Huhu,

hier kommt auch schon das nächste chap...

denke mal, ihr habt bemerkt, dass ich es jetzt im 2-Wochen Takt halte, is für mich einfach einfacher...grins

Einige von euch haben sich darüber geäußert, dass diese Snape-is-Harrys-Vater-Geschichte sehr oft vorkommt... aber naja, es war auch nicht wirklich geplant... egal, was solls...jetzt ist es sowieso zu spät...lach

Danke für die tollen Kommis von: Minnilein, marie.soledad, teddy172, Rikou, Tifferny Tonks, KleineSchwesterOrion, spiritofair, Ex-Schwarzleser, Icetea-girl, santander, Alraune, Ginny8, geli-chan, tatze-tatze und Nuya Dex Genoveva Belle!!

einmal durchzählt...15!!! Heißt, ihr seid alle noch da und neue dazugekommen!! Danke!!!!!!!!! euch mal knuddelt

und jetzt gehts weiter


Überzeugt

Nun wirklich gespannt, sah Severus den Blonden an.

Dieser allerdings schien diesen Moment ganz Malfoy-Like noch ein klein wenig auszukosten, ehe er die Bombe platzen ließ.

"Wäre es nicht möglich, dass Harry vielleicht nicht der Sohn von James Potter, sondern von dir ist, Severus? Gezeugt in der Nacht, in der du mit Lily geschlafen hast?"

Sekundenlang herrschte absolute Stille in dem Raum, nur unterbrochen von den gleichmäßigen und tiefen Atemzügen Harrys.

Fassungslos starrte Severus seinen Patensohn an, konnte nicht glauben, was dieser gerade gesagt hatte.

Harry, sein Sohn?

Nein, das war vollkommen absurt. Lily hätte es ihm gesagt, wenn es so wäre!

Zudem glich Harry James Potter bis aufs Haar! Er konnte gar nicht sein, Severus' Sohn sein.

Und dies sagte er nun auch dem Blonden:

"Draco, das ist völlig unmöglich! Harry sieht genauso aus wie James Potter und Lily hätte es mir gesagt, wäre Harry von mir!"

Aufgebracht sah er sein Gegenüber an, blieb dabei allerdings leise, sodass Harry nicht aufwachte.

"So unmöglich ist es nicht, Onkel Sev.", flüsterte Draco eindringlich.

Dieser schnaubte, sagte allerdings nichts, da es ihn schon interessieren würde, wie der Andere auf so eine Vermutung kam.

"Hör zu: Harry kam genau neun Monate, nachdem du und Lily miteinander geschlafen habt, zur Welt."

"Das war Zufall! Nichts weiter."

"Lass mich ausreden!", verlangte Draco flüsternd, allerdings ziemlich aufgeregt.

"Es wäre schon ein großer Zufall gewesen, wenn Potter ausgerechnet in dem Zeitraum, in dem sie schwanger wurde, seine Zeugungsunfähigkeit verloren hätte. Sev, sie haben es ganze zwei Jahre lang versucht! Es ist nichts passiert! Und dann schläft sie einmal mit einem Anderen und schon ist sie schwanger. Das ist doch ziemlich auffällig. Denk doch bitte einmal über diese Möglichkeit nach!", bat er.

Der Tränkemeister sah ihn zweifelnd an, musste sich allerdings eingestehen, dass es logisch klang, was Draco da gesagt hatte. Es hatte tatsächlich zwei Jahre lang nicht geklappt. Aber Zweifel blieben und die sprach er dann auch aus:

"Was ist mit seinem Aussehen? Er ist James wie aus dem Gesicht geschnitten."

Draco antwortete ihm, ohne mit der Wimper zu zucken:

"Lily war eine gute Hexe. Vielleicht sogar besser als Granger. Sie kannte garantiert einen Zauber, der das Aussehen einer Person an das einer anderen angleicht. Und da dieser Zauber offenbar immer noch hält, müssen wir ihn wohl brechen. Ich wette, Harry sieht danach nicht mehr James Potter, sondern dir ähnlich."

Vehement schüttelte der Schwarzhaarige daraufhin den Kopf.

"Nein, ausgeschlossen. Das würde bedeuten, dass sie wusste, wessen Sohn Harry ist. Sie hätte es ja spätestens bei der Geburt gemerkt. Lily hätte es mir gesagt. Wenn sie es auch nicht öffentlich und auch Potter gegenüber nicht zugegeben hätte, sie hätte es mir gesagt!"

Mit einem undefinierbarem Ausdruck in den Augen, sah der Slytherin ihn an.

"Meinst du wirklich? Ich bin eher der Meinung, dass ihr die glückliche Ehe - denn das war sie seit der Schwangerschaft garantiert - mit Potter wichtiger war, als dich wissen zu lassen, dass Harry dein Sohn ist. Sieh es einmal aus ihrer Sicht: Was wäre gewesen, wenn irgendjemand außer dir Wind davon bekommen hätte? Potter hätte sie zweifellos verlassen und ihren Sohn einen Bastard geschimpft. Ihre Freunde hätten sich von ihr abgewandt, weil sie sich mit einem Todesser eingelassen hatte. Es war Krieg; sie, allein mit einem Baby, hätte nicht lange durchgehalten."

"Sie hätte zu mir kommen können!! Ich hätte auf sie und den Jungen aufgepasst!", rief der Lehrer dazwischen.

Daraufhin bewegte Harry sich unruhig und beide sahen ihn gespannt an, ob er aufwachen würde oder nicht. Doch es schien nicht so. Severus bewegte den Jungen so, dass er nun mit seinem ganzen Körper auf der Couch lag und mit dem Kopf auf seinem Schoß. Zufrieden lächelte Harry im Schlaf und kuschelte sich unbewusst an den Älteren, der ihm leicht durchs Haar strich.

Dieses Verhalten entlockte den Beiden ein kleines Lächeln, ehe sie wieder ernst wurden und sich ansahen.

"Sie hätte zu dir kommen können, ja. Aber Voldemort hätte das ganz und gar nicht gefallen, und das wusste sie. Er hätte euch ohne mit der Wimper zu zucken umgebracht, deshalb ließ sie es. Und auch, wenn sie nicht zu dir gekommen wäre, Voldemort aber trotzdem davon erfahren hätte, dass du Harrys Vater bist, hätte er dich getötet. Du hattest dich mit einer Muggelgeborenen eingelassen und als Todesser stände dir dafür die Todesstrafe zu. Du siehst, sie wollte dich, aber auch sich und Harry schützen."

Unsicher sah der Ältere ihn an und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare.

"Aber das ist ganz und gar unmöglich."

Sanft schüttelte Draco den Kopf.

"Das ist es nicht und das weißt du.", flüsterte er behutsam.

Er ahnte, dass es seinem Paten nicht gerade leicht fiel, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen und schwieg nun erst einmal. Er wollte ihm die Zeit geben, die er brauchte, um sich das alles durch den Kopf gehen zu lassen und verdauen zu können.

Allerdings wurde es auf dem Boden langsam unbequem, weshalb er nun aufstand und sich wieder auf seinen ehemaligen Platz setzte. Von dort aus, beobachtete er seinen Freund weiterhin beim Schlafen und malte sich dabei aus, wie er wohl reagieren würde, wenn er erfuhr, dass Severus vielleicht sein Vater war.

Eine Stunde später rauchte Severus der Kopf vor lauter grübeln.

Und so oft er auch alles wieder und wieder durchging: Es war tatsächlich sehr gut möglich, dass Harry sein Sohn war.

Aber wollte er das überhaupt? Wollte er ihn als seinen Sohn haben?

Er blickte hinunter auf das entspannte Gesicht des Schwarzhaarigen, der immer noch schlief, und ein warmes Gefühl kroch in ihm hoch.

Ja, er wollte definitiv, dass er sein Sohn war!

Der Tränkemeister hatte es nie jemandem gesagt und es ahnte wahrscheinlich auch keiner, aber er war einsam.

Viele mochten denken, er liebte die Einsamkeit und flüchtete sich in diese, um vor anderen Leuten seine Ruhe zu haben oder einfach, weil er dachte etwas besseres als sie zu sein.

Doch in Wahrheit hatte er einfach Angst.

Er hatte Angst, neue Freundschaften zu schließen und gab sich daher immer und überall, kalt und abweisend.

Warum das so war?

Nun, Lilys Verhalten damals, diese offensichtliche Zurückweisung ihrer Freundschaft, hatte ihn tief verletzt. Sie war seine erste und beste Freundin gewesen und dann so von ihr missachtet zu werden, hatte ihm sehr wehgetan.

Natürlich hatte er auch noch andere Freunde. Lucius und Narcissa Malfoy zum Beispiel.

Nur waren sie einfach nur gute Freunde.

Lily war so etwas wie seine Schwester gewesen.

Der Gedanke daran eine, wenn auch kleine, Familie zu haben, wärmte sein erkaltetes Herz und ließ seine Augen glücklich funkeln.

Er mochte Kinder eigentlich, was man schon an Draco sehen konnte. Er hatte früher oft, als dieser noch klein war, mit ihm gespielt.

Nur durch sein Todesser-Dasein hatte er von Anfang an einen schlechten Ruf an dieser Schule gehabt und hätte er gezeigt, wie sehr er Kinder mochte, hätte man es ihm als Schwäche ausgelegt. Und so ließ er es.

In Gedanken versunken strich er dem schlafendem Slytherin über den Kopf und in ihm wuchs der Wunsch, dass Draco Recht hatte. Er wollte, dass Harry wirklich sein Sohn war. Er wünschte es sich mit jeder Faser seines Seins.

Allerdings hätte dies dann auch zur Folge, dass er seinen eigenen Sohn jahrelang ohne Grund getrietzt hatte. Leise seufzte er auf. Das Leben war einfach nur kompliziert.

"Onkel Sev?", riss ihn die Stimme seines Patensohnes aus seinen Gedanken.

Erschrocken sah er auf. Er hatte beinahe schon vergessen, dass Draco auch noch hier war. Ein Blick auf die Uhr veriet ihm, dass das Abendessen bereits vorbei war und sie demnach wohl schon ziemlich lange hier saßen.

"Was denkst du? Wäre es möglich?", fragte Draco ihn.

Nachdenklich sah er ihn an. Dann nickte der Ältere lächelnd.

"Du hast mich überzeugt, Draco. Wir werden wohl morgen einen Bluttest machen, um herauszufinden, ob du Recht hast."

Er sah noch einmal auf Harry hinunter und sagte dann leise:

"Ich werd ihn in mein Bett legen, soll er ruhig weiter schlafen. Ich schlaf dann heute nacht auf der Couch."

"Kann... kann ich bei ihm schlafen?", fragte der Blonde etwas unsicher.

Überrascht sah Severus ihn an. Damit hatte er nicht gerechnet.

"Warum?"

"Naja, Harry schläft seit einiger Zeit schlecht und hat jede Nacht Alpträume. Ich werd davon immer wach und krabbel dann einfach zu ihm ins Bett und nehm ihn in den Arm. Dann beruhigt er sich meistens.", erwiderte Draco zögernd.

Er wusste nicht, ob es Harry recht war, wenn er dem Tränkeprofessor einfach davon erzählte. Aber immerhin bestand die Möglichkeit, dass dieser sein Vater war, also von daher...

"Alpträume, sagst du? Hmm... könnten seine schlimmen Erinnerungen sein, die ja unterbewusst noch vorhanden sind. Ich werd ihm morgen einen Traumlos-Trank geben, vielleicht hilft das. Aber wenn es ihn beruhigt, dann kannst du bei ihm schlafen, ja.", erwiderte sein Patenonkel nachdenklich.

Dann stand er auf und hob seinen Schüler vorsichtig auf seine Arme, sodass er nicht aufwachte. Leise brachte er ihn ins Schlafzimmer, wobei Draco ihm die Tür aufhielt und legte ihn dann in sein Bett. Dieses war überraschend groß; es hätten locker fünf ausgewachsene Männer darin Platz gefunden.

Liebevoll deckte er den Kleinen zu, zauberte ihm einen grünen Pyjama an und verließ das Zimmer wieder. Draco folgte ihm schweigend.

Im Wohnzimmer sahen sie sich dann eine Weile schweigend an, ehe Draco fragte:

"Sollen wir eine Hauselfe rufen, die uns etwas zu essen bringen soll? Ich bin fast am verhungern."

Wortlos nickte der Ältere, denn auch er hatte seit dem Frühstück nichts mehr zu sich genommen.

Zehn Minuten später hatten sie zwei volle Tabletts vor sich stehen, beladen mit allerlei Köstlichkeiten. Gierig, aber dennoch ihre Tischmanieren beachtend, machten sich die Beiden darüber her.

Innerhalb von zwanzig Minuten waren sie pappsatt und lehnten sich zufrieden in ihren Sesseln zurück, während die Tabletts mit einem leisen Plopp wieder verschwanden.

Eine Weile herrschte angenehme Stille in dem Raum, ehe Draco plötzlich leise lachte.

"Morgen wird mir die McGonagall wahrscheinlich die Hölle heiß machen, weil ich nicht mehr zurück gekommen bin."

Severus sah ihn fragend an und er ergänzte:

"Ich sollte doch Harry suchen. Deswegen hat sich mich aus dem Unterricht geschickt."

Nun musste auch der Schwarzhaarige leicht schmunzeln. Ein Außenstehender hätte bei diesem Anblick wohl Reißaus genommen, so ungewohnt war dieses Bild. Doch Draco hatte es schon öfter gesehen.

"Ich werde morgen beim Frühstück in der Großen Halle mal mit ihr Reden und ihr irgendeine Geschichte auftischen, damit du keinen Ärger bekommst.", sagte Severus.

Der Blonde nickte dankbar und gähnte dann leicht. Es war eigentlich noch nicht so spät, aber der Tag war ja wirklich ereignisreich gewesen.

"Ich werd dann jetzt ins Bett gehen. Nur gut, das morgen Samstag ist."

Damit stand er auf und verließ das Zimmer, nachdem der Ältere ihm noch eine gute Nacht gewünscht hatte.

Im Schlafzimmer zauberte er sich ebenfalls einen grünen Pyjama an und setzte sich dann auf die Bettkante, direkt neben Harry. Sanft strich er ihm eine schwarze Haarsträhne aus dem Gesicht und lächelte liebevoll, als der Andere sich daraufhin unbewusst an die Hand schmiegte und leise seufzte.

Wie gebannt sah Draco auf die rosigen Lippen, die leicht geöffnet waren und scheinbar nur darauf warteten, geküsst zu werden. In diesem Moment wünschte er sich nichts sehnlicher, als genau dies zu tun.

Doch er hielt sich zurück. Es war ein anstrengender Tag gewesen und zudem...

Ein Grinsen schlich sich auf das Gesicht des Blonden.

Wenn er Harry küsste, und für ihn stand fest, dass dies schon bald geschehen würde, dann sollte der ehemalige Gryffindor dies auch bewusst miterleben können.

Dennoch seufzte er leicht auf, als er sich vorstellte, wie sanft und weich diese Lippen wahrscheinlich waren. Wie es sich wohl anfühlen würde, wenn diese Lippen sich auf seine pressten? Wenn sie ihn scheu und zärtlich küssen würden?

Leise schnaubte er auf und schüttelte dann den Kopf. Er hörte sich ja schon an, wie ein verliebter Teenager. Das er genau dies war, ignorierte er gekonnt.

Er riss sich von dem Anblick des schlafenden Harrys los und legte sich dann neben diesen in das große Bett. Noch lange lag er wach und grübelte über seine Gefühle dem Anderen gegenüber.

Als er dann irgendwann merkte, dass der Schwarzhaarige unruhig wurde, zog er ihn wortlos in seine Arme und strich ihm beruhigend über den Rücken und durch das Haar. Sobald Harry dann wieder ruhiger wurde, schlief auch der Blonde endlich ein.


So, hier is schluss...

wie immer: schreibt mir eure Meinung!!

wink und alle mal knuddelt

bye, wölfin