Dean seufzt: „Bist du wirklich sicher, dass du nicht mitkommen willst?" John muss beim hilfesuchenden Blick seines Sohnes schmunzeln, ruhig erklärt er: „Ganz sicher." Dean stöhnt leise. John geht zu ihm und lächelt aufmunternd: „Morgen Nachmittag fahren wir wieder los… Du und Sam… ihr braucht ein wenig Zeit für euch…" „Aber du und Sammy…", Dean sieht ihn vorsichtig an, aber John meint: „Wir kommen viel besser miteinander klar… Aber lass uns noch ein bisschen Zeit." Er nimmt das Hemd, das auf dem Bett liegt und hält es Dean hin: „Und jetzt zieh dich an. Sam wird gleich kommen und dich abholen." Dean zieht das Hemd an und knöpft es zu, dann geht er ins Bad. Er parfümiert sich ein bisschen und zupft die Haare zurecht, als es auch schon an der Tür klopft.
John geht hin und öffnet: „Hallo Sam, komm rein, Dean ist gleich soweit." „Prima." Dean kommt aus dem Bad und sieht Sam unsicher an: „Muss ich wirklich?" „Ach komm schon, Deano. Du gehst doch sonst auch gerne in Bars." „Erstens: Geh ich meistens in eine Bar um zu trinken… was Dad mir aber gebieterisch untersagt hat." Sam nickt: „Sehr vernünftig." John grinst Sam an: „Ein oder zwei Bier sollten okay sein, aber kein Whiskey oder ähnliches." „Ich pass schon auf ihn auf."
„Hallo. Ich bin hier, ich kann euch hören." Sam rollt mit den Augen: „Wissen wir Dean. Ist das der einzige Grund?" „Nein." Dean hebt ausufernd die Hände: „Normalerweise mach ich da Bräute an." „Bräute?", John sieht Sam kopfschüttelnd an, der zuckt mit den Schultern: „Keine Ahnung, woher er immer solche Ausdrücke hat." „Also von mir lernt er so was nicht." „Argh. 'Er' ist immer noch hier." „Ja, Dean…", Sam seufzt und erklärt: „Da werden auch Frauen sein." „Du sagst es… Frauen… Ich… Sonst sind es Mädchen…" Sam schüttet den Kopf und grinst: „Ach Dean. Die mögen deinen Charme genauso sehr wie die Mädchen." Dean verzieht den Mund. Sam seufzt: „Los jetzt, wir gehen einfach mal." Dean nickt ergeben: „Also gut." „Seid nicht zu spät zurück.", John grinst. Dean macht sich bereit, als würde er in einen Kampf ziehen, als er Sam zum Impala folgt.
John sucht sein Handy und meint kurz darauf: „Hallo Bobby." „Wie geht's Dean?" John muss schmunzeln. Was wäre er nur ohne Bobby? Und noch wichtiger: Was wären Dean und Sam ohne Bobby? Er weiß, dass er seinem Freund viel zu verdanken hat. Nachdem John nun endlich von Deans Kummer weiß, und wie Bobby sich gekümmert hat, schätzt er Bobby noch mehr. John lächelt, während erwidert: „Gut. Gestern war er noch ein wenig müde. Aber heute geht's ihm schon besser. Als ich ihm gesagt hab, dass er sich Nachmittag ein wenig hinlegen soll, hat er wieder lauthals protestiert." „Aber er hat's getan?" „Natürlich Bobby. Er wollte erst mit Verbissenheit die Augen aufhalten, am Ende ist er dann aber doch eingeschlafen." John seufzt kurz, als er an das Bild, das sein Sohn abgab, zurückdenkt.
Er reißt sich zusammen: „Er hat ganz ruhig und tief geschlafen." „Dann hat er das Schlimmste hinter sich.", meint Bobby erleichtert. „Ja, sieht so aus… Bobby Danke…" „Pass einfach gut auf den Jungen auf. Jetzt weißt du ja Bescheid. Er kann richtig giftig werden und sich zurückziehen… aber pass auf das er sich nicht ganz vernachlässigt." „Mach ich schon. Keine Sorge. Sam hat mir auch versprochen Dean, im nächsten Jahr, anzurufen… Vielleicht kommen Dean und ich aber auch wieder her… Wir werden sehen." Bobby nickt zufrieden: „Sehr schön. Macht das. Und kommt mich wieder besuchen, wenn wir in der Nähe sind." „Machen wir. Wir wollen jetzt erstmal Richtung Texas." „Pass gut auf dich und den Jungen auf. Bis bald." „Mach ich. Danke noch mal, Bobby. Wir sehen uns."
John legt auf und setzt sich an den Tisch. 'Ich bin so froh, dass es Dean wieder gut geht, Mary. Ich versteh immer noch nicht, warum ich nichts mitbekommen hab… Aber ich hab auch verstanden, dass Vorwürfe nicht helfen… In Zukunft werde ich für Dean da sein und ich hoffe einfach mal, dass er es zulassen wird.'
Sam dirigiert Dean durch die kleine Stadt, in eine gemütliche Studentenkneipe von Palo Alto. Dean seufzt, als er aussteigt. Sam klapst ihm kurz auf den Rücken: „Entspann dich." Dean rollt mit den Augen und folgt Sam hinein. Zielstrebig geht der zu einer kleinen Gruppe. Die jungen Männer und Frauen begrüßen ihn herzlich. Sam dreht sich zur Seite und legt einen Arm auf Deans Schulter: „Das ist mein großer Bruder, Dean. Er ist zu Besuch hier." Dean hebt grüßend die Hand und nickt in die Runde: „Hi." Ein paar der Frauen lächeln ihm zwinkernd zu und Dean entspannt sich langsam. Eine der Frauen rückt einen Stuhl beiseite: „Komm, setz dich zu mir. Erzähl mir was über Sam." Dean grinst und nimmt Platz: „Sammy…" „Warte, du darfst das sagen? Wenn jemand von uns ihn so genannt hat, dann haben wir einen Blick bekommen… ouh…" Dean grinst Sam an: „Nur ich darf das. Nicht Sammy." Sam schmunzelt und erwidert: „Na klar, Deano." „Deano, oh wie süß." Dean schließt beschämt die Augen und versucht schnell das Thema zu wechseln.
Sam sieht sich um und sieht Steve an der Bar. Er geht zu ihm: „Hi Steve." „Hallo Sam." Er dreht sich kurz zu Dean um und meint: „Deinem Bruder geht's wieder gut?" „Ja", Sam nickt erleichtert: „Vorgestern hat Dad ihn im Bett gehalten und Dean hat ausnahmsweise sogar nichts dagegen gesagt. Das zeigt wohl wie sehr sein Körper am Ende war… Gestern ging's ihm schon besser, aber Dad hat ihn nicht allein gelassen und ich war am Abend dann bei ihnen. Heute ist Dean schon fast wieder er selbst. Dad merkt noch ein bisschen auf ihn und hat ihm starken Alkohol verboten… aber er war einverstanden, als ich gesagt hab, ich möchte gerne mit ihm ausgehen." „Dein Dad macht das schon richtig. Man darf es nicht auf die leichte Schulter nehmen." Sam nickt: „Das machen wir nicht… Ich bin so dankbar, dass er wieder okay ist.", er lächelt Steve an: „Danke noch mal." Steve schüttelt den Kopf und lächelt zurück: „Gern geschehen. Stellst du ihn mir vor?"
Sam grinst und geht zu dem Tisch, an dem Dean sitzt. Er beugt sich zu seinem Bruder und meint: „Ich möchte dir jemanden vorstellen." Dean, der sich gerade unterhalten hat, sieht ihn Stirn runzelnd an: „Jetzt?" „Komm schon, wir sind noch länger da." Dean nickt, er sieht die Frauen an und erklärt: „Mein Typ wird verlangt, Ladies. Aber nicht weggehen." Die Frauen schmunzeln und schütteln den Kopf.
Sam dirigiert Dean zur Bar und bleibt neben Steve stehen: „Dean, das ist Steve Kane. Er ist der Arzt, den ich gerufen hab." Sam zwinkert Steve zu: „Steve, mein Bruder Dean. In voller Gesundheit und in der Blüte seines Lebens." Dean wirft Sam einen kurzen, verwirrten Blick zu. Steve lächelt: „Hallo, es freut mich, dass wir uns noch mal sehen." „Ich danke dir, dass du mich wieder auf die Beine gebracht hast." „Es war mir ein Vergnügen." Dean wundert sich, warum Steve ihn so komisch ansieht, als der meint: „Du hast wirklich wunderschöne Augen." Dean runzelt die Stirn, von Frauen oder Mädchen hört er das ja ab und an… aber von einem Mann. Er nickt und lächelt unsicher: „Danke." „Und ein wunderschönes Lächeln." Dean wendet sich Sam zu und sieht ihn unsicher an.
Sam entschuldigt sie bei Steve und geht mit Dean ein wenig abseits. Dean sieht ihn unsicher an: „Dein Kumpel… wenn mich nicht alles täuscht dann… will der mich anmachen." Sam schmunzelt: „Er weiß schon, dass er bei dir keine Chance hat. Aber er kann es eben nicht ganz lassen.", er erklärt: „Ich hab Steve als Belohnung für seine Arbeit versprochen, dass er dich kennen lernen darf. Genauer gesagt, wollte er deine Augen live sehen." Dean stöhnt leise. Sam lacht: „Steve beißt nicht. Komm, lass uns wieder zu den anderen gehen."
Dean hält ihn noch kurz am Arm fest und meint offen: „Danke Sammy… für alles was du in den letzten Tagen für mich getan hast." Bevor Sam noch was erwidern kann, ist Dean schon wieder bei den Frauen und unterhält sich fröhlich mit ihnen. Sam lächelt. 'Was will ich mehr, als Dean so gelöst und glücklich zu sehen.'
