Auf dem Weg nach Camelot schweigen die beiden Freunde noch immer. Jeder hängt seinen Gedanken nach. Während Merlin den Verlust seiner Kristallhöhle betrauert, versucht der König die Geschehnisse der letzten Tage noch einmal zu rekapitulieren. Keiner der beiden achtet so richtig auf den Weg. Dann bricht der König sein Schweigen. "Merlin?" Der Drachenmeister schrickt aus seinen Gedanken hoch. "Merlin. Der große Drache damals. Hast du ihn befreit? Und ich möchte eine ehrliche Antwort." Merlin nickt. "Ich hatte keine Ahnung, dass er vorhatte Camelot anzugreifen. Ich hab mich schrecklich gefühlt. All die Toten, die er verursacht hat..." Er schüttelt den Kopf. Arthur atmet durch. "Du hast hunderte von Menschenleben aufs Spiel gesetzt." Er sieht Merlin an. Merlin weicht seinem Blick aus. "Sein Name war Kilgharrah. Und er war der letzte seiner Art. Und er war ein magisches Geschöpf, wie ich. Und dazu kam, dass ich es ihm versprochen hatte. Ich musste es ihm im Gegenzug für seine Hilfe versprechen." "Für welche Hilfe?" Merlin seufzt. "Es gab Momente, wo ich nicht weiterwusste. Erinnert Ihr Euch an den Troll, den euer Vater geheiratet hat? Er wußte, wie man ihn entzaubert. Er war es auch der mir sagte, wer die Quelle des Schlafzauber während des Angriffs der Ritter von Medhir war. Ohne ihn wären wir alle verloren gewesen. Ich hatte keine Wahl. Danach musste ich ihn einfach befreien."

Arthur schüttelt den Kopf. "Das verstehe ich nicht. Einerseits hat er dir immer geholfen und andererseits hat er Camelot und dich angegriffen. Wieso?" Merlin zuckt mit den Schultern. "Er wollte Rache an eurem Vater. Deshalb hat er angegriffen. Euer Vater hat alle bis auf ihn getötet. Er war der Letzte und viele Jahre unter dem Schloß eingesperrt." Arthur nickt. "Aber wieso hat er dir dann erst geholfen?" Merlin sieht seinem König in die Augen. "Er wollte, das ich ihn befreie. Dazu brauchte er mein Vertrauen. Aber da war noch etwas. Seltsamerweise hat er immer an Euch geglaubt. Er war es, der mir erzählte, dass es mein Schicksal sei Euch zu beschützen." Er lächelt. "Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie begeistert ich zu dem Zeitpunkt war. Ich sollte Euch beschützen, ausgerechnet den größten königlichen Arsch, der mir über den Weg gelaufen ist." Er grinst seinen König an. Arthur muss unwillkürlich ebenfalls lächeln. Beide reiten Seite an Seite weiter. Vor Ihnen tauchen bereits die Türme Camelots mit ihren Bannern auf.