kannst du nicht-"

„Es gibt keinen anderen Trank, wenn du diesen nicht genommen hast, wirst du dich ganz normal verwandeln! Es hätte keinen Zweck wenn du ihn jetzt noch nehmen würdest!"

„Severus ich muss mitkommen!" Lupin schüttelte sacht den Kopf. „Verstehst du? Ich muss es einfach! Das ist die vielleicht letzte Chance, und wenn ich mit dem Leben dafür bezahlen muss."

„Und vielleicht nicht nur du! Ich möchte deinen Klauen nicht zum Opfer fallen, wenn ich den eigentlichen Ungeheuern gerade erst entkommen bin!" Als ob es nichts weiter zu besprechen gäbe, drehte sich Snape um und öffnete die Tür.

„Es gibt auch für dich jemanden, den du dort zu treffen hoffst, nicht wahr?", hörte er Lupins Stimme in seinem Rücken.

Er blieb stehen. Nach einer Weile seufzte er. „Ich werde dir bevor wir aufbrechen einen Trank mit Graphorn-extrakten geben. Bei Menschen die von einem schwarzen Zauber befallen sind, der sie in Tiere verwandelt, wird der Fluch verkürzt, das heißt auf wenige Minuten beschränkt. Allerdings gilt das nur für jeweils einen Tag. Ob es bei Werwölfen funktioniert, weiß ich nicht, da es kein durch Zaubersprüche auferlegter Fluch ist, sondern du gebissen wurdest. Selbst wenn es wirkt, dann bist du für wenige Minuten trotzdem ein Werwolf. Sollte es mir gelingen, dich diese Minuten von uns fern zu halten, hast du Glück. Sollte das allerdings nicht der Fall sein", er blickte über die Schulter zu ihm zurück, „dann musst du mit den nötigen Konsequenzen rechnen."

Lupin schluckte. Dann nickte er dankbar.

Er folgte Snape auf den Gang hinaus, wo sich auch Professor McGonagall zu ihnen gesellte.

„Ich hoffe nur, dass die Kinder in Sicherheit sind, jetzt wo wir sie nach Hause geschickt haben.", sagte sie und tiefe Kummerfalten zogen sich über ihre Stirn. Sie schien in den letzen Tagen um Jahre gealtert zu sein.

„Keine Sorge Minerva", versuchte Lupin sie zu beruhigen. „Die werden sich nicht die Mühe machen jede einzelne Zaubererfamilie aufzusuchen. Darum geht es ihnen gar nicht. Sie sind zu Hause auf jeden Fall sicherer als hier geballt in Hogwarts." Er seufzte. „Und wenn sich die Sache zu Gunsten Voldemorts entscheidet, dann ist niemand mehr sicher, egal wo er sich aufhält."

McGonagall nickte. „Und Potter kann es letztendlich nur mit ihm alleine aufnehmen."

„Das schon", entgegnete Lupin, den der plötzliche Pessimismus der Professorin beunruhigte. „Aber vorher allein gegen eine Meute Todesser zu kämpfen, das schafft er nicht. Abgesehen davon, glaube ich nicht, dass es heute ausgetragen wird. Die Würfel sind mit dem Angriff auf Hogwarts erst ins Rollen geraten."

„Dann müssen wir versuchen, Potter so weit es geht zu unterstützen", sagte McGonagall kraftlos.

Lupin blickte sie von der Seite an. Dann nickte er.

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In Askaban lief Sirius orientierungslos durch die nasskalten Gänge und Tunnel der steinernen Festung. Anfangs hatte er geglaubt, den düsteren Mauern irgendwie entkommen zu können, doch schon bald wurde ihm klar, dass die Todesser auf keinen Fall so dumm waren, und ihm dazu eine Chance geben würden.

Es war alles ein grausames Spiel, und um so länger Sirius von Zelle zu Zelle und von Gang zu Gang irrte, desto mehr quälten ihn die Gedanken über ein eventuelles Zusammentreffen mit den Menschen die ihm etwas bedeuteten.

Sie hatten nicht den blassen Schimmer von dem Plan der dunklen Seite.

Er allerdings war sich über seinen kurzen Auftritt in diesem Spiel durchaus bewusst.

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