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A/N: Juhu, um Abwechslung in den öden Alltag zu bringen – ein Kapitelchen aus Legolas' Sicht...es wird vermutlich gewisse Ähnlichkeiten mit einer Songfic haben, aber seht selbst... ich hoffe, es gefällt euch trotzdem ;o) *abtauch in die Tiefen (??) der männlichen/elbischen Seele*
**Life is a journey...**
Kapitel 9
Eigentlich erinnerte gar nichts mehr an ihr an das Mädchen, das noch wenige Stunden zuvor vor Wut bebend in seinen Armen gelegen war. Würde er es nicht besser wissen, hätte er sie nicht selbst festgehalten, hätten nicht ihre Nägel sich tief in sein Fleisch gebohrt und ihre Schläge einige blaue Flecken zurück gelassen, hätten nicht ihre Tränen den dünnen Stoff seiner Tunika durchnässt, er hätte niemandem geglaubt, dass dieses Mädchen, diese junge Frau, die still inmitten der Krieger in der Goldenen Halle saß, fähig war, so extreme Emotionen zu leben. Diese Eigenschaft war ihm schon am ersten Tag aufgefallen. Er war es nicht gewohnt, von solch impulsiven Geschöpfen umgeben zu sein. Vermutlich hätte ihn ähnliches Verhalten bei einem Menschen oder einer Elbin eher abgestoßen, doch in ihrem Fall vermischten sich die Eigenschaften der Eldar mit denen der Edain zu einer höchst explosiven und äußerst anziehenden Mischung.
Sein Gesicht zeigte keine Reaktion, als er an die vielen Male, bei denen sie den Kampf gegen ihr oftmals zügelloses Temperament verloren hatte, dachte. Innerlich drohte er vor zurückgehaltenem Lachen zu zerbersten, als er sich an den Tag zurückerinnerte, als LindóriÑ beinahe auf Éomer von Rohan losgegangen wäre. Eigentlich war es schade, dass er sie damals auf ein Zeichen von Aragorn hin, zurückgerissen und entwaffnet hatte. Zu gerne hätte er miterlebt, wie der große Pferdeherr darauf reagierte, hätte sie ihn mit ihren Schwertkünsten für einige Zeit in Schach gehalten. Lange hätte sie nicht die Oberhand behalten, das war ihm klar, aber für kurze Zeit wäre es ihr durchaus möglich gewesen, sich mit dem Rohirrim zu messen, was auch ihr Kampf mit Aragorn gezeigt hatte.
Der Elb ließ seinen Blick über die versammelten Männer schweifen. Irgendwo unter ihnen musste er sitzen – Éomer, dritter Marshall der Riddermark. Es wäre zu interessant zu erfahren, wie LindóriÑ auf ihn reagieren würde, stünde er plötzlich vor ihr. So wie er die kleine Elbin mittlerweile kannte, würde sie vermutlich nicht eine Sekunde zögern und ihren Streit mit ihm, vor den versammelten Soldaten Rohans und dem König selber, wieder aufnehmen und ihn gnadenlos damit konfrontieren, dass auch Frauen Rechte hatten und vor allem einen Mund zum Sprechen.
Ja, die Rechte der Frauen... vermutlich war es schon ein Wunder, dass LindóriÑ bisher noch nicht mit diesem Thema begonnen hatte. In den letzten Tagen hatte es öfter hitzige Diskussionen zwischen Aragorn und ihr gegeben, in der meist der zukünftige König von Gondor unterlegen war. Legolas musste zugeben, dass es ihm diebische Freude bereitete, den sonst so überlegenen Waldläufer, der sich scheinbar in jeder Situation mühelos zurecht fand, sprachlos oder um Antworten verlegen zu erleben. Natürlich waren der Düsterwaldelb und der Ziehsohn von Lord Elrond befreundet, sehr gut noch dazu, trotzdem war es eine Freunde zu sehen, wie der angehende Thronerbe von einem einfachen Menschenmädchen den Kopf zurechtgesetzt bekam, was Frauen anging.
Und hier in dieser ehrwürdigen Halle war das Thema Frauen und Gleichberechtigung so und so ziemlich kompliziert. Schon nach den wenigen Stunden, die er mit seinen Gefährten hier verbracht hatte, war er mit dem Schicksal Éowyns vertraut und verspürte ein gewisses Mitgefühl mit ihr. Für ihn und die Angehörigen seiner Art war es nichts außergewöhnliches, dass auch Frauen Herrscherinnen und Kriegerinnen waren. Schon früh hatten die Elben erkannt, welche Kräfte in einer Frau steckten und dass es oft die weiblichen Elben waren, die die Pläne ihrer Feinde oder Gegenspieler mühelos in kurzer Zeit durchschauten, während die Männer sich mit der Rätsels Lösung tage- oder wochenlang herumgeplagt hatten. Und hier war eine Menschenfrau, die sowohl in Stärke, als auch Intelligenz ihrem Bruder mindestens ebenbürtig war, doch sie musste ein Dasein als Dame des Hofes fristen, während ihr Bruder hinaus in die Welt ritt und Abenteuer bestand.
In Anbetracht dieser Umstände war es alles andere als merkwürdig, dass Éowyn sich zu Aragorn hingezogen fühlte. Ihre Gefühle für den Waldläufer waren mehr als nur offensichtlich und –zumindest für ihn- völlig verständlich. In Streicher sah sie ihre Chance dem goldenen Käfig von Meduseld zu entfliehen und ihre Träume zu leben, ihrerseits die Welt zu erobern.
Scheinbar war auch LindóriÑ die Verzweiflung, mit der sich die Nichte des Königs in ihre Liebe zu dem Bild, welches sie von Aragorn hatte, stürzte nicht entgangen, denn sie ergriff das Wort, als Streicher mit dem Lied, das er soeben vorgetragen hatte, endete.
„Ich würde euch auch gerne etwas singen. Ein Lied aus meiner Heimat, an das ich denken musste, als ich heute hier eine besondere Person kennen gelernt habe..." ihre Stimme war leise, fast schon schüchtern, doch als sie nach einigen ermunternden Worten der Männer um sie herum zu singen begann, war die altbekannte Kraft in sie zurück gekehrt, die sie nicht einmal zu verlieren schien, wenn sie weinte.
She can kill with a smile, She can wound with her eyes, She can ruin your faith With her casual lies, And she only reveals What she wants you to see She hides like a child But she's always a woman to me.
Ein kurzes Lächeln huschte über das Gesicht des Elben bevor er sich wieder vollständig unter Kontrolle hatte. Ja, dieses Lied passte... aber es passte nicht nur auf Éowyn. Nein, viel mehr verband er es mit der Sängerin selbst. Ihre Augen konnten tödlich sein, war sie wütend. Noch nie in seinem langen Leben hatte er soviel Wut in Augen aufblitzen sehen, bis er sie kennen gelernt hatte. Und auch ihr Lächeln war eine Waffe, der sie sich vielleicht nicht einmal bewusst war. Nein, korrigierte er sich selbst, sie wusste um diese Möglichkeit, doch war ihr entgangen, dass es nicht dieses scheinbar oft geübte und verwendete, verführerische, manchmal sinnliche Lächeln war, welches ihr als stärkste Waffe diente. Es war ihr ehrliches Lachen, das so spontan ihr Gesicht überziehen konnte und den Eindruck erweckte, als wäre soeben die Sonne aufgegangen. Es war dieses Lächeln, dass von ihren Augen ausging und dann über ihr ganzes Sein Besitz ergriff, welches sie zu einer unberechenbaren Gegnerin machte, denn nur ein einziges Aufblitzen dieses Funkelns, ein einziger Strahl dieser Sonne, konnte Steine erweichen und jeden Ärger, jeden Zorn in sekundenschnelle vergessen werden lassen.
Eine weitere Eigenschaft an ihr, die sie für ihn so wertvoll machte, war ihr manchmal so kindliches Gemüt, das die Frau, die sie war, nur noch umso anziehender machte. Wie sehr hatte er die letzte Nacht genossen, als er mit ihr stundenlang über die Wiese getollt war. Soviel gelacht hatte er schon seit seiner Zeit als junger Elbling nicht mehr und es war einfach wunderbar gewesen, sich wieder so frei fühlen zu können. Oft lastete der Druck, den er als Krieger zu tragen hatte, schwer auf seinen Schultern, doch in den Stunden der letzten Nacht hatte er total abschalten können. Er hatte selbst seine sonst omnipräsente Wachsamkeit fallen gelassen und war nur noch ... wie hatte LindóriÑ das ausgedrückt? ... das Kind im Manne. Und er hatte es genossen, so frei zu sein und scheinbar war es ihr nicht anders ergangen. Er war dankbar, dass er diese kindliche Seite an ihr entdecken durfte, genauso, wie er es für jede andere ihrer Eigenschaften, die sie ihn erahnen ließ, war. Es war ihm schon aufgefallen, dass sie ihm viel mehr offenbarte, als seinen Gefährten. In ihrer Gesellschaft war sie zwar manchmal total durchgedreht oder vor Zorn fast explodiert, doch nur bei ihm hatte sie geweint, nur ihn hatte sie an ihrer Wut heute vor den Toren von Edoras teilhaben lassen. Dieses Mädchen wusste sehr genau, wem sie welche Teile ihrer Persönlichkeit öffnete und er war stolz darüber, so viele Seiten an ihr zu kennen, auch wenn diese vermutlich nur ein kleiner Bruchteil dessen waren, was wirklich in ihr steckte.
She can lead you to love, She can take you or leave you, She can ask for the truth But she'll never believe you, And she'll take what you give her As long as it's free, Yeah she steals like a thief But she's always a woman to me Oh, she takes care of herself, She can wait if she wants, She's ahead of her time
Die Blicke des Elben ruhten auf dem Mädchen, das mit geschlossenen Augen weiter sang. Sie war etwas Besonderes, das hatte er vom ersten Moment an gespürt. Wie besonders und vor allem, was dies für ihn bedeutete, hatte er nicht gewusst und auch jetzt war es ihm noch nicht klar. Sie war ihm wichtig, daran gab es keinen Zweifel. Und in manchen Momenten würde er nichts lieber tun, als sie für immer in seinen Armen halten, doch diese Gefühle machten ihm zum Teil Angst. Er war nicht allein gewesen in all den Jahren, natürlich nicht. Das hatte keiner von ihm erwartet oder verlangt. Er hatte viele mehr oder minder befriedigende Beziehungen, manche mehr oder minder tief greifende Freundschaften, hinter sich, doch dieses Gefühlschaos in das ihn die Anwesenheit dieser Elbin stürzte, war ihm vollkommen neu. Auf der einen Seite hatte er zutiefst Respekt vor ihrer Kraft, auf der anderen Seite wollte er sie am liebsten den ganzen Tag beschützen. Manchmal verspürte er den Drang, sie zu küssen, so wie es plötzlich gestern Nacht über ihn gekommen war, doch zu anderen Zeiten wollte er nicht mehr, als mit ihr ausgelassen über die Länder Mittelerdes ziehen und einfach nur Spaß haben. Spaß, wie er es nur mit seinen Freunden und Freundinnen in seiner Kindheit gehabt hatte. Oh er wusste, selbst wenn seine Gefühle ihn zu übermannen drohten, musste er sich davor hüten, sie zu irgendetwas zu drängen. Schon am Anfang der letzten Nacht, als er so kurz davor war, sie einfach zu küssen, hatte er ihren Widerstand in ihren Augen gesehen. Er hatte gespürt, dass sie am liebsten weggelaufen wäre, dass sie jedoch irgendetwas zurückgehalten hatte. Diese Erkenntnis hatte ihn auch gestoppt, seine Gefühle wieder unter Kontrolle gebracht und ihn dazu verleitet, sie zu kitzeln, auch wenn er sich nicht erklären konnte, wie er auf diese Idee gekommen war. Immerhin lag das letzte Mal, dass er irgendjemand einfach aus einer Laune heraus so gnadenlos zu Lachtränen getrieben hatte, bestimmt 2500 Jahre oder mehr zurück.
Legolas war sich mehr als nur im Klaren darüber, dass er bei dieser Frau nichts erreichen würde, würde er versuchen, sie zu überrumpeln. Sie war es, die die Entscheidungen traf. Sie war es, die auf sich selbst aufpasste und sie war es, die entweder Nähe zuließ, oder ihn unsanft zur Seite stieß.
Oh, and she never gives out And she never gives in, She just changes her mind And she'll promise you more Than the garden of Eden Then she'll carelessly cut you And laugh while you're bleeding, But she brings out the best And the worst you can be. Blame it all on yourself cause She's always a woman to me
Oh, es war einfach zum Verrückt werden, wie sehr ihn diese Elbin in seinem Selbst erkannte. Sein Leben lang war er der unnahbare, unergründliche Elbenkrieger gewesen. Nur die, denen er es erlaubt hatte, hatten Teile von ihm erkannt, er hatte alles verbergen können, was er verbergen wollte. Doch dann fegte sie wie ein Wirbelwind in sein Leben und machte alles zunichte. Mit nur einem Blick erkannte sie ihn, genauso, wie er war. Sie zog seine versteckten Eigenschaften ans Tageslicht, erfreute sich an Kleinigkeiten, wie seiner Liebe zu verrückten Dingen und seiner Hingabe zur Natur. Und auf der anderen Seite erkannte sie auch alle negativen Eigenschaften. Mühelos war es ihr gelungen zu sehen, wann seine Emotionen besonders hoch gingen, problemlos und sicher erkannte sie, wie schwer es ihm oftmals fiel auf andere Leute zuzugehen und seinen Stolz hinter sich zu lassen. Ja sein Stolz – hinter ihm hatte er sich all die Jahre verstecken können und niemand hatte ihn dahinter hervor gelockt. Jeder hatte akzeptiert, dass ein Elb seines Ranges –immerhin war er Prinz des Düsterwaldes – eine gewisse Portion Stolz und Selbstbewusstsein, vielleicht auch Unnahbarkeit und Arroganz, vor sich hertrug und ihn gelassen, wenn er sich hinter diesen Eigenschaften versteckt hatte. Vielleicht hatte sich auch einfach bisher niemand die Mühe gemacht, den Elben hinter dieser hochmütigen Fassade sehen zu wollen. Ja, nun war er unfair seinen Freunden gegenüber. Gimli und Aragorn zum Beispiel. Auch sie hatten sich mühe mit ihm gegeben und auch sie akzeptierten ihn mit all seinen Stärken und Schwächen und doch war es irgendwie anders.
Nun, vielleicht machte er es ihr aber auch unbewusst einfach hinter den Stolz zu blicken? Vielleicht wollte er es ja gar nicht anders? Vielleicht wollte er erkannt werden und sie tat nichts weiter, als auf seine Offenheit zu reagieren und sich mit den Eigenschaften, die zu Tage traten zu arrangieren?
Oh, she takes care of herself, she can wait if she wants, She's ahead of her time Oh, and she never gives out and she never gives in, She just changes her mind She is frequently kind and she's suddenly cruel, She can do as she pleases, she's nobody's fool, But she can't be convicted, she's earned her degree, And the most she will do is throw shadows at you But she's always a woman to me.
Nun, wie auch immer er sich zu ihr verhielt, es war einzig und alleine ihre Entscheidung, wie es zwischen ihnen weiterging. Oder ob überhaupt zwischen ihnen Kontakt war.
So eng verbunden er sich in manchen Situationen mit ihr fühlte, so fern schien sie ihm oft. So auch im Moment. Die Frau, deren klare Stimme durch die Goldene Halle zog, während sie ihre Augen auf Éowyn gerichtet hatte, die diesem Lied andächtig lauschte, hatte so überhaupt nichts mit der stolzen Elbin zu tun, die heute Vormittag beinahe einen der Torwächter seiner Männlichkeit beraubt hatte. Nein, mit ihr war nicht zu scherzen, erschien sie nun als zerbrechliches Wesen, das weinen in seiner Umarmung lag oder als stolze und kräftige Kämpferin, die sich von niemandem, schon gar nicht von Männern für dumm verkaufen ließ. In LindóriÑ schlummerten ungeahnte Kräfte, dessen war er sich sicher.
Und schon bald würden diese entfesselt werden, auch darüber hegte er keinen Zweifel. War doch beschlossen worden, dass LindóriÑ sich morgen früh von ihnen trennen würde. Sie würde in den Goldenen Wald reiten und die Herrin der Galadhrim bitten, ihnen ein Elbenheer zur Unterstützung nach Helms Klamm zu schicken. Und eines war sicher – sobald LindóriÑ von Lady Galadriel unter ihre Fittiche genommen war –und dies würde unweigerlich geschehen, wollte doch LindóriÑ von ihr mehr über ihre Herkunft und den Grund ihres Hier seins erfahren- würde die Herrin des Goldenen Waldes auch die versteckteste Eigenschaft in diesem Menschenmädchen finden, hervorholen und stärken.
Legolas seufzte, als er daran dachte, dass er sich schon am nächsten Morgen von ihr verabschieden musste und es mehr als ungewiss war, ob sie sich je wieder sehen würden. Er ritt einer ungewissen Zukunft entgegen und sein Schicksal war es möglicherweise, für das Fortbestehen Mittelerdes zu sterben, oder mit diesem Land unter zu gehen. Widerwillig schüttelte er seinen Kopf, sodass die blonden Haare wild hin und her flogen. Nein, er würde sich diese Nacht nicht mit trüben Gedanken verderben. Morgen war früh genug, um über Abschiede und Verlust nachzudenken. Heute wollte er feiern und so viel Zeit, wie möglich, mit der kleinen Elbin verbringen, die gerade ihr Lied beendet hatte und scheinbar auf dem Weg zu ihm war.
***
A/N: Ja, ich weiß, heute ist es nicht allzu ausführlich geworden... ich verspreche, das nächste Kapitel wird wieder länger werden. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem. Wie ihr vielleicht (haha) gemerkt habt, basiert dieser Teil der Geschichte auf den Filmen von Peter Jackson (Elbenheer und sonstiges *g*), aber irgendwie wollte ich sie von dem Schnulzelben wegbekommen und das war ein guter Grund, sie zu Galadriel zu bringen –immerhin erfahren wir dann ja auch was über die Gründe für ihr plötzliches Auftauchen in Mittelerde... oder war es am Ende gar nicht so plötzlich? *g* Hm ja, eh klar – das Lied, welches ich verwendet habe ist „She's always a woman"von Billy Joel und gehör ausschließlich ihm... ich vergreife mich nur zu halbwegs kreativen Zwecken daran...
So, dann kommt hier ein riesen fettes DANKESCHÖN an alle, die mir so liebe Reviews schreiben. *herz* Ich kann einfach nicht genug davon bekommen... ihr seid klasse *s*
@Kristin: *lach* ja, sehr gut, dass sie sich nicht geküsst haben... und damit das auch nicht in absehbarer Zeit überstürzt passiert, werden die zwei jetzt mal getrennt... Ich hoffe, du lernst brav und ich wünsch dir jetzt schon viel Glück für deine Abschlussarbeiten!
@flemming: Oh keine Sorge, ich foltere mich und meine Leser gerne – und daher werden sich die zwei sicher nicht in absehbarer Zeit bekommen... sollten sie das überhaupt *zwinker* Vor allem hab ich noch genug Ideen, die ich zwischenzeitlich ausleben muss... man kann ja nicht nur Legolas-fixiert sein *fg* Das geht ja auf keine Kuhhaut. Und was LindóriÑs Wutanfälle betrifft... die wird sie so schnell nicht los *g* Dafür hab ich sie schon viel zu gerne ;o)
@Morgenstern: Ja, auf in die neue Woche, aber damit auch der zweite Tag schön ist, hab ich extra das Kapitelchen fertig geschrieben *schleim* ^.^
@honey: *grins* ich find das Reizvolle an so „Mädchen-kommt-auf-seltsame- Arten-nach-Mittelerde"-Geschichten ist die unheimliche Differenz zwischen den zwei Welten... ist doch zu lustig zu sehen, wie die Leute aus Mittelerde keine Ahnung von CD-Player und Popkonzerten haben und was für Probleme es bringt, ein modernes, emanzipiertes Mädchen zu sein. (hach am Ende sind die Geschichten ja sogar sozialkritisch *löl*) Und was Legolas angeht... der wird sich noch länger bemühen müssen für ein Küsschen... oder nicht? Du wirst es schon erfahren *s* Immer schön dran bleiben *gg*
A/N: Juhu, um Abwechslung in den öden Alltag zu bringen – ein Kapitelchen aus Legolas' Sicht...es wird vermutlich gewisse Ähnlichkeiten mit einer Songfic haben, aber seht selbst... ich hoffe, es gefällt euch trotzdem ;o) *abtauch in die Tiefen (??) der männlichen/elbischen Seele*
**Life is a journey...**
Kapitel 9
Eigentlich erinnerte gar nichts mehr an ihr an das Mädchen, das noch wenige Stunden zuvor vor Wut bebend in seinen Armen gelegen war. Würde er es nicht besser wissen, hätte er sie nicht selbst festgehalten, hätten nicht ihre Nägel sich tief in sein Fleisch gebohrt und ihre Schläge einige blaue Flecken zurück gelassen, hätten nicht ihre Tränen den dünnen Stoff seiner Tunika durchnässt, er hätte niemandem geglaubt, dass dieses Mädchen, diese junge Frau, die still inmitten der Krieger in der Goldenen Halle saß, fähig war, so extreme Emotionen zu leben. Diese Eigenschaft war ihm schon am ersten Tag aufgefallen. Er war es nicht gewohnt, von solch impulsiven Geschöpfen umgeben zu sein. Vermutlich hätte ihn ähnliches Verhalten bei einem Menschen oder einer Elbin eher abgestoßen, doch in ihrem Fall vermischten sich die Eigenschaften der Eldar mit denen der Edain zu einer höchst explosiven und äußerst anziehenden Mischung.
Sein Gesicht zeigte keine Reaktion, als er an die vielen Male, bei denen sie den Kampf gegen ihr oftmals zügelloses Temperament verloren hatte, dachte. Innerlich drohte er vor zurückgehaltenem Lachen zu zerbersten, als er sich an den Tag zurückerinnerte, als LindóriÑ beinahe auf Éomer von Rohan losgegangen wäre. Eigentlich war es schade, dass er sie damals auf ein Zeichen von Aragorn hin, zurückgerissen und entwaffnet hatte. Zu gerne hätte er miterlebt, wie der große Pferdeherr darauf reagierte, hätte sie ihn mit ihren Schwertkünsten für einige Zeit in Schach gehalten. Lange hätte sie nicht die Oberhand behalten, das war ihm klar, aber für kurze Zeit wäre es ihr durchaus möglich gewesen, sich mit dem Rohirrim zu messen, was auch ihr Kampf mit Aragorn gezeigt hatte.
Der Elb ließ seinen Blick über die versammelten Männer schweifen. Irgendwo unter ihnen musste er sitzen – Éomer, dritter Marshall der Riddermark. Es wäre zu interessant zu erfahren, wie LindóriÑ auf ihn reagieren würde, stünde er plötzlich vor ihr. So wie er die kleine Elbin mittlerweile kannte, würde sie vermutlich nicht eine Sekunde zögern und ihren Streit mit ihm, vor den versammelten Soldaten Rohans und dem König selber, wieder aufnehmen und ihn gnadenlos damit konfrontieren, dass auch Frauen Rechte hatten und vor allem einen Mund zum Sprechen.
Ja, die Rechte der Frauen... vermutlich war es schon ein Wunder, dass LindóriÑ bisher noch nicht mit diesem Thema begonnen hatte. In den letzten Tagen hatte es öfter hitzige Diskussionen zwischen Aragorn und ihr gegeben, in der meist der zukünftige König von Gondor unterlegen war. Legolas musste zugeben, dass es ihm diebische Freude bereitete, den sonst so überlegenen Waldläufer, der sich scheinbar in jeder Situation mühelos zurecht fand, sprachlos oder um Antworten verlegen zu erleben. Natürlich waren der Düsterwaldelb und der Ziehsohn von Lord Elrond befreundet, sehr gut noch dazu, trotzdem war es eine Freunde zu sehen, wie der angehende Thronerbe von einem einfachen Menschenmädchen den Kopf zurechtgesetzt bekam, was Frauen anging.
Und hier in dieser ehrwürdigen Halle war das Thema Frauen und Gleichberechtigung so und so ziemlich kompliziert. Schon nach den wenigen Stunden, die er mit seinen Gefährten hier verbracht hatte, war er mit dem Schicksal Éowyns vertraut und verspürte ein gewisses Mitgefühl mit ihr. Für ihn und die Angehörigen seiner Art war es nichts außergewöhnliches, dass auch Frauen Herrscherinnen und Kriegerinnen waren. Schon früh hatten die Elben erkannt, welche Kräfte in einer Frau steckten und dass es oft die weiblichen Elben waren, die die Pläne ihrer Feinde oder Gegenspieler mühelos in kurzer Zeit durchschauten, während die Männer sich mit der Rätsels Lösung tage- oder wochenlang herumgeplagt hatten. Und hier war eine Menschenfrau, die sowohl in Stärke, als auch Intelligenz ihrem Bruder mindestens ebenbürtig war, doch sie musste ein Dasein als Dame des Hofes fristen, während ihr Bruder hinaus in die Welt ritt und Abenteuer bestand.
In Anbetracht dieser Umstände war es alles andere als merkwürdig, dass Éowyn sich zu Aragorn hingezogen fühlte. Ihre Gefühle für den Waldläufer waren mehr als nur offensichtlich und –zumindest für ihn- völlig verständlich. In Streicher sah sie ihre Chance dem goldenen Käfig von Meduseld zu entfliehen und ihre Träume zu leben, ihrerseits die Welt zu erobern.
Scheinbar war auch LindóriÑ die Verzweiflung, mit der sich die Nichte des Königs in ihre Liebe zu dem Bild, welches sie von Aragorn hatte, stürzte nicht entgangen, denn sie ergriff das Wort, als Streicher mit dem Lied, das er soeben vorgetragen hatte, endete.
„Ich würde euch auch gerne etwas singen. Ein Lied aus meiner Heimat, an das ich denken musste, als ich heute hier eine besondere Person kennen gelernt habe..." ihre Stimme war leise, fast schon schüchtern, doch als sie nach einigen ermunternden Worten der Männer um sie herum zu singen begann, war die altbekannte Kraft in sie zurück gekehrt, die sie nicht einmal zu verlieren schien, wenn sie weinte.
She can kill with a smile, She can wound with her eyes, She can ruin your faith With her casual lies, And she only reveals What she wants you to see She hides like a child But she's always a woman to me.
Ein kurzes Lächeln huschte über das Gesicht des Elben bevor er sich wieder vollständig unter Kontrolle hatte. Ja, dieses Lied passte... aber es passte nicht nur auf Éowyn. Nein, viel mehr verband er es mit der Sängerin selbst. Ihre Augen konnten tödlich sein, war sie wütend. Noch nie in seinem langen Leben hatte er soviel Wut in Augen aufblitzen sehen, bis er sie kennen gelernt hatte. Und auch ihr Lächeln war eine Waffe, der sie sich vielleicht nicht einmal bewusst war. Nein, korrigierte er sich selbst, sie wusste um diese Möglichkeit, doch war ihr entgangen, dass es nicht dieses scheinbar oft geübte und verwendete, verführerische, manchmal sinnliche Lächeln war, welches ihr als stärkste Waffe diente. Es war ihr ehrliches Lachen, das so spontan ihr Gesicht überziehen konnte und den Eindruck erweckte, als wäre soeben die Sonne aufgegangen. Es war dieses Lächeln, dass von ihren Augen ausging und dann über ihr ganzes Sein Besitz ergriff, welches sie zu einer unberechenbaren Gegnerin machte, denn nur ein einziges Aufblitzen dieses Funkelns, ein einziger Strahl dieser Sonne, konnte Steine erweichen und jeden Ärger, jeden Zorn in sekundenschnelle vergessen werden lassen.
Eine weitere Eigenschaft an ihr, die sie für ihn so wertvoll machte, war ihr manchmal so kindliches Gemüt, das die Frau, die sie war, nur noch umso anziehender machte. Wie sehr hatte er die letzte Nacht genossen, als er mit ihr stundenlang über die Wiese getollt war. Soviel gelacht hatte er schon seit seiner Zeit als junger Elbling nicht mehr und es war einfach wunderbar gewesen, sich wieder so frei fühlen zu können. Oft lastete der Druck, den er als Krieger zu tragen hatte, schwer auf seinen Schultern, doch in den Stunden der letzten Nacht hatte er total abschalten können. Er hatte selbst seine sonst omnipräsente Wachsamkeit fallen gelassen und war nur noch ... wie hatte LindóriÑ das ausgedrückt? ... das Kind im Manne. Und er hatte es genossen, so frei zu sein und scheinbar war es ihr nicht anders ergangen. Er war dankbar, dass er diese kindliche Seite an ihr entdecken durfte, genauso, wie er es für jede andere ihrer Eigenschaften, die sie ihn erahnen ließ, war. Es war ihm schon aufgefallen, dass sie ihm viel mehr offenbarte, als seinen Gefährten. In ihrer Gesellschaft war sie zwar manchmal total durchgedreht oder vor Zorn fast explodiert, doch nur bei ihm hatte sie geweint, nur ihn hatte sie an ihrer Wut heute vor den Toren von Edoras teilhaben lassen. Dieses Mädchen wusste sehr genau, wem sie welche Teile ihrer Persönlichkeit öffnete und er war stolz darüber, so viele Seiten an ihr zu kennen, auch wenn diese vermutlich nur ein kleiner Bruchteil dessen waren, was wirklich in ihr steckte.
She can lead you to love, She can take you or leave you, She can ask for the truth But she'll never believe you, And she'll take what you give her As long as it's free, Yeah she steals like a thief But she's always a woman to me Oh, she takes care of herself, She can wait if she wants, She's ahead of her time
Die Blicke des Elben ruhten auf dem Mädchen, das mit geschlossenen Augen weiter sang. Sie war etwas Besonderes, das hatte er vom ersten Moment an gespürt. Wie besonders und vor allem, was dies für ihn bedeutete, hatte er nicht gewusst und auch jetzt war es ihm noch nicht klar. Sie war ihm wichtig, daran gab es keinen Zweifel. Und in manchen Momenten würde er nichts lieber tun, als sie für immer in seinen Armen halten, doch diese Gefühle machten ihm zum Teil Angst. Er war nicht allein gewesen in all den Jahren, natürlich nicht. Das hatte keiner von ihm erwartet oder verlangt. Er hatte viele mehr oder minder befriedigende Beziehungen, manche mehr oder minder tief greifende Freundschaften, hinter sich, doch dieses Gefühlschaos in das ihn die Anwesenheit dieser Elbin stürzte, war ihm vollkommen neu. Auf der einen Seite hatte er zutiefst Respekt vor ihrer Kraft, auf der anderen Seite wollte er sie am liebsten den ganzen Tag beschützen. Manchmal verspürte er den Drang, sie zu küssen, so wie es plötzlich gestern Nacht über ihn gekommen war, doch zu anderen Zeiten wollte er nicht mehr, als mit ihr ausgelassen über die Länder Mittelerdes ziehen und einfach nur Spaß haben. Spaß, wie er es nur mit seinen Freunden und Freundinnen in seiner Kindheit gehabt hatte. Oh er wusste, selbst wenn seine Gefühle ihn zu übermannen drohten, musste er sich davor hüten, sie zu irgendetwas zu drängen. Schon am Anfang der letzten Nacht, als er so kurz davor war, sie einfach zu küssen, hatte er ihren Widerstand in ihren Augen gesehen. Er hatte gespürt, dass sie am liebsten weggelaufen wäre, dass sie jedoch irgendetwas zurückgehalten hatte. Diese Erkenntnis hatte ihn auch gestoppt, seine Gefühle wieder unter Kontrolle gebracht und ihn dazu verleitet, sie zu kitzeln, auch wenn er sich nicht erklären konnte, wie er auf diese Idee gekommen war. Immerhin lag das letzte Mal, dass er irgendjemand einfach aus einer Laune heraus so gnadenlos zu Lachtränen getrieben hatte, bestimmt 2500 Jahre oder mehr zurück.
Legolas war sich mehr als nur im Klaren darüber, dass er bei dieser Frau nichts erreichen würde, würde er versuchen, sie zu überrumpeln. Sie war es, die die Entscheidungen traf. Sie war es, die auf sich selbst aufpasste und sie war es, die entweder Nähe zuließ, oder ihn unsanft zur Seite stieß.
Oh, and she never gives out And she never gives in, She just changes her mind And she'll promise you more Than the garden of Eden Then she'll carelessly cut you And laugh while you're bleeding, But she brings out the best And the worst you can be. Blame it all on yourself cause She's always a woman to me
Oh, es war einfach zum Verrückt werden, wie sehr ihn diese Elbin in seinem Selbst erkannte. Sein Leben lang war er der unnahbare, unergründliche Elbenkrieger gewesen. Nur die, denen er es erlaubt hatte, hatten Teile von ihm erkannt, er hatte alles verbergen können, was er verbergen wollte. Doch dann fegte sie wie ein Wirbelwind in sein Leben und machte alles zunichte. Mit nur einem Blick erkannte sie ihn, genauso, wie er war. Sie zog seine versteckten Eigenschaften ans Tageslicht, erfreute sich an Kleinigkeiten, wie seiner Liebe zu verrückten Dingen und seiner Hingabe zur Natur. Und auf der anderen Seite erkannte sie auch alle negativen Eigenschaften. Mühelos war es ihr gelungen zu sehen, wann seine Emotionen besonders hoch gingen, problemlos und sicher erkannte sie, wie schwer es ihm oftmals fiel auf andere Leute zuzugehen und seinen Stolz hinter sich zu lassen. Ja sein Stolz – hinter ihm hatte er sich all die Jahre verstecken können und niemand hatte ihn dahinter hervor gelockt. Jeder hatte akzeptiert, dass ein Elb seines Ranges –immerhin war er Prinz des Düsterwaldes – eine gewisse Portion Stolz und Selbstbewusstsein, vielleicht auch Unnahbarkeit und Arroganz, vor sich hertrug und ihn gelassen, wenn er sich hinter diesen Eigenschaften versteckt hatte. Vielleicht hatte sich auch einfach bisher niemand die Mühe gemacht, den Elben hinter dieser hochmütigen Fassade sehen zu wollen. Ja, nun war er unfair seinen Freunden gegenüber. Gimli und Aragorn zum Beispiel. Auch sie hatten sich mühe mit ihm gegeben und auch sie akzeptierten ihn mit all seinen Stärken und Schwächen und doch war es irgendwie anders.
Nun, vielleicht machte er es ihr aber auch unbewusst einfach hinter den Stolz zu blicken? Vielleicht wollte er es ja gar nicht anders? Vielleicht wollte er erkannt werden und sie tat nichts weiter, als auf seine Offenheit zu reagieren und sich mit den Eigenschaften, die zu Tage traten zu arrangieren?
Oh, she takes care of herself, she can wait if she wants, She's ahead of her time Oh, and she never gives out and she never gives in, She just changes her mind She is frequently kind and she's suddenly cruel, She can do as she pleases, she's nobody's fool, But she can't be convicted, she's earned her degree, And the most she will do is throw shadows at you But she's always a woman to me.
Nun, wie auch immer er sich zu ihr verhielt, es war einzig und alleine ihre Entscheidung, wie es zwischen ihnen weiterging. Oder ob überhaupt zwischen ihnen Kontakt war.
So eng verbunden er sich in manchen Situationen mit ihr fühlte, so fern schien sie ihm oft. So auch im Moment. Die Frau, deren klare Stimme durch die Goldene Halle zog, während sie ihre Augen auf Éowyn gerichtet hatte, die diesem Lied andächtig lauschte, hatte so überhaupt nichts mit der stolzen Elbin zu tun, die heute Vormittag beinahe einen der Torwächter seiner Männlichkeit beraubt hatte. Nein, mit ihr war nicht zu scherzen, erschien sie nun als zerbrechliches Wesen, das weinen in seiner Umarmung lag oder als stolze und kräftige Kämpferin, die sich von niemandem, schon gar nicht von Männern für dumm verkaufen ließ. In LindóriÑ schlummerten ungeahnte Kräfte, dessen war er sich sicher.
Und schon bald würden diese entfesselt werden, auch darüber hegte er keinen Zweifel. War doch beschlossen worden, dass LindóriÑ sich morgen früh von ihnen trennen würde. Sie würde in den Goldenen Wald reiten und die Herrin der Galadhrim bitten, ihnen ein Elbenheer zur Unterstützung nach Helms Klamm zu schicken. Und eines war sicher – sobald LindóriÑ von Lady Galadriel unter ihre Fittiche genommen war –und dies würde unweigerlich geschehen, wollte doch LindóriÑ von ihr mehr über ihre Herkunft und den Grund ihres Hier seins erfahren- würde die Herrin des Goldenen Waldes auch die versteckteste Eigenschaft in diesem Menschenmädchen finden, hervorholen und stärken.
Legolas seufzte, als er daran dachte, dass er sich schon am nächsten Morgen von ihr verabschieden musste und es mehr als ungewiss war, ob sie sich je wieder sehen würden. Er ritt einer ungewissen Zukunft entgegen und sein Schicksal war es möglicherweise, für das Fortbestehen Mittelerdes zu sterben, oder mit diesem Land unter zu gehen. Widerwillig schüttelte er seinen Kopf, sodass die blonden Haare wild hin und her flogen. Nein, er würde sich diese Nacht nicht mit trüben Gedanken verderben. Morgen war früh genug, um über Abschiede und Verlust nachzudenken. Heute wollte er feiern und so viel Zeit, wie möglich, mit der kleinen Elbin verbringen, die gerade ihr Lied beendet hatte und scheinbar auf dem Weg zu ihm war.
***
A/N: Ja, ich weiß, heute ist es nicht allzu ausführlich geworden... ich verspreche, das nächste Kapitel wird wieder länger werden. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem. Wie ihr vielleicht (haha) gemerkt habt, basiert dieser Teil der Geschichte auf den Filmen von Peter Jackson (Elbenheer und sonstiges *g*), aber irgendwie wollte ich sie von dem Schnulzelben wegbekommen und das war ein guter Grund, sie zu Galadriel zu bringen –immerhin erfahren wir dann ja auch was über die Gründe für ihr plötzliches Auftauchen in Mittelerde... oder war es am Ende gar nicht so plötzlich? *g* Hm ja, eh klar – das Lied, welches ich verwendet habe ist „She's always a woman"von Billy Joel und gehör ausschließlich ihm... ich vergreife mich nur zu halbwegs kreativen Zwecken daran...
So, dann kommt hier ein riesen fettes DANKESCHÖN an alle, die mir so liebe Reviews schreiben. *herz* Ich kann einfach nicht genug davon bekommen... ihr seid klasse *s*
@Kristin: *lach* ja, sehr gut, dass sie sich nicht geküsst haben... und damit das auch nicht in absehbarer Zeit überstürzt passiert, werden die zwei jetzt mal getrennt... Ich hoffe, du lernst brav und ich wünsch dir jetzt schon viel Glück für deine Abschlussarbeiten!
@flemming: Oh keine Sorge, ich foltere mich und meine Leser gerne – und daher werden sich die zwei sicher nicht in absehbarer Zeit bekommen... sollten sie das überhaupt *zwinker* Vor allem hab ich noch genug Ideen, die ich zwischenzeitlich ausleben muss... man kann ja nicht nur Legolas-fixiert sein *fg* Das geht ja auf keine Kuhhaut. Und was LindóriÑs Wutanfälle betrifft... die wird sie so schnell nicht los *g* Dafür hab ich sie schon viel zu gerne ;o)
@Morgenstern: Ja, auf in die neue Woche, aber damit auch der zweite Tag schön ist, hab ich extra das Kapitelchen fertig geschrieben *schleim* ^.^
@honey: *grins* ich find das Reizvolle an so „Mädchen-kommt-auf-seltsame- Arten-nach-Mittelerde"-Geschichten ist die unheimliche Differenz zwischen den zwei Welten... ist doch zu lustig zu sehen, wie die Leute aus Mittelerde keine Ahnung von CD-Player und Popkonzerten haben und was für Probleme es bringt, ein modernes, emanzipiertes Mädchen zu sein. (hach am Ende sind die Geschichten ja sogar sozialkritisch *löl*) Und was Legolas angeht... der wird sich noch länger bemühen müssen für ein Küsschen... oder nicht? Du wirst es schon erfahren *s* Immer schön dran bleiben *gg*
