Disclaimer: der Plot ist unser – der Rest gehört JKR... und wie immer gibt's für uns kein Geld dafür.
Tja, nachdem ff.net erst jetzt wieder funktioniert, gibt's auch erst jetzt das "Freitags-Update". Sorry, aber wir können echt nichts dafür!
@Severin – wir wünschen dir einen wundervollen Urlaub! Dann also bis zum 03.08.! Ja ja, die Gryffindors kommen bei uns erstmal nicht so besonders gut weg... *grün-silberne fähnchen schwenk* und *'slytherinvor'brüll*
Und unser Dank gilt auch dieses Mal wieder unseren treuen Reviewern:
SilentRose, James-Li (slash – naja, immerhin haben sich die Jungs gegenseitig Sex mit ihren Lehrern vorgeworfen...), Vanillia, Kirilein und mortianna
The Green Side of Life
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by The Slytherin Sisters
(Lorelei Lee & Toyo Malloy)
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Chapter eleven
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Es war am Samstagabend des Hogsmeade- Wochenendes, als die Tür zu Remus' Büro schwungvoll aufgerissen wurde, Severus Snape eintrat und die Tür hinter sich wieder mit Nachdruck schloss. Remus war bei dessen Eintreten zusammengezuckt und hatte einen roten Tintenklecks auf der Hausarbeit eines Ravenclaw hinterlassen, die er gerade korrigierte. Beim Anblick des Zaubertränkemeisters fing sein Herz an unkontrolliert zu pochen, doch Remus schob das auf den Schreck und versuchte, es zu ignorieren.
"Haben Sie eigentlich keine Uhr, Lupin", herrschte Snape ihn an und warf einen mürrischen Blick auf Remus' Armbanduhr und einen weiteren auf die Pendeluhr an der Wand.
"Sie hatten gesagt, Sie wollten um 9 Uhr in mein Büro kommen um sich Ihren Wolfsbanntrank abzuholen. Ich habe auch noch etwas Anderes zu tun, als herumzusitzen und auf Sie zu warten", ergänzte er ärgerlich. Remus' Augen waren Snape's Blick schuldbewusst gefolgt. Die Pendeluhr zeigte unerbittlich an, dass es schon nach 10 Uhr war und Remus biss sich kurz auf die Unterlippe.
"Es tut mir leid, Severus", antwortete er zerknirscht. "Ich habe nicht auf die Zeit geachtet." Doch das war nur die halbe Wahrheit und Remus wusste es. Tatsächlich hatte er den Zeitpunkt seines unvermeidlichen Zusammentreffens mit dem Zaubertränkelehrer hinauszögern wollen. Schon der Gedanken, allein mit diesem Mann in einem Zimmer zu sein, weckte Gefühle in Remus, die ihm unheimlich waren. Wie konnte es sein, dass ihn ausgerechnet dieser Mann so aus der Ruhe brachte? Und was würde erst Sirius dazu sagen, wenn er hörte, dass er auch noch den Mann verteidigt hatte, wegen dem sie beide über die Jahre hinweg nichts als Ärger gehabt hatten?
"Das habe ich gemerkt", entgegnete Snape kühl und stellte den Becher, den er die ganze Zeit in der Hand gehalten hatte so heftig auf den Tisch, dass der Trank fast übergeschwappt wäre. Remus zuckte zum zweiten Mal zusammen und wusste, dass die Hitze, die an seinen Wangen empor stieg nur bedeuten konnte, dass er rot wurde.
Zu seinem Glück hatte sich Snape abgewandt und Remus atmete einmal tief durch. Er nahm den Becher und trank ein paar Schlucke, wobei er unwillkürlich eine Grimasse zog.
Egal, wie oft er dieses Zeug schon getrunken hatte, an diesen Geschmack würde er sich nie gewöhnen können. Während er trank beobachtete er verstohlen seinen Kollegen, der, die Hände auf den Rücken gelegt, das Sammelsurium auf Remus' Bücherregalen betrachtete.
"Ich wollte ohnehin noch etwas mit Ihnen besprechen", äußerte Snape unvermittelt, jedoch ohne sich umzudrehen. Seine Stimme floss durch den Raum wie schwarze Seide und nahm Remus völlig gefangen. Er konnte sich nicht mehr auf den Inhalt der Worte konzentrieren, sondern lauschte stattdessen nur noch auf ihren Klang und er fragte sich, warum ihm noch nie aufgefallen war, was für eine betörende Stimme dieser Mann hatte. Doch da wurde der Tonfall lauter und schärfer und Remus hatte das Gefühl mit einem leisen ‚Plopp' in die Gegenwart zurückzukehren.
"Haben Sie mir überhaupt zugehört, Lupin?" fragte Snape im gleichen Ton, mit dem er auch unaufmerksame Schüler im Unterricht in Angst und Schrecken versetzte. Er musterte den Werwolf mit einem skeptischen Blick. Hatte da nicht gerade ein merkwürdig träumerischer Ausdruck in Lupin's Augen gelegen? Doch egal, was es vielleicht gewesen war, jetzt war es verschwunden und der Werwolf starrte ihn kurz aus weitaufgerissenen Augen an, bevor er den Blick senkte.
Remus spürte, dass er schon wieder errötete. Er ärgerte sich darüber, doch er schien im Moment nichts dagegen tun zu können. So kurz vor Vollmond war es ihm oft nicht möglich, seine Instinkte ausreichend zu kontrollieren.
"Nein, tut mir leid, Severus. Ich war wohl für einen Moment abgelenkt", entschuldigte er sich lahm und hätte sich im selben Moment am liebsten die Zunge abgebissen.
Snape hob eine Augenbraue.
"Abgelenkt?" fragte er ungläubig, doch mit ironischem Unterton. "Merlin gebe mir Geduld", sagte er halb zu sich selbst und verdrehte kurz die Augen. Dann richtete sich sein bohrender Blick wieder auf Lupin, der vor lauter Verlegenheit nicht wusste wo er hinsehen sollte und daher ohne weitere Grimassen den Becher leer trank.
"Ich wollte mit Ihnen noch über diesen ominösen Punktabzug der Gryffindors sprechen", sagte Snape unvermittelt und beobachtete interessiert, wie sich Remus bei diesen Worten an seinem Trank verschluckte.
"Daran ist überhaupt nichts ominös", hustete Remus.
"Ach, tatsächlich?" fragte Snape gedehnt und sah Remus abwartend an.
"Es ist vorbei und ich wüsste auch nicht, warum es dich überhaupt interessieren sollte", behauptete Remus nachdrücklich und hoffte, dass das Thema damit vom Tisch wäre. Es war schon peinlich genug, dass Lucius ihn dabei beobachtet hatte – er würde garantiert vor Scham sterben, wenn er diesen Vorfall jetzt auch noch mit Snape diskutieren müsste. Doch sein frommer Wunsch ging nicht in Erfüllung.
"Ich habe aber nun mal dummer Weise die schlechte Angewohnheit mich für alle Angelegenheiten zu interessieren, die mich betreffen", entgegnete Snape kühl. Remus stöhnte verhalten und das Rot seiner Wangen vertiefte sich. Snape wusste Bescheid! Warum konnte ihn jetzt auf der Stelle nicht einfach ein Blitz erschlagen?
"Es ging mir dabei lediglich ums Prinzip, Severus", antwortete Remus mit einer Sicherheit, die er durchaus nicht empfand. "Ich hätte genauso gehandelt, wenn die Schüler schlecht über Minerva gesprochen hätten." Snape hob wieder seine Augenbraue.
"Wir wissen beide, dass dieser Fall höchst unwahrscheinlich ist", erwiderte Snape gedehnt. "Aber gut... Wenn es Ihnen nur ums Prinzip ging, dann ist es natürlich überflüssig, Sie darauf hinzuweisen, dass ich sehr gut selbst im Stande bin, mir bei den Schülern den nötigen Respekt zu verschaffen."
Er hatte dies leichthin geäußert, doch Remus kannte ihn lange genug, um die versteckte Drohung wahrzunehmen. Er seufzte leise. Severus würde sich wohl nie ändern. Remus nahm den Becher und hielt ihn Snape entgegen.
"Ich habe es nur gut gemeint", entfuhr es Remus unwillkürlich. Snape streckte seine Hand aus und für einen kleinen Moment berührten sich ihre Finger, bevor Snape den Becher an sich nahm.
Lupins Pulsschlag hatte sich bei diesem leichten Kontakt um ein vielfaches erhöht und in seinen Augen spiegelte sich etwas wie Sehnsucht und Erstaunen wider, was Snape mit leichter Verunsicherung registrierte.
"Seien Sie morgen Abend einfach pünktlicher", knurrte Snape, dann wandte er sich von Remus ab und verließ den Raum.
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In dieser Nacht konnte Snape lange nicht einschlafen. Was war eigentlich plötzlich mit allen los? Jeder schien es plötzlich gut mit ihm zu meinen. Erst Draco, dann Albus, Poppy sowieso – auch Lucius schien sich um ihn zu sorgen – und nun auch noch dieser absurde Werwolf!
Ohne es zu wollen kehrten seine Gedanken immer wieder zu genau diesem absurden Werwolf zurück, der sich in letzter Zeit noch viel irritierender benahm, als er es ohnehin schon tat. Snape dachte zu seinem eigenen Ärger viel zu intensiv über ihn nach. Dabei fiel ihm auf, dass sich Lupin's Verhalten tatsächlich verändert hatte. Bisher war er immer von enervierend guter Laune gewesen, ständig ein Lächeln auf den Lippen, ruhig, höflich, offen, ausgeglichen. Doch in letzter Zeit wirkte er befangen, sein Lächeln verhalten und sein völlig atypischer Temperamentsausbruch gegenüber die Gryffindors war drei Tage lang das am meisten besprochene Thema im Lehrerzimmer gewesen – natürlich nur, wenn Lupin und er selbst nicht anwesend waren, doch Snape hatte dennoch das Eine oder Andere aufgeschnappt und er wunderte sich, was wohl in den Werwolf gefahren war.
Ob es tatsächlich nur an dem nahenden Vollmond lag?
Snape dachte kurz an ihre gemeinsame Schulzeit zurück. Die Mädchen waren damals wie verrückt hinter James Potter und seiner Clique hergewesen, doch im Gegensatz zu Sirius – der nichts hatte anbrennen lassen – hatte Lupin nie wirkliches Interesse an ihnen gezeigt. Dies wiederum hatte flüchtig Snape's Interesse an dem Gryffindor geweckt.
Snape besann sich kurz auf Lucius' Bemerkung, dass er in der Schule ein gewisses Interesse für den Werwolf gehegt haben sollte – das war natürlich Blödsinn. Im Prinzip hatte er ja auch nur wissen wollen, warum der Junge so oft im Unterricht gefehlt hatte und wohin er jeden Monat verschwand. Doch als er seine Neugierde beinahe mit dem Leben bezahlt hätte, war sein Interesse – wenn man es denn so nennen wollte – genauso rasch erloschen, wie es aufgeflackert war.
Lupin war ein hübscher Junge gewesen – immer heiter, fröhlich, gutgelaunt. Doch auch damals hatte etwas wie ein Schatten über ihm gelegen – eine gewisse Befangenheit, die auch jetzt manches Mal wieder zu Tage trat. Snape wusste nun, dass dieses Verhalten während ihrer Schulzeit daher rührte, dass es Lupin belastete, seine Werwolf-Identität geheim halten zu müssen. Welches Geheimnis trug er wohl jetzt mit sich herum?
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tbc.
So, ich nehme an, dass die Wartezeit bis zum nächsten Chap nicht allzu lange dauert, da Toyo bestimmt heute abend (fahrplanmässig *gg*) am Computer sitzen wird.
Lorelei: äääh, Sev? Luc? Könntet ihr uns einen Gefallen tun?
Sev: warum?
Luc: Sev – sei doch mal höflicher!
Lorelei: könntet ihr kurz mal ff.net für ihre drei-tägige Unerreichbarkeit verfluchen?
