AN: Hallo! Vielen Dank für die lieben Reviews! So, ich glaube hierauf haben ein paar von euch gewartet und es tut mir sehr leid, dass ich das bei der Vorgängerversion und dem ersten Mal Posten weggelassen habe :( Es wird aufgelöst, warum Brian plötzlich nicht mehr da ist ...
Disclaimer: Die TV Serie CSI NY gehört den Produzenten Bruckheimer und Zuiker!
Der Charakter Brian Kinney, der hier als Stephens Neffe fungiert, gehört zu Queer as Folk und auch nicht mir!
Guest Starring: Mr. Brian Kinney (Queer as Folk)
Zum Kapitel: Am nächsten Tag machen sich Stephen und Brian auf den Weg ins Krankenhaus, damit Brian sich testen lassen kann! Leider verläuft auch dieser kleine Ausflug nicht ohne kleinere Probleme ...
Der Donnerstag hatte ruhig und friedlich begonnen, aber es regnete. David war mit seinem großen Bruder, dem es wieder gut ging, in die Schule gegangen. Während Brian unten auf dem Sofa geschlafen hatte, war Mac mit Stephen zur Werkstatt gefahren und sie hatten den Leihwagen abgeholt. Einen neuen, grauen 7er BMW. So musste sich Stephen auch nicht auf ein anderes Modell von BMW einstellen. Inzwischen war es viertel nach acht. Als Mac ins CSI Labor verschwunden war und Stephen den Wagen vor dem Haus geparkt hatte, öffnete der Arzt die Haustür und trat ein. Es war still. Nur das Prasseln des Regens, der auf die Strasse und das Hausdach fiel war zu hören.
Brian schläft bestimmt noch. Gestern war es ja auch ziemlich stressig für ihn. Aber ich habe noch ein paar Fragen, die er mir auf jeden Fall beantworten wird ...
Stephen ging an die Schiebetür und öffnete sie leise. Er lugte in das Wohnzimmer. Brian lag auf dem Sofa auf dem Rücken. Ein Bein hing über der Sofalehne, das andere war unter einer Decke versteckt, die er über sich ausgebreitet hatte. Er schlief friedlich. Der Arzt ließ die Tür offen, ging in die Küche und setzte Kaffee auf, damit sie gleich schnell ins Forest Hills fahren konnten.
Als der Kaffee fast durchgelaufen war, trat Stephen in die Lobby und ins Wohnzimmer. Er seufzte. So niedergeschlagen wie gestern Abend hatte er seinen Neffen noch nie gesehen. Und es brach ihm fast das Herz, dass Brian diese schreckliche Krankheit haben könnte.
Vielleicht hat er es gar nicht! Wir werden sehen ...
Stephen trat noch einen Schritt näher und schüttelte Brian sanft an der Schulter. „Brian? Brian, los, steh auf! Wir müssen fahren!"
Nach einem kurzen Wortgefecht und ein paar Drohungen von Stephens Seite, quälte sich Brian dann doch von dem Sofa und in die Küche. Der Kaffeeduft war überall im Haus verteilt und es roch nach Frühstück.
Kinney ließ sich auf einen Stuhl fallen und Stephen goss ihm Kaffee ein. „Gut geschlafen?"
„Ging so," antwortete Brian, trank einen Schluck Kaffee und nahm sich eine Scheibe Brot. „Ich habe geträumt, dass ich an Aids kripiere, weißt du?"
Stephen stöhnte frustriert. „Du stirbst nicht, Brian! Und wenn du das noch einmal sagst, dann-"
„Was dann, lieber Onkel," fragte Brian und betonte das lieber extra laut.
Connors schenkte ihm einen seiner bösesten Blicke, der seinen Kids den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hätte. Nicht so bei Brian.
„Ich denke, das weisst du sehr genau, also beschwör es nicht herauf, okay?"
Er beschmierte sein Körnerbrötchen mit Butter und legte eine Scheibe Käse darauf.
Brian lachte und schüttelte verneinend den Kopf. Er konnte sich eigentlich nicht vorstellen, dass sein Onkel ihn deshalb verprügeln würde. Außerdem war er ja schon dreißig, wie Stephen wusste! Doch er wusste auch, dass diese Tatsache für Stephen keinen nennenswerten Unterschied machte, leider ...
„Das wirst du nicht tun! ... Ich bin keine 15 mehr, Stephen!"
Er widmete sich wieder seinem Brot, biss ein Stück ab, kaute und schluckte dann.
Stephen fixierte ihn und hob dann beide Augenbrauen.
„Wollen wir wetten, Neffe," fragte er böse. "Falls ich noch mal so was höre wie Ich werde krepieren oder sterben ... werde ich das durchziehen! Hast du verstanden?"
Der junge Mann sah auf und hob dann, als er Stephens düsteren Blick sah, abwehrend die Hände. „Ja, doch! Ich hab dich verstanden! Das brauchst du mir nicht zu beweisen. Ich glaube dir, Onkel!"
Kinney bekam ein Nicken zur Antwort und beide aßen in Ruhe auf. Danach sprang Brian noch schnell unter die heiße Dusche und lieh sich von Stephen ein sauberes schwarzes Hemd und eine Hose.
Etwa zehn Minuten später verließen sie das Haus, sprangen schnell in den BMW und fuhren im strömenden Regen Richtung Forest Hills Hospital davon.
Der Arzt parkte den Leihwagen auf seinem Privatparkplatz unter einem Baum. Sie schlugen die Türen zu, Stephen schloss ab und rannte mit seinem Neffen auf den Haupteingang zu. Als sie durch die elektronischen Schiebetüren traten, klopfte Stephen sich das Wasser von der Jacke und trat sich die Schuhe ab. Dann kam ihnen schon Oberschwester Susan Manning, mit einem Klemmbrett in der Hand, entgegen.
Brian blieb stehen.
Sein Onkel stellte seinen Arztkoffer auf den Boden, nahm das Klemmbrett und einen Kugelschreiber und unterschrieb auf dem Anwesenheitsformular.
Susan nickte dankend.
„Im Labor ist alles vorbereitet, Stephen. Ihr könnt sofort runter gehen, wenn ihr wollt!"
„Okay, danke, Susan." Er wandte sich an seinen Neffen und nahm seinen Koffer in die rechte Hand. „Können wir?"
Brian schluckte nervös. Nein, er wollte das nicht! Eigentlich wollte er es gar nicht wissen ... „Eh, ja!"
Er folgte Stephen durch die belebten Gänge des Krankenhauses bis zu einem der Aufzüge. Als sie eingestiegen waren, drückte der Chefarzt den Knopf für das U 3 und der Aufzug setzte sich in Bewegung.
Plötzlich klingelte ein Handy. Brian sah an sich herunter und zog sein Mobiltelefon aus der Hose. Schnell sah er auf die Caller-ID, schniefte und schüttelte den Kopf. Schnell steckte er es wieder zurück in die Tasche und verschränkte die Arme vor der Brust.
Sein Onkel räusperte sich leise. "War das Justin?"
Brian nickte. "Ja ..."
"Und wieso gehst du nicht ran? ... Er ist dein Freund!"
"Ich weiss, Stephen," fauchte Kinney leise und sah seinen Onkel dann an.
Stephen sah seinen Neffen vorsichtig von der Seite an. Das Summen des Aufzuges wurde plötzlich ziemlich laut - jedenfalls kam es Stephen so vor! Brian hatte den Blick auf den Metallboden gerichtet. Er war sichtlich nervös, was Stephen sehr gut nachvollziehen konnte.
Dann nach ein paar Sekunden gab es einen Ruck und der Aufzug stoppte. Die Metalltüren glitten zur Seite und gaben den Blick frei auf einen weiteren Gang, der stark beleuchtet war. Neonröhren hingen von der Decke. Eine flackerte wild. Stephen ging voran, doch blieb dann abrupt stehen, als das Handy seines Neffen nicht aufhörte zu klingeln. Connors stellte sich ihm in den Weg und funkelte ihn wütend an.
"Brian," fragte Stephen leise. "Hast du ... Hast du Justin etwa nichts von deinem Verdacht und von deinem kleinen Tripp hier her gesagt?"
"Nein!"
Stephen öffnete den Mund und hielt warnend einen Finger vor das Gesicht seines einzigen Neffen. "Du bist ... einfach unmöglich! Justin liebt dich, Brian! Ihr lebt zusammen. Ihr seid ein Paar und ihr müsst miteinander reden, gerade wenn es um so etwas wichtiges wie Das Hier geht!"
Brian fuchtelte mit den Händen herum. "Ich hätte es ihm schon noch gesagt, Stephen! Aber nicht jetzt, okay? ..." Er sah weg. "Später."
Stephen schüttelte den Kopf. Langsam wurde er frustriert. "Ich warne dich Brian! Tu es! Justin liebt dich! Er macht sich auch Sorgen um dich. Du kannst ihn doch nicht die ganze Zeit über anlügen oder im Ungewissen lassen! Das. Geht. Nicht! Also, du sagst es ihm und zwar, wenn wir hier wieder raus sind! Bin ich verstanden worden, mein Junge?"
Brian hob wieder seinen Kopf an. "Ja, Sir! ... Dr. Connors! Ich werde es tun! Okay? Zufrieden?"
"Ja und es würde mich noch glücklicher machen, wenn du respektvoll mit mir sprechen würdest!"
Brian nickte. "Ja!"
"Na also," erwiderte der Chefarzt, seufzte und ging dann weiter den Gang entlang. Brian folgte ihm sofort - mit etwas Abstand.
Kinney wischte sich mit der rechten Hand über die Stirn und seufzte. "Ist das Draculas Gruft oder wo sind wir hier?"
Der Spott war nicht zu überhören - die Angst in seiner Stimme allerdings auch nicht!
Stephen grinste leicht und blieb stehen. Er wartete bis Brian wieder neben ihm war und lief dann weiter den Gang entlang.
"Sprich nicht so herablassend über unser Labor, Brian! ... Das ist unser kleines Heiligtum, verstehst du? Unser Highlight des Krankenhauses! ... Hier machen die Typen Sachen, die du noch nicht mal aussprechen kannst!"
Brian grinste und lachte bitter. Er schüttelte den Kopf, bei Stephens Versuch ihm die Angst zu nehmen.
Nur ein paar Meter weiter blieb der Chefarzt an einer der weißen Türen stehen und klopfte an. Als er von einer männlichen Stimme hereingebeten wurde, öffnete er und trat in den Raum.
Brian folgte ihm langsam und schloss die Tür hinter sich. Er sah sich um. Eine Neonröhre an der weißen Decke, eine Liege an der Wand, ein kleiner Tisch, Stuhl, Hocker, ein weiterer Stuhl zum Blutabnehmen, Glasvitrinen und eine Art Durchreiche an der linken Wand. Ein schwarzer Besucherstuhl stand an der neben der Tür.
Auf dem Hocker vor dem kleinen Tisch saß ein schwarzhaariger Mann in weißem Kittel. Er war nicht viel älter als Stephen. Ein Stethoskop lag auf der Tischplatte, daneben ein Klemmbrett und ein paar Blutproben in kleinen Ampullen. Petryschalen, Desinfektionsmittel, Watte, weiße Tücher. Der Arzt hatte einen Kugelschreibter in der rechten Hand und notierte gerade ein paar Dinge auf dem Klemmbrett vor sich.
"Ich bin sofort bei euch, Stephen," entschuldigte er sich, ohne aufzusehen und schrieb konzentriert weiter.
Stephen trat in die Mitte des Untersuchungszimmers des Labors und zog seine Jacke aus.
"Ist schon okay, Ken," erwiderte er grinsend und drehte sich dann zu Brian um, der dicht an der Tür stand und sich weiter hin um sah. Stephen legte ihm eine Hand auf die Schulter und streichelte ihn sanft und beruhigend. "Brian beruhig dich. Es ist alles okay, hm?"
Der Playboy lachte bitter und schüttelte den Kopf. "Nichts ist okay! ... Gar nichts!"
Stephen ließ seine Schultern hängen und rieb seinem Neffen dann sanft über den Nacken. "Brian? Hatte ich nicht vorhin gesagt, dass ich solche negativen Gedanken nicht mehr hören will?"
Nicken.
Stephen hielt mit dem Streicheln inne und hob eine Augenbraue. "Wie bitte? Ich glaub ich hab dich nicht richtig verstanden?"
Jetzt war es Brian, der die Schultern hängen ließ und seufzte. Er betrachtete den kalten und grauen PVC-Boden unter sich und seine nagelneuen Gucci Schuhe, die schwarz glänzten. "Ja ..."
Connors nahm seine rechte Hand weg und legte zwei Finger unter Brians Kinn. Er übte Druck aus, so dass er ihm schließlich in die Augen sehen konnte. "Brian? Sprichst du mit deinen Schuhen? ... Ich möchte, dass du mir in die Augen siehst, wenn wir uns unterhalten! Respekt nennt man das! ... Daran hat sich auch nach all den Jahren nichts geändert! Auch nicht, wenn wir uns nur alle paar Monate sehen! Hab ich mich klar ausgedrückt?"
Scheisse! Jetzt hab ich ihn wirklich sauer gemacht ...
"Ich hab verstanden," gab Brian zurück.
Stephen ließ sein Kinn los und wandte sich an seinen Kollegen. "Ken, das ist mein Neffe, Brian Kinney! ... Brian? Dr. Ken Snyder unsere Laborratte!"
Brians Gesichtsausdruck hatte sich nicht verändert. Doch er warf Ken einen Blick zu und hob dann lustlos die Hand zum Gruß.
Stephen sah ihn an, doch sagte nichts dazu!
Dr. Snyder erhob sich vom Hocker, ging durch den Raum und reichte zunächst seinem Patienten die Hand und dann Stephen. Der Chefarzt drückte höflich zu und lächelte. Ken warf Brian einen Blick zu.
"Sollen wir loslegen, Mr. Kinney?"
"Brian," antwortete Brian lustlos. "Einfach Brian! Mr. Kinney kann ich nicht leiden, Doc!"
Gut," erwiderte der Kollege von Stephen schmunzelnd und wies auf den Stuhl. "Sie haben nicht rein zufällig ihre Krankenakte dabei, Brian?"
Bevor Brian antworten konnte, ergriff sein Onkel das Wort und warf seine Jacke auf den Besucherstuhl. Stephen seufzte. "Ken? Das hier ist nichts offizielles, okay? Er stand gestern Abend ganz plötzlich vor meiner Tür und war etwas ... neben der Spur, weil es einen ..." Stephen sah Brian in die Augen, als er nach den passenden Worten suchte. "Zwischenfall?"
Brian schniefte und rieb sich die Nase. Dann nickte er schnell und zustimmend. "Zwischenfall, ja!"
Stephen fuhr fort und wandte sich wieder an Ken. "Zwischenfall gegeben hat in der Vergangenheit! Wir wollen nur einen Blutwert, das war's!"
Snyder zuckte die Schultern. "Gut! Inoffiziell!"
"So inoffiziell wie es geht, Ken," gab Connors zurück.
"Okay!" Er sah Brian an. "Es bleibt alles in diesem Raum und im Labor nebenan! Es werden keine Ergebnisse heraus gegeben und niemand spricht darüber, Brian! Haben sie verstanden! Unsere Schweigepflicht ist ihnen sicher!"
Brian nickte schnell. "Gut. Gut! ... K-können wir jetzt v-vielleicht anfangen, Doc?"
Ken nickte schnell. Er wies Brian den Stuhl zu und rollte seinen Hocker ein Stück davor, dann schlug er ein Bein über das andere und begann mit dem Interviewpart, den er vor einer solchen Blutuntersuchung, wie diese der Fall war, vorher abhaken musste! Obwohl Stephen ihm ja gesagt hatte, dass dies hier nichts offizielles war und auch später nichts in irgendeiner Akte stehen würde, musste sich Ken doch an die ein oder andere Anweisung von Oben halten. Stephen wusste das!
Connors war während der Fragerei im Raum geblieben. Zwar hatte er seinen Neffen gefragt, ob er auf den Flur gehen sollte, damit die beiden Privatsphäre hatten, doch Brian hatte schnell verneint! Er wollte nicht allein sein. Also blieb Stephen auf dem Besucherstuhl sitzen und spielte an seinem Handy herum.
Nachdem das kurze Interview beendet war, stand Snyder auf und legte die Notizen auf seinen Tisch zurück. "Okay, dann wollen wir mal, Brian!"
Ken öffnete eine Schublade. Er nahm ein paar eingepacktes Paar Latexhandschuhe aus einem Pappkarton und streifte sie sich über die Hände. "Leg den Arm bitte in die Halterung."
Während Brian den rechten Ärmel an den Knöpfen öffnete und dann nach oben schob, nahm Ken eine eingepackte Spritze aus einer Tüte, dazu eine Nadel und setzte sie auf den Zylinder. Brian krempelte den Ärmel des schwarzen Hemdes nach oben. Als Ken die Spritze fertig gemacht hatte, griff er nach einem Wattebausch und dem Desinfektionsspray. Er rollte sich mit dem Hocker dicht vor Brian und begann eine Stelle in der Armbeuge - da wo er eine gute Vene fand - einzusprühen. Ein kurzer Wisch mit der Watte und dann stach er zu.
Nur eine Viertelstunde später verabschiedeten sich Stephen und Brian von Dr. Snyder und bewegten sich langsam wieder durch den Gang und auf den Aufzug zu. Die kleine Ampulle mit Blut hatte Ken durch die Durchreiche und in den anderen Raum gebracht, dort würde man es untersuchen und testen! Ein paar Tage später würden schon die Ergebnisse da sein - das hatte jedenfalls Ken gesagt!
Gedankenverloren lief Brian neben Stephen her, der bereits die Schlüssel für den BMW aus der Hosentasche hervor kramte und leise damit klimperte. Als sie bei dem Aufzug waren, drückte Stephen mit der Fingerspitze den runden Knopf und drehte sich zu Brian um, der wieder auf seine Schuhe stierte.
"He," sagte Stephen leise und musterte seinen Neffen besorgt. "Ist alles okay mit dir?"
Brian schluckte und schüttelte den Kopf. "Nein ..."
"Brian! Siehst du mich bitte an," befahl der Arzt scharf, aber mit leiser Stimme.
Sein Neffe seufzte genervt, doch hob dann den Kopf an, um Stephen in die warmen Augen zu blicken. Er schluckte wieder nervös. "Ich ... ich laufe, okay?"
"Was," fragte der Arzt verwirrt.
Brian wartete nicht auf irgendeine Antwort oder Erlaubnis, sondern wandte sich blitzschnell um und stieß mit voller Wucht die Glastür zum Treppenhaus auf.
"Brian," rief sein Onkel ihm hinter her. "Der Aufzug kommt doch jetzt! ... BRIAN!"
Doch sein Neffe kam nich zurück und er hörte ihn auch nicht mehr.
Connors rieb sich die Stirn und hörte dann das Glöckchen des Aufzugs. Die Türen öffneten sich. Stephen drehte sich um, ging von dem Treppenhaus weg und stieg in den Aufzug.
Vielleicht braucht er etwas Zeit für sich? ... Aber einfach Weglaufen geht auch nicht ...
Die Türen glitten zu und Stephen fuhr langsam nach oben. Nach wenigen Sekunden trat er wieder hinaus und sah sich um. Nichts! Kein Brian! Etwas verwirrt, trat Stephen an das Treppenhaus und öffnete die Tür. Auch hier war sein Neffe nicht zu sehen und er konnte auch keine Schritte mehr hören.
Verdammt, was ...
"BRIAN?"
Keine Antwort! Weder im Treppenhaus, noch hinter ihm. Stephen ließ die Tür hinter sich zuschnappen und marschierte durch die helle Lobby. Der Regen war inzwischen heftiger geworden und knallte auf das Dach und gegen die Fenster des Krankenhauses. Suchend sah Stephen sich nach allen Seiten um. Nichts! Er trat an die Anmeldung und fragte die Schwester dort, ob sie seinen Neffen gesehen hatte. Sie bejahte nickend. Brian war vor zwei Minuten durch die Lobby gerannt und dann nach draußen auf den Parkplatz verschwunden.
Stephen bedankte sich und rannte hinaus. Als er schließlich auf dem großen Parkplatz stand, drehte er sich wieder schnell nach allen Seiten um, doch von seinem Neffen fehlte jede Spur! Er zog den Kragen der Jacke tiefer in den Nacken und um seinen Hals. Seine Schultern waren bereits klitschnass. Genervt und wütend, zog Stephen sein Handy aus er Hosentasche, während er schnell hinüber zu seinem Wagen rannte und suchte die Nummer seines Neffen in der Anrufliste. Das Display bekam einige Tropfen ab. Stephen drückte eine Taste, nahm das Telefon an sein Ohr und lauschte.
Er öffnete den Wagen, stieg ein und sah sich durch die Fenster und Windschutzscheibe weiter um. Brian nahm nicht ab! Er hörte nur das monotone Tuten, dass die Leitung frei war. Der Arzt leckte sich die Lippen, schnaufte laut und sprach ihm dann schließlich auf die Mailbox.
"Brian? Ich bin's! Wo. Bist. Du? ... Ich bin in meinem Wagen und hoffe, dass du nur mal eben Pinkeln gegangen bist! ... Wenn du das hier abhörst, ruf mich sofort an, hörst du? Sofort! Ich weiss, dass dich das alles hier nervös macht und du da gar kein Bock drauf hast, aber darum kannst du dich nicht einfach verkrümeln, okay? Die Ergebnisse kommen in ein paar Tagen und dann wissen wir Bescheid! ..." Stephen seufzte wieder und fuhr fort. "Wenn du in fünf Minuten nicht hier bist, fahre ich nach Hause! ... Brian, das kannst du ni-"
Er hörte einen weiteren Piepton. Die Aufnahme wurde beendet.
Shit! ...
Der Regen knallte weiter auf das Autodach. Auch fünf Minuten später tauchte Brian Kinney nicht an Stephens BMW auf. Der Arzt war sauer und hinterließ ihm einen weitere Nachricht auf der Mailbox.
"Ich noch mal! Du rufst mich sofort an, wenn du das hier abhörst, Brian! Hast du mich verstanden? ... Ich mach mir Sorgen!"
Schließlich startete der Mann den Motor und fuhr zurück in die Jefferson Street.
Doch auch nach einer ganzen Weile meldete sich Brian nicht bei ihm. Stephen checkte sogar seine E-Mails! Nichts! Wieder sprach er ihm diverse Nachrichten auf die Mailbox. Nach mehreren Stunden kam kein Lebenszeichen von Brian!
Stephen ging in sein Badezimmer und zog sich aus. Er nahm eine warme Dusche, zog sich wieder neue Klamotten an und nahm Brians Anziehsachen von den Fliesen. Er steckte sie mit anderer Wäsche in die Waschmaschine im Keller. Dann stieg er wieder die Treppe hinauf und ging in das Erdgeschoss, kochte Kaffee und setzte sich dann mit einer vollen Tasse und der Times in die Küche, um zu lesen und nach zu denken.
Er ist einfach wieder nach Hause geflogen ... Unglaublich ... Ich könnte ihn- ... Hoffentlich ist das Ergebnis negativ ...
Stephen blätterte die Seite um und las weiter. Das Haustelefon und sein Handy lagen neben ihm auf dem Tisch.
Tbc ...
AN2: Ja, das lief ja nicht besonders gut ... Stephen ist jetzt sauer auf seinen Neffen, weil der einfach ohne ein Wort zu verlieren abgehauen ist! Brian sitzt jetzt im Flugzeug und ist auf dem Heimweg nach Pittsburgh! Er wollte sich einfach nicht weiter damit auseinandersetzen und ist geflüchtet! Justin hat er auch im Unklaren gelassen und ihm irgendeine Geschichte aufgetischt, warum er in New York ist :) Das hat seinem Onkel ja auch nicht wirklich gefallen. Stephen wird in den nächsten Tagen noch ein paar Mal versuchen Brian zu erreichen, ob er das hinkriegt? Die Testergebnisse kommen ja auch irgendwann und spätestens dann, muss Stephen mit Brian sprechen. Jetzt kommt erstmal ein anderer Miniplot :) Wir lesen uns! Eure Vanessa
