Hermine wurde nervöse, was wollte er denn von ihr hören? „Zwischen mir und Harry ist nichts. Wir sind Freunde." Ron sah endlich auf und in ihre Augen. Er versuchte zu erkennen, ob sie ihn anlog. Plötzlich fiel es Hermine wie Schuppen von den Augen. Ron war eifersüchtig auf Harry, weil sie sich so gefreut hatte, dass er ihnen geschrieben hatte. Sie musste zugeben, dass sie auch wirklich viel über ihn geredet hatte und sie dann auch noch von ihm wollte, dass er mit ihr einen Brief schrieb. Irgendwie musste sie lächeln, das war ja so süß, dass er eifersüchtig war. Ron sah sie an, warum lächelte sie so? Lachte sie ihn womöglich aus? War sein Traum doch kein Traum. „Ron sag mal, bist du eifersüchtig?", Er wurde rot. Sie hatte ihn ertappt. Er schüttelte den Kopf. „Nein, ich wollte nur wissen, ob da was ist, weil ich eurer bester Freund bin und ein Recht darauf habe es zu erfahren, oder?" wieder musste sie lächeln, „Wenn das so ist." Er wollte es nicht zugeben, also würde sie auch nicht weiter auf das Thema eingehen. Erst, wenn er zugeben würde, dass er eifersüchtig war, so fragte sie ruhig weiter: „Hast du deine Hausaufgaben schon gemacht?" Ron schüttelte den Kopf. Sie lenkte vom Thema ab. Warum? Hermine sah ich streng an. „Ron, die Hausaufgaben sind wichtig. Komm, hol deine Sachen und wir machen sie zusammen." Hausaufgaben zu machen war das Letzte, was er gerade wollte, er wollte eine Antwort! Gereizt erwiderte er nur: „Ich will jetzt keine Hausaufgaben machen, ich will wissen was zwischen dir und Harry ist!" Langsam wurde Hermine wütend. Sie hatte ihm doch schon einmal gesagt, dass da nichts war. „Zum zweiten Mal Ron, da ist nichts zwischen uns. Wir sind einfach nur Freunde. Ich will auch nicht, das was zwischen uns ist." Irgendwas in ihrer Stimme verwirrte ihn und er glaubte ihr nicht. „Das glaube ich dir nicht." „Verdammt noch mal Ron, da ist nichts zwischen uns! Dann glaub es mir eben nicht." Sie wurde langsam echt wütend. Warum musste dieser Kerl auch so stur sein? „Sag mir mal lieber warum, du deine Hausaufgaben noch nicht gemacht hast." Er war kurz vorm explodierte und sie redete über Hausaufgaben? „Weil ich, " er holte tief Luft um nicht zu gereizt zu klingen, „keine Zeit dafür hatte. Ich musste ein Haus renovieren." Sie schüttelte den Kopf „Ron, Ron, Ron, nichts ist wichtiger als die Hausaufgaben." Der arrogante Ton in ihrer Stimme gefiel ihm überhaupt nicht. „Ich hatte eben, keine Zeit dafür."
Sie achtete gar nicht auf seinen wütend Ton und fuhr unbeirrt fort „Du bist wirklich sehr faul Ronald Weasley, wie soll das bloß mit dir weiter gehen?" Sie verstand nicht wie jemand, die Hausaufgaben bloß an zweite Stelle schieben konnte „Faul? Faul? Hatte sie ihn grade faul genannt?" Okay, das war zu viel, sie hatte das Fass zum überlaufen gebracht. „Weißt du Hermine Granger, in meinem Leben dreht sich nicht alles um die Schule!", zischte er. „Für mich gibt es auch noch andere Sachen, die mein Leben schön machen. Außerdem bin ich lieber faul als so ein Eisblock zu sein wie du." Er sah sie wütend an. „Eisblock?" Er hatte sie einen Eisblock genannt. Wie konnte er nur? Sie machte sich nur Sorgen um ihn und er nannte sie einen Eisblock. „Meinst du das ernst?" Ron nickte. Gerade im Moment war er wirklich der Meinung, sie sei ein Eisblock. Er litt wegen ihr, weil er Angst hatte sie zu verlieren und das Einzige was sie interessierte, waren ihre Hausaufgaben. „Du denkst immer nur an deine blöden Hausaufgabe oder in der Bibliothek rum zu hocken, statt mal was zu machen, was Spaß macht."
„Das macht mir aber Spaß! Für mich ist die Schule eben das Wichtigste. Ich will eben, dass meine Eltern stolz auf mich sind." „Ach toll und was ist mit mir?" Hermine war sauer, wie konnte er sie als Eisblock bezeichnen und behaupten sie würde an nichts anders denken als an die Schule? Wenn er doch wüsste, wie sehr sie an ihn dachte, wie sehr sie ihn brauchte und wie glücklich sie immer war, wenn er sie mal raus brachte aus ihrem Zimmer oder der Bibliothek,wenn er sie zum lachen brauchte oder sie ablenkte von ihrer Angst zu versagen. „Mit dir? Was soll mit dir sein?" Ja was sollte mit ihm sein? Er war sich selber nicht so sicher, was er hören wollte. „Ich meine du vernachlässigst Harry und mich schon ziemlich." „Ha! Dass ich nicht lache, wenn ich nicht wäre, dann hätte ihr nicht eine Prüfung bestanden!" Wieder hatte sie diesen arroganten Ton in der Stimme und das war zu viel. „Ach glaubst du wirklich? Wir kommen auch ganz gut ohne dich klar." Sofort bereute er das, was er gesagt hatte. Aber es war zu spät und er konnte sehen wie ihre Augen sich weiteten. „Wenn das so ist." Sie sprang auf und rannte an ihm vorbei, eine Träne lief über ihre Wange. „Hermine warte." Doch sie drehte sich nicht um. „Super gemacht Ron, wirklich toll!" Er lies sich auf einen Stuhl fallen und fühlte sich total überfordert. Warum hatte er das bloß gesagt, warum hatte er ihr nicht einfach gesagt, dass er Angst hatte sie zu verlieren und dass er sie so sehr mochte, dass man es nicht mal mehr in Worte fassen konnte.
Hermine war die Treppe hoch gelaufen, doch eine Etage zu hoch und fand sich jetzt vor Rons Zimmertür. Sie war so sauer auf ihn, dass sie am Liebsten alles in diesem Zimmer zerstört hätte. Also ging sie hinein und suchte etwas was sie kaputt machen könnte um ihm auch mal so wehzutun wie er es grade getan hatte. Vielleicht das Poster an der Wand von seinem Lieblingsverein oder das was alles was auf seinem Schreibtisch lag? Er konnte auch ohne sie leben, das hatte er ihr eben gesagt. Nur konnte sie nicht ohne ihn leben. Eine Träne nach der anderen bahnte sich ihren Weg ihre Wange herrunter und sie konnte sie nicht mehr zurückhalten. Weinend lies sie sich auf das Bett fallen und roch an seinem Kissen. Es roch so gut nach ihm und zu gern hätte sie, dass er jetzt zu ihr kommen würde und ihr sagen würde, dass er nicht so gemeint hatte und dass er sie mochte, nein, dass er sie liebte, so wie sie ihn liebte. Von unten hört sie auf einmal laute Musik. Ron war ins Wohnzimmer gegangen. er wollte jetzt nicht mehr denken. Zu sehr hatte er durch das Denken schon alles kaputt gemacht und suchte deswegen nach einem Lied, das zu seiner Stimmung passte. In dem Regal fand er eine CD mit dem Titel „Always (Love/Hate You)" Da sein Vater sich schon immer sehr für Muggel Erfindungen interessierte, hatte sie auch eine Stereoanlage und mehrere CDs, die sein Vater bekommen hatte. Er legte sie ein und drückte auf den Kopf. Die Stimme des Sängers, dröhnte durchs Haus. Er drehte die Lautstärke noch lauter, legte sich auf die Couch, nahm sich ein Kissen und drückte es sich auf den Mund, dann fing er an zu schreien. „I love you... I hate you... I can't live without you... I breathe you... I taste you... I can't live without you... I just can't take anymore... this life of solitude... I guess that i'm out the door... and now i'm done with you.." Die Musik, war durchs ganze Haus zu hören. Hermine schloss, die Augen. Warum hörte er ausgerechnet so ein Lied? Wollte er ihr etwas damit sagen? Ihr Streit hatte sie erschöpft, sie wollte am liebsten nie wieder aufstehen und besonders wollte sie Ron nicht mehr sehen. Sie wollte ihm nicht in die Augen sehen und erkennen das er nicht das selbe für sie fühlte, das sie für ihn nur eine Last war und er auch ohne sie leben konnte.
