Was ich bin
Sherlock stürmte aus dem Gebäude und begann zu laufen wie ein Besessener. Es dauerte nicht lange, bis das Telefon klingelte. Sherlock öffnete es mit einem Ruck. ,,Ich werde das nicht tun!"zischte er.
,,Oohh, Sie klingen frustiert. Was ist los? Mochten Sie den Film nicht? Er gehört zu meinen Favouriten."
,,Ich sage Ihnen hier und jetzt, dass ich das NICHT tun werde!" schnappte Sherlock.
,,Was tun, Sherlock?" fragte Moriarty, und senkte seine Stimme zu einem liebkosenden Klang.
,,Ich werde nicht vortäuschen, mich in Molly zu verlieben und sie töten einen von uns, oder beide. Ich werde das nicht tun!"
,,Oh, aber natürlich werden Sie das. Sie wissen, sie werden. Weil Bomben ziemlich laut sein können, Sherlock. Sie können nachts wachhalten. Und nur so nebenbei. Sie denken noch immer, sie könnten mich schlagen. Allein das würde sie dazu treiben, mit dem Teufel anzubändeln."
,,Sie SIND der Teufel." flüsterte Sherlock
,,Nicht ganz. Aber danke. Und nun ist es Zeit für Ihren nächsten Schritt. Aber da Sie mir ein solch schönes Komplimet gemacht haben, will ich meinem liebeskranken Hündchen einen Knochen zuwerfen: Sie sind auf dem richtigen Weg, nur schade, dass es der falsche Zug ist."
Sherlock seuftze. ,,Was soll ich tun?"
Als Sherlock zurückkam, warteten die FIlmsongs auf ihn, die John für ihn in einem separaten Ordner abgespeichert hatte. ,,Los geht´s."sagte John.
,,Danke." Sherlock setzte sich, seine Augen schnellten über den Bildschirm als würde er etwas in seinem Kopf durchdebattieren. Er klickte den Romeo&Julia-Ordner an und begann die Songtitel zu lesen.
Bevor er den Song, den er als erstes ausgewählt hatte, anspielen konnte, gähnte John. ,,Guter Gott, ich bin müde. Noch müder, als ich in dieser Nacht auf der Weihnachtsparty war. Erinnern Sie sich, Sherlock?"
,,Natürlich. Ich war dort."
,,Ich liebe Weihnachten." fuhr John fort. ,,Die Überraschung, die dort in allem liegt, wissen Sie? Sie wissen niemals, was sie bekommen werden, weil alles ein Geheimnis ist. Die anderen wissen es, aber Sie dürfen es natürlich nicht verraten. Und später sind Sie es, der es herausfindet."
Sherlock sah ihn scharf an. ,,Ich vermute, das trifft auf manche Menschen zu, ja."
,,Ein bisschen, wie Geburtstag, denke ich. Auf jeden Fall, ich geh´ ins Bett. Werden wir uns morgen früh sehen?"
,,Kurz. Molly wird morgen entlassen. Ich bringe sie nach Hause und werde ihr gleichzeitig einen Besuch abstatten."
,,Sie tun...?"
,,Ja, ich werde. Ist das ein Problem?"
,,Nein, natürlich nicht. Das ist...wirklich nett von Ihnen."
,,Sie hatte eine harte Zeit. Sie könnte jemanden gebrauchen, der nett zu ihr ist."
,,Es gibt niemanden, den sie lieber bei sich haben würde, als Sie, vermute ich." sagte John.
Sherlock hob seine Augenbrauen.
,,Okay, gute Nacht. Ach ja, ich habe Ihnen aufgeschrieben, wieviel sie das alles kostet." John zeigte auf ein Blatt Papier.
,,Danke."
Als John den Raum verlassen hatte, sah Sherlock auf den Zettel.
Lassen Sie es mich wissen, wenn ich helfen kann.
Sherlock musste beinahe auflachen.
Gott segne dich, John Watson.
Er zerknüllte den Zettel und warf ihn weg. ,,Es ist lächerlich, wieviel Musik kostet." murmelte er und drückte die PLAY-Taste für den Song.
Tbc..
