Kapitel 11- The dark Lord will rising again, muahahahaha...
Eine saftige Ohrfeige brachte Snape wieder zur Besinnung und er starrte Sybil alias Voldemort mit großen Augen an.
„So... Du warst also die ganze Zeit ein Spion, ich hätte es mir denken können..."
„Na ja, Dumbledore hat einfach besser gezahlt und schließlich muss man ein bisschen vorsorgen... Du... äh... Ihr wisst schon, Fudge IV und all das..."
„WIE KANNST DU ES WAGEN!"
Snape zuckte mit den Schultern. Seltsamerweise hatte er, trotz des recht schmerzhaften Cruciatus Fluches, den er eben abbekommen hatte, nicht allzu viel Angst vor Trelawny-Voldemort. Sie bzw. er in ihrer Gestalt sah einfach lächerlich aus in den Walla-Walla Gewändern von Sybil und noch dazu war sein Mascara verlaufen, der Lidschatten hatte sich durch die Zorneshitze in seinem Gesicht rund ums Auge verteilt und sah aus, als habe ihm jemand zwei blaue-grüne Augen verpasst und die Haare hingen ihm ebenso wirr wie, durch zuviel Haarspray, steif um den Kopf.
Voldemort hob zu einer pathetischen Rede an. "Die tödlichste Waffe der Welt ist ein Todesser mit seinem Zauberstab! Es ist dein Killerinstinkt, der voll da sein muss, wenn du im Kampf überleben willst! Dein Zauberstab ist nur ein Instrument! Töten kann nur ein Herz aus Stahl! Wenn dein Killerinstinkt nicht stark und rein ist, wirst ihr zögern, wenn es drauf ankommt! Dann wirst du nicht töten, dann wirst du ein toter Todesser sein! Und dann bist du in einer Welt voller Scheiße! Weil es Todessern nicht erlaubt ist, zu sterben, ohne dass das genehmigt worden ist! Hast du Armleuchter das kapiert?" Ganz automatisch antwortete Snape "Sir! Jawohl, Sir!"
Er wusste, der Zeitpunkt war gekommen, sich endgültig für eine Seite zu entscheiden... Auf der einen Seite stand Dumbledore, den er zweifelsohne sehr schätzte, andererseits war das jedoch auch die Seite von Potter, Black, Lupin und all den anderen Gestalten, die er so leidenschaftlich hasste... Auf der anderen Seite stand Voldemort, der noch immer krampfhaft und mit Hilfe einiger Todesser versuchte, seine alte Macht zurück zu erlangen, wobei er bis jetzt kläglich versagt hatte... Und seine Reden waren auch schon mal besser gewesen...
„Wisst ihr, Meister... Ich habe nachgedacht. Eigentlich habe ich gar keine Lust mehr, für Euch zu arbeiten- ich hab' nicht mal 'nen Tarifvertrag, die Bezahlung lässt mehr als nur zu wünschen übrig, Euer Intellekt und Eure Macht sind einfach nicht mehr dieselbe... Außerdem bin ich eigentlich ein ganz netter Kerl geworden, auch wenn ich meine Schüler das natürlich nicht merken lasse... Tja, was soll ich sagen, war nett mit Euch, grüßt meine Todesser Kollegen von mir..."
Blitzschnell und noch ehe Voldemort auch nur zum Todesfluch ansetzen konnte war Snape aus dem Kerker geflüchtet und hatte die Tür hinter sich zugeknallt. Mit einem entsetzlichen Wutschrei wollte Voldemort folgen, dachte jedoch nicht an sein Kleid, in das er sich prompt verwickelte, gegen die Tür stürzte und mit einem satten „DONG!" bewusstlos vor der Türe liegen blieb.
Snape hingegen hetzte die Flure entlang und stürzte, nun bereits zum zweiten Mal, in den Unterricht von Potter und Lupin, denen er zubrüllte, sie sollten sofort ins Büro des Direktor kommen und gleich weiterlief. Harry und Remus sahen sich mit einem „Was denn jetzt schon wieder?" Blick an, bedeuteten jedoch der Klasse, sich ruhig zu verhalten und liefen hinterher.
Als sie am Wasserspeier, der vor Dumbledores Büro stand, angekommen waren, keuchte Severus gerade das Passwort und die Treppe zum Büro des Direktors erschien. Snape stolperte hoch und riss die Tür auf. „Sir... Trelawny... sie..."
Albus Dumbledore erhob sich langsam von dem Stuhl hinter seinem Schreibtisch und legte die schmalen Hände gegeneinander. „Severus, Severus... Ich weiß ja, dass sie eine kleine Schwäche für Sie hat, aber das ist doch kein Grund, hier so hereinzustürmen..."
„Und vor allem... Was haben wir damit zu tun?" fragte Harry.
Snape schoss ihm einen giftigen Blick zu und wandte sich wieder an Dumbledore. „Sir, das ist nicht Sibyl Trelawny- es ist der dunkle Lord! Er hat ihr Gehirn gegen seins ausgetauscht und ist jetzt in ihrem Körper! Trelawny ist tot und Voldemort lebt!"
Remus fragte sich, ob er beim brauen irgendwas eingeatmet hatte, was ihm nicht bekommen war und Harry sagte „Das ist doch Unsinn..."
„UNSINN? Dann gehen Sie mal in der Kerker Potter und sehen Sie zu, dass sie ihn diesmal auch wirklich eliminieren, wo Sie doch angeblich der Einzige sind, der das kann!"
Ruhig fragte Albus „Wie genau kommen Sie zu der Annahme, dass es wirklich so ist, wie Sie sagen, Severus?"
In abgehackten Sätzen erklärte er es und trieb sie dann zur Eile an. „Überzeugen Sie sich doch selbst und tun Sie das schnell, ich weiß nicht, wie lange sie, also er, noch da unten bleibt!"
„NAAA GUT! VON MIR AUS! Aber das Eine sage ich ihnen PROFESSOR! Wenn das wieder mal eine Ihrer seltsamen Anwandlungen ist, dann werde ich Sie höchstpersönlich zu einem Heiler schleifen, der Sie mal anständig durchcheckt!"
Snape verengte seine Augen zu Schlitzen und sagte leise, aber gut vernehmlich „Wenn sich das, was ich sage, als, wie Sie es so schön ausdrückten, ‚seltsame Anwandlung' herausstellt, dann schwöre ich Ihnen, dass ich ein ganzes Schuljahr lang in lila gepunkteten Umhängen durch das Schloss laufe, Gryffindor Schülern viele Hauspunkte zukommen lassen werde, während ich den Slytherins andauernd welche abziehe und mir ‚Harry Potter ist mein Held' auf die Stirn tätowiere!"
Remus starrte Snape mit großen Augen an, Dumbledore hustete erstickt und Harry wurde plötzlich klar, wie ernst die Lage war. „Verdammt..." zischte er nur, drehte auf dem Absatz um und rannte Richtung Kerker...
Im Kerker kam unterdessen ächzend Lord Sybil Voldemort wieder zu sich und rieb sich eine riesige Beule an der Stirn „Auuuuuuaaaaaaaa..." jammerte er leise und rappelte sich hoch.
„Arrrrgh! Wenn ich diese Made erwische wird er sein blaues Wunder erleben! Aber zuerst schnappe ich mir..." Die Tür flog mit einem Knall auf und Harry stand in der Tür „POTTER!"
Er sah über Harrys Schulter hinweg und lachte bösartig auf „Und da kommt ja auch der miese, kleine Verräter und die beiden Babysitter, was? Oh, und wer ist das denn? Dein mottenzerfressener Patenonkel?"
Harry starrte die Figur vor sich, die immer noch halbkniend an und tat seinem Widersacher nicht den Gefallen, sich umzudrehen, was dieser arg zu bedauern schien.
„Hallo Tommy- hätte nicht gedacht, dass wir uns noch mal wiedersehen." Harry starrte ihn an und richtete blitzschnell den Zauberstab auf ihn, als er versuchte, nach seinem zu tasten „Eh-eh-eh-eh-eh... Das würde ich schön sein lassen! Du magst mich getäuscht haben und dein sinnloses Leben noch ein paar Jahre in einem gestohlenen Körper weitergefristet haben, aber heute dreh' ich dir endgültig den Hals um!"
Man hörte ein vernehmliches Schlucken. „Och komm schon, Potter, die paar Morde, das bisschen Angst und Schrecken, dieser lachhafte kleine Krieg... Das wird doch wohl kein Grund sein, ich meine... oder?"
Harry wusste, dass er ihn töten musste, er war der Einzige, der es konnte und Voldemort würde immer wieder versuchen, nach der Macht zu greifen, egal wie und was es für Opfer erforderte.
„Doch, ich schätze schon... AVADA KEDAVRA!" Der grüne Lichtblitz schoss nach vorne und mit weit aufgerissenen Augen, aber ohne sichtbare Verletzung, sank der Körper von Lord Voldemort auf die kalten Steine des Kerkerbodens. Harry ließ den Zauberstab langsam sinken und krümmte sich dann mit einem Schrei zusammen. Sirius, der hinten gestanden hatte stürzte auf ihn zu, die anderen drei standen wie paralysiert. Harry presste die Hände gegen seine Stirn und keuchte, dann war es vorbei.
„Harry, was..." Dann sah er es. Die Narbe, die Harry seit seinem ersten Lebensjahr getragen hatte war vollständig verschwunden.
Leise murmelte Dumbledore „Jetzt haben wir Gewissheit..."
