So, Ihr Lieben, weiter geht's!

Vielen herzlichen Dank an die treuen Reviewerinnen! Ich freue mich, dass den meisten die Story gefällt und hoffe, ich werde euch auch weiterhin nicht enttäuschen.

Aber jetzt zu der Frage, wie Snape auf die neue Situation (Hermine und Patrick) reagiert.

Kapitel 11: Befreundet

Nach jener bewussten Nacht erkannte Snape, dass Hermine sich wohl endgültig wieder gefangen hatte. Ihr Benehmen in der Nacht selbst und danach war Beweis genug dafür. Seine endgültige Bestätigung erhielt er auf der nächsten Hauslehrerkonferenz, als Professor McGonagall zum Thema Hermine Granger ausführte, diese habe sich bei ihr kürzlich für ihr Benehmen in den vorangegangenen Wochen entschuldigt und ihr Verhalten mit einer persönlichen Krise, die jedoch inzwischen vorbei sei, gerechtfertigt.

„Sie hat mir trotzdem ihren Rücktritt als Vertrauensschülerin angeboten, den ich jedoch – das Einverständnis der übrigen Hauslehrer und des Direktors vorausgesetzt - ablehnte. Von den Teilnehmern der Runde kam zustimmendes Gemurmel.

Außer von Snape, der sich gar nicht äußerte. Auf die Frage von Minerva McGonagall, ob er etwas dagegen hätte, antwortete er nur hämisch, dass ihn die Probleme von Teenagern nicht interessierten und er deshalb auch dieser Angelegenheit keine Aufmerksamkeit gewidmet habe. „Wenn sich Miss Granger in Ihrem Haus befunden hätte, Severus, dann hätten Sie ihr wohl Ihre Aufmerksamkeit schenken müssen!", entgegnete Professor McGonagall scharf.

„Aber Sie wissen, doch, Professor, dass sich in meinem Haus keine muggelgeborenen Zauberer befinden", entgegnete Snape sanft. Minerva McGonagall erwiderte nichts. Sie schluckte ihre Wut und ihren Drang, ihren Kollegen Snape zu ohrfeigen, hinunter.

Was es auch war, ich nehme an, es ist vorbei", schloss Professor Dumbledore das Thema in seinem salbungsvollsten Ton.

Tatsächlich war für Snape die Welt wieder in Ordnung – oder sollte es zumindest sein. Er hatte Hermine in jener Nacht davon überzeugt, dass die körperliche Liebe eine wunderbare Sache sein konnte. Die Angelegenheit war sogar noch viel besser gelaufen, als er es sich je vorgestellt hatte. Er war überaus überrascht gewesen von ihrer Reaktion auf seine Annäherungen. Als sie in seinen Armen aufwachte, hatte sie ihm sogar zu verstehen gegeben, dass sie noch mehr wollte! Er hatte sie zufrieden gestellt, nein, mehr als das, er hatte sie befriedigt.

Allerdings gab es in seinem wunderbaren Plan eine Kleinigkeit, die er nicht einkalkuliert hatte. In dem Moment, bevor sie vor Erschöpfung in seiner Umarmung eingeschlafen war, hatte Hermine ihn angesehen und ihn dabei so verzückt angelächelt, dass ihm heiß und kalt wurde und er das Gefühl hatte, er sei der glücklichste Mann auf Erden! In dem Moment hatte sich Severus Snape, seines Zeichens Hauslehrer von Slytherin, Spion, Oberfiesling, Zyniker in Hermine Granger, 17-jährige Gryffindor-Schülerin, Besserwisserin und Potter-Freundin verliebt!

Das konnte und durfte natürlich nicht sein! Zumindest am nächsten Tag nicht mehr. In dieser Nacht, ja, da war es etwas ganz anderes! Da waren sie zwei Menschen, die sich liebten. Nicht mehr und nicht weniger. Er hatte ein Gefühl des Stolzes verspürt, als sie ihm zu verstehen gab, wie sehr sie das Ganze genoss, aber seine Gefühle waren selbstverständlich nicht von Dauer. Das passte weder zu seinem Image noch zu seiner Vorgeschichte, noch zu seiner Zukunft, noch irgendwohin! Er würde das ganz schnell ablegen.

Ehrlicherweise gestand Severus Snape sich ein, dass Hermine Granger ein außergewöhnlicher Mensch war. Da war zum einen ihre große Intelligenz, ihre Begeisterungsfähigkeit für die Wissenschaft und ihre Geheimnisse sowie ihre Bereitschaft, viel für ihr Weiterkommen zu leisten. Hart dafür zu arbeiten beispielsweise, wenn andere ihre Freizeit genossen. Zu ihrem Wesen gehörte es, andere anzuleiten und ihnen zu helfen. Auch wenn er davon alles andere als begeistert sein konnte, sobald sich ihre Aktivitäten auf die Hilfestellung für Potters Unternehmungen bezogen! Natürlich nervte sie ihn auch oft genug mit ihrer Besserwisserei und ihrer Art, alles zu hinterfragen, aber im Grunde genommen schätzte er ihre Ernsthaftigkeit und ihre Willensstärke.

Der Tatsache, dass es sich bei Hermine Granger um eine muggelgeborene Zauberin handelte, maß Snape keinerlei Bedeutung bei. Er hielt den Kult um die „Reinblütigkeit" bei Zauberern für Schwachsinn, was durch dessen Anhänger selbst am besten bewiesen wurde. Wie viele Squibs gab es denn inzwischen bei den reinen Zaubererfamilien? Es wurden immer mehr. Und Typen wie Crabbe und Goyle waren alles andere als eine Zierde für die Zaubererschaft. Selbst Narcissa, die eine sehr schöne Frau war und Lucius Malfoy, der ebenfalls gut aussah, konnten ihre Dekadenz, die ihre Ursache in der jahrhundertelangen Inzucht hatte, nicht verbergen.

Severus Snape verbarg diese Gedanken tief in seinem Inneren. Er selbst hatte den Reinblütler gespielt, um in die Clique um Lucius Malfoy aufgenommen zu werden, nachdem ihn der Sprechende Hut nach Slytherin gesteckt hatte. Eigentlich hatte er gehofft, ein Ravenclaw zu werden und damit den besten Zugang zu den Wissenschaften zu bekommen. Er hätte sich eine wissenschaftliche Karriere an einer Universität gut vorstellen können. Doch es war anders gekommen!

Snape bemerkte natürlich, dass Hermines Blicke ihm folgten und dass sie gern mit ihm über das Geschehene sprechen wollte. Das konnte und durfte er nicht zulassen. Deshalb ignorierte er sie und wies sie sogar deutlich ab, als sie unter dem Vorwand des Vielsafttranks zu ihm kam. Er war sehr stolz darauf, dass er ihren flehenden Augen widerstanden hatte – leicht war es nicht gewesen. Aber bestimmt heilsam für sie. Denn – Gefühle, das war nichts für ihn!

Zufrieden über die Entwicklung der Dinge machte sich Snape am kommenden Samstag nach Hogsmeade auf, um sich ein paar Zutaten aus der Apotheke zu besorgen. Als er an Madam Puddifoots Cafe vorbeikam und zufällig hineinsah, erblickte er Hermine Granger, die mit einem dieser unsäglich intelligenten Ravenclaws an einem Tischchen am Fenster saß. Die beiden hielten Händchen und… Snape blieb so abrupt stehen, dass zwei Hufflepuff-Drittklässler, die ihm in kurzem Abstand gefolgt waren und sich angeregt unterhielten, in ihn hineinliefen.

„Fünf Punkte Abzug für Hufflepuff", zischte Snape empört. Die beiden Schüler stammelten nur verängstigt: „Entschuldigung, Professor Snape", und suchten schleunigst das Weite.

Snape war wütend. Nicht auf die Hufflepuffs, die kamen gerade richtig, um die größte Wut von ihm zu nehmen. Nein, er war wieder einmal wütend auf Hermine Granger. Wieso musste sie sich plötzlich mit diesem Ravenclaw-Lackaffen so in der Öffentlichkeit präsentieren? Er war sich sicher, wenn er in Hogwarts schon etwas von einer möglichen Beziehung Hermines zu einem andern Mann (waren Schüler Männer?) mitbekommen hätte, wäre das kein solcher Schock für ihn geworden. Denn in dem Fall, da war er sich sicher, hätte er eine solche Verbindung mit Erleichterung betrachtet, denn sie bedeutete ja Miss Grangers Rückkehr zur Normalität und er wäre endgültig aus der Schusslinie!

Aber so – in Hogsmeade – ohne Vorankündigung, das ging zu weit! Snape war empört. Er erledigte seine Besorgungen, machte auf dem Rückweg einen großen Bogen um Madam Puddifoots Cafe und ging schnurstracks in seine Wohnung, die er für den Rest des Wochenendes nicht mehr verließ.

Inzwischen entwickelte sich die freundschaftliche Beziehung von Hermine und Patrick sehr gut und wurde wohlwollend von verschiedenen Personen betrachtet. Zum Beispiel freute sich Harry Potter darüber, der seiner Freundin Hermine eine liebevolle Beziehung so sehr wünschte. Ron hatte gerade andere Ambitionen (Lavender Brown beschäftigte ihn zusehends), so dass er keine große Anteilnahme an Hermines Beziehungen zeigte.

Auch einige Lehrer, allen voran Professor McGonagall, waren erfreut über die Freundschaft zwischen den beiden Jahrgangsbesten aus Gryffindor und Ravenclaw. Im Kollegium war man sich einig, dass dies genau die richtige Beziehung zum richtigen Zeitpunkt war. Alle waren sich einig, außer Severus Snape, den niemand gefragt hatte. Aber er hätte natürlich auch zugestimmt. Was sprach schon dagegen!

Snape unterdrückte seine Aversion gegen die beiden mit viel Mühe. Das Ganze gipfelte allerdings in einer Begebenheit an einem der ersten schönen Frühlingstage am See. Snape wanderte ohne bestimmtes Ziel durch die Gegend (vielleicht waren ja ein paar Schüler aufzutreiben, die gegen die Schulregeln verstießen? Man gönnt sich ja sonst nichts, in diesen schwierigen Zeiten!), als er Hermine Granger mit Patrick Brownes zusammen am See erspähte. Die beiden lagen auf einer Decke und küssten sich. Sie küssten sich! Snape blieb stocksteif stehen, als ob er einen Schockzauber gegen die Brust bekommen hätte. Dann wollte er losstürmen und den beiden ungefähr 5000 Punkte wegen ungebührlichen Verhaltens, Verstoßes gegen Schulregeln, die er in den nächsten Monaten erfinden würde und wegen vorsätzlichen Hervorrufens von Eifersuchtsgefühlen bei einem Angehörigen des Lehrkörpers, abziehen.

Im letzten, noch irgendwie verstandesmäßig geprägten Moment bremste er sich. Er ging zurück in seine Wohnung und blieb dem Abendessen fern. Er hatte keinen Appetit, außer auf einen Schluck Feuerwhisky und den gab es in der Großen Halle sowieso nicht.

Snape hatte verstärkten Appetit auf Feuerwhisky und im Laufe eines sehr einsamen aber fantasievollen Abends kam er zu dem Ergebnis, dass das Dasein als Lehrer im Normalfall bescheuert und im Besonderen zum Kotzen war. Heute war im Besonderen und er stellte sich vor, dass Menschen wie Hermine Granger und Patrick Dingsda heirateten (sie waren ja so ein schönes Paar und er der Stolz aller Schwiegermütter) und natürlich Kinder bekamen (den Zeugungsvorgang sparte er sich aus), die besserwisserisch, neunmalklug, vorlaut, kurz gesagt einfach unmöglich waren und die dann so bedauernswerte Leute wie er unterrichten mussten! Snapes leicht weinerlicher Zustand hing eng mit einer fast geleerten Flasche Feuerwhisky zusammen.

Außerdem würde er den beiden- jedem von ihnen natürlich – bei jeder sich bietenden Gelegenheit so viele Punkte abziehen, wie sie noch nie auf ihrem Hauskonto hatten!

Mit diesem freundlichen Gedanken versank er in einen ohnmachtsähnlichen Schlaf, aus dem ihn ein Hauself rüde herausriss. „Professor Snape, bitte, Sir, Sie müssen unterrichten, heute ist Montag, nicht Sonntag", piepste Dobby, der von Professor Dumbledore losgeschickt worden war, um nach Professor Snape zu sehen. Er fand diesen zu seiner Verwunderung in voller Montur quer über seinem Bett liegend und laut schnarchend vor. Der Whiskydunst im Schlafzimmer ließ Dobby leicht taumeln.

Severus Snape taumelte ebenfalls, als er sich vom Bett erhob (Dobby hatte er wieder weggeschickt, was den Elfen nicht sonderlich störte). Er schleppte sich ins Bad und erschrak über das Gesicht, das ihm aus dem Spiegel entgegen starrte. Bleicher noch als sonst, mit tiefen Augenringen und trüben Augen. ‚Mach nur so weiter', sagte er zu seinem Spiegelbild, ‚dann zierst du bald das Horrorkabinett von Hogwarts und zwar in lebendigem Zustand.'

Er versuchte sich darauf hin mit einer Dusche und mit einem Serum, das er für besonders beschissene Situationen vorrätig hatte (etwa Treffen mit Voldemort oder Okklumentik-Unterricht mit Potter) wieder einigermaßen menschenwürdig erscheinen zu lassen. Jedenfalls so, dass er einen Hogwarts-Montag mit Erstklässlern, besondern begriffsstutzigen Fünftklässlern aus Slytherin und Ravenclaw- Sechstklässlern hinkriegte.

Dann beschloss er, seine Vorstellungen über Punkteabzüge für Granger und Brownes keineswegs umzusetzen. Soweit wollte er sich nicht erniedrigen! Wenn die beiden sich zusammentun wollten – bitte, sie würden schon sehen, was sie davon hatten! Snape unterdrückte dabei ganz schnell den Gedanken an Hermines wundervollen Körper und ihr beglückendes Lächeln in seinen Armen.

Als Hermine Patrick nach dem Unterrichtsende traf, war sie besorgt über dessen verwirrte Miene. Sie wusste, er kam aus Snapes Unterricht und sie war auf alle möglichen Gemeinheiten aus Snapes Horrorkabinett gefasst. Aber Patrick erklärte ihr seine Verwirrung damit, dass er soeben von Professor Snape ausdrücklich gelobt worden sei und 10 Punkte für Ravenclaw geholt hatte.

„Snape hat mir in meiner gesamten Schulzeit noch keine Hauspunkte verliehen. Ich war echt total perplex und konnte ihn nur anstarren. Er meinte dann, wenn ich den Mund nicht sofort wieder zumachen würde, würde er mir 20 Punkte abziehen. Das klang mir dann mehr nach Snape und ich fasste mich wieder."

Hermine lachte pflichtgemäß, konnte aber in Wirklichkeit keine rechte Freude empfinden. Sie fragte sich vielmehr, warum Snape plötzlich so reagierte. Alles, was Snape tat, hatte einen bestimmten Grund. Das war ihr sehr wohl bewusst!

Als ihr dann in der nächsten Stunde „Verteidigung gegen die Dunklen Künste" für einen besonders schönen Patronus 20 Punkte verliehen wurden und sie außerdem ein anerkennendes Nicken von Professor Snape erhielt, kam ihr der Verdacht, dass dieser ihr damit seine Zustimmung zu ihrem Verhältnis zu Patrick übermittelte.

Und damit einen endgültigen Schlussstrich unter ihre „Beziehung" setzte. Sie interessierte ihn nicht mehr! Falls sie ihn überhaupt je wirklich interessiert hatte, was Hermine inzwischen ernsthaft bezweifelte. Hatte sie diese Nacht damals nur geträumt? Waren seine leidenschaftlichen Küsse nur Einbildung? Nein, sie spürte immer noch seine Zunge …..'Verdammt, Hermine', ermahnte sie sich, ‚reiß dich zusammen! Der Kerl ist es nicht wert, dass du nur einen Gedanken an ihn verschwendest! Du hast den besten Freund, den sich ein Mädchen wünschen kann, er liebt dich und er will mit dir schlafen!'

Ganz schnell war Hermine wieder voll und ganz auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Patrick wollte tatsächlich mit ihr ins Bett. Auf seine rücksichtsvolle, zärtliche Art hatte er ihr das beigebracht. Doch Hermine hatte ungefähr so viel Lust, mit ihm zu schlafen wie mit Harry oder Ron – nämlich gar keine! Aber wie sollte sie das Patrick beibringen, ohne ihn zu verletzen?

Hermine stand in der Großen Halle nach dem Mittagessen und seufzte. Fast alle waren noch beim Essen, aber sie hatte keinen Hunger mehr auf Nachtisch und wollte schon gehen. Ihr Blick schweifte nur noch ganz schnell – wie immer – zum Lehrertisch zu einer bestimmten Person, die – auch wie immer - desinteressiert dort saß und wandte sich zum Gehen. Diesmal wurde sie jedoch von einer Mitschülerin angesprochen: „Er ist süß, nicht wahr?", sagte Ginny Weasley und blickte - zu Snape. „Wen meinst du?", fragte Hermine, anscheinend ahnungslos.

Ginny lachte. „Tu nicht so", erwiderte sie. „Ich weiß ganz genau, dass zwischen dir und Snape etwas läuft." Bevor Hermine es abstreiten konnte, sagte sie nur: „Ach komm, Snape wird von manchen Mädchen bewundert. Nur weil Harry und Ron einen machomäßigen Hass auf ihn haben, muss er doch nicht allen missfallen! Und ich sage dir eins, Hermine, im Vertrauen", fügte Ginny hinzu, als sie sah, wie ihre Freundin errötete. „Seit damals, als „Du-weißt-schon-Wer" sich meiner bemächtigt hat, kann ich gefühlsmäßige Schwingungen zwischen Menschen sehr gut spüren. Und ich sage dir; da sind gewaltige Mengen an Gefühlen zwischen dir und Snape unterwegs!"

Hermine wusste vor Verlegenheit gar nicht mehr, was sie darauf erwidern sollte. Ihr erster Impuls, alles abzustreiten, kam ihr nach Ginnys Worten absolut sinnlos und lächerlich vor. Und sie wusste ja auch ganz genau, dass ihre Freundin Recht hatte. Zumindest was ihre Gefühle betraf. Bei Snape war sie sich da nicht so sicher…..

Auf jeden Fall gab es einen, mit dessen Gefühlen sie nicht mehr spielen durfte: Patrick Brownes hatte etwas Besseres verdient als eine Frau, die doch insgeheim einen anderen Mann wollte. Sie würde es ihm unverzüglich sagen.

Für den Schmerz in Patricks Augen, als sie mit ihm Schluss machte, war auch einzig und allein Severus Snape verantwortlich! Einmal mehr hätte sie ihn am liebsten aus ihrem Universum verbannt.

Doch auch dieses Mal gab es Erlösung für Hermine. Wiederum war es Ginny Weasley, die sie nach der Trennung ansprach und sie fragte, ob Hermine etwas dagegen hätte, wenn sie sich um Patrick kümmern würde. „Denn ich finde ihn, im Gegensatz zu dir unheimlich süß und sexy", meinte Ginny und leckte sich genießerisch die Lippen.

Hermine musste lachen. „Aber sei vorsichtig mit ihm", sagte sie. „Ein Draufgänger ist er nicht."

„Das muss er auch nicht sein. Ruhige Männer haben durchaus ihre Qualitäten!"

Hermine lächelte über so viel Altklugheit bei ihrer jungen Freundin - und war erleichtert.

Das ist mein persönliches Lieblingskapitel.

Wie denkt ihr darüber?