es wäre doch wirklich nett, wenn ihr mir mal mitteilen würdet, was euch an der Story nicht so gefällt, ist es das Fehlen Hermines????? schulterzuck

wünsche trotzdem viel Vergnügen eure Severina

Mitten in der Nacht erwachte Dianea, ihre Zähne schlugen vor Kälte aufeinander, da der Kamin erloschen war und die Decke am Boden lag. Unruhige Träume hatten sie gequält, in denen sich schwarze kalte und warme graugrüne Augen um die Oberhand stritten. Ihr Herz schlug vor Beklemmung einen unregelmäßigen harten Takt.

Nach Lupins Weggang war Dianea ins Schlafzimmer gewandert und hatte dort für sich und ihr Katerchen eine Schlafstatt geschaffen.

Nun schaute sie auf das Kissen neben sich - es war leer.

„Mikado?", flüsterte sie leise. Aber es kam keine Antwort.

„Mikado. Wo bist du? Miez, miez."

Doch alles Rufen half nichts und so durchsuchte Dianea alle Räume - ohne Erfolg.

Panik machte sich breit.

Wie sollte Mikado aus ihren Räumen gekommen sein, jede Tür, jedes Fenster waren verschlossen.

Dianea spürte Tränen in sich aufsteigen, Tränen der Angst.

Sollte ihr, kaum bekommen, das Tier schon wieder genommen werden? Ein unvorstellbarer Gedanke.

In ihrer Sorge wollte Dianea im ersten Impuls zu Remus Lupin laufen und ihn um Hilfe bitten. Dann fiel ihr der Kuss wieder ein und die Enttäuschung, die sie ihm bereiten musste.

Nein - sie musste allein die Suche aufnehmen. Mit bangem Herzen griff sie ihren Zauberstab und trat auf den nachtdunklen Gang hinaus.

„Lumos.", murmelte sie und leuchtete durch die Finsternis. Fröstelnd vor Kälte und auch vor Angst zog sie ihren Morgenmantel fest um sich und lief, immer wieder leise rufend, in unbestimmte Richtung davon.

Kälte und Müdigkeit setzten Dianea arg zu, doch die Angst um das Tierchen trieb sie immer weiter voran.

„Mikado, Mikado.", hallte es von den Wänden und so manch Bewohner eines Portraits schimpfte laut über die nächtliche Störung.

Vereinzelt klang ein Schluchzen auf.

Wo sollte sie suchen? Wo trieb es Katzen hin?

In die Türme, oder doch eher in dunkle, kalte Keller?

Unterdessen stand Dianea in der großen Eingangshalle und lauschte auf jedes Geräusch.

Wispern und Huschen, leises Heulen und Knistern, aber kein Mauzen.

„Mikado, wo bist du?"

Erschrocken sprang Dianea zurück, als sich ihr Ruf echoartig die Weiten der Treppe empor schlug und an den Wänden zurückgeworfen wurde.

Panikartig floh sie die Treppe hinab zum Slytherin - Gemeinschaftsraum.

Dort unten rang sie nach Luft und wünschte sich nur noch in ihr Bett.

Die Kälte kroch an ihren Beinen entlang dem restlichen Körper entgegen und ihre Zähne schlugen den Takt ihres Herzens.

„Mikado, melde dich. Miez, miez.", versuchte es die junge Frau noch einmal, Hoffnungslosigkeit in der Stimme, als plötzlich ein Lichtschein in den Gang fiel.

Eine Tür hatte sich geöffnet und jemand, den sie hier unten völlig vergessen hatte, trat in den Gang. Abwartend, mit undurchdringlichem Blick, lehnte er am Türrahmen.

„Was ist hier los?", flüsterte Severus Snape gefährlich leise. „Was suchen Sie um diese Zeit in den Gängen?"

Schlief dieser Mensch eigentlich nie, fragte sich Dianea verzweifelt.

„Wollen Sie spielen, oder warum schreien Sie hier „Mikado" durch die Nacht? Mir scheint, Sie sind leicht, sagen wir, desorientiert. Ist Ihnen die Verabredung nicht gut bekommen?", meinte Snape süffisant.

In Dianea braute sich Wut zusammen, welche sich auch gleich bei dem Mann entlud.

„Es geht Sie überhaupt nichts an, wie mir die Verabredung bekommen ist. Ich bin auch nicht desorientiert oder sonstwie verblödet, falls Sie das meinen, sondern ich suche meinen kleinen Kater.", meinte sie bissig und funkelte den Mann vor sich böse an.

Snape lächelte spöttisch: Da habe ich wohl einen wunden Punkt berührt? Verzeihung, die Dame."

„Darf ich nun meine Suche fortsetzen?", blaffte Dianea ihn an, konnte jedoch nicht verhindern, dass ihre Zähne aufeinander schlugen. Sie fror entsetzlich und Wut und Enttäuschung taten ihr übriges.

Einen Moment musterte Prof. Snape seine Praktikantin, dann packte er sie am Arm und zog sie in sein Büro.

„Wie kann man nur „so" bekleidet nachts durch das Schloss laufen:", tadelte er und ließ einen Blick über Dianeas Morgenmantel schweifen. Ihre nackten Füße steckten in ein paar kleinen Pantoffeln, die alles andere als die Kälte abhielten.

Ärgerlich schob er die junge Frau vor den Kamin, schlug mit dem Zauberstab auf den Schreibtisch und sorgte für einen heißen Punsch.

Mit dankbarem Blick griff Dianea nach der heißen Tasse und stellte sich dicht an das wärmende Feuer des Kamins.

„Danke, Professor.", murmelte sie und vermied es, ihn anzublicken.

Egal, was er auch sagte und tat, seine Nähe bescherte ihr jedes Mal zittrige Knie und Bauchkribbeln.

Langsam wurde es ihr wärmer und sie wandte sich um. In dem Glauben, Severus Snape säße an seinem Schreibtisch, zuckte sie unwillkürlich zusammen, als er unvermittelt vor ihr stand.

„Professor, ich gehe jetzt wohl besser. Vielen Dank noch einmal für das wärmende Getränk.", sagte Dianea mit belegter Stimme.

„Es wäre ratsamer, Sie suchen jetzt Ihre Räume auf, sonst sind Sie morgen krank. Und noch längeren Ausfall könne Sie sich nicht leisten."

Snapes Blick ruhte auf ihr.

Dianea wollte gerade auffahren, als sie mitten im Wort die Luft anhielt.

Was war das?

„Miau.", klang es gedämpft.

„Mikado? Mikado.", erfreut rief Dianea den Namen ihres Katers und blickte suchend zu Boden.

Doch sie konnte ihn nirgends entdecken.

„Mikado?", flüsterte sie lauschend.

Ein leises „Miau" ließ Dianea den Blick heben und da entdeckte sie ihren kleinen Liebling.

Halb verdeckt vom schwarzen Umhang war sein schwarzes Fell kaum zu unterscheiden. Nur sein weißes Öhrchen leuchtete hervor.

Mit leisem Schnurren lag das kleine Tier in einer Hand des Tränkelehrers und schmiegte sich vertrauensvoll an den Umhang.

Wie hypnotisiert starrte Dianea auf Snapes große und doch so feingliedrige Hände, mit denen er fast zärtlich das Tier streichelte. Es lag eine solche Sanftheit darin, dass sich die Frau einen Augenblick wünschte, Mikado zu sein. Ein leises Prickeln zog über ihre Haut und ein verhaltenes Stöhnen drang aus ihrer Brust.

Doch schon Sekunden später zerstörte der Mann diese knisternde Spannung in Dianea.

„Vielleicht sollten Sie in Zukunft auf Ihre männlichen Weggefährten besser achten. Prof. Lupin fände es sicher enttäuschend, wie achtlos mit seinen Geschenken umgegangen wird. Und jetzt gehen Sie, sonst sind Sie morgen nicht pünktlich zum Unterricht."

Damit reichte Prof. Snape seiner Praktikantin mit schmalen Lippen ihr Haustier und bedachte sie noch mit einem hasserfüllten Blick.

Übereilt floh Dianea aus dem Büro, ihren Kater fest an sich gedrückt, weg von der körperlichen Kälte, die dieser Mann ausstrahlte.

Im Büro unterdessen lief der Mann wie ein gehetztes Tier durch den Raum, die Hände zu Fäusten geballt und knurrte leise:

„Lupin, verdammt noch mal."

Am nächsten Morgen wartete man vergeblich auf Dianea. Um erneuten verbalen Attacken zu entgehen und sich auch nicht spöttischen oder hasserfüllten Blicken auszusetzen, blieb die junge Frau in ihren Räumen und begnügte sich mit einem Apfel.

Mikado lag leise schnurrend auf ihrem Schoß und genoss die Streicheleinheiten.

„Ach Mikado. Warum ist nur alles so kompliziert?", seufzte Dianea und ihr Blick wanderte zum Fenster. Davor wirbelten lustig die Schneeflocken in einem wilden Reigen, doch der Himmel wirkte trübe und wolkenverhangen.

Ihr Blick wanderte weiter zur Uhr und sie erschrak.

„Verdammt, schon so spät. Tut mir leid, mein Schatz, aber ich muss los, sonst gibt es gleich früh Ärger."

Hastig setzte Dianea das Tier auf einer Decke auf dem Sofa ab und beeilte sich, ihren Umhang umzuwerfen.

Noch einmal streichelte sie kurz über das warme weiche Fell.

„Und sei artig , Mikado. Nicht wieder auf Wanderschaft gehen, hörst du?"

Dann schlüpfte sie schnell durch die Tür und eilte in Richtung Kerker.

Atemlos erreichte sie noch vor dem ersten Schüler den Unterrichtsraum, als auch schon Prof. Snape um die Ecke gerauscht kam.

Kurz musterte er seine Praktikantin, verkniff sich jedoch, zum Erstauen der jungen Frau, jedweden Kommentar.

Statt dessen öffnete er den Klassenraum und deutete Dianea einzutreten.

Eisige Kälte schlug der Frau entgegen und ohne um Erlaubnis zu fragen, entzündete sie den großen Kamin und brachte ein paar Fackeln an den Wänden zum Brennen.

Ein Räuspern ließ sie erschreckt herumfahren. Prof. Snape blickte sie aus zusammengekniffenen Augen an und meinte bösartig:

„Ich wusste nicht, dass der Klassenraum jetzt Ihnen gehört, in dem Sie schalten und walten können, wie es Ihnen beliebt. In Zukunft verbitte ich es mir, dass Sie irgendwelche Aktivitäten, gleich welcher Art, ohne meine Genehmigung durchführen. Hier kann nicht jeder tun, was er will. Soweit, glaube ich Sie schon unterrichtet zu haben."

Seine Worte prasselten wie Hagelkörner auf die arme Frau herab.

Doch als Prof. Snape geendet hatte, blickte sie ihm fest in die Augen und wehrte sich.

„Ich dachte dabei eigentlich nur an die Schüler, denen man nicht zumuten kann, in diesem Eispalast zu lernen. Oder möchten Sie morgen vor leeren Stühlen unterrichten? Und außerdem bin ich durchaus in der Lage, einen Kamin zu entzünden, ohne ein Flammeninferno auszulösen, falls das Ihre Befürchtung war. Aber ich möchte Ihre Autorität nicht untergraben und werde Sie demnächst erst um Erlaubnis fragen, ehe ich irgendeine Form von Magie in den heiligen Hallen anwende.", spie sie ihm entgegen.

Dianea hatte sich in Rage geredet und es sah nicht danach aus, als akzeptiere sie Snape als Autorität.

„Gehen Sie nach nebenan und warten Sie dort auf mich.", flüsterte er mit gefährlich kalter Stimme.

Da entdeckte Dianea die Schüler, welche mit offenen Mündern dem Disput gefolgt waren. Durch die geöffnete Tür drängten sich die Köpfe dicht aneinander.

„Auf was warten die Herrschaften denn noch? Los rein und hingesetzt.", blaffte er die Schüler an, die daraufhin eiligst zu ihren Plätzen stürmten. Auch Dianea eilte nach nebenan, um aus Snapes Schußlinie zu kommen .

Sie hatte kaum die Tür hinter sich geschlossen, da hörte sie schon Prof. Snapes Stimme:

„Ich höre keinen Ton, wenn nicht jemand Lust verspürt auf Strafarbeit."

Augenblicklich war es mucksmäuschenstill. Noch während sich Dianea wunderte, wie es der Tränkelehrer stets schaffte, eine Klasse so mühelos im Zaum zu halten, flog mit einem lauten Krachen die Tür auf und Snape stand drohend im Türrahmen.

Langsam trat er auf Dianea zu und warf die Tür schwungvoll ins Schloss, so dass die Gläser im Regal aneinander klirrten.

Mit wenigen Schritten war er bei Dianea und baute sich Unheil verkündend vor ihr auf. Die junge Frau hatte in dem kleinen Raum keine Möglichkeit, ihm auszuweichen und erwartete mit angehaltenem Atem ihr Strafgericht. Nach Snapes Gesichtsausdruck zu urteilen würde es heftig werden.

Und wie recht Dianea hatte.

„Sie impertinente Person, was erlauben Sie sich eigentlich. Das hat sich noch keiner gewagt, mir dermaßen über den Mund zu fahren. Ihnen fehlt es an Erziehung und Anstand. Offensichtlich haben Sie Schwierigkeiten, Regeln einzuhalten und Autoritäten zu akzeptieren. Was glauben Sie, wenn hier jeder machen könnte, wie ihm einfällt. Dann bräuchten wir kaum noch zu unterrichten.

Und mit einem großen Mundwerk kommt man bei mir nicht weit. Ihr ungebührliches Verhalten hat Konsequenzen, glauben Sie mir. Ihnen werde ich Gehorsam beibringen und Sie werden schnell lernen bei mir. Und nun gehen Sie mir aus den Augen, ehe ich mich vergesse. Heute Abend 8.00Uhr zum Nachsitzen, und wagen Sie sich auch nur eine Minute Verspätung , wird es Ihnen leid tun."

Seine Stimme nahm an Schärfe und Lautstärke bei jedem Wort zu.

Dianea wagte kaum zu atmen und starrte ihn nur ängstlich an.

Es hätte sie nicht verwundert, wenn Prof. Snape plötzlich ausgeholt hätte.

Wie eine bitterböse Fledermaus stand er vor ihr, mit schmalen Lippen und gefährlich glitzernden Augen.

„RAUS JETZT!!!!!!!!!!!!", brüllte er und riss die Tür auf.

An den erstarrten Schülern vorbei hastete Dianea, tränenblind, aus dem Klassenraum, als wäre der Teufel persönlich hinter ihr her.