Original von Severus' vampiress

Übersetzung von Miss Lina

Disclaimer: Mir gehört hiervon natürlich gar nichts bis auf das Vergnügen, die Geschichte übersetzen zu dürfen.

Kapitel 11 – Veritaserum

Hermine schluckte und wandte sich wieder ihren Freunden zu, die sie anstarrten, als ob ihr ein zweiter Kopf gewachsen wäre.

„Hermine, hast du komplett den Verstand verloren", rief Ron und sah angeekelt drein. Harry beherrschte sich und sagte nur „Ich bin mir sicher, dass du etwas vor uns verheimlichst." Hermine seufzte und erzählte ihnen, was Dumbledore ihr geraten hatte und dass ihr keine andere Wahl geblieben war, als Snape zu heiraten.

„Sie haben dich gezwungen, Snape zu heiraten", sagte Ron. Das war die einzige Möglichkeit, die er sich vorstellen konnte. Harry legte seinen Arm beschützend um ihre Schultern und flüsterte so leise wie ganz leise in ihr Ohr: „Wir helfen dir da raus." Sie nickte und lächelte zaghaft.

„So", meinte Harry, diesmal hörbar, „hat er….irgendetwas getan?"

Hermine errötete zutiefst, schüttelte aber heftig den Kopf, um die beiden nicht zu beunruhigen. ‚Nebenbei', dachte sie bei sich ‚haben wir als Nächstes eine Doppelstunde Zaubertränke. Zeit, sich zu rächen!"

Draco stand in der Eulerei und sah der davonfliegenden Eule nach. Der Vogel trug einen Brief, der das Schicksal vieler Menschen besiegeln sollte. Draco biss die Zähne zusammen und lehnte sich aus dem Fenster. Er wusste genau, dass der nächste ankommende Brief eine Menge wichtiger Neuigkeiten bringen würde.

Hermine saß auf ihrem gewohnten Platz im Kerker – zwischen Harry und Ron. Sie unterhielten sich leise, hauptsächlich über verschiedene Arten, Snape im Schlaf zu vergiften, als Snape persönlich in den Kerker stürmte, seine schwarze Robe bauschte sich um ihn herum. Er drehte sich um und schaute alle an. Auf dem Goldenen Trio verweilten seine Augen ein bisschen länger als gewöhnlich, bevor er sich wieder seinem Pult zuwandte.

„Heute werden wir etwas über Veitaserum erfahren." Sein starrer Blick blieb an Neville hängen. „Natürlich nur, wenn ihr genug Hirn habt, um überhaupt in der Lage zu sein, etwas zu lernen." Neville wurde brennend rot und Hermine ballte ihre Fäuste unter dem Tisch. ‚Wie konnte er nur? Was gab ihm das Recht, so gemein zu jedem zu sein?'

„Veritaserum ist…"Hermine richtete sich auf, als ihr die Idee kam, auf welche Weise sie ihn genau so demütigen konnte wie er sie. Sie bemerkte den Becher mit heißem Kaffee auf seinem Pult und ein boshaftes kleines Lächeln umspielte ihre Lippen.

Snape sah sie an und seine Augen zogen sich zusammen. „Miss Granger, finden Sie etwas Amüsantes an dem bevorstehenden Tod aufgrund einer Überdosis Veritaserum?"

Hermine lächelte ihn unschuldig an. „Nein, Sir und mein Name lautet jetzt Mrs. Snape", berichtigte sie ihn lässig. Snapes Augen öffneten sich leicht, bevor er seine Gesichtszüge wieder unter Kontrolle hatte. Er biss die Zähne zusammen, während die Slytherins untereinander flüsterten und die Gryffindors lachten und er wurde sich klar darüber, dass er Hermine für ihre Äußerung nicht zur Rechenschaft ziehen konnte, denn theoretisch stimmte es ja. Er beschloss, ihren Kommentar - vorübergehend - zu ignorieren. Er drehte sich schnell um und durch einen Schlenker seines Zauberstabs erschienen die Zutaten und Anweisungen auf der Tafel.

„Ihr habt 20 Minuten, um ein überzeugendes Veritaserum zu brauen. Fangt jetzt an."

Jeder machte sich eilends daran, sich die Zutaten zu beschaffen. Hermine schnappte sich eine unbemerkt im Voraus eine Zaubertrankflasche. Die Klasse schickte sich endlich an, ihre Tränke zu brauen und 10 Minuten später hatte Hermine ihren Trank bereits fertig. Sie füllte ihn heimlich ab, als Snape nicht hinsah. Sie registrierte, dass Snapes Kaffeetasse noch immer halb voll war und dass er im Klassenzimmer umherging und die Kessel inspizierte. Hermine packte die Flasche heimlich mit einer Hand und streckte mit der anderen. Snape ging hinüber zu ihr und schaute in ihren Kessel.

„Ja, bitte, Miss….Hermine", er vermied damit, sie Mrs. Snape nennen zu müssen. „Es ist ausreichend." Hermine starrte ihn wütend an – der Trank war perfekt –aber sie hielt den Mund. „Holen Sie ein Fläschchen aus dem Schrank." Hermine stand auf und ging hinüber zu dem Schrank, der direkt rechts neben Snapes Pult stand. Sie nahm ein Fläschchen und entkorkte inzwischen hinter ihrem Rücken die volle Flasche. Als niemand zusah, goss sie ‚versehentlich' etwas davon in seine Tasse. Dann ging sie ruhig zu ihrem Platz zurück und lächelte in sich hinein.

Bald darauf ging Snape zu seinem Pult, nahm seine Tasse und führte sie an seine Lippen. Hermine grinste, als sie sah, dass er mehr als die Hälfte des Inhalts getrunken hatte. Snape runzelte die Stirn, als er bemerkte, dass irgendetwas nicht stimmte. Das Grinsen wich aus ihrem Gesicht, als er sie mit wuterfüllten Augen musterte und ihr zu verstehen gab, dass er genau wusste, was sie getan hatte. Se schluckte, als Snape aufstand und sich ihr mit großen Schritten zielstrebig näherte. ‚Oh-Oh', dachte sie sich und sie machte das Einzige, was ihr in dieser Situation in den Sinn kam.

Sie richtete mit lauter Stimme eine Frage an ihn. Die ganze Klasse konnte sie hören und ebenso seine Antwort darauf.