11. Unvergessliche Nacht
Noch am selben Abend saßen Brittany und Santana gemeinsam auf der Couch und sahen sich Brittanys Lieblingsfilm, Titanic, an. „Das ist so wunderschön, aber auch so traurig.", sagte sie, während sie sich in Santanas Arme kuschelte. Santana sah ihre Freundin an, gab ihr einen leichten Kuss auf die Wange und flüsterte ihr ins Ohr: „Endlich mal wieder ein Abend allein, ohne Stress. Es gibt nur dich und mich." Sie zwinkerte Brittany unverkennbar zu und was das bedeuten sollte, wusste sogar sie. ‚Wird bestimmt noch ein interessanter Abend', dachte sich Brittany mit einem leichten Lächeln im Gesicht, als sie sich weiter an Santana anlehnte und sie sich nun wieder beide auf den Film konzentrierten. Einige Zeit später, der Film war gerade an seiner traurigsten Stelle angelangt, merkte Santana, dass Brittany eine Träne über die Wange lief. „Was ist los? So traurig?" fragte sie mitfühlend. „Nein schon ok" sagte Brittany leise, „ich muss bei dieser Szene nur immer heulen." Santana sah sie liebevoll an, wischte ihr die Tränen weg, nahm ihre Hand und verschränkte ihre Finger miteinander. Brittany blickte kurz auf die Hände, die so gut zusammen aussahen, doch dann schaute sie wieder zu dem Fernseher, um nichts zu verpassen.
Als der Film einige Zeit später zu Ende war und Brittany schon fast in Santanas Armen eingeschlafen wäre, wurde sie sanft von ihr am Arm gestreichelt und somit wieder geweckt. Sie bewegte sich kurz, um sich dann in einer bequemeren Position wieder in Santanas Arme zu kuscheln. Nach einiger Zeit, in der sie einfach nur so dagesessen und schweigend ihre Zweisamkeit genossen hatten, fragte Santana: „Meinst du nicht, es ist Zeit, langsam schlafen zu gehen? Außerdem ist es im Bett doch viel bequemer als hier auf der Couch, oder?" Brittany war mittlerweile wieder hellwach und setzte sich leicht auf, um ihrer Freundin ins Ohr flüstern zu können: „Naja ok, ins Bett komm ich mit.. Aber ich glaube nicht, um zu schlafen.." Damit zwinkerte sie Santana kurz zu und ging ins Badezimmer. Santana schaltete in der Zwischenzeit den Fernseher aus und räumte im Wohnzimmer etwas auf. Währenddessen kam auch Brittany aus dem Badezimmer zurück. Sie wollte noch kurz ein paar Kerzen im Zimmer aufstellen und ihre Lieblings CD einlegen, denn Brittany liebte es, wenn es romantisch war. Doch lange Zeit dafür hatte sie nicht, denn sie wurde sofort von Santana, die nicht so viel auf diese ganze Romantiksache gab, aufs Bett gezogen und leidenschaftlich geküsst.
Als sie sich wieder voneinander gelöst hatten lagen sie beide einfach nur still da, Brittany mit ihrem Oberkörper halb auf ihrer Freundin, und Santana strich ihr sanft durch die Haare.
„Ich könnte mir gerade nichts Schöneres vorstellen, als hier in diesem Bett in den Armen des wundervollsten und süßesten Menschen den ich kenne zu liegen. Denn du gibst mir das Gefühl, dass ich überhaupt nicht dumm bin. Auch wenn die meisten Lehrer der Meinung sind, dass ich durchs Schwänzen meine Noten sogar noch verbessere.. Weißt du ich bin mehr ich, wenn ich bei dir bin!" Santana war durch Brittanys Worte sichtlich gerührt, was Brittany sofort bemerkt hatte und zum Lächeln brachte, da sie das bei ihr noch nie gesehen oder erreicht hatte. Dann sagte sie: „Du bist soo süß! Ich habe wirklich die tollste Freundin der ganzen Welt!" Brittany küsste sanft Santanas Hals, woraufhin Santana sich nicht mehr zurückhalten konnte und Brittany leicht von sich runter schubste, um sie anschließend wieder mit dem Rücken aufs Bett zu drücken. Brittany grinste, versuchte sich zu wehren, doch Santana hielt ihre Hände über ihren Köpfen fest, und somit hatte sie keine Chance. Als Santana merkte, dass sie ihren Widerstand aufgegeben hatte und sich ihr willenlos hingab, begann sie vorsichtig die obersten Knöpfe von Brittanys Bluse aufzuknöpfen, und da diese offensichtlich nichts dagegen einzuwenden hatte, arbeitete sie sich weiter bis zum untersten Knopf vor, um ihrer Freundin das Oberteil anschließend gekonnt von den Schultern zu streifen. Da Santana dadurch ihre Hände von Brittanys lösen musste, hatte diese nun beide Hände zur Verfügung, um das Gleiche mit Santanas Oberteil zu machen. Nur stellte sie sich dabei nicht ganz so geschickt an wie Santana gerade eben. Auch als Brittany sich wenig später an Santanas Rock etwas schwertat, mussten beide lachen. Doch Santana half ihr und so gelang es ihnen nach einer Weile und jeder Menge Teamwork doch, sich gegenseitig von ihrer im Moment ziemlich unnötigen Kleidung zu befreien. Santana richtete sich leicht auf, sodass Brittany nun zwischen ihren Knien lag und damit gute Sicht auf Santanas kompletten Körper hatte. Brittany hatte es die Sprache verschlagen, so fasziniert war sie von diesem Anblick. Sie wollte ihren Mund aufmachen, um etwas zu sagen, doch Santana drückte ihr einen leichten Kuss auf die Lippen und flüsterte: „Du musst jetzt nicht reden. Ein Kuss sagt mehr als tausend Worte." Und wie, als ob sie Brittany beweisen wollte, dass sie Recht hat, küsste sie sanft ihre Schultern, ihren Hals und schließlich ihren gesamten Oberkörper. Santana hatte wirklich nicht zu viel versprochen. Brittany war durch diese Berührungen wie hypnotisiert gewesen. Unfähig einen klaren Gedanken zu fassen, sagte sie „Schatz, mir ist ein bisschen kalt.." Brittany fragte sich danach selbst, wo das denn jetzt auf einmal herkam und hoffte, dass Santana es nicht gehört hatte, doch ihre Freundin griff kurz neben sich, zog eine große, weiche Wolldecke hervor und breitete sie über ihnen aus. In diesem Moment dachten sie wahrscheinlich beide genau das Selbe. Sie allein durch eine Decke abgetrennt vom Rest der Welt. Brittany gefiel dieser Gedanke und sie musste unweigerlich grinsen. Dann begann sie vorsichtig mit ihrer Hand an Santanas Oberschenkel entlang zu streichen. Erst an den Außenseiten, dann innen.
Santana, die immer noch leicht auf Brittany saß, streckte nun ihre Beine und legte sich vorsichtig auf sie. Diese Nähe von Santanas Körper auf ihrem gefiel ihr, nein, sie liebte sie. Santana sah Brittany nun direkt in ihre wunderschönen blauen Augen und flüsterte leise: „Ich liebe dich, Britt. Und ich will dich nie mehr wieder loslassen." Brittany, die schon seit Minuten nicht mehr fähig war, klar zu denken, hauchte nur ein stilles „Ich dich auch, Schatz." Und damit ließen sie ihren Gefühlen freien Lauf und genossen gemeinsam diese wundervolle und wohl unvergessliche Nacht.
