Sie sind zu dritt 11. Kapitel

Endlich zusammen

Am Tag vor der Abreise zur Schule saßen Harry und Severus auf einem der Couchen im Salon und lasen. Severus war völlig in sein Buch von Harry versunken, als er von einem Stöhnen unterbrochen wurde. „Harry, was ist los"

„Nichts schlimmes, Sev, nur die Kleinen tanzen gerade wieder Rock´n Roll." „Was??" „Ein Muggeltanz, sehr wild und schnell." Severus nickte verstehend und sah doch sehnsüchtig auf den Bauch des Jungen. Der sah das, nahm dessen Hand und legte sie auf seinen Bauch, wo die Kleinen gerade wieder zutraten.

Severus bekam einen total verliebten Ausdruck in seine Augen, und Harry konnte nicht anders, beugte sich vor und küsste seinen Mann zart auf die Lippen. Nach der ersten Überraschungssekunde erwiderte Sev den Kuss. Oh, wie war der süß. Er wollte gar nicht mehr aufhören und strich sanft mit seiner Zunge über die Lippen des Jüngeren und bat um Einlass, der ihm auch gewährt wurde. Sie lösten sich erst, als sie keine Luft mehr bekamen. Mit geröteten Wangen und geschwollenen Lippen

schaute Harry Severus an. „Ich glaube ich hab mich verliebt, " flüsterte der Kleinere und Severus nahm ihn zärtlich in den Arm. „Ich liebe dich auch Harry, so sehr, " erwiderte der Ältere.

Sie hatten nicht bemerkt, das Draco eingetreten war und sie beobachtete. Als er Harrys Worte vernahm, waren seine Gefühle sehr zwiespältig. Er wusste, er liebte Harry, doch liebte der ihn auch? Was sollte er tun, wenn der Schwarzhaarige nur seinen Paten wollte? Nein, er wollte nicht auf ihn verzichten, ihn aber auch nicht zwingen müssen, mit ihm zu schlafen. Doch Harry schaute auf, sah ihn und hielt ihm die Hand

entgegen.

Schnell kam der Blonde näher und setzte sich zu ihm auf die Couch und Harry legte auch dessen Hand auf seinen Bauch, damit auch er seine Kinder spüren konnte. Der Blonde war völlig fasziniert von den Bewegungen der Kleinen. Dann küsste ihn der Dunkelhaarige genau so wie seinen älteren Mann.

Auch ihm gewährte er Einlass in seine Mundhöhle, die der Blonde auch gleich plünderte. Zärtlich hielten ihn seine Männer in ihren Armen und schmusten mit ihm. Und endlich fühlte er sich wohl dabei, denn er spürte, dass sie es ehrlich mit ihm meinten. „Ich liebe dich, mein Schatz, " säuselte ihm Draco verliebt ins Ohr, was ihm einen leichten Schauer über den Rücken jagte.

„Ich liebe euch auch, glaube ich wenigstens, denn nun fühle ich mich wohl, wenn ihr mir nahe seid. Doch bitte, mehr möchte ich noch nicht, lasst mir noch Zeit, dann bin auch zu mehr bereit."

„Wir lassen dir die Zeit, die du brauchst. Wir sind ja schon froh, dass du uns nicht mehr ablehnst, und wir uns auch mal mit unseren Kindern verbunden fühlen können. Danke dafür." meinten Severus und Draco zwischen unzähligen Küssen.

Dann kuschelten sie noch auf der Couch alle zusammen und lasen noch weiter. Harry saß in der Mitte angekuschelt an Severus und Draco angelehnt an ihn. Er kam sich wirklich vor wie ein Sandwich. Aber es war einfach gemütlich.

„Harry, wollen wir denn diese letzte Nacht hier in unserem Schlafzimmer verbringen?"

fragte Severus etwas zaghaft. „Du musst keine Angst haben." „Hab ich nicht, ich hatte es mir auch schon gedacht. Dort können wir es uns einmal richtig gemütlich machen, mal sehen wie es sich entwickelt. Wir können uns ja langsam herantasten." Flüsterte Harry leicht errötend. Draco war glücklich, endlich konnten sie ihren Kleinen verwöhnen und das würden sie auch tun.

Er freute sich auf diesen Abend. Er wollte dafür noch etwas besorgen, darum stand er auf, gab Harry einen Kuss und verließ den Salon mit einem geheimnisvollen Lächeln. Harry ahnte nichts Gutes. Doch ließ er ihn.

Gegen Mittag kamen die Malfoys wieder, die Freunde besucht hatten. Tom hatte heute ein Treffen mit den äußeren Todessern, wobei er Lucius und Severus nicht brauchte. Er hatte heute nur ein paar bestrafen müssen, weil es einige Vorfälle gegeben hatte. Auch musste er den Jungen geschützt wissen. „ Und nun noch zum Wichtigsten, es geht um Harry Potter. Wer dem Jungen etwas antut, oder es nur versucht, wird keine Gelegenheit bekommen das zu bereuen, lasst es euch gesagt sein. Der Junge ist tabu. Für alle." zischte er in die Runde.

„Ja Mylord," hörte er und war zufrieden. Er löste die Versammlung auf. Sollte je einer wagen Harry auch nur schief anzusehen, würde er das sicher sehr bereuen.

Nach dieser Versammlung machte er sich schnell auf den Weg nach Malfoy Manor. Er lebte gern dort, waren doch seine Freunde bei ihm. In der Eingangshalle traf er auf Regulus Black, einem Todesser aus dem inneren Kreis. „Hallo Reg, zurück von deinem Auftrag? Wie war es. Bist du erfolgreich gewesen?" „Natürlich, Mylord, ihr zweifelt doch nicht?" „Reg, wir sind unter uns, hör also auf mit diesem „Mylord". Das hast du doch gar nicht nötig." „In Ordnung Tom, aber warum hast du mir nicht gesagt, dass Harry Potter hier ist, ich hätte ihm fast den Cruciatus auf den Hals gehetzt."

Rückblick:

Regulus kam in der Eingangshalle an und fand niemanden vor, doch dann kam aus einer Tür eine Gestalt, die er hier bestimmt nicht erwartet hätte. Harry Potter, der- Junge- der- lebt. Doch wohl nicht mehr lange. Schnell hatte Reg seinen Zauberstab gezogen und hielt ihn dem Jungen entgegen, der anfing zu zittern. „Warum tun sie das? Nehmen sie ihn weg. Tom hat doch gesagt, ich bin hier sicher. Hat er mich angelogen?"

Tränen traten dem Jungen in die Augen und Regulus senkte seinen Stab. Hatte Tom ihm wirklich gesagt, dass er hier sicher war? Warum wusste er nichts davon? Aber er war lange weg gewesen. Doch in diesem Augenblick kamen die Malfoys wieder und überblickten sofort die Situation. „Reg, leg den Stab weg, mach unserem Schwiegersohn doch keine Angst. Harry, alles okay?" Narzissa nahm den zitternden Jungen in die Arme. „Komm setzen wir uns in den Salon."

Zusammen gingen sie hinein und setzten sich. Narzissa ließ Harry nicht los, und auch Lucius tat alles um den Junge zu beruhigen. „Regulus, das ist unser Schwiegersohn, wie du gerade gehört hast. Er ist mit Draco und Severus gebunden und wie du siehst, ist er schwanger. Etwas unfreiwillig, aber es ist nun alles in Ordnung. Harry, das ist Regulus Black, der jüngere Bruder von Sirius."

„Aber das gibt es nicht, er ist doch tot. Seit vielen Jahren schon, hat mir Sirius gesagt. Umgebracht von Tom." rief Harry und weinte, wie immer wenn er an Sirius dachte.

Lucius stand auf und nahm den Jungen in den Arm.

„Wie du selber siehst, lebt er noch und er wird dich bestimmt auch bald mögen. Schließlich bist du das Patenkind seines Bruders." „Sirius hat mir sehr oft von Regulus erzählt, wie sehr er ihn vermisste, und wie sehr er ihn geliebt hatte. Doch auch davon, dass er es verstand, wieso er auf die dunkle Seite gewechselt war."

Regulus hörte sich das alles an und wurde traurig. Er dachte, sein Bruder würde ihn hassen, und darum nichts mehr von ihm wissen wollte. Darum hatte er sich nie mehr gemeldet.

„Du meinst wirklich er hätte mich auch noch weiterhin sehen wollen? Obwohl wir auf verschiedenen Seiten kämpften? Du musst wissen, er war der einzige Gryfindor in der Familie." „Das weiß ich, aber ich weiß auch warum." Flüsterte Harry leise. „Warum? Sag es mir bitte, ich hab es nie verstanden." erregt sprang Regulus auf. Kam nun das Geheimnis von Sirius an den Tag?

„Er wollte bei James sein. Ihr hattet euch gerade gestritten, und du hattest ihn verflucht. Das hatte ihn sehr getroffen, denn er liebte dich doch. Aber von diesem Tag an wollte er vergessen dass er einen Bruder hat und hat sich James als neuen Bruder ausgesucht. Er sagte mir mal, dass er sich mit dem Hut lange gestritten hatte, es aber geschafft hatte nach Gryffindor zu kommen. Der Hut hatte wohl gemerkt, dass Sirius James brauchte."

„Also war er nur dorthin um nicht mehr bei mir sein zu müssen? So sehr hat er mich gehasst, schon damals?"

„Regulus, er hat dich nicht gehasst, er hatte Angst vor dir, er hat dich geliebt und du hast ihn mit dem Cruciatus gefoltert. Das hat er nie verwunden. Aber tief in seinem Innern hat er dich immer geliebt." Harry war aufgestanden und hatte sich vor dem Bruder seines Paten gehockt(was gar nicht so leicht war)Der nahm den Kopf des Schwarzhaarigen in seine Hände und gab ihm einen Kuss auf das Haar. „Danke Kleiner, dass du mir das gesagt hast. Ich hätte ihn gerne hier gehabt, um mit ihm selbst zu reden. Ich vermisse ihn sehr oft. Doch vielleicht können wir uns öfter mal über ihn unterhalten, was meinst du?"

„Ja, das können wir machen, aber nur wenn du nicht den Zauberstab auf mich richtest, " lächelte Harry ihn an.

Rückblick Ende

„Verzeih Regulus, ich wusste ja nicht, dass du heute wiederkommst. Ich hätte dir schon beim nächsten Treffen bescheid gegeben. Was macht Harry jetzt? Geht es ihm gut? Er ist sehr empfindsam, besonders durch die Schwangerschaft."

„Da hast du Recht, das hab ich auch gemerkt. Aber es geht ihm schon wieder gut. Narzissa und Lucius kümmern sich um ihn. Wo Draco ist, weiß ich nicht, aber Severus ist im Kerker und braut neue Tränke, sagte mir der Junge. Er hat wohl ein Buch von Salazar Slytherin persönlich und braut danach neue Tränke." meinte Regulus lächelnd.

Severus war immer irgendwie dabei einen Trank zu brauen. Er konnte gar nicht ohne.

Harry kam herein und bat die beiden zu Tisch. „Harry, entschuldige bitte, dass ich vergessen hatte Regulus bescheid zu geben." sagte Tom und umarmte den Jungen leicht. „Schon in Ordnung Tom, ich habs ja überlebt."

„Wo ist denn Draco?" fragte Lucius, doch niemand konnte ihm diese Frage beantworten.

„Ich weiß es auch nicht, er hat so seltsam gegrinst, als er gegangen ist." meinte Harry und schaute errötend in die Runde. Oha, da scheint sich ja was zu tun grinste Luc leicht vor sich hin. Bin gespannt, was er besorgt. Sev scheint auch was zu ahnen, nur der Kleine ist wieder zu naiv um was zu merken, oder doch nicht? Warum wird er rot?

Doch dann aßen alle erst mal mit gutem Appetit. Ruhig verlief das Essen und erst zum Nachtisch kamen sie wieder ins Gespräch. Regulus erzählte von seinem Auftrag und wie er verlaufen war. Doch Harry hörte nicht zu. Er aß seinen Nachtisch und setzte sich dann auf eine Couch und legte die Füße hoch. Die anderen sahen erstaunt auf und schmunzelten dann, denn Severus erhob sich ebenfalls, setzte sich hinter Harry, und legte dessen Kopf auf seine Beine. Zärtlich strich er ihm durch die Haare, beugte sich vor und küsste ihn zart auf die Lippen.

Der Schwarzhaarige erwiderte den Kuss und vertiefte ihn auch noch. Dann legte er den Kopf etwas schief und schloss die Augen. Severus legte eine Hand auf den Bauch seines Mannes und spürte die Kleinen, die wieder traten und Harry selten Ruhe ließen. Doch dann gaben sie Ruhe und der Kleine schlief ein. Er brauchte nun über Tag mehr Schlaf, weil die Kinder in der Nacht erst richtig wach wurden und ihn auch nicht schlafen ließen.

„Sagt mal, wie soll das denn in der Schule mit ihm gehen? Lange wird es doch nicht mehr mit dem Baby dauern, so dick, wie er schon ist." fragte Regulus nach. „Oh, es werden Zwillinge und es dauert noch drei Monate. Wenn sie geboren sind werden wir sie hier aufziehen. Die drei werden am sich Wochenende und in den Ferien um die Kinder kümmern, bis Harry und Draco mit der Schule fertig sind und sie auch ihre Ausbildung beendet haben. Das ist die beste Lösung und wir freuen uns auch schon auf unsere Enkelkinder. Das Zimmer steht für sie schon bereit."

„Oh, da bist du ja, " unterbrach sich Lucius, als er seinen Sohn erblickte. „Wo warst du? Sie haben dich vermisst, " er zeigte auf die Beiden auf der Couch. Draco machte sich auf und setzte sich ebenfalls auf die Couch und nahm Harrys Beine auf seine, und streichelte sich daran hoch, bis zum Bauch des Kleineren und legte vorsichtig die Hand darauf ab.

Schnell fing er an zu schmunzeln, als er die Bewegungen seiner Kinder fühlte, aber Harry bekam nichts mit. Er schlief tief und fest, und kuschelte sich in die Decke, die Severus um ihn gelegt hatte, damit ihm nicht kalt wurde, schließlich war Winter und der Junge fror schnell.