Kapitel 10
„Marlene?", sie sah nur halb auf, als er an sie heran trat.
„Was willst du?", fragte sie abgelenkt, sodass er seufzte und die Einteilung vor sie legte.
„Kannst du mir das erklären?", ihr Blick huschte über das Pergament.
„Solltest du nicht wissen, was das ist?", hakte sie mit gerunzelte Stirn nach, immer noch ohne ihn anzusehen. Er nahm ihr jetzt weg, woran sie arbeitete, um einen bösen Blick von ihr zu ernten. „Kannst du dich bitte deutlicher ausdrücken, James? Das ist die Einteilung für den Weihnachtsball, du hast mich gebeten, das zu machen, ich habe es gemacht!", maulte sie deshalb.
„Wieso ist Sirius in meinem Team?", fragte er.
„Befehl von ganz oben.", gab sie zurück. „Ich bin überrascht, dass dich das stört."
„Es stört mich nicht, ich bin überrascht, dass Sirius kein eigenes Team untergeordnet bekommen hat, das ist alles.", sie verdrehte ihre Augen.
„Sirius hatte ein eigenes Team, James, du hast gesagt, wen du als Team-Leiter willst und ich hatte eingeteilt, wie ich wusste, dass du es willst, ich bin ja nicht blöd! Ich weiß, wenn ich von deinem ursprünglichen Plan abweiche, dann kommst du und meckerst, so wie du es gerade tust...", sagte sie jetzt. „Aber dann ist Moody gekommen und hat mich informiert, dass dein werter, bester Freund bitte von jetzt an wann immer möglich mit Evans zusammen gesteckt werden soll. Und Evans ist in deinem Team.", darauf konnte er im ersten Moment gar nicht reagieren.
„Evans?", fragte er.
„Evans.", bestätigte sie. „Kann ich jetzt bitte meinen Zettel zurück haben, ich bin ein bisschen unter Zeitdruck mit den Routen.", ermahnte sie ihn.
„Wieso Evans?"
„Habe ich ihn gefragt, aber er hat nur gesagt, ich soll mich gefälligst um meinen eigenen Scheiß kümmern.", gab sie genervt zurück. „Davon hältst du mich gerade ab.", buchstabierte sie ihm, sodass er ihr ihren Zettel zurück gab und die Liste wieder einrollte. „Welche ist Evans?", darauf antwortete er nicht. „Ich vermute, das wird demnach die rothaarige Kleine vom letzten Mal sein."
„Ja.", gab er genervt zu.
„Ich habe dir gesagt, sie stinkt nach Schwierigkeiten.", meinte sie beiläufig.
„Wie kommst du darauf?", fragte er.
„Da stehst du und wunderst dich, warum Sirius und Evans zusammen gesteckt werden. Und es gefällt dir nicht.", stellte sie fest. „Das in Verbindung mit der Tatsache, dass Evans deine Schülerin ist, hört sich schon einmal nach Schwierigkeiten an.", er verdrehte seine Augen.
„Ich habe keine Schwierigkeiten mit Evans."
„Ich merke es, wenn du lügst.", erinnerte sie ihn vorwurfsvoll, dabei lehnte sie sich endlich etwas zurück und musterte ihn. „Du wirkst ziemlich unglücklich."
„Ich bin nicht unglücklich.", log er abermals. Sie seufzte tief, antwortete aber nicht mehr. „Bis später.", verabschiedete er sich also von ihr und ließ sie sitzen. Sein Weg führte ihn natürlich direkt zu Moody. Der saß in seinem Büro, glücklicherweise allein bei offener Tür, und studierte gerade einige Akten. Er klopfte an und trat ein.
„Was wollen Sie, Potter?", fragte er mürrisch wie eh und je.
„Ich habe eine Frage.", stellte er fest.
„Die da wäre?"
„Warum haben Sie verlangt, dass Sirius in meinem Team eingeteilt wird? Denken Sie, ich habe meine Schüler allein nicht unter Kontrolle?", fragte er steif. Moody sah auf, musterte ihn kurz und schnaubte dann.
„Hat nichts mit Ihnen zu tun. Black wurde Evans zugeteilt. Als ihr Mentor hat er bei Einsätzen solcher Art unmittelbar anwesend zu sein, um objektiv beurteilen zu können, was sie tut und ihr Anweisungen zu geben.", er stockte.
„Mentor?", hakte er nach.
„Ich war der Meinung, Sie selber hätten nach einem für sie geschrien?", knurrte sein eigener Mentor jetzt. James trat endlich ein und schloss die Tür hinter sich.
„Aber ich meinte sicher nicht Sirius!", maulte er.
„Darüber bin ich mir im Klaren.", tat er das ab. „Aber als ich Evans zu einem Gespräch gerufen habe, um ihr mitzuteilen, dass sie laut Ihrer Einschätzung einen Mentor bräuchte, war er ihr erster Vorschlag.", er ächzte und fuhr durch seine Haare. Das tat sie, um ihn zu bestrafen! Absichtlich, um ihn leiden zu sehen...
„Ich meinte nicht Sirius!", ermahnte er ihn noch einmal.
„Ich weiß das, aber Evans wollte ihn und er hat zugestimmt.", gab Moody jetzt gereizt zurück. „Meiner Meinung nach geben die beiden ein gutes Team ab, Evans' Probleme liegen in ihrem Gewissen und wenn jemand weiß, wie man sein Gewissen ausblendet, dann wird das Black sein.", fügte er hinzu. Ohne, dass er es bemerkt hatte, hatte sein Atem sich beschleunigt und er zog auch immer noch an seinen Haaren. „Darf es sonst noch etwas sein, Potter?", hakte er nach.
„Ich meinte nicht Sirius, Moody!", dieses Mal war er sogar laut geworden. „Ich meinte Marlene oder – oder Gemma oder Liz!", er runzelte seine Stirn.
„Aber sie wollte keinen weiteren, weiblichen Nachteil.", gab er zurück. „Sie wollte einen Mann."
„Merlin, wieso tust du mir das an, Moody!?", fragte er jetzt vorwurfsvoll. „Hättest du nicht Frank oder Fabian vorschlagen können?", sein Mentor legte endlich die Akten zur Seite.
„Nein, dazu hatte ich keinen Grund."
„Aber du weißt, dass sie das absichtlich macht!", maulte er.
„Natürlich weiß ich das, James!", fuhr der alte Mann ihn jetzt an. „Es ist deutlich zu sehen, dass sie dich bestrafen will, für was auch immer! Und du hast es dir verdient, James, hast du gehört? Du weißt, dass es bei Auroren keine Liebe gibt.", erinnerte er ihn. „Das gab es bei Hestia und dir nicht und das gibt es auch mit Evans nicht. Du kannst nicht lieben, du bist Auror! Du bist Auror und genau deshalb kannst du nicht lieben! Das schränkt deine Objektivität ein.", er fühlte, wie seine Schultern sanken.
„Ist das auch der Grund, weshalb meine Eltern mich nicht lieben konnten?", fragte er tonlos.
„Deine Eltern waren Auroren.", bestätigte er. „Sie wussten, wenn du sicher sein sollst, dann dürfen sie keine Gefühle für dich entwickeln. Das war der Preis, den sie gezahlt haben.", er nickte.
„Ja, ich war der Preis, den sie gezahlt haben, den ihr alle gezahlt habt.", schnaubte er bitter. „Ist euch jemals in den Sinn gekommen, dass ich etwas anderes hätte werden können? Wenn ich eine normale Kindheit gehabt hätte, wäre ich vielleicht nie Auror geworden, dann könnte ich jetzt vielleicht lieben!", sagte er vorwurfsvoll.
„Was wäre das für eine Verschwendung!", erwiderte sein Mentor darauf nur. „Du bist der beste Auror, den ich jemals ausgebildet habe, in zwanzig Jahren habe ich niemanden wie dich gesehen!", erklärte er ihm deutlich.
„Was ist, wenn ich vielleicht lieber eine Familie gehabt hätte?", fragte er ihn seufzend. „Jemanden, der mich liebt und jemanden, den ich auch lieben kann.", schlug er vor.
„Jemanden wie Marissa Malfoy?", fragte er abfällig.
„Jetzt wirst du unfair.", knurrte er.
„Nein, ich bin objektiv, James! Du hattest immer die Wahl, du hättest 'Nein' sagen, Heiler werden und mit McKinnon hundert Kinder haben können, aber du ganz allein hast dich dazu entschlossen, Marissa Malfoy zu verführen, um für mich Informationen zu sammeln und du ganz alleine hast entschieden, dass sie sterben muss!", er hatte Recht. Der alte Mann hatte Recht und James wusste das. Er hatte die Entscheidung getroffen, dass jemand mit solchen Informationen nicht einfach laufen gelassen werden konnte, jemand, der die Sicherheitsvorkehrungen in Hogwarts ausspionierte und weiter plapperte, war eine Gefahr für die Bevölkerung...
„Ich weiß.", sagte er tapfer.
„Also! Sag nicht, ich sei unfair, James, du hattest die Wahl! Ich habe dich von Anfang an gewarnt, was eventuell mit einem 'Ja' zu diesem Auftrag verbunden ist.", maulte er. „Du hast es im Blut, du hast das Pflichtgefühl deinem Land und dem Ministerium gegenüber im Blut und die normalste Kindheit der Welt hätte nicht ändern können, was du bist!", er stöhnte.
„Das weißt du nicht! Man entwickelt sich, wie man geprägt wird!", argumentierte er.
„Und deine Eltern haben sich von dir fern gehalten, um dich nicht zu sehr zu prägen, damit du später mal die Wahl hast!", schoss Moody zurück und er wusste, auch damit hatte er Recht. „Jetzt geh' mir aus den Augen, ich kann dich momentan echt nicht mehr sehen, Bursche!", knurrte er dann hinterher. Einen Augenblick blieb James regungslos stehen, einfach, weil seine Beine sich nicht bewegten, dann drehte er sich herum und verließ Moody's Büro.
Natürlich war er sich darüber im Klaren, dass einige Leute aufsahen und ihn bemerkten, als er die Tür hinter sich schloss, aber er lehnte einen Moment schwer atmend an und fuhr ratlos über sein Gesicht. Merlin, der alte Mann hatte Recht... Er war schon lange nicht mehr so von ihm zusammen gestaucht worden. Endlich gehorchten seine Beine wieder und trugen ihn bis zu seinem Schreibtisch, wo er sich ächzend auf seinen Stuhl fallen ließ.
„Hey.", er ließ sich neben Sirius fallen, der sofort ein bisschen rot wurde. Gut so, er wusste also, dass er James vielleicht mal hätte sagen können, dass er jetzt Evans blöder Mentor war, statt das vor ihm zu verbergen! „Störe ich?"
„Ja.", meinte Lily sofort, während Sirius mit seinen Schultern zuckte.
„Nein, wir können später weiter machen.", entgegnete er ihr und klopfte ihm auf die Schulter. „James, lange nicht gesehen, wo steckst du neuerdings immer?", fragte er dann. Lily sah einen Moment nur wütend auf ihren Salat und stocherte zwischen den Blättern herum.
„Bei Marlene.", antwortete er grimmig.
„Ach ja?", fragte sein bester Freund überrascht. „Ich dachte, die wäre noch sauer auf dich?"
„Dem war auch so, aber wer kann mir schon widerstehen, wenn ich zugebe, wie schlecht es mir geht?", tat er das ab. So weit war das die Wahrheit, er war noch am Abend nach der Unterhaltung mit Moody zu ihr gegangen und hatte ihr gestanden, was passiert war (zumindest hatte er ihr von der Unterhaltung mit Moody erzählt, selbstverständlich ohne Namen oder Details zu nennen) und als sie gesehen hatte, wie schlecht es ihm gegangen war, da hatte sie vergessen, wie wütend sie auf ihn gewesen war.
„Okay.", machte Sirius mal stirnrunzelnd. „Das hat sie gar nicht erwähnt. Aber jetzt, wo du es sagst: Ich habe Mar auch schon eine Weile nicht mehr gesehen...", gab er dann zu.
„Richtig.", bestätigte er das. „Wir verstecken uns gerade so gut es geht vor der Welt.", jetzt schnaubte Lily.
„Das ist wohl Ihr Ding, huh?", machte sie abfällig. „Jede Woche suchen Sie sich eine Neue, mit der sie sich im Bett verstecken können. Jetzt ist Ihnen das Frischfleisch ausgegangen, da verkriechen Sie sich wieder zu Ihrer Ex-Freundin unter die Decke...", Sirius warf einen überraschten Seitenblick zu ihr.
„Das war nicht höflich, Lily, er ist dein Lehrer, vergiss das nicht!", ermahnte er sie.
„Ganz schön frech, dafür, dass ich meinen Job für Sie riskiert habe.", kommentierte James ihren Vorwurf aber nur knurrend. Seiner Meinung nach klang sie bissig und biestig und reichlich eifersüchtig, so wie er es bei Frauen gar nicht gern hatte.
„Ach bitte!", tat sie das ab. „Ich wette, das sagen Sie allen!"
„Das ist die Wahrheit! Moody war ganz schön misstrauisch und ich musste mich vor ihm verantworten, als ich ihn dazu überreden wollte, dass Sie sich schon einen Mentor suchen dürfen!", maulte er. „Weit über ein halbes Jahr früher, als alle anderen, noch bevor Sie Ihre Ausbildung abgeschlossen haben, nur weil ich Potential in Ihnen sehe, das die anderen nicht haben!", wenigstens wurde sie endlich rot.
„Das waren Sie?", fragte sie.
„Natürlich war ich das, wer denken Sie, wäre das gewesen? Die Queen?", Sirius räusperte sich.
„Habe ich irgendetwas verpasst?", fragte er.
„Nein.", gab er knapp zurück.
„Nein.", bestätigte Lily das sofort, allerdings wesentlich kleinlauter. „Danke.", kam es reichlich verspätet.
„Und wie ich sehe, haben Sie sich sofort jemanden gesucht.", fügte er nicht weniger wütend als eben hinzu, da verschränkte sie ihre Arme.
„Meine erste Wahl hat mich abgewiesen.", schnappte sie jetzt wieder hitzig.
„Ich habe einen Vorschlag gemacht, wen Sie ansprechen sollten, aber meine Meinung zählt ja nicht.", maulte er jetzt. „Es ist nicht so, als könnte McKinnon Ihnen vielleicht gewisse Empfindungen nachempfinden, während Sirius schon lange kein Gewissen mehr hat!", jetzt warf Sirius ihm einen bösen Seitenblick zu.
„Das ist gar nicht wahr!", verteidigte er sich. „Ich habe nur die richtige Motivation, meine Entscheidungen nicht auf meinem Gewissen basierend zu treffen und genau das muss sie lernen!", erklärte er dann.
„St Tropez.", war alles, was James darauf erwiderte. Und in der nächsten Sekunde hasste er sich dafür, dass er das ausgepackt hatte. Er hasste sich richtig, es war nicht einmal Schande oder Reue, es war richtiger Hass, dass er seinem besten Freund das vorhielt. „'Tschuldigung.", würgte er gerade so hervor, aber darauf antwortete Sirius einen Moment nicht, weil er noch zu beschäftigt damit war, seinen Burger anzuschnauben. Dann räusperte er sich und straffte seine Schultern.
„Weißt du, James, jeder hat seine eigene Nase, an die er fassen kann.", knurrte er. „Du hast auch schon reichlich krumme Nummern abgezogen und ich will gar nicht davon anfangen, wie du Patrick zum Sterben zurück gelassen hast!", wahrscheinlich hatte er nach seinem St Tropez – Seitenhieb nichts anderes verdient, aber mit diesem Vorwurf hatte Sirius den Finger auf eine weitere, tief klaffende Wunde gelegt, die zwar immer unterdrückt, aber davon eben nie geheilt wurde.
„Das war ja wohl etwas anderes, ich habe getan, was ich tun musste, du hast einfach nicht aufgepasst!", maulte er also zurück.
„Und Barcelona?", hakte sein bester Freund eher spöttisch nach, was nur ein weiterer Seitenhieb war.
„Paris!", erinnerte er ihn im Gegenzug ebenfalls wenig charmant.
„New York!"
„Rom!"
„Hamburg!"
„Venedig!"
„Hört auf!", rief Lily aus, da sahen beide mit knallroten Gesichtern zu ihr, statt sich feindselig anzustarren, jedes Mal entsetzter über die hässliche Geschichte, die der andere gerade ansprach. „Benutzt eure Fäuste!", bat sie verlegen. Vermutlich nur, weil die beiden sich ihretwegen stritten, sie wirkte reichlich schuldbewusst. Auch das fand James gut so.
„Das ist eh alles nur deine Schuld, du hättest dir jeden anderen suchen können, wieso musstest du unbedingt Sirius haben?", fragte er sie wütend.
„Ich habe genug weibliche Nachteile, ich wollte eine männliche Meinung!", erwiderte sie, so wie Moody es ihm ebenfalls mitgeteilt hatte. „Und wie ich schon sagte, meine erste Wahl wollte mich nicht!"
„Aber doch nur, weil ich dir nicht noch näher kommen darf, Lily, wieso verstehst du das nicht? Moody hätte das eh nicht erlaubt, sobald das alles raus kommt, muss er mich feuern, ich kann froh sein, dass er es noch nicht getan hat!", gab er hitzig zurück. „Mann, ey, Evans, ich könnte dich manchmal-", vor lauter Wut fand er kein richtiges Wort, was er gerne mit ihr gemacht hätte. Sie schien die Lücke selber zu füllen und verschränkte erneut ihre Arme.
„Nun, ich bin mir sicher, du würdest es nicht einmal bereuen.", sagte sie abfällig, da fuhr er über sein Gesicht und zog an seinen Haaren, allerdings nur noch, um sie nicht anzuschreien.
„Könnt ihr mir mal bitte sagen, was ich hier verpasst habe?", fragte Sirius jetzt steif, sein Blick lag dabei nur noch auf James, der am liebsten einfach aufgestanden und weg gegangen wäre. Er musterte Lily kurz, die plötzlich reichlich klein wirkte, dann seufzte er tief.
„Lieber nicht. Je weniger du weißt, umso besser.", sagte er unglücklich und schweren Herzens. Sie wurde rot, während Sirius ihn schockiert ansah.
„D – du... Du meinst, du willst es mir nicht sagen?", fragte er nach.
„Ich meine, es ist besser, wenn du es nicht weißt.", wiederholte er seine Meinung deutlicher. „Für uns alle, schätze ich.", aber damit wirkte Sirius noch unglücklicher.
„Das ist nicht dein Ernst.", stöhnte er. „Aber – aber bisher hast du mir alles erzählt und ich durfte immer alles wissen!", erinnerte er ihn dann. „Bisher hast du immer gesagt, der Tag, an dem ich nicht mehr in deinen Kopf eindringen darf, wäre ein trauriger! Bisher hieß es-"
„Sirius, ich versuche, dich zu schützen!", ermahnte er ihn.
„Aber du hast immer gesagt, der Tag würde eh nie kommen! Du hast es versprochen, du hast gesagt, es gäbe keinen so tiefen Abgrund, dass du ihn mir nicht mehr zeigen wollen würdest!", warf er ihm vor. „Stattdessen wirst du jetzt wie deine eigenen Eltern, die sich dir immer verschlossen und entzogen haben, angeblich, um dich zu schützen!", er stöhnte.
„Hey, das ist-"
Aber jetzt war Sirius fertig. Der Gefühlsausbruch war vorbei und er war plötzlich kalt wie ein toter Fisch. Wütend hob er die Hand, damit James verstummte. „Ich will deine Lügen nicht hören.", wies er ihn ab. „Bitte geh', wir sind hier gerade mitten in einem Mentor-Gespräch.", er sah ihn einen Moment unglücklich an, dann stand er auf und griff nach seiner Tasche.
„Bis später."
„Nein, wir sehen uns später nicht.", schnaubte Sirius, dann drehte er sich Lily zu, die wieder in ihrem Salat herum stocherte.
Es fühlte sich nicht unbedingt ehrenhaft an, aber tatsächlich waren Marlene und er mal im Bett gelandet, seit er sich bei ihr versteckte, so wie Lily es biestig vorgeschlagen hatte. Nur das eine Mal, wirklich, er hatte den Drang verspürt, jemandem mal wieder so richtig weh zu tun und da er wusste, dass Marlene schon lange alleine war und sich mit diesem Thema auskannte, hatten sie sich kurz darauf befriedigt keuchend unter ihrer Bettdecke wieder gefunden, wo sie dann einen ausgewachsenen Anfall erlitten hatte.
Zufällig wusste er von Sirius, dass das normal war. Sie litt seiner Aussage nach Nachts unter Angstattacken und hatte Schlafstörungen, die sie für gewöhnlich mit Tränken behandelte, wenn es nötig war, also war er bei ihr liegen geblieben und hatte sie getröstet. Seitdem war er jede Nacht zu ihr ins Bett gekrochen, um sie zu trösten, aber geschlafen (wenn man das so nennen konnte) hatte er nur das eine Mal mit ihr.
So auch jetzt. Sie weinte, er hatte seine Arme um sie gelegt und streichelte durch ihre Haare, so wie er das früher ständig gemacht hatte. Anscheinend träumte sie oft schlecht und wachte dann auf, nur um festzustellen, dass sie bereits einen Anfall erlitt und es zu spät war, Tränke zu nehmen. Laut Sirius redete sie in diesen Fällen dann sogar über ihre Träume, aber bisher hatte sie beharrlich geschwiegen. Das machte ihm nichts. Wenn sie nicht darüber reden wollte, dann musste sie nicht, sie durfte sich auch einfach nur bei ihm ausweinen, bis es vorüber ging.
Schließlich schniefte sie und drehte sich in seinen Armen auf den Rücken. „Hast du dich mit Sirius vertragen?", fragte sie tonlos. Überrascht, dass sie sprach, zuckte er zuerst zusammen, dann räusperte er sich.
„Uh – nein, der ist gerade wütend auf mich.", gab er zu.
„Ich weiß. Darum frage ich, ob du es noch einmal versucht hast.", antwortete sie bestimmt.
„Ich finde, es ist nicht an mir, den nächsten Schritt zu machen. Ich habe versucht, mich zu entschuldigen und er hat mich abgewiesen und seitdem geht er mir aus dem Weg.", fasste er zusammen. „Ich schätze, wenn er so weit ist, dann kann er sich bei mir melden, ich will ihn nicht drängen.", sie stöhnte darauf nur.
„James, gib zu, dass du Mist gebaut hast.", seufzte sie.
„Was meinst du?", wich er aus.
„Ich meine Evans!", maulte sie. „Es ist offensichtlich, dass irgendetwas vorgefallen ist und es ist offensichtlich, dass du etwas für sie empfindest! Aus irgendwelchen Gründen ist Sirius dazwischen geraten und ich werde das Gefühl nicht los, dass du Mist gebaut hast!", er stöhnte.
„Das ist gar nicht wahr!", log er.
„Sirius hat gesagt, du hast St Tropez erwähnt!", hielt sie ihm vor. „Dazu hast du kein Recht, James, das geht dich gar nichts an!", ermahnte sie ihn zusätzlich.
„Von wegen, ich war der Meinung, du hättest nach St Tropez vor meiner Haustür gestanden und dich bei mir ausgeheult.", maulte er. „Und das ist erst besser geworden, nachdem ich ihm die Tracht Prügel seines Lebens gegeben habe.", sie verdrehte ihre Augen.
„Das liegt jetzt drei Jahre zurück. Er musste und das weiß ich. Sirius und ich, wir sind Freunde. Und das wird sich niemals ändern.", er stöhnte. „Wohingegen du ganz schön fiese Sachen mit ihm ausgetauscht hast, ohne zu erklären, warum du wütend auf ihn bist."
„Genau so fies ist es, dass ihr ganz offensichtlich hinter meinem Rücken über mich geredet habt!", ärgerte er sich.
„Richtig, er ist zu mir gekommen und hat gejammert, dass du mit Evans gestritten hättest, wütend auf ihn bist, weil er ihr Mentor sein soll und ihm nicht erklären willst, warum!", erwiderte sie schnippisch. „Aber ich weiß, warum dich das so stört."
„Du denkst zu wissen, was mich daran stört!", knurrte er.
„Du erinnerst dich natürlich nur daran, dass die meisten Frauen unseres Jahrgangs irgendwann mit ihren Mentoren im Bett gelandet sind, oder wie du mit bisher allen deinen weiblichen Auroren, deren Mentor du warst, irgendwann im Bett gelandet bist! Dass es häufig passiert, dass weibliche Auroren mit ihren männlichen Mentoren im Bett landen, weil sich bei dieser speziellen Art von Partnerschaft eine Vertrauensbasis entwickelt, die man als Außenseiter schwer nachvollziehen kann.", sagte sie, obwohl er das nicht hören wollte.
„Evans ist nichts für mich. Meine Schülerin, mehr nicht. Wenn Sirius mit ihr im Bett landen will: Bitte!", widersprach er trotzig.
„Du hast auch nicht vergessen, wie Patrick, dem du doch so vertraut hast, schließlich als mein Mentor mit mir im Bett gelandet ist.", fügte sie jedoch hinzu. „Oder wie er es genau so bei Hestia versucht hat...", womit sie wieder das große, böse Thema 'Patrick' und das noch größere, schlimmere Thema 'Hestia' anschnitt. Merlin, wenn sie sich zu weit wagte, würde er die Beherrschung verlieren.
„Marlene, das tut nichts zur Sache.", warnte er sie.
„Oder wie Alice aufgehört hat zu arbeiten, und stattdessen jetzt Frank's Frau ist.", er stöhnte. „Und Sirius und Evans würden dich umbringen.", stellte sie danach fest.
„Das ist nicht wahr!", fuhr er jetzt aus der Haut.
„Dann erkläre mir, wieso du mich vorgeschlagen hast.", verlangte sie. „Wo du doch weißt, dass ich nicht gerne und meiner Meinung nach auch kein guter Mentor bin, weil ich schon deiner Meinung nach zu emotional bin! Noch dazu, wenn Evans dasselbe Problem zu haben scheint!", meinte sie herausfordernd. Er fuhr über sein Gesicht.
„Also schön, ich gebe es zu:", kündigte er an. „Sirius ist ein Schürzenjäger und Evans' Schürze ist nicht für ihn gedacht!", maulte er. „Meiner Meinung nach müsste ich ihr Mentor sein, ich will sie fördern! Sie hat viel mehr drauf, als alle anderen ihrer Klasse und ich war meiner Klasse ebenfalls immer mehrere Schritte voraus, wenn du dich erinnerst! Niemand kann sie fördern, wie ich es kann und Sirius erst recht nicht!", er ließ sie jetzt los und richtete sich schwer atmend auf.
„Wieso meinst du?", fragte sie stirnrunzelnd.
„Weil er nicht strukturiert arbeitet, Marlene, er ist stark und schnell und ein wirklich guter Auror, aber nicht vergleichbar mit mir! Sie hat so viel Potential, sie sollte mehr gefördert werden!", stöhnte er.
„Dann sei doch du ihr Mentor!", schlussfolgerte sie.
„Das geht nicht.", wies er diesen Vorschlag zurück. Auch Marlene richtete sich jetzt auf, er sah, wie sie zuerst über ihr Gesicht fuhr, dann durch ihre Haare, schließlich drehte sie sich zu ihm und seufzte.
„Wieso nicht?", fragte sie. „Du bist ihr Lehrer, Moody hätte dich gleich vorschlagen sollen. Bisher wurden solche Ausnahmen in seltenen Fällen gemacht und immer war eine Lehrperson als Mentor involviert.", erinnerte sie ihn. Er stöhnte gequält, dann zuckte er mit seinen Schultern.
Zu Hölle damit.
„Moody kann mich nicht zu ihrem Mentor machen, weil Evans und ich uns geküsst haben.", gab er also zu. Marlene starrte ihn in der Dunkelheit ungläubig an, das konnte er sehen, dann räusperte sie sich verlegen. „Also sie hat mich geküsst, aber – aber ich habe mitgemacht und Moody weiß das. Darum versucht er, mich so weit wie möglich von ihr fern zu halten.", erklärte er ihr schulterzuckend.
„Ist das dein Ernst?", hakte sie nach.
„Ja."
„Wirklich?", als sie ein zweites Mal nachfragte, schnaubte er.
„Mar, wieso würde ich das erfinden? Um mich in Schwierigkeiten zu bringen? Damit ich meinen Job verliere?", fragte er gereizt.
„Es tut mir Leid, schon klar – aber – aber das ist mega-unwahrscheinlich, das musst du zugeben!", stammelte sie schockiert. „Dass ausgerechnet du deiner Schülerin nachgibst, das – damit kann ja niemand rechnen, du bist doch sonst aus Stein!", er verdrehte seine Augen.
„Ich bin nicht aus Stein."
„Nun, die Allgemeinheit sieht das anders.", argumentierte sie.
„Ich bin nicht aus Stein, Marlene, du weißt das!", erinnerte er sie. „Mann, ey, so ein Mist...", stöhnte er hinterher.
„Oh Mann, James!", ermahnte auch sie ihn, als sie das volle Ausmaß begriff, das seine Handlung nach sich ziehen könnte. „Das geht nicht, du kannst nichts mit deiner Schülerin haben!"
„Ich habe nichts mit meiner Schülerin.", erwiderte er, dabei fuhr er über sein Gesicht. „Evans ist nichts für mich, das sagte ich bereits.", wiederholte er, obwohl er wusste, dass sie diese Lüge eventuell durchschauen würde. Meistens konnte sie das, aber manchmal konnte er sie auch täuschen. Eher selten, aber öfter, als sie ihn täuschen konnte. „Das ist alles so schwierig zu erklären, ich weiß gar nicht, wie ich überhaupt in diese Situation geraten bin.", aber kaum hatte er das ausgesprochen, erinnerte er sich an den Anblick, den sie ihm im Stripclub geboten hatte, in knallroter Unterwäsche, der Blick in ihren Augen, wie sie an der Stange getanzt hatte... Doch, er wusste, wie er in diese Situation geraten war.
„Moody hat Recht.", beschloss sie schließlich. „Halt' dich von Evans fern, sie wird dir nur Ärger machen.", riet sie ihm. Abgesehen davon, dass diese Platte einen Sprung hatte, nickte er seufzend. Sie hatte ja auch Recht. „Und vertrag' dich mit Sirius, damit er aufhört, sich bei mir zu beschweren, okay?", ihre Arme schlangen sich um seine Schultern und ein Kuss traf seine Wange. Er hatte das gern, wie sie sich an ihn klammerte. Das erinnerte ihn an früher.
„Zu Befehl.", stimmte er ihr zu.
Sirius war schon viel zu lange wütend auf ihn, deshalb konnte er sich auch nicht konzentrieren. Er war nicht er selbst, wenn Sirius wütend auf ihn war... Er konnte dann nicht klar denken, sein Leben schien dann sinnlos, weil: Welchen Sinn hatte das Leben, wenn sein bester Freund – sein Bruder – ihn nicht mehr ansehen wollte? Stöhnend ließ er sich neben ihn fallen, sodass der ebenfalls stöhnte. „Was willst du?", fragte er wütend. „Ist dir eigentlich klar, dass es unklug ist, sich an einen ausgebildeten Auror heran zu schleichen?", fuhr er dann patzig fort.
„Sirius, tue nicht so, ich weiß, du riechst mich zehn Meter gegen den Wind, du hast nicht einmal gezuckt!", ermahnte er ihn. „Du wusstest ganz genau, wer da näher kommt.", darauf erhielt er keine Antwort, also holte er tief Luft. „Komm schon, lass uns darüber reden und uns wieder vertragen, mehr können wir nicht tun.", bat er ihn.
„Es ist offensichtlich, dass ich, im Gegensatz zu dir, gerade ganz gut mit dir im Streit leben kann.", maulte er zurück, da seufzte James erneut. „Es gibt kein vertragen, James, es gibt nur die Wahrheit!", fügte er dann hinzu.
„Was, dein neuer Lehrling hat es dir noch nicht erzählt?", fragte er.
„Was stört dich daran, dass ich Evans' Mentor sein soll?", fragte er nun aufgebracht. „Glaubst du, ich mache das nicht gut genug?", maulte er. „Und warum machst du es dann nicht selber, wenn du alles so viel besser kannst als ich?", er fuhr über sein Gesicht.
„Merlin, Sirius, dass ich Probleme damit habe, dass du Evans' Mentor sein sollst, liegt doch nicht an dir!", stöhnte er. „Alter, was denkst du, was passiert ist? Wir sind unseren niederen Trieben erlegen, so wie du mir prophezeit hast, dass es passieren würde, haben uns gestritten und ich will nicht, dass du ihr Mentor bist, weil weibliche Auroren die unangenehme Angewohnheit haben, mit ihren männlichen Mentoren in der Kiste zu landen!", ermahnte er ihn dann.
„Nun, ich kann dich beruhigen, ich werde sicher nicht mit Evans ins Bett hüpfen, sie ist für mich verbotenes Terrain.", darauf runzelte James nur noch seine Stirn.
„Wieso das?"
„Alter, es ist doch offensichtlich, dass du in sie verknallt bist!", maulte sein bester Freund da. „Was denkst du, mit wem du hier redest? Ich bin weit entfernt davon, dir die Freundin auszuspannen und Lily selber hat ziemlich klar gemacht, dass sie meinen Rat sucht und nichts anderes.", darauf konnte er nur schnauben.
„Gib es zu: Du willst es ja gar nicht immer, aber Frauen verlieben sich in dich! Du bist so charmant und auf den ersten Blick so toll, dass sie nicht anders können, als dir zu erliegen!", maulte er, da stöhnte Sirius.
„Ja, auf den zweiten Blick erscheinst du ihnen immer toller, darum kommen sie zu dir auch zurück.", erwiderte er.
„Du tust so, als wären Frauen bei dir Mangelware.", schnaubte er.
„James, bist du dir eigentlich darüber im Klaren, dass du Recht hattest, als du St Tropez erwähnt hast?", fragte er seufzend. „Das war der Moment, in dem ich mein Gewissen am Eingang zum Ministerium abgegeben habe. Darum kann ich keine Frauen halten und spiele ich immer nur mit ihnen, um zu testen wie unwiderstehlich ich bin. Frauen sind keine Mangelware bei mir. Gefühle hingegen schon.", erklärte er ihm deutlich.
„Nein, ich hatte Unrecht, was St Tropez angeht.", widersprach er ihm sofort. „Du hast vielleicht nicht aufgepasst, aber als du den Fehler bemerkt hast, da hast du getan, was du tun musstest.", meinte er geknickt. „Und Marlene weiß das auch, darum nimmt sie dir nicht übel, was passiert ist. Mir tut ehrlich Leid, dass ich diese hässliche Geschichte ausgepackt habe.", entschuldigte er sich endlich richtig. „Wohingegen ich nicht einmal ein Fünkchen Reue vorweisen kann, für die Aktion mit Patrick.", fügte er betreten hinzu.
„Ach nun komm, jetzt tust du so, als hättest du ihn umgebracht.", seufzte Sirius. „Du bist der beste Auror, den wir alle vorzuweisen haben, James. Und in vielerlei Hinsicht kann ich dich nur immer wieder bewundern. Deine Objektivität, deinen Einsatz, deine Motivation oder zum Beispiel deine Fähigkeit, anderen Menschen Dinge beizubringen.", er zuckte mit seinen Schultern. „Du bist der Prototyp."
„Nein, bin ich nicht.", seufzte er darauf nur. „Bestes Beispiel ist Evans. Wie ich vor ihrer Tür stand und sie angebettelt habe, mit mir weg zu gehen, obwohl sie deutlich gesagt hat, dass sie Zweifel hat.", gab er geknickt zu.
„Und trotzdem bist du objektiv. Du bist sogar objektiv, wenn es um dich selber geht, egal wie unwahrscheinlich das ist! Das ist nicht normal, verstehst du?", jetzt stöhnte er tief.
„Das ist nett, aber ich habe Mist gebaut, was Evans angeht.", meinte er letztendlich ganz ernst. „Moody sagt, dass ich will, dass sie es schafft, weil ich das will.", gab er zu, da schüttelte Sirius seinen Kopf.
„Nun, ich als ihr Mentor kann dir ganz ehrlich sagen: Du warst objektiv. Du hast einen kühlen Kopf behalten, als du Moody überredet hast, sie sich einen Mentor suchen zu lassen. Sie hätte nicht weiter alleine unterwegs sein dürfen.", meinte er beruhigend. „Es war genau der richtige Zeitpunkt für sie. Sie will es, unbedingt, aber ihre Skrupel, ihr Gewissen, ihre Gefühle als Mensch lassen sie zögern. Wenn sie erst das Große, Ganze sieht, wird sich ihre Motivation verändern und ich verspreche dir, dann wird sie dich irgendwann in die Knie zwingen.", er holte tief Luft.
„Du meinst, ich habe richtig gehandelt?", fragte er.
„Wie immer.", schnaubte Sirius darauf. „Und diese Meinung habe ich Moody bereits mitgeteilt, der reichlich unzufrieden mit mir wurde und mich auf ein Himmelfahrtskommando in Antwerpen geschickt hat.", fügte er missbilligend hinzu.
„Ich wusste, du riechst nach Gras.", gab er darauf zurück.
„Und ich habe dir auch welches mitgebracht, aber da ich weiß, dass du nicht rauchst, habe ich es schon aufgeraucht.", gluckste er. In diesem Moment erschien Lily auf der Bildfläche, die erstarrte, als sie James sah, ließ sich dennoch auf die andere Seite des Tisches fallen. „Hey, Evans.", grüßte Sirius sie amüsiert.
„Hey.", grüßte sie zurück. „Habe ich deine Nachricht verpasst?"
„Welche Nachricht?", ihr Blick fiel auf James.
„Ich weiß nicht, vielleicht hast du abgesagt?", er schüttelte seinen Kopf.
„Uh – nein, nicht wirklich, aber das Mentor-Gespräch können wir auch nach der Pause führen.", schlug er vor.
„Nach der Pause hat sie Unterricht.", erwiderte er. „Bei mir, genau genommen. Und ich will euch auch gar nicht aufhalten, macht ihr nur. Ich habe getan, was ich heute tun wollte.", Sirius und er grinsten sich kurz an. „Bis später, Evans."
„Bis später, Mr Potter.", antwortete sie steif.
„Ich komme heute Abend vorbei, dann kannst du mir vielleicht die ganze Geschichte erzählen.", schlug Sirius vor.
„Mh, vielleicht. Ich bin noch bei Marlene. ...aber ihr macht das nichts, sie ist nämlich heute Abend meiner Information nach gerade in Brüssel.", antwortete er.
„Mh... Brüssel.", sinnierte Sirius daraufhin grinsend, da griff James nach seiner Tasche und überließ die beiden ihrem Mentor-Gespräch.
