Hallo ihr da draußen,
da bin ich wieder und hier kommt das nächste Kapitel. Kam heute frisch von meiner Beta zurück (Ganz lieben Gruß an dieser Stelle an Cori).
Hat leider etwas länger gedauert, aber ich denke es wird euch entschädigen.
Habt Dank für euere Reviews.
Draußen tobt grade ein Orkan. Das richtige um sich in einer Gruselgeschichte zu vergraben. Die Fenster klappern, die Bäume bersten und der Wind heult.
Ein kleines Geheimnis wird heute geklärt werden. Aber nur ein Kleines.
Ihr wollt also alle wissen wen oder was Snape im Keller gefunden hat? Gucken wir mal was er da sieht. :)
ooo
ooo
Gustav
Nachdem Hermione sich in ihre Räume zurückgezogen hatte, kam wie so häufig Lissy noch einmal nachschauen, ob sie nicht noch etwas bräuchte.
„Nein, danke Lissy. Ich benötige nichts mehr für heute.", sagte Hermione. Doch kam ihr etwas in den Sinn was Lissy am Nachmittag gesagt hatte. „Du sagtest, dass du und Gordy auch erst vor ein paar Tagen hier eingetroffen seid? Wie lange arbeitet ihr denn schon in diesem Haus?" Hermione hatte zuvor angenommen, das die beiden Hauselfen sich schon länger um das Haus kümmerten.
„Oh, noch nicht sehr lang, Miss. Gordy und Lissy arbeiten für eine Hauselfenvermittlungsagentur.", sagte Lissy stolz. Hermione sah sie verblüfft an. „Ich wusste gar nicht dass es Vermittlungsagenturen für Hauselfen gibt." – „Gibt's auch noch nicht allzu lange. Erst seitdem die Organisation B.ELFE.R für die Rechte der Hauselfen eintritt. Es gibt noch nicht viele Elfen die die Hilfe der Organisation annehmen, aber Lissy ist froh dass es sie gibt. Lissy ist jetzt viel selbständiger und bekommt Gehalt. Gordy ist noch nicht ganz so weit, Gordy meint Gehalt stände ihm nicht zu und will es nicht annehmen, aber Gordy biegt sich Lissy schon zurecht. Wäre Lissy nicht, dann wäre Gordy jetzt bestimmt... Oh, Lissy will gar nicht daran denken." Sie richtete ihre Augen nach Oben und schüttelte den Kopf. Dann richtete sie ihre Agen wieder auf Hermione und erklärte weiter: „Die Kanzlei Brix & Brix nimmt unsere Agentur des Öfteren für verschiedene Haushinterlassenschaften in Anspruch. Sind zwei Tagen vor den Herrschaften angekommen um das Haus soweit herzurichten."
Hermione war erstaunt und auch glücklich über Lissys Aussage und schmunzelte: ‚Was würde die Lissy wohl sagen wenn sie wüsste wer die Präsidentin von B.ELFE.R war?' Lobend sagte sie: „Ihr habt großartige Arbeit hier geleistet. Man könnte meinen ihr kümmert euch schon seit Jahren um das Haus."
Lissy schüttelte energisch ihren Kopf. „Ist nicht Lissys und Gordys Verdienst. Das Haus war nie lange bewohnt, und trotzdem sieht's hier wirklich aus als wären hier schon immer Hauselfen gewesen. Es war hier viel sauberer als es sein dürfte, wo hier so lange niemand lebte. Besonders dieses Zimmer hier, Miss. Es war als wenn es nur auf Miss Hermione gewartet hat." Bedauernd fügte sie hinzu: „Lissy hat eigentlich gar nichts hier in diesem Raum machen müssen." Dann strahlte die Kleine übers ganze Gesicht, als sie sagte: „Aber Lissy hat das Geheimnis gelöst! – Ja! - Lady Estelle hatte Hauselfen! Sie kümmern sich immer noch ums Haus, Lissy hat sie gesehen! Sie kümmern sich nicht um die Hausbewohner, sie haben kein Interesse an ihnen, manche waren ja eh nur Muggel. Sie warten das Lady Estelle wieder kommt. Ist das nicht verrückt! Die ist doch schon lange tot." – „Wo sind diese Hauselfen Lissy?" – „Weiß nicht genau, vielleicht in der Küche oder im Keller oder auf dem Dachboden. Sie sind schnell weg als Lissy kam. Sie wollen nicht gefunden werden. Haben Lissy nur misstrauisch beäugt und gesagt, das schon mal Zauberer mit ihren Hauselfen da waren, diese Hauselfen sind aber wieder gegangen und wir sollten auch gehen und unsere Menschen mitnehmen. Sind bestimmt auch nicht mehr die gleichen, sind bestimmt Kinder und Kindeskinder von Lady Estelles Hauselfen. Sie wollen nichts mit Menschen zu tun haben. Auch wenn Sie sie suchen sollten Miss, Sie werden sie nicht zu Gesicht bekommen." Lissy nickte ernst.
ooo
Zwei kleine Gestalten saßen auf Schemeln an einer leeren hölzernen umgedrehten Obstkiste die als Tisch diente. Einer trug Tücher, die einmal Geschirrtücher oder Putzlappen gewesen waren. Der andere trug etwas das an Kinderkleidung erinnerte. Sie hatten ihn noch nicht bemerkt. Er hatte das Licht seines Zauberstabes gelöscht, so war die einzigste Lichtquelle im Raum die Kerze auf dem provisorischen Tisch der beiden und der kleine goldene Spalt der aus der kleinen runden geöffneten Ofentür leuchtete.
„Karo acht!" – „Mist! Du mogelst doch." – „Hab einfach nur die besseren Karten." Dann blickte die kleine Gestallt die ihm zugewandt war in seine Richtung - der kleine Kerl hatte ihn bemerkt. Der, der ihm den Rücken zuwandte hatte, noch nicht. Der andere schrie: „Ein Mensch! Schnell weg hier!" Mit einem Plop verschwand er. Der andere, in Kinderkleidern, schien noch nicht richtig registriert zu haben was los war. Severus konnte einige leere Flaschen Butterbier neben der Kiste liegen sehen. „Was is'n los?"
Snape packte den Hauselfen. „He was soll'n das? Loslassen!", schrie der. Snape hatte inzwischen das Licht an seinem Zauberstab wieder entzündet und hielt es ihm ins Gesicht. „Wer bist du?", fragte Snape den Elfen scharf. Der Hauself schien nun erkannt zu haben wer ihn gepackt hatte. Vom Butterbier berauscht sagte er übermütig: „Ah, wenn das nicht Lord Snape ist. Gustav wünscht euch Willkommen zu Hause Lord Snape."
„Gut du kennst meinen Namen, aber der Lord dieses Hauses bin ich nicht." – „Wie ihr meint, mein Lord.", sagte Gustav spöttisch. Es war sinnlos mit einem betrunkenen Hauselfen zu streiten. Aber vielleicht war er dadurch redseliger, dachte sich Snape. „War 'ne nette Vorstellung heute in Lady Estelles Zimmer." Gustav lachte: „Danke."
„Was sollte das?", zischte Snape. „War doch lustig, oder? Niemand hat das Recht in den Räumen von Gustavs Lady zu sein, nur die Lady der Gustav dient!" Der Hauself grinste vom Alkohol enthemmt. „Du bist ein Hauself und somit dem Herrn dieses Hauses verpflichtet und nicht seinen Gästen!", fauchte ihn Snape an. Gustav kicherte. „Gustav ist ein Hauself! Aber - nicht diesem Haus verpflichtet!" Damit machte es Plop und er disapparierte.
ooo
Nachdem Severus einige Zeit später in seinem Bett lag musste er immer wieder an Hermione denken. Warum spukte sie ihm nur so im Kopf herum, fragte er sich schon die ganze Zeit. Und er kam immer wieder zu dem Schluss dass es das Haus war, was dies bewirkte. Er sah das Bild wie sie als Estelle auf der Gesellschaft auf ihn zuging. Wie er sie berührte und für ewig mit ihr zusammen sein wollte. Und er konnte auch nicht das Bild ihres ersten Abends in diesem Haus vergessen. Ihre Berührungen ließen ihn noch in der Erinnerung erzittern. Er merkte wie sein Wunsch sie wieder zu spüren unermesslich wuchs. War es wirklich das Haus? Oder steckte doch noch etwas Anderes dahinter?
ooo
Hermione lag wie am Abend zuvor in ihrem Bett und las. Jemand hatte dafür gesorgt, dass sie in ihren Räumen bleiben konnte und sie war sich ziemlich sicher, das die Hauselfen etwas damit zu tun hatten die Lissy erwähnt hatte. Wieder war sie innerlich unruhig. Sie musste immer wieder an Snape denken. Sie legte das Buch wie am Abend zuvor weg, löschte die Lichter mit einem Schwenk ihres Zauberstabs und kuschelte sich in ihr Bett. Und wieder konnte sie nicht schlafen. Da sie unentwegt an Snape denken musste. Wie sehr wünschte sie sich, dass er bei ihr war, sie küsste, mit ihr schlief.
Ihr Verlangen nach seinen Berührungen wuchs. Und sie gab wieder ihrem inneren Drang folgend nach und stand auf. Diesmal zitterte sie noch mehr, als ihr Herz abermals heftig klopfte. Doch sie ging entschlossener als am Vortag auf die Tür zu.
Alles in ihr sehnte sich einfach nach ihm. Diesmal würde sie nichts aufhalten. Sie stand vor der Türe und berührte sie mit ihren Fingern. Sie atmete tief durch und dann riss sie ihre Türe auf und- ... sie wäre beinahe in den Mann rein gelaufen der dort stand. Jemanden der sie mit zwei unendlich dunklen Augen anstarrte in denen sie die gleichen Fragen sah die ihr auch durch den Kopf gegangen waren.
Im nächsten Moment machte Severus einen Schritt auf sie zu in ihr Zimmer rein. Er schloss die Türe ohne den Blick von ihr zu nehmen. Und im nächsten Moment riss er sie in seine Arme und küsste sie leidenschaftlich. Ihr Morgenmantel fiel zu Boden und sie schlang ihre Arme um ihn und vergrub ihre Hände in seinem Haar. Sie fühlte mit wachsender Begierde wie seine Hände über ihren Körper fuhren, während seine Zunge fast fordernd ihren Mund erkundete.
Hermione spürte wie Severus sie unter seinen wilden Küssen hochhob und sie zu ihrem Bett trug, wo er sie absetzte. Sie beobachtete ihn schwer atmend wie er seinen Morgenmantel abstreifte und ihn achtlos zu Boden fallen ließ. Auf seinen Pyjama hatte er diesmal gänzlich verzichtet. Ihr Blick glitt über seinen sehnigen etwas zu schlanken Körper. Das letzte Mal hatte sie sich nicht so viel Zeit genommen um ihn nackt wie er war zu bewundern. Das Kaminfeuer umspielte seine Gestallt mit Licht und Schatten. Ihr gefiel was sie sah.
Er kam dicht an sie heran und schob ihr dünnes seidenes Nachthemd hoch und half ihr es auszuziehen. Nun sah er sie genauso an wie sie ihn: Voller Leidenschaft und Begehren.
Sie streckte ihm ihre Hand entgegen um ihn zu sich aufs Bett zu ziehen. Und er ließ sich nicht zweimal darum bitten. Er glitt sofort als er diese ergriffen hatte zu ihr hinunter und küsste sie erneut. Unter seinem Druck sank sie aus ihrer sitzenden Position tief in ihre Kissen hinunter und er über sie.
Seine Hände wanderten über ihren nackten Körper während sein Mund wieder den ihren fand. Langsam ließ er jedoch mit seinen Lippen von ihrem Mund ab und wanderte an ihrem Hals entlang den er saugend und leckend neckte. Sie konnte ihn spüren wie er an ihrer pulsierenden Halsschlagader hinableckte, während sie seine Finger an ihren Büsten spürte, welche diese liebkosten und ihre Brustwarzen umkreisten. Seine Zunge ging immer weiter an ihr runter auf Wanderschaft, bis sie ebenfalls ihren anderen vor Erregung hart gewordenen Nippel umkreiste. Doch auch löste er sich irgendwann und einige Zeit darauf kreiste seine Zunge um ihren Bauchnabel.
Severus Zunge glitt weiter runter. Er drückte ihre Beine auseinander, hörte kurz auf um dann an ihren Fußknöcheln weiter zu machen. Er arbeitete sich nun nach Oben vor. Hermione ließ ein lautes Aufstöhnen erklingen als er immer weiter über ihre Oberschenkel hoch glitt. Sie reckte sich ihm entgegen, ihre Erregung wuchs ins unermessliche als er nun ihr Lustzentrum, zu dem er sich vorgearbeitet hatte, umspielte. Ihr Atem kam stoßweise.
Hermione stand kurz davor ihre Lust hinaus zuschreien, als er seine Finger mit seiner Zunge ersetzte, die anfingen sie noch tiefer zu erkunden. Im nächsten Moment spürte sie wie sich sein Gewicht verlagerte und er nun wieder über ihr lag. Während seine Finger sie weiter reizten. Sie öffnete ihre Augen einen spaltbreit und sah ihn an. Sah in die Tiefen seiner dunklen Augen in denen sie eine unersättliche Gier nach ihr fand. Er wollte sie. Er wollte sie jetzt und für ewig. Und sie wollte ihn: Severus Snape!
ooo
Als Severus aufwachte sah er Hermione noch friedlich neben sich schlafen. Sie war dicht an ihn gekuschelt. Irgendwie war es für ihn ein vertrautes Gefühl neben ihr aufzuwachen. Und er mochte dieses Gefühl. Er beugte sich etwas zu ihr herunter und kurz vor ihrem Ohr flüsterte er: „Ich liebe dich Hermione Granger." Dann näherte er sich ihr noch weiter und leckte an ihrem Ohrläppchen bis sie erwachte. Die Stimulation an ihrem Ohr wie die seiner Hand die auf Erkundungstour über ihren Körper wanderte, über ihren Bauch, zwischen ihre Schenkel, beschwor die Erregung der vergangenen Nacht schnell wieder in ihr herauf. Und bald schon lagen sie wieder in einer leidenschaftlichen Umarmung.
Nachdem sich ihrer beider Atem sich wieder etwas beruhigt hatte fiel sein Blick auf eine Türe. Er könnte schwören dass sie in der Nacht geschlossen gewesen war, doch nun stand sie offen. Neugierig geworden stand er auf. Er ergriff seinen Morgenmantel der noch immer auf dem Boden lag und zog ihn über. Dann ging er zu der offenstehenden Tür.
Nachdem er am Abend zuvor diesen Hauselfen getroffen hatte der ihn mit Lord Snape angesprochen hatte, wunderte er sich nicht darüber was er sah. Das waren wohl die Räume des Herrn dieses Hauses. Die Hauselfen hatten sie hergerichtet und seine Sachen über Nacht reingebracht. Er schaute sich um. Die Räume boten die gleichen Annehmlichkeiten wie Hermiones Räume.
Hermione war inzwischen ebenfalls hinter ihm in den Raum getreten, auch sie sah sich erstaunt um. Er sollte ihr von den anderen Hauselfen berichten.
ooo
Einige Stunden später waren Severus und Hermione alleine beim Frühstück. Harry und Ginny hatten beschlossen in ihrem Zimmer im Bett zu essen. Lissy rümpfte darüber die Nase.
Snape biss ein Stück seines Honigbrötchens ab, noch beim Kauen erwähnte er etwas beiläufig: „Wusstest du das wir mehr als zwei Hauselfen im Haus haben?" Hermione schaute auf: „Lissy erwähnte so was, aber sie wollen mit niemanden was zu tun haben. Ich nehme an, das gestern in meinem Zimmer war eine Art Protestaktion von ihnen. Nur Hauselfen können ein Zimmer genauso schnell verwüsten, wie sie es hinterher auch wieder sauber machen können. Sogar die Reste Tomatensuppe die sie als Blut verwendet haben, haben sie gründlich wieder aus dem Duschkopf entfernt. Aber man konnte sie hören oder zumindest das Wasser welches sie zum saubermachen aufgedreht hatten."
„Ja, diese Hauselfen haben eine seltsame Art von Humor. Und dieser Hauself Gustav mit dem ich gestern Abend gesprochen hab, war schon recht eigenartig. Er trug Kleidung, so eine Art Latzhose und ein T-Shirt, wie für ein Kleinkind gemacht. Schon recht zerschlissen und ausgebleicht. Wenn man ihn nicht damit freigelassen hat, hat er es wohl irgendwo gestohlen. Er sagte auch, das er nicht zu diesem Haus gehört, aber er scheint Lady Estelle zu dienen und damit wohl mehr oder weniger dir. Jedenfalls scheint er zu glauben, das du seine Herrin bist."
Nach Snape's Ausführung schaute Hermione ihn mit weit aufgerissenen Augen an. „Was ist? Geht's dir nicht gut?", fragte er besorgt. „Ich habe mich gerade an etwas erinnert. Aus meiner Kindheit. Als ich klein war, ich war nicht älter als drei oder vier, da hatte ich einen seltsamen Freund. Ich hab ihn später einmal gegenüber meinen Großeltern erwähnt, doch sie sagten dass ich mich an eine alte hässliche Puppe erinnere, nichts weiter. Diese Puppe, die irgendwie – ja wirklich, wie ein Hauself aussah - hieß Gustav! Und ich hab ihm meine alten Sachen angezogen, darunter war auch eine Latzhose." – „Sie machen B.ELFE.R wirklich alle Ehre, Miss Granger.", lachte Severus. „Du hast als Kleinkind schon damit angefangen Hauselfen zu befreien?" Snape grinste übers ganze Gesicht. Hermione schaute etwas verlegen und maulte in ihren Kaffee: „Ich wusste doch nicht mal was ein Hauself war."
TBC
ooo
Das nächste Kapitel wird das längste in dieser Geschichte sein. Das Finale!
Die Situation wird sich zuspitzen. Wird es Tote geben? Wird der Fluch gebrochen? Last euch überraschen.
